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Myiasis die 2.-Verzweiflung und Trauer :-(Hallo liebe Kaninchenforum, ich brauche nicht direkt einen Rat, sondern möchte meine Erfahrung mit euch teilen und so hoffentlich etwas besser damit umgehen können. Innerhalb eines Jahres ist nun mein 2. Kaninchen an Myiasis gestorben. Sie lebte in Außenhaltung und immer wieder einen leicht verschmutzten Hintern (Ursache nicht klar- aber definitiv nie Durchfall gehabt, evtl. aufgrund ihres Übergewichtes, welches sie schon bei Anschaffung vor 1 Jahr hatte). Hintern wurde von mir, als es jetzt so warm wurde, regelmäßig gereinigt, da ich die Gefahr ja kenne (1.Weibchen ohne äußere Anzeichen an demselben verstorben-erst Obduktion klärte die Ursache). Aber jeden Tag wollte ich ihr das nicht antun, deshalb war das Waschen schon ein paar Tage her- hätte ich es nur einen Tag vorher gemacht! Ich mach mir solche Vorwürfe und ich bin unendlich traurig. Am Dienstag in der Früh habe ich sie noch in ihr neues Freigehege gebracht (schattig und sauber) und mir ist nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Als ich am Nachmittag von der Arbeit kam, sah ich, dass etwas nicht stimmt, da bei der Kleinen ein Strang Fell weghing. Als ich sie umdrehte, sah ich die Maden im Bauch-/Hinternbereich. Ich bekam Panik und sofort begann ich in einem Eimer mit warmen Wasser die Maden herunter zu waschen. Sofort darauf raste ich zu meiner Tierärztin, die mit dem Absammeln der Maden und Spülungen der Wunden begann. Sie bekam sofort Medikamente (Antibiotika, Antiparasiticum, Schmerzmittel) Die Maden hatten ein Loch in den Bauch gefressen, dessen Tiefe nicht genau eingeschätzt werden konnte. Es war so schrecklich. Als soweit alle Maden entfernt wurden, beschloss meine Tierärztin sie bei sich zu behalten. Euthanasieren wollte sie meineÄrztin nicht, da sie noch eine Chance hatte. Den ganzen Abend lang sammelte sie einzelne Maden ab, die noch rauskrochen und auch am nächsten Tag noch vereinzelte. Ich habe mich so gefreut, als ich hörte, dass sie die 1. Nacht überlebt hat. Laut TA ein gutes Zeichen. Weiterhin medikamentöse Behandlung. Nach der 2. Nacht in Obhut der Tierärztin konnte ich sie wieder mit nach Hause nehmen. Gestern gegen 10 Uhr brachte ich sie mit ihrem Kumpel in einen Raum (natürlich nicht ins Freie), wo sie bis sie ganz gesund sein sollte, leben sollte. Sie bewegte sich nicht wirklich und fraß auch nicht, was ich laut meiner TA weiterbeobachten sollte. Ich dachte mir, sie braucht jetzt Ruhe, um wieder zu Kräften zu kommen. Um 10:30 Uhr ging ich in die Arbeit. Um 14:45 Uhr war ich wieder zu Hause und sie war ganz schwach. Ihre Beinchen rutschten zur Seite, und sie wirkte richtig apathisch. Ich fuhr sofort wieder zur Tierärztin mit ihr, die ihr eine Infusion angehängt hat und Medikamente verabreichte. Sie sagt, dass sie unterkühlt sei und wickelte sie in ein Handtuch. Anschließend auf eine Wärmedecke. Ich habe so gehofft, dass sie es schafft. Eine Stunde später kam der Anruf, dass sie verstorben sei. Wir haben alles versucht. Und es macht mich so unglaublich traurig, dass sie es trotzdem nicht geschafft hat. Sie war ein ganz besonderes Kaninchen, so aufgeweckt und lebensfroh, ich vermisse sie jetzt schon so und weiß nicht, wie ich das überstehen soll- mein armes Männchen hat innerhalb eines Jahres seine 2. Partnerin verloren und er tut mir so leid. Ich weiß auch nicht, wie ich mit meinem Männchen weitermachen soll. Ich muss wieder für Gesellschaft sorgen, bringe es aber irgendwie nicht übers Herz nach nicht einmal einem Jahr, wieder ein neues Kaninchen aufzunehmen. Die Verluste schmerzen zu sehr. Gibt es irgendjemanden in diesem Forum, dessen Kaninchen auch trotz Behandlung an Myiasis gestorben ist? Ich verstehe das einfach nicht, dass das so schnell gehen kann und ein Tier innerhalb ein paar Stunden nicht mehr zu retten ist. Danke schon mal für eure Erfahrungen!
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| Stichworte |
| myiasis hilfe trauer |
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