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Weibchenkastration - Pro, Contra & Erfahrungen auf Kaninchen Forum

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Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.01.2020, 14:33

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen


Nur wenn man darstellt, dass Kaninchen den Stress aushalten müssen, weil es zu einem normalen Kaninchen-Leben dazu gehört, dann vermittelt das gerade den etwas unerfahrenen Haltern (und vielen Usern) ein falsches Bild. Genau das wollte ich hiermit vermeiden.
(Hervorh. v. mir)


Ich habe auch Schwierigkeiten mit dem "Stressbegriff", der hier (neben ja der sonst meist angeführten mutmaßlichen Gebärmutterkrebsverhinderung) als Begründung taugen soll, Kaninchenweibchen prophylaktisch zu sterilisieren.

Wenn wir, wie wir das hier ja sonst bei sämtlichen Aspekten der Kaninchenhaltung tun, Artgerechtigkeit zum Maßstab nehmen und damit die bestimmenden Faktoren im Leben eines Wildkaninchens meinen, ist es zweifellos artfremd, einem Kaninchen nahezu alle Stressoren, wie sie in freier Wildbahn vorkommen, vorzuenthalten. Die Gefahr einer Raubvogelattacke oder eines Marderangriffes, der Bau aufwendiger Tunnelsysteme mit allen damit verbundenen Risiken, robuste Rivalenkämpfe in der Gruppe ... u.ä. fallen in der handelsüblichen Kaninchenhaltung bereits flach. Nun auch noch den Nestbautrieb wie überhaupt die Verhaltensbesonderheiten während der Hitzigkeit eines Kaninchenweibchens chirurgisch auszuknipsen, finde ich in der Selbstverständlichkeit, in der dafür inzwischen geworben wird, einigermaßen befremdlich.

Andererseits hatte unsere Entscheidung, mit zwei Frühkastraten in Innenhaltung zu leben, durchaus mit Schilderungen der regelmäßigen "Hitzigkeit" bei Kaninchenweibchen zu tun. So gesehen muss ich den Einwand gelten lassen, dass wir's uns offenbar auf andere Weise schlank gemacht haben.

Gruß,
Aen




Geändert von Aen (12.01.2020 um 14:45 Uhr).

Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.01.2020, 22:02

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
@kaninchenherz28
Da muss ich widersprechen. Hier wurde aufgezählt, dass der Kaninchen Stress überbewertet wird. Wenn ein Stress mit coolen Outfits und dicken Autos verglichen wird, dann ist das für mich verharmlost.

Stress kann durchaus bedeuten, dass ein Kaninchen über den Tag oft am rammeln ist und das monatelang.
Das läuft nicht unter gelegentliches Rammeln oder aktuellen, temporären Frühlingsgefühle, davon spreche ICH zumindest nicht und das hat auch nichts mit einer Störung zu tun.
Klar kommt ein gestörter Hormonhaushalt in der Natur auch vor, aber da können die Tiere einander immer noch ausweichen. In Gefangenschaft muss das Partnertier das aushalten und steht ebenso unter Stress. Leider legt sich das meist dann eben gar nicht mehr. Zumindest ich ziehe dann spätestens nach 3 Monaten Rammlerei den Schlusstrich.

Diverse Verhaltensauffälligkeiten kamen leider bei der Mehrheit meiner Übernahmetiere vor und waren daher Normalzustand und keine Einzelfälle.( Aber ich hätte sowieso auch prophylaktisch kastrieren lassen).

Häufiger Stress ist sicherlich nicht gesund und löst Krankheiten wie Schnupfen oder EC aus. Es ist sicherlich kein Stress wenn sich die Kaninchen mal bei Futtergabe kurz jagen. Davon spricht auch niemand und kurze Streitigkeiten gehören in jede normale Ehe.

Wenn Kastration ein derartiger Eingriff in den Hormonhaushalt und eine Körperverletzung am Tier ist wie immer geschrieben wird, dürfte man auch die Rammler nicht kastrieren. Da stellt man (auch zu recht) das Wohl der Tiere über die Körperverletzung.

Aber letztendlich muss jeder selber entscheiden.

Nur wenn man darstellt, dass Kaninchen den Stress aushalten müssen, weil es zu einem normalen Kaninchen-Leben dazu gehört, dann vermittelt das gerade den etwas unerfahrenen Haltern (und vielen Usern) ein falsches Bild. Genau das wollte ich hiermit vermeiden.
Ich stimme dir durchaus zu, dass übermäßiger hormoneller Stress nicht gut für ein Kaninchen ist und dann auch kastriert werden sollte. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass ein unkastriertes Weibchen nicht automatisch unter Stress leidet, wie es hier oft dargestellt wird.

Meine beiden Mädels sind unkastriert. Stella hat noh nie ein Nest gebaut und hat einen sehr ausgeglichenen, aber dominanten Charakter. Kiki hat in ihrem dreijährigen Leben bisher zweimal ein Nest gebaut, buddelt im Sommer gerne, ist lebhaft und total lieb zu allen Artgenossen. Übermäßiges Gerammle gibt es seit der Pubertät nicht mehr, sogar die Mädels untereinander harmonieren sehr gut.

Also nein, ich würde nicht sagen, dass die beiden Stress haben, nur weil in ihrem Blut ein paar Hormone zirkulieren.

Anders ist das beim Kaninchen einer bekannten, dieser habe ich schon vor einem Jahr geraten, ihr Mädel lieber kastrieren zu lassen. Sie zeigt Auffälligkeiten (ständiges Berammeln des Partners, teilweise Aggressivität) und steht eindeutig unter hormonellem Stress.

Keinesfalls würde ich aber alle Kaninchen über einen Kamm scheren wollen.

Die Aussage, dass Stress lebenswichtig ist, bezieht sich darauf, dass es eben so schädlich ist, dem Kaninchen jegliche Stressfaktoren zu entziehen, wie, das Kaninchen Dauerstress auszusetzen. Reizarmut führt oft zu Verhaltensstörungen und verminderter Lebensqualität. Damit meine ich nicht, dass man sein Kaninchen unter extrem hormonellen Verhalten leiden lassen sollte, weil das ja sooo gesund ist (ist es nicht!), sondern, dass ich ein Problem damit habe, wenn immer alles nur schwarz und weiß dargestellt wird. Ja, Stress im Übermaß ist schädlich, ganz klar. Aber in Maßen macht Stress das Leben erst lebenswert. (In Maßen = Umweltveränderungen, Auslauf, Interaktion mit Artgenossen,...)



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Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 12.01.2020, 15:44

Wie ich weiter vorne schon schrieb, kann man Wild- und Hauskaninchen dahingehend nicht vergleichen...

Das Rammeln eines Partnertieres (und auch das Streicheln eines Halters) löst bei weiblichen Kaninchen den Eisprung aus. Mit allen daraus folgenden hormonellen Veränderungen des Tieres.

Bei Wildkaninchen ist die Häsin danach trächtig, bei Hauskaninchen laufen dann zwar alle hormonellen Veränderungen durch, aber es „kommt nichts dabei raus“.

Und genau das führt (durch die Hormone) zum einen zu „unnötigem“ Stress und zum anderen soll (!) es auch zu bösartigen Veränderungen der Gebärmutter führen können.




Benutzerbild von ReLe
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.03.2019
Beiträge: 55
ReLe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.08.2020, 14:47

Ich hol das Thema mal wieder hervor, da es ja auch für neue Halter ein dauerhaftes Thema ist.

Nun ist ja seit dem letzten Beitrag etwas Zeit vergangen. Gibt es vielleicht allgemein neue Erfahrungsberichte oder Ratschläge?



---------
Meine Lucy ist btw. noch nicht kastriert, auch wenn ich alle paar Wochen/Monate mal darüber nachdenke, aber das Risiko der Op ist meiner Meinung auch ein großer Punkt.
Ich mach mir Sorgen, dass etwas schief läuft oder die Nachsorge zu Hause ein Problem wird, sie z.b. zu Hause plötzlich nicht mehr frisst, ihre Naht aufgeht oder Leo sie plötzlich jagt ect.

Sie wurde im Mai 2015 geboren und ich weiß nicht ob sie zu alt für eine Vorsorge OP ist.
Bisher geht es ihr äußerlich sehr gut.
In ihrem 5,5 m² Innengehege ist sie fast stubenrein und versteht sich prächtig mit Leo. 1-2mal im Jahr hat sie ihre "Phase" in dem sie ihn herum jagt und berammelt und neben die Toiletten pinkelt. Das ist meist innerhalb einer Woche dann wieder vorbei. Scheinschwanger war sie noch nie. ( Bei ihm bin ich mir nicht sicher, er hat letzte Woche einmal Heu in ein Häuschen getragen :'D )
Ansonsten kuscheln, spielen oder schlafen sie oft beisammen und sie buddelt gerne in ihrer Wühlkiste (gefüllt mit Stroh und Heu).

Mir ist klar, dass Tumore oder Krankheiten auch lange unentdeckt bleiben können, daher mach ich mir auch Gedanken, besonders wenn man hier die Geschichten ließt, wo es alten Häsinen plötzlich schlecht geht.

Nunja, da ich Oktober eine neue Arbeitsstelle antrete, überleg ich erneut, ob ich es im September nun durchziehe.
Vermutlich werd ich bald einen Termin bei Dr. Lazarz in Duisburg machen.



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Geändert von ReLe (30.08.2020 um 14:55 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 28.06.2020
Beiträge: 52
Sannchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.08.2020, 15:05

Pro und Contra führe ich nicht gesondert auf, da hier schon alles im Thema mehrfach aufgeführt ist.

Pro weil man Tumore verhindern kann....das ist z.B.relativ....mein erste Hündin war z.B.nicht kastriert und ist mit 13 an Gesäugetumoren gestorben.....meine zweite Hündin war kastriert....und ist mit 15 an einem Tumor in der Luftröhre gestorben....

Meinen Rammler habe ich früh kastrieren lassen, die Häsin nach Absprache mit 3 verschiedenen Tierärzten nicht.Sie war 2,5 Jahre total umgänglich,stubenrein, hat nicht markiert, war lustig und verspielt, war nie scheinschwanger (zumindest kein Nest gebaut und nicht "offensichtlich" scheinschwanger).

Dann bekam sie mit 2,5 Jahren eine geschlossene Gebärmutterentzündung, Not OP, Kastration.

Das ganze ist jetzt fast 1 Jahr her.Außer das sie etwas zugenommen hat (was man jetzt mehr im Auge behalten muss), kann ich keine Veränderung feststellen.Sie ist genau wie sie "vorher" war.....und hat noch genau so viel Blödsinn im Sinn :-).

Wie ich beim nächsten Mädel "verfahren" würde, kann ich nicht sagen.

Suse




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 30.08.2020, 15:06

Ich bin immer pro kastrieren und zwar bevor Probleme auftreten.

Wenn ein Tier ggf. an einem Wochenende von einem nicht kaninchenerfahrenen Nottierarzt notkastriert werden muss und es schief geht, sind die Selbstvorwürfe riesig.

Allerdings besteht nach Deiner Beschreibung (zur Zeit) kein gesundheitlicher Behandlungsbedarf, so dass Du Dir „nur“ die Frage stellen musst ob Du vorsichtshalber prophylaktisch kastrieren lassen willst oder nicht.

Und diese Entscheidung kann Dir niemand abnehmen.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 18.12.2019
Beiträge: 38
usagisnap befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.09.2020, 14:07

Ich bin bezüglich Weibchenkastration leider auch wieder skeptisch geworden.

Ich hatte meine ältere Häsin (7 Jahre) Anfang des Jahres aus medizinischen Gründen (Gebärmutterentzündung) kastrieren lassen, bei einer, laut verschiedenen Quellen in meinem Umfeld, Tierärztin die schon sehr viel Erfahrung damit hat.

Die Kastration an sich ging auch ganz gut, komisch fand ich nur, dass die Tierärztin mir nur auf mein Drängen noch Schmerzmittel mitgegeben hat und sonst bekam sie auch keine Medizin, da Antibiotika laut ihr schon dort gespritzt wurde und es reichen sollte.

Ein paar Wochen später dann war meine Häsin plötzlich tot, obwohl beim Nachsorge Termin noch alles in Ordnung war. Bei der Obduktion stellte sich dann heraus, dass im Narbenbereich noch eine Entzündung feststellbar war und sie wohl doch länger Antibiotika hätte bekommen sollen, ausserdem waren vier ihrer Rippen gebrochen was sie davor garantiert nicht hatte! (Waren laut Befund auch noch recht "frisch") X( Beweisen, dass das bei der Kastration passiert ist kann ich natürlich leider nicht, darum konnte ich gegen die Tierärztin damals auch nichts machen, es hätte mein Hasi sowieso nicht zurück gebracht

Das ganze hat mein Vertrauen in Tierärzte leider ziemlich angeschlagen und obwohl ich wieder eine neue Häsin für meinen kastrierten Bub habe und mittlerweile natürlich auch bei einer anderen Tierarztpraxis bin, so scheue ich mich dennoch davor die neue Häsin prophylaktisch kastrieren zu lassen, auch, wenn mein Fall wohl ein Einzelfall war.

Solange also für mich medizinisch keine Notwendigkeit besteht würde ich sie wohl nicht kastrieren lassen, auch, wenn ich ständig in diversen Kaninchen Facebookgruppen, dass man alle weiblichen Kaninchen kastrieren MUSS, aber ich kann es einfach nicht X( die Angst davor ist zu groß...




Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.01.2021, 12:21

Hi,

Allzu aktuell ist der Thread ja nicht, aber nachdem er immer wieder zum Diskutieren aufgegriffen wurde, möchte ich hier noch kurz etwas schreiben, das ich gerade erfahren habe.

Meine Schwester studiert Veterinärmedizin und hat mir gerade entsetzt zwei Bilder gezeigt. Zwei Knochenquerschnitte - ein "gesunder" Knochen mit einer verästelten Innenstruktur und einer, der innen komplett hohl ist.

Offenbar wurde in Studien herausgefunden, dass bei Primaten, Nagetiere, Hasenartigen und Wiederkäuern eine Weibchenkastration sozusagen als Nebenwirkung eine Veränderung der Knochenstruktur mit sich zieht. Der hohle Knochen stammt von einem Weibchen, das nur ein Jahr zuvor kastriert worden ist.

Bei Hunden und Katzen gibt es solche Auswirkungen übrigens nicht...



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Benutzerbild von Arren
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Beiträge: 2.464
Arren befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.01.2021, 23:27

Zitat:
Zitat von Kaninchenherz28 Beitrag anzeigen
Hi,

Allzu aktuell ist der Thread ja nicht, aber nachdem er immer wieder zum Diskutieren aufgegriffen wurde, möchte ich hier noch kurz etwas schreiben, das ich gerade erfahren habe.

Meine Schwester studiert Veterinärmedizin und hat mir gerade entsetzt zwei Bilder gezeigt. Zwei Knochenquerschnitte - ein "gesunder" Knochen mit einer verästelten Innenstruktur und einer, der innen komplett hohl ist.

Offenbar wurde in Studien herausgefunden, dass bei Primaten, Nagetiere, Hasenartigen und Wiederkäuern eine Weibchenkastration sozusagen als Nebenwirkung eine Veränderung der Knochenstruktur mit sich zieht. Der hohle Knochen stammt von einem Weibchen, das nur ein Jahr zuvor kastriert worden ist.

Bei Hunden und Katzen gibt es solche Auswirkungen übrigens nicht...
Das ist sehr erschreckend. Bei wie vielen trat denn die Nebenwirkung auf?
Habt ihr einen Link zu der Studie ?



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Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.01.2021, 22:32

My two cents:

unsere Häsin Faye war vor ihrer Kastra komplett aggressiv, territorial wie sonstwas und hat ihren Partner Pluto und unsere Füße gleichermaßen mit Krallen und Zähnen angegriffen. Pubertät hin oder her, das war extrem. Wir mussten die beiden zu seinem Wohl trennen, dann lange Vorgespräche mit unserer Tierärztin, letzten November die Kastration, seit Anfang des Monats läuft die VG. Faye ist ein anderes Kaninchen. Super lieb, aufgeschlossen, neugierig, lässt sich problemlos anfassen. Es hat Wunder gewirkt, so eine Veränderung hätte ich ungelogen nicht für möglich gehalten. Ich bin tendenziell pro Weibchenkastra, auch, wenn es natürlich Risiken birgt. (Ich würde natürlich kein Tier in irgendeine OP geben, wenn es absehbar ist, dass es das nicht schafft oder ähnliches)




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Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 15.01.2021, 23:42

Solche unbestätigten „Horror-Meldungen“gibt es leider zuhauf...

Trotz allem empfehle ich jedem Halter auf jeden Fall Häsinnen gut zu beobachten und ggf. kastrieren zu lassen.
Wer es nicht rein prophylaktisch mag (ich tue es), dann zumindest bei verändertem Verhalten..

Und sollte es solche dauerhaften Veränderungen tatsächlich nur aufgrund von Kastrationen geben, hätte ich gerne eine aussagefähige Studie dazu und nicht nur ein einzelnes RöBi was auf alles projektiert wird.

Das hätte dann nämlich eher den Anschein eines „Fake-Posts“..



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Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.01.2021, 00:10

Ich habe letztens von einer PS (ja, eine seriöse PS!ä einen Beitrag gelesen, die in den letzten 3 Jahren 15 Weibchenkastrationen hat durchführen lassen (prophylaktisch) - lediglich bei einem Weibchen gab es keine Veränderungen an der Gebärmutter.
Teilweise hatten 6 Monate alte Tiere die Eierstöcke voller Zysten.



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Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.01.2021, 04:01

Zitat:
Zitat von Honeymouse Beitrag anzeigen
Ich habe letztens von einer PS (ja, eine seriöse PS!ä einen Beitrag gelesen, die in den letzten 3 Jahren 15 Weibchenkastrationen hat durchführen lassen (prophylaktisch) - lediglich bei einem Weibchen gab es keine Veränderungen an der Gebärmutter.
Teilweise hatten 6 Monate alte Tiere die Eierstöcke voller Zysten.
Dazu, unsere Tierärztin war SEHR überrascht und glücklich, dass bei Faye alles sehr gut aussah. Die Häsin ist 8 Monate alt, sie meinte, beim Großteil der Weibchenkastras ist in dem Alter schon ziemlich viel an Veränderungen da.




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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.01.2021, 11:59

Hey,

ich habe nicht vor, Weibchenkastrationen grundsätzlich zu verteufeln. Bei Verhaltensauffälligkeiten kastrierte ich auch. Dachte nur, dass das für euch auch interessant sein könnte. Aber dann haltet es eben für "Fakenews", wie ihr wollt.

Die Info stammt aus den Anatomieunterricht an einer Veterinärmedizinischen Universität. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ihren 200 Studentinnen dort unbegründete Informationen mitteilen. Meine Schwester sucht nachher den Link raus.



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Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.01.2021, 12:33

Ich hab nichts von Fakenews geschrieben, sondern lediglich eine Erfahrung der PS. Die übrigens ganz unabhängig von deinem Beitrag war, Sophie, es fiel mir nur wieder ein, als du das Thema wieder hochgeholt hast



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Geschrieben am 16.01.2021, 12:57

Zitat:
Zitat von Honeymouse Beitrag anzeigen
Ich hab nichts von Fakenews geschrieben, sondern lediglich eine Erfahrung der PS. Die übrigens ganz unabhängig von deinem Beitrag war, Sophie, es fiel mir nur wieder ein, als du das Thema wieder hochgeholt hast
Ich meinte auch gar nicht dich, tut mir leid. War nur gerade ein wenig genervt, dass nett gemeinte Informationen gleich politisiert werden. Ich wollte hier niemanden und seine Handlungen angreifen, falls das so rübergekommen ist.



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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 16.01.2021, 13:25

Frage doch bitte deine Schwester nach der zugrunde liegenden Studie. Die würde mich sehr interessieren. Wurde bei dem vorgetragenen Beispiel ausgeschlossen, dass es andere Ursachen gab (Haltungsfehler, Fütterungsfehler, Erkrankungen der Schilddrüse oder anderer hormonproduzietender Gewebestrukturen)? Wurde vor der Kastra die Knochendichte gemessen? Falls nicht, ist das Beispiel natürlich nicht aussagekräftig, sondern rein plakativ, was mich ausgesprochen enttäuschen würde. Wissenschaftliches Vorgehen sähe nämlich anders aus.

Auch die Studien, dass es bei Hunden und Katzen nicht zu Veränderungen kommt, das wundert mich nämlich mehr als die Veränderungen bei Kaninchen. Da kann was nicht stimmen, wenn man den Hormonen was verändert, hat das immer Auswirkungen auf den Organismus.

Was viel wichtiger ist, als das Erscheinungsbild des Knochens: gibt es Hinweise auf eine statistisch signifikant erhöhte Rate an Frakturen bei kastrierten Häsinnen, bei denen andere Ursachen ausgeschlossen werden können?

Ich finde es klasse dass deine Schwester da quasi an der Quelle sitzt, sie kann das bestimmt in Erfahrung bringen.



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Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.01.2021, 20:04

http://wikikanin.de/doku.php?id=kastration:kastrationsfolgen




Benutzerbild von Polly8
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Beiträge: 812
Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.01.2021, 20:09

Eine ähnliche Diskussion hatten wir übrigens schonmal

https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/48276-zusammenhang-kastration-innenhaltung-zahnprobleme.html




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Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 17.01.2021, 15:37

Zitat:
Zitat von Polly8 Beitrag anzeigen
http://wikikanin.de/doku.php?id=kastration:kastrationsfolgen
Zur Studie von Bokelmann/Scheringer:

Auffällig ist bei den Tieren die mit 3 Monaten kastriert wurden, dass dort offenbar größere und schwerere Knochen auftraten. Der Widerspruch zur Annahme, dass die Knochendichte durch die Kastration leidet, wäre zu klären.

Zu Gilsanz et al.: Es fehlt eine Kontrollgruppe unkastrierter Tiere. Die wäre aber gerade besonders interessant.

Cao et al. stellt etwas wesentliches klar: betroffen ist vor allem die Spongiosa, deren Abbau offenbar nicht mehr in dem Maße gehemmt wird wie vorgesehen. In welchen Zeiträumen das tatsächliche Effekte auf die Stabilität hat, wird leider nicht weiter ausgeführt. Die genannte Gewichtszunahme dürfte im Wesentlichen auf die nicht artgerechte Haltung zurückzuführen sein. Kastraten in artgerechter Haltung neigen deutlich weniger zur Inaktivität, alleine schon aufgrund der Gruppendynamik.

@ Lauri: danke, dass du für uns nachfragst. Deine Ausführung zum Östrogen ist übrigens in einem Punkt verbesserungsfähig: Östrogen fehlt auch nach einer Entfernung der Eierstöcke nicht vollständig, sondern "nur" größtenteils, da kleinere Mengen Östrogen u.a. auch in der Nebennierenrinde gebildet werden. Dazu kann man auch einen Blick in die Angaben zur Studie Bokelmann/Scheringer in Pollys Link werfen, wo sich Hinweise auf den Versuch des Körpers finden den Mangel zu kompensieren.

Zum Thema Eierstockzysten, da ja der Vergleich zum Menschen erwähnt wurde: man spürt sie. Man kommt nur nicht auf die Idee, das was man wahrnimmt einer Zyste zuzuordnen. Das drückt vielleicht minimal, manchmal zieht es auch leicht. Sowas kennt man vom Darm sehr ähnlich, deshalb misst man dem keine Bedeutung bei, vor allem weil man das maximal als Unpässlichkeit einstufen kann. Und zwar genau so lange bis so ein Mistding platzt. Von einer Sekunde auf die andere Schmerzen aus der Hölle und danach 2 Tage Überwachung in der Klinik um sicher zu gehen dass dabei nicht noch ein Blutgefäß beschädigt wurde.



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