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"behindertes" Kaninchen Vergesellschaftung? auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 26.06.2019
Beiträge: 6
Lorelai befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.06.2019, 17:57

"behindertes" Kaninchen Vergesellschaftung?


Hallo,


ich bin neu im Forum und auch neuer, derzeit "Teil-Zeit" Kaninchen Halter und hätte mal eine Frage:

Meine Eltern (ländliche "Dorf"-Gegend) halten Kaninchen in Ställen als Schlachttiere (für den privaten "Verzehr"). Vor ca. 3 Monaten ist ein junges Kaninchen (damals ca. 2 Wochen alt) aus dem Stall ca. 1m tief auf Betonboden gefallen und hatte seitdem Probleme mit einem Hinterlauf. Das Bein stand auch in einem ganz fürchterlichen Winkel zur Seite. Als ich eine Woche nach diesem Ereignis bei meinen Eltern zu Besuch war, habe ich das Kleine geschnappt und es zur ländlichen TA gefahren. Diese hat gemeint, sie fühle keinen Bruch, das Problem liegt im Knie und das würde sich schon wieder verwachsen, das Kaninchen würde auch schon wieder vorsichtig das Bein belasten. Ein Schmerzmittel wurde gegeben, fertig.

Als ich dann nach weiteren zwei Wochen wieder zu Besuch war, sah das Bein aber schlimmer aus, wurde hinterhergezogen und wirkte steif. Da ich mir das nur echt schlecht mit ansehen kann, dass so ein Hase dann in einem Nutztierstall sitzt bis er genügend alt ist und dann geschlachtet wird (find ich sowieso generell furchtbar) habe ich mir kurzerhand einen gebrauchten Käfig organisiert, das kranke Kaninchen und eine gesundes Wurfgeschwister dort rein befördert und es 100 km in meine Heimatstadt zur ärztlichen Untersuchung gefahren (da auf den Dörfern so gut wie nie ein TA am WE erreichbar ist und ich am Sonntag idR wieder heimfahre). Ich hatte angenommen, dass evtl. da irgend ein Gelenk ausgekugelt sein könnte oder vielleicht doch ein Bruch vorliegt und nach der nötigen Behandlung eine Zeit der Pflege nötig ist (die ich auch investieren wollte).

Gut, ich war dann direkt auch bei ZWEI TAs in meiner Heimatstadt, der erste hatte geröntgt und meinte der letzte Wirbel wäre gebrochen und es sähe sehr schlecht aus. Der TA wirkte aber ehrlich nicht sehr kompetent auf mich und meinte auch selber, Kleintiere wäre nicht sein Spezialgebiet, also Kaninchen wieder eingepackt, RöntgenCD mitgenommen, zu anderer Tierklinik gefahren (unsere Großstadt hat wenigstens genügend TAs und Kliniken, die lange geöffnet haben). Der neue TA schaute sich die Bilder an, schmunzelte über meine Bemerkung 'der andere TA hätte einen Wirbelbruch erkannt', und sagte "Nein, da ist gar nichts gebrochen, wenn es ein Wirbelbruch wäre, wären beide Hinterläufe gelähmt". Er konnte auch keinen Bruch auf den Bildern erkennen, untersuchte das Kaninchen und bestätigte, dass das Problem aus dem Knie kommt. Er meinte dann, dass vermutlich beim Aufprall alle Bänder im Knie gerissen sein könnten. Das Tier ist jetzt schmerzfrei, aber "behindert" (seine Worte). Entweder man lässt es nun so, und der Kleine hoppelt so wie die Behinderung es zulässt oder man muss das Bein komplett amputieren. Aber ja - Narkose-Risiko bei einem fast noch "Baby-Kaninchen", traumatisiertes Kaninchen ohne Bein, Kosten nicht zu vergessen...Und da der Kleine das Bein wirklich so gut es eben ging benutzte bei der Fortbewegung schien mir das nicht sinnvoll.

Ich habe ihn und sein Wurfgeschwister dann einige Wochen (mit inzwischen wesentlich größerem Käfig) bei mir behalten und die beiden hatten täglich mehrere Stunden Auslauf in der Wohnung. Das schien ihm auch gut zu tun, war wohl "Physiotherapie" (Auslauf hat er vorher nie gehabt, nur im Stall gewesen), das Bein wurde mehr und mehr benutzt und verlor die Steife zu einem guten Prozentsatz.

Dennoch sieht man deutlich, dass der Kleine eben "beschädigt" ist. Soweit so gut.

Vor zwei Tagen gab es dann plötzlich, aus heiterem Himmel, eine Riesengefecht. Das gesunde Kaninchen hat den "Behindi" massiv attackiert, Fell flog, blutende Bisswunden am Auge (ich war leider für ein paar Tage nicht da, mein Mann hatte die Pflegeverantwortung Das gesunde schien das gehandicapte auch gar nicht mehr in Ruhe zu lassen, der war dann völlig fertig. Mein Mann ging dazwischen und jetzt sitzen beide in getrennten Käfigen.

Und nun meine Frage: Ja, die beiden Geschwister sind zwei Weibchen. Und ich habe gelesen, dass wenn diese geschlechtsreif werden, da oft Probleme auftreten. Aber eigentlich haben sie bis zur Pubertät noch mind. 3-4 Monate Zeit.

Was ich aber auch gelesen habe, ist dass gesunde Kaninchen kranke oder geschwächte/gehandicapte Tiere so lang angreifen, bis diese aus dem Rudel vertrieben sind, weil diese in der freien Natur Fressfeinde in das Revier locken und eine Gefahr für die ganze Gruppe darstellen. Halt "natürliche Auslese", eben.
Und ja, es ist für mich und sicher auch alle anderen Kaninchen (inkl. des Geschwistertiers) offensichtlich, dass das Kleine "behindert" ist. Ja, er hoppelt, frisst und ist auch sonst soweit ich das sehen kann "glücklich", aber in der freien Natur hätte er mit dem Knie keine Chance. Im Gegensatz zum Geschwistertier schafft er es auch nicht auf Sofas, Sessel oder gar den Couchtisch zu springen und er ist deutlich langsamer als ein Tier mit gesunden Läufen. Die Bein-Koordination klappt manchmal nicht und wenn er nicht langsam macht und versucht sich zu drehen, stolpert er auch mal über sein kaputtes Bein, dass dann im Weg ist.

Ich will nicht, dass der Kleine nun dauerhaft vom Geschwistertier "angegriffen und vertrieben" wird, was wohl dann auch mit allen anderen neuen Partnertieren ihrem Instinkt gemäß passieren wird. Und bei aller Liebe, ich habe leider nicht den Platz und auch nicht die Zeit, 8 oder 9 neue Kaninchen zu "organisieren", die Versuchsböcke jedesmal zu kastrieren und hoffen, dass es irgendwann klappt.

Ich weiss nun wird es wahrscheinlich einen riesigen Auffschrei hier geben, aber ich habe mir überlegt, den Kleinen dann doch zu behalten, aber in Einzelhaltung (das Wurfgeschwister gebe ich zu meinen Eltern zurück). Ich denke, dass ist immer noch besser als ständig Attacken anderer Kaninchen ausgesetzt zu sein, die "den Kranken" angreifen und vertreiben wollen. Er kann sich bei einer Vergesellschaftung ja gar nicht richtig wehren oder gleich schnell rennen, wie "die neuen". Oder was meint ihr? Gebe ich beide zu meinen Eltern zurück, kommt jeder in "Einzelhaltung" in diese typischen Kaninchenstallboxen, die ihr von der Nutztierhaltung auf den Dörfern vielleicht kennt. Die hören sich da wahrscheinlich, aber mit Kuscheln und Auslauf ist da nix mehr. Und das will ich meinem kleinen "Behindi" auch nicht anttun. Ich kann aber auch nicht nur für 2 Kaninchen leben, und ständig Ausläufe in meiner 1 Raum Wohnung zeitlich koordinieren, damit hier niemand attackiert wird, nur damit mein Behindi zumindest noch sieht, dass da noch ein anderes Kaninchen ist (das ihm nicht wohl gesonnen ist und ihn loshaben will). Irgend etwas bei meinen Eltern zu verändern/zu organisieren bringt nichts. Das kann ich dort auf keinen Fall durchsetzen, sorry und ich bin dort auch nur max. 1-2 mal im Monat, manchmal auch gar nicht.

Dankeschön schon einmal für eure Antworten.



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Kaninchen
 
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Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.06.2019, 18:12

Erst einmal herzlich Willkommen im Forum!

Wie du dir vielleicht denken kannst, halte ich von deiner Idee mit der Einzelhaltung nicht besonders viel. Ich selbst habe ein "behindertes" Kaninchen (nahezu blind und durch eine leichte Fehlstellung der Hinterläufe auch langsamer als andere Kaninchen), der bisher jede Vergesellschaftung super gemeistert hat.
Mit Mobbing habe ich keine Erfahrung, aber eine andere Möglichkeit wäre auch, dass die beiden sich charakterlich einfach nicht so gut verstehen. Ich an deiner Stelle würde eine der folgenden Möglichkeiten ausprobieren:
- Gitter-Vergesellschaftung (die Kaninchen werden solange durch ein Gitter getrennt gehalten, bis es am Gitter keine Aggressionen mehr gibt, dann wird vergesellschaftet)
- du vermittelst das gesunde Weibchen weiter und holst dir ein älteres und ruhiges Böckchen aus dem Tierschutz, das eventuell sogar selbst beeinträchtigt ist. Vor allem private Pflegestellen können oft hilfreiche Auskunft über den Charakter geben.

Ich an deiner Stelle würde es noch einmal mit den beiden versuchen. Achte auf ein groß genuges Gehege und genügend Versteckmöglichkeiten mit zwei Eingängen. Eine Verletzung am Auge kommt leider recht schnell zustande, da dort das Gewebe sehr empfindlich ist.



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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.06.2019, 18:34

Ich würde auch keins der Tiere zurückbringen. Wieviel Platz (qm) haben sie ständig zur Verfügung? Ich sehe eigentlich hier das Problem. Ich würde auch das gesunde Tier vermitteln oder einer Pflegestelle übergeben und für das behinderte Tier ein ebenfalls behindertes Männchen suchen.


Könnte Dir bei beidem behilflich sein.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.06.2019, 19:09

Hallo und willkommen,
ich stimme da zu, sie brauchen mehr Platz. Wenn ich es richtig lese, sind sie in einem herkömmlichen Käfig untergebracht, mit stundenweise Auslauf? Man rechnet eigentlich pro Kaninchen mit mind. 2 qm. Ist es evtl. möglich mit Gitterelementen mehr Platz zu schaffen? Oder schon mal über freie Wohnungshaltung nachgedacht?
Auch wenn man es sich als "Neuhalter" nicht vorstellen kann, der Platz den sie zur Verfügung haben macht einen großen Teil aus.

Ich würde dich auch bitten, sie nicht wieder zurückzubringen. Entweder versuchst du sie hier oder mit Hilfe von Marinahexe zu vermitteln oder nur ein Weibchen und versuchst für dein Handycap-Nini einen ruhigen Kastraten zu finden.




Ninchen
 
Registriert seit: 26.06.2019
Beiträge: 6
Lorelai befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2019, 12:50

Hallo erst einmal und ganz vielen lieben Dank für eure Antworten.

@Kaninchenherz28 – habe es auf dein Anraten hin noch zwei Mal mit den beiden versucht, ist innerhalb von max. 30 Sekunden gescheitert und im Gesamtfellknäuel geendet. Und das nicht etwa im Käfig sondern beim Freilauf in der Wohnung mit genügend Platz und Dingen zum erkunden. Das gesunde ist völlig drauf fixiert das kranke anzugreifen. Der kleine gehandicapte war auch jedes Mal wieder fertig, mit Verletzungen an Ohr und Nase und hatte aufgrund seines Beines natürlich auch Probleme, überhaupt schnell genug flüchten zu können. Das klappt also schon mal nicht. (Hatte schon über Kaninchen gelesen, die sich mal in der Wolle hatten aber dann wieder verschmust beieinander lagen und hatte zumindest noch gehofft, dass das hier vielleicht auch der Fall wäre). Leider nein. Und es ist ja auch keine Vergesellschaftung von Tieren, die zum 1. Mal aufeinandertreffen würden, die beiden kennen sich ja schon seit ihrer Geburt und leben zusammen (oder lebten, wohl besser, seit dem Aggressionsverhalten).


@marinahexe – also ich hatte den größten Käfig erworben den ich finden konnte – 1,40 m x 0,70 m. Wie gesagt, mit mehreren Stunden Auslauf in der Wohnung täglich.
Wenn du mir ein paar Adressen geben könntest, wo ich recherchieren könnte wäre das natürlich sehr nett von dir. Ist es denn so einfach einen Rammler zu finden, der kastriert ist, im gleichen Alter ist, ähnlich behindert ist und ein ebenfalls behindertes Kaninchen nicht angreifen würde vom Charakter her? Das scheinen mir recht viele Punkte zu sein, die erfüllt sein müssen. Hatte schon mal im Tierheim und auf privaten Anzeigen geschaut, aber da werden schon mal keine Tiere vermittelt, die irgendwie krank oder behindert wären. (Böse gesagt, die will ja in der Regel auch keiner haben). Und ein Tier mit Altersgebrechen macht bei so einem jungen Tier ja auch keinen Sinn als Partner.

Und ist es denn so, wenn man jetzt einen Rammler finden würde (behindert oder nicht), dass da auch erstmal „die Fetzen fliegen würden“ und man drauf hoffen muss, dass sich das wieder beruhigt? Hatte in einer Studie gelesen, dass sich die Rammler aus der Rangordnung und den Rangordnungskämpfen der Häsinnen komplett raushalten und jedes Geschlecht seine eigene Rangordnung hat. Würde die Erst-Vergesellschaftung also „friedlich“ ablaufen? Oder vertreiben gesunde Rammler auch kranke weibliche Tiere aus der Gruppe?

@4Chaoten (und generell): Puh, 4 m² sind wohl eher nicht möglich. Wie gesagt, wir haben eine 1 Raum Wohnung (war früher die Junggesellenbude meines Mannes) und hatten schon zu tun, dass wir meine Sachen überhaupt unterkriegen. Also schnell mal die 5 unnützen Schränke, Vitrinen und Deko, die man sowieso nicht braucht, zur Seite geschoben und aussortiert, klappt nicht. Es gibt hier auch reichlich Holzverkleidung und Holzbalken mitten im Raum und selbst wenn „uns“ das Annagen nicht stören würde (was es aber tut, da bin ich ehrlich, und ich hab auch immer mit einem Auge drauf geguckt was sie machen, wenn sie Freilauf hatten), der Vermieter findet das bestimmt mehr als inakzeptabel wenn die Kaninchen die Wohnung „schreddern“. Freie Wohnungshaltung kommt definitiv nicht in Frage.

Vielleicht kann ich irgendwie ja doch ein Außengehege bei meinen Eltern einrichten und die würden zumindest immer füttern. Welche Impfungen sind denn empfehlenswert wenn Kaninchen quasi ständig draußen im Freien wären? Habe irgendwas von Myxo und RHE und Kokzidiose gelesen. Und übrigens auch in oben erwähnter Studie gelesen (war eine, wo sowohl Wildkaninchen als auch Hauskaninchen auf einer riesigen Freifläche gehalten wurden), dass sowohl Nahrungsknappheit (im Winter) als auch Fressfeinde kaum eine Rolle spielen, die häufigste Todesursache „draußen“ waren Magen-Darm-Erkrankungen.




Kaninchen
 
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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2019, 20:43

Das tut mir leid, dass es mit den beiden so gar nicht klappen will. Wenn du kein behindertes Partnertier findest, würde ich an deiner Stelle aber tatsächlich zu einem älteren Kaninchen tendieren. Schließlich ist dein Mädchen schon alleine aufgrund der Behinderung ruhiger.
Gerade, wenn die Situation aufgrund der Behinderung angespannt sein könnte, wird ein Käfig absolut nicht reichen. Kaninchen sind wechselaktiv, also auch nachts, also brauchen sie auch nachts die Bewegung. Zu beengte Haltung kann übrigends auch zu Verdauungsproblemen führen, weil die Verdauung durch Bewegung angeregt wird. Ganz abgesehen von Verhaltensstörungen und Rangordnungsproblemen.
Bei so beengten Platzverhältnissen wie bei dir würde ich tatsächlich zu freier Wohnungshaltung tendieren. Wände kann man mit Holz- oder Bastlerglasplatten schützen usw.
Impfungen sind gegen Myxomatose, RHD und RHD2 wichtig. Achtung, gegen RHD2 wirken NUR Filavac und Eravac!



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Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.07.2019, 21:53

Zitat:
@marinahexe – also ich hatte den größten Käfig erworben den ich finden konnte – 1,40 m x 0,70 m. Wie gesagt, mit mehreren Stunden Auslauf in der Wohnung täglich.
Wenn du mir ein paar Adressen geben könntest, wo ich recherchieren könnte wäre das natürlich sehr nett von dir. Ist es denn so einfach einen Rammler zu finden, der kastriert ist, im gleichen Alter ist, ähnlich behindert ist und ein ebenfalls behindertes Kaninchen nicht angreifen würde vom Charakter her? Das scheinen mir recht viele Punkte zu sein, die erfüllt sein müssen. Hatte schon mal im Tierheim und auf privaten Anzeigen geschaut, aber da werden schon mal keine Tiere vermittelt, die irgendwie krank oder behindert wären. (Böse gesagt, die will ja in der Regel auch keiner haben). Und ein Tier mit Altersgebrechen macht bei so einem jungen Tier ja auch keinen Sinn als Partner.

Und ist es denn so, wenn man jetzt einen Rammler finden würde (behindert oder nicht), dass da auch erstmal „die Fetzen fliegen würden“ und man drauf hoffen muss, dass sich das wieder beruhigt? Hatte in einer Studie gelesen, dass sich die Rammler aus der Rangordnung und den Rangordnungskämpfen der Häsinnen komplett raushalten und jedes Geschlecht seine eigene Rangordnung hat. Würde die Erst-Vergesellschaftung also „friedlich“ ablaufen? Oder vertreiben gesunde Rammler auch kranke weibliche Tiere aus der Gruppe?

Die VG mit einem Kastraten sollte wesentlich ruhiger ablaufen als mit einem Weibchen. Insgesamt kann man aber nicht sagen, wie eine VG laufen wird. Magst Du mir schreiben, wo in etwa Du wohnst? Ich kenne private Pflegestellen in ganz Deutschland und würde gucken, dass wir einen Platz für das gesunde Kaninchen finden. Da bräuchte ich aber noch ein paar Angaben zur Größe (ca.Gewicht), Alter und möglichst auch zum Charakter.


Bei FB gibt es verschiedene Gruppen, z.B. Handicap-Kaninchen und Ältere Kaninchen wollen glücklich sein. Selbst wenn das Tier in der letzten Ecke Deutschlands lebt, kann man eine MFG finden, mit der es zu Dir kommen könnte. Problem sehe ich aber bei dem Platzangebot. Könnt ihr nicht mit diesen Freilaufgittern einen großzügigen Bereich abstecken und wenn ihr Zuhause seid (und die Gitter dann im Weg stehen) die Tiere frei laufen lassen? Die meisten Tiere knabbern nichts an, aber das könnt ihr ja beobachten.




Ninchen
 
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Beiträge: 6
Lorelai befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.07.2019, 23:53

Hallo,
danke an euch alle für die ganzen Infos.


@marinahexe - ich wohne ziemlich zentral in Thüringen. Könntest du mir die Kontaktdaten naher Pflegestellen vielleicht in einer privaten Nachricht senden? Dann könnte ich mich mit denen selber direkt in Verindung setzen und alles absprechen. Wäre sicherlich organisatorisch einfacher.
Ich danke dir schon mal ganz lieb.



 
 
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