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"Jugend forscht" - Projektideen auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 18.06.2011
Beiträge: 77
Minnie-Mink befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.10.2014, 17:18

"Jugend forscht" - Projektideen


..........




Geändert von Minnie-Mink (03.04.2019 um 14:37 Uhr).
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Kaninchen
 
Registriert seit: 20.07.2014
Beiträge: 10.422
Hasenkaninchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.10.2014, 07:16

Kaninchenverhaltensbiologie




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.10.2014, 07:21

Wie wärs denn mit genetik? Bei Kaninchen ist die Farbvererbung sehr gut erforscht. Es gibt da sehr gute Bücher von Heidrun Egnigk, dann noch etliche Internetdeiten zum Thema. Zu den Farben kommen noch diverse Fellstrukturfaktoren sowie gekoppelte Letalfaktoren. Ich find das ziemlich interessant.




Kaninchen
 
Registriert seit: 20.07.2014
Beiträge: 10.422
Hasenkaninchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.10.2014, 08:20

Oha, dann aber bitte keine Experimente mit dem Letalfaktor!




Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.10.2014, 09:20

Zitat:
Zitat von Angora-Angy Beitrag anzeigen
Wie wärs denn mit genetik? Bei Kaninchen ist die Farbvererbung sehr gut erforscht. Es gibt da sehr gute Bücher von Heidrun Egnigk, dann noch etliche Internetdeiten zum Thema. Zu den Farben kommen noch diverse Fellstrukturfaktoren sowie gekoppelte Letalfaktoren. Ich find das ziemlich interessant.
Und was wäre daran neu? Der Wettbewerb heißt ja Jugend forscht, nicht Malen nach Zahlen.



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Benutzerbild von W.Rabbit
Kaninchen
 
Registriert seit: 08.04.2013
Beiträge: 1.612
W.Rabbit befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.10.2014, 09:50

Meine Frage, bevor ich deine beantworten kann, ist diese: Wie weit könnt ihr gehen? Sowohl die Themen DNA und Krebs als auch Homöopathie sind ja dadurch gekennzeichnet, das man über längeren Zeitraum eine ausreichend große Stichprobe "behandelt", beispielsweise ob/wie sich ein Stoff nach einer Vermutung auswirkt, zB mal ganz blöde "Hilft Löwenzahn dabei, das Immunsystem zu stärken". Dazu müsstet ihr aber viele Kaninchen halten, sie mit Löwenzahn füttern und regelmäßig das Blut untersuchen. Anschließend ist eine umfangreiche statistische Auswertung vonnöten und das ganze ist ein Langzeitprojekt.

Also, es muss sich immer in einem Zeitlichen und für Schüler machbaren Rahmen aufhalten. Da finde ich persönlich den Biologiebereich schwierig, denn DNA-Analysen stehen euch denke ich nicht zur Verfügung (Ich wüsste auch gar nicht wie das geht gerade^^ Bin kein (ganzer) Biologe

Also, wie viel Zeit und Mittel stehen euch zur Verfügung? Und auf die eigenen Fähigkeiten kommt es ja auch an, sprich, seid ihr Chemiegenies etc ? Auf solch einer basis würde ich auch überlegen.
Ich zB würde mir nicht zutrauen, chemisch etwas eigenständig zu untersuchen, bzw. am Ende ein brauchbares Ergebnis zu haben. Ich würde eher in die Verhaltensbiologie gehen, Ökologie oder Physiologie.
Man könnte sich auch einen einfachen Test oder ein Gerät nehmen, was schnell etwas misst/nachweist, zB Nitrattest oder Fluoreszenzmessung (Pflanzenbereich). Aufgrund unterschiedlicher Bedingungen kann man da sehr viel Aussagen und Trends und Schlüsse ziehen, was Wachstum etc angeht. Evtl wäre so etwas nicht schlecht?
Da kenn ich mich mit Tieren leider weniger aus, aber da muss es doch was geben



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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.10.2014, 10:36

Zitat:
Zitat von Jinro Beitrag anzeigen
Und was wäre daran neu? Der Wettbewerb heißt ja Jugend forscht, nicht Malen nach Zahlen.
Ich kenne mich mit sowas nun nicht so doll aus, aber ich glaube kaum dass die Aufgabe ist, ein ganz neues Gebiet zu erforschen und bahnbrechende neue Kenntnisse zu erlangen, oder? Es geht doch mehr darum, dass Schüler Methoden erlernen, um ein Themengebiet zu bearbeiten. Z.B. könnte man hier die praktische Anwendung der Mendelschen Regeln aufarbeiten und diverse Zuchtansätze (Linienzucht im Gegensatz zu Fremdblutzucht etc.) darstellen und theoretisch das Herauszüchten eines neuen Farbschlages oder die Festigung eines bestimmten Merkmals innerhalb einer Population unter Vermeidung von Inzucht durchspielen. Sowas halt.




Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.10.2014, 10:37

So ähnlich würde ich die Aufgabenstellung auch eingrenzen. Generell wären zwei Wege möglich.

Welches Problem interessiert mich? Wie kann ich das Problem formulieren, in ein Modell umsetzen und dann untersuchen? Davon hängt dann ab welche Kompetenzen, Messgeräte, Arbeitszeit oder Unterstützung man braucht.

Oder man geht den umgekehrten Weg.

Welche Messtechnik habe ich zu Verfügung? Zugriff auf Chemikalien, Grundstoffe, Laborzubehör? Gibt es Kompetenzpartner, die einem aus Sackgassen helfen können oder Prozesse erklären? Lehrer, Dozenten, Partnerfirmen? "Geld" zu haben heißt ja nicht forschen zu können. Ihr wärt überrascht, was eine Zelllinie oder ein paar Antikörper kosten. Wenn ihr also ein Liste eurer Möglichkeiten habt, dann könnt ihr euch dann überlegen, welche Probleme man damit untersuchen kann.

e:
Zitat:
Zitat von Angora-Angy Beitrag anzeigen
Ich kenne mich mit sowas nun nicht so doll aus, aber ich glaube kaum dass die Aufgabe ist, ein ganz neues Gebiet zu erforschen und bahnbrechende neue Kenntnisse zu erlangen, oder?
Doch, mehr oder weniger gehts genau darum. Nur vielleicht in etwas kleinerem Rahmen. Wie wirkt sich die Sauerstoffsättigung im Aquarium auf die Guppyzucht aus? Wieviele Nanopartikel aus Zahnpasta werden durchschnittlich ins Wasser gespült (und belasten damit Ozeane?)? Richtige Problemlösungen oder -beschreibungen, die noch nicht bearbeitet wurden.

Das Methodenlernen macht man bei "Jugend experimentiert".



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Geändert von Jinro (07.10.2014 um 10:46 Uhr).

Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.10.2014, 10:46

Oh, da du die Fischzucht ansprichst: Wie wärs mit Untersuchungen von Zusätzen im Trinkwasser und deren Auswirkungen auf Aquarienfische? Konkret fällt mir da ein Artikel eines Züchters von Regenbogenfischen ein, der einen Zusammenhang zwischen Leitungswasser und Missbildungen bei den Larven beschrieb und selbige auf die vom Wasserwerk zugesetzten, "leitungspflegenden" Polyphosphate zurückführte. Solche Untersuchungsreihen sind doch recht einfach durchzuführen und ergeben durchaus neue Erkenntnisse, mit denen man auf die Trinkwasserqualität im Lande einwirken könnte.




Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 07.10.2014, 10:52

Alles mit echten Tieren muss in Deutschland genehmigt werden. Fische sind Wirbeltiere, daher müsste man beim verantwortlichen Tierschutzbeauftragten eine schriftliche Genehmigung einholen und die vor Beginn des Projekts einreichen. Auch Jugend forscht muss sich an die Tierversuchsgesetzgebung halten. Das macht jedes Projekt gleich mal schwerer.



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Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.10.2014, 10:57

Hm. Da magst du recht haben. Da könnte oder müsste man sich vielleicht mit einem erfahrenen Züchter zusammentun, der schon eigene Beobachtungen beisteuern kann und bei dem die Zuchtansätze und deren Verlauf dokumentieren?




Benutzerbild von MaikeN
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2014
Beiträge: 126
MaikeN befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.10.2014, 13:25

Hallo Minnie,
erst einmal toll, dass du bei Jugend forscht teilnehmen möchtest. Ich war selbst vor etwa 10 Jahren 4 Jahre in Folge dabei und es macht richtig viel Spaß! Der Wettbewerb war immer eines der ganz großes Highlights im Jahr.
Die Projektsuche ist natürlich immer wieder schwierig und so viel Zeit bleibt euch ja leider auch nicht mehr für Themensuche und Experimente. Meist hilft es, sich im Alltag umzusehen und zu versuchen, solche Probleme anzugehen. Aufgrund der Tierschutzbestimmungen ist es in der Tat schwierig, Experimente zu planen und gerade der Bereich Krebsforschung wird ohne Koorperation mit Forschungseinrichtungen für euch kaum zugänglich sein (ich arbeite als Doktorandin in diesem Gebiet). Beachtet bitte auch die Zeit, die euch für eure Experimente zur Verfügung steht. Wenn ihr, wie ich aus deinem Beitrag herauslese, im Jahr 2015 teilnehmen möchtet, muss die schriftliche Arbeit mit euren Ergebnissen bereits im Januar abgegeben werden, das sind gerade mal noch 2 1/2 Monate! Für ein richtig schönes Projekt braucht ihr vermutlich mehr Zeit, aber beispielsweise könnt ihr ein Projekt in diesem Jahr starten, euch 2015 auf dem Wettbewerb Anregungen von den Juroren holen (seeehr hilfreich!) und es bis zum Wettbewerb 2016 weiterführen. So lief es bei uns auch, denn nach den Sommerferien ist die Zeit wirklich knapp.
Hier aber mal ein paar Beispiele von Projekten aus dem Fachbereich Biologie, die ich in meinen JuFo Jahren auf Wettbewerben gesehen habe. Vielleicht hilft euch das um Ideen zu bekommen:
- Botanik: Auswirkung von Zigarettenrauch auf das Wachstum von Kresse (mein Projekt): Wir haben Kressepflanzen in umgedrehten Weckgläsern ausgesät und mit Zigarettenrauch "begast". Verschiedene Versuchsanordnung, Längenmessung von ca. 1000 einzelnen Kressepflänzchen, Fotos zur Beobachtung und fertig war ein nettes Projekt, dass uns immerhin bis zum Landeswettbewerb gebracht hat. Leider kann man ab Landesebene nicht mehr wirklich mit Pflanzenprojekten punkten...
- Tierlabyrinthe: Das einzige wirkliche Tierprojekt, dass ich jemals gesehen habe. Die SchüEx Gruppe hatte sich ein Huhn, ein Kaninchen und eine Ratte genommen und getestet, ob sich die Tiere in einem y-förmigen Labyrinth über einen kürzeren oder längeren Zeitraum merken können, bei welchem Arm das Leckerli versteckt ist. Lustige Idee, aber die Stichprobe hätte schon etwas größer sein können.
- Halsbandsittiche: Eine Gruppe Schüler hat die Verhaltensweise der sich in Heidelberg und Umgebung neu angesiedelten Halsbandsittiche beobachtet und dokumentiert: Wo schlafen sie, wo nisten sie, was fressen sie,...
- Verhaltensforschung: Meine Schwester hat ausgetestet, wie verschiedene Versuchspersonen auf irreführende Sinneseindrücke beim Essen reagieren. Sie hatten Quark mit Geschmacksstoffen versetzt und passende oder unpassende Farben/Gerüche dazu kombiniert (z.B. Joghurt mit Kakao, blaue Lebensmittelfarbe und Zitronenaroma außen an der Schüssel). Dazu gabs einen Fragebogen. Der Teststand wurde übrigens vor dem Lehrerzimmer unserer Schule platziert
Ich hoffe ich konnte dir trotz allem helfen. Falls du noch weitere Fragen hast, kannst du dich auch gerne per PN bei mir melden.
Ich wünsche dir ganz viel Erfolg!
Liebe Grüße, Maike



__________________
Liebe Grüße von Horst, Manfred, Erwin, Frieda, Inge und Maike



Geändert von MaikeN (07.10.2014 um 13:28 Uhr).
 
 
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