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Diskussion Strukturfutter auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von iLulu
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.07.2012
Beiträge: 4.098
iLulu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 13:31

Zitat:
Zitat von Feli Beitrag anzeigen
Ich muss sagen, ich kann da Benny auch verstehen!

Ich bin z. B. ein Mensch, ich lerne absolut aus der Erfahrung die ich mache.
Der Grund hierfür ist, dass das, was in der Theorie steht, in der Praxis nicht funktioniert.

Und hier seh ich auch einfach den Grund der Differenzen zwischen Lupine und Benny:

Theoretisch erscheint es Lupine nicht möglich, dass die häufigsten Zahnprobleme fütterungsbedingt sind.
In der Praxis jedoch hat Benny aus Ihrer Erfahrung heraus feststellen müssen, dass es so ist.

Würde Benny jetzt eine Studie darüber veröffentlich, dass die Zahnprobleme oft "hausgemacht" sind, hätte Lupine mit dieser Äußerung auch kein Problem mehr
Das ist doch aber kein Grund das so ausarten zu lassen (in mehreren Threads) - damit meine ich Beide. Wenn sich Bennys Meinungen nur auf Erfahrungen stützt, die sie oder ihr Umfeld gemacht haben, ist es eben keine Studie, sondern eine Erfahrung. Und wenn ich lang genug suche finde ich bestimmt jemanden, der genau die gegenteiligen Erfahrungen gemacht hat.
Man kann also doch gerne Erfahrungen mitteilen, aber man muss doch auch - wenn man keine gesichterten Erkenntnisse hat - einsehen, dass es bei anderen vielleicht anders ist.

Lupine möchte es eben genau wissen - um es dann weiter zu geben. Um sich eine klare Meinung dazu zu bilden.

Über die Formulierungen kann man dann streiten oder eben drüberstehen.



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Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 10.07.2013, 13:36

Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Kann mir jemand bei meinen Fragen bezüglich des Vitamin A weiterhelfen? Kennt jemand Grenzwerte für Kaninchen, und wer kann mir Auskunft darüber geben ob die Angaben in wikipedia zur Hypervitaminose verlässlich sind?
Nicht ganz zu deiner Frage passend, da ich über Grenzwerte nichts gefunden habe, aber dennoch interessant:

Quelle: Willi Lackenbauer /Kaninchenfütterung

- Das Vitamin A ist auch bekannt unter der Bezeichnung Wachstumsvitamin, Hautschutzvitamin oder bei Fachleuten als Retinol.

- Die Aufgaben des Vitamin A im Tier sind vielfältig. Am besten erforscht ist seine Wirkung auf den Sehvorgang. Es ist Bestandteil des roten Sehpurpurs im Auge.

- Bedeutender in der Kaninchenhaltung ist seine Wirkung auf die Haut und insbesondere die Schleimhäute. Ein Mangel verursacht eine mehr oder weniger starke Verhornung der Haut und Schleimhaut. Durch diese Wirkung ist leicht vorzustellen, dass Schädigungen der Schleimhäute recht folgenschwer sein können. Sind die Schleimhäute in den Atemwegen geschädigt, so können die in der Luft immer vorhandenen Krankheitserreger in den Körper eindringen und, wenn ungünstige Faktoren dazukommen, zu Erkrankungen führen.

- Vitamin A kommt nur in tierischen Futtermitteln, z.B. Fischmehl und Lebertran vor. Nachdem eine Verfütterung tierischer Futtermittel nicht üblich ist, sind wir auf die Vorstufe, das Provitamin A angewiesen. Grünfutter enthält diese Vorstufe des Vitamin, das Provitamin A oder auch Beta-Carotin. Im Tier wird aus der Vorstufe das Vitamin gebildet.

- Die Bedeutung des Vitamin A geht aber noch weiter. Die Verdauungswege bei allen Lebewesen sind mit Schleimhäuten ausgekleidet. Das Vitamin A sorgt hier für die einwandfreie Funktion der Schleimhaut, beispielsweise im Darm, wo die Nährstoffe durch die Darmwand in den Blutkreislauf übergehen. Funktioniert dieser Übergang der Nährstoffe in das Blut nicht, weil der Darm geschädigt ist, kommt es zu Durchfällen, besonders bei Jungtieren, auch zur Vergiftung durch die Abbauprodukte des Futters.

- Deshalb ist eine Vitamin-A-Ergänzung auch für die Jungtiere enorm wichtig. Saugkaninchen erhalten ihre Vitamine über die Muttermilch, wenn die Häsin ausreichend versorgt ist, aber auch bereits in der Gebärmutter über den mütterlichen Blutkreislauf. Abgesetzte Jungkaninchen sind auf einen Zusatz angewiesen, wenn nicht Grünfutter gefüttert wird.

- Vitamin A kommt in pflanzlichen Futtermitteln nur in seiner Vorstufe, dem Betacarotin vor.




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 13:42

Zitat:
Was mich allerdings wundert, dass er Gemüse (vor allem Knollengemüse) in der Winterfütterung zur freien Verfügung empfiehlt.
Mich wundert das er heutzutage so tut als würde Wiese von Januar bis Dezember wachsen.
Da ist sein Buch ja geradezu realistisch weil in dem Buch noch davon ausgegangen wird das Wiese im Winter nicht wächst, was ja auch richtig ist.
Zitat:
Wäre interessant zu wissen, ob die Empfehlung im Sommer genauso wäre wie im Winter, wenn dauerhaft keine Wiesenfütterung möglich ist.

Dafür hat er keinen Plan weil er meint das man dann gar keine Kaninchen halten soll!
Zitat:
mausefusses, steht dort irgendwo ob die Angaben für alle Kaninchenrassen gelten? Mir kommt es etwas eigenartig vor, dass die Gewichtsangabe beim Strukturfutter pro Tier pro Tag ausgelegt ist und nicht pro kg Körpergewicht pro Tag.
Er schreibt irgendwo in dem Buch das er Teddyzwerge um die 2kg hält (früher eigene Zucht, jetzt wohl nicht mehr).

Zitat:
Kann mir jemand bei meinen Fragen bezüglich des Vitamin A weiterhelfen? Kennt jemand Grenzwerte für Kaninchen, und wer kann mir Auskunft darüber geben ob die Angaben in wikipedia zur Hypervitaminose verlässlich sind?

Leider nein, mir ist auch nur bekannt das die Tiere ja eintlich ß-Carotin brauchen und nicht VIT A .

Zitat:
Was das grobe raspeln von Möhre und Co betrifft, habe ich die Erfahrung gemacht dass meine Nins das nicht angenommen haben. Einen Versuch ist es aber auf jeden Fall wert!
Ich hab mal ein Experiment gemacht: ganz vs grob geraspelt. Klarer Sieger, alle waren sich einig: grob geraspelt und das obwohl kein Tier irgendwelche Zahnprobleme hat. Vielleicht kommt es auf das Gerät an und wie grob/fein/matschig es da raus kommt?????

Zitat:
Ich las Möhre, Sellerie und Brokkolie. Bei Sellerie kann genausogut die Knolle gemeint sein. Das meinst du nicht im Ernst, dass ich jetzt auch noch wegen dir zwischen Knolle und Wurzel unterscheiden muss, oder?
Wenn ich Sellerie als Knolle einstufe, dann wurde auf jeden Fall nur EIN Blättriges Gemüse genannt und das war der Chicoree.

In seinem Buch auf Seite 66 siehst Du das er Selleriegrün nimmt, außerdem Möhrengrün, Basilikum, Fechel, Feldsalat, Kohlrabiblätter.....eben ein große Auswahl zur freien Verfügung!
Benny, Du als sein größter Fan solltest Dir das Buch unbedingt mal kaufen .
Zitat:
Zu dem buch mag ich noch anmerken das das ja shon einige zeit im handel ist ich weiß nicht ob das noch so aktuell ist.
Andreas schrieb mir gerade auf seine unverkennbare, freundliche Art das er seine Meinung nie ändern würde. Da Wiese ja tatsächlich im Dezember nicht wächst gehe davon aus das die Fütterung aktuell ist auch wenn er , wie gesagt, jetzt so tut als würde im Dezember Wiese wachsen.

Zitat:
Allerdings ist es meine Meinung nach völlig fehl am Platze Lupine öffentlich so krass zu kritisieren. Sie gibt hier mit die meisten Tipps zu fast allen Themen, sie gibt sich dabei sehr viel Mühe diese Tipps auch noch zu erklären - das ist doch gerade für Neulinge extrem wichtig. Was bringt ein Tipp, wenn man ihn nicht versteht? Ich würde diesen dann vermutlich nicht befolgen...wer leidet darunter? Die Kaninchen. Das kann ja nicht das Ziel sein.

Dem schließe ich mich an.




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 13:49

Zitat:
Zitat von Benny Beitrag anzeigen
Nicht ganz zu deiner Frage passend, da ich über Grenzwerte nichts gefunden habe, aber dennoch interessant:

Quelle: Willi Lackenbauer /Kaninchenfütterung

- Das Vitamin A ist auch bekannt unter der Bezeichnung Wachstumsvitamin, Hautschutzvitamin oder bei Fachleuten als Retinol.

- Die Aufgaben des Vitamin A im Tier sind vielfältig. Am besten erforscht ist seine Wirkung auf den Sehvorgang. Es ist Bestandteil des roten Sehpurpurs im Auge.

- Bedeutender in der Kaninchenhaltung ist seine Wirkung auf die Haut und insbesondere die Schleimhäute. Ein Mangel verursacht eine mehr oder weniger starke Verhornung der Haut und Schleimhaut. Durch diese Wirkung ist leicht vorzustellen, dass Schädigungen der Schleimhäute recht folgenschwer sein können. Sind die Schleimhäute in den Atemwegen geschädigt, so können die in der Luft immer vorhandenen Krankheitserreger in den Körper eindringen und, wenn ungünstige Faktoren dazukommen, zu Erkrankungen führen.

- Vitamin A kommt nur in tierischen Futtermitteln, z.B. Fischmehl und Lebertran vor. Nachdem eine Verfütterung tierischer Futtermittel nicht üblich ist, sind wir auf die Vorstufe, das Provitamin A angewiesen. Grünfutter enthält diese Vorstufe des Vitamin, das Provitamin A oder auch Beta-Carotin. Im Tier wird aus der Vorstufe das Vitamin gebildet.

- Die Bedeutung des Vitamin A geht aber noch weiter. Die Verdauungswege bei allen Lebewesen sind mit Schleimhäuten ausgekleidet. Das Vitamin A sorgt hier für die einwandfreie Funktion der Schleimhaut, beispielsweise im Darm, wo die Nährstoffe durch die Darmwand in den Blutkreislauf übergehen. Funktioniert dieser Übergang der Nährstoffe in das Blut nicht, weil der Darm geschädigt ist, kommt es zu Durchfällen, besonders bei Jungtieren, auch zur Vergiftung durch die Abbauprodukte des Futters.

- Deshalb ist eine Vitamin-A-Ergänzung auch für die Jungtiere enorm wichtig. Saugkaninchen erhalten ihre Vitamine über die Muttermilch, wenn die Häsin ausreichend versorgt ist, aber auch bereits in der Gebärmutter über den mütterlichen Blutkreislauf. Abgesetzte Jungkaninchen sind auf einen Zusatz angewiesen, wenn nicht Grünfutter gefüttert wird.

- Vitamin A kommt in pflanzlichen Futtermitteln nur in seiner Vorstufe, dem Betacarotin vor.
Eigentlich beantwortet das die Frage exakt gar nicht! Auch dort steht was wir schon wissen: Die Tiere brauchen ß-Carotin.




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 10.07.2013, 13:52

Zitat:
Zitat von mausefusses Beitrag anzeigen
Mich wundert das er heutzutage so tut als würde Wiese von Januar bis Dezember wachsen.
Da ist sein Buch ja geradezu realistisch weil in dem Buch noch davon ausgegangen wird das Wiese im Winter nicht wächst, was ja auch richtig ist.
Das sehe ich auch so. Ich kann zwar relativ lange Wiese füttern seit ich komplette Aussenhaltung haben, hatte aber vorher bei Innenhaltung im Winter auch keinerlei Wiese von Oktober bis März/April zur Verfügung und das hat trotzdem wunderbar funktioniert, so wie ich meine Kaninchen die ganzen Wintermonate gefüttert habe.

Zitat:
Zitat von mausefusses Beitrag anzeigen
Dafür hat er keinen Plan weil er meint das man dann gar keine Kaninchen halten soll!
Stimmt, hatte ich vergessen. Das finde auch nicht ganz in Ordnung.

Zitat:
Zitat von mausefusses Beitrag anzeigen
In seinem Buch auf Seite 66 siehst Du das er Selleriegrün nimmt, außerdem Möhrengrün, Basilikum, Fechel, Feldsalat, Kohlrabiblätter.....eben ein große Auswahl zur freien Verfügung!
Das konnte ich nicht wissen aufgrund deines Beitrages, dass er damit das GemüseGRÜN gemeint hat, mich hat es schon gewundert, denn überall schreibt er von GemüseGRÜN. Hättest du evtl. dazuschreiben können, dann wäre es zu keinem Missverständnis gekommen. Denn Lupine hat das sicherlich auch nicht gewusst.




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 14:19

Zitat:
Hättest du evtl. dazuschreiben können, dann wäre es zu keinem Missverständnis gekommen.
Nee, hätte ich nicht da ich ihn ja zitiert habe:-)
Außerdem waren das doch auch nur Beispiele, er führt ja im Buch diverse Gemüsesorten auf....




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 14:21

Zitat:
Ich kann zwar relativ lange Wiese füttern seit ich komplette Aussenhaltung haben, hatte aber vorher bei Innenhaltung im Winter auch keinerlei Wiese von Oktober bis März/April zur Verfügung und das hat trotzdem wunderbar funktioniert, so wie ich meine Kaninchen die ganzen Wintermonate gefüttert habe.

Bleiben wir mal realistisch: Meine Tiere laufen zwar auch im Winter auf der hauseigenen Wiese, das ist aber ja nun nicht mit dem Vergleichbar war das jetzt draußen wächst, vor allem eben auch außerhalb des Gartens.....
Was im Winter im garten zu haben ist mag ich nicht als Wiese bezeichnen sondern eher als gefrorene Gras- Kleereste.....




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 10.07.2013, 14:26

Zitat:
Zitat von mausefusses Beitrag anzeigen
Was im Winter im garten zu haben ist mag ich nicht als Wiese bezeichnen sondern eher als gefrorene Gras- Kleereste.....
Hast Recht, Wiese ist das bei mir auch nicht, aber die Kaninchen fressen das, was der Garten noch bietet trotzdem lieber als das angebotene Gemüse, das habe ich die letzten beiden Winter festgestellt seit meine Kaninchen komplett draussen leben.




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Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 14:27

Zitat:
Der Zahnabrieb im allgemeinen wird nicht durch weiches Futter herbeigerufen. Demzufolge lässt sich hierbei auch für mich erklären, warum Kaninchen auch mit Trockenfutter oft keine Zahnprobleme haben.
Was meinst Du mit weichem Futter?
Das Wiese die Zähne ganz hervorragend abreibt zeigen uns die Wildkaninchen.

Das Trockenfutter durch teilweise zu harte Bestandteile den Kaudruck unregelmäßig verteilt und somit apicale Granulome begünstigt ist auch bekannt.
Bei handelsüblichem Kuntibunti kommt außerdem hinzu das es stark sättigt, die Tiere also vom Volumen her nicht futtern und sich die Zähne deswegen nicht ausreichend abnutzen.

Zahnprobleme im Alter resultieren auch einfach daher das der Knochen arthrophiert, wie auch beim Menschen. Bei so schnell wachsenden Zähne wie beim Kaninchen braucht es nicht 5 Jahre falsches Futter um Schäden davonzutragen , da reicht 1 Jahr locker aus.




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Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 14:28

Zitat:
Zitat von Benny Beitrag anzeigen
Hast Recht, Wiese ist das bei mir auch nicht, aber die Kaninchen fressen das, was der Garten noch bietet trotzdem lieber als das angebotene Gemüse, das habe ich die letzten beiden Winter festgestellt seit meine Kaninchen komplett draussen leben.
Naja, wenn die 2 von morgens bis abends in dem abgesperrten 30qm?? Bereich sind dann ist der aber ja auch relativ schnell abgegrast und da im Winter ja nix nachwächst ist es dann ja auch alle.....




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Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 14:32

Zitat:
In der Praxis jedoch hat Benny aus Ihrer Erfahrung heraus feststellen müssen, dass es so ist.

Benny hat aber keine persönliche Erfahrung sondern nimmt sich diese aus Krankheitsbords von Foren.
Natürlich gibt es volle Krankheitsboards in Foren weil ja keiner einen Thread dort eröffnet ala "Meine Kaninchen sind gesund", macht ja keinen Sinn. Im Krankheitsboard tümmeln sich die Krankheiten und ich kann nicht feststellen das sich da groß was verändert hat, außer das heutzutage jegliche Unpäßlichkeit mit EC begründet wird wenn einem sonst nix einfällt.

Zur Fütterung hat sich geändert das heutzutage viel mehr Menschen Wiese sammeln als noch vor 3 Jahren und auch das Getreide ist wieder im Rennen......




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 10.07.2013, 14:33

Zitat:
Zitat von mausefusses Beitrag anzeigen
Naja, wenn die 2 von morgens bis abends in dem abgesperrten 30qm?? Bereich sind dann ist der aber ja auch relativ schnell abgegrast und da im Winter ja nix nachwächst ist es dann ja auch alle.....
Stimmt, irgendwann ist da nichts mehr, das noch abgefressen werden kann, das wird aber nicht nur bei mir der Fall sein, sondern bei vielen anderen auch.




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Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 14:56

Zitat:
Zitat von Benny Beitrag anzeigen
Stimmt, irgendwann ist da nichts mehr, das noch abgefressen werden kann, das wird aber nicht nur bei mir der Fall sein, sondern bei vielen anderen auch.
Ja, eben drum.
Deswegen finde ich es ja so albern wenn manch einer so tut als würde man ganzjährig Wiese füttern können:-)




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 10.07.2013, 15:04

Zitat:
Zitat von mausefusses Beitrag anzeigen
...., außer das heutzutage jegliche Unpäßlichkeit mit EC begründet wird wenn einem sonst nix einfällt.
Wie wahr, wie wahr.......




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 10.07.2013, 15:19

Danke dir mausefusses, so macht die Gewichtsangabe Sinn. Bei 2-Kilo-Teddys wäre das dann ca. 10 Gramm pro Kilo Körpergewicht pro Tag um eine sehr grobe Umrechnungsmöglichkeit zu erhalten - ich vermute bei erwachsenen Tieren. Jungtiere können einen durchaus höheren Bedarf haben, davon gehe ich aus. Sowohl was einige Mineralstoffe betrifft als auch was die Energie betrifft.

Diejenigen, die Strukturfutter füttern: könntet ihr vielleicht einmal 10 Gramm davon abmessen, damit man eine Vorstellung davon bekommt, wie groß die Menge pro Kilo Körpergewicht pro Tag wäre? Denn 10 Gramm hört sich ehrlich gesagt eher nach "für den hohlen Backenzahn" an als nach satt werden, ich habe aber selbst naturgemäß keine Möglichkeit (mehr) das zu überprüfen.

Was das Vitamin A betrifft, halte ich mich mangels besserer Kenntnisse erst einmal an Wikipedia. Das könnte für die weitere Diskussion sehr interessant sein wenn es stimmt:

Retinol, also "fertiges" Vitamin A, ist vor allem in der Leber bestimmter Meeresfische und einiger Säugetiere enthalten. In pflanzlicher Nahrung dagegen ist Betacarotin enthalten, die Vorstufe des Vitamin A.

Vitamin A gehört zu den fettlöslichen, nicht zu den wasserlöslichen Vitaminen, und kann deshalb nicht einfach über die Nieren ausgeschieden werden.

Fertiges Vitamin A reichert sich deshalb im Körper an.

Retinol, also Vitamin A, kann demnach überdosiert werden. Die Nebenwirkungen unterscheiden sich je nach akuter oder chronischer Überdosierung und umfassen Dinge wie Kopf-, Knochen- und Gelenkschmerzen, trockene Haut, Störungen des Kalziumstoffwechsels bis hin zu Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Appetitlosigkeit, Muskelkoordinationsstörungen, Lethargie... in Einzelfällen bei extremer akuter Überdosierung sind auch intrakranielle Drucksteigerungen (Hirndruck steigt an, vereinfacht gesagt) mit Todesfolge bekannt. Während der Schwangerschaft kommt es bei Überdosierung zu Missbildungen am Fötus.

Sehr interessant: Man kann zwar Vitamin A überdosieren, NICHT aber die Vorstufe Betacarotin! Denn der Körper hat einen Mechanismus, der die Umwandlung von Betacarotin in Vitamin A bedarfsgerecht steuert.

Nachzulesen ist das auf Wikipedia unter dem Stichwort Hypervitaminose.

Ich verstehe es nicht:

Warum wird "fertiges" Vitamin A einem Futter für Pflanzenfresser zugesetzt, wenn es doch in deren natürlichem Futter gar nicht vorkommt, und außerdem überdosierbar ist und wenn es außerdem noch eine recht leicht verfügbare und vor allem ungefährliche Alternative gibt?




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 10.07.2013, 15:21

Übrigens: natürlich wusste ich nicht, dass im Buch das Selleriegrün gemeint war. Konnte ich auch nicht, da ich das Buch nicht besitze. Allerdings macht es weit mehr Sinn, dass hier nicht die Knolle, sondern das Grün gemeint ist, wenn man sich die gesamte Ernährungsstruktur anschaut die der Autor bevorzugt. Deshalb war ich recht sicher, mit dieser Interpretation ins Schwarze getroffen zu haben.




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 15:22

@Lupine
1 Eßlöffel Nösenberger sind ca. 6 Gramm!

Zitat:
Warum wird "fertiges" Vitamin A einem Futter für Pflanzenfresser zugesetzt, wenn es doch in deren natürlichem Futter gar nicht vorkommt, und außerdem überdosierbar ist und wenn es außerdem noch eine recht leicht verfügbare und vor allem ungefährliche Alternative gibt?
Das ist mir auch weiterhin ein Rätsel.




Geändert von mausefusses (10.07.2013 um 15:29 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 15:23

Ich werde eure - hm - Diskussion später abtrennen und in den Ernährungsbereich verschieben. Wie soll das Kind denn da heißen?




Benny
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 10.07.2013, 15:26

Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Diejenigen, die Strukturfutter füttern: könntet ihr vielleicht einmal 10 Gramm davon abmessen, damit man eine Vorstellung davon bekommt, wie groß die Menge pro Kilo Körpergewicht pro Tag wäre? Denn 10 Gramm hört sich ehrlich gesagt eher nach "für den hohlen Backenzahn" an als nach satt werden, ich habe aber selbst naturgemäß keine Möglichkeit (mehr) das zu überprüfen.
Ich habe das mal irgendwann gewogen und dabei ist herausgekommen, dass beim "schweren" (aufgrund des Getreides) Nösenberger 1 EL unter 10g sind. Beim JR Farm wäre das sicherlich 2-3x soviel, da es keine so schweren Bestandteile enthält.




Benutzerbild von mausefusses
Kaninchen
 
Registriert seit: 11.08.2010
Beiträge: 4.990
mausefusses befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.07.2013, 15:27

Zitat:
Retinol, also Vitamin A, kann demnach überdosiert werden. Die Nebenwirkungen unterscheiden sich je nach akuter oder chronischer Überdosierung und umfassen Dinge wie Kopf-, Knochen- und Gelenkschmerzen, trockene Haut, Störungen des Kalziumstoffwechsels bis hin zu Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Appetitlosigkeit, Muskelkoordinationsstörungen, Lethargie..
Interessant! Meine Tiere hatten richtig griesigen Urin in der Nösenberger Testphase, nach Absetzen war es sofort wieder ok und der Urin ganz normal milchig- trüb und ohne Grieß.



 
 
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