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Kaninchenschnupfen ist keine Erkältung! auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 08.04.2019
Beiträge: 17
Hubi30 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.12.2019, 19:55

Wir haben drei verschiedene Antibiotika schon gehabt,leider ohne Erfolg.
Was meinst du mit;

"sonst gibt du womöglich ABs, die resistent sind"

Die Tierärztin hat beim vorletzten Mal schon gemeint, das die Kleine leicht sabbert und das von den Zähnchen kommen kann. Hat sich das auch genau angesehen und meinte, wir sollen das beobachten, uns aber erst mal um den Schnupfen kümmern.

Vor knapp 3 Monaten haben wir sie gegen Kaninchenschnupfen impfen lassen. Die Tierärztin damals meinte, dass das nicht den Schnupfen besiegen kann, aber die Symptome lindern. Damals hatten wir ihr auch Antibiotikum gegeben, welches deutlich besser anschlug und da war nach einiger Zeit so gut wie kein Nieser mehr.
Es gab zu den Zeitpunkt aber auch nur niesen, kein eitriger Ausfluss aus der Nase.



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Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.12.2019, 20:01

Ohne Antibiogramm gibst du womöglich ein Antibiotika nach dem anderen, ohne zu wissen ob die Erreger eigentlich auf diesen Wirkstoff gar nicht reagieren.

Wenn sie schon sabbert würde ich definitiv auf ein Röntgenbild bestehen. Die Zahnwurzen können zum Beispiel Richtung Tränen-Nasen-Kanal wachsen oder andere Probleme verursachen, die sich mit solchen Symptomen zeigen.

Gegen Kaninchenschnupfen zu impfen ist meist nicht empfehlenswert. Vorallem nicht, wenn das Tier schon krank ist.

Du kannst marinahexe deine Postleitzahl per PN schicken, dann kann sie auf ihrer Liste nach einem Kaninchenerfahrenen Tierarzt schauen. Das klingt nämlich eher nicht so, as wäe sie so erfahren



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Geändert von Honeymouse (12.12.2019 um 20:11 Uhr).

Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.12.2019, 20:07

Ich würde ebenfalls empfehlen, Marinahexe eine PN zu schicken.

Mit verschiedenen Antibiotika zu probieren ist nicht sinnvoll und in dem Fall würde ich auch ein Antibiogramm empfehlen.
Wurde etwas zur Unterstützung des Immunsystems gegeben? Meine TÄ hat mich ausdrücklich darauf hingewiesen und eine Zelexis-Kur (heißt das so?) gemacht. Zudem habe ich noch Pulver für Zuhause mitbekommen




Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.12.2019, 20:11

Zylexis heißt es



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Ninchen
 
Registriert seit: 08.04.2019
Beiträge: 17
Hubi30 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.12.2019, 20:38

Danke euch beiden, ich habe ihr eben eine Nachricht geschickt.

Von einem Antibiogramm habe ich vorher noch nie gehört. Nachdem ich kurz nachgelesen hab, scheint das aber durchaus Sinn für mich zu machen. Anstatt dem Tierchen ein Medikament nach dem anderen zu geben, welches auch wieder nichts bringt.

Die Tierärztin, bei dir wir die letzten beiden male waren, schien schon recht erfahren zu sein. Sie meinte, sie hatte selbst mal ein Kaninchen mit Kaninchenschnupfen. Da denkt man ja eigentlich, dass sie auf dem Gebiet Ahnung haben sollte, wenn sie privat so ein Tier schon besaß.

Für das Immunsystem haben wir auch ein Pulver mitbekommen, dass wohl Schleimlösend sein soll. Wir sollten es auf ein Stück Gemüse oder ähnliches machen. Ich glaube allerdings, dass sie es nicht jeden Tag isst, da sie irgendwann angefangen hat, dass Gemüse zu ignorieren, wo es drauf war. Also musste ich eine neue Sorte nehmen )

Also schlagt ihr für morgen eine Röntgenaufnahme vor und wenn die keine Lösung bringt ein Antibiogramm?
Ich würde dann auch ungern schon wieder ein neues Antibiotikum mitnehmen, sondern erst, nachdem die Laboruntersuchung Ergebnisse hat. Oder was meint ihr?




Geändert von Hubi30 (12.12.2019 um 20:42 Uhr).

Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.12.2019, 20:56

Verschiede AB's auszuprobieren halte ich auch für nicht gut. Ich hatte wohl Glück mit der Wahl des AB's
Das Pulver, welches ich bekommen habe, ist für Kühe und stärkt das Immunsystem wirkt aber auch gut bei Ninis. Gut geholfen hat auch Zylexis.
Ich würde empfehlen Marinahexe zu schreiben, für eine gute TA Wahl und ein Antibiogramm machen lassen
Zudem ist gutes Futter, wenig Streß und reinliche Umgebung unterstützend




Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.12.2019, 20:58

Ja, Röntgen vom Kopf ist meine Erachtens bei diesen Smyptomen sinnvoll. Kann natürlich sein, dass die Zähne TippTop sind, aber dann habt ihr Klarheit.

Für's Antibiogra braucht es eine Spülprobe aus der Nase, die dann eingeschickt wird.


Kennt ihr diese Seite? Dort wird auch auf den Zuammenhang mit den Zähnen eingegangen:


https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/



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Ninchen
 
Registriert seit: 08.04.2019
Beiträge: 17
Hubi30 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.12.2019, 21:11

@4Chaoten: ja genau, das Pulver haben wir auch. Steht für Kühe und Schweine drauf. Was ist Zylexis genau?

Also bezüglich Stress, Futter und Reinlichkeit schauen wir schon. Da sehen wir eigentlich keine Probleme.
Das mit den verschiedenen AB's ist mir langsam auch ein zu großes Ratespiel. Ich möchte da was, was ihr wirklich hilft.
Das mit den Zähnen habe ich irgendwie auch schon einmal gelesen. Da sollte uns ja mit einem Röntgenbild eigentlich geholfen werden.

Also ich würde morgen auch sagen, sie soll bitte eine Röntgenaufnahme vom Kopf und Lunge machen und gucken.
Ist da nichts zu sehen, soll Sie ein Antibiogramm machen.
Und bevor wir das Ergebniss nicht haben, möchten wir auch kein neues Antibiotikum verschrieben haben. Ist sinnvoller oder?



marinahexe and 4Chaoten like this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.12.2019, 14:00

Zylexis (inaktiviertes Parapoxvirus) wird 3x als Kur innert 10 Tage gespritzt und später bei Bedarf wiederholt. Es stimuliert unspezifisch das Immunsystem und die Wirkung hält ca. 14 Tage an. Bei sehr starker Erkrankung nicht zu empfehlen. Bei leichten Symptomen hatte ich mehrfach sehr gute Resultate damit erzielt. Leider nicht bei Kaninchen, die schon lange und schwerer an Schnupfen leiden. Da hatte Zylexis keinerlei Auswirkung. Versuchen kann man es aber immer...


Ist es wirklich Schnupfen (und nicht von den Zähnen ausgehend), dann muss ein AB genügend lange verabreicht werden. Oft wird zu kurz behandelt und das AB viel zu früh abgesetzt. Der klassische Schnupfen-Erreger Pasteurella multocida benötigt mindestens 3 Wochen Behandlung (bis mehrere Wochen). Pasteurellen sind oft in den tiefen Regionen der Nasennebenhöhlen zu finden, daher lässt es sich auch oft nicht durch einen Abstrich nachweisen, da man immer nur den vorderen Teil erwischt. Fliesst viel Eiter in die hinteren Regionen der Nase, dann sind die Pasteurellen dadurch auch bestens dank des Eiters gegen Antibiotika geschützt, auch wenn die Erreger darauf sensibel sind. Daher braucht es eine lange Behandlungszeit und meist lässt sich deswegen der Erreger nie eliminieren.


Hilfreich in fortgeschrittenen Schnupfenfällen ist ein CT, der das Ausmass des Eiters aufweist.




Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.12.2019, 14:17

Hey,

ich kann euch nur empfehlen, Schnupfenkaninchen Thymiantee oder ähnliches zur freien Aufnahme zur Verfügung zu stellen. Ich nehme meistens eine kleine Futterschüssel und ein halbes (aufgeschnittenes) Teesackerl. Alle Ninchen hier mögen das sehr gerne, weshalb der Tee nach eineinhalb bis zwei oder drei Tagen schon wieder ausgetrunken ist.

Einerseits hilft die vermehrte Flüssigkeitsaufnahme, Erreger auszuspülen, andererseits hat Thymian bei Erkältungen positive, unter anderem schleimlösende und soweit ich weiß auch antibakterielle Eigenschaften.

Neben Ingwer und Oreganoöl hat möglicherweise das Anbieten von Thymiantee geholfen, dass Felix nun nicht mehr schnorchelt und es ihm gerade sehr gut geht. Möglicherweise, weil ich ja nicht in ihn hineinschauen kann. Vielleicht ist es ja auch ganz von selbst weggegangen...



__________________
Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.10.2013
Beiträge: 155
MaxiFussel813 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.03.2020, 22:17

Hey,
ich wollte jetzt nicht unbedingt einen neuen Thread eröffnen, daher schreibe ich mal hier meine Frage:
Und zwar hat meine Souri letztes Jahr im Oktober angefangen zu niesen und zu "grunzen" beim atmen (gerade, wenn sie aufgeregt war, zB zur Fütterung oder beim Tierarzt). Damals bin ich dann mit ihr zum Tierarzt und sie hat Baytril bekommen. Damit ging es super weg und sie hat bis jetzt keine Symptome mehr gezeigt. Ende Februar hat es dann wieder angefangen. Diesmal ohne die Grunzgeräusche, dafür aber mit weißem Ausfluss aus dem rechten Nasenloch. Daraufhin war ich wieder beim Tierarzt, wo wir dann einen Nasenabstrich genommen haben (da ich nebenberuflich beim Tierarzt aushelfe, habe ich den Abstrich selbst genommen). Da kam aber leider nichts bei raus, das Labor konnte keine Errergerkuturen feststellen. Da Baytril das letzte Mal so super gewirkt hat, habe ich es nochmal mit Baytril versucht, allerdings hat es dieses Mal kaum angeschlagen.
Zur Sicherheit bin ich dann wieder zu meiner TÄ mit Souri und sie hat auch nochmal einen Abstrich genommen, einmal einen normalen und zusätzlich auch eine Spülprobe. Außerdem wurden ihre Zahnspitzen geschliffen und sie wurde geröntgt. Sowohl ihre Lunge, als auch ihr Schädel (da sie eben nur in einem Nasenloch den Ausfluss hat und ich natürlich auch Probleme der Zähne und einen Fremdkörper ausschließen möchte). Auch auf den Röntgenaufnahmen war nichts zu finden.
Heute kam nun wieder das Ergebnis der zweiten Laboruntersuchungen und auch dort wurde kein Erreger nachgewiesen.
Nun bin ich wirklich ratlos.. Fürs erste habe ich Karsivan zur Erweiterung der Bronchien und Bisolvon als Schleimlöser mitbekommen.
Ich kann mir nur leider nicht vorstellen, dass damit alles wieder in Ordnung kommt. Hat vielleicht noch jemand einen Rat für mich?




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.03.2020, 08:05

Hallo MaxiFussell

Einen neuen Thread kannst Du schon eröffnen, ist ja Deine spez. Problematik und keine allgemeine Ratschläge

Hast Du einen oberflächlichen Abstrich gemacht? Tiefer Nasenabstrich sollte unter Narkose erfolgen. Aber selbst diese bringen leider öfters keine gezielten Resultate. Der vordere Teil der Nase hat noch lange nicht die Besiedlung in den tieferen Regionen. Erst recht nicht, wenn der Eiter ganz tief drinnen steckt. Selbst mein letzte Untersuchung aus OP- Material bei kompletter chirurgischen Eröffnung der Nase (mit Ausräumung des Eiters) ergab nicht dasselbe Resultat wie der Absteich aus der Narkose.

Hauptverantwortlicher Erreger gelten immer noch die Pasteurellen (nebst Bordetellen).
Und gerade diese benötigen eine lange Behandlungszeit(mind. 3 Wochen!) da die tief drin sitzen und durch den Eiter geschützt sind.
Wie lange hast Du denn jeweils behandelt?
Das Problem ist: bei zu kurzer Behandlungszeit erholen sich die Bakterien wieder. Pasteurellen sind sowieso zeitlebens durch nichts mehr komplett zu eliminieren. Und wenn Du Pech hast, bilden sich bei zu kurzer Behandlungszeit auch noch Resistenzen aus...

Mein Kaninchen bekam die letzten 1.5 Jahre AB, dazwischen allerdings immer wieder Pausen. Auch jetzt wurde es wieder abgesetzt. Ohne AB geht es leider fast nicht mehr, der Zustand verschlechtert sich drastisch, soweit ist der chron. Schnupfen bereits fortgeschritten und hat in der Nase denKnochen zerstört und die Nasengängen verkalkt..

Es gilt also den chron. Prozess möglichst lange aufzuhalten.
Viele Tipps findest Du hier:
https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/
Möglichst an vielen Punkten ansetzen und auf versch. Ebenen therapieren um das Immunsystem zu stärken.
Das wichtigste ist nebst genügend länger AB- Therapie Inahaltionen.
Wenn der Schnupfen chron. ist, dann sollte auch lebenslang inhaliert werden. Das schützt die Schleimhäute und verhindert dadurch weiteres Fortschreiten der Erkrankung. Erst recht im Winter ist zu trockene Heizungsluft schädlich bei Innenhaltung. Auch die Schleimlöser helfen, denn oft ist der Eiter auch zu zäh und löst sich nicht, kann nicht abfließen.

Sind denn die Bronchien auch betroffen?
Bei Meinen chron. Fällen war nur immer die Nase betroffen und auch schon Tränenkanal.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.10.2013
Beiträge: 155
MaxiFussel813 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.03.2020, 08:46

Den ersten Nasenabstrich habe ich ohne Narkose gemacht, für den zweiten wurde Souri sediert. Also das wurde wirklich aus der tiefen Nasenregion entnommen.
Kann man denn allgemein sagen, welches Antibiotikum gegen Pasteurellen bzw Bordetellen wirkt? Denn ohne Ergebnis des Abstriches, weiß ich ja nicht welches Antibiotikum ich ihr geben soll. Oder soll ich es mit Baytril über einen längeren Zeitraum versuchen? Bisher habe ich ihr Baytril eine Woche lang gegeben.
Ich denke eher nicht, dass die Bronchien betroffen sind, daher bin ich auch ehrlich nicht überzeugt von Karsivan in Souris Fall. Ich würde ihr wirklich gern ein Antibiotikum geben, ich weiß nur leider nicht welches und wie lange.
Und wie lasse ich sie inhalieren?




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.03.2020, 09:48

Ein tiefer Nasenabstrich ist auch nicht wirklich 'tief' . Das habe ich ja oben schon geschrieben. Soweit kommt kein Tupfer rein! Zuverlässiges Resultat gibt es nur, wenn man aufschneidet, respektive operiert! (Natürlich nicht wegen der AB- Bestimmung, die OP dauerte über 2 h...).

Pasteurellen sind normalerweise empfindlich auf Baytril. Bei nur 1 Woche Behandlung hättest Du Dir das gleich sparen können! So besteht die Gefahr, dass Du Dir genau Resistenzen angezüchtet hast. Da würde ich aber unbedingt den TA wechseln, der sowas verordnet hat. Bei starker Vereiterung braucht es dementsprechend eine sehr lange Behandlungsdauer, sonst kann kein inniges AB wirken!

Übrigens hatte ich früher Pasteurellen nachgewiesen in meinem Bestand. Meine langjährige Schnupferin hat aber selbst aus dem OP- Material keine nachgewiesen, nur Hämophilus. Gut möglich, dass da die Behandlung erfolgreich war, allerdings können sich Pasteurellen auch in jeglichen Organen verstecken und zurück ziehen. Sie hatte im tiefen Nasenabstrich 2x Bordetellen nachgewiesen, die wurden jetzt nicht extra auf Baytril getestet dafür auf andere AB, aber ich gehe davon aus, dass die empfindlich sind. Zumindest wurde mit Baytril (auch mit Marbocyl und einem Penicillin) weiter behandelt und angeblich sei es mit sämtlichen AB bei beiden Bakterien problemlos.

Inhalieren solltest Du mit einem Kaltluftinhalator und Kochsalzlösung. Entweder mit einem Kompressor (Kaninchen in der Transportbox), allerdings sind die meisten recht laut. Oder mit geräuschlosen Membran- oder Ultraschallvernebler, den ich mir als zweites neu gekauft habe, da der Kompressor defekt ist. Allerdings ist bei Meinem die Leistung nicht so hoch, als dass es für die Transportbox reicht. Ich inhaliere daher mit mitgelieferter Maske, was mein Kannchen aber gar nicht mag.

PS: ich würde wahrscheinlich Baytril mal für mind. 5 Wochen geben und schauen, ob eine Verbesserung eintritt. Wenn der Abstrich schon einige Monate zurück liegt, dann vor der Behandlung nochmals einen Abstrich versuchen... Bei meinem neuen Kaninchen habe ich nach Verstärkung der Symptome (starkes Röcheln beim Putzen und Fressen, kein Ausfluss, kaum Niesen) sicherheitshalber auch 5 Wochen lang behandelt, obwohl die Symptome bereits nach 3 Tagen komplett verschwanden., was ich so schnell nicht erwartet hätte! Danach keinerlei Symptome für ein halbes Jahr, danach war teilweise wieder Röcheln vorhanden, was jetzt aber wieder von selbst verschwunden war. Nach Abklärung bei den Soezialisten werde ich es so mal belassen und nur wieder behandeln, wenn stärkere Symptome auftreten.




Geändert von Rakete (14.03.2020 um 09:58 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.10.2013
Beiträge: 155
MaxiFussel813 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.03.2020, 11:42

Ok, alles klar, vielen Dank!
Den Abstrich haben wir letzte Woche Dienstag gemacht, also das ist noch nicht sehr lange her.
Ich habe vor 2 Tagen zuletzt Baytril gegeben. Dann fange ich jetzt also nochmal damit an und gebe es ihr dann für 5 Wochen, ja?
Zusätzlich dann Inhalieren. Wie oft mache ich das? Und das ist nicht zu stressig? Denn Stress soll beim Schnupfen ja auch unbedingt vermieden werden.
Außerdem könnte zur Unterstützung auch Zylexis für das Immunsystem helfen?
Bisolvon gebe ich auch weiter, aber Karsivan würde ich dann mit Rücksprache mit meiner TÄ absetzen.
Wäre das erstmal alles ein Plan?
Wie gesagt, vielen Dank für die Infos!




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.03.2020, 12:50

Stress ist nie gut, aber viel andere Möglichkeiten hat man bei einer Behandlung nie. Meine Seniorin hat seit 2 Jahren diverse, tägliche Imtensivtherapien, manche schlimme Zeiten sogar 4-6 x täglich wegen dem Auge... Alternativ zur Behandlung wäre nur noch das Einschläfern gewesen. Trotz des vielen Stresses ist meine nicht handzahme Seniorin recht anhänglich geworden.
Leckerlis helfen enorm, damit jeder Stress erträglich wird. Und es wird auch erwartet

Zylexis hat bei Meinen sehr gut im Anfangsstadium bei leichten Symptomen geholfen, aber keinen Effekt gehabt, wenn der Schnupfen schon lange bestand und schlimmer wurde. Versuchen würde ich das sicher, aber ich hätte es gleich gegeben beim 1.Ausbruch.
Kur: 3x spritzen innert 10 Tagen, danach bei Bedarf. Max. alle 2 Wochen könnte danach gespritzt werden (solange hält die Boosterung an). Erwarte allerdings keine Wunder, es dauert schon ein bisschen, bis es einschlägt. Ich habe auch schon ein halbes Jahr lang alle 2 Wochen gespritzt.
Zylexis darf nicht bei schwerer Erkrankung verabreicht werden.

Bitte während AB (und drüber hinaus) auch unbedingt immer BeneBac geben.

Die Mindestdauer für AB bei Schnupfen wurde mir letzthin von div. TA als 3 Wochen angegeben. Ich würde daher also sicherlich 4-5 Wochen geben. Vorzeitiges Absetzen nur nach Absprache und Kontrolle mit den TA. Ich habe das auch schon gemacht, als ich nach 3 Wochen keinerlei Verbesserung des Zustandes sah. Danach hat man dann ohne Pause gleich auf ein anderes AB gewechselt, damit die Bakterien auch keine Chancen hatten, sich zu erholen und Resistenzen zu bilden. Man muss auch immer damit rechnen, dass mehrere Arten am Schnupfen mitbeteiligt sind. Macht man eine Pause, dann kann es gut sein, dass ein halbwegs unterdrücktes Bakterium sich anfängt explosionsartig zu vermehren. Und man damit dann das nächste Problem hat.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.10.2013
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MaxiFussel813 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.03.2020, 13:06

Also angefangen hat es jetzt wieder vor nicht ganz zwei Wochen und ich würde auch nicht sagen, dass es ihr extrem schlecht geht. Ich habe sie jetzt schon 2-3 Tage nicht mehr Niesen hören und heute früh war auch kein Schleim in der Nase. (Kann natürlich auch sein, dass sie es gerade weggeputzt hatte oder Ähnliches). Daher hätte ich schon gedacht, könnte Zylexis ein bisschen unterstützen.
Mit Baytril ist es nun leider so, dass ich es vor zwei Tagen zuletzt gegeben habe, sodass nun wirklich eine kleine Pause entstand.
Soll ich damit trotzdem wieder anfangen für die 4-5 Wochen? Und zusätzlich dann Bene Bac?




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.03.2020, 14:45

Ich bin kein TA und habe die Symptome Deines Kaninchens nicht gesehen. Wenn der TA die Behandlung angesetzt hat und für notwendig befunden hat, dann würde ich sicherlich weiter ziehen auf eine genügend lange Gesamtdauer. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass 2 Tage ohne AB derart schlimm sind, auch wenn das in Zukunft sicher zu unterlassen ist.

Therapien bespreche ich immer zumindest telefonisch mit der der Klinik ab, weil ich dort mit meiner schweren Schnupferin als komplizierter Fall (in Kombi mit Augenerkrankung) in Langzeitbehandlung bin. Mit den anderen Kaninchen gehe ich zu meinen beiden, normalen kaninchenerfahrenen TA, wobei ich auch in der Klinik um Rat frage, ohne dass die Tiere dort in Behandlung sind. Die Klinik hat nun mal Spezialisten, gerade in Chirurgie, Augenklinik etc..

Hast Du denn noch nie BeneBac bei AB verordnet bekommen?
Das sollte eigentlich immer der Fall sein... das ist schon bedenklich. Ich würde einen kaninchenerfahrenen TA suchen (ansonsten kannst Du auch hier nachfragen oder marinahexe anschreiben).

AB wirkt nicht nur selektiv, das tötet zuerst mal die Darmflora ab. Es ist vielleicht etwas weniger schlimm, wenn man spritzt, aber auch selbst bei Langzeitbehandlung bei gespritztem Penicillin muss man die Darmflora aufbauen. Da hatte sogar trotz BeneBac meine Häsin Durchfall und Verdauungsprobleme nach längerer Behandlung. Irgendwann hat sie begonnen, sich selbst zu therapieren und frisst nun regelmäßig den frischen, gesunden Kot des Partnertieres. Seitdem hatte sie keine Probleme mehr.

Ja, ich würde auf alle Fälle mit Zylexis über längere Zeit versuchen, wenn Du es noch nie gemacht hast.




Zwergkaninchen
 
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MaxiFussel813 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.03.2020, 15:33

Ich habe in meinen 11 Jahren Kaninchenhaltung bisher noch kein Langzeit AB (Bzw allgemein noch nie überhaupt ein AB) benötigt, daher habe ich auch BeneBac noch nicht gegeben. Allerdings weiß ich was BeneBac ist und weiß, dass es in so einem Fall durchaus wichtig ist.
Meine TÄ ist leider nicht auf Kaninchen spezialisiert, gibt sich aber wirklich große Mühe. In meiner Umgebung, Bzw gerade aus der Stadt aus der ich komme, kann man vergessen, dass da ein Tierarzt überhaupt so eine große Behandlung für ein Kaninchen vornimmt. Leider! Da wird man dann vllt mit RodiCare Pulmo abgespeist und das war’s. Meine TÄ hat sich wahnsinnig viel Zeit mit Souri genommen und alles so gemacht, wie ich es zB auch auf der Seite von Kaninchenwiese, die du reingeschickt hattest, gelesen habe. (Sedierung, Abstrich, Spülprobe, Röntgenaufnahmen und Zahnschleifung). Dass sie mir jetzt das AB nur für eine Woche verschrieben hat, kann ich auch nicht verstehen und lässt mich natürlich auch zweifeln, aber der nächste Tierarzt, der wirklich, wirklich gut auf Kaninchen spezialisiert ist, wäre über 3h von mir entfernt. Natürlich werde ich auch dorthin fahren, wenn nötig, allerdings würde ich das Souri eben gern ersparen. Das schöne ist nämlich, dass ich auch in der Praxis arbeite und mit meiner TÄ Sachen besprechen kann, die sie eben nicht tagtäglich behandelt und wenn ich beispielsweise hier ein paar Ratschläge bekomme, kann ich sie mit ihr abwägen und wir behandeln Souri dementsprechend.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.03.2020, 17:46

Telefonisch gibt es keine Anlaufstelle? Bei um hat dies das Tierspital Zürich (Uni Zürich) auch für Heimtiere. Nur wissen dass die wenigsten, außer man ist in Behandlung und es wird einem gesagt, man könne jederzeit anrufen. Oder man ergoogelt es sich... Also auch für Heimtiere oder Wildtiere, die nicht in Behandlung sind, kriegt man innerhalb von 3 Tagen antworten.

Dann besorge Dir genügend Baytril und behandle für insgesamt 4-5 Wochen mit der Vorbehandlung, falls Du soviel AB bekommst. Und sonst sollen sie sich ans Tierspital Zürich wenden, falls sie das anzweifeln.

Das mit der Langzeitbehandlung und OP- Möglichkeit der Nase bei den schweren chron. Fällen weiß ich auch nicht so lange. Hier geht es um den Erhalt der Lebensqualität, einige kriegen AB bis ans Lebensende.

Selbst meine Kaninchen erfahrene TÄ wusste das offenbar nicht. Aber sie arbeitet auch schon einige Jahre Teilzeit, da kann man auch nicht immer auf den neusten Stand der Wissenschaft. Ich vermute, das wissen auch nur die erfahrenen Unikliniken, wo all die schweren Fällen dann landen. Alle anderen Kaninchen von den normalen TA versterben dann ungenügend behandelt viel früher an Atemnot oder schweren Infekten.

Bei Langzeitbehandlung wird es irgendwann mal Nierenschädigung geben. Aber meine kranke Seniorin wird bald 9, da habe ich keinen Anspruch, dass es noch jahrelang leben soll. Ihre Nierenwerte sind gerade noch okay nach über 1.5 Jahren AB. Sie soll nur qualitativ gut leben können. Leichte Schnupfensymptome hatte sie bei Übernahme vor 7 Jahren bereits.

PS: wenn Du so selten kranke Kaninchen hattest, dann bist Du echt ein Glückspilz ;-)



 
 
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bindehautentzündung, chronisch, erkältung, niesen, schnupfen



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