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Lupine 09.07.2013 15:22

Da gibt es kein Problem - ich bin durchaus in der Lage sowohl einen Link zu öffnen als auch einen Text zu lesen. Aber das reicht mir eben nicht aus. Es bildet höchstens die Grundlage für die Erklärungen die ich von Benny zu bekommen hoffe.

Benny 09.07.2013 15:23

Übrigens sind andere bereits dazu in der Lage gewesen, diesen Link zu lesen, auch beim letzten Mal schon als ich das verlinkt habe. Die haben jetzt ihre Einstellung zur Fütterung bereits überdacht.
Würde dir sicherlich auch nicht schaden, das mal zu lesen. Du wirst dann auch verstehen, warum ich einen anderen Standpunkt beim Thema Fütterung habe.

Wenn du nicht willens bist, das zu lesen, wie es andere bereits getan haben, dann kann ich auch nichts dafür und daher werde ich dir auch deine Fragen nicht beantworten, denn die wären schon seit heute morgen beantwortet, wenn du den Thread gelesen hättest.

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 530748)
Da gibt es kein Problem - ich bin durchaus in der Lage sowohl einen Link zu öffnen als auch einen Text zu lesen. Aber das reicht mir eben nicht aus. Es bildet höchstens die Grundlage für die Erklärungen die ich von Benny zu bekommen hoffe.


So wie du von mir verlangst, dass ich dir was erkläre, erkläre ich dir sicherlich nichts. Auf welcher Grundlage sollte ich das denn tun, wenn du vom Grundsatz her keine Ahnung hast, weil du diesen Link nicht lesen willst.

Am besten wird es wohl sein, wir setzen uns gegenseitig auf die Ignore-Liste, würde die Nerven von uns beiden ungemein beruhigen. ;) Was meinst du dazu?

Lupine 09.07.2013 17:03

Woher willst du eigentlich wissen, dass ich ihn nicht längst gelesen habe, deinen Link? :cool:

Zu meiner Frage zu den Zähnen steht dort jedenfalls nichts - also? Wie wäre es nun mit einer Erklärung? Denn um dieses Thema geht es ja hier. Fangen wir also mal damit an.

Benny 09.07.2013 17:50

@Lupine

Ich hab dich auf meine Ignore-Liste gesetzt, daher wird mir der Inhalt deiner Beiträge nicht mehr angezeigt. Ich kann also nur noch sehen, dass du einen Betrag verfasst hast, nicht aber seinen Inhalt.
Ich bin nicht gewillt weiter mit dir zu diskutieren weder hier in diesem Thread noch in einem anderen Thread. Du musst halt damit rechnen, dass ich bald wieder etwas schreibe, was dir nicht in den Kram passt.

mausefusses 09.07.2013 17:51

All die berechtigten Fragen von Lupine werden eben nicht von Andreas erläutert, daher bringt das Lesen auch nicht wirklich viel.

Immer nur Beiträge schreiben in denen man zu Andreas verlinkt ist ja etwas öde, oder? Kannst Du nicht mal selber was erklären, erarbeiten??
Andreas ist übrigens schon verheiratet!

Zitat:

Ich hab dich auf meine Ignore-Liste gesetzt, daher wird mir der Inhalt deiner Beiträge nicht mehr angezeigt. Ich kann also nur noch sehen, dass du einen Betrag verfasst hast, nicht aber seinen Inhalt.
Ich bin nicht gewillt weiter mit dir zu diskutieren weder hier in diesem Thread noch in einem anderen Thread. Du musst halt damit rechnen, dass ich bald wieder etwas schreibe, was dir nicht in den Kram passt.

Das ist ne Reaktion wie ich sie von Kindern erwartet hätte. Wenn ich nicht argumentieren kann laß ich mich eben aus Foren löschen oder setze Leute auf die "Ignore" Liste. Wie albern!

Benny 09.07.2013 18:01

Zitat:

Zitat von mausefusses (Beitrag 530816)
Kannst Du nicht mal selber was erklären, erarbeiten??

Das habe ich bereits in mehreren Threads getan. Ich kann nicht mit Forschungsergebnissen dienen und nicht mit hochgestochenen Sätzen, wie sie Lupine manchmal in ihre Romane reinzaubert, aber mein gesunder Menschenverstand, meine über 30-jährige Erfahrung mit Kaninchenfütterung und zusätzlich solche Threads wie ich sie teilweise verlinke bringen mich zu der Auffassung, dass das alles nicht so falsch sein kann, was ich in meinen Beiträgen schreibe. Dagegen sagen mir die ganzen Krankheitsthreads, dass die Kaninchen in den letzten Jahren wohl nicht mehr recht gesund sind, seit sie so gefüttert werden, wie es in den Foren "vorgeschrieben" wird, zumindest wenn es um eine Heu/Gemüsefütterung geht.


Zitat:

Zitat von mausefusses (Beitrag 530816)
Das ist ne Reaktion wie ich sie von Kindern erwartet hätte. Wenn ich nicht argumentieren kann laß ich mich eben aus Foren löschen oder setze Leute auf die "Ignore" Liste. Wie albern!

Das hat einfach damit zu tun, dass ich meine Nerven schonen möchte, nichts Anderes.
Du schonst deine Nerven halt, indem du dich z.B. im KS jetzt nur noch einschleimst und nicht mehr deine Meinung so schreibst, wie du es noch vor ein paar Monaten getan hast, nur damit du dort nach deiner Verwarnung nicht gesperrt wirst. ;)

Lupine 09.07.2013 20:49

Mich wundert eines ehrlich gesagt in dem von Benny genannten Link:

Ein User, der eine bestimmte Futtersorte mit Nachdruck empfiehlt, füttert sie selbst nicht mehr.

Ich frage mich da, warum er sie selbst nicht (mehr) füttert, jedoch so vehement empfiehlt. Das ist für mich unlogisch. Ich würde das nach meinem Wissen und Gewissen beste Futter für meine Kaninchen bevorzugen, und auch nur das was ich auch selbst geben würde, anderen weiterempfehlen.

Angesprochen auf eine offensichtlich zeitlich vorher liegende und mir nicht bekannte Aussage bezüglich eines möglicherweise zu hohen Vitamingehaltes (bezeichnet als "fragwürdige Dosierung") wird von dem betreffenden User ausgeführt, dass sich dies lediglich auf Vitamin A bezöge.

Soweit ist das nachvollziehbar für mich - ohne die Ursprungsaussage zu kennen - , nicht mehr nachvollziehbar ist die darauf folgende Ausführung, es sei diesem User kein "glaubwürdig dokumentierter Erkrankungsfall" bekannt. Diese Aussage macht mich nachdenklich. Wer bestimmt was glaubwürdig ist? Reicht nicht der Verdacht, das etwas schädlich sein könnte, um es zu meiden wenn das möglich ist?

Kann möglicherweise jemand nähere Aussagen zu Vitamin A, dem Bedarf eines Kaninchens und den möglichen Gefahren bei Überdosierung machen? Ich war bisher der Meinung, dass die Vitamin-A-Versorgung durch Beta-Carotin problemlos möglich wäre, und daraus ausreichend Vitamin A selbst hergestellt werden könnte - gleichzeitig aber eine Überversorgung nicht möglich sei.

Was, wenn man diese offensichtlich mit recht hohem Vitamin-A-Gehalt ausgestattete Futtersorte nun noch mit einem hohen Möhrenanteil in der Fütterung kombiniert? Ab wo wird es problematisch? Was ist noch tolerierbar?

Und wie ist es bei euch? Würdet ihr ein Futter empfehlen, das ihr selbst nicht mehr verwendet?

hasis2011 09.07.2013 21:16

Kommt drauf an warum ich das Futter nicht mehr füttere.
Wenn ich mit dem Futter zufrieden war, aber vielleicht ein besseres oder günstigeres Futter gefunden habe, dann würde ich es natürlich weiter empfehlen.
Wenn ich oder meine Kaninchen nicht zufrieden waren, dann natürlich nicht.

Was das Nösenberger betrifft, ich füttere es auch, aber nur im Winter, wenns keine Wiese gibt.
Warum? Einfach weil ich damit zufrieden bin, und weils den Kaninchen schmeckt. Und weil ich mit einer "Gemüse-Nösenbergerfütterung" bessere Erfahrungen gemacht habe, als mit einer reinen Gemüsefütterung.

Um es nochmal zu betonen, es geht rein um die Winterfütterung, das sind etwa 4 Monate/Jahr. Von Frühjahr-Spätherbst füttere ich ausschließlich alles, was die Natur hergibt. In dieser Zeit füttere ich, außer kleine Mengen Sämereien als Leckerlie, keinerlei "Kraftfutter" zu.

Ob meine Winterfütterung jetzt allgemein DIE Fütterung ist, weiß ich nicht, aber für mich ist sie es. Das sind rein meine Erfahrungen, meinen Kaninchen geht es damit sehr gut, also ist es für MICH richtig, so wie ich füttere. Wie andere Leute das sehen, tut nichts zur Sache, jeder soll seine Tiere so füttern, wie er es für richtig hält.:)

Und zu Andreas und dem Nösenberger: Soweit ich weiß füttert er es deshalb nicht mehr, weil er sein eigenes Futter entwickelt hat (Kaninatur)und das natürlich auch füttert, und nicht, weil das Nösenberger so schlecht ist.;)

Lupine 09.07.2013 21:31

Danke für deine Einschätzung, hasis2011.

Was ich jetzt ehrlich gesagt nicht verstehe:

Wenn doch Andreas ein geeigneteres Futter kennt, eines das seiner Ansicht nach besser ist, warum empfiehlt er dann eines, das zumindest in einem Punkt nicht seine uneingeschränkte Zustimmung erhält? Wäre es nicht naheliegender, dann das aus eigener Sicht bessere Futter zu empfehlen?

Ich empfehle nur das weiter, was gleichwertig mit dem ist was ich selbst in einer bestimmten Situation füttern würde.

Worin ich mit dir völlig übereinstimme, ist: DIE Fütterung gibt es nicht. Es gibt nicht DAS Futter, das für jedes Kaninchen gleich gut geeignet ist, und nicht DAS Futter das generell ungeeignet ist. Es kommt auf Dosierung und Zusammenstellung der Gesamtfütterung genauso an wie auf die einzelnen Kaninchen, ihr Verhalten, ihre Vorgeschichte und ihre möglicherweise vorhandenen Gesundheitsprobleme.

LuLu03 09.07.2013 21:37

Ich glaube das kaninatur gibt es momentan nicht zu kaufen meine das gelesen zu haben deshalb kann man es nicht empfehlen

hasis2011 09.07.2013 21:48

Das "Problem" am Kaninatur ist, das es sehr teuer ist, das ist glaub ich auch der Grund, warum es nicht sehr viele kaufen. Es gab eine Zeit, soweit ich mich erinnere, da hat er es weiter empfohlen, ist aber am Preis gescheitert?! Und soweit ich weiß ist es momentan auch nicht im Handel.
Es ist den Preis sicher wert, keine Frage, aber wer ist schon bereit, soviel Geld dafür auszugeben?!
Ob er deshalb eine günstigere Alternative empfiehlt? Wer weiß?;)

Ich füttere Nösenberger deshalb zu, weil ich mit nur Gemüse, und das war schon eine gute Mischung, die mich ca. 300 Euro/Monat gekostet hat, meine damals noch 9 Riesen einfach nicht satt bekommen habe. Ich habs einen Winter lang versucht, Resultat war, das sie "unzufrieden" wirkten, ständig bettelten...ich hatte den Eindruck, das ihnen was fehlt. Den Winter darauf hab ich Gemüse um etwa die Hälfte reduziert und Nösenberger zugefüttert, die Kaninchen waren damit weit zufriedener, es gab keine Bettelei mehr und sie wirkten "gut versorgt".

Was mich auch stutzig machte war, das meine Kaninchen in dem Winter, wo es nur Gemüse gab (natürlich auch Heu und Trockenkräuter), auch mit Verdauungsproblemen zu kämpfen hatten, in der Zeit waren wir 3x beim TA, was ich sonst von meinen Kaninchen gar nicht kenne.
Seit ich meine Fütterung geändert habe, gibt's auch keine Verdauungsprobleme mehr. Das ist für mich auch ein entscheidender Faktor.;)

Clagiostro 10.07.2013 06:10

Guten Morgen, ich will mich hier nicht in die Diskussion einmischen. Nur eine kurze Information liefern:
ich habe gestern nach diesem Kaninatur gesucht, das gibts nicht (mehr?).
Aber ich habe beim WACKELNASENSHOP - da gabs dieses Kaninatur auch mal - bis auf zwei Bestandteile alle Zutaten zu diesem Futter gefunden. Die beiden fehlenden Zutaten - Schafgarbe und Beifuß -kann man leicht selber pflücken und trocknen.
Ich habe mal alle vorhandenen Zutaten - Blätter und Blüten und Kräuter je 250 g je Sorte und Sämereien (und da war nur Hafer wirklich Getreide, alle anderen Sorten sind glutenfreie "Getreide" bzw. Samen) 100 g je Sorte zusammengestellt.
Zusätzlich habe ich ein Strukturmüsli (1 kg für 3,80 Euro) in fast der gleichen Zusammensetzung wie das Nösenberger (das hat zwei Zutaten mehr drin und kostet 29,99 für 20 kg) in einer 1 kg Packung dazu genommen und bin insgesamt für etwas über 4 kg auf einen Preis von 40,55 Euro gekommen.
Wenn ich beim Kaninchenladen meine zwei Mischungen (je 2 kg) kaufe, also auch 4 kg, komme ich auf knapp 45 Euro.
Und bei beiden Mischungen waren letztens seehr viel Haferstengel und andere Stengel drin, die nicht gefressen wurden.
Also ist dieses Kaninatur - wenn selbstgemischt - garnicht so teuer.
Da meine die letzte Kräutermischung vom Kaninchenshop fast nicht fressen, werde ich die o.g. Mischung mal bestellen und sehen obs ankommt.

Nichts für ungut, das hier sollte nur der Information über den Preis dienen.

Clagiostro 10.07.2013 06:16

Nachsatz:
Habe vorher natürlich wegen dem besseren Verständnis - warum ist dieses Kaninatur besser als xyz - die Artikel von diesem Andreas gelesen und war erstaunt über die sachliche und fachliche Begründung.

iLulu 10.07.2013 07:30

Ich finde ja das Argument, dass hier viele Krankheitsfälle auftreten seit Heu+Gemüse empfohlen wird nicht besonders aussagekräftig.

1. Viele, die nur das (ungesunde) Trockenfutter füttern, informieren sich auch nicht, was sie sonst füttern könnten. Bei Problemen wird einfach abgewartet oder zu TA gerannt, der vermutlich häufig auch nicht davon abrät. Das heißt, man kann gar nicht sagen, wie viele Probleme durch diese Fütterung entstehen, da hier nicht viele dazu schreiben - Ich hatte anscheinend immer sehr robuste Kaninchen (außer Balu), die keine Probleme damit hatten. Meine Nachbarn aus der Heimat hatten bei ihrem Kaninchen häufig mit Durchfall zu kämpfen.

2. Viele, die sich hier anmelden stellen dann das Futter um. Es ist doch normal das nicht jedes Kaninchen das gleiche verträgt und so erstmal rausgefunden werden muss was am besten für die Kaninchen ist. Durch "Übermotivation" wird häufig zu viel verschiedenes angefüttert - da sind dann nunmal auch Sachen bei, die nicht vertragen werden.

3. Es werden immer nur Threads eröffnet, wenn etwas schief läuft - und eben nicht, wenn die Umstellung (wie z.B. bei meiner Leila) problemlos läuft.

Letztendlich muss eh jeder für sich entscheiden wie er füttert - und wenn man mal anfängt sich damit zu beschäftigen probiert man ja auch ein bisschen rum. Bis man es individuell auf seine Kaninchen angepasst hat. Es gibt mit Sicherheit nicht nur eine perfekte Fütterungsweise.

Benny 10.07.2013 07:34

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 530868)
Ein User, der eine bestimmte Futtersorte mit Nachdruck empfiehlt, füttert sie selbst nicht mehr.

Diese Futtersorte wurde soweit ich weiß, entwickelt, weil ja lt. Tierschutz alles getreidefrei sein sollte und die meisten daher nicht gewillt waren, das Nösenberger, das Andreas gefüttert und auch empfohlen hat, zu kaufen.
Er war schon froh, dass man überhaupt von dem Kuntibunti-Pressmüll wegkam.

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 530868)
Ich frage mich da, warum er sie selbst nicht (mehr) füttert, jedoch so vehement empfiehlt. Das ist für mich unlogisch. Ich würde das nach meinem Wissen und Gewissen beste Futter für meine Kaninchen bevorzugen, und auch nur das was ich auch selbst geben würde, anderen weiterempfehlen.

Ich denke, dass er seinem eigenen Futter den Vorzug gegeben hat, um es auszuprobieren wie es ankommt und um nicht vom Nösenberger ständig 25% (Luzernestengel) wegwerfen zu müssen.

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 530868)
Angesprochen auf eine offensichtlich zeitlich vorher liegende und mir nicht bekannte Aussage bezüglich eines möglicherweise zu hohen Vitamingehaltes (bezeichnet als "fragwürdige Dosierung") wird von dem betreffenden User ausgeführt, dass sich dies lediglich auf Vitamin A bezöge.

Soweit ist das nachvollziehbar für mich - ohne die Ursprungsaussage zu kennen - , nicht mehr nachvollziehbar ist die darauf folgende Ausführung, es sei diesem User kein "glaubwürdig dokumentierter Erkrankungsfall" bekannt. Diese Aussage macht mich nachdenklich. Wer bestimmt was glaubwürdig ist? Reicht nicht der Verdacht, das etwas schädlich sein könnte, um es zu meiden wenn das möglich ist?

Ich denke mal, irgendwelche Gedanken wird sich dabei die Futtermittelindustrie gemacht haben. Vllt. dient der hohe Gehalt auch lediglich dazu, um das Futter besser haltbar zu machen oder besser verwertbar oder Sonstwas, ich weiß es nicht. Probleme konnte ich bei meinen Kaninchen nicht durch so viel Vitamin A feststellen.

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 530868)
Kann möglicherweise jemand nähere Aussagen zu Vitamin A, dem Bedarf eines Kaninchens und den möglichen Gefahren bei Überdosierung machen? Ich war bisher der Meinung, dass die Vitamin-A-Versorgung durch Beta-Carotin problemlos möglich wäre, und daraus ausreichend Vitamin A selbst hergestellt werden könnte - gleichzeitig aber eine Überversorgung nicht möglich sei.
Was, wenn man diese offensichtlich mit recht hohem Vitamin-A-Gehalt ausgestattete Futtersorte nun noch mit einem hohen Möhrenanteil in der Fütterung kombiniert? Ab wo wird es problematisch? Was ist noch tolerierbar?

Langzeiterfahrung habe ich damit nicht, ich füttere aber im Winter zusätzlich zum Nösenberger eine relativ große Menge Möhren, ohne dass es bisher zu Problemen gekommen ist.

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 530868)
Und wie ist es bei euch? Würdet ihr ein Futter empfehlen, das ihr selbst nicht mehr verwendet?

Ja, würde ich, da ich auch das JR Farm grainless Herbs weiterempfehle, obwohl ich es selbst nicht mehr füttere, sondern das Nösenberger.

Lupine 10.07.2013 09:10

Halten wir also fest:

1. Es gibt gute Gründe ein Futter weiter zu empfehlen obwohl man es selbst nicht mehr füttert. Und es gibt Gründe die dagegen sprechen können, z. B. Bedenken wegen der Dosierung eines der Inhaltsstoffe.

2. Ob es ausreicht, dass dem Empfehlenden kein "glaubhaft dokumentierter" Krankheitsfall in einem vorher als bedenkenswert empfundenen Zusammenhang bekannt geworden ist, das sollte jeder für sich selbst entscheiden - ich finde es sehr schade, dass gerade ein Empfehlender der über Fachkenntnis verfügt und selbst diese Bedenken geäußert hat, diese nicht im Rahmen seiner Empfehlung mit anbringt. Dann könnte derjenige, an den die Empfehlung gerichtet ist, selbst entscheiden ob er das möglicherweise bestehende Risiko eingehen will. Warum das Verschweigen der ursprünglichen, und vermutlich ("ändere meine Meinung selten") immer noch bestehenden Bedenken?

3. Den Erfahrungen zufolge verweigern sehr viele Kaninchen einen der Hauptbestandteile des empfohlenen Futters. Geht man nun davon aus, dass - wie gerade auch der Empfehlende immer wieder betont - Kaninchen sehr wohl wissen was ihnen gut tut, ist es verwunderlich dass ein Futter empfohlen wird, von dem einer der Hauptbestandteile großenteils verweigert wird. Wäre es nicht sinnvoller, darauf hinzuwirken dass das Futter entsprechend abgeändert wird?

4. Das eigene Futter des Empfehlenden ist derzeit nicht käuflich zu erwerben, aus welchem Grund auch immer. Es ist aber offensichtlich, wie Cagliostro herausgefunden hat, problemlos möglich es sich selbst zusammenzustellen! Und das zu einem wohl durchaus noch akzeptablen Preis. Warum dann die vehemente Empfehlung des fertigen Futters, wenn doch genauso gut empfohlen werden könnte das Rezept des derzeit nicht erhältlichen Futters nachzubilden?

5. Das Problem der möglichen Überdosierung von Vitamin A ist bisher nicht evaluiert. Bei natürlicher Ernährung ist eine Überdosierung nicht möglich, jedoch ist dem empfohlenen Futter eine so große Menge an künstlichem Vitamin A zugesetzt, dass selbst der Empfehlende das offensichtlich bedenkenswert fand. Ein Nachweis der Unbedenklichkeit dieser Dosierung, vor allem im Zusammenhang mit stark betacarotinhaltiger Frisch-Beifütterung, ist bislang nicht erbracht. Lediglich Einzelerfahrungen in einem kurzen Fütterzeitraum sind bekannt, die keinen Rückschluss auf Langzeitfolgen zulassen.

6. Das Kaninatur wurde von Andreas entwickelt, um der derzeitigen Ernährungsströmung in Tierschutzkreisen zu entsprechen. Vorher hat er das Nösenberger gefüttert. Wenn er aber überzeugt ist, dass diese Ernährungsströmung in Tierschutzkreisen fehlerhaft ist, warum hat er selbst dann das Nösenberger nicht einfach seinen Tieren weitergefüttert und tut das heute noch? Er füttert es nicht mehr. Weiß er mehr als das Gros der Kaninchenhalter? Definitiv ja, und das macht mir große Sorgen. Warum füttert man selbst ein Futter nicht mehr, das man als empfehlenswert betrachtet und wohl früher gefüttert hat? Es muss einen Grund geben, und so lange ich den nicht kenne, werde ich das Nösenberger mit seinen zugesetzten künstlichen Vitaminen mit großer Sorge betrachten! Siehe Punkt 5: nur weil noch keine Krankheitsfälle zweifelsfrei und "glaubhaft" (wer auch immer die Glaubhaftigkeit beurteilt, bleibt dahingestellt) dokumentiert wurden, heißt das ja nicht dass es keine gibt. Im Mittelalter glaubte man auch noch, dass Krankheiten durch schlechte Gerüche verbreitet wurden. Dass Bakterien und Viren die Schuld trugen, erfuhr man erst später.

7. In Foren gepostet werden fast ausschließlich die Krankheitsfälle, und in Foren sind extrem viele Halter vertreten die sich Gedanken um gesunde Fütterung machen. Das Aufkommen der Foren und die gesunde, frischfutterlastige Ernährung sind zeitlich eng verbunden, so ist es kein Wunder wenn Krankheitsfälle aus der Trockenfutterzeit nicht verzeichnet sind. Es existiert also a = Auftreten der Foren, b = Aufkommen der frischfutterlastigen Ernährung und c = Posten von Krankheitsfällen, insbesondere Bauchproblemen, in Foren. c ist in so fern problematisch, als die Dunkelziffer bei Bauchproblemen wie Aufgasungen sehr hoch ist. Viele nicht versierte Halter übersehen solch eine Aufgasung, und das Tier liegt dann "einfach" morgens tot im Käfig. Dann heißt es "Herzschlag". Es dürfte also bei den nicht in Foren vertretenen und damit oft unaufgeklärten Haltern sehr viele unerkannte Fälle geben. Nun hat man die Beziehungen a mit b, die zeitlich miteinander verknüpft sind, und a mit c, die ebenfalls zeitlich verknüpft sind (sowohl was die Erkennung der Gesundheitsprobleme betrifft, als auch was die Mitteilung derselben betrifft). Und nun gehen einige her, und sagen: es gibt die Beziehung a/b und die Beziehung a/c. Wenn a mit beiden korrespondiert, kann ich ja daraus die Beziehung a/c ableiten. Und das ist schlichtweg falsch! Mal an einem platten Beispiel erklärt: eine Erdbeere ist rot, und eine Kirsche ebenfalls. Ist deshalb eine Erdbeere gleich einer Kirsche? Oder kann man sagen: wo etwas rot ist, da ist ein Erdbeer-Kirsch-Gemisch drin?

8. Die Futtermittelindustrie macht sich eine Menge Gedanken. Da wird Hühnern Fischmehl verfüttert (hat schon mal jemand ein Huhn angeln sehen?), Hunde bekommen Gemüseflocken, Rinder als reine Pflanzenfresser wurden mit Tiermehlen im Futter krank gemacht (BSE). Antibiotische, kokzidostatische und sonstige chemische Wirkstoffe sind in Futtermitteln gang und gäbe, die Unbedenklichkeit wird behauptet aber nicht selten stellt sich im Nachhinein heraus, dass das Zeug sogar noch für den Nächsten in der Nahrungskette gefährlich wird. Da ist ein überdosiertes Vitamin ein kleiner Fisch - und Vitamine werden oft und gerne als "gesundheitsförderlich" angepriesen (obwohl der Nutzen bei normaler Ernährung nicht mehr vorhanden ist, weil gar kein Mangel vorliegt), oder gar als reine Zusatzstoffe zur Attraktivitätssteigerung, Ansäurerung oder Konservierung zugesetzt (Ascorbinsäure). Was, wenn das Vitamin A im fraglichen Futter gar keine Gesundheitswirkung entfalten soll, sondern eine ganz andere, lediglich dem Hersteller dienende Funktion erfüllt? Das wird der natürlich nie zugeben, falls es so sein sollte.

9. Es gibt Futter, die dem Nösenberger ähnlich sind. Warum beschränkt sie die Empfehlung ausschließlich und vehement auf dieses eine Futter?

Mir sind hier viel zu viele lose Enden! Bevor die nicht verknüpft sind, werde ich keine Ruhe geben!

killercat2010 10.07.2013 09:14

mhhh ähmm leute? warum müsst ihr dieses in einem thead diskutieren?
es gibt doch von euch schon eins wo ihr diskutieren könnt :confused: zumal eure diskutieren langsam echt nervt.

Jeder weiß doch am besten was sein kaninchen mag und was nicht, und was ihm gut tut, oder wo er keine probleme hatte.

also lasst doch mal dieses diskutieren es gibt doch sowieso immer einen der meint bei ihm ist es perfekt :rolleyes:

Lupine 10.07.2013 09:32

Ich werde die Mods bitten, die Diskussion abzutrennen, killercat2010.

Die Diskussion selbst ist aber extrem wichtig, denn es geht nicht nur darum was ein Kaninchen gerne frisst, sondern was ihm gut tut! Es gibt auch Kinder, die - wenn man sie lassen würde - sich ausschließlich von Chips und Schoki und Cola ernähren würden. Oder es sogar tun. Die Folgen für die Gesundheit sind verheerend.

Und es gibt immer noch viel zu wenig gesicherte Erkenntnisse darüber, was nun richtig ist.

Und: so ganz vorbei am Thema ist es auch nicht, denn die Ernährung hat einen sehr großen Einfluss auch auf die Zähne. Mangelnde Kaubewegungen sind genauso problematisch wie falsche Kaubewegungen!

Weißt du, wie die richtige Kaubewegung beim Kaninchen aussieht? Nur wenn man das weiß, kann man auch Futter auswählen das diese Kaubewegung unterstützt, und damit (behandlungspflichtige) Zahnprobleme verhindern.

So ist es zum Beispiel Gift für den Kaninchenkiefer inclusive Gelenke und für die Zähne, wenn Pellets gefüttert werden. Diese werden entweder ganz (kleine Pellets) oder in Stücken zu den Backenzähnen transportiert und dort zerbissen. Das ist eine Auf-Zu-Bewegung, die die Kiefergelenke enorm belastet, und die außerdem das Abschleifen der Zähne verhindert. Frisst ein Kaninchen dagegen einen Grashalm oder einen Heuhalm, dann erfolgt die Bewegung folgendermaßen: ein wenige cm kleines Stück wird mit einer Seitwärtsbewegung des Unterkiefers mittels der Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer abgetrennt. Die Funktionsweise entspricht ungefähr der eines Messers. Dieses Stück wird dann mit der Zunge zu den Backenzähnen transportiert, und dort längs auf die Reihe der Prämolaren und Molaren gelegt. Dort wird das Stück dann mittels einer vorwiegend seitlich ausgeführten Bewegung des Unterkiefers zermahlen, bevor es abgeschluckt wird. Kaninchen kauen immer nur auf einer Seite gleichzeitig, ist dir das schon mal aufgefallen?

Wenn man sich diese komplizierten Abläufe vor Augen führt, erkennt man wie wichtig die Auswahl des Futters für die Gesunderhaltung des Kaninchens ist. Sie ist wirklich lebenswichtig, nicht nur die Nährstoffe betreffend.

LuLu03 10.07.2013 09:52

Zu deoner Ausführung mit der kaugbewegung hätte ich eine frage lupine.
Sag mal wie sieht die kaubewegung denn bei Möhren, sellerie, steckrübe und anderen wurzeln aus?

Lupine 10.07.2013 09:59

Das ist einer der Gründe, warum Wurzelgemüse nur begrenzt gegeben werden soll :D

Das abknabbern von der Möhre entspricht ungefähr dem Abknabbern von Zweigen. Man kann es - in Maßen - als unschädlich betrachten, allerdings sollte die hauptsächliche Kaubewegung die Schneide- und Mahlbewegung sein.

Durch das abknabbern werden oft relativ flache Scheibchen abgeknabbert, so ist jedenfalls meine Beobachtung gewesen. Diese Scheibchen und Bröckchen können genauso zermahlen werden wie Gräser, allerdings werden sie zunächst oft ähnlich wie Pellets noch zerbissen. Anders als bei Pellets handelt es sich jedoch um etwas feuchtes, was nicht bröckelt sondern einen gewissen Zusammenhalt hat, deshalb folgt dem Zerbeißen die typische seitliche Kaubewegung. Da diese aber nicht so langanhaltend ist, sollte Knollen- und Wurzelgemüse nur einen kleinen Teil der Ernährung ausmachen, um die Anzahl der seitlichen Kaubewegungen nicht zu gefährden. Es spricht nichts dagegen, kleine Mengen Wurzel- und Knollengemüse in die Ernährung einzubauen, besonders im Winter in Außenhaltung. Aber ein Hauptfutterbestandteil dürfen sie nicht sein.

Pellets sind übrigens deutlich härter als Möhre und Co.! Wer noch Pellets daheim findet, kann es ausprobieren: versucht einmal euren Fingernagel in eine Möhre oder ein Stück Sellerie zu bohren. Das geht relativ problemlos. Nun versucht das selbe mit einem Pellet. Aber nur, wenn ihr keinen Wert auf unversehrte makellose Fingernägel legt :rolleyes:

Benny 10.07.2013 10:01

Zitat:

Zitat von LuLu03 (Beitrag 531038)
Zu deoner Ausführung mit der kaugbewegung hätte ich eine frage lupine.
Sag mal wie sieht die kaubewegung denn bei Möhren, sellerie, steckrübe und anderen wurzeln aus?

Lt. meinen Recherchen haben anscheinend öfter mal Kaninchen Probleme mit den Zähnen nach der Winterfütterung, auch wenn diese überwiegend aus blättrigem Gemüse besteht. Diese Kaninchen haben allerdings keine Probleme mit Wiesenfütterung. Daher denke ich, dass beim Gemüse allgemein, egal ob blättrig oder knollig, die Kaubewegungen bzw. Abnutzung anders sein müssen/muss als bei Wiese oder Heu. Vllt. liegt es auch an der Kieselsäure, die in (Blatt)gemüse evtl. nicht in ausreichendem Ausmaß vorhanden ist.

Wusstet ihr eigentlich, dass der Rohfasergehalt von Karotten und Weißkohl gleich ist?
Das lässt mich vermuten, dass es wohl einige Blattgemüsesorten gibt, die mit Knollengemüse gleichzusetzen sind.

LuLu03 10.07.2013 10:04

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 531042)
Das ist einer der Gründe, warum Wurzelgemüse nur begrenzt gegeben werden soll :D

Das abknabbern von der Möhre entspricht ungefähr dem Abknabbern von Zweigen. Man kann es - in Maßen - als unschädlich betrachten, allerdings sollte die hauptsächliche Kaubewegung die Schneide- und Mahlbewegung sein.

Durch das abknabbern werden oft relativ flache Scheibchen abgeknabbert, so ist jedenfalls meine Beobachtung gewesen. Diese Scheibchen und Bröckchen können genauso zermahlen werden wie Gräser, allerdings werden sie zunächst oft ähnlich wie Pellets noch zerbissen. Anders als bei Pellets handelt es sich jedoch um etwas feuchtes, was nicht bröckelt sondern einen gewissen Zusammenhalt hat, deshalb folgt dem Zerbeißen die typische seitliche Kaubewegung. Da diese aber nicht so langanhaltend ist, sollte Knollen- und Wurzelgemüse nur einen kleinen Teil der Ernährung ausmachen, um die Anzahl der seitlichen Kaubewegungen nicht zu gefährden. Es spricht nichts dagegen, kleine Mengen Wurzel- und Knollengemüse in die Ernährung einzubauen, besonders im Winter in Außenhaltung. Aber ein Hauptfutterbestandteil dürfen sie nicht sein.

Pellets sind übrigens deutlich härter als Möhre und Co.! Wer noch Pellets daheim findet, kann es ausprobieren: versucht einmal euren Fingernagel in eine Möhre oder ein Stück Sellerie zu bohren. Das geht relativ problemlos. Nun versucht das selbe mit einem Pellet. Aber nur, wenn ihr keinen Wert auf unversehrte makellose Fingernägel legt :rolleyes:

War nicht als Angriff zu verstehen interessiert mich persönlich wegen matilas retrograden zahnwachstum ;)

Lupine 10.07.2013 10:05

Quelle, was die Recherchen betrifft? Ich würde das gerne nachlesen, weil es meinem Eindruck von der ganzen Sache 100%ig entgegensteht.

Wusstest du eigentlich, dass Andreas sagt dass Rohfaser und Rohfaser nicht mal annähernd miteinander vergleichbar seien? ;)

Lupine 10.07.2013 10:09

Zitat:

Zitat von LuLu03 (Beitrag 531047)
War nicht als Angriff zu verstehen interessiert mich persönlich wegen matilas retrograden zahnwachstum ;)

War auch nicht als Angriff angekommen ;) Die Frage war absolut berechtigt. Bei Matilda würde ich nach Möglichkeit den Anteil an Knollen- und Wurzelgemüse so gering wie irgend möglich halten, um eine zusätzliche Druckbelastung der Zähne zu minimieren. Das gilt um so mehr für Dinge wie Trockengemüse und ähnliches. Für sie wäre eine rund-um-die-Uhr-Wiesenernährung bestens geeignet, vielleicht kann man so das retrograde Wurzelwachstum zum Stillstand bringen.

Benny 10.07.2013 10:11

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 531049)
Quelle, was die Recherchen betrifft? Ich würde das gerne nachlesen, weil es meinem Eindruck von der ganzen Sache 100%ig entgegensteht.

Soll ich dir jetzt die ganzen Threads aus den verschiedenen Foren raussuchen?
Bei aller Liebe, diese Arbeit kannst du dir gerne selbst machen.
Ich sag dir die Foren, dann gibst du in die Suche Winterfütterung oder Gemüse und Zahnprobleme oder Zahnspitzen ein, dann findest du entsprechende Threads. Ich möchte dich nur vorwarnen, das dauert Monate, bis du dich da durchgekaut hast.;)

www. tierplanet.de
www. kaninchenschutzforum.de
www. degupedia.de

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 531049)
Wusstest du eigentlich, dass Andreas sagt dass Rohfaser und Rohfaser nicht mal annähernd miteinander vergleichbar seien? ;)

Das weiß ich, aber wenn ich die Vergleiche aus ein und derselben Tabelle entnehme, dann sicherlich schon.

LuLu03 10.07.2013 10:15

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 531052)
War auch nicht als Angriff angekommen ;) Die Frage war absolut berechtigt. Bei Matilda würde ich nach Möglichkeit den Anteil an Knollen- und Wurzelgemüse so gering wie irgend möglich halten, um eine zusätzliche Druckbelastung der Zähne zu minimieren. Das gilt um so mehr für Dinge wie Trockengemüse und ähnliches. Für sie wäre eine rund-um-die-Uhr-Wiesenernährung bestens geeignet, vielleicht kann man so das retrograde Wurzelwachstum zum Stillstand bringen.

Normal bekommt sie ja rund um die Uhr Wiese.
Allerdings bin ich momentan verletzt und kann keine Wiese füttern.

Diesen Winter habe ich das Wurzelgemüse auf ein Teil pro Tier beschränkt das hat wunderbar geklappt.
Seit der eine Zahn gezogen wurde hatten wir auch keine Zahnspitzen mehr.
Ich hoffe das wir damit dem Zahnwachstum schonmal ein schhnippchen geschlagen haben.

mausefusses 10.07.2013 10:38

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 531052)
War auch nicht als Angriff angekommen ;) Die Frage war absolut berechtigt. Bei Matilda würde ich nach Möglichkeit den Anteil an Knollen- und Wurzelgemüse so gering wie irgend möglich halten, um eine zusätzliche Druckbelastung der Zähne zu minimieren. Das gilt um so mehr für Dinge wie Trockengemüse und ähnliches. Für sie wäre eine rund-um-die-Uhr-Wiesenernährung bestens geeignet, vielleicht kann man so das retrograde Wurzelwachstum zum Stillstand bringen.

Ganz im Ernst wäre die Fütterung von grob geraspeltem Knollengemüse für das Gebiss der Tiere weitaus günstiger. Der viel zu hohe, punktuelle Druck fällt dann weg wenn die Karotte quasi in Form eines Grashalms daherkommt......

mausefusses 10.07.2013 10:39

Nochmal zur Info:

Im Buch von Andreas, Seite 42/43, äußert er sich wie folgt zu seiner Fütterung :



Frühjahr:
-Struktur- und Faserreiches Trockenfutter 20gr/Tag/Tier
-Start mit frischen unterschiedlichen Pflanzen im Gemisch
-Gemüse im Gemisch zur freien Verfügung (Möhren, Sellerie, Chicoree, Broccoli usw.,langsame Reduzierung)
-gelegentlich Obst,Äste , Laub

Sommer:
-frische unterschiedlichen Pflanzen im Gemisch
-gelegentlich Obst,Äste , Laub
-Struktur- und Faserreiches Trockenfutter 20gr/Tag/Tier

Herbst:
-frische unterschiedlichen Pflanzen im Gemisch
-gelegentlich Obst,Äste , Laub
-Je nach verfügbarkeit von frischem Grün langsamer Start mit gemüse sowie struktur- und faserreichem Trockenfutter


Winter:
-Gemüse im Gemisch zur freien Verfügung (Möhren, Sellerie, Chicoree, Broccoli usw.)
-gelegentlich Obst,Äste , Laub
-Struktur- und Faserreiches Trockenfutter 20gr/Tag/Tier
-gelegentlich Sonnenblumenkerne

Benny 10.07.2013 10:55

Was mich allerdings wundert, dass er Gemüse (vor allem Knollengemüse) in der Winterfütterung zur freien Verfügung empfiehlt.
Außerdem empfiehlt er im Sommer Grünfütterung ohne Gemüse.

Wäre interessant zu wissen, ob die Empfehlung im Sommer genauso wäre wie im Winter, wenn dauerhaft keine Wiesenfütterung möglich ist.

Allerdings empfiehlt er ganzjährig die Zufütterung von strukturiertem Trockenfutter, wobei er sich dabei nicht darüber auslässt, ob es wichtig ist, dass es vitaminisiert ist oder nicht. In Forenbeiträgen kann man da Kongreteres dazu lesen.

Ich denke mal, dass diese Fütterungsempfehlungen für die meisten Kaninchen, die vorher nur mit Heu oder Pellets gefüttert worden sind schon eine enorme Bereicherung ist.

Lupine 10.07.2013 11:23

Wo siehst du in dieser Empfehlung vor allem Knollengemüse, Benny? Ich sehe da Chicoree (blättrig), Sellerie (blättrig). Dem gegenüber stehen Möhre (Wurzelgemüse) und Broccoli (Kohlgewächs). Also, das u.s.w. ignorierend: 2 x blättrig, 1 x Kohlgewächs, 1 x Wurzelgemüse, 0 x Knollengemüse.

mausefusses, steht dort irgendwo ob die Angaben für alle Kaninchenrassen gelten? Mir kommt es etwas eigenartig vor, dass die Gewichtsangabe beim Strukturfutter pro Tier pro Tag ausgelegt ist und nicht pro kg Körpergewicht pro Tag. Dann würde ein Riese gemessen an seinem Bedarf ja kaum etwas erhalten, während ein Zwerg eine verglichen mit seinem Magenvolumen erhebliche Menge erhalten würde.

Auf jeden Fall ist aber die Empfehlung klar: Strukturfutter streng rationiert, sogar mit Gewichtsangabe. Dagegen im Winter Gemüse, im Sommer draußen auffindbares Frischfutter zur freien Verfügung. Das Strukturfutter ist also lt. dieser Empfehlung offensichtlich dazu gedacht, lediglich ein kleiner ergänzender Baustein in der Ernährung zu sein, sollte keinesfalls ad libitum angeboten werden, im Gegenteil sollte Gemüse im Winter ad libitum die Wiesenpflanzen des Sommers ersetzen.

Kann mir jemand bei meinen Fragen bezüglich des Vitamin A weiterhelfen? Kennt jemand Grenzwerte für Kaninchen, und wer kann mir Auskunft darüber geben ob die Angaben in wikipedia zur Hypervitaminose verlässlich sind?

Was das grobe raspeln von Möhre und Co betrifft, habe ich die Erfahrung gemacht dass meine Nins das nicht angenommen haben. Einen Versuch ist es aber auf jeden Fall wert!

Benny 10.07.2013 11:28

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 531087)
Wo siehst du in dieser Empfehlung vor allem Knollengemüse, Benny? Ich sehe da Chicoree (blättrig), Sellerie (blättrig). Dem gegenüber stehen Möhre (Wurzelgemüse) und Broccoli (Kohlgewächs). Also, das u.s.w. ignorierend: 2 x blättrig, 1 x Kohlgewächs, 1 x Wurzelgemüse, 0 x Knollengemüse.

Ich las Möhre, Sellerie und Brokkolie. Bei Sellerie kann genausogut die Knolle gemeint sein. Das meinst du nicht im Ernst, dass ich jetzt auch noch wegen dir zwischen Knolle und Wurzel unterscheiden muss, oder?
Wenn ich Sellerie als Knolle einstufe, dann wurde auf jeden Fall nur EIN Blättriges Gemüse genannt und das war der Chicoree.

Sag mal, musst du eigentlich ständig jeden Beitrag, den ich hier schreibe zerpflücken? Lass mich doch einfach mal in Ruhe. Du gehst mittlerweile mit deinen ewigen besserwisserischen Romanen nicht nur mir gehörig auf den Keks, sondern auch etlichen anderen, nur die trauen sich das nicht öffentlich zu schreiben.

Vllt. denkst du darüber mal ein bisschen nach.

LuLu03 10.07.2013 11:30

Geraspeltes Gemüse frisst matilda nicht dafür janosch und sam :D

Zu dem buch mag ich noch anmerken das das ja shon einige zeit im handel ist ich weiß nicht ob das noch so aktuell ist.

Benny 10.07.2013 11:31

Zitat:

Zitat von LuLu03 (Beitrag 531092)
Zu dem buch mag ich noch anmerken das das ja shon einige zeit im handel ist ich weiß nicht ob das noch so aktuell ist.

Das hab ich mir auch schon gedacht, wobei ich es nicht schreiben wollte, weil das sowieso von Lupine sofort wieder "zerpflückt" worden wäre, was ich geschrieben hätte.;)

iLulu 10.07.2013 11:59

Zitat:

Zitat von Benny (Beitrag 531090)
Sag mal, musst du eigentlich ständig jeden Beitrag, den ich hier schreibe zerpflücken? Lass mich doch einfach mal in Ruhe. Du gehst mittlerweile mit deinen ewigen besserwisserischen Romanen nicht nur mir gehörig auf den Keks, sondern auch etlichen anderen, nur die trauen sich das nicht öffentlich zu schreiben.

Vllt. denkst du darüber mal ein bisschen nach.

Also das finde ich jetzt ziemlich hart. Es ist ja schön und gut, wenn ihr euch nicht ab könnt. Und es ist mir auch völlig egal, warum das so ist.

Fakt ist, dass ihr beide ziemlich provokant schreibt, wenn ihr "unter euch" seid.

Allerdings ist es meine Meinung nach völlig fehl am Platze Lupine öffentlich so krass zu kritisieren. Sie gibt hier mit die meisten Tipps zu fast allen Themen, sie gibt sich dabei sehr viel Mühe diese Tipps auch noch zu erklären - das ist doch gerade für Neulinge extrem wichtig. Was bringt ein Tipp, wenn man ihn nicht versteht? Ich würde diesen dann vermutlich nicht befolgen...wer leidet darunter? Die Kaninchen. Das kann ja nicht das Ziel sein.

Das hier Beiträge "zerpflückt" werden, um eine gewisse Struktur reinzubringen und konkret weiter Fragen zu stellen, ist doch die beste Methode. Der Ton - oder zumindest der unterschwellige Ton - ist dabei des öfteren ziemlich provokant....na und? Einfach drüberstehen. (Und zwar von beiden Seiten.)

Was an dieser öffentlichen Kritik am wenigsten geht: Der Versuch "Grüppchen" zu bilden. Es ist total egal was andere sagen. Wenn einer ein Problem mit einem anderen User hat, kann Kritik konstuktiv erbracht werden. Entweder öffentlich oder, wenn es nicht zum Thema passt, einfach mal privat.

Benny 10.07.2013 12:38

Zitat:

Zitat von iLulu (Beitrag 531102)
Also das finde ich jetzt ziemlich hart. Es ist ja schön und gut, wenn ihr euch nicht ab könnt.

Ich war deshalb so hart, weil diese letzte Kritik von Lupine bzgl. meines Beitrages mit dem Knollengemüse, mehr als kleinkariert war und das muss und werde ich mir nicht gefallen lassen.

Hier nochmal zum Nachlesen, vllt. ist es dann besser verständlich, warum ich so reagiert habe:

Zitat:

Zitat von mausefusses (Beitrag 531066)
Frühjahr:
-Struktur- und Faserreiches Trockenfutter 20gr/Tag/Tier
-Start mit frischen unterschiedlichen Pflanzen im Gemisch
-Gemüse im Gemisch zur freien Verfügung (Möhren, Sellerie, Chicoree, Broccoli usw.,langsame Reduzierung)
-gelegentlich Obst,Äste , Laub

Zitat:

Zitat von Benny (Beitrag 531070)
Was mich allerdings wundert, dass er Gemüse (vor allem Knollengemüse) in der Winterfütterung zur freien Verfügung empfiehlt.

Und dann kam als sehr provokative Antwort das hier von Lupine:

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 531087)
Wo siehst du in dieser Empfehlung vor allem Knollengemüse, Benny? Ich sehe da Chicoree (blättrig), Sellerie (blättrig). Dem gegenüber stehen Möhre (Wurzelgemüse) und Broccoli (Kohlgewächs). Also, das u.s.w. ignorierend: 2 x blättrig, 1 x Kohlgewächs, 1 x Wurzelgemüse, 0 x Knollengemüse.

Zitat:

Zitat von Benny (Beitrag 531090)
Ich las Möhre, Sellerie und Brokkolie. Bei Sellerie kann genausogut die Knolle gemeint sein. Das meinst du nicht im Ernst, dass ich jetzt auch noch wegen dir zwischen Knolle und Wurzel unterscheiden muss, oder?
Wenn ich Sellerie als Knolle einstufe, dann wurde auf jeden Fall nur EIN Blättriges Gemüse genannt und das war der Chicoree.


Feli 10.07.2013 12:40

Also ich habe bzgl. der Fütterung von Haustieren und der daraus resultierenden Zahnprobleme auch so meine eigenen Erfahrungen im "Tagesgeschäft" als Tierarzthelferin gemacht und die kann ich euch auch mal gerne mitteilen und dazu auch MEINE persönliche Einstellung zu dem ganzen.

Grundsätzlich ist es jedem selber überlassen, WIE er seine Tiere versorgt! Man kann sich immer mit anderen darüber austauschen und mal etwas "neues" probieren, entweder ändert man was an der Fütterung oder man geht einen Schritt zurück zur alten Fütterung!

Was aber die Fütterung im allgemeinen betrifft und den daraus hervorgerufenen Zahnproblemen:
Man gibt einer Katze immer feuchtes Dosenfutter...Man gibt dem Hund immer feuchtes Dosenfutter...Man gibt dem Pferd immer aufgeweichte Grascops...und dies alles als HAUPTFUTTER, was passiert....mit weichen Futterbestandteil hast du keinen Zahnabrieb.

Warum treten Zahnprobleme im Alter auf:
Weil es ein Prozess ist, der sich entwickelt und wenn man über Jahre nur so füttert, hat man im Alter Tiere mit schlechten Zähnen und genau das habe ich über Jahre als Tierarzthelferin beobachten können. Und daher entstehen auch meiner Meinung nach die meisten Zahnprobleme bei Haustieren eindeutig durch FALSCHE Fütterung.

Der Zahnabrieb im allgemeinen wird nicht durch weiches Futter herbeigerufen. Demzufolge lässt sich hierbei auch für mich erklären, warum Kaninchen auch mit Trockenfutter oft keine Zahnprobleme haben.

iLulu 10.07.2013 12:46

Zitat:

Zitat von Benny (Beitrag 531115)
Ich war deshalb so hart, weil diese letzte Kritik von Lupine bzgl. meines Beitrages mit dem Knollengemüse, mehr als kleinkariert war und das muss und werde ich mir nicht gefallen lassen.

Ich habe das alle verfolgt und weiß, warum du so reagiert hast. Vielleicht kann ich es sogar ein Stück weit verstehen...

Nichts desto trotz finde ich diese "Kritik" zu hart und unfair.

Noch mal, Kritik kann man auch neutral ausdrücke, ohne so krass zu werden.

Benny 10.07.2013 12:55

Zitat:

Zitat von iLulu (Beitrag 531120)
Ich habe das alle verfolgt und weiß, warum du so reagiert hast. Vielleicht kann ich es sogar ein Stück weit verstehen...

Nichts desto trotz finde ich diese "Kritik" zu hart und unfair.

Noch mal, Kritik kann man auch neutral ausdrücke, ohne so krass zu werden.

Ich werde versuchen, in Zukunft die Beiträge von Lupine einfach zu überlesen und zu ignorieren, dann passiert sowas nicht mehr. Ich erwarte dann aber auch, dass nicht jeder meiner Beiträg von Lupine in seine Einzelteile zerlegt wird, denn das werde ich nicht hinnehmen, vor allem nicht in so einer Art und Weise wie es bei dem Knollengemüse der Fall war, denn das war einfach der Tropfen, der das Fass heute zum Überlaufen gebracht hat nach einigen anderen Beiträgen von ihr in anderen Threads. Irgendwann kann auch ich nicht mehr nett sein.

Falls es jemanden interessiert, hier hat Lupine heute jemandem erklärt, wie ICH MEINE Kaninchen füttere, denn sie weiß das anscheinend besser als ich selbst. Wenn das alles richtig gewesen wäre, hätte ich gar nichts dazu geschrieben, aber etwas Falsches zu schreiben und sich dann zu wundern, dass Kritik meinerseits kommt und dann noch einen Beitrag mit "Amen" beginnen......ich weiß nicht, wie andere auf sowas reagiert hätten.

[URL="http://www.kaninchenforum.de/kaninchen-ern%E4hrung-futter/28989-wie-ist-meinem-fall-die-beste-ern%E4hrung.html"]http://www.kaninchenforum.de/kaninchen-ern%E4hrung-futter/28989-wie-ist-meinem-fall-die-beste-ern%E4hrung.html[/URL]

Feli 10.07.2013 13:25

Ich muss sagen, ich kann da Benny auch verstehen!

Ich bin z. B. ein Mensch, ich lerne absolut aus der Erfahrung die ich mache.
Der Grund hierfür ist, dass das, was in der Theorie steht, in der Praxis nicht funktioniert.

Und hier seh ich auch einfach den Grund der Differenzen zwischen Lupine und Benny:

Theoretisch erscheint es Lupine nicht möglich, dass die häufigsten Zahnprobleme fütterungsbedingt sind.
In der Praxis jedoch hat Benny aus Ihrer Erfahrung heraus feststellen müssen, dass es so ist.

Würde Benny jetzt eine Studie darüber veröffentlich, dass die Zahnprobleme oft "hausgemacht" sind, hätte Lupine mit dieser Äußerung auch kein Problem mehr:D

iLulu 10.07.2013 13:26

Auch das hatte ich vorhin gelesen. Nur, was hat das jetzt hier zu suchen?

Warum willst du unbedingt, dass andere User auch wütend auf Lupine werden oder sich zumindest äußern? Was hast du davon?

Von außen betrachtet liest sich das alles echt lustig. Ich weiß nicht, ob Lupine das mit Absicht macht - und will ihr auch nichts unterstellen - aber sie scheint immer zu wissen welche Knöpfe sie drücken muss um dich auf die Palme zu bringen. Ich frage mich, warum du dich darüber so aufregst? Einfach grinsen und drüberstehen ;) Das würde die Lage in vielen Threads beruhigen.

Und einige Fragen finde ich von Lupine zu deinen Beiträgen wirklich berechtigt. Hintergrundinfo wäre für viele sicherlich hilfreich um sich selbst eine Meinung zu bilden. Mir reicht dann auch ein Thread (auch aus anderen Foren), nur auch dadurch kommen ja häufig wieder neue Fragen auf. Am einfachsten wäre es wohl diese so gut es geht zu beantworten...das macht Arbeit, klar - aber davon lebt ein Forum.


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