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| @4Chaoten: ja genau, das Pulver haben wir auch. Steht für Kühe und Schweine drauf. Was ist Zylexis genau? Also bezüglich Stress, Futter und Reinlichkeit schauen wir schon. Da sehen wir eigentlich keine Probleme. Das mit den verschiedenen AB's ist mir langsam auch ein zu großes Ratespiel. Ich möchte da was, was ihr wirklich hilft. Das mit den Zähnen habe ich irgendwie auch schon einmal gelesen. Da sollte uns ja mit einem Röntgenbild eigentlich geholfen werden. Also ich würde morgen auch sagen, sie soll bitte eine Röntgenaufnahme vom Kopf und Lunge machen und gucken. Ist da nichts zu sehen, soll Sie ein Antibiogramm machen. Und bevor wir das Ergebniss nicht haben, möchten wir auch kein neues Antibiotikum verschrieben haben. Ist sinnvoller oder?
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| Zylexis (inaktiviertes Parapoxvirus) wird 3x als Kur innert 10 Tage gespritzt und später bei Bedarf wiederholt. Es stimuliert unspezifisch das Immunsystem und die Wirkung hält ca. 14 Tage an. Bei sehr starker Erkrankung nicht zu empfehlen. Bei leichten Symptomen hatte ich mehrfach sehr gute Resultate damit erzielt. Leider nicht bei Kaninchen, die schon lange und schwerer an Schnupfen leiden. Da hatte Zylexis keinerlei Auswirkung. Versuchen kann man es aber immer... Ist es wirklich Schnupfen (und nicht von den Zähnen ausgehend), dann muss ein AB genügend lange verabreicht werden. Oft wird zu kurz behandelt und das AB viel zu früh abgesetzt. Der klassische Schnupfen-Erreger Pasteurella multocida benötigt mindestens 3 Wochen Behandlung (bis mehrere Wochen). Pasteurellen sind oft in den tiefen Regionen der Nasennebenhöhlen zu finden, daher lässt es sich auch oft nicht durch einen Abstrich nachweisen, da man immer nur den vorderen Teil erwischt. Fliesst viel Eiter in die hinteren Regionen der Nase, dann sind die Pasteurellen dadurch auch bestens dank des Eiters gegen Antibiotika geschützt, auch wenn die Erreger darauf sensibel sind. Daher braucht es eine lange Behandlungszeit und meist lässt sich deswegen der Erreger nie eliminieren. Hilfreich in fortgeschrittenen Schnupfenfällen ist ein CT, der das Ausmass des Eiters aufweist.
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| Hey, ich kann euch nur empfehlen, Schnupfenkaninchen Thymiantee oder ähnliches zur freien Aufnahme zur Verfügung zu stellen. Ich nehme meistens eine kleine Futterschüssel und ein halbes (aufgeschnittenes) Teesackerl. Alle Ninchen hier mögen das sehr gerne, weshalb der Tee nach eineinhalb bis zwei oder drei Tagen schon wieder ausgetrunken ist. Einerseits hilft die vermehrte Flüssigkeitsaufnahme, Erreger auszuspülen, andererseits hat Thymian bei Erkältungen positive, unter anderem schleimlösende und soweit ich weiß auch antibakterielle Eigenschaften. Neben Ingwer und Oreganoöl hat möglicherweise das Anbieten von Thymiantee geholfen, dass Felix nun nicht mehr schnorchelt und es ihm gerade sehr gut geht. Möglicherweise, weil ich ja nicht in ihn hineinschauen kann. Vielleicht ist es ja auch ganz von selbst weggegangen...
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Hey, ich wollte jetzt nicht unbedingt einen neuen Thread eröffnen, daher schreibe ich mal hier meine Frage: Und zwar hat meine Souri letztes Jahr im Oktober angefangen zu niesen und zu "grunzen" beim atmen (gerade, wenn sie aufgeregt war, zB zur Fütterung oder beim Tierarzt). Damals bin ich dann mit ihr zum Tierarzt und sie hat Baytril bekommen. Damit ging es super weg und sie hat bis jetzt keine Symptome mehr gezeigt. Ende Februar hat es dann wieder angefangen. Diesmal ohne die Grunzgeräusche, dafür aber mit weißem Ausfluss aus dem rechten Nasenloch. Daraufhin war ich wieder beim Tierarzt, wo wir dann einen Nasenabstrich genommen haben (da ich nebenberuflich beim Tierarzt aushelfe, habe ich den Abstrich selbst genommen). Da kam aber leider nichts bei raus, das Labor konnte keine Errergerkuturen feststellen. Da Baytril das letzte Mal so super gewirkt hat, habe ich es nochmal mit Baytril versucht, allerdings hat es dieses Mal kaum angeschlagen. Zur Sicherheit bin ich dann wieder zu meiner TÄ mit Souri und sie hat auch nochmal einen Abstrich genommen, einmal einen normalen und zusätzlich auch eine Spülprobe. Außerdem wurden ihre Zahnspitzen geschliffen und sie wurde geröntgt. Sowohl ihre Lunge, als auch ihr Schädel (da sie eben nur in einem Nasenloch den Ausfluss hat und ich natürlich auch Probleme der Zähne und einen Fremdkörper ausschließen möchte). Auch auf den Röntgenaufnahmen war nichts zu finden. Heute kam nun wieder das Ergebnis der zweiten Laboruntersuchungen und auch dort wurde kein Erreger nachgewiesen. Nun bin ich wirklich ratlos.. Fürs erste habe ich Karsivan zur Erweiterung der Bronchien und Bisolvon als Schleimlöser mitbekommen. Ich kann mir nur leider nicht vorstellen, dass damit alles wieder in Ordnung kommt. Hat vielleicht noch jemand einen Rat für mich?
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| Hallo MaxiFussell Einen neuen Thread kannst Du schon eröffnen, ist ja Deine spez. Problematik und keine allgemeine Ratschläge ![]() Hast Du einen oberflächlichen Abstrich gemacht? Tiefer Nasenabstrich sollte unter Narkose erfolgen. Aber selbst diese bringen leider öfters keine gezielten Resultate. Der vordere Teil der Nase hat noch lange nicht die Besiedlung in den tieferen Regionen. Erst recht nicht, wenn der Eiter ganz tief drinnen steckt. Selbst mein letzte Untersuchung aus OP- Material bei kompletter chirurgischen Eröffnung der Nase (mit Ausräumung des Eiters) ergab nicht dasselbe Resultat wie der Absteich aus der Narkose. Hauptverantwortlicher Erreger gelten immer noch die Pasteurellen (nebst Bordetellen). Und gerade diese benötigen eine lange Behandlungszeit(mind. 3 Wochen!) da die tief drin sitzen und durch den Eiter geschützt sind. Wie lange hast Du denn jeweils behandelt? Das Problem ist: bei zu kurzer Behandlungszeit erholen sich die Bakterien wieder. Pasteurellen sind sowieso zeitlebens durch nichts mehr komplett zu eliminieren. Und wenn Du Pech hast, bilden sich bei zu kurzer Behandlungszeit auch noch Resistenzen aus... Mein Kaninchen bekam die letzten 1.5 Jahre AB, dazwischen allerdings immer wieder Pausen. Auch jetzt wurde es wieder abgesetzt. Ohne AB geht es leider fast nicht mehr, der Zustand verschlechtert sich drastisch, soweit ist der chron. Schnupfen bereits fortgeschritten und hat in der Nase denKnochen zerstört und die Nasengängen verkalkt.. Es gilt also den chron. Prozess möglichst lange aufzuhalten. Viele Tipps findest Du hier: https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/ Möglichst an vielen Punkten ansetzen und auf versch. Ebenen therapieren um das Immunsystem zu stärken. Das wichtigste ist nebst genügend länger AB- Therapie Inahaltionen. Wenn der Schnupfen chron. ist, dann sollte auch lebenslang inhaliert werden. Das schützt die Schleimhäute und verhindert dadurch weiteres Fortschreiten der Erkrankung. Erst recht im Winter ist zu trockene Heizungsluft schädlich bei Innenhaltung. Auch die Schleimlöser helfen, denn oft ist der Eiter auch zu zäh und löst sich nicht, kann nicht abfließen. Sind denn die Bronchien auch betroffen? Bei Meinen chron. Fällen war nur immer die Nase betroffen und auch schon Tränenkanal.
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| Den ersten Nasenabstrich habe ich ohne Narkose gemacht, für den zweiten wurde Souri sediert. Also das wurde wirklich aus der tiefen Nasenregion entnommen. Kann man denn allgemein sagen, welches Antibiotikum gegen Pasteurellen bzw Bordetellen wirkt? Denn ohne Ergebnis des Abstriches, weiß ich ja nicht welches Antibiotikum ich ihr geben soll. Oder soll ich es mit Baytril über einen längeren Zeitraum versuchen? Bisher habe ich ihr Baytril eine Woche lang gegeben. Ich denke eher nicht, dass die Bronchien betroffen sind, daher bin ich auch ehrlich nicht überzeugt von Karsivan in Souris Fall. Ich würde ihr wirklich gern ein Antibiotikum geben, ich weiß nur leider nicht welches und wie lange. Und wie lasse ich sie inhalieren?
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| Ein tiefer Nasenabstrich ist auch nicht wirklich 'tief' . Das habe ich ja oben schon geschrieben . Soweit kommt kein Tupfer rein! Zuverlässiges Resultat gibt es nur, wenn man aufschneidet, respektive operiert! (Natürlich nicht wegen der AB- Bestimmung, die OP dauerte über 2 h...). Pasteurellen sind normalerweise empfindlich auf Baytril. Bei nur 1 Woche Behandlung hättest Du Dir das gleich sparen können! So besteht die Gefahr, dass Du Dir genau Resistenzen angezüchtet hast. Da würde ich aber unbedingt den TA wechseln, der sowas verordnet hat. Bei starker Vereiterung braucht es dementsprechend eine sehr lange Behandlungsdauer, sonst kann kein inniges AB wirken! Übrigens hatte ich früher Pasteurellen nachgewiesen in meinem Bestand. Meine langjährige Schnupferin hat aber selbst aus dem OP- Material keine nachgewiesen, nur Hämophilus. Gut möglich, dass da die Behandlung erfolgreich war, allerdings können sich Pasteurellen auch in jeglichen Organen verstecken und zurück ziehen. Sie hatte im tiefen Nasenabstrich 2x Bordetellen nachgewiesen, die wurden jetzt nicht extra auf Baytril getestet dafür auf andere AB, aber ich gehe davon aus, dass die empfindlich sind. Zumindest wurde mit Baytril (auch mit Marbocyl und einem Penicillin) weiter behandelt und angeblich sei es mit sämtlichen AB bei beiden Bakterien problemlos. Inhalieren solltest Du mit einem Kaltluftinhalator und Kochsalzlösung. Entweder mit einem Kompressor (Kaninchen in der Transportbox), allerdings sind die meisten recht laut. Oder mit geräuschlosen Membran- oder Ultraschallvernebler, den ich mir als zweites neu gekauft habe, da der Kompressor defekt ist. Allerdings ist bei Meinem die Leistung nicht so hoch, als dass es für die Transportbox reicht. Ich inhaliere daher mit mitgelieferter Maske, was mein Kannchen aber gar nicht mag. PS: ich würde wahrscheinlich Baytril mal für mind. 5 Wochen geben und schauen, ob eine Verbesserung eintritt. Wenn der Abstrich schon einige Monate zurück liegt, dann vor der Behandlung nochmals einen Abstrich versuchen... Bei meinem neuen Kaninchen habe ich nach Verstärkung der Symptome (starkes Röcheln beim Putzen und Fressen, kein Ausfluss, kaum Niesen) sicherheitshalber auch 5 Wochen lang behandelt, obwohl die Symptome bereits nach 3 Tagen komplett verschwanden., was ich so schnell nicht erwartet hätte! Danach keinerlei Symptome für ein halbes Jahr, danach war teilweise wieder Röcheln vorhanden, was jetzt aber wieder von selbst verschwunden war. Nach Abklärung bei den Soezialisten werde ich es so mal belassen und nur wieder behandeln, wenn stärkere Symptome auftreten. Geändert von Rakete (14.03.2020 um 09:58 Uhr).
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| Ok, alles klar, vielen Dank! Den Abstrich haben wir letzte Woche Dienstag gemacht, also das ist noch nicht sehr lange her. Ich habe vor 2 Tagen zuletzt Baytril gegeben. Dann fange ich jetzt also nochmal damit an und gebe es ihr dann für 5 Wochen, ja? Zusätzlich dann Inhalieren. Wie oft mache ich das? Und das ist nicht zu stressig? Denn Stress soll beim Schnupfen ja auch unbedingt vermieden werden. Außerdem könnte zur Unterstützung auch Zylexis für das Immunsystem helfen? Bisolvon gebe ich auch weiter, aber Karsivan würde ich dann mit Rücksprache mit meiner TÄ absetzen. Wäre das erstmal alles ein Plan? Wie gesagt, vielen Dank für die Infos!
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| Stress ist nie gut, aber viel andere Möglichkeiten hat man bei einer Behandlung nie. Meine Seniorin hat seit 2 Jahren diverse, tägliche Imtensivtherapien, manche schlimme Zeiten sogar 4-6 x täglich wegen dem Auge... Alternativ zur Behandlung wäre nur noch das Einschläfern gewesen. Trotz des vielen Stresses ist meine nicht handzahme Seniorin recht anhänglich geworden. Leckerlis helfen enorm, damit jeder Stress erträglich wird. Und es wird auch erwartet ![]() Zylexis hat bei Meinen sehr gut im Anfangsstadium bei leichten Symptomen geholfen, aber keinen Effekt gehabt, wenn der Schnupfen schon lange bestand und schlimmer wurde. Versuchen würde ich das sicher, aber ich hätte es gleich gegeben beim 1.Ausbruch. Kur: 3x spritzen innert 10 Tagen, danach bei Bedarf. Max. alle 2 Wochen könnte danach gespritzt werden (solange hält die Boosterung an). Erwarte allerdings keine Wunder, es dauert schon ein bisschen, bis es einschlägt. Ich habe auch schon ein halbes Jahr lang alle 2 Wochen gespritzt. Zylexis darf nicht bei schwerer Erkrankung verabreicht werden. Bitte während AB (und drüber hinaus) auch unbedingt immer BeneBac geben. Die Mindestdauer für AB bei Schnupfen wurde mir letzthin von div. TA als 3 Wochen angegeben. Ich würde daher also sicherlich 4-5 Wochen geben. Vorzeitiges Absetzen nur nach Absprache und Kontrolle mit den TA. Ich habe das auch schon gemacht, als ich nach 3 Wochen keinerlei Verbesserung des Zustandes sah. Danach hat man dann ohne Pause gleich auf ein anderes AB gewechselt, damit die Bakterien auch keine Chancen hatten, sich zu erholen und Resistenzen zu bilden. Man muss auch immer damit rechnen, dass mehrere Arten am Schnupfen mitbeteiligt sind. Macht man eine Pause, dann kann es gut sein, dass ein halbwegs unterdrücktes Bakterium sich anfängt explosionsartig zu vermehren. Und man damit dann das nächste Problem hat.
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| Also angefangen hat es jetzt wieder vor nicht ganz zwei Wochen und ich würde auch nicht sagen, dass es ihr extrem schlecht geht. Ich habe sie jetzt schon 2-3 Tage nicht mehr Niesen hören und heute früh war auch kein Schleim in der Nase. (Kann natürlich auch sein, dass sie es gerade weggeputzt hatte oder Ähnliches). Daher hätte ich schon gedacht, könnte Zylexis ein bisschen unterstützen. Mit Baytril ist es nun leider so, dass ich es vor zwei Tagen zuletzt gegeben habe, sodass nun wirklich eine kleine Pause entstand. Soll ich damit trotzdem wieder anfangen für die 4-5 Wochen? Und zusätzlich dann Bene Bac?
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| Ich bin kein TA und habe die Symptome Deines Kaninchens nicht gesehen. Wenn der TA die Behandlung angesetzt hat und für notwendig befunden hat, dann würde ich sicherlich weiter ziehen auf eine genügend lange Gesamtdauer. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass 2 Tage ohne AB derart schlimm sind, auch wenn das in Zukunft sicher zu unterlassen ist. Therapien bespreche ich immer zumindest telefonisch mit der der Klinik ab, weil ich dort mit meiner schweren Schnupferin als komplizierter Fall (in Kombi mit Augenerkrankung) in Langzeitbehandlung bin. Mit den anderen Kaninchen gehe ich zu meinen beiden, normalen kaninchenerfahrenen TA, wobei ich auch in der Klinik um Rat frage, ohne dass die Tiere dort in Behandlung sind. Die Klinik hat nun mal Spezialisten, gerade in Chirurgie, Augenklinik etc.. Hast Du denn noch nie BeneBac bei AB verordnet bekommen? ![]() Das sollte eigentlich immer der Fall sein... das ist schon bedenklich. Ich würde einen kaninchenerfahrenen TA suchen (ansonsten kannst Du auch hier nachfragen oder marinahexe anschreiben). AB wirkt nicht nur selektiv, das tötet zuerst mal die Darmflora ab. Es ist vielleicht etwas weniger schlimm, wenn man spritzt, aber auch selbst bei Langzeitbehandlung bei gespritztem Penicillin muss man die Darmflora aufbauen. Da hatte sogar trotz BeneBac meine Häsin Durchfall und Verdauungsprobleme nach längerer Behandlung. Irgendwann hat sie begonnen, sich selbst zu therapieren und frisst nun regelmäßig den frischen, gesunden Kot des Partnertieres. Seitdem hatte sie keine Probleme mehr. Ja, ich würde auf alle Fälle mit Zylexis über längere Zeit versuchen, wenn Du es noch nie gemacht hast.
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| Ich habe in meinen 11 Jahren Kaninchenhaltung bisher noch kein Langzeit AB (Bzw allgemein noch nie überhaupt ein AB) benötigt, daher habe ich auch BeneBac noch nicht gegeben. Allerdings weiß ich was BeneBac ist und weiß, dass es in so einem Fall durchaus wichtig ist. Meine TÄ ist leider nicht auf Kaninchen spezialisiert, gibt sich aber wirklich große Mühe. In meiner Umgebung, Bzw gerade aus der Stadt aus der ich komme, kann man vergessen, dass da ein Tierarzt überhaupt so eine große Behandlung für ein Kaninchen vornimmt. Leider! Da wird man dann vllt mit RodiCare Pulmo abgespeist und das war’s. Meine TÄ hat sich wahnsinnig viel Zeit mit Souri genommen und alles so gemacht, wie ich es zB auch auf der Seite von Kaninchenwiese, die du reingeschickt hattest, gelesen habe. (Sedierung, Abstrich, Spülprobe, Röntgenaufnahmen und Zahnschleifung). Dass sie mir jetzt das AB nur für eine Woche verschrieben hat, kann ich auch nicht verstehen und lässt mich natürlich auch zweifeln, aber der nächste Tierarzt, der wirklich, wirklich gut auf Kaninchen spezialisiert ist, wäre über 3h von mir entfernt. Natürlich werde ich auch dorthin fahren, wenn nötig, allerdings würde ich das Souri eben gern ersparen. Das schöne ist nämlich, dass ich auch in der Praxis arbeite und mit meiner TÄ Sachen besprechen kann, die sie eben nicht tagtäglich behandelt und wenn ich beispielsweise hier ein paar Ratschläge bekomme, kann ich sie mit ihr abwägen und wir behandeln Souri dementsprechend.
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| Telefonisch gibt es keine Anlaufstelle? Bei um hat dies das Tierspital Zürich (Uni Zürich) auch für Heimtiere. Nur wissen dass die wenigsten, außer man ist in Behandlung und es wird einem gesagt, man könne jederzeit anrufen. Oder man ergoogelt es sich... Also auch für Heimtiere oder Wildtiere, die nicht in Behandlung sind, kriegt man innerhalb von 3 Tagen antworten. Dann besorge Dir genügend Baytril und behandle für insgesamt 4-5 Wochen mit der Vorbehandlung, falls Du soviel AB bekommst. Und sonst sollen sie sich ans Tierspital Zürich wenden, falls sie das anzweifeln. Das mit der Langzeitbehandlung und OP- Möglichkeit der Nase bei den schweren chron. Fällen weiß ich auch nicht so lange. Hier geht es um den Erhalt der Lebensqualität, einige kriegen AB bis ans Lebensende. Selbst meine Kaninchen erfahrene TÄ wusste das offenbar nicht. Aber sie arbeitet auch schon einige Jahre Teilzeit, da kann man auch nicht immer auf den neusten Stand der Wissenschaft. Ich vermute, das wissen auch nur die erfahrenen Unikliniken, wo all die schweren Fällen dann landen. Alle anderen Kaninchen von den normalen TA versterben dann ungenügend behandelt viel früher an Atemnot oder schweren Infekten. Bei Langzeitbehandlung wird es irgendwann mal Nierenschädigung geben. Aber meine kranke Seniorin wird bald 9, da habe ich keinen Anspruch, dass es noch jahrelang leben soll. Ihre Nierenwerte sind gerade noch okay nach über 1.5 Jahren AB. Sie soll nur qualitativ gut leben können. Leichte Schnupfensymptome hatte sie bei Übernahme vor 7 Jahren bereits. PS: wenn Du so selten kranke Kaninchen hattest, dann bist Du echt ein Glückspilz ;-)
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| Oh, das mit der telefonischen Beratung hatte ich irgendwie überlesen. Das ist auf jeden Fall auch einen Versuch wert! Vielleicht finde ich ja jemanden, der das macht. Also wie gesagt, nochmal vielen Dank für die Hilfe!!! PS: also kranke Kaninchen hatte ich leider schon, allerdings ging es da beispielsweise um einen Tumor. Da helfen Antibiotika ja eher nicht wirklich. Liebe Grüße!
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| Die telefonische Beratung habe ich Dir nicht exziplit hier geschrieben, anderswo schon. Aber versuchen kannst Du es ja mal, falls es irgendwo eine Uniklinik o.ä. gibt. Für Tipps kannst Du auch noch anderen Beiträgen durchlesen, in den meisten steht in etwa alles, was auch bei Kaninchenwiese steht. Außer dass sie ineinander Schnupfen auch nicht auf dem neusten Stand sind: man kann ein CT machen lassen und dann entscheiden, ob ein operativer Eingriff der Nase sinnvoll ist. Dazu meine Beiträge https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/46795-kaninchenschnupfen-mit-nasennebenh%F6hlenentz%FCndung.html Und hie längerer Beitrag mit Details, aber den kannst Du Dir auch schenken, wenn Du obiges gelesen hast: https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/44850-augenverletzung-wiederkehrend.html
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| Hallo ihr Lieben. Ich habe auch eine Frage bzw. Geschichte zum Thema Schnupfen. Vor 4 Wochen habe ich ein neues Kaninchen bekommen, nachdem mein altes Tier nach einer OP leider verstorben ist. Aufgrund dieser OP, bzw. wie die Übergabe ablief wurde mein Vertrauen zu der ansonsten sehr auf Kaninchen spezialisierten Praxis etwas erschüttert. Aufgrund Ausgangssperre musste alles schnell gehen und das Kaninchen, das ich geholt habe, hatte gerade noch Junge. Die Besitzerin hat zwar erwähnt, dass aufgrund des Stresses mit den Jungen ihr Auge tränen würde, leider hat es mich erstmal nicht stutzig gemacht. Zu Hause wurde mir dann schnell klar, dass sie auch am Niesen war und mir kam der Verdacht Schnupfen. Die VG mit meinem anderen Kaninchen klappte soweit gut, allerdings tränte nach einer Weile das andere Auge. Daher bin ich zum TA hier in der Nähe und es wurde mir empfohlen, erst Mal zu inhalieren und Augentropfen von Weleda zu verabreichen. Die Zähne wurden angeschaut (keine Röntgenaufnahme) und für gut befunden. Nach einer Woche ohne großer Besserung, einzig die Atemgeräusche beim Schlafen waren weniger, wurde Baytril verschrieben, welches ich 5 Tage geben sollte. Da auch nach diesen 5 Tagen keine wesentliche Besserung eintrat, wurden die Augen letzte Woche gespült. (Ich habe auf eine Erregerbestimmung angesprochen, da wurde aber gesagt, man könne jetzt sowieso nicht gleich ein anderes AB verabreichen, ich solle weiter inhalieren und antibiotische Augentropfen verabreichen. Nach der Spülung war es für zwei Tage besser, dann nässte das Auge wieder. Also bin ich heute wieder hin. Der Versuch zu spülen misslang auf der "schlechteren" Seite und ich soll jetzt 5 Tage Metacam geben, um am Montag nochmal den Versuch einer Spülung zu starten. Sonst will sie dann vielleicht doch unter einer Narkose die Zähne röntgen. Ich bin nun total unschlüssig, ob ich die Kleine auch noch mit Metacam vollpumpen soll? Auf meine erneute Nachfrage nach der Erregerbestimmung meinte die TÄ, dass sie Angst hätte mit einem speziellen AB den Magen-Darm.Trakt zu schädigen. Vielleicht könnt ihr mir eure Meinung dazu schildern. Lg Melanie
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| Hallo MelDC und willkommen ![]() die Zähne würde ich wohl auch röntgen lassen, aber warum Narkose? Es liest sich für mich wie Kaninchenschnupfen und der sollte länger als 5 oder 7 Tage mit AB behandelt werden. Ich sollte mind. 14 Tage Enrobactin geben, zusätzlich bekam sie Zylexis und ein Pulver für das Immunsystem Während der Gabe von AB sollte man noch für die Darmflora Benebac verabreichen Sie hatte Junge, dann ist sie ausgezogen und gleich vergesellschaftet worden? Das ist alles Streß für ein Tier, bei mir war der Auslöser auch eine neue VG Erstmal Stress vermeiden, keine trockene Heizungsluft und viel frisches Grün Ist der TA erfahren mit Kaninchen? Evtl. würde ich mir dann einen suchen der Erfahrung mit HEIMtiere hat
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| Hallo Melanie Du hast die Häsin nun ohne Nachwuchs? Nur gut zu Wissen wegen der AB-Behandlung. Wie lange hast Du die AB-Augentropfen denn bereits verabreicht? und wie oft (sollte möglichst 7 Tage und 3-6 x täglich, besser ist mehr...) Bei Meinem war der TNK letzte Woche beim Spülen auch komplett dicht. Der TA hat versucht, noch AB in den TNK reinzuspritzen. Glücklicherweise war der TNK diese Woche nach der Behandlung wieder frei und ich behandle noch weitere 2-3 Tage, obwohl es bereits wieder gut aussieht. Falls das Problem wieder auftritt, wird ein CT gemacht. Was aussagekräftiger ist als bloss ein Röntgen. Entweder sind die Zähne daran Schuld oder chron. Schnupfen. Leider hatte ich auch schon ein Kaninchen was über einen Zeitraum von 1.5 Jahren immer wieder tränenden Augen hatte, bis dann der TNK und die Nasennebenhöhlen komplett verkalkt/mineralisiert waren. Das war dann zu spät... Also lieber rechtzeitig schauen, was die Ursache ist und dementsprechend behandeln. Bei Schnupfen sollte mind. 3 Wochen mit AB behandelt werden. Zu kurz (wie lediglich 5 Tage!) bringt gar nichts. Der Haupterreger Pasteurella multocida ist sehr hartnäckig. Oft sitzt der Eiter auch tief drinnen und fliesst gar nicht ab. AB (gemäss Antibiogramm) kann man auch über längere Zeit geben. Nützt alles über sehr lange Zeit nichts, dann kann man den Eiter operativ entfernen, daher braucht es ein CT auch bei Schnupfen. Das Problem ist meist nicht das Antibiotika, welches angeblich nicht wirkt, sondern dass es viel zu kurz verabreicht wurde. So können sich allerdings hinterher Resistenzen bilden. Und man sollte auch nicht die AB umstellen, sondern beim Gleichen bleiben. Metacam ist entzündungshemmend und kann ohne Probleme bei starkem Schnupfen auch über mehrere Wochen verabreicht werden. Bei jeder AB-Gabe (ausser Augentropfen) immer parallel BeneBac geben für den Darmflora-Aufbau, sogar über die Zeit hinaus... Meine Seniorin hatte insgesamt 1.5 Jahre AB (nicht am Stück), aber in der Zeit immer AB. Gegen Ende hatte sie trotz konstatem BeneBac etwas Probleme mit Durchfall. Sie hat dann angefangen, freiwillig den frischen Kot des gesunden Partners zu fressen, das hat dann definitiv geholfen. Man kann dem Kaninchen zur Therapie auch gesunde Kotsuspension einflössen. Ist Dein TA kaninchenerfahren? Es hört sich nicht unbedingt danach an.
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| Zitat:
Nein Milly hat nun keine Jungen mehr. Die Augentropfen hatte ich ihr zwei Mal am Tag für 8 Tage gegeben. Ich werde es nun so machen, dass ich ihr das Metacam bis Montag gebe, weiterhin inhaliere und aufbauende Immunpräparate verabreiche. (Gladiator Plus habe ich besorgt und Rodicare Pulmo hatte ich von der TÄ bekommen.) Dann werde ich Anfang der Woche wieder zu meiner TÄ nach Stuttgart gehen, die definitiv erfahren ist mit Kaninchen. Ich habe bei der jetzigen auch das Gefühl, dass sie sich zwar Mühe geben, aber allein die kurze AB-Gabe hat mich dann doch verunsichert. Und es ist sehr mühsam, wenn man den TÄ immer Tipps geben muss, die man aus dem Internet hat, ich habe immer das Gefühl man wirkt etwas besserwisserisch und sie nehmen es doch nicht ganz ernst. Ich habe eigentlich am Montag nochmal einen Termin für eine erneute Spülung bzw. um weiteres Vorgehen zu planen, aber vermutlich mache ich das dann besser bei der Kaninchenerfahrenen TÄ. Lg Melanie
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| Vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich habe das Gefühl, so extrem viel Ahnung haben sie mit Kaninchen nicht. Vermutlich wird es besser sein,wenn ich wieder zu meinem anderen Ta gehe, der tatsächlich auf Kaninchen spezialisiert ist. Allerdings habe ich dort eine recht lange Anfahrt, diesen Stress wollte ich ihr eigentlich ersparen. Ich denke ich lasse es mit dem Metacam und gönne ihr Ruhe, Wiese bekommen sie nun ohnehin ad libitum. Und wenn es übers Wochenende bleibt gehe ich zum anderen TA. Inhalieren kann ich ja weiterhin. Lg Melanie
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| Stichworte |
| bindehautentzündung, chronisch, erkältung, niesen, schnupfen |
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