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Polly8 23.01.2021 22:17

Zitat:

Zitat von Lauri (Beitrag 1237964)

Das sind schwierige Fragen. Im Endeffekt liegt es im Ermessen des Tierhalters und des Tierarztes, eine eindeutige Antwort gibt es dafür momentan nicht.

Engmaschiger überwachen ja, aber entfernen nicht.

.

Wobei ich finde das Tierschutzgesetz ist da schon recht eindeutig, wenn es um das amputieren gesunder Organe geht, bei Tieren die keinerlei Auffälligkeiten zeigen.
Daher würde ich nicht sagen, dass es rein im Ermessen des TA liegt und schon gar nicht im Ermessen des Besitzers.
Aber gemacht wird es ja trotzdem, weil wo kein Kläger da kein Richter.....
Und Tiere können ja nunmal nicht klagen.

gerti 23.01.2021 22:31

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1238066)
Wobei ich finde das Tierschutzgesetz ist da schon recht eindeutig, wenn es um das amputieren gesunder Organe geht, bei Tieren die keinerlei Auffälligkeiten zeigen.
Daher würde ich nicht sagen, dass es rein im Ermessen des TA liegt und schon gar nicht im Ermessen des Besitzers.
Aber gemacht wird es ja trotzdem, weil wo kein Kläger da kein Richter.....
Und Tiere können ja nunmal nicht klagen.


Ich glaube, dass kann man einfach nur nach guter Überlegung und Abwägen von Nutzen und Risiko für jedes Tier entscheiden.
Ich hatte ein Kaninchenmädel übernommen, welches in der Pupertät sein Partnertier zerbissen hatte und dann eine Buddelkiste Wunder gewirkt hat. Sie war regelmäßig scheinschwanger, hatte sogar mit ca 4-5 Jahren hier bei bei einer VG Milcheinschuss, war aber nie so, dass sie wegen ihres Verhaltens anderen Gegenüber kastriert werden hätte müssen.
Nach dem Tod konnte man aber doch feststellen, dass sie bösartige Gebärmuttertumore hatte, die ihr dann leider das Leben kosteten.


Ein anderes Kaninchenmädel kam schon alt zu mir. Diese war ihr Leben lang total lieb, hat ihre Partnertiere geduldigst betütelt, war nie aggresiv. Aber sie starb mit 9 Jahren mit riesem Gebärmuttertumor und Metastasen in der Lunge. OP fähig war sie schon bei Einzug nicht mehr.


Die meisten Kaninchen werden nach dem Tod nicht begutachtet, da es für den normalen Tierhalter weder notwendig und noch wichtig ist. Sonst würde mit Sicherheit so einiges zum Vorschein kommen!

Lupine 23.01.2021 23:07

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1238066)
Wobei ich finde das Tierschutzgesetz ist da schon recht eindeutig, wenn es um das amputieren gesunder Organe geht, bei Tieren die keinerlei Auffälligkeiten zeigen.

Ich denke, hier kommt es darauf an, was man als vernünftigen Grund ansieht. Vorbeugung einer letalen Erkrankung ist auf jeden Fall ein solcher Grund, sonst dürfte man streng genommen nicht impfen. Allerdings ist es maßgeblich, zu beurteilen wie groß die Gefahr durch die Erkrankung ist.

Ich fürchte, sie ist tatsächlich sehr groß. Bei mir: 2 Häsinnen, 2 x lebensbedrohliche Veränderungen. Einmal ging es gerade noch gut, einmal war es zu spät. Zu spät war es bei der Häsin, die keine Auffälligkeiten zeigte. Nicht im Verhalten, nicht beim Abtasten. Gerti schildert einen ähnlichen Fall. Das ist offenbar häufiger, als ich bisher vermutet habe. Das macht mich sehr nachdenklich und betroffen.

Es gibt noch einen weiteren vernünftigen Grund, nämlich bei Gartenfreilauf bzw. generell bei Außenhaltung: die Verhinderung von Wildmix-Würfen. Das ist extrem wichtig, weil die artgerechte Haltung solcher Mixe extrem schwierig ist.

Zitat:

Daher würde ich nicht sagen, dass es rein im Ermessen des TA liegt und schon gar nicht im Ermessen des Besitzers.
Doch, genau das ist der richtige Weg. Der Tierarzt ist derjenige, der die Häsin vor sich sieht und sie untersucht. Wer, wenn nicht er als Fachmann vor Ort mit dem Tier vor sich sollte die Indikation zur OP stellen (oder eben nicht)? Das kann doch niemand aus der Ferne, der gar keine Chance hat das Tier zu untersuchen.

Und der Besitzer hat - selbstverständlich - als Verantwortlicher für das Tier das letzte Wort. Er entscheidet, ob er der OP zustimmt oder nicht.

Zitat:

Aber gemacht wird es ja trotzdem, weil wo kein Kläger da kein Richter.....
Und Tiere können ja nunmal nicht klagen.
Schwarze Schafe gibt es überall, also auch unter den Tierärzten. Also wird man auch einen Prozentsatz den ich nicht beziffern kann finden, wo die Indikation zur OP nicht nach bestem Wissen und Gewissen gestellt wird, sondern um Geld zu verdienen oder den "Kunden" nicht zu verprellen. Aber die meisten Tietarztpraxen haben, zumindest hier bei uns, gut zu tun und haben es nicht nötig, eine verhältnismäßig risikoreiche OP nur und ausschließlich auf Wunsch des Halters, ohne Nutzen-Risiko-Abwägung, durchzuführen.

Wir reden hier immerhin nicht über das kupieren von Rute und Ohren beim Hund, das ausschließlich aus ästhetischen Gründen durchgeführt wurde bis es zu Recht verboten wurde. Wir reden auch nicht über Silikonimplantate für kastrierte Rüden, weil der Halter der Meinung ist, "der fühlt sich nicht mehr wie ein ganzer Kerl wenn der Sack leer ist".

Wie gesagt, ich bin und bleibe der Meinung, eine sorgfältige Abwägung ist notwendig. Aber generell der vorbeugenden Kastration eine Absage zu erteilen, halte ich für fahrlässig, insbesondere wenn man weiß dass nahe verwandte Häsinnen von Tumoren betroffen waren oder wenn anhand des Verhaltens der Verdacht auf eine bereits bestehende Veränderung da ist, selbst wenn diese sich (noch) nicht tasten oder im Ultraschall darstellen lässt. Und für alle unauffälligen Häsinnen gilt: erhöhte Aufmerksamkeit und halbjährlich Tastkontrolle sollte das mindeste sein.

Sir.Hoppselot 18.03.2021 18:42

Hallo zusammen, ich brauche eure Tipps.

Ich kenne zwar die TA-Liste für Berlin, aber kann jemand eine Praxis im Raum Berlin/Brandenburg explizit für eine Weibchenkastration empfehlen?

Unsere Häsin ist 2-3-mal im Jahr scheinträchtig und wirkt dabei immer sehr gestresst. Nächste Woche gehen wir wieder zum Impfen und da will ich mal eine Ultraschalluntersuchung machen lassen. Falls wir uns für die OP entscheiden, suche ich eine Praxis, die schon viel Erfahrung damit hat und von der vielleicht auch jemand von euch berichten kann.

Tintenherz 18.03.2021 21:19

Freude von mir gehen immer zu Frau Dr. Ewringmann, die soll sehr gut sein

Lili*Marleen 28.03.2021 09:23

Ich bin pro Weibchen Kastrieren.

Werde das bei meiner Lucy die nächste Woche auch vornehmen lassen. Sie leidet stark unter ihren Hormonen, baut ständig Nester, ist nur noch am Rumpinkeln, markieren, wühlt herum und ist nur noch unruhig. Sie hat vor ein paar Wochen auch noch ein neues Kaninchen in die Gruppe mit dazu bekommen, und da sie die Herdenchefin ist, ist ihr natürlich besonders daran gelegen, zu zeigen wer hier weiterhin die Chefin ist.

Das Traurige ist, dass ich vor ein paar Jahren ein Kaninchen aus ner Pflegestelle an einen Tumor verloren habe, und das schon nach wenigen Tagen. Hexe muss damals schon krank gewesen sein, als sie zu mir gekommen ist, denn ab dem ersten Tag, wo sie bei mir war, hat sie zwanghaft Nestmaterial gesammelt, gewühlt, gegraben, Nest gebaut. Es dauerte keine drei Tage (!), dann lag sie tot im Stall. Ich hatte da nicht mal ne Chance ihr Verhalten wenigstens mal ein paar Tage zu analysieren, und bei Lucy will ich diesen Fehler nicht machen.

Lucy ist zwar jung, ihr schwappen die Hormone über und sie verteidigt momentan ihr Revier, weswegen ich nicht glaube, dass sie wirklich eine Tumor haben wird. Bei Hexe kannte einfach keiner die Vorgeschichte, aber bevor Lucy wirklich mal ernsthaft krank wird oder sich von ihrem eigenen Verhalten künftig so weiter stressen lassen wird, möchte ich ihr das lieber ersparen. Ich werde sie in die Hände einer fähigen Tierärztin geben, da nehme ich lieber das in Kauf.

JennyPenny 02.04.2021 13:29

Zitat:

Zitat von Sir.Hoppselot (Beitrag 1153962)
Pro:
- Vorsorge gegen Tumore
- Kaninchen war dauerhaft gestresst wegen Hormonen
- Kaninchen wird stubenrein
- erspart evtl. unbemerktes leiden im Stillen

Contra:
- "Verstümmelung" von gesunden Tieren
- unnötiges Risiko der Narkose
- zusätzliche Kosten (?)
- andere Tumore werden häufiger
- massiver Eingriff in den Stoffwechsel
- nicht alle Kaninchen werden stubenrein und ruhig

Zum Kontraargument des Preises denke ich, dass es hier nicht um den riesigen Bestand eines Züchters oder Tierheims geht, sondern um den Kastrationspreis von einem oder zwei Weibchen. Wer sich ein Tier hält muss immer mit monatlichen TA-Kosten neben den laufenden Kosten rechnen. Wie sinnvoll die OP ist können wir gerne diskutieren, aber eine Behandlung ganz allgemein von ihrem Preis abhängig zu machen klingt nicht so, als wäre man der Haltung des Tieres gewachsen.

Hallo Sir.Hoppselot,

Ich stimme völlig mit dir überein, dass das Wohlergehen des Haustiers nicht vom Geld abhängen sollte. Trotzdem weiß ich, dass die kleinen Tierchen den Geldbeutel ganz schön leer fegen können, besonders wenn's ihnen mal an etwas mangelt.

Ich liebe meine zwei kleinen Ninchen, und ich möchte sie auch nicht missen. Und gerade deshalb habe ich mich damals schon ein bisschen informiert, wie ich sicherstellen kann, dass ich nie beim TA sparen muss ;)

Ich hatte mich damals erst mal im Internet schlau gemacht, was es für Möglichkeiten gibt, und dabei hatte mir dieser Artikel einen guten Einstieg in das Thema geboten. https://www.fitformoney.de/agila-tierversicherung-test/

Es geht darin um Tierversicherungen. Zwar für Hunde und Katzen, aber weiter unten werden auch alterative Versicherungen erwähnt, die wiederum auch für Ninchen-Besitzer interessant sein könnten.

Und falls mein Post nur einem Ninchen hilft, den TA zu finanzieren und dadurch zu genesen hat er sich schon gelohnt :)

Liebe Grüße JennyPenny

Terry 02.04.2021 14:10

Das Thema „Versicherungen“ ist hier nicht neu....

Und wenn man sich das Kleingedruckte in den AGB‘s durchliest wird man feststellen, dass es in 96% aller Fälle günstiger ist jeden Monat einen gewissen Betrag aufs Sparbuch zu legen anstelle es einer Versicherung zu überweisen....

ReLe 22.05.2021 21:35

Vielen Dank für die lebhafte Diskussion hier! Die regt wirklich zum Nachdenken an und mangels meiner Erfahrungen misch ich mich da nicht weiter ein, aber ich lese sehr interessiert mit!


Ich möchte gerne nochmal nach Erlebnisberichten fragen, besonders was die Vor- bzw. besondere Nachsorge nach einer OP betrifft.


Was sollte eurer Meinung nach vor der OP besorgt werden?
Was muss vor der OP vorbereitet werden?




und natürlich hinterher:


Wie habt ihr eurer Weibchen versorgt?

Hatte euer Weibchen ein Body oder hattet ihr einen für den Notfall?
Habt ihr zugefüttert? wenn ja, ab wann?
Wie habt ihr die Temperatur im Auge behalten? (Fieberthermometer, Wärmflaschen, Rotlichtlampe?)

Hatte euer Weibchen einen extra Bereich nach der Op? Wen ja wie lange?

Wann und wo war das Partnertier während und nach der Op?
Wann und wo habt ihr sie wieder zusammengesetzt?

Was habt ihr für Tipps, was würdet ihr nächstes Mal anders machen?





dazu möchte ich auch ein paar Links in den Raum werfen, auf denen man einige Infos findet, aber eure Meinung interessiert mich ebenfalls:

https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/organerkrankungen/geschlecht-kastration/
https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/Weibchenkastration-Kaninchen-Flyer.pdf
https://www.kaninchenschutz.de/informieren/gesundheit/kastration-weibchen
https://www.kaninchenhilfe.com/gesundheit/weibchenkastration
https://www.tierklinikennet.de/kleintiere/kaninchen/krankheiten-kaninchen/kastration-kaninchen
http://www.kaninchen-info.de/kastration/weibchenkastration.html
https://www.moehren-sind-orange.de/kastration-bei-weiblichen-kaninchen/


Vielen Dank im Voraus!

Tintenherz 22.05.2021 23:17

Zitat:

Zitat von ReLe (Beitrag 1249792)
Was sollte eurer Meinung nach vor der OP besorgt werden?
Was muss vor der OP vorbereitet werden?




und natürlich hinterher:


Wie habt ihr eurer Weibchen versorgt?

Hatte euer Weibchen ein Body oder hattet ihr einen für den Notfall?
Habt ihr zugefüttert? wenn ja, ab wann?
Wie habt ihr die Temperatur im Auge behalten? (Fieberthermometer, Wärmflaschen, Rotlichtlampe?)

Hatte euer Weibchen einen extra Bereich nach der Op? Wen ja wie lange?

Wann und wo war das Partnertier während und nach der Op?
Wann und wo habt ihr sie wieder zusammengesetzt?

Was habt ihr für Tipps, was würdet ihr nächstes Mal anders machen?

Unsere Situation vorweg: schwierige Häsin, territoriales Mistvieh, hat unseren Rammler ziemlich verprügelt und saß schon alleine.

Vorher: Voruntersuchung auf Gesundheit und ob eine Narkose geht, Aufklärung. Aufbauen des Geheges, das hoffentlich einzige Mal, dass wir sie einsperren mussten. Wir haben einen Auslauf, wie man ihn im Zoohandel bekommt, im Schlafzimmer aufgestellt, da eine Toilette mit einem Handtuch, das täglich gewechselt wurde. Da saß sie 2,5 Wochen drin, sie hat uns wahnsinnig gemacht und wir mussten das Ding mit einem Vorhängeschloss sichern.

Body haben wir vom Tierarzt gekauft und behalten. Zufüttern mussten wir nicht, sie hat nach etwa einer Stunde alleine gefressen. Die Medis hat sie mit Cunis bekommen, nach der angewiesenen Dosierung. Sie stand an der Heizung und konnte sich auch davon entfernen, kalt war ihr nicht.

Ihr "Partnertier", von den sie schon vorher getrennt war, war im Arbeitszimmer und hatte da seinen Bereich. Vergesellschaftet wurde nach 4,5 Wochen. Vorher war sie in der Küche und er im Schlafzimmer, das Arbeitszimmer wurde als neuraler Raum genutzt. Wenn die beiden zu dem Zeitpunkt schon ein eingespieltes Team gewesen wären, hätte ich sie nicht getrennt und ihn auch mit zum Tierarzt gegeben.

Sie ist vormittags zum Tierarzt gekommen, hat da noch gefressen, wurde mittags operiert und wir haben sie abends abgeholt, als sie stabil stand und schon ein bisschen was zu sich genommen hat. Am nächsten Tag war Nachuntersuchung und 10 Tage später glaube ich wurden die Fäden gezogen.

Nächstes Mal würde ich eine Wärmelampe anbieten.

Kaninchenherz28 23.05.2021 08:39

Zitat:

Zitat von ReLe (Beitrag 1249792)
Vielen Dank für die lebhafte Diskussion hier! Die regt wirklich zum Nachdenken an und mangels meiner Erfahrungen misch ich mich da nicht weiter ein, aber ich lese sehr interessiert mit!


Ich möchte gerne nochmal nach Erlebnisberichten fragen, besonders was die Vor- bzw. besondere Nachsorge nach einer OP betrifft.


Was sollte eurer Meinung nach vor der OP besorgt werden?
Was muss vor der OP vorbereitet werden?




und natürlich hinterher:


Wie habt ihr eurer Weibchen versorgt?

Hatte euer Weibchen ein Body oder hattet ihr einen für den Notfall?
Habt ihr zugefüttert? wenn ja, ab wann?
Wie habt ihr die Temperatur im Auge behalten? (Fieberthermometer, Wärmflaschen, Rotlichtlampe?)

Hatte euer Weibchen einen extra Bereich nach der Op? Wen ja wie lange?

Wann und wo war das Partnertier während und nach der Op?
Wann und wo habt ihr sie wieder zusammengesetzt?

Was habt ihr für Tipps, was würdet ihr nächstes Mal anders machen?





dazu möchte ich auch ein paar Links in den Raum werfen, auf denen man einige Infos findet, aber eure Meinung interessiert mich ebenfalls:

https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/organerkrankungen/geschlecht-kastration/
https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/Weibchenkastration-Kaninchen-Flyer.pdf
https://www.kaninchenschutz.de/informieren/gesundheit/kastration-weibchen
https://www.kaninchenhilfe.com/gesundheit/weibchenkastration
https://www.tierklinikennet.de/kleintiere/kaninchen/krankheiten-kaninchen/kastration-kaninchen
http://www.kaninchen-info.de/kastration/weibchenkastration.html
https://www.moehren-sind-orange.de/kastration-bei-weiblichen-kaninchen/


Vielen Dank im Voraus!

Wir haben Kiki im Herbst kastrieren lassen, weil sie ständig hormonell gestresst war.

Vor der OP:
- Kotprobe
- Durchchecken lassen (wir haben keine genaueren Untersuchungen wie Ultraschall gemacht, weil der Homostress auch bei gesünder Gebärmutter auf Dauer zu viel gewesen wäre und wir sie in der Situation so oder so kastrieren lassen hätten)
- Tierarzt suchen, der Erfahrung mit Weibchenkastras hat
- Body nähen
- in unserem Fall an der Gewichtszunahme arbeiten.

Direkt vor der OP:
- Transportbox kuschelig einrichten
- vielfältiges Wiesenfutter für die Box pflücken (nur einen kleinen Strauß voll)
- sicherstellen, dass Päppelzeug und Notfallapotheke vollständig sind.

Kiki wurde allein zum Tierarzt gebracht, weil es dem Partnertier gegenüber unfair gewesen wäre, stundenlang alleine in der Box zu sitzen. Dem Tierarzt ist das normalerweise auch lieber.

Während der OP:
- Krankenbereich innen herrichten: Wir haben Kiki (ursprünglich in einer Fünfergruppe in Außenhaltung) mit ihrem besten Freund nach drinnen geholt, wo sie für zwei Wochen in freier Zimmerhaltung gelebt haben. Der Boden war mit vielen Decken und Teppichen ausgelegt, Häuser und Sprungmöglichkeiten gab es bewusst nicht.
- Große Auswahl an Futter zur Verfügung stellen: Kranke Kaninchen fressen oft sehr mäkelig. Kiki zum Beispiel frisst in dem Fall bevorzugt Spite, das wussten wir von ihrem EC-Ausbruch im Frühling.

Nach der OP:
- Body anziehen
-Partnertier und Patienten ins Gehege setzen
- Gesund werden lassen und umsorgen, verschriebene Medis geben, regelmäßig Body kontrollieren etc.
- Nach etwa zwei Wochen, glaube ich, Fäden ziehen und dann durfte sie, glaube ich, auch wieder zur Gruppe.

Temperatur habe ich nicht kontrolliert, weil sie brav gefressen hat. Anfangs habe ich sie aber in ein Deckennest gesetzt, aber da ging wohl eher die Helikoptermutti mit mir durch.

Was ich anders machen würde: Auf Schmerzmittel bestehen. Die TÄ meinte, sie hätte nach der OP welche bekommen und die würden lange genug reichen, aber irgendwie glaube ich das nicht.

Tintenherz 23.05.2021 12:42

Stimmt, wir haben ihr ihr Lieblingsfutter mitgegeben, das hat sie dann direkt in die Aufwachbox bekommen


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 17:33 Uhr.



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