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Erlebnisse beim Tierarzt auf Kaninchen Forum

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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 10.09.2016
Beiträge: 622
greyssi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2016, 11:14

Hallo.Ich bin greyssi und bin neu hier im Forum
Ist zwar schon ein paar Jährchen her,als hier zuletzt geschrieben wurde,aber ich hoffe trotzdem auf eine schnelle Antwort.
Ich möchte hier jetzt niemandem die Show steheln,aber ich weiß leider nicht,wie ich einen neuen Thread öffne
Und zwar habe ich auf dem Herzen,dass ich einen Kaninchenspezialisierten Tierarzt in Neumünster,Kiel,Wahlstedt ,Wasbek usw.bräuchte.
Es geht darum,dass mein kastrierte Bäckchen einen Spezialisierten TA bräuchte,da er ziemlich abgenommen hatte und einfach nicht mehr zunimmt.
Beim TA waren wir natürlich schon.
Sie konnte äußerlich nichts feststellen,weshalb wir ein Blutbild gemacht hatten.
dort wurden ,,nur" ein paar Mangel und was mit dem Darm festgestellt.
Gegen den Darm bekommt er jetzt Pellets aus Kräutern und so.
Die heißen Gastroplex.Die bekommt er,weil er ÜBERHAUPT KEIN HEU mümmelt.
Gegen die Mangel bekam er ein Antibiotika.


Noch ein paar Infos zu Bolle:
Wir haben ihn Ende Juli 2015 aus einem Tierheim geholt.Dort wurde er angeblich wegen Platzmangel abgegeben
Im Tierheim hatte er nur Trockenfutter bekommen.
Das geht gar nicht,dachte ich mit nach einer Weile und setzte es ab,da er auch zu dick WAR.
Im Tierheim wurde er angeblich mit 3 Jahren abgegeben
Müsste also jetzt 4 Jahre sein.
er lebt im großen Gehege mit 3 Partnerinnen als einzigster Kastrat
Ich habe insgesamt 5 Kaninchen.
Es hat sich aber als Zufall ergeben.
Als erstes hatte ich nur eins.Alle sagten,es müssen 2 Sein.
dann holten wir ein zweites.Dies bekam ein Abszess im Kiefer,wurde operiert und kam wieder.
Dann sollte es eingeschläfert werden und meine Erste wäre dann alleine gewesen.
Dann holten wir Bolle aus dem Tierheim
Firma mit dem Abszess konnte dann doch noch weiterleben.
Meine erste ist dann 2 Monate mit 2 Jahren gestorben,wahrscheinlich annem Schlaganfall.
Das Böckchen verstand sich nicht mit Fiona.
Holten wir noch ne kleine aus der Zoohandlung.
Die verstand sich aber weder mit dem Bolle noch mit der Fiona.
Entschieden wir uns,noch 2 kleine zu kaufen,auch von Fressnapf.
Wir dachten,dass sie dann die Mehrzahl sind und es klappt.
Lief nach plan.Haben sich berangelt und alles War gut.
Dann bekam die Erste,die sich mit Bolle und Fiona nicht verstand auch ein Abszess.
Operiert und zum GLÜCK WEGGEBLIEBN.:rolleye
Dann mit den anderen Kleinen wieder zusammen

Dann habe ich Bolle da irgendwann zugesetzt.
Jetzt leben alle zusammen,bis Fiona mit dem Abszess.
Wir haben es versucht,aber die anderen beißen ihr darein und dann bekommen sie es auch.
Hoffe auf eine Antwort wegen Tierärzten.
Liebe Grüße von Greyssi und ihren Schmucks Bolle,Fiona ,Emily2,Isabell und Greys



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 20.144
marinahexe hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Geschrieben am 10.09.2016, 14:44

Ich hab Deinen Beitrag, greyssi, ins Krankheitsforum verschoben, da wird er eher gesehen.




Benutzerbild von Tini93
Ninchen
 
Registriert seit: 14.12.2016
Beiträge: 14
Tini93 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.02.2017, 01:05

Wo ich hier die ganzen Beiträge lese, ist mir auch noch ein Fall eingefallen.

Vor etwa 10 Jahren (meine Güte ist das schon lange her!) mussten wir mit meinem damals gerade noch ein jährigem Kater zum Tierarzt, weil es dem echt dreckig ging. Ich glaube, er hatte eine ziemlich schlimme Erkältung oder so. Ich weiß die Diagnose echt nicht mehr. Der Tierarzt meinte noch so: Einschläfern. Da wir aber die Symptome kennen und bisher immer mit Hausmittelchen gut im Griff bekamen, haben wir ihn wieder mit nach Hause genommen und Rat mit einer anderen Tierärztin gehalten. Eine sehr gute Tierärztin, wie ich heute weiß. Sie hat alles erdenklich mögliche getan und nun ist mein Baby schon 11 Jahre alt. Kann nicht mehr so gut sehen und ich merke, dass er alt wird, aber eine Diva ist er immer noch. Es beweist einfach nur, dass man immer auf sein Bauchgefühl hören sollte.
Bei der sehr guten Tierärztin sind wir immer noch. Die hat damals alles für meinen Hund getan. Meine Hündin hatte einen Apfelsinengroßen Tumor am Unterleib. Da sie aber schon zu schwach war, musste sie eingeschläfert werden. Noch in den letzten Minuten zuvor war sie sogar noch munter und hat uns abgeschleckt. Aber ich hatte gesehen, wie abgemagert sie war. Da war einschläfern noch die beste Lösung gewesen.




Ninchen
 
Registriert seit: 03.03.2017
Beiträge: 3
Happymine befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.03.2017, 07:27

Ahnungsloser Tierarzt


Ich bin mit meinem neueingezogenen Kaninchen zum Tierarzt. Die beiden Mädels sollten mal durchgecheckt, und der Bub kastriert werden.
OP prima verlaufen soweit.
Nach der OP beim Abholen sagte die Tierärztin ich solle den Rammler noch 5 TAGE von den Mädels trennen. Danach könne nichts mehr passieren.
Normalerweise hätte ich ja anstandslos auf meine Tierärztin gehört.... Aber da mich ja hier informiert hatte, wollte ich' s ein bisschen auf die Spitze treiben...
Ich also: Ich habe von 6 Wochen Kastrationsquarantäne gelesen.
Sie: Ach, das ist Quatsch.
Ich: Ob sie mir das kurz schriftlich bestätigen würde, dass ich euch Unwissende belehren kann und rechtlich auch auf der sicheren Seite bin... ;o))
Naja... Sie hat mir dann nahegelegt mich weiter an irgendwelche Möchtegern-Erfahrenen zu wenden, auch wenn ja sie die (Göttin-in-weiß) erfahrene Tierärztin ist und auch mit den Andren Tieren ihre Praxis nicht mehr aufsuchen-- Okay, sehr, sehr, sehr gerne.




Benutzerbild von amicelli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.06.2018
Beiträge: 30
amicelli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.05.2019, 18:54

Für meine Geschichte musste ich noch nicht einmal zum Arzt, das erledigte sich von selbst am Telefon.
Mai/Juni 2018 - 2 Kaninchengeschwister im Alter von etwas 9 Wochen gekauft. Männchen und Weibchen. Also Tierarzt suchen für eine Frühkastration.
Da ich mal gelesen hatte, dass eine Frühkastra nicht jeder macht, erstmal angerufen um zu Fragen ob Doktor das macht. Er bejahte die Frage und fragte wie alt mein Dicker denn sei. Als ich ihm sein junges Alter verriet, wurde er etwas lauter und sagte, dass es unverantwortlich wäre ihn so jung zu Kastrieren, so was würde er nur bei gesundheitlichen Beschwerden machen und generell werden ja nur die Weibchen kastriert. Desweiteren ist es auch noch Tierquälerei diesen Tieren ihre Natur zu klauen mit solch einer OP. Es gab noch einige Zeiten Diskussion, da ich meine beiden auf keinen Fall in ihrem neuen Zuhause trennen wollte. Schon gar nicht bis zur Kastration und dann noch 6 Wochen länger, auch weil sie nun mal immer zusammen waren.

Statt einer Verabschiedung gab es am Telefon nur noch ein beherztes "Arschloch" und ich legte auf. Zu diesem Arzt würde ich weder Kaninchen, noch Hund, Katze oder sonst etwas geben. Nach allem was ich aus meinem Bekanntenkreis über diesen Arzt gehört habe, gehört ihm die Approbation entzogen. Bei dem Praktikum meiner Schwägerin starb wohl ein Kaninchen nach der OP mach einem zu engen Verband.




Benutzerbild von Jûsan
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 09.04.2012
Beiträge: 164
Jûsan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.05.2019, 20:59

Ohje, wie viele Einträge der Thread schon hat. Ist zwar interessant zu lesen aber auch ganz schön traurig was bei manchen Tierärzten so abgeht

Ich habe da leider auch so einige Stories, werd mich aber mal auf die "Highlights" und nicht ganz so schwere Kost beschränken...

Ich bin ja mittlerweile bei Tierarzt Nr. 4 (eigentlich 5, wenn man den TA aus meiner Kindheit mitzählt)

TA1: war mal (jetzt glaube ich nicht mehr) in der TA-Liste für Kaninchen. Das waren zwei Ärzte. Einer von denen hatte aber ne akute Kaninchenallergie. Dafür kann der gute Mann zwar nichts, aber ist halt trotzdem ungünstig wenn ich mit einem kranken Kaninchen nur Dienstags und Donnerstags aufkreuzen kann. OPs stell ich mir da auch nicht so doll vor, wenn er ständig niesen muss
Seine Kollegin, war auf der anderen Seite immer total drauf versteift Luis gegen Kaninchenschnupfen zu impfen. OBWOHL er bereits 2x wegen Schnupfen bei ihr in Behandlung war und es dann halt schon chronischer Schnupfen geworden ist. Einmal hat sie sogar alle 3 Impfungen (Myxo, RHD und Schnupfen) gleichzeitig geimpft ohne Absprache mit mir. War eigentlich nur wegen Myxo/RHD Mix da gewesen danach bin ich nicht mehr da hin. Mittlerweile haben die tatsächlich nur noch zwei Tage die Woche Sprechzeit.

TA3: Da bin ich vor kurzem auch wieder weg. War zwar echt super ausgestattet, wie eine kleine Klinik. Aber wieder kaum Ahnung von Kaninchen... War mit Luis 3x da gewesen wegen schmerzen beim Pinkeln. 2x wurde gesagt, die Blase fühlt sich normal an, ist nur eine Blasenentzündung, braucht nicht geröntgt werden. Bis dann beim 3x wegen der selben Sache doch mal genauer geguckt wurde. Und siehe da, Blasenschlamm.... Und dann war helle Aufregung in der Praxis
Sowas hätten sie ja noch nie gehabt, mussten sich dann erstmal beraten und in Fachbüchern blättern.
Zu meiner Ärztin kam dann noch eine ältere mit zum Ultraschall dazu. Gut ok, wenn die nicht ganz so Fit ist in dem Bereich dann ist es besser nen anderen Arzt mit zu Rate zu ziehen.
Aber die Ältere hat die Jüngere echt die ganze Zeit vor mir nieder gemacht als hätt sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Und ihr vorsichtiges Bauch rasieren bei Luis belächelt. Wärend des Ultraschalls hat sie versucht den Schlamm bit bisschen Vibration zu bewegen weil auf der Seitenlage war offensichtlich wie es sich mit der Körperlage mitbewegt. Und die Ältere gleich so "Das brauchste nicht machen, funktioniert eh nicht, is viel zu fest das Zeug." Die Dame hat Luis schon fast aufgegeben gehabt und jeden Ansatz der anderen Ärztin bekrittelt. (gut, dass ich mir schon vorher paar mögliche Diagnosen angeguckt hab und wusste, dass Blasenschlamm jetzt nicht gleich ein Todesurteil ist.)

War richtig unangenehm da als Kunde daneben zu stehen.
Ich sag mal so, die Jüngere war zwar nicht so der Experte, war dafür aber um einiges netter, analytischer, lösungsorientiert und feinfühliger. Und dass sie sich zumindest Hilfe geholt hat, ist besser als so manch anderer TA der dann ins Blaue hinaus irgendwas macht (so war TA2....).
Die Ältere war um einiges gröber im Umgang mit Luis.
Naja, vor mir haben die sich doch noch etwas zurückgehalten. Als ich zur Blasenspülung vor der Tür warten musste, haben die dann richtig laut diskutiert, so dass ich trotzdem alles mit gehört hab. Da ist es ja fast schon gut, dass Luis taub ist. Ein hörendes Kaninchen wär bei dem Lärm sicher nicht so still geblieben wie er.
Als die Ältere weg war hab ich auch gehört wie die Jünger zur Assistentin meinte, wie sehr es sie gerade aufregt dass die Alte sich so mit reinhängt.

Die Jüngere hat mir nach der langen Behandlung netterweise richtig viel Rabatt gegeben (von sich aus, weil sie mitbekommen hat, dass ich nicht so stark bei Kasse bin) und heimlich Sachen von der Rechnung gestrichen. An dem Tag klang sie eigentlich noch total zuversichtlich und meinte, die Spülung könnten wir nochmal machen da Luis so gut mitgemacht hat. Beim übernächsten Telefonat (sollte mir überlegen wie ich weiter machen wollte), hat sie mich dann allerdings abgewimmelt. Von wegen die Spülung bringt nichts mehr, ich muss das nun alles selber über Futterumstellung und Wasserzufuhr machen. Sie wisse nicht weiter bei Luis.... Ich hab ja so den Verdacht, dass sie wegen mir Anschiss bekommen hat, wegen dem Rabatt.

Naja, aber letztendlich insgesamt hatten die dort trotzdem wenig Ahnung von der Thematik. Da hab ich hier im Forum mehr Hilfe bekommen


Der neue TA scheint kompetenter im Bereich Kaninchen zu sein. Ich hoffe, da könn wir dann endlich mal bleiben.

Da war nur der eine Kunde merkwürdig. Dessen Kaninchen hat in der Box die ganze Zeit geklopft. Anstatt es zu beruhigen wurde da nur auf die Box gehauen und das Tier ermahnt
Das arme Ding ist beim TA drin dann wohl auch in Panik geraten und hat sogar geschrien. Zumindest waren die TÄ so kompetent, die Besitzer anzuschreien, das Kaninchen los zu lasen und auf den Boden zu setzen um nen Schock zu vermeiden.




Benutzerbild von Jûsan
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 09.04.2012
Beiträge: 164
Jûsan befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.05.2019, 23:02

Ach da fällt mir doch noch was von früher ein. Von meinem mittlerweile leider verstorbenem Weibchen, Wickie.

Eines Morgens lag sie nur rum, hat weder gefressen noch getrunken und hatte rötlich orangenen Ausfluss am After/Vaginalbereich. Hab also gleich beim TA (damals noch TA1) angerufen, nur um schroff gesagt zu bekommen, dass die jetzt Feierabend haben. Ich soll bei nem anderen TA fragen oder zur Tierklinik fahren.
Ich war erstmal baff, wie unhöflich ich abgewürgt wurde.
Dachte mir dann aber Tierklinik wär in dem Fall vll doch ne bessere Option als irgend einen anderen TA zu nehmen.

So, bei der Tierklinik hieß es dann ich müsse mit einer Wartezeit von einer Stunde rechnen. Ok, was muss das muss. Bin also damals mit meiner Mutter und Wickie in der Box mit Straßenbahn quer durch die Stadt zur Klinik gefahren. Warteraum war voll. Wir haben 4h gewartet und kamen echt als aller letzte dran... draußen war es dann schon dunkel und es wurde langsam kühl. Klar ein angefahrener Hund ist ein Notfall und hat vorrang, aber dort waren ca 4 Ärzte + Assistenten anwesend. Trotzdem wurden irgendwie alle anderen nachkommenden Patienten vorgezogen und bei uns nicht mal zwischendurch nachgefragt wie es Wickie geht.
Ich hab ihr dann von meiner fast leeren Wasserflasche und dann aus dem Wasserhahn im Bad immer wieder Wasser in den Schraubdeckel gegeben und sie hat es weggetrunken als wär sie am verdursten...

Als wir dann ENDLICH dran kamen, wurde natürlich festgestellt, dass sie dehydriert und unterkühlt war... Überraschung. Aber der eigentliche Grund weswegen wir dort waren hat sich anscheinend in Luft aufgelöst. Sie wurde geröntgt und es wurde nichts gefunden, also durften wir wieder gehen... Der ganze Spaß, 1x röntgen und 5 Minuten unter eine Wärmelampe sitzen, hat ganze 80€ gekostet Für 300€ mehr hätt ich sie auch eine Nacht noch zur Beobachtung dalassen können... Futter hätte ich aber zusätzlich noch selber bringen müssen.

Zuhause ging es ihr dann auch wieder besser. Weiß bis heute nicht, was ihr damals gefehlt hat.




Geändert von Jûsan (17.05.2019 um 23:05 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.01.2019
Beiträge: 166
Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.06.2019, 23:06

Hi,
es ist für mich schon erstaunlich irgendwie, dass viele Tierärzte so wenig auf Kaninchen eingestellt zu sein scheinen, obwohl das ja nun wirklich kein seltenes Haustier ist & wohl ein entsprechend häufiger Patient sein dürfte. Vermutlich haftet dem Kaninchen halt doch noch der Ruf des "Billigtieres" an? Es ist vielleicht Quatsch, aber eigentlich sollte man meinen, dass zumindest im städtischen Bereich, wo die Patientenschaft doch fast ausschließlich aus Hund, Katze und eben Kleintieren besteht, die Tierärzte gut auf Kaninchen eingestellt sind. Wenn ich mir hingegen vorstelle, dass ein Landtierarzt, der sonst überwiegend mit großem Weidevieh zu tun hat, alle Jubeljahre mal ein Kaninchen auf den Behandlungstisch bekommt, dann kann das ja nur schiefgehen...


Solkinok



(Andererseits haben es Tierärzte natürlich auch nicht leicht. In der Humanmedizin ist jeder Arzt Spezialist für ein Fachgebiet - und selbst die Allgemeinmediziner beschränken sich ja letztlich auf nur eine "Tierart".)




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.07.2016
Beiträge: 104
Callie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.09.2019, 16:25

Ich kann jetzt leider auch was beisteuern.


Samstag abend bekam mein 6jähriger Krümel mal wieder Darmprobleme.
Ich habe ihn mit Medis versorgt (Sab simplex, Herbi Colan, Novaminsulfon, Fencheltee, etwas Päppelbrei). Normalerweise schlägt das gut an zusammen mit warm halten und Massage.


Diesmal wurde es so bedrohlich, dass mir Angst und Bange wurde. Er schmiss sich so heftig hin, dass das Streu hoch spritzte, danach wurde er merklich schwächer.


Ich also beim Notdienst angerufen, ca. 21.45 Uhr und geschildert was los ist.
Die Tierärztin wollte wissen was genau er hat und was ich ihm gegeben habe.


Folgende Aussagen kamen dann:
-mehr als die bisherigen Medikamente könnte sie ihm auch nicht geben
-es höre sich gar nicht gut, gar nicht gut
-mit 6 Jahren schaffen die meisten Kaninchen so einen Anfall nicht
-meine jetzige Tierärztin hätte mich ja gut eingewiesen mit den Medis
-Was ich denn Falsches füttern würde
-ich soll nicht kommen weil sie nichts für ihn tun kann
-sollte es ihm Sonntag noch schlecht gehen könnte ich in die offene Sprechstunde kommen



Krümel und ich haben dann zusammen gekämpft, der Kleine hat nochmal die Kurve bekommen.



marinahexe and Jûsan like this.

Ninchen
 
Registriert seit: 23.09.2019
Beiträge: 1
Moony7 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.09.2019, 01:52

Hallo!

Ich habe eine Erfahrung beim Tierarzt gemacht mit der ich gerade nicht gut umgehen kann und wollte einfach mal eure Meinungen dazu hören.

Meine Kaninchendame hatte leider Pech bei der Geburt und ein Junges ist stecken geblieben. Ich habe natürlich sofort reagiert und bin mit ihr zum Tierarzt der Notdienst hatte.


Dieser hat ein rötgenbild gemacht und gesehen dass noch ein 2. Junges in der Gebärmutter liegt und mir einen Notkaiserschnitt empfohlen, um das 2. Junge eventuell noch retten zu können und da dies am wenigsten riskant wäre. Dem habe ich zugestimmt.



Ich sollte 1 Stunde später wieder kommen. Das habe ich getan. Als ich kam, hieß es beide Jungen wären tot. Der Mutter ginge es aber gut. Das eine wäre noch nicht so weit entwickelt gewesen. Das andere im Geburtskanal wäre tot gewesen. Zudem hätte sie die Häsin kastriert.


Nun stand ich unter Schock und könnte kaum reagieren. Wobei mich auch schockierte, dass meine Häsin kastriert worden war. Damit hatte ich nicht gerechnet. Es war ja auch geplant Babys mit ihr zu bekommen. Nur eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt.



Nun meine erste Frage. Ist das normal, dass ein Tierarzt ohne Einwilligung kastriert?



Und dann kam mir bei der Aussage der Tierärztin eine Idee bezüglich des weniger entwickelten Pfötus. Könnte es sein, dass dieser aus einer späteren Deckung stammt (Superfötation) und eigentlich eine Chance gehabt hätte, wenn es nicht mit samt Gebärmutter und eierstöcken entfernt worden wäre? Ich habe Das bei der Tierärztin angesprochen. Davon hätte sie noch nie gehört...



Mich lässt dieser Gedanke einfach nicht los. Zudem fühle ich mich Sehr übergangen von der Tierärztin.



Hat einer von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?


Bin gespannt auf eure Antworten




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 05.08.2015
Beiträge: 117
Wuschelinchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.09.2019, 04:27

Zitat:
Zitat von Moony7 Beitrag anzeigen
... Wobei mich auch schockierte, dass meine Häsin kastriert worden war....
Moin Moony,
ich kenne es nicht anders, als dass die Gebärmutter bei einem Kaiserschnitt mit entfernt wird. Es wäre ein großes Risiko, wenn die Häsin noch einmal trächtig wird. Da kann die Narbe platzen und die Häsin verbluten.


Zitat:
Zitat von Moony7 Beitrag anzeigen
... Nun meine erste Frage. Ist das normal, dass ein Tierarzt ohne Einwilligung kastriert? ...
Eigentlich wird man vor der OP informiert und muß eine Einwilligungs- und Kostenübernahmeerklärung unterschreiben. Da es bei euch ein akuter Notfall war, wurde das vllt vergessen.


Zitat:
Zitat von Moony7 Beitrag anzeigen
...Es war ja auch geplant Babys mit ihr zu bekommen. Nur eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt. ...
Warum das? Es gibt schon jede Menge Kaninchen, die ein Zuhause suchen.

Und wenn beim ersten Mal Probleme auftreten, würde ich dieses Risiko nicht nochmal eingehen.



Alles Gute für deine Häsin!



__________________
LG
Wuschelinchen



Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 13.890
gerti ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 23.09.2019, 06:18

@Moony7: Deinem Beitrag nach gehe ich davon aus dass du keine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema verantwortungsvolle Zucht hast und es wohl eher ein Unfallwurf etc war.
Ich hatte ein vor vielen Jahren ein Kaninchenmädchen welches dummerweise Babies bekam. Die Geburt zog sich über 24 Std. hin. Es waren 6 Totgeburten, das letzte blieb stecken...von Beginn an machte ich mir große Sorgen und hoffte, dass es doch hoffentlich das arme Mädel überstehen würde. Das letzte Baby brachte ich per telefonischer Hilfe meiner früheren TÄ auf die Welt. Eine Woche später hatte sie eine Gebärmutterentzündung, die sie dann per Antibiotikum und einigen TA-Besuchen überstand.
Du kannst dem TA dankbar sein, dass dein Kaninchenmädel die Schwangerschaft und OP lebendig überstanden hat. Dein TA hatte keine andere Wahl, wie soll er denn so eine Gebärmutter nähen? Der Eingriff war ein absoluter Notfall und jede unnötige Verlängerung schlecht für das Tier. Das wäre ein absolut unnötiges Risiko, und absolut sinnfrei, unüblich auch nur zu versuchen eine Kaninchengebärmutter zu nähen Du kannst froh sein, dass sie kastriert ist und nicht mehr schwanger werden kann, denn für eine Zucht wäre sie absolut ungeeignet und es ihr wissentlich nocheinmal anzutun wohl eher tierschutzwidrig.
Wenn das aktuell passiert ist beobachte Dein Mädel gut, denn auch nach 7 Tagen kann eine Wundheilung auch noch mal kippen und zwar ohne, dass der Tierarzt etwas dafür kann. Die ersten 3 Tage sind auch sehr kritisch...da kann sie wegen der Narkose oder auch Schwere der OP auch einfach mal tot umfallen, auch wenn man Kaninchenerfahren ist und Körpertemperatur und Gewicht täglich mehrmals überprüft.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.01.2019
Beiträge: 166
Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.09.2019, 10:01

Hi,

dann schreib' ich auch was:

Der Tierarzt, bei dem ich war, scheint mir kompetent zu sein (z.B. Impfberatung ohne Fehl und Tadel, wusste auch über aktuelle RHD-Fälle in der Region Bescheid; hat Faltblätter zur richtigen Kaninchenhaltung im Wartezimmer ausliegen) und geht mit den Tieren gut um, strahlt viel Ruhe aus etc. Aber in der Kommunikation mit Menschen ist er eine komplette Vollkatastrophe.



Hierzu zwei Beispiele:



Bei der ersten Vorstellung der beiden.
Ich betrete den Raum, er: "So, welche Geschlechter haben die beiden Süßen denn?"
Ich: "Männchen und Weibchen."
Er ziemlich patzig: "Soso, und in ein paar Wochen wollen sie also viele, viele kleine Kaninchen haben!"
(Er hat mich davor nicht gefragt gehabt, wie es mit Kastration aussieht, sondern ging einfach daon aus, dass da nichts gemacht wurde)


Oder bei der Behandlung wegen Kokzidien.

Ich betrete den Behandlungsraum: "Guten Morgen."

Von ihm keine Begrüßung, sondern ein (Achtung, Ironie!) äußerst herzliches Wollkommen mit den Worten "Das macht dann xxx Euro!"


Aber wie gesagt, mit den Tieren kann er, soweit ich das bisher beurteilen kann, umgehen und es scheint ihm viel an den Tieren zu liegen (hat mich z.B. - natürlich wieder ohne mich davor zu fragen, wie mein Gehege aussieht - streng ermahnt, gefällist ein mardersicheres "Fort Knox" zu bauen, wenn ich Außenhaltung habe). Darauf kommt es ja an.


Grüße
S.




Kaninchen
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.272
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.09.2019, 10:59

@Solkinok: man kann es uns aber auch nicht recht machen:
unterbleiben solche Hinweise zur planlosen Vermehrung oder artgerechten Haltung, rollen wir die Augen, kommen sie, rollen wir sie auch (und der TA in Anbetracht der ganzen KiZi-Kaninchen, die er schon behandeln musste, wahrscheinlich gleich mit...)

Ich falle den Tierärzten auch gerne mal ins Wort, wenn ich z.B. mit einem Kaninchen mit Magen-Darm-Problemen beim Notdienst aufkreuze, und sie erst mal die Fütterung hinterfragen wollen "Nein, wir füttern keine Pellets und Kuntibunti, sondern Wiese, Bauchmassage, Entschäumer, Schmerzmittel gab es auch schon, ich vermute schlimmere Probleme, wir sollten besser röntgen..."



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.01.2019
Beiträge: 166
Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.09.2019, 15:24

> @Solkinok: man kann es uns aber auch nicht recht machen:



Ne, hier im Württembergischen heißt es ja auch nicht umsonst "Et bruddelt isch gnuag g'lobt" (= "Nicht gemeckert ist genug gelobt")



 
 
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