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Weibchenkastration - Pro, Contra & Erfahrungen auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Polly8
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2016
Beiträge: 812
Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.01.2021, 21:17

Zitat:
Zitat von Lauri Beitrag anzeigen

Das sind schwierige Fragen. Im Endeffekt liegt es im Ermessen des Tierhalters und des Tierarztes, eine eindeutige Antwort gibt es dafür momentan nicht.

Engmaschiger überwachen ja, aber entfernen nicht.

.
Wobei ich finde das Tierschutzgesetz ist da schon recht eindeutig, wenn es um das amputieren gesunder Organe geht, bei Tieren die keinerlei Auffälligkeiten zeigen.
Daher würde ich nicht sagen, dass es rein im Ermessen des TA liegt und schon gar nicht im Ermessen des Besitzers.
Aber gemacht wird es ja trotzdem, weil wo kein Kläger da kein Richter.....
Und Tiere können ja nunmal nicht klagen.



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 14.717
gerti ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 23.01.2021, 21:31

Zitat:
Zitat von Polly8 Beitrag anzeigen
Wobei ich finde das Tierschutzgesetz ist da schon recht eindeutig, wenn es um das amputieren gesunder Organe geht, bei Tieren die keinerlei Auffälligkeiten zeigen.
Daher würde ich nicht sagen, dass es rein im Ermessen des TA liegt und schon gar nicht im Ermessen des Besitzers.
Aber gemacht wird es ja trotzdem, weil wo kein Kläger da kein Richter.....
Und Tiere können ja nunmal nicht klagen.

Ich glaube, dass kann man einfach nur nach guter Überlegung und Abwägen von Nutzen und Risiko für jedes Tier entscheiden.
Ich hatte ein Kaninchenmädel übernommen, welches in der Pupertät sein Partnertier zerbissen hatte und dann eine Buddelkiste Wunder gewirkt hat. Sie war regelmäßig scheinschwanger, hatte sogar mit ca 4-5 Jahren hier bei bei einer VG Milcheinschuss, war aber nie so, dass sie wegen ihres Verhaltens anderen Gegenüber kastriert werden hätte müssen.
Nach dem Tod konnte man aber doch feststellen, dass sie bösartige Gebärmuttertumore hatte, die ihr dann leider das Leben kosteten.


Ein anderes Kaninchenmädel kam schon alt zu mir. Diese war ihr Leben lang total lieb, hat ihre Partnertiere geduldigst betütelt, war nie aggresiv. Aber sie starb mit 9 Jahren mit riesem Gebärmuttertumor und Metastasen in der Lunge. OP fähig war sie schon bei Einzug nicht mehr.


Die meisten Kaninchen werden nach dem Tod nicht begutachtet, da es für den normalen Tierhalter weder notwendig und noch wichtig ist. Sonst würde mit Sicherheit so einiges zum Vorschein kommen!



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.026
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 23.01.2021, 22:07

Zitat:
Zitat von Polly8 Beitrag anzeigen
Wobei ich finde das Tierschutzgesetz ist da schon recht eindeutig, wenn es um das amputieren gesunder Organe geht, bei Tieren die keinerlei Auffälligkeiten zeigen.
Ich denke, hier kommt es darauf an, was man als vernünftigen Grund ansieht. Vorbeugung einer letalen Erkrankung ist auf jeden Fall ein solcher Grund, sonst dürfte man streng genommen nicht impfen. Allerdings ist es maßgeblich, zu beurteilen wie groß die Gefahr durch die Erkrankung ist.

Ich fürchte, sie ist tatsächlich sehr groß. Bei mir: 2 Häsinnen, 2 x lebensbedrohliche Veränderungen. Einmal ging es gerade noch gut, einmal war es zu spät. Zu spät war es bei der Häsin, die keine Auffälligkeiten zeigte. Nicht im Verhalten, nicht beim Abtasten. Gerti schildert einen ähnlichen Fall. Das ist offenbar häufiger, als ich bisher vermutet habe. Das macht mich sehr nachdenklich und betroffen.

Es gibt noch einen weiteren vernünftigen Grund, nämlich bei Gartenfreilauf bzw. generell bei Außenhaltung: die Verhinderung von Wildmix-Würfen. Das ist extrem wichtig, weil die artgerechte Haltung solcher Mixe extrem schwierig ist.

Zitat:
Daher würde ich nicht sagen, dass es rein im Ermessen des TA liegt und schon gar nicht im Ermessen des Besitzers.
Doch, genau das ist der richtige Weg. Der Tierarzt ist derjenige, der die Häsin vor sich sieht und sie untersucht. Wer, wenn nicht er als Fachmann vor Ort mit dem Tier vor sich sollte die Indikation zur OP stellen (oder eben nicht)? Das kann doch niemand aus der Ferne, der gar keine Chance hat das Tier zu untersuchen.

Und der Besitzer hat - selbstverständlich - als Verantwortlicher für das Tier das letzte Wort. Er entscheidet, ob er der OP zustimmt oder nicht.

Zitat:
Aber gemacht wird es ja trotzdem, weil wo kein Kläger da kein Richter.....
Und Tiere können ja nunmal nicht klagen.
Schwarze Schafe gibt es überall, also auch unter den Tierärzten. Also wird man auch einen Prozentsatz den ich nicht beziffern kann finden, wo die Indikation zur OP nicht nach bestem Wissen und Gewissen gestellt wird, sondern um Geld zu verdienen oder den "Kunden" nicht zu verprellen. Aber die meisten Tietarztpraxen haben, zumindest hier bei uns, gut zu tun und haben es nicht nötig, eine verhältnismäßig risikoreiche OP nur und ausschließlich auf Wunsch des Halters, ohne Nutzen-Risiko-Abwägung, durchzuführen.

Wir reden hier immerhin nicht über das kupieren von Rute und Ohren beim Hund, das ausschließlich aus ästhetischen Gründen durchgeführt wurde bis es zu Recht verboten wurde. Wir reden auch nicht über Silikonimplantate für kastrierte Rüden, weil der Halter der Meinung ist, "der fühlt sich nicht mehr wie ein ganzer Kerl wenn der Sack leer ist".

Wie gesagt, ich bin und bleibe der Meinung, eine sorgfältige Abwägung ist notwendig. Aber generell der vorbeugenden Kastration eine Absage zu erteilen, halte ich für fahrlässig, insbesondere wenn man weiß dass nahe verwandte Häsinnen von Tumoren betroffen waren oder wenn anhand des Verhaltens der Verdacht auf eine bereits bestehende Veränderung da ist, selbst wenn diese sich (noch) nicht tasten oder im Ultraschall darstellen lässt. Und für alle unauffälligen Häsinnen gilt: erhöhte Aufmerksamkeit und halbjährlich Tastkontrolle sollte das mindeste sein.



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Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.



Benutzerbild von Sir.Hoppselot
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 10.06.2019
Beiträge: 567
Sir.Hoppselot befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2021, 17:42

Hallo zusammen, ich brauche eure Tipps.

Ich kenne zwar die TA-Liste für Berlin, aber kann jemand eine Praxis im Raum Berlin/Brandenburg explizit für eine Weibchenkastration empfehlen?

Unsere Häsin ist 2-3-mal im Jahr scheinträchtig und wirkt dabei immer sehr gestresst. Nächste Woche gehen wir wieder zum Impfen und da will ich mal eine Ultraschalluntersuchung machen lassen. Falls wir uns für die OP entscheiden, suche ich eine Praxis, die schon viel Erfahrung damit hat und von der vielleicht auch jemand von euch berichten kann.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 349
Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2021, 20:19

Freude von mir gehen immer zu Frau Dr. Ewringmann, die soll sehr gut sein



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Ninchen
 
Registriert seit: 23.07.2018
Beiträge: 17
Lili*Marleen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2021, 09:23

Ich bin pro Weibchen Kastrieren.

Werde das bei meiner Lucy die nächste Woche auch vornehmen lassen. Sie leidet stark unter ihren Hormonen, baut ständig Nester, ist nur noch am Rumpinkeln, markieren, wühlt herum und ist nur noch unruhig. Sie hat vor ein paar Wochen auch noch ein neues Kaninchen in die Gruppe mit dazu bekommen, und da sie die Herdenchefin ist, ist ihr natürlich besonders daran gelegen, zu zeigen wer hier weiterhin die Chefin ist.

Das Traurige ist, dass ich vor ein paar Jahren ein Kaninchen aus ner Pflegestelle an einen Tumor verloren habe, und das schon nach wenigen Tagen. Hexe muss damals schon krank gewesen sein, als sie zu mir gekommen ist, denn ab dem ersten Tag, wo sie bei mir war, hat sie zwanghaft Nestmaterial gesammelt, gewühlt, gegraben, Nest gebaut. Es dauerte keine drei Tage (!), dann lag sie tot im Stall. Ich hatte da nicht mal ne Chance ihr Verhalten wenigstens mal ein paar Tage zu analysieren, und bei Lucy will ich diesen Fehler nicht machen.

Lucy ist zwar jung, ihr schwappen die Hormone über und sie verteidigt momentan ihr Revier, weswegen ich nicht glaube, dass sie wirklich eine Tumor haben wird. Bei Hexe kannte einfach keiner die Vorgeschichte, aber bevor Lucy wirklich mal ernsthaft krank wird oder sich von ihrem eigenen Verhalten künftig so weiter stressen lassen wird, möchte ich ihr das lieber ersparen. Ich werde sie in die Hände einer fähigen Tierärztin geben, da nehme ich lieber das in Kauf.




Ninchen
 
Registriert seit: 21.03.2021
Beiträge: 7
JennyPenny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.04.2021, 13:29

Zitat:
Zitat von Sir.Hoppselot Beitrag anzeigen
Pro:
- Vorsorge gegen Tumore
- Kaninchen war dauerhaft gestresst wegen Hormonen
- Kaninchen wird stubenrein
- erspart evtl. unbemerktes leiden im Stillen

Contra:
- "Verstümmelung" von gesunden Tieren
- unnötiges Risiko der Narkose
- zusätzliche Kosten (?)
- andere Tumore werden häufiger
- massiver Eingriff in den Stoffwechsel
- nicht alle Kaninchen werden stubenrein und ruhig

Zum Kontraargument des Preises denke ich, dass es hier nicht um den riesigen Bestand eines Züchters oder Tierheims geht, sondern um den Kastrationspreis von einem oder zwei Weibchen. Wer sich ein Tier hält muss immer mit monatlichen TA-Kosten neben den laufenden Kosten rechnen. Wie sinnvoll die OP ist können wir gerne diskutieren, aber eine Behandlung ganz allgemein von ihrem Preis abhängig zu machen klingt nicht so, als wäre man der Haltung des Tieres gewachsen.
Hallo Sir.Hoppselot,

Ich stimme völlig mit dir überein, dass das Wohlergehen des Haustiers nicht vom Geld abhängen sollte. Trotzdem weiß ich, dass die kleinen Tierchen den Geldbeutel ganz schön leer fegen können, besonders wenn's ihnen mal an etwas mangelt.

Ich liebe meine zwei kleinen Ninchen, und ich möchte sie auch nicht missen. Und gerade deshalb habe ich mich damals schon ein bisschen informiert, wie ich sicherstellen kann, dass ich nie beim TA sparen muss

Ich hatte mich damals erst mal im Internet schlau gemacht, was es für Möglichkeiten gibt, und dabei hatte mir dieser Artikel einen guten Einstieg in das Thema geboten. https://www.fitformoney.de/agila-tierversicherung-test/

Es geht darin um Tierversicherungen. Zwar für Hunde und Katzen, aber weiter unten werden auch alterative Versicherungen erwähnt, die wiederum auch für Ninchen-Besitzer interessant sein könnten.

Und falls mein Post nur einem Ninchen hilft, den TA zu finanzieren und dadurch zu genesen hat er sich schon gelohnt

Liebe Grüße JennyPenny




Kaninchen
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 4.312
Terry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.04.2021, 14:10

Das Thema „Versicherungen“ ist hier nicht neu....

Und wenn man sich das Kleingedruckte in den AGB‘s durchliest wird man feststellen, dass es in 96% aller Fälle günstiger ist jeden Monat einen gewissen Betrag aufs Sparbuch zu legen anstelle es einer Versicherung zu überweisen....



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__________________
Liebe Grüße
Theresa

Blaue Schafe sind sehr selten und wenn sie gehen hinterlassen sie eine unendliche Lücke.


 
 
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