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Weibchenkastration - Pro, Contra & Erfahrungen auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von dangerschaf
Kaninchen
 
Registriert seit: 16.05.2014
Beiträge: 20.618
dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.11.2019, 12:07

Zitat:
Zitat von Hasenverrückte Beitrag anzeigen
Achnee, denkst du sie hat keine Schmerzmittel bekommen? Außerdem habe ich geschrieben ich würde es nur machen wenn es notwendig ist...hier wurde nach Erfahrung und Meinungen gefragt und das ist meine!
Ich weiß jetzt wieder warum ich das Forum verlassen habe, weil einige lieber rumzicken als vernünftige Konversation zu führen, das ist echt anstrengend.
In diesem Sinne alles gute, ich bin dann wieder raus.
Was hast du für ein Problem? Wo war denn da gezicke?
Das war ein sachlicher Beitrag, dass Schmerzen allein kein Kontra gegen Kastra sind, da diesen wirksam begegnet werden kann.
Und ja, klar gibt es hier Menschen, die vielleicht auch mal zickig sind.. aber Terry ist sicher keiner davon.



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(Reinhard Mey)
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Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.11.2019, 18:39

Zitat:
Zitat von dangerschaf Beitrag anzeigen
Und ja, klar gibt es hier Menschen, die vielleicht auch mal zickig sind.. aber Terry ist sicher keiner davon.

Nicht Dein Ernst, oder? Ich kenne keine/n andere/n User/in mit einer vergleichbaren Verwarnungshistorie durch die Moderation.




Benutzerbild von Rolle_Rolle
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.07.2013
Beiträge: 6.495
Rolle_Rolle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.11.2019, 18:51

Ich denke, Terry ist für viele Geschmäcker einfach zu direkt. Und, sie hat enorm hohe Ansprüche. Auch manchmal bis oft für mich. Das hat mMn allerdings nichts mit Zickereien zu tun. Da wird einem manchmal schon ordentlich was vor den Latz geknallt. Ich habe es aber selten erlebt, dass dies unbegründet war. Und wenn man dann in sich geht, hat sie zugegebenermaßen auch noch Recht.



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Benutzerbild von Amy76
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.04.2012
Beiträge: 571
Amy76 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.11.2019, 23:19

Bonny geht es übrigens wieder gut. Sie frisst wieder normal und hoppelt herum. Zwei oder drei Tage waren schlimm, sie hat auch das Maximum an Schmerzmitteln bekommen und so lange die Fäden nicht gezogen sind, bekommt sie noch ihr Antibiotika und als Einstreu Papier.


Ich habe sie nach einem Tag päppeln mit Brei dann über das Nerven mit Futter (also immer wieder vor der Nase rumwedeln bis sie genervt zubeißt) und ein paar Haferflocken (ihre Leibspeise) dazu bekommen. Durch das Öl im Gemüsebrei am ersten Tag hatte ich auch wenig Angst vor einer Verstopfung oder Aufblähung.


Aber ja, die ersten Tage waren schon besorgniserregend und hart. Ohne medizinische Indikation würde ich es wohl nicht machen lassen. Aber es ist doch so gut gelaufen, dass ich bei Verdacht (ständige Hitze, Scheinschwangerschaften, extreme Aggression etc.) nach entsprechenden Therapieversuchen immer wieder diesen Weg gehen würde. Auch hier war die Gebärmutter nur geschwollen, vergrößert und gerötet, aber noch keine Tumore erkennbar. Dennoch hoffe ich, dass Bonny nun weniger unter ihren überschießenden Hormonen leidet und ihre Umgebung auch weniger darunter leiden lässt.



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Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 30.11.2019, 16:17

Danke @dangerschaf!


Zitat:
Zitat von Amy76
Auch hier war die Gebärmutter nur geschwollen, vergrößert und gerötet, aber noch keine Tumore erkennbar.
Sei froh, dass Du sie hast kastrieren lassen so lange die GB „nur“ geschwollen, vergrößert und gerötet war.

Meine Mädels, egal ob eigene oder Pflegies werden aus dem Grund wenn möglich alle prophylaktisch kastriert, zu häufig hatte ich (überwiegend bei Pflegies) schon letale Ergebnisse, und das häufig auch bei sehr oder relativ jungen Häsinnen.

Zwerge werden hier mit ca. 12 Monaten, Große mit 15 bis 18 Monaten (Große sind eher „spätreif“) kastriert, erwachsene Pflegies je nach Gesundheitszustand (und Alter) so schnell wie möglich.

Hat nebenbei auch den Vorteil, dass ich nach der Vermittlung sicher sein kann, dass mit ihnen nicht vermehrt werden kann.



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Benutzerbild von LouisAbby
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.02.2019
Beiträge: 1.213
LouisAbby befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.01.2020, 19:55

Mein erstes Weibchen wurde mit etwa 1,5 Jahren kastriert. Die Ärztin hat bei einer Routineuntersuchung eine Veränderung im Bauchraum ertastet. Beim Röntgen wurde sichtbar, dass sie eine stark veränderte Gebärmutter hatte. An ihrem Verhalten habe nichts erkannt, sie zeigte keine Auffälligkeiten. Nach der Kastration habe ich sie getrennt von ihrem Partner (sehen und riechen konnten sie sich) gehalten, weil ich Sorge hatte, dass er vielleicht an die Naht geht. Nach dem Fädenziehen, habe ich sie wieder zusammen gelassen und alles war super.
Mein aktuelles Weibchen ist 5 Jahre alt und ich habe vor kurzem gezielt nach ihrer Gebärmutter schauen lassen (Röntgen). Keine Auffälligkeiten. Auf kaninchenwiese.de habe ich gelesen, dass mit zunehmendem Alter (etwa ab 5 Jahren) die Gefahr von Gebärmutterkrankheiten extrem steigt. Ich habe vor sie deshalb einmal im Jahr diesbezüglich untersuchen zu lassen. Durch Abtasten findet man laut Tierarzt nur Veränderungen, wenn sie schon sehr fortgeschritten sind. Trotzdem halte ich persönlich nichts von vorsorglichen Weibchenkastras. Es ist ein großer Eingriff mit entsprechend hohem Risiko für das Tier. So was lasse ich nur machen, wenn es nicht anders geht.



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Behandle dein Haustier so, dass du im nächsten Leben mit vertauschten Rollen klar kommst.
Pascal Lachenmeier



Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.01.2020, 21:13

Leider kann man sich nicht immer darauf verlassen, dass es zu Verhaltensauffälligkeiten überhaupt kommt. Es gibt genügend Beispiele, wo dem nicht so war (inklusive bei mir). Und wenn das Kaninchen Atemnot zeigt, weil bereits die Lunge voller Metastasen ist, dann kann man nur noch Erlösen lassen.



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Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.01.2020, 21:45

Zitat:
Zitat von LouisAbby Beitrag anzeigen
Mein erstes Weibchen wurde mit etwa 1,5 Jahren kastriert. Die Ärztin hat bei einer Routineuntersuchung eine Veränderung im Bauchraum ertastet. Beim Röntgen wurde sichtbar, dass sie eine stark veränderte Gebärmutter hatte. An ihrem Verhalten habe nichts erkannt, sie zeigte keine Auffälligkeiten. Nach der Kastration habe ich sie getrennt von ihrem Partner (sehen und riechen konnten sie sich) gehalten, weil ich Sorge hatte, dass er vielleicht an die Naht geht. Nach dem Fädenziehen, habe ich sie wieder zusammen gelassen und alles war super.
Mein aktuelles Weibchen ist 5 Jahre alt und ich habe vor kurzem gezielt nach ihrer Gebärmutter schauen lassen (Röntgen). Keine Auffälligkeiten. Auf kaninchenwiese.de habe ich gelesen, dass mit zunehmendem Alter (etwa ab 5 Jahren) die Gefahr von Gebärmutterkrankheiten extrem steigt. Ich habe vor sie deshalb einmal im Jahr diesbezüglich untersuchen zu lassen. Durch Abtasten findet man laut Tierarzt nur Veränderungen, wenn sie schon sehr fortgeschritten sind. Trotzdem halte ich persönlich nichts von vorsorglichen Weibchenkastras. Es ist ein großer Eingriff mit entsprechend hohem Risiko für das Tier. So was lasse ich nur machen, wenn es nicht anders geht.
Wenn es erst auffällig ist, ist das Risiko um ein Vielfaches höher und bei Vereiterung kann es sogar völlig zu spät sein.
Daher lieber solange sie fit sind. Dann ist der Eingriff schnell vergessen.



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Liebe Grüße Heike



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.11.2019
Beiträge: 277
Tarenya befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2020, 13:25

vielen dank für eure antworten, ich werde mir das ganze nochmal durch den kopf gehen lassen... ich hab halt auch sorge dass ich 1. Unruhe damit in meine derzeit perfekt harmonierende gruppe bringe und zum anderen natürlich auch die Risiken die damit verbunden sind, denn ich meine 1:70 ist natürlich nicht gering. von einer bekannten starb das Kaninchen aufgrund einer vorsorge Kastration und ich glaub dann hätte ich ewig lange Schuldgefühle wenn meine gesunde 1 jährige aufgrund einer reinen vorsorge op stirbt.... andersrum wenn sie natürlich doch irgendwann mal was schlimmes bekommen.... dann denkt man sich : hätte ich doch mal kastriert.... egal wie man es macht besteht die Gefahr es falsch zu machen.

aber mal angenommen ich entscheide mich dafür... wann wäre denn der beste Zeitpunkt? alter? Jahreszeit? etc

meine beiden sind jetzt 4,5 und 5 Monate




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 18.12.2019
Beiträge: 38
usagisnap befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.01.2020, 15:35

Ich beschäftige mich seit Tagen nun auch vermehrt mit dem Thema Weibchenkastration, vor allem, weil meine Häsin bereits einen Termin dazu hat (ist bei ihr leider medizinisch notwendig)

Die neue Tierärztin, bei der wir sind hat sehr gute Erfahrung in dem Bereich und ist auch der Ansicht, dass Weibchenkastrationen unbedingt notwendig sind, weil Kaninchen ja von Natur aus auf Vermehrung eingestellt sind und es deswegen Stress für sie bedeutet, wenn sie diesem Drang nicht nachkommen können...bin mir nicht so recht sicher, was ich von dieser Aussage halten soll

Neben anderen Problemchen hat sie auch gemeint, dass dies der Grund ist, warum sich unser Weibchen mit dem Neuen (kastriert) nach 2 Wochen kuscheln plötzlich zerstritten hat, weil er bei ihren "Bedürfnissen nach Vermehrung" nicht helfen konnte

Was haltet ihr von solchen Aussagen? :/

Mir kamen sie etwas seltsam vor, da mein Weibchen die letzten Jahre völlig friedlich mit einem Kastraten zusammengelebt hat, ohne "gestresst durch Hormone" zu wirken...und ich glaube ohne medizinische Notwendigkeit würde ich sie allein deshalb wohl nicht kastrieren lassen




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.01.2020, 16:39

Zitat:
Zitat von usagisnap Beitrag anzeigen
Ich beschäftige mich seit Tagen nun auch vermehrt mit dem Thema Weibchenkastration, vor allem, weil meine Häsin bereits einen Termin dazu hat (ist bei ihr leider medizinisch notwendig)

Die neue Tierärztin, bei der wir sind hat sehr gute Erfahrung in dem Bereich und ist auch der Ansicht, dass Weibchenkastrationen unbedingt notwendig sind, weil Kaninchen ja von Natur aus auf Vermehrung eingestellt sind und es deswegen Stress für sie bedeutet, wenn sie diesem Drang nicht nachkommen können...bin mir nicht so recht sicher, was ich von dieser Aussage halten soll

Neben anderen Problemchen hat sie auch gemeint, dass dies der Grund ist, warum sich unser Weibchen mit dem Neuen (kastriert) nach 2 Wochen kuscheln plötzlich zerstritten hat, weil er bei ihren "Bedürfnissen nach Vermehrung" nicht helfen konnte

Was haltet ihr von solchen Aussagen? :/

Mir kamen sie etwas seltsam vor, da mein Weibchen die letzten Jahre völlig friedlich mit einem Kastraten zusammengelebt hat, ohne "gestresst durch Hormone" zu wirken...und ich glaube ohne medizinische Notwendigkeit würde ich sie allein deshalb wohl nicht kastrieren lassen
Solche Aussagen finde ich sehr fragwürdig.

„Auf Vermehrung eingestellt“ sind alle Tiere, auch wir Menschen, und zumindest bei uns würde niemand auf die Idee kommen, diese Gefühle als „Stress“ zu bezeichnen oder gar zur Kastra zu raten, dabei wäre es auf unserer Welt bestimmt deutlich friedlicher, wären wir alle derart ruhig gestellt...

Und Gründe für Streit unter Kaninchen gibt es hunderte, auch Kastraten können sich blutig beißen.

Kastra aus medizinischer Notwendigkeit muss sein, ich kann auch verstehen, wenn jemand wegen schlechter Erfahrungen prophylaktisch kastrieren lässt, aber dieses Gleichsetzen von ganz natürlichen Verhaltensweisen und Bedürfnissen mit Stress und der Glaube, dass eine Kastra alle Probleme löst, will mir nicht in den Kopf.




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 09.01.2020, 20:25

Und dann muss man auch noch bedenken, dass erst durch das rammeln bei der Häsin überhaupt der Eisprung ausgelöst wird.
Und das (was die hormonelle Seite angeht) immer „umsonst“.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.11.2018
Beiträge: 267
Preitler befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.01.2020, 22:02

Hm, ich hab vor ein paar Jahren alles gesucht was ich an Fakten finden konnte, was nicht einfach ist da im englishen Sprachraum von Kastrieraktivisten wissenschaftlich klingende Prozentzahlen als Totschlagargument in jede Diskussion geworfen wurden, die dann von Halbwissenden ungeprüft als Wahrheit wiederholt und übertrieben weiterverbreitet werden, z.b. inzwischen behaupten schon manche dass nach 3 Jahren 80% der intakten Weibchen Krebs haben - kompletter Unsinn, aber da geht's nicht um Fakten, sondern darum eine Agenda durchzuboxen.
Wirklich, handfeste Studien gibt's imho praktisch nicht.

Nachdem was ich gelesen habe ist das nähest was annähernd dazu zu finden war dass in einer kleinen Versuchstiergruppe nach 5 Jahren (oder Lebenszeit, ich weiss es nicht mehr) 20-30% oder so Veränderungen hatten, etwa die doppelte Rate als bei Menschen (wir holen aber rasant auf, noch weitere 50-80 Jahre und wir haben die Karnickel diesbezüglich eingeholt). Ist auch noch viel, also trotzdem ein valides Argument das man in Betrachtung ziehen kann.

Dagegen spricht dass kastrierte Weibchen weniger aktiv sind und das auf lange Sicht zu Problemen, wie Blasenschlamm oder Übergewicht, führen kann.

Mein jetziges Hausmäderl ist kastriert, der Rammler nicht. Funktioniert gut - abgesehen davon dass sie fett wird während er schlank und drahtig ist - obwohl ich schon schau dass sie weniger Futter abbekommt.

Ich hatte meine erste Häsin für 8 Monate in der Wohnung, Myxo Quarantäne, unkastriert, das ging so nicht, hat die Wohnung ziemlich zerstört, ist aber ein Exemplar mit ausserordentlich ausgeprägten Instinkten.




Geändert von Preitler (09.01.2020 um 22:07 Uhr).

Benutzerbild von Arren
Kaninchen
 
Registriert seit: 04.06.2018
Beiträge: 2.464
Arren befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.01.2020, 23:38

Zitat:
Zitat von Preitler Beitrag anzeigen

Dagegen spricht dass kastrierte Weibchen weniger aktiv sind und das auf lange Sicht zu Problemen, wie Blasenschlamm oder Übergewicht, führen kann.

Mein jetziges Hausmäderl ist kastriert, der Rammler nicht. Funktioniert gut - abgesehen davon dass sie fett wird während er schlank und drahtig ist - obwohl ich schon schau dass sie weniger Futter abbekommt.
Das muss aber so auch nicht sein.
Meine Eva hat vor ihrer Kastration zugelegt gehabt, danach nicht mehr. Als fett würde ich sie aber auch nicht bezeichnen.

Von ihrer Neugier und Umtriebigkeit hat sie überhaupt nichts verloren. Sie fetzt nach wie vor durch die Gegend.

Edit: einzig einen Ticken weniger zickig ist sie geworden
Die Geduldsschwelle, bevor sie beißt, ist etwas großer geworden.
Trotzdem geht brummen, fauchen etc noch sehr gut.



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Im Herzen nah
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Geändert von Arren (09.01.2020 um 23:41 Uhr).

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2020, 19:28

Den Dauer-Stress ist nicht zu verharmlosen, wie es hier dargestellt wird.
Wenn ich mir überlegen muss, ob ich die Kaninchen nun definitiv trennen muss, weil es so nicht mehr weiter gehen kann, dann ist eine Kastra immer noch die bessere Option, falls die was dadurch bewirkt.

2 Beispiele (von 6 Häsinnen):
Ein altes Kaninchen (Übernahme), dass 8 Monate lang ununterbrochen Nester baut und aggressiv zum langjährigen Partner war. Das Zusehen war da sogar für mich Stress pur, ganz abgesehen davon, dass sie dabei nie zur Ruhe kam.

Ein junges Kaninchen, dass 2 Monate lang im dunklen Stall nicht mehr aus ihrem Nest heraus kam. Sie erinnerte mich an einen brütenden Vogel, der keinen Wank mehr machte... Und dann bei mir nur den Chef der Gruppe zupinkelte, dass er bestialisch stank und am ganzen Körper klebrig und nass war. Ich überlegte mir ernsthaft, ob ich ihn nun alle paar Tage unter eine Dusche stecken muss, weil die Säuberungsaktionen der ganzen Kaninchen-Gruppe nichts mehr genützt haben. Soviel Dusch-Stress wolllte ich ihm/mir auf Dauer nicht zumuten.

Allerdings ist Kastra auch kein Wundermittel. Ein einziges Mal hat es überhaupt nichts gewirkt, da die Hexe einen asozialen Charakter hatte. Sie landete dann bis kurz vor ihrem Ableben Einzelhaltung, weil nichts funktioniert hatte und ich nervlich am Ende, auch wenn es mit dem 7. Partner doch noch klappte.

Und all die aufgezählten, Angst-schürenden Nebenwirkungen hat es bei Meinen 6 noch nie gegeben. Die angebliche Verwachsungen im Bauchraum dürften auch zu Märchen gezählt werden. Ich wurde von meiner TA zumindest so aufgeklärt, dass sowas technisch gar nicht möglich ist.

Übrigens sind auch meine Kastrate durch die Spätkastration weder dick noch inaktiv geworden.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.12.2018
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Tamou befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2020, 21:05

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Übrigens sind auch meine Kastrate durch die Spätkastration weder dick noch inaktiv geworden.
Dieser Irrglaube ist aber tierartübergreifend. Bei Hundehaltern ist es DIE Ausrede für überfütterte Hunde "er/sie ist kastriert". Ich will gern glauben, dass der Stoffwechsel sich ändert und daher evtl weniger Energie ge-/verbraucht wird. Das muss dann halt in der Fütterung angepasst werden.
Meine kastrierten Hunde waren nie dick oder träge.

Wobei man natürlich auch sagen könnte, dass Stress sehr am Körper zehrt, was nach der Kastration der Häsin dann nicht mehr ist. Vielleicht nehmen einige deshalb nach der Kastration zu. Dann war der Energieverbrauch aber eher vorher ungesund hoch statt hinterher.



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Viele Grüße, Susanne



Kaninchen
 
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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.01.2020, 10:15

@Rakete: Die von dir aufgezählten Beispiele zeigen aber ein Verhalten, bei dem wohl jeder vernünftige Kaninchenhalter, auch, wenn er nicht für vorsorgliche Kastras ist, kastrieren lassen würde.
Hormone = Stress würde ich also nicht so unterschreiben. Unter Umständen ja, wenn das System aus dem Gleichgewicht gerät, aber nicht von vorne herein. Im Körper gibt es schließlich viel mehr Hormone als nur die Geschlechtshormone. Und trotzdem entfernen wir uns nicht die Nebennieren, weil wir dann deutlich weniger Stress hätten.
Eine gewisse Menge an Stress gehört zum Leben dazu und ist gesund. Stress in Maßen stärkt das Immunsystem und hält fit. Sollte Dauerstress auftreten, muss man sich natürlich überlegen, was man macht und an eine Kastra denken.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.01.2020, 12:21

@kaninchenherz28
Da muss ich widersprechen. Hier wurde aufgezählt, dass der Kaninchen Stress überbewertet wird. Wenn ein Stress mit coolen Outfits und dicken Autos verglichen wird, dann ist das für mich verharmlost.

Stress kann durchaus bedeuten, dass ein Kaninchen über den Tag oft am rammeln ist und das monatelang.
Das läuft nicht unter gelegentliches Rammeln oder aktuellen, temporären Frühlingsgefühle, davon spreche ICH zumindest nicht und das hat auch nichts mit einer Störung zu tun.
Klar kommt ein gestörter Hormonhaushalt in der Natur auch vor, aber da können die Tiere einander immer noch ausweichen. In Gefangenschaft muss das Partnertier das aushalten und steht ebenso unter Stress. Leider legt sich das meist dann eben gar nicht mehr. Zumindest ich ziehe dann spätestens nach 3 Monaten Rammlerei den Schlusstrich.

Diverse Verhaltensauffälligkeiten kamen leider bei der Mehrheit meiner Übernahmetiere vor und waren daher Normalzustand und keine Einzelfälle.( Aber ich hätte sowieso auch prophylaktisch kastrieren lassen).

Häufiger Stress ist sicherlich nicht gesund und löst Krankheiten wie Schnupfen oder EC aus. Es ist sicherlich kein Stress wenn sich die Kaninchen mal bei Futtergabe kurz jagen. Davon spricht auch niemand und kurze Streitigkeiten gehören in jede normale Ehe.

Wenn Kastration ein derartiger Eingriff in den Hormonhaushalt und eine Körperverletzung am Tier ist wie immer geschrieben wird, dürfte man auch die Rammler nicht kastrieren. Da stellt man (auch zu recht) das Wohl der Tiere über die Körperverletzung.

Aber letztendlich muss jeder selber entscheiden.

Nur wenn man darstellt, dass Kaninchen den Stress aushalten müssen, weil es zu einem normalen Kaninchen-Leben dazu gehört, dann vermittelt das gerade den etwas unerfahrenen Haltern (und vielen Usern) ein falsches Bild. Genau das wollte ich hiermit vermeiden.




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.01.2020, 13:08

@Rakete: der Gegensatz zu „Verharmlosern“ wie mir sind aber diejenigen, für die Kaninchen nur Kuscheltiere sind, die 24 h/Tag nett zueinander sein müssen und nicht verstehen, dass auch Tiere Gefühle haben, die sie ausleben dürfen sollen oder diejenigen, für die markieren, buddeln etc nicht ins eigene Leben passt, und die sich dann wegen des eigenen Komforts dafür entscheiden, die Mädels zu kastrieren.

Solche Situationen, wie du sie beschreibst, gab es in meinen Gruppen noch nie, allenfalls kurzzeitige Unstimmigkeiten, die sich lösen ließen.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.11.2019
Beiträge: 277
Tarenya befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.01.2020, 13:12

aber da muss man halt berücksichtigen dass man die rammler in erster Linie nicht wegen stress, vorsorge oder sonst was kastriert, sondern um zu verhindern dass nach einem jahr aus 2 Kaninchen 100 werden

und so wie ich das gelesen habe ist eine rammler Kastration ja auch im vergleich zur Weibchen Kastration ein eher harmloser Routine eingriff.

aber klar generell gebe ich dir recht, wenn es natürlich um dauerstress der Tiere geht würde ich eine Kastration auch direkt in die wege leiten, denn das ist ja definitiv nicht gesund und fällt dann aber auch für mich nicht mehr in die Thematik der reinen vorsoge um die es mir ja ging



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