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Weibchenkastration - Pro, Contra & Erfahrungen auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Tinkerbellmarie
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 26.04.2015
Beiträge: 137
Tinkerbellmarie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.06.2019, 13:29

Hallo ReLe und alle anderen


Pro:
- Vorsorge gegen Tumore
- Kaninchen war dauerhaft gestresst wegen Hormonen
- erspart evtl. unbemerktes leiden im Stillen

Contra:
- "Verstümmelung" von gesunden Tieren
- unnötiges Risiko der Narkose
- zusätzliche Kosten



Ich hab mal einen Teil aus der Pro- und Contra- Liste übernommen.

Ich bin absoluter Befürworter der Weibchenkastration, würde das auch direkt machen lassen, wenn ich ein Mädel aufnehme, egal, in welchem Alter, also auch bei 1 Jahr oder so.
Im Vordergrund stehen bei mir die Tumore, denn die entwickeln sich bei fast allen Mädels, Veränderungen werden oft auch schon bei sehr jungen Kaninchen festgestellt, und die sollte man sich gar nicht erst weiter verändern lassen bis hin zu Entzündungen und Krebs.
Dauerhafter Streß ist auch ungesund, nicht nur für das Mädel, sondern auch für den/die Partner, die ja meist auch darunter leiden müssen: sie werden berammelt, angegrunzt, weggestoßen usw.


Natürlich ist es ein Operation an einem scheinbar gesunden Kaninchen, die auch mit dem entsprechenden Risiko behaftet ist; aber mittlerweile sind die Narkosemöglichkeiten auch bei Kaninchen doch recht gut. Ich kann die Sorge um die Narkose verstehen: aber wenn erstmal ein Tumor da ist, ist es oft für eine OP zu spät.


Ich selbst habe meine Nicky an so einen Sch... verloren: als sie Krankheitsanzeichen zeigte, bin ich zum TA, sie wurde geröntgt, die Lunge voller Metastasen ...

Ich habe auch schon oft Klienten in der Beratung gehabt (bin Aktive bei den Glücklichen Kaninchen), die genau das erlebt haben: dem Mädel ging es nicht gut, sie sind zum TA, beim Röntgen zeigten sich Metastasen in der Lunge bzw. bei einer OP schon zu viele Tumore, um noch was machen zu können.


Hier mal ein sehr aufschlußreicher Bericht, auf den ich immer sehr gerne verlinke:


Dr. Rückert: Die Kastration des weiblichen Kaninchens - meist dringend nötig!
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=20100


Entsprechend berate ich auch meine Klienten; entscheiden müssen sie letzlich selbst. Meine beiden Damen sind kastriert.


Viele Grüße



__________________
Grüße aus Kaninchenbau und Hörnchenhauptquartier
Sylvia, Paule, Lily, Luzian, Zora und Kasimir

Behind every beautiful things there´s been some kind of pain
(B. Dylan)




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.11.2019
Beiträge: 277
Tarenya befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.01.2020, 14:41

Hallo

ich denke in den letzten tagen viel über die Kastration von Weibchen nach und habe dazu mal ein paar fragen.

ich lese öfters dass es bereits schon bei sehr jungen Weibchen zu Veränderungen der gebärmutter kommt. wie äußern sich diese Veränderungen?
und ist es sinnvoll zu kastrieren wenn man bemerkt dass es dort bereits eine Veränderung gibt, oder wirklich schon aus rein vorsorglichen gründen?

ich weiss dass die Meinungen da ziemlich auseinander gehen.

ich habe ja zwei Weibchen und zwei männchen und aktuell grübel ich darüber nach ob ich die beiden Mädels vorsorglich kastrieren lassen sollte.

meine Gedanken sind auf der einen seite dass ich natürlich nicht riskieren will dass meine Kaninchen an einer gebärmuttererkrankung leiden und vielleicht sogar sterben, aber andersrum möchte ich sie auch nicht dem Risiko der Kastration aussetzen wenn es vielleicht unnötig ist und niemals zu einem Problem gab.
meine alte Häsin wurde 12 jahre und hatte ( soweit ich es weiss) nie irgendwelche Probleme, sie war zwar in der ganzen zeit 2,3 mal scheinschwanger aber das wars auch schon. deswegen überlege ich ob es nicht vielleicht besser wäre, sie zu beobachten und sobald mir Veränderungen im verhalten auffallen, die auf die gebärmutter zurückzuführen sind, dann zu kastrieren, aber dafür müsste ich halt wissen was genau die anzeichen dafür sind

dann stellt sich mir die frage wie ist das falls ich sie kastrieren lassen würde? dürften sie danach zurück zu den jungs, also in ihre gruppe oder müsste ich sie längere zeit trennen? besteht dann nicht die Gefahr dass die gruppe nach nicht mehr so harmonisch ist wie zuvor? könnten sie beiden jungs sie anders aufnehmen weil sie anders riechen und es dadurch vielleicht zum stress kommen? wie lange dauert es bis ein Weibchen sich nach einer Kastration vollständig erholt hat ?

ich möchte halt auch nicht riskieren dass sich die gruppenharmonie dadurch ändert oder in Gefahr gerät, denn auch wenn meine kleinen ja vom alter her gerade in die pupertät kommen, oder bereits sind... ist es alles total harmonisch, es gibt kein gejage ( außer mal vom großen wenn die kleinen an sein futter gehen) es gibt kein gezicke, kein streit.... und genau das will ich halt nicht ( falls die Gefahr besteht) durch eine Kastration und eine damit verbundene Trennung aufs spiel setzen.

lg




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.12.2018
Beiträge: 634
Tamou befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.01.2020, 15:24

Ähnliche Fragen hab ich mir auch schon gestellt. Ich habe für mich beschlossen, erstmal abzuwarten. Ich guck mal wie sich Maja in den nächsten 1-2 Jahren entwickelt und verhält. Und ich hoffe, dass ich Veränderungen zB im Verhalten -welcher Art auch immer- bemerken werde.
Vielleicht wird einem die Entscheidung so auch abgenommen, weil es klare Gründe für eine Kastra gibt. Wenn nicht dann hole ich mir dann nochmal Pro und Contra und auch vom Tierarzt ein, dann zeigt sich hoffentlich der richtige Weg.

Veränderter Geruch nach der Kastra dürfte sich wenn dann ja eigentlich nur langsam entwickeln, weil Hormone ja nicht plötzlich weg sind.

Die Trennung durch die OP würde ich umgehen, weil ich Moritz mit zum Tierarzt nehmen würde, das hab ich bei seiner Kastration auch gemacht. Bei vieren wird das natürlich schwierig.

Anschließend setzen glaube ich viele die Tiere gleich wieder zusammen, wenn es eine harmonische Gruppe ist, und das durch die OP geschwächte Tier eher von Partnertieren umsorgt als gemobbt wird. Bei schwierigen Gruppenverhältnissen geht das wohl nicht.



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Viele Grüße, Susanne



Benutzerbild von Amy76
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.04.2012
Beiträge: 571
Amy76 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.06.2019, 19:27

Mir wurde ja in dem anderen Thread zur Kastration geraten. Bonny ist mindestens 6 Jahre alt und das erste Mal scheinschwanger nach dem Tod ihres Partners vor 3 Wochen. Sie wird Montag untersucht, ob körperliche Probleme vorliegen.


Ich hatte eine Häsin mit Gebärmutterentzündung, die ich schon recht alt mit ihrer Schwester aus dem Tierheim übernommen habe. Angel war etwa 9 Jahre alt, als sie krank wurde. Die Häsin hatte aber auch hochgradig E-cuniculi und die Gebärmutterentzündung kam noch obendrauf und war letztendlich die Ursache für den Tod.



Insgesamt ist Bonny jetzt mein 8. Weibchen. Die anderen starben mit 13, 12 oder ähnlich hohem Alter blind und taub an Altersschwäche. Martha starb an Madenbefall. Insgesamt hatte ich nie ein kastriertes Weibchen, aber immer kastrierte Männchen. Mein Tierarzt hat großen Respekt vor der Nachsorge und der Op bei Weibchen. Er meinte die haben auf jeden Fall eine höhere Sterblichkeit durch die Kastration, so dass er diese ohne medizinischen Grund nicht rät. Aber das ist eben EIN Tierarzt. Bisher fand ich die Kastration bei Weibchen nicht nötig. Ich lass meine Stuten ja auch nicht kastrieren. Bei Katzen sehe ich das ein, bei Hündinnen ist es schon ohne Indikation etwas schwierig für mich, aber bei Kaninchen bin ich vorsorglich eher nicht dabei. Ich hätte zu große Angst vor möglichen Komplikationen mit Todesfolge.



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Kaninchenfreund
 
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Beiträge: 716
Jean-Claude Van Hase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.10.2019, 19:57

Unsere Bonny ist in 2 Wochen dran. Haben da auch ne ganze Weile überlegt, und uns dann dafür entschieden.
Unsere Tierärztin hat uns auch erzählt dass das in den USA wohl schon Gang und Gebe sei wie bei uns eine Kastration der Männchen.

Für mich klingt es schon logisch wenn man ein Tier das so stark auf Vermehrung programmiert ist, sich eben nie vermehren lässt, der Körper Schaden nehmen kann.

Die TA sagte auch dass das größte Risiko mittlerweile wohl weniger die Narkose als vielmehr die absolute Hygiene ist. Bis dato hatte ich mich nur um die Narkose gesorgt, das hatte ich garnicht auf dem Schirm.
Auch dass ich den Rammler morgens mit abgebe, wäre ich nie darauf gekommen dass die sich evtl nicht mehr vertragen nach einer "langen" Trennung.




Kaninchen
 
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Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.06.2019, 19:46

Auch wenn das von vielen nicht als so drastisch eingeschätzt wird, ich finde es schon hoch, dass das Narkoserisiko (und da wird das Risiko durch den Eingriff selbst nicht mitberechnet) bei Kaninchen bei 1 von etwa 70 liegt. Ich könnte es nicht ertragen, wenn ein junges Kaninchenweibchen bei einer Kastration ohne medizinische Indikation verstirbt.



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Ninchen
 
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Beiträge: 1
Herta befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.10.2019, 17:29

hallo Rele,

ich möchte auf deinen Beitrag vom Juni noch antworten und meine Erfahrungen berichten:

Letzten Donnerstag hatte meine Häsin, 6 oder 7 Jahre war sie alt, eine Notkastration weil ein Tumor in der Gebärmutter festgestellt wurde. Es gab Verhaltensveränderungen, die Häsin wurde plötzlich gescheucht vom ranghöchsten Rammler mit dem sie bisher sehr innig war. Auch putzte sie sich den Rücken nicht mehr sauber von der Erde, gegraben hat sie außerordentlich viel auf einmal. Dann gab es ganz plötzlich einen furchtbaren Rangordnungskampf mit der zweiten Häsin und so schwer, dass die beiden getrennt werden mussten. Weil das irgendeinen Grund haben musste ließ ich sie genau durchchecken, außerdem hatte sie eine behandlungsbedürftige Bisswunde davon getragen. Eine Schwellung in der Gebärmutter konnte getastet werden und im Ultraschall und Röntgen bestätigte sich der Tumor. Noch keine Lungenmetastasen. Also wurde sie binnen einer Woche notkastriert. Es war bereits eine therapeutische Kastration und keine prophylaktische, was, wie sich schmerzlich herausstellen sollte, einen großen Unterschied bzgl. des Risikos macht. Denn die Kleine starb in der vierten postoperativen Nacht. Direkt nach OP war sie munter und hatte gut gefressen, ließ aber nach und köttelte kaum noch und zeigte Untertemperatur ab dem 2. postoperativen Tag. Ich habe zugefüttert aber es schlug nicht an. Ich habe sie nach ihrem Tod nochmal öffnen lassen und die Obduktion zeigte eine Bauchfellentzündung. Vermutlich durch verschleppte Keime die sich bereits in der Gebärmutter befunden haben durch die Gewebeveränderungen. Obwohl der Tumor sich noch innerhalb der Gebärmutter befunden hatte und keine Metastasen in der Lunge waren war es bereits zu spät. Dabei hatten wir soviel Hoffnung zuerst.

Meine zweite Häsin ist 5 Jahre, 9 Monate. Meine Tierärztin empfiehlt prophylaktische Kastrationen bis zum 4. Lebensjahr, trotzdem wägen wir ab auch wenn sie schon etwas darüber ist vom Alter. Ich bin momentan nicht in der Lage für die zweite Häsin eine Entscheidung zu treffen da ich noch unter Schock stehe. Würde auch gerne auf die warme Jahreszeit wieder warten aber die ganze schreckliche Geschichte bestätigt eigentlich auch, dass prophylaktische Kastra bei der Häsin nach Möglichkeit gemacht werden sollte. Wenn sie noch jung ist auf jeden Fall.


Anfang der 90Jahre ließ ich auch schon mal eine Häsin kastrieren, eigentlich damals aus Verzweiflung weil eine Vergesellschaftung an der auch eine jüngere andere Häsin beteiligt war, überhaupt nicht funktioniert hat und ich das damals schon gehört hatte, dass auch die Häsinnen sich nach Kastra besser vertragen. In einer Zeit als die Kaninchennarkose noch ein großes Risko war, vor über 25 Jahren, hat meine Häsin damals im Alter von noch nicht ganz 2 Jahren diese OP überlebt, wenn sie auch sehr gelitten hat da es einfach noch keine Routine war bei den allermeisten Tierärzten damals. Es war rückblickend ja eine Prophylaxe, auch wenn mir das damals nicht so klar war. Und ging gut aus. Auch die Vergesellschaftung hat danach geklappt.

liebe Grüße Herta




Benutzerbild von Rolle_Rolle
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.07.2013
Beiträge: 6.495
Rolle_Rolle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.10.2019, 19:39

Mein Beileid zum Verlust deiner Häsin, Herta!
Aber auch Dankeschön, dass du deine traurige Erfahrung mit uns geteilt hast.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.10.2019, 22:43

Mein Beileid zum Verlust der Häsin
Ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung, dass prophylakrische Operationen aufgrund der starken Belastung des Organismus ein unnötiges Risiko darstellen. So fies das klingt, ich würde lieber zwei Kaninchen in einem höheren Alter ein paar Jährchen früher verlieren, als ein junges Kaninchen, welches noch das ganze Leben vor sich gehabt hätte. Auch wenn eine Operation inzwischen mehr oder weniger zur Routine gehört, ist eine Weibchenkastration erstens ein ziemlich großer und daher belastender Eingriff, wodurch es leider auch noch Tage danach zu einem Versagen des Stoffwechsels kommen kann. Zudem wird dabei ein ganzes Organ entfernt, welches im Körper aber nicht nur eine Funktion für die Vermehrung hat. Laut Kaninchen-würden-Wiese-kaufen steigt nach einer Entfernung der Gebärmutter das Risiko für andere Krebsarten, Gelenkserkrankungen oder Osteoporose.
Zudem bleibt das allgemeine Narkoserisiko, welches bei Kaninchen mit 1:72 vergleichsweise leider recht hoch ist.

Ich denke, darüber könnte man ewig diskutieren. Letztendlich muss jeder gemeinsam mit seinem Tierarzt den für sich richtigen Weg finden.



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Benutzerbild von ReLe
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.03.2019
Beiträge: 55
ReLe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.10.2019, 19:29

Mein Beileid Herta.
Das ist wirklich erschreckend zu hören, was dir und deiner Dame passiert ist.
Ich danke dir für deinen Beitrag, denn das Thema ist für mich gerade wieder aktuell.

Ich möchte meine Ninchen nächste Woche bei Dr. Lazarz in Duisburg impfen lassen. Da er auch Kastration bei Weibchen durchführt, wollte ich mich da auch beraten lassen.

Danke auch für deinen Beitrag, Kaninchenherz28.
Genau diese Bedenken hab ich auch. Ich würde mir große Vorwürfe machen, wenn meiner Lucy dabei etwas passieren würde.

Daher bin ich auch zur Zeit noch hin und her gerissen ^^°



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Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.10.2019, 19:32

Von Dr. Lazarz hab ich nur gutes bezüglich Weiberkastras gehört.



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Benutzerbild von Amy76
Kaninchenfreund
 
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Amy76 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.11.2019, 16:05

Gestern wurde Bonny kastriert. Sie war in wenigen Wochen 5x Scheinschwanger und es waren, wie erwartet, schon leichte Veränderungen an der Gebärmutter zu erkennen. Sie war zudem gerötet und geschwollen.


Tja, nun geht es ihr nicht wirklich gut. Sie hockt oder sitzt viel und frisst nicht oder fast nicht. Ich habe sie gestern und heute schon mehrfach mit der Spritze gefüttert.


Sie wiegt 2,4 kg und bekommt 3 x täglich 0,25 ml Novalgin (Vetalgin) und dazu ein Antibiotikum einmal täglich.



Mit Spritze füttere ich püriertes Gemüse mit Haferflocken, Leinöl und Wasser.


Sie hat bisher nur minimal an etwas Möhrengrün geknabbert und sonst sitzt sie eben nur in der Ecke und interessiert sich gar nicht für das Futter.


Immerhin leckt sie sich sauber und putzt sich, wenn sie sie gefüttert habe und sie wehrt sich auch gegen das Festhalten.


Trotzdem ist die Nachsorge jetzt nicht ganz so ohne. Ich mach mir schon Sorgen, weil sie einfach nicht futtern mag. Ein paar Köttel hat sie abgesetzt, aber nicht viel.



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Benutzerbild von Honeymouse
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Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.11.2019, 16:10

Hast du mal mit Futter so lang vor der Nase gewedelt, bis sie genervt reinbeißt? So ging das hier mit Dill am Besten.



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Beiträge: 1.536
angelsfire befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.11.2019, 16:12

Ich habe Anfang des Jahres 2 Weibchen kastrieren lassen und die haben gut eine Woche fast nix gefressen. Gepäppelt habe ich nicht. Mache ich grundsätzlich gesehen die ersten 24 stunden nach so einer OP nicht (es sei denn mein Gefühl sagt mir was anderes). Es ist einfach eine sehr große OP und sie müssen erst mal wieder fit werden.



Ich habe heute auch ein 7 jähriges Weibchen kastrieren lassen. Gebärmutter war schon tastbar vergrößert und knubbelig. Da ich bisher nix gehört habe gehe ich davon aus das alles gut ging. Hoffe natürlich das sie schnell wieder auf die Beine kommt.



__________________
LG Britta



Benutzerbild von gerti
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Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.11.2019, 16:35

Ich fütter inzwischen grundsätzlich nach OP´s an. Je größer die OP umso wichtiger finde ich das. Auch würde ich nicht aufs Temperatur messen verzichten, gerade bei großen OP´s kann auch noch Stunden später die Körpertemperatur in Untertemperatur fallen. Wenn man das übersieht könnte es das Ende bedeutetn.
Meine Kaninchen bekommen sobald ich sie zu Hause haben anfangs stündlich ein paar ml flüssigen Päppelbrei. Nachts mache ich Pause und morgens geht es weiter. Manche fressen erst am nächsten Abend wieder von selber. Das wäre mir zu lange. Ich möchte nach einer OP nicht riskieren, dass der Erfolg durch mich scheitert. Dafür ist mir die OP zu teuer und das Tier soll auch nicht heimlich davonschleichen.
Natürlich klappt es bei vielen, genau nichts zu tun, aber so risikofreudig bei Mensch- und -Tierleben bin ich nicht.



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Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html]
Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/
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Beiträge: 571
Amy76 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.11.2019, 17:32

Danke für die Antworten. Das Möhrengrün hab ich auch nur durch nerven in sie gekriegt. Ich behalte ihre Temperatur im Auge.



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Benutzerbild von Namii
Kaninchen
 
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Beiträge: 2.071
Namii befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.11.2019, 16:43

Meine Weibchen haben auch beide die ersten 24 Stunden so gut wie nichts essen mögen und waren echt noch kaputt.. danach ging es dann aber langsam und stetig aufwärts.



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Daniela mit Suki, Molly, Loki & Casper aka Fleck



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Ninchen
 
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Beiträge: 17
Hasenverrückte befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.11.2019, 19:31

Ich musste meine Dame damals kastrieren und sie hatte solche Schmerzen, mir tat das so leid das ich es nur wenn es muss machen würde




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 29.11.2019, 21:13

Schmerzen zu nehmen ist ja nun wirklich einfach (Metacam plus Novalgin), das alleine sollte nun wirklich kein Grund sein auf eine (nötige) Kastra zu verzichten.



crazy curry likes this.

Ninchen
 
Registriert seit: 27.11.2019
Beiträge: 17
Hasenverrückte befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.11.2019, 11:27

Zitat:
Zitat von Terry Beitrag anzeigen
Schmerzen zu nehmen ist ja nun wirklich einfach (Metacam plus Novalgin), das alleine sollte nun wirklich kein Grund sein auf eine (nötige) Kastra zu verzichten.
Achnee, denkst du sie hat keine Schmerzmittel bekommen? Außerdem habe ich geschrieben ich würde es nur machen wenn es notwendig ist...hier wurde nach Erfahrung und Meinungen gefragt und das ist meine!
Ich weiß jetzt wieder warum ich das Forum verlassen habe, weil einige lieber rumzicken als vernünftige Konversation zu führen, das ist echt anstrengend.
In diesem Sinne alles gute, ich bin dann wieder raus.



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