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Myiasis die 2.-Verzweiflung und Trauer :-( auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.06.2018, 13:09

Myiasis die 2.-Verzweiflung und Trauer :-(


Hallo liebe Kaninchenforum,

ich brauche nicht direkt einen Rat, sondern möchte meine Erfahrung mit euch teilen und so hoffentlich etwas besser damit umgehen können.
Innerhalb eines Jahres ist nun mein 2. Kaninchen an Myiasis gestorben. Sie lebte in Außenhaltung und immer wieder einen leicht verschmutzten Hintern (Ursache nicht klar- aber definitiv nie Durchfall gehabt, evtl. aufgrund ihres Übergewichtes, welches sie schon bei Anschaffung vor 1 Jahr hatte). Hintern wurde von mir, als es jetzt so warm wurde, regelmäßig gereinigt, da ich die Gefahr ja kenne (1.Weibchen ohne äußere Anzeichen an demselben verstorben-erst Obduktion klärte die Ursache). Aber jeden Tag wollte ich ihr das nicht antun, deshalb war das Waschen schon ein paar Tage her- hätte ich es nur einen Tag vorher gemacht! Ich mach mir solche Vorwürfe und ich bin unendlich traurig. Am Dienstag in der Früh habe ich sie noch in ihr neues Freigehege gebracht (schattig und sauber) und mir ist nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Als ich am Nachmittag von der Arbeit kam, sah ich, dass etwas nicht stimmt, da bei der Kleinen ein Strang Fell weghing. Als ich sie umdrehte, sah ich die Maden im Bauch-/Hinternbereich. Ich bekam Panik und sofort begann ich in einem Eimer mit warmen Wasser die Maden herunter zu waschen. Sofort darauf raste ich zu meiner Tierärztin, die mit dem Absammeln der Maden und Spülungen der Wunden begann. Sie bekam sofort Medikamente (Antibiotika, Antiparasiticum, Schmerzmittel) Die Maden hatten ein Loch in den Bauch gefressen, dessen Tiefe nicht genau eingeschätzt werden konnte. Es war so schrecklich. Als soweit alle Maden entfernt wurden, beschloss meine Tierärztin sie bei sich zu behalten. Euthanasieren wollte sie meineÄrztin nicht, da sie noch eine Chance hatte. Den ganzen Abend lang sammelte sie einzelne Maden ab, die noch rauskrochen und auch am nächsten Tag noch vereinzelte. Ich habe mich so gefreut, als ich hörte, dass sie die 1. Nacht überlebt hat. Laut TA ein gutes Zeichen. Weiterhin medikamentöse Behandlung. Nach der 2. Nacht in Obhut der Tierärztin konnte ich sie wieder mit nach Hause nehmen. Gestern gegen 10 Uhr brachte ich sie mit ihrem Kumpel in einen Raum (natürlich nicht ins Freie), wo sie bis sie ganz gesund sein sollte, leben sollte. Sie bewegte sich nicht wirklich und fraß auch nicht, was ich laut meiner TA weiterbeobachten sollte. Ich dachte mir, sie braucht jetzt Ruhe, um wieder zu Kräften zu kommen. Um 10:30 Uhr ging ich in die Arbeit. Um 14:45 Uhr war ich wieder zu Hause und sie war ganz schwach. Ihre Beinchen rutschten zur Seite, und sie wirkte richtig apathisch. Ich fuhr sofort wieder zur Tierärztin mit ihr, die ihr eine Infusion angehängt hat und Medikamente verabreichte. Sie sagt, dass sie unterkühlt sei und wickelte sie in ein Handtuch. Anschließend auf eine Wärmedecke. Ich habe so gehofft, dass sie es schafft. Eine Stunde später kam der Anruf, dass sie verstorben sei. Wir haben alles versucht. Und es macht mich so unglaublich traurig, dass sie es trotzdem nicht geschafft hat. Sie war ein ganz besonderes Kaninchen, so aufgeweckt und lebensfroh, ich vermisse sie jetzt schon so und weiß nicht, wie ich das überstehen soll- mein armes Männchen hat innerhalb eines Jahres seine 2. Partnerin verloren und er tut mir so leid. Ich weiß auch nicht, wie ich mit meinem Männchen weitermachen soll. Ich muss wieder für Gesellschaft sorgen, bringe es aber irgendwie nicht übers Herz nach nicht einmal einem Jahr, wieder ein neues Kaninchen aufzunehmen. Die Verluste schmerzen zu sehr.
Gibt es irgendjemanden in diesem Forum, dessen Kaninchen auch trotz Behandlung an Myiasis gestorben ist? Ich verstehe das einfach nicht, dass das so schnell gehen kann und ein Tier innerhalb ein paar Stunden nicht mehr zu retten ist.
Danke schon mal für eure Erfahrungen!



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.06.2018, 10:13

Mein Beileid! Das hört sich sehr traumatisierend an. So ein Zwischenfall ist echt der pure Horror!

Ich hatte glücklicherweise noch nie so einen Vorfall; habe aber eine Häsin mit Übergewicht mit längerem Durchfall. Und bin deswegen auch immer etwas panisch, obwohl ich fast täglich den Po wasche und die in Mitleid gezogene Haut einsalben muss.




Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.06.2018, 11:42

Das tut mir leid, dass du das auch erleben musstest! Ich hab auch ein Kaninchen damit verloren. Es neigte auch immer zu einem verklebten Hintern, hatte auch ein Hautproblem. Täglich hab ich es morgens und abends auf Fliegenmaden abgecheckt. Aber als ich am nächsten Morgen erst um 9.00 Uhr raus bin, lag es bereits tot da....die Fliegenmaden haben den Boden mit dem Kaninchen verbunden!
Inzwischen sprüh ich gefährdete Tiere mit Ballistol Stichfrei und Wunden oder verschmutzte Popos mit Dr. Schaette Wund-Pflege-Spray ein. Fliegenmaden wachsen irre schnell und man findet sie oft zu spät. Sie setzen dann auch soviele Toxine frei, dass bei schon entstandenen größeren Wunden die Überlebenschance sehr gering ist. Da du dein Tier sogar unter ärztlicher Beobachtung hattest, hatte es wohl einfach keine Chance mehr.



__________________

Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html]
Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/
Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/
Kaninchen Body etc nach Maß Shop: https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop/



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 21:47

Danke für eure netten Worte. Es ist wirklich unfassbar, wie schnell so etwas geht. Bin unendlich traurig, dass ich jetzt die 2. Maus dadurch verloren habe, und dass obwohl ich von der Gefahr wusste!! Mach mir solche Vorwürfe, aber es "beruhigt" mich etwas, dass es auch passieren kann, wenn man täglich 2 mal kontrolliert. Was für schreckliche ekelhafte Parasiten Ich hänge euch mal 2 Bilder an, das erste ist von der am Donnerstag verstorbenen Maus Mimi, das 2.von meinem Mädchen Kira, welche am 9.7.2017 verstorben ist. Vermisse sie beide sehr
Der dritte am Bild ist mein Hasenmann Rambo, der jetzt seine 2.Partnerin verloren hat Gibt es noch Erfahrungsberichte zu dem Thema?Wäre sehr dankbar für einen Austausch.



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Myiasis die 2.-Verzweiflung und Trauer :-(-24297267_1470067543042792_2985176631743661945_o.jpg   Myiasis die 2.-Verzweiflung und Trauer :-(-14713044_1089621864420697_7794245032319136256_o.jpg  


Benutzerbild von pelle-pauli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2014
Beiträge: 276
pelle-pauli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 22:14

Das tut mir sehr leid, was du durchgemacht hast. Ich habe vor einer guten Woche dasselbe erlebt. Häsin hatte schon länger öfter mal verklebten Po, immer kontrolliert, oft gebadet, und dann kam ich von der Arbeit und sie saß ganz apathisch da und jede Menge Schmeißfliegen saßen am Hinterteil. Gleich gebadet, Fliegeneier in Massen abgespült. Dann nach dem Trocknen kontrolliert und das Fell geschoren am Hintern. Und plötzlich der Schock: ein ca 2 Cent großes Loch in der Haut, in dem die Maden krochen. Abgesammelt, am nächsten Morgen Tierarzt, Behandlung, mehr richtig große Maden abgesammelt....
Sie war dann noch einen Tag in der Waschküche, aber sie wollte nicht mehr.....
Die Tierärztin hat sie dann erlöst, wir wollten nicht länger warten.....


Das war schon echt schlimm, aber jetzt ist vor drei Tagen noch ihr alter Kumpel gestorben. Er hat sie richtig vermisst und getrauert. Die beiden waren immer zusammen.

Die anderen beiden, waren immer totale Einzelgänger, stecken plötzlich öfter mal zusammmen.


Ich bin auch sehr traurig, kann dich gut verstehen. Das war so schlimm mit den Maden....
Alles Gute für euch.

Ich habe beschlossen, eine neue Häsin dazu zu holen. Und jeden Abend zu kontrollieren.....




p.s. dein Rambo ist sehr sehr niedlich!




Geändert von pelle-pauli (17.06.2018 um 22:17 Uhr).

Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 17.06.2018, 22:20

Ich habe immer Capstar zuhause, da kriegen sie sofort (!), wenn Maden oder Fliegeneier zu sehen sind. GsD hatte ich es erst einmal bei einem Pflegie.
Capstar bewirkt, dass die Maden das Kaninchen unverzüglich wieder verlassen.

Und dann waschen, absammeln und sofort (!) zum TA. Bis zum nächsten Morgen warten ist zu spät.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 22:23

Es tut wirklich gut, sich mit ebenfalls betroffenen Haltern auszutauschen! Tut mir auch sehr leid für dich, es ist wirklich so schlimm :-( :-( vor allem, dass das Partnertier bei dir auch noch gestorben ist, so traurig :-( Das Schlimme ist, auch wenn man von der Gefahr weiß, kann es passieren.
Ich bin am Überlegen, wie ich das mit meinem Männchen löse. Bin so traurig und meine Nerven am Ende, da das das 2. Tier in nicht einmal einem Jahr war. Möchte das Beste für mein Männchen, entweder ich nehme wieder ein Weibchen dazu oder ich gebe ihn meiner Tierärztin, die meinte ihr Männchen sei gestorben und sie suche ein Partnertier. Bin aber erleichtert, dass er sich normal verhält und auch frisst. Letztes Jahr als er seine Partnerin verloren hat (sie waren 4 Jahre zusammen), hat er kaum mehr gefressen. Diesmal frisst er Gott sei Dank und wirkt ganz fit. Womit das wohl zusammenhängt. Vielleicht weil er "erst" 11 Monate mit ihr zusammen war.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 22:25

Hallo Theresa,
hab ich genauso gemacht. Sofort in Wasser gebadet und das Gröbste entfernt und sofort zur Tierärztin. Keine 10 Minuten später Behandlung durch die Tierärztin (absammeln, Medikamente usw.) Es schien nach einer bangen Nacht bergauf mit ihr zu gehen und trotz 2-tägiger tierärztlicher Aufsicht ist sie 2 Tage später gestorben :-(




Benutzerbild von pelle-pauli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2014
Beiträge: 276
pelle-pauli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 22:29

Capstar hab ich jetzt auf vorrat liegen, damit ich beim nächsten Mal gleich reagieren kann. Und das Spray, das Gerti empfohlen hat, werde ich auch besorgen.


An Terry: ich wäre noch in der Nacht zum Notdienst gefahren, wenn es möglich gewesen wäre. Mache mir große Vorwürfe....




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 17.06.2018, 22:41

Das war absolut nicht als Vorwurf gegen Dich gemeint, aber da auch Gäste und andere User hier mitlesen wollte ich nochmal explizit darauf hinweisen wie wichtig der sofortige TA-Besuch ist.

Wenn ich es bei meinem damals nicht vorher schon mal gehört hätte, hätte ich vielleicht auch bis zum nächsten Morgen gewartet, weil ich mir im Leben nicht hätte vorstellen können wie schnell diese Viecher wachsen und zerstören.



marinahexe and pelle-pauli like this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 22:41

Pelle-Pauli: Mach dir nicht zu viele Gedanken, auch das rettet die Situation leider anscheinend nicht immer. Bin sofort nach Bemerken der Maden zur Tierärztin, und sie hat alles versucht, den ganzen Abend einzelne Maden entfernt und sie unter Beobachtunge gehabt, trotzdem verstarb meine Maus nach 2 Tagen. Da waren schon 1 Tag keine Maden mehr sichtbar und die Wunde sah nicht mehr so schlimm aus/war trocken. Waren guter Dinge. Anscheinend nützt auch sofortige Gabe von Antiparasiticum nur, wenn die Wunden nicht zu groß sind, bzw. lassen sich die Maden erst nach einiger Zeit durch das Mittel abtöten (Wirkzeit) und währenddessen haben sie weiteren Schaden angerichtet. Schreckliche Sache.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 22:45

@Pelle-Pauli: Jetzt erst gesehen, Danke, ja er ist wirklich ein Bilderbuch-Häschen :-)



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Benutzerbild von pelle-pauli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2014
Beiträge: 276
pelle-pauli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 22:46

Genau so war es bei meiner Lola wohl auch.

Seit 17 Jahren habe ich nun Kaninchen, aber das hab ich noch nie erlebt. Und will ich auch nie wieder erleben.

Im Moment werde ich schon nervös, wenn ich irgendwo in der Nähe der Kaninchen eine Fliege sehe....




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 22:46

Gibt es noch Betroffene, deren Kaninchen es trotz Behandlung nicht überlebt haben?




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 17.06.2018, 23:11

Zum Beispiel hier: https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/41487-fliegenmaden-vorbeugung.html




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 23:39

Ich hatte bisher 3x Madenbefall bei meinen Tieren. Alle haben überlebt.


Lou, Außenhaltung, hatte vor knapp 2 Jahren Madenbefall. Hab es nur durch Zufall entdeckt. 3 Monate vorher hab ich ein männliches Notfellchen aufgenommen und in die Gruppe integriert. Es lebten zu der Zeit 2 Pärchen draußen + das neue Männchen. VG lief problemlos, etwas Gejage, etwas Fellflug. 3 Monate später saß ein Pärchen versteckt im Stall, ein Weibchen hinter der Kloschale und mein Lou saß völlig panisch auf einem Tisch. Er durfte nicht runter zum Futter und fraß mir das Grünzeug gierig aus der Hand. Er hielt das Hinterteil so komisch hoch. Es sah so aus, als ob er Probleme beim pieseln hätte. Ich fing ihn ein und sah ihn mir von unten an. Es viel mir nichts auf. Glücklicherweise setzte ich ihn auf eine grüne Kiste und drückte ihm die Blase aus. Auf dem grünen Untergrund konnte man im Urin kleine, etwa 2mm große Würmchen schwimmen sehen. Ihn hatte Vincent wohl in den Penis gebissen, deshalb hat er das Hinterteil so hoch gehalten. Sind sofort zum TA und es ist gut ausgegangen.


Im letzten Jahr hat Nala (W, jetzt 8 Jahre) 2x Madenbefall, obwohl ich morgens und abends kontrolliert habe. Sie hat zwischendurch immer wieder mal einen verklebten Po. Ich hab abends um 20/21 Uhr kontrolliert und den Po gereinigt, alles gut. Am nächsten morgen konnte ich Nala nicht sehen. Sie saß apathisch in einer Stallecke. Als ich sie mir schnappte, fielen schon einige Maden ab. Doc angerufen, hingefahren. Spot on gesprüht bekommen, Maden abgesammelt und wieder nach Hause. Im weiten Umkreis gab es kein Capstar. Ich hab es dann in einer Apotheke bestellt, wo es gegen 17 Uhr geliefert wurde. Bis dahin habe ich stündlich Maden abgesammelt und abgespült. Die Maden waren zwischenzeitlich 1cm groß und die Verletzungen (Löcher rechts und links vom Schwänzchen) erheblich. Sie bekam reichlich Schmerzmittel und hat sich nur sehr, sehr vorsichtig bewegt. Ich habe auch 2 Tage später noch einzelne Maden gefunden. Eigentlich hatte ich sie schon abgeschrieben, weil die Maden schon so groß waren. Aber sie hat es gepackt. Als alles verheilt war, hab ich sie wieder rausgesetzt, weil ihre große Liebe draußen lebt. 2 Wochen später, trotz noch genauerer Beobachtung und Kontrolle, das gleiche Spiel noch einmal. Allerdings waren die Maden noch relativ klein. Jetzt muss Nala in der Wohnung leben mit 2 lieben Kastraten, aber dafür ohne ihre große Liebe. Es tut mir sehr weh, dass es so ist. Obwohl alles gut verheilt ist, hat sie wohl rund ums Geschlechtsteil kein Gefühl mehr. Sie putzt sich ordentlich, beißt sich dabei aber auch die Haut auf.

Sie ist so eine Liebe und lässt alles problemlos mit sich machen.

Ich hab auch das Gefühl, dass sie mir durch Zuwenden des Hinterteils zeigen will, dass ein Bad fällig ist.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.06.2018, 23:48

Hier auch nochmal ein Erfahrungsbericht und generelle Infos zum Madenbefall:

https://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq-arbeit/39309-fliegenmadenbefall-myiasis.html




Benutzerbild von Einhorn09
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.05.2015
Beiträge: 5.570
Einhorn09 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2018, 01:11

Als ich vor einigen Jahren noch in einem Gnadengarten geholfen habe, habe ich das selbst einmal erlebt.
Hermann, 9 Jahre alt und ein kleiner weißer grummeliger Widder. Er hat sich nie viel bewegt und nahm es mit der Körperpflege nie so genau. In einer Gruppe von damals knapp 35 Tieren ist er nie aufgefallen und es war auch keine sonderbare Situation das er nicht für Leckerlies kam. Ich wollte eigentlich nur schauen, ob er wieder dreckig ist und habe ihn umgedreht. Ich werde in meinem ganzen Leben nie diesen Anblick vergessen, es waren tausende Maden. Das halbe Kaninchen war von unten komplett bedeckt mit sich windenen Maden. Er selbst war schon völlig apathisch. Ich habe ihn geschoren und gebadet, ich habe so viele Maden abgesammelt, wie ich konnte. Auch er hat Capstar bekommen, aber einen TA nie gesehen (man muss an dieser Stelle dazu sagen, im Gnadengarten hatten wir viele Möglichkeiten der Behandlung und ich selbst war damals erst 15, heute ist mir erst wirklich klar, was dort alles schief gelaufen ist und hätte anders laufen müssen). Stundenlang habe ich ihn immer wieder gebadet und die Maden abgesammelt. Er hat Schmerzmittel bekommen und immer wieder Infusionen. Ich kann mich nicht mehr erinnern in was ich ihn gebadet habe, aber es war kein reines Wasser, irgendwas war da noch drin. Er sah grausam aus und für ihn war es eine Erlösung, dass er etwa 6 Stunden später gestorben ist. Aus heutiger Sicht hätte man ihn sofort erlösen sollen.

Aber dieses Bild von ihm werde ich mein Leben lang nicht aus dem Kopf bekommen, genauso wie die Angst so etwas nochmal erleben zu müssen. Diese Stunden bescheren mir immer wieder harte Alpträume und es war mit einer der schlimmsten Momente in meinem Leben.
Bei meinen eigenen zuhause hatte ich zum Glück noch nie Maden, aber die Angst ist immer allgegenwärtig. Ich bin seit 2 Jahren dazu übergegangen, das Fell im Sommer an den Popos ganz kurz zu halten, so verfängt sich der Kot nicht so leicht und ich kann beruhigter schlafen...



__________________
Liebe Grüße von Lena, Mali, Ben, Mika, Ulli, Sammy und Yanny ♡



Blacky mein ganzes Leben habe ich dich geliebt und den Rest meines Lebens werde ich dich vermissen...
✝08. Mai 2017
Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017)
für immer vereint...



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2017
Beiträge: 32
SarahP111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2018, 16:01

@Marinahexe: Da hattest du echt nochmal Glück mit deiner Kleinen. Ich wünschte, wir hätten auch etwas mehr Glück gehabt.
Ich habe etwas recherchiert und auf manchen Kaninchen-/Tierarztseiten gelesen, dass Myiasis aufgrund schlechter hygienischer Zustände in Käfigen/Gehegen vorkommt. Ich bin wirklich ein sehr selbstkritischer Mensch und habe meinen Stall und Gehege kontrolliert und es war wirklich nicht schmutzig. Klar, ein paar Köttel sind rumgelegen, aber es war relativ frisch eingestreut und überhaupt nicht feucht. Aber das scheint sich ja auch mit euren Erfahrungen zu decken, dass es auch bei hygienisch einwandfreier Umgebung vorkommen kann.
Es scheint auch so zu sein, dass die Fliegen von minimalen Verschmutzungen angezogen werden. Als ich bei Mimi die Maden bemerkte, fiel mir keine sonderlich große Verschmutzung auf. Also scheinen diese Scheusale auch von kleinen Kotverschmutzungen angezogen werden LL




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2018, 18:33

Fliegen legen ihre Eier liebend gerne in Wunden ab, im Prinzip alles was feucht-warm ist.



 
 
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