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"Auswildern" auf die TerrasseHallo ihr Lieben, ![]() ich möchte meine Kackis gerne auf die Terrasse auswildern .. Ich kenne diese Prozedur nur von Degus und wollte wissen ob es so ähnlich abläuft oder ob Kaninchen da nicht so empfindlich sind? Wollte sie jetzt im Sommer in einen Eigenbau stecken und diesen sogar mit Isolierung in den Zwischenwänden dämmen - jemand Erfarung damit gemacht? Ausserdem habe ich Sorge, dass meine Tiere es zu heiß oder kalt empfinden könnten - oder wäre das nicht so tragisch? Auf was ist besonders im Winter zu achten? Oder muss ich sie dann wieder rein holen? Vielen Dank ! Mona ![]()
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| Das wichtigste ist ein ausreichend großes Gehege das mardersicher sein muss. Da muss man schon ein wenig Aufwand treiben und ganz billig ist es auch nicht. Guter Draht macht einen recht großen Teil der Kosten aus, man kann aber nicht auf ihn verzichten aus Sicherheitsgründen. Es sollte auf jeden Fall punktverschweißter Viereckdraht sein (KEIN Kaninchendraht!!! Der richtige wird auch als Volierendraht bezeichnet) in einer Stärke von mind. 1,2 mm bei höchstens 19 x 19 mm Maschenweite. Auch an die Absicherung nach oben und unten denken! Ein Schutzhaus ist wichtig, es sollte ausreichend groß sein dass alle Gruppenmitglieder sich darin hinlegen können. Gut ist auch, wenn dort noch der Wassernapf und das Futter unterkommen können, damit sie im Winter nicht so leicht einfrieren. Isoliert muss es nicht unbedingt sein meiner Meinung nach, aber das Holz sollte schon ab 2 cm Dicke betragen. Im Winter muss genau wie bei heißen Temperaturen besonders darauf geachtet werden, dass die Einstreu schön frisch und trocken ist. Die Pflegearbeiten ähneln denen in Innenhaltung: ein- bis zweimal täglich die Klos saubermachen, ein- bis zweimal wöchentlich das Gehege. Im Sommer sehr wichtig: der Schutz vor der Sonne! Da muss man allerlei Aufwand treiben wenn das Gehege nicht im natürlichen Schatten liegt, sonst können die Kaninchen an einem Hitzschlag schlimmstenfalls sogar sterben. Das Umsiedeln nach draußen ist im Sommer problemlos - später als September sollte man es allerdings nicht mehr machen, damit sie ausreichend durch die Witterung stimuliert werden ein Winterfell zu bilden. Das schützt die Nins prima vor Kälte, es isoliert so gut dass sogar Schnee auf den Nins längere Zeit liegen bleibt. Wichtig ist, dass windgeschützte Plätze zur Verfügung stehen. Wind fegt die isolierende Luftschicht zwischen den Haaren heraus und kühlt die Nins aus. Generell das ganze Jahr über müssen regengeschützte Plätze zur Verfügung stehen - das versteht sich aber wohl von selbst. Die Fütterung wird zum Winter hin so angepasst, dass sie energiehaltiger ist als in Innenhaltung. Außennins haben einen deutlich höheren Energiebedarf als Innennins. Welche Nins können nicht ganzjährig draußen leben?
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| Vielen Dank für eure Antworten. Die Terrasse ist leider ( menschlich ) im Osten, dass heisst nur Morgens scheint dort die Sonne. Gut für die Kackis - bis zum nächsten morgen ist dort Schatten bzw ab und an mal paar Sonnenstrahlen verirren sich dann doch einmal dort hin. ![]() Das der Draht teuer ist, musste ich bereits an meinen Degus fest stellen. Hierfür hatten wir damals einen riesen Käfig gebaut mit Gesamtkoste von 950 € wo der Draht das allerteuerste war und die Edelstahlschienen .. Zu bedenken machen mir jetzt allerdings, dass ich einmal ein Zwerwidderchen habe mit wirklich dicken flauschigen Fell welches ordentlich rum haart in der Wohnung und einem Löwenköpfchen, wo ich eigentlich nie Fell in den Händen halte. Woher weiss ich also, ob ich unseren Löwen raus setzen darf ?! ![]()
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| Es muss nichts heißen dass dein Löwenköpfchen kaum haart. In Innenhaltung braucht es ja kein Winterfell. Die meisten Kaninchen sind tatsächlich außenhaltungstauglich, du solltest allerdings (ohnehin, falls mal eins der Langohren krank wird) einen Plan B bereit halten um sie notfalls drin überwintern zu lassen. Im Herbst merkst du dann, ob er tatsächlich Winterfell bekommt.
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