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AW: gebe ich meinen ninchen zu wenig futter ??Zitat:
Mal als Beispiel möchte ich die Fütterung von einem Kaninchenhalter aus einer deutschen Großstadt (Innenstadt München) aufzeigen: - Am Wochenende wird der Englische Garten besucht und eine riesige Portion Wiesen-Kräuter geerntet - Mittwochs wird in einem kleineren Park oder anderen Stellen Wiesengrün gepflückt - Wenn sich die Möglichkeit bietet (Bekanntenbesuche etc.) wird ebenfall etwas gepflückt - Das Wiesengrün wird anschließend auf die Tage aufgeteilt (Also das Grün vom Englischen Garten auf Sonntag, Montag, Dienstag, das Grün vom Park auf Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag) etc. und im Gemüsefach in einem Papier eingeschlagen aufbewahrt (Zeitungspapier oder Küchenrolle, Handtuch). Ebenfalls möglich sind Keller, kühle Räume etc. - Täglich wird diese Portion den Kaninchen angeboten - Zusätzlich wird blattreiches Gemüse eingekauft und täglich angeboten Zitat:
. So ist es ja nicht. Und ich habe es auch jahrelang so gemacht. Hier mal ein paar Hintergrundinformationen: - Jeden Monat der Lagerung verliert das Heu 6-8% seiner Nähr- und Wirkstoffe (Quelle: Lackenbauer Willi, Kaninchenfütterung) - Bei der Heugewinnung gehen durch das Abbröckeln der Blätter 50% der Nährstoffe verloren (Quelle: Lackenbauer Willi, Kaninchenfütterung) - Beta Carotin-Gehalt pro kg Trockenmasse im Vergleich: Weidegras 250mg Heu 20mg (Quelle: Vitamine in der Tierernährung, Arbeitsgemeinschaft für Wirkstoffe in der Tierernährung) - "[...]Die verbreitetste ist die Bodentrocknung. Die Nährstoffverluste an Eiweiß und Energie liegen hier zwischen 30 und 50 % im Vergleich zum frischen Grünfutter. Sie kommen zu Stande durch Bröckelverluste, leider vor allem bei den Kräutern, und durch die Auswaschung löslicher Nährstoffe bei Regen." (Quelle: nochmal Lackenbauer) - usw. (Bitte erspare mir jetzt jedes Vitamin auseinander zu nehmen, das Datensuchen ist immer etwas aufwändig. Aber wenn du drauf bestehst, machen wir das… Irgendwo müsste ich sowieso noch die Daten von meinen eigenen Recherchen haben…) Daher meine „Meinung“, dass Heu minderwertiger als frische Wiese ist .Zitat:
. Während man sich in Fachkreisen noch streitet wie genau dieses Verhältnis sein soll (im Moment hat man sich auf den Spielraum 1,2-1,4:1 (Kalzium /Phosphor) geeinigt), wissen unsere Kaninchen von alleine wie es am besten passt . Das größte Problem bezüglich Kalzium ist im Moment sowieso nicht dessen Verhältnis zu Phosphor sondern der geringe Wassergehalt der Nahrung und der extrem hohe Kalziumgehalt in den wasserarmen Futtermitteln. Heu ist extrem kalziumreich und wasserarm, Trockenfutter ist extrem kalziumreich und wasserarm usw.Gemüse ist hingegen kalziumarm und wasserreich. Kräuter sind kalziumreich und Wasserreich (wiegt sich gut auf). Zitat:
und bietet das Futter entsprechend so an, dass nur minimale Reste entstehen… Wenn man einmal am Tag das Futter durchschaut (was wohl jeder Halter mindestens tut) wird auch nichts schlecht, so schnell verderbliches Futter gibt es nicht. Zitat:
Warum lehnst du eine Ernährung ab, nur weil sie nicht hundert 100ig ieal ist sondern nur 90%ig und wendest dich einer Ernährung zu, die nur 50%ig ideal ist? Zitat:
Das Kaninchen bedarfsgerecht selektieren können steht außer Frage, das beweisen nicht nur hunderte von Kaninchen zur jetzigen Sekunde, sondern es ist auch durch wissenschaftliche Arbeiten belegt. Mit der Bequemlichkeit ist es immer so eine Sache. Die meisten Leute finden es an bequemsten einmal oder zweimal im Jahr eine größere Menge Trockenfutter zu kaufen und die hält dann ein halbes Jahr. Bequemlichkeit ist eigentlich kein Argument, vor allem ist eine Ad-libitum-Ernährung überhaupt nicht aufwändig, im Gegenteil, man muss so wenig Denkleistungen vollbringen. Man muss nur 2x in der Woche Gemüse einkaufen (alles was der Laden hergibt) und zweimal oder dreimal die Woche auf eine Wiese gehen und den Eimer vollpflücken. Fertig. Dafür hat man dann viel weniger Arbeit wenn man füttert: Klappe auf, alles rein was ausgegangen ist, Klappe zu. Früher habe ich ewig hingefriemelt bis ich eine gute Portion zusammen hatte (Oh jetzt ist zu viel Kohl drinnen. - Nein, das ist zu einseitig – Oh vielleicht brauch ich noch von dem ein wenig – es sollten ja optimal… - usw.). Probier die Ad-libitum-Ernährung doch einfach aus, dann wirst du merken wie einfach sie ist . Ansonsten bietet sich eine gute rationierte Fütterung mit vielfältigen, durchdachten Angebot an Futtermitteln an. Ach ja zum Heu noch: Das habe ich auf meiner HP noch nicht eingebaut (die Thematik kommt noch). Heu besteht zu 90-100% aus Gräsern. Bei den Gräsern gibt es aber leider ein sehr ernst zu nehmendes Problem… Man zwingt somit die Kaninchen diese Gräser zu fressen obwohl sie a) keine Grasfresser sondern Kräuterfresser sind und b) diese Gräser zum Großteil giftig sind. Daher würde ich empfehlen auch bei rationierter Fütterung immer mindestens eine Gemüseart anzubieten damit die Kaninchen dem Heu ausweichen können.
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AW: gebe ich meinen ninchen zu wenig futter ??Zitat:
Und damit ist dein Vorschlag für mich nicht 90%ig ideal, nicht einmal 50%ig, sondern - sorry - völlig indiskutabel, ich ess auch nichts verdorbenes freiwillig! Und ich ziehe eine vielleicht 50%ig ideale Fütterung einer indiskutablen weil gefährlichen immer vor. Entweder JEDEN TAG FRISCH (kann ich zeitlich nicht, muss dafür weit mit dem Auto fahren und außerdem aufpassen dass ich nicht beim Sammeln im Naturschutzgebiet Ärger bekomme, weil verboten! aber der einzige Ort wo man noch unbelastetes Futter bekommen würde ohne Hundepipi, Autoabgase etc.), oder ich lass die Finger davon. Früher, vor dem Krieg, wurde das gemacht, da wurde grünes Futter frisch angeboten. Da wurden die Kinder jeden Tag, teilweise sogar zweimal, einmal vor der Schule noch und einmal abends, zum Gras- und Löwenzahnsammeln losgeschickt - eine sehr einseitige Ernährung übrigens, keine Ad-Libitum-Ernährung, bei weitem nicht. Ich weiß das genau, weil meine Schwiegermutter zu diesen Kindern zählte, und ich auch sehr viel Kontakt zu älteren Menschen habe die mir das ebenfalls so geschildert haben. Von einer Ad-Libitum-Ernährung kann keine Rede sein in diesen Zeiten, es wurde nur das gefüttert was schnell und einfach erreichbar war (nämlich Gras, Löwenzahn) und sonst nichts an Kräutern. Da hätte sich niemand die Mühe gemacht stundenlang herumzusuchen was die Nins fressen dürfen und was nicht. Gras und Löwenzahn, das vertragen sie, also bekommen sie das, basta. Schließlich wurden sie ja für den Teller gezüchtet.Wenn mal ne Möhre übrig war, bekamen sie auch die, oder Fallobst. Und wenn sie nicht gesund waren - Petersilie. Sonst haben die nie ein Kräutlein gesehen, jedenfalls nicht hier in unserer Gegend. Wie kommst du eigentlich auf die pauschale Aussage, Gräser seien giftig für Kaninchen? ![]()
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AW: gebe ich meinen ninchen zu wenig futter ??Könnt ihr Disskussionsfanatiker mal wieder auf den Boden der Tatsachen kommen?? Sicherlich könnte man sich noch drum kloppen ob jetzt 96% perfekt besser ist als 95.5%, aber MEINE GÜTE, die Ausgangsfrage war doch nur ob die Ninchen zu wenig Futter bekommen! Also wie wär's damit: regelmäßige Gewichtskontrolle! Manche Kaninchen stopfen sich halt rastlos alles rein was nicht bei drei auf dem Baum ist (so eins hatten wir auch) und manche mümmeln in aller Gemütsruhe hin und wieder mal nen Haps Karotte (hatten wir zwei davon). Und dann noch die ganz unauffälligen, bei denen man überhaupt keinen bösen Gedanken hat. Punktum. Sosindsehalt.
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AW: gebe ich meinen ninchen zu wenig futter ??Immerhin hat Kaninchen2000 ja (zusätzlich zur Mengenfrage) nachgefragt was sie sonst noch füttern könnte, außer dem was ihre Kaninchen jetzt bereits bekommen, erst so kam ja die Ad-Libitum-Ernährung erst ins Spiel. Aber wir hätten für diese Diskussion wohl einen neuen Thread aufmachen sollen, das ist schon richtig, hierfür ist das zu umfangreich. Vielleicht kann man den Thread ja teilen? Dann kann ich mich in Ruhe mit Saloiv "weiterkloppen" ohne dass es den Thread hier verstopft? Liebe Mods, könnt ihr da helfen?
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AW: gebe ich meinen ninchen zu wenig futter ??Zitat:
. Wenn man Gras (200 mg Vitamin E) zu Silage verarbeitet verliert es z.B. so viel an Vitamin E: Gras: 200mg Vitamin E Silage 60mg Vitamin E Wird es zu Heu verarbeitet sieht es so aus: 30mg Vitamin E Der Trocknungsprozess ist somit viel schädlicher als ein Gärungsprozess oder ein "alt werden". Bei einer Lagerung im Kühlschrank (so wie empfohlen) hält sich Wiesengrün gute 2-3 Tage, ohne Schimmel oder andere Sachen (Gärungsprozesse). Klar wenn ich wiese pflücke besteht die Gefahr, dass ein Hund genau an die Stelle gemacht hat, dass ich mir Grasmilben einfange, dass ich mir die Kleidung schmutzig mache oder Myxomatose von Wildkaninchen einfange (diese Argumente kenne ich schon alle zur Genüge). Fütter ich Heu so bestehen folgende Gefahren: - Grasmilben - Unreinheiten (es gab sogar schon tote Mäuse im Heu -> siehe Kaninchenforen) - Giftige Pflanzen die im Heu nicht mehr erkannt werden können (durch den Trocknungsprozess fällt den Kaninchen das Selektieren schwer. z.B. Jakobskreuzkraut (das sie frisch niemals anrühren würden) wird ohne Probleme mitgefressen. - usw. Fütter ich Grünfutter aus dem Laden (Gemüse, Obst usw.) bestehen folgende Gefahren: - Starke Pestizidbelastung (durch Bio-Gemüse etwas abschwächbar) - Bestrahlung mit Röntgenstrahlung (wird bei ausländischen Früchten/Gemüse flächendekend praktiziert weil es dann nicht altert) - Verseuchung mit Rattenkot usw. (bekannt geworden durch Importwahre die mit Schiffen transportiert werden) - Spuren von Giften - Keine Vitamine mehr durch zu lange Lagerung - usw. Da fällt mir noch viel mehr ein. Was lernen wir daraus? Man muss immer ein Risiko eingehen wenn man Kaninchen füttert. Das einzige was klinisch rein ist, das ist hoch erhitztes Trockenfutter. Also wer auf Nr. Sicher gehen möchte... Allerdings ist trockenfutter genauso schädlich wie eine zu trockene Ernährung und führt zu üblen Folgen... Daher plädiere ich dafür die Risiken möglichst gering zu halten und trotzdem artgerecht zu füttern.Zitat:
Wiesenkräuter sind das einzige, was auch ein "Alleinfuttermittel" darstellt, es ist das Ideal schlecht hin, das beste Futtermittel überhaupt. Wie damals gefüttert wurde lässt sich anhand der damaligen Literatur sehr gut nachvollziehen. Zitat:
. Nicht alle Gräser sind giftig. Ich gebe dir mal etwas zur Einführung... ![]() [url]http://www.reiterrevue.de/r30/vc_content/bilder/firma442/Gesundheit/068_071_gesundheit-leseproberri.pdf[/url] Wenn du Interesse hast nenne ich dir noch entsprechende Literatur zum Thema .Zitat:
. Meine Gedanken und Empfehlungen richten sich alle nach meinem Wissen, das ich über Jahre zusammen getragen und überprüft habe. Und es ist durch wissenschaftliche Erkenntnisse (sofern sich diese nicht ändern) eigentlich gefestigt. Allerdings zwinge ich keinen seine Kaninchen genauso zu füttern und es ist mir auch nicht mein Anliegen 500 Jahre zu diskutieren wenn jemand an dieser Fütterungsform Zweifel hat . Wenn Unklarheiten da sind erkläre ich gerne meine Quellen und Schlussfolgerungen und habe in diese Richtung immer ein offenen Ohr. Aber wie gesagt, wenn jemand unbedingt anders füttern möchte, soll er das gerne tun. Ich verurteile weder Menschen die ihre Kaninchen mit Trockenfutter ernähre noch welche die andere Fütterungspraktiken beführworten und ich habe auch kein Interesse zu "bekehren". Mein Interesse beschränkt sich eher darauf zu informieren. Für diejenigen die in diese Richtung Informationen suchen und da ihre Interesse haben.Ein Halter der nicht einsieht Gemüse statt Trockenfutter zu füttern und mit Aussagen wie "da muss ich ja 2x die Woche einkaufen" oder "da könnten sie sich mit Pestiziden verseuchen" ankommt, den informiere ich garnicht erst weiter. Wenn er das so meint, dann soll er so füttern. Interesse zu informieren habe ich bei Leuten die wirkliches Interesse zeigen ("warum ist das so und so? Das verstehe ich nicht. Wies ist es mit dem und dem Futtermittel?" usw.). Und auch wenn es manchmal auf Traurige Ereignisse hinausläuft wie beispielsweise bei einer Halterin, die ihr Kaninchen mit rationierten Gemüse und Heu fütterte und mein Angebot zur Information nicht annahm, weil sie es kompliziert und teuer fand so viel Gemüse zu kaufen. Ihr Kaninchen habe ich im Alter von fünf Jahren bei einem Nierenversagen begleitet, das durch die wasserarme Kost ausgelöst wurde. Soetwas ist immer sehr trautig und nimmt mich auch sehr mit aber trotzdem halte ich meinen Grundsatz: Informationen anbieten wenn die Nachfrage besteht aber nicht Informationen "reindrücken" wenn kein Interesse besteht. Eine Frage habe ich aber noch. Du schriebst oben, dass Kaninchen nicht in der Lage sind sich ihr Futter einzuteilen (Ad-libitum-Ernährung) und entsprechend auszuwählen. Irgendwo anders (wenn ich mich recht erinnere) lass ich von dir, dass es ideal wäre Kaninchen auf einer groen Wiese zu halten. Hast du nicht Angst, dass die Kaninchen hier falsch auswählen? Warum sollten sie bei einer Ad-libitum-Ernährung nicht in der Lage dazu sein, auf einer Wiese aber schon?
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AW: Ad libtum- DiskussionAlso euer ständiger Meinungsaustausch und die extrem verschiedenen Ansichten sind echt total interessant . Das zu lesen ist besser als Fernseh gucken. Ich war eigentlich schon immer der Meinung, dass es am sinnvollsten ist Tiere, egal welche so zu ernähren, wie es auch mit den wilden Verwandten in der Natur üblich ist. Ich gehöre selber auch nicht zu denen, die sagen, dass unsere domestizierten Tiere nichts mehr mit ihren wilden Verwandten zu tun haben, sondern bin der Meinung, dass trotz ständiger Zucht Kaninchen ihren wilden Artgenossen immer noch sehr ähneln. Und ehrlich gesagt, habe ich mir noch nie die Mühe gemacht, das Frischfutter meine Ninchen abzuwiegen und genau zu kontrollieren wie viel Gram wovon ich füttern muss. Ich finde das ehrlich gesagt ein wenig übertrieben, aber das kann ja jeder halten wie er möchte. Manch eine wird mich wahrscheinlich für fahrlässig halten, wenn ich schonmal auf die Idee komme meinen Ninchen gleichzeitig mehrere verschiedene Kohlsorten aufeinmal anzubieten. Ich zwinge meine Ninchen aber nicht dazu alles aufzufressen wenn sie eine Gemüsesorte vollständig liegen lassen hole ich sie eben am anderen Tag raus und füttere was anderes. Trotzdem glaube ich auch, dass man es nicht mehr bei jedem Tier und auch nicht mehr bei allen Tierarten so sehen kann. Dafür hat der Mensch zu stark in die Natur und Lebensräume der Tiere eingegriffen. Und wahrscheinlich wird es auch unter Kaninchen Fälle geben, die ihr Futter nicht mehr wie normal selber einteilen sonder immer weiter fressen. Solche Ausnahmen wird es wohl bei jeder Tierart geben. Im Allgemeinen tendiere ich aber eher dazu die Meinung von saloiv zu teilen, da meine Kaninchen ebenfalls Wiesengrün, Wildblumen und Kräuter vor ziehen und dafür jegliches Gemüse, Obst und Heu liegen lassen. Wie viele Vitamine Heu und wie viele Grün hat, damit habe ich mich noch gar nicht wirklich beschäftigt. Meines Wissens nach hat Gras und Wildwuchs allgemein sehr wenig Vitamin, Mineralien und Kaninchen aus dem Grunde ein wesentlich größere Menge an Futter zu sich nehmen müssen. Was ich von Heu halten soll, weiß ich auch nicht so genau. Wirklich gutes Heu hatte ich bis jetzt noch nie, ich habe Heu aus dem Zoogeschäft, Bioheu, Heu vom Bauern, selbstgeschnittenes und nun auch noch selbstgemachtes Heu von einer Freundin ausprobiert. Meine Kaninchen haben nicht eins wirklich gefressen und in dem Heu vom Bauern hatte ich tatsächlich tote Mäuse, Stacheldraht, Plastik, Textilien mit drin. Im Geschäft das war so nah am Boden geschnitten, dass ganze Erdklumpen mit dabei waren. Zudem wachsen hier Unmengen von Jakobskreuzkraut auf den Wiesen und wenn die Bauern nicht gerade mit chemischen Mittel dagegen angehen, landet es im Heu. Ist das dann wirklich noch gesund? Das Grün, welches am zweiten Tag etwas welk ist schädlich sein soll glaube ich auch nicht. Ich fütter meinen Ninchen wenn ich keine Zeit habe frisches Grün zu holen auch schonmal das etwas plattere vom Vortag und dass seit vier Jahren. Bis jetzt hatten meine Ninchen noch nie irgendwelche Verdauungsprobleme, Durchfall, Mangelerscheinungen oder sonstige Futterbedingte Krankheiten. Man füttert meistens Disteln und Brennnesseln doch auch leicht angwelkt, dass wäre dann doch das selbe wie welkes Grün oder? Außerdem wenn man Wiese zum trocknen schneidet welkt diese doch erst bevor sie eintrocknet. Heu wäre dann in dem Sinne doch auch welk. Ihr könnt gerne noch etwas weiter diskutieren, dass ich echt sehr interessant und lehrreich. ![]()
__________________ Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Regierung der Gärtner. (Oskar Kokoschka)
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AW: Ad libtum- DiskussionAlso ehrlich - NUR Gras und Löwenzahn finde ich dann, über Wochen bzw. Monate hinweg schon arg einseitig. Keine Kräuter sonst, wirklich nur diese beiden Futtermittel, alles andere wäre viel zu mühsam gewesen. Damals waren Kaninchen keine Liebhaber- sondern Nutztiere, und entsprechend hat man keine Rücksicht auf Bedürfnisse genommen. So war es eben früher, vor dem Krieg. Eines auf dem Kaninchenspeiseplan habe ich da allerdings vergessen: gekochte Kartoffeln, die Viechers sollten ja fett werden. Wegen der Belege zum Vitaminverlust muss ich erst nachschauen, da ich leider keinen Kopf wie ein Lexikon habe, das kann etwas dauern bis ich das wiedergefunden habe. Was den Gärungsprozess betrifft: Der ist viel schädlicher als der Trocknungsprozess. Ich war vorletzte Woche mit meinem Zahnnin Leo zur Kontrolle, die üblichen 5 Monate waren herum und ich wollte nachsehen lassen wie die Zähne aussehen, und ob ich die jetztige "heiße Phase" im Job noch abwarten kann oder vorher korrigieren lassen muss. Ich mache das ungern, wenn ich nicht die ganze Zeit ein Auge auf ihn haben kann nach der Korrektur. Die TÄ schaute als allererstes meinem Leo auf den Po und seufzte erleichtert: "Endlich mal einer ohne Durchfall! Wie füttern sie?" Ich beschrieb ihr meine Fütterung und dass ich mit verderbendem Futter extrem vorsichtig bin (Grünes von der Wiese darf bei mir bei Wärme maximal 6 Stunden im Gehege liegen, bei den extrem heißen Temperaturen der letzten Zeit nur 2 Stunden) und bekam von ihr folgendes Statement: "In den letzten Wochen haben wir jede Woche mehrere Durchfallnins gehabt, mit zum Teil schwersten Durchfällen. Keines dieser Nins bekam getreidehaltiges TroFu und keines hatte Kokzidien oder Hefen die für den Durchfall verantwortlich gemacht werden konnten. Wir konnten uns das nicht erklären, erst die eingehende Befragung der Halter nach den Fütterungsgewohnheiten brachte Aufschluss: alle hatten sehr viel Grünfutter gefüttert, alle hatten das Grünfutter selbst gesucht und auch sorgfältig auf ungenießbares untersucht, keine Futterumstellung in der letzten Zeit vor dem Durchfall. ABER - ALLE hatten Grünfutter auf Vorrat für mehrere Tage gepflückt, es war matschig bzw. angewelkt gewesen!" Ganz ehrlich, da füttere ich lieber das "böse", "schädliche" Heu, als meine Nins mit angewelktem Grün zu füttern. Grundsätzlich halte ich es so, dass meine Nins nichts vorgesetzt bekommen was nicht in einem Zustand ist in dem ich es auch essen würde. Disteln und Brennesseln soll man vor dem Füttern leicht anwelken lassen - allerdings spricht man hier von Zeiträumen von ca. 20 - 30 Minuten, nicht von mehreren Tagen Das Heu wird dadurch, dass es schnell getrocknet wird statt zu versuchen es frisch zu halten, viel weniger zum schimmeln neigen, aber Heu machen ist nichts für ungeübte, sonst kann man damit genauso viel Schaden anrichten wie mit verdorbenem Grünfutter. Da muss der Erntezeitpunkt, die Schnitthöhe und das Wetter optimal sein um ein gutes Heu zu erhalten. Gute Heubauern werden auch grundsätzlich ihre Wiesen in regelmäßigem Abstand auf Giftpflanzen kontrollieren, und ein Bauer in dessen Heu sich Gegenstände befinden hat schlicht und einfach jegliche Berufsehre verfehlt. Warum ich eine große Wiese mit entsprechender Artenvielfalt anders bewerte als die selektive Ad-Libitum-Ernährung? Weil das eine deutlich artgerechtere Art der Fütterung ist - zum einen absolut frisch (erst dann "gepflückt" wenn es vom Nin verspeist wird, und damit keinerlei Gefahr von Gärungsprozessen), zum anderen keine großen Mengen vorselektierter Pflanzen, sondern der mittelbare Zwang sich abwechslungsreich zu ernähren, denn wenn etwas abgefressen ist muss das Nin warten bis es nachgewachsen ist. Das Abwiegen von Frischfutter scheint erfahrenen Haltern schlicht überflüssig oder gar überzogen. Aber für einen Anfänger ist es sehr hilfreich, um das richtige Maß insbesondere bei energiereichen Futtermitteln zu finden.
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AW: Ad libtum- DiskussionWer schreibt denn hier, dass man verwelktes, angegammeltes oder altes Futter füttern soll? Ich nicht. ![]() Wiesengrün, dass im Gemüsefach 2-3 Tage gelagert wird verhält sich auch nicht anders wie Salat, Blattspinat und all die anderen Blattgemüse bei gleicher Lagerung. Es bleibt frisch und knackig. Hast du das selber mal ausprobiert? Würde ich dir empfehlen, es ist sehr problemlos machbar. Die Geschichte von deiner Tierärztin glaube ich dir ehrlich gesagt nicht ganz, da bin ich ehrlich. Wenn keine abrupte Futterumstellung statt fand: Wie kommt es dann zum Durchfall? Wenn man Wiesenkräuter langsam anfüttert sind sie problemlos. Mehr Probleme hat man übrigens wenn man Gemüse anfüttert. Es gibt Kaninchen, die durch jahrelange Trockenfutterfütterung Schäden an den Verdauungsorganen vorweisen. Diese vertragen Kräuter, Blätter, Blattgemüse, Wiesenkräuter aller Arten aber interessanterweise kein Gemüse. Kein Fenchel, keine Karotten usw. Bei extrem empfindlichen und geschädigten Kaninchen fütter ich nicht mit Gemüse an: Nein, ich fütter mit Wiesenpflanzen an und das klappt ohne irgendwelche Probleme während man bei Gemüse schnell eine Durchfallneigung erkennt. Ich habe dieses Jahr gut 100 Kaninchen eigenhändig mit Wiesengrün angefüttert, die meisten gleichzeitig mit einer Umstellung zur Trockenfutter-freien-Ernährung, einen Teil mit weiter Trockenfutterfütterung. Was hatte ich bisher für Probleme? Kein einziges, außer einen Durchfall bei einem Kaninchen, dass jahre lang mit Trockenfutter unf Heu ernährt wurde weil es kein Frischfutter vertragen sollte. Dort habe ich das Trockenfutter abgesetzt und langsam von Heu auf Wiesengrün umgestellt. Es vertrug Wiesenpflanzen ad libitum. Die Besitzerin wollte allerdings Gemüse füttern (anschließend) und es bekam Durchfall. Das Gemüse wurde wieder weg gelassen und seit dem ist es wieder durchfallfrei. Bei mir gibt es keine Verdauungsprobleme, außer Tiere kommen bereits damit zu mir. Ansonsten kenne ich Verdauungsprobleme nichteinmal und Hauptnahrung ist hier: Grünzeug. Wenn ein Kaninchen seine Grundnahrung (frische Wiesenkräuter) nicht mehr verträgt, sollte man sich fragen, was nicht stimmt. Es liegt sicher nicht an den frischen Wiesenkräutern, sondern meistens an der Art der Umstellung bzw. an der allgemeinen Fütterung. Die meisten Durchfälle durch Gräser und Wiesengrün treten übrigens im Frühjahr auf, da ist das Zeug an proteinhaltigsten und die Halter stellen oft abrupt um (ohne Futterumstellung). Einfach deshalb weil sie sich freuen, dass es "endlich wieder grün wird". Aber hier füttern ja einige Wiesengrün zur freien Verfügung. Wie sieht es bei euch mit Durchfall aus? Gab es je Durchfälle oder andere Verdauungsprobleme oder sind eure Kaninchen gesund? Die Art wie vor dem zweiten Weltkrieg gefüttert wurde stellst du doch recht einseitig vor. Die Leute mit denen ich gesprochen habe und die entsprechende Literatur von damals sprechen da ganz andere Pflanzen an. Meistens wurde ad libitum alles angeboten was es gab, auch Giftpflanzen. Die Tiere wählten selber aus. Geändert von saloiv (09.09.2009 um 21:43 Uhr).
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AW: Ad libtum- DiskussionIch fütter seit fast vier Jahren, also seit ich meine Ninchen habe Ad-Libitum (fast ausschließlcih Grün, da meine Ninchen von sich aus nur im Winter Obst und Gemüse fressen) und meine hatten ungelogen seit ich sie habe noch nicht einmal Durchfall oder irgendeine andere Krankheit. Dieses Jahr musste ich zum ersten mal wegen ernsteren Krankheiten /Zwerg E.c./Nim Abzess) und Verletzungen (Zwerg Beinbruch) zum TA. Meine Ninchen bekommen jeden Morgen und jeden Abend frisch geflücktes Grün auf einer Wiese ein paar Meter vom Haus entfernt. Wenn ich mal keine Zeit habe frisches zu holen sammle ich abends so viel, dass ich für den anderen Morgen noch genügend habe. Gelagert wird das Grün bei mir im sehr kalten Keller im dunkeln schön lose auf Zeitungspapier, damit es nicht nässt und gährt. Und bis jetzt hatte ich bei dieser Art der Lagerung noch nie Probleme. Unser eigenes Gemüse und Obst wird auch dort gelagert es geht problemlos.
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AW: Ad libtum- DiskussionMeine Kaninchen kamen alle (ausnahmslos) mit häftigsten, chronischen Verdauungspüroblemen zu mir. Außer die Riesen, das sind die einzigen Kaninchen, die ich eben "gesund" und jung übernommen habe. Mal ein Fall herausgegriffen: Picco Picco bekam ständig Blähungen, die Besitzerin meinte sie wäre überempfindlich und raste regelmäßig mit ihr zur Tierklinik, wegen der Blähungen. Gefüttert wurde: Heu und getreidefreies Trockenfutter, weil sie ja kaum Gemüse vertrug (und nur Heu wäre zu arg gewesen). Ab und zu gab es Kleinstmengen an Gemüse. Wie sieht es mit Picco heute aus? Sie hat am Anfang ihre chronischen Blähungen weiter gehabt, bis die Futterumstellung hundert Prozent abgeschlossen war, dann hatte sie nur einmal einen Rückfall und eine Blähung. Seit dem lebt sie bei mir blähungsfrei. Heute ernährt sie sich pur von Frischfutter (das sie davor nichteinmal in Kleinstmengen vertrug!)! Die Phasen der Umstellung: - 1. Phase: Absetzen des Trockenfutters - weiter Blähungen (sonst nur Heu gefüttert) - 2. Phase: 2 Wochen reine Heudiät - weiter Blähungen aber weniger - 3. Phase: Langsam Gemüse angefüttert (Winter) und was es sonst an Frischfutter im Winter gibt - weiter Blähungen, aber sehr selten - 4. Phase: Rationierte Fütterung mit Frischfutter - weiterhin Blähungen wie in der 3. Phase - 5. Phase Frischfutter ad libitum - einmal eine Blähung (Rückfall) ansonsten bis heute blähungsfrei. So sieht die Süße heute aus :![]() ![]() Und sie fühlt sich auch in der Wiese pudelwohl und selektiert richtig was sie braucht :![]()
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AW: Ad libtum- DiskussionDiese Diskussion ist doch sehr interessant. Vielleicht müsste man zwischen "Heu" und "Heu" unterscheiden und dabei eine Länderfrage noch dazuwerfen. Ich füttere Heu ca. 2 Tonnen Heu pro Jahr nebst einer eigens hergestellten Futtermischung (frei von Luzernen wie Alpha Alpha). Heu in Deutschland kann z.B nicht mit Heu in Österreich oder Italien verglichen werden. Wiesengras kann gut für Kaninchen sein - leider aber auch tötlich (Keime und Bakterien durch nicht abgebauten, wohl aber nciht mehr frei sichtbaren Hundekot..) Je größer die Struktur, je umfangreicher das Angebot (Obst, Gemüse, Äste, Kräuterheu..) desto gesünder ist das Kaninchen..da braucht man nicht wirklich um % streiten, das führt ja wohl zu nichts außer zu verhärteten Fronten. Samthase
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AW: Ad libtum- DiskussionDas man zwischen "Heu" und "Heu" unterscheiden muss, dass meine ich auch. Und du brauchst noch nicht einmal große Sprünge wie zum Beispiel zwischen verschiedenen Ländern zu machen. Ich habe bevor ich hoch in die Eifel gezogen bin weiter unten in einem wärmeren und der Stadt näheren Gebiet gewohnt. Dort war das Gras wesentlich saftiger, grüner, bestand mehr aus Wiesenblumen und nur wenigen Kräutern wie Schafgarbe und wilde Möhre. So was wie Klee und Bärenklau war da eine Rarität. Hier oben ist der Boden sehr karg und auf Grund von riesigen Schiefer Vorkommen viel Mineral haltiger demzofolge ist das Gras wesentlich härter und du wirst hier kaum stellen finden wo kein Klee und Bärenklau wächst und leider auch Greis- und Jakobskreuzkraut. Dafür muss ich stundenlang suchen bis ich ein Pflänzchen wilde Möhre oder Schafgarbe finde. Meine Ninchen bekommen deshalb fast täglich Klee. Bei uns bestehen die Wiesen zum Teil nicht aus Gras sondern wirklich nur aus Klee mit vereinzelten Grashalmen dazwischen. Meine Ninchen lassen den Klee aber von selber liegen wenn sie wieder mal drei Tage hinter einnander Klee zwischen Löwenzahn und Vogelmiere hatten.
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AW: Ad libtum- DiskussionIch bin immer auf der Suche nach gutem Heu... Bisher habe ich und meine Kaninchen sich für Heuandi Heu (2. Schnitt) am meisten begeistern können. Da sind sogar noch Kräuter (Blattteile) enthalten und es ist einfach hochwertig. Wobei Heu im Sommer sowieso nicht von meinen Kaninchen gefressen wird, nur im Winter und dann eben auch nicht als Hauptnahrung, denn Hauptnahrung ist dann Blattgemüse, Küchenkräuter usw.
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AW: Ad libtum- DiskussionWenn man an einem Tag soviel sammelt dass man für den nächsten genug hat, dann ist das völlig in Ordnung, wenn die Lagerung stimmt. Da ist es nicht verwunderlich wenn deine Nins noch nicht ein einziges Mal Durchfall hatten, denn das Futter war noch einigermaßen frisch, streicher. Aber doch nicht für mehrere Tage im Voraus! Und im Kühlschrank lagern geht natürlich, nur läuft man dann Gefahr, dass die geringe Temperatur die Zellwände schädigt, das geht längst nicht mit allen Gräsern und Kräutern, schon mal Gurke im Kühlschrank geparkt? Igitt! In den von meiner TÄ geschilderten Fällen glich sich die Lagerung: zweimal, höchstens dreimal die Woche wurde gepflückt, die Sachen wurden dunkel und "kühl" gelagert, jedoch nicht im Kühlschrank. Und genau das ist das Problem, saloiv: Du weist auf 2 mal die Woche sammeln hin, jedoch nicht auf die notwendige Kühlschrank-Lagerung! Und fast niemand wird von selbst auf diese Idee kommen, weil viele die hygienischen Bedenken teilen einfach was von der Wiese, wo möglicherweise nicht nur der nächstbeste Köter draufgepinkelt hat, sondern wo vielleicht auch Fuchsbandwürmer dran sind!!! in den eigenen Kühlschrank zu stecken - wie ich übrigens auch. Und ich kenne keinen der für die Niggels einen eigenen Kühlschrank hat. Es ist fast unmöglich jeden einzelnen Halm und jedes einzelne Blatt gründlich zu waschen und vor allem zu trocknen - denn nass darf es nicht in den Kühlschrank, das gammelt! Da ist mir meine eigene Gesundheit viel zu lieb, der Fuchsbandwurm verursacht beim Menschen nach langen Jahren unbemerkten Wachstums schwerste unheilbare Leberschäden, und man kann die Eier nicht sehen. Und sie können sich sehr leicht bei Kontakt auf andere Flächen übertragen, also auch innerhalb des Kühlschranks "wandern". Eine tickende Zeitbombe, die so manch einer im Körper hat und es nicht mal weiß. Und außerhalb des Kühlschranks bei den entsprechenden Temperaturen kommt dann sowas zu stande wie meine TÄ berichtete. Deshalb geht zweimal die Woche sammeln mit ganz ganz viel gutem Willen und der geeigneten Witterung im Herbst mit nem trockenen ungeheizten Kellerraum, aber auch da ist es grenzwertig. Alle 2 Tage müsste man meiner Ansicht nach raus, und sammeln. Allerspätestens. Für die Gesundheit seiner Tiere. Oder sich einen zusätzlichen Niggels-Kühlschrank anschaffen, um sich selbst zu schützen, dafür ca. 150 bis 200 Euro jährlich an zusätzlichen Stromkosten zahlen, zusätzlich zum Gerätepreis, und ein schlechtes Gewissen wegen der Umwelt haben. Da halte ich lieber mich und meine Familie und meine Kaninchen gesund indem ich nur das verfüttere was ich wirklich frisch verfüttern kann bzw. ohne Gefahr für meine Familien frischhaltend lagern kann. Übrigens: ich habe keinen Keller, den ich zur Lagerung nutzen könnte.
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AW: Ad libtum- DiskussionSüße Maus übrigens, die Picco ![]() Ich denke aber dass das aufhören der Blähungen auf die stringente Heudiät zurückzuführen war, denn wenn deine Theorie stimmen würde, hätte sie nicht einen einzigen Rückfall bekommen dürfen. Die Heudiät hat ihrer Darmflora die Möglichkeit gegeben sich wieder aufzubauen, ich vermute mal dass in dem Trockenfutter Inhaltsstoffe enthalten waren die das Gleichgewicht der Darmflora empfindlichst gestört haben.
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AW: Ad libtum- DiskussionIch gebe dir recht Lupine, mehrere Tage im Vorraus sammeln würde ich auch nicht, ich finde das Grün nach einer Nacht schon zu platt aber manchmal geht es nicht anders. Aber normaler Weise gehe ich jeden Tag frisch sammeln zum Teil sogar morgens und abends. Meistens verbinde ich das noch mit joggen und spare mir so das Fitnessstudio. ![]() Gurke im Kühlschrank parken klappt nicht? Wir haben sie schon immer im Kühlschrank geparkt und ich kann nicht sagen, dass sie dann nicht mehr schmeckt. ![]() Tja, nicht jeder hat das Glück einen Keller zu besitzen in dem man lagern kann. Und deine Warnung mit dem Kühlschrank und dem Fuchsbandwurm habe ich bis jetzt noch nie eingehalten. Ok ich muss dazu sagen, ich pflücke meistens da, wo definitiv keine Hunde hinkommen. Natürlich wird Fuchsbandwurm auch von Wildtieren übertragen, aber da meine Mutter und ich häufig Waldbeeren essen und auch schonmal Salat aus wildem Wegerich oder Brennesselsuppe machen können wir uns den Fuchsbandwurm theoretisch auch da einfangen. Eigentlich läuft man doch immer Gefahr, seinen Körper und den der Tiere irgendwie zu schädigen. Gesund gibt es heute doch gar nicht mehr. Pflückst du wilde Kräuter können diese mit Parasiten und Krankheit behaftet sein. Kaufst du kultivierte, sind sie entweder genmanipuliert oder voller Pestizide. Baust du selber an verseucht dir entweder unreiner Boden oder der Regen dein Gemüse. Was ist dann noch einwandfei??
__________________ Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Regierung der Gärtner. (Oskar Kokoschka)
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AW: Ad libtum- DiskussionGurken habe ich grundsätzlich im Kühlschrank. Was funktioniert daran denn nicht? Ich finde es eklig wenn sie draußen liegen, denn da halten sie nicht so lange und werden schneller weich... Zellwände werden nur bei starker Kühlung in beactlichen Ausmaß zerstört. Ist dein Kühlschrank vielleicht zu kalt eingestellt? Das Grün verträgt ja auch die nächtlichen Temperaturen, diese sind ungefähr mit Kühlschrank-Temperaturen vergleichbar. Zitat:
Zitat:
Wenn die Heudiät perfekt gewesen wäre, dann hätte sie keine einzige Blähung bekommen dürfen...
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AW: Ad libtum- DiskussionZitat:
Aber da muss ich mich entschuldigen, du hast es hier tätsächlich geschrieben, der Fehler lag bei mir. Nur, den Fuchsbandwurm wirst du mit einem Papier nicht davon abhalten sich fröhlich in deinem Gemüsefach zu tummeln - guten Appetit. Ich weiß von einer Person, die dadurch einen unheilbaren Leberschaden davongetragen hat, er hat lange auf eine Lebertransplantation gewartet und ist über diesem Warten dann verstorben. Mein Kühlschrank ist leider etwas eigensinnig, so dass er sich nicht auf genau 7 Grad plus einstellen ließe. Außerdem lagere ich häufig Hackfleisch, das bei maximal 2 Grad plus gelagert werden darf. Im Gemüsefach ist es also definitiv zu kalt um Gurke länger als ein paar Stunden dort zu lagern, das mache ich nur wenn ich Salat vorbereite und er vor dem Servieren noch ein paar Stunden stehen muss. Es dauert übrigens mehrere Wochen bis sich die Darmflora eines Kaninchens von einer schweren Schädigung erholt, die notwendigen Darmbakterien müssen sich erst wieder ansiedeln. Aber das weißt du sicher. Da reichen die 2 Wochen Heudiät gerade aus um den Anfang zu machen.
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AW: Ad libtum- DiskussionGibt es noch Einwände gegen die Ad-libitum-Ernährung? (um zum eigentlichen Thema zurück zu führen )Ich bin jetzt bis Montag weg, danach kann ich wieder antworten, also überleg dir deine Argumente (wenn du welche hast)... Ich wollte nocheinmal kurz einführen... Wildkaninchen haben rund um die Uhr viele Futterpflanzen um sich, diese schwanken je nach Jahrezeit von ihrer Fülle und Beschaffenheit, aber es sind immer mehrere vorhanden. Wildknainchen suchen sich die richtigen Pflanzen zusammen und kombinieren sie optimal. Unsere Hauskaninchen haben immernoch den identischen Verdauungstrakt wie Wildkaninchen, außer dass der Darm etwas kürzer ist, aber das ist unwichtig. Sie brauchen also ebenfalls rund um die Uhr ein vielfältiges Angebot an Frischfutter, das wre die optimale Ernährung. Wie lässt sich das in der Haustierhaltung umsetzen? Indem man ihnen alle Futtermittel, die man bekommen kann zur Verfügung stellt und sie auswählen lässt. Kaninchen nehmen am Tag ca. 30 Mahlzeiten ein, Futterumstellung vertragen sie nur wenn sie langsam vorgenommen werden. Schauen wir uns mal die Mahlzeiten bei einem rationiert gefütterten Kaninchen an: 2-3 dieser Mahlzeiten bestehen aus Frischfutter (Gemüse, Obst, Grünfutter), 27-28 Mahlzeiten aus Heu. Die Umstellung wird nicht langsam vorgenommen. Eine stetige Verdauung wird damit eingeschränkt. Ganz rationiert kann man ein Kaninchen nicht ernähren, zumindest Heu muss es immer haben. Heu hat allerdings einen sehr geringen Wassergehalt, daher sollte auch mindestens ein Gemüse rund um die Uhr verfügbar sein. Ebenso deshalb, weil oft das Heu fast nur aus giftigen Gräsern besteht und so die Kaninchen nicht gezwungen werden dieses Gift zu fressen sondern Ausweichmöglichkeiten haben. "Aber Kaninchen sind ja domestiziert und können daher nicht mehr selektieren" Es gibt keinen Instinkt der die Selektion leitet, Selektionsvermögen wird nicht vererbt, sondern erlernt. Daher kann diese Fähigkeit durch die Domestizierung nicht verloren gehen. Es sind also alle Kaninchen dazu im Stande zu selektieren. "Was, wenn man nicht die finanziellen Mittel für eine Ad-libitum-Ernährung hat?" Ganz einfach, Alternativen suchen. Ich halte wie einige hier schon wissen, Deutsche Riesen. Diese fressen die fünffache Menge wie ein Zwerg. Somit brauche ich imens viel Futter. Ich beziehe Futterkarotten, welche sehr günstig sind, außerdem hole ich so viel wie möglich aus der Natur. 8 Monate im Jahr (mindestens) kann man seine Kaninchen fast kostenlos auf diese Weise ernähren. Die eingesparrten Kosten stecke ich dann in die Winterfütterung, dort wird es dann etwas teuer (ebsonders wenn die Schneedecke geschlossen ist). Man kann sich auch Futterrüben einlagern und diese zufüttern. Im laden findet man sehr viel Gemüseabfälle die noch frisch sind (Karottengrün, Kohlblätter usw.). Wenn man im Bioladen fragt ob sie einem die entsprechenden Abfälle zurück legen bekommt man auch eine Menge Bio-Blätter zusammen. Der gekaufte Teil lässt sich so sehr reduzieren und man kommt sehr günstig weg. Sollte man trotzdem nicht ganz bei einer Ad-libitum-Ernährung angelangen, so macht man eben das beste daraus und bietet so viel wie möglich an, auch wenn es nicht ganz eine Ad-libitum-Ernährung ist. ![]() Für 2 Kaninchen im Winter bei Ad-lbitum-Ernährung kann man ca. 20-30€/Monat rechnen wenn man sich bemüht so günstig wie möglich zu füttern und die obigen Tipps beherzigt. 20€ sollten einem die Kaninchen im Monat schon wert sein. Das entspricht weniger als 50 Cent am Tag je Tier.
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