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Weibchenkastration - Pro, Contra & Erfahrungen auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von ReLe
Ninchen
 
Registriert seit: 13.03.2019
Beiträge: 23
ReLe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.06.2019, 23:24

Weibchenkastration - Pro, Contra & Erfahrungen


Hallo!

Ein Thema geht mir zur Zeit nicht aus dem Kopf: Kastration von Weibchen.

Ich hab viel gelesen, warum oder warum man es nicht machen soll und bin am überlegen was ich persönlich davon halten soll.
Ich denke da bin ich nicht alleine daher möchte ich es hier mal sammeln, für alle die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen wollen.

Am liebsten schreibt für die Übersicht nach zu den Punkten Pro und/oder Contra und eure Geschichte, wie ihr es gemacht hat und warum z.B.:

Zitat:
Pro:
- Vorsorge gegen Tumore
- Kaninchen war dauerhaft gestresst wegen Hormonen
- Kaninchen wird stubenrein

Contra:
- "Verstümmelung" von gesunden Tieren
- unnötiges Risiko der Narkose
- zusätzliche Kosten


Erfahrung/Geschichte:
- Ich habe/ habe nicht meine Kaninchendame kastrieren lassen, weil...
*Die Pro/ Contra-Liste könnt ihr jeweils ergänzen oder selbst ganz neu erstellen. Das oben soll als Beispiel dienen ;D (Ich selbst hab da wenig Ahnung)



ich würden eure Erfahrungen, Meinungen und Geschichten einfach interessieren und für jede Antwort bin ich sehr dankbar.



Liebe Grüße,
Rele, Leo & Lucy



Btw meine Geschichte:
Ich hab Lucy und Leo seit Januar. Sie waren Stallkaninchen und gerade Lucy pinkelt sehr viel wild. Sie nutzt zwar das Klo, aber an manchen Tagen find ich auch 4-5 Stellen wo es naß ist. Im Sommer hat sie Leo für einen Monat ziemlich stark bedrängt. In der Zeit waren sie für 3 Tage in Pflege im Kaninchenhotel und auch die Pfleger waren erschrocken, wie hartnäckig sie Leo gejagt hat. Das hat sich zum Glück nun wieder ganz gelegt. Alles an sich also kein großes Problem bzw. kein Grund sie unbedingt kastrieren zu lassen. Auf Dauer überlege ich trotzdem was für sie und Leo das Beste wäre.



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Leo (*2017) & Lucy (*2015)



Geändert von ReLe (19.06.2019 um 16:39 Uhr).
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Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.054
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2019, 13:24

Pro:
- Vorsorge gegen Tumore
- Kaninchen war dauerhaft gestresst wegen Hormonen
- Kaninchen wird stubenrein

Contra:
- "Verstümmelung" von gesunden Tieren
- unnötiges Risiko der Narkose
- zusätzliche Kosten
- andere Tumore werden häufiger
- massiver Eingriff in den Stoffwechsel.


Erfahrung/Geschichte:
- Ich habe meine Kaninchendamen nicht kastrieren lassen, weil sie keinerlei Probleme haben (ein bisschen Frühlingsgefühle sind ja normal) und ich vorbeugenden Weibchenkastrationen sehr skeptisch gegenüberstehe. Die Gründe gegen eine vorbeugende Weibchenkastra sind in diesem Artikel sehr gut dargelegt: https://kaninchenwuerdenwiesekaufen.blogspot.com/2018/01/die-kastration-von-kaninchen-teil-1.html?m=1

Gäbe es eine Indikation um zu kastrieren, würde ich es auf jeden Fall machen. Aber solange es meinen Ninchen gut geht, mute ich ihnen keine OP zu, die den gesamten Stoffwechsel durcheinander bringt - dafür, dass ich verhindern kann, dass sie VIELLEICHT einen Tumor bekommt.



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Benutzerbild von Rolle_Rolle
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.07.2013
Beiträge: 6.241
Rolle_Rolle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2019, 13:31

Pro:
- Vorsorge gegen Tumore
- Kaninchen war dauerhaft gestresst wegen Hormonen
- Kaninchen wird stubenrein

Contra:
- "Verstümmelung" von gesunden Tieren
- unnötiges Risiko der Narkose
- zusätzliche Kosten
- andere Tumore werden häufiger
- massiver Eingriff in den Stoffwechsel.


Erfahrung/Geschichte:
Ich habe meine Fee kastrieren lassen, da sie nach ihrem Einzug bei uns in kürzester Zeit 5 x scheinschwanger war (alle 18 Tage!). Wie alt Fee war, weiß ich nicht. Aber sie ist nach der Kastration immer ausgeglichen und friedlich gewesen.

Ich befürworte auch eine vorsorgliche Weibchen-Kastration, entsprechend folgendem Artikel:

https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=20100



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 29.03.2019
Beiträge: 102
sommerkind befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2019, 15:35

Ich beschäftige mich momentan auch recht intensiv mit dem Thema. Ich wusste bis vor kurzem nicht mal dass man Weibchen vorsorglich kastrieren kann, bis ich auf das Thema durch amerikanische kaninchen Besitzer gestoßen bin. Dort wird man nämlich regelrecht als tierquäler bezeichnet wenn man es nicht tut (wobei laut denen unsere gesamte Haltung tierquälerei ist lol).

Nach meiner Recherche bin ich nun zu dem Entschluss gekommen meine Maus nicht kastrieren zu lassen.
Sie ist nämlich kein stück aggressiv, lässt mein Männchen alles mit sich machen und unterwirft sich regelrecht und hat ihn noch nie berammelt, ist meines Erachtens sogar noch ein Stück stubenreiner als er, hat einen großen Appetit und war in denen zwei Jahren in denen sie bei uns ist noch nie scheinschwanger. Außerdem ist sie bereits 6 Jahre alt was für mich mit der entscheidenste Grund war es nicht zu tun.
Das einzige was auf sie zutrifft ist, dass sie recht unruhig ist. Wobei ich mir da nicht sicher bin ob das nicht doch daran liegt dass sie aus sehr schlechter Haltung stammt und Panik vor Menschen hat. Mittlerweile ist sie aber so viel zutraulicher und auch ruhiger geworden. Daher denke ich es liegt eher daran.

Ich habe leider mein erstes Weibchen an Gebärmutterkrebs verloren und weiß daher wie schlimm die Krankheit verläuft. Daher war ich jetzt so im Zwiespalt. Ob ich es bei einem jüngeren Kaninchen machen würde das noch dazu deutliches Verhalten aufweist weiß ich nicht.

Auf der einen Seite klingt vorsorge gut, auf der anderen habe ich mir auch schon gedacht ob es nicht doch zu viel des Guten wäre.
Frauen haben auch ein hohes Risiko an Brustkrebs zu erkranken, sollen wir uns deshalb alle vorsorglich die brüste amputieren lassen?




Kaninchen
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.737
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2019, 15:36

Pro-/Contra-Liste:

Ich glaube weder daran, dass ein Kaninchen durch eine Kastration stubenrein wird (warum benehmen sich meine Kastraten dann wie Langohrschweine?), noch dass Hormone "stressen" bzw. Kaninchen das als Ärgernis empfinden.

Wenn ich meine pubertierende Tochter fragen würde, wäre sie von ganz vielen Dingen "gestresst", nicht zuletzt von ihren Eltern, aber bestimmt nicht von den Hormonen, die in ihrem Körper gerade Lambada tanzen, auch wenn wir Eltern sehr gut wissen, dass ein Gutteil ihrer Launenhaftigkeit womöglich darin begründet ist...

Und so, wie die Pubertät irgendwann aufhört, so hat auch das Kaninchen nicht ständig hormonelle Hochphasen (wenn doch, spricht vieles für eine medizinische Indikation zur Kastration), so dass Halter wie auch Nin diese Phasen aushalten können sollten.

Den Rest der Liste könnte ich so übernehmen, und weil so für mich das Contra ganz klar überwiegt, würde ich nur mit medizinischer Indikation kastrieren.

Was den Link vom Tierarzt Rückert betrifft, so kann dieser schon von Berufs wegen nicht objektiv sein: zu einem Tierarzt kommen nun mal deutlich mehr Kaninchen mit Gebärmutterproblemen als gesunde, die Kaninchen, die quietschvergnügt und unkastriert bis ins hohe Alter bei ihren Haltern leben, müssen ja nicht zum Tierarzt...

Das ist bei meinem Beruf nicht anders, gleichwohl würde ich nicht sagen, dass die meisten oder gar alle Patienten ihre Hilfsmittel/Reha/Rente nicht bewilligt bekommen, die meisten oder gar alle Nachbarn sich über Hecken/Gartenzäune/Grenzabstände streiten, man bei einem Unfall selten oder nie den Schaden ersetzt bekommt usw.usf.



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Benutzerbild von Sir.Hoppselot
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 10.06.2019
Beiträge: 567
Sir.Hoppselot befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2019, 15:41

Pro:
- Vorsorge gegen Tumore
- Kaninchen war dauerhaft gestresst wegen Hormonen
- Kaninchen wird stubenrein
- erspart evtl. unbemerktes leiden im Stillen

Contra:
- "Verstümmelung" von gesunden Tieren
- unnötiges Risiko der Narkose
- zusätzliche Kosten (?)
- andere Tumore werden häufiger
- massiver Eingriff in den Stoffwechsel
- nicht alle Kaninchen werden stubenrein und ruhig



Vor der Entscheidung stehe ich auch noch. Meine erste Häsin wurde damals auf dem OP-Tisch eingeschläfert, mit einem Bauch voller Tumore. Sie hat die Symptome so lange so gut versteckt, dass wir sie erst untersuchen ließen als es schon zu spät war und rapide abwärts ging. Man muss dazu sagen, dass sie 12 Jahre alt geworden ist. Trotzdem war die Vorstellung für mich schrecklich, dass sie so lange Zeit im Stillen gelitten hat. Der Tierarzt meinte damals, man hätte ihr das mit einer prophylaktischen Kastration ersparen können. An Scheinschwangerschaften konnte man es damals übrigens nicht erkennen. Sie war nur als sie noch sehr jung war etwa dreimal scheinträchtig und das auch immer nur sehr kurz.

Nun habe ich zum zweiten Mal Kaninchen und das Männchen frühkastrieren lassen, um sie nicht trennen zu müssen. Bisher zeigt sie noch kein gestresstes, aggressives oder unsauberes Verhalten. Dafür ist sie mit ihren 15 Wochen aber noch zu jung. Erst mal steht uns noch die Pubertät bevor. Funfact: tatsächlich ist der Kastrat der Rabauke und sie die Liebe. Nicht alle Kaninchen werden stubenrein und nicht alle werden ruhig und zutraulich. Aus diesem Grund zu kastrieren halte ich für falsch.

Honeymouse und dangerschaf haben mir hier im Forum dazu geraten mit der Kastration auf jeden Fall zu warten bis sie ausgewachsen / ein Jahr alt ist. Inzwischen habe ich eine TÄ gefunden, die Erfahrungen mit Weibchenkastrationen hat und diese anbietet. Wähle für so einen Eingriff genau aus, welchem Arzt du deine Mümmlerin anvertraust. Zwei andere Tierärzte haben den Eingriff abgelehnt. Der eine hat offen zugegeben, dass das nicht in seinem Erfahrungsbereich liegt, die andere hält den Eingriff zur Vorsorge für nicht sinnvoll.

Falls du deine Kaninchen draußen hältst, solltest du dir auch überlegen wann du operieren lässt. Für eine andere Not-OP haben wir die Kaninchen mal im Winter ins Haus geholt, um sie "steril" und warm zu halten, sowie um sie immer überwachen zu können. Ihnen ist das Winterfell ausgefallen, so dass es erst im Frühjahr wieder nach draußen gehen konnte.

Zum Kontraargument des Preises denke ich, dass es hier nicht um den riesigen Bestand eines Züchters oder Tierheims geht, sondern um den Kastrationspreis von einem oder zwei Weibchen. Wer sich ein Tier hält muss immer mit monatlichen TA-Kosten neben den laufenden Kosten rechnen. Wie sinnvoll die OP ist können wir gerne diskutieren, aber eine Behandlung ganz allgemein von ihrem Preis abhängig zu machen klingt nicht so, als wäre man der Haltung des Tieres gewachsen.



Was mich bei dieser ganzen Diskussion brennend interessieren würde: Gibt es irgendwelche Anzeichen dafür, dass sich die Gebärmutter vergrößert und Zysten bildet, sodass man operieren kann wenn es wirklich notwendig, aber noch nicht zu spät ist?




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.07.2018
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angelsfire befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2019, 15:42

Ich bin pro vorsorglicher Kastration von Kaninchen. Die Pflegetiere werden schon vom Verein sowieso alle kastriert. Bei meinem privaten Kaninchen lasse ich es nächstes Jahr vermutlich auch machen.



Stubenreinheit ist mir da egal, wobei bisher alle Weibchen nach der Kastra so gut wie Stubenrein waren. Selbst die größten Schweine waren danach sauber. Da meine in Aussenhaltung leben würde das aber eh keine so wirkliche Rolle spielen.



Ich traue den TÄen schon wenn sie sagen das sehr viele Weibchen Probleme mit der Gebärmutter bekommen.



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LG Britta



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 29.03.2019
Beiträge: 102
sommerkind befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2019, 15:56

[QUOTE=angelsfire;1153963]Ich bin pro vorsorglicher Kastration von Kaninchen. Die Pflegetiere werden schon vom Verein sowieso alle kastriert.

Von welchem Verein sprichst du denn? Ich habe bereits 3 Kaninchen aus dem tierheim und hatte in der Zeit auch Kontakt zu pflegestellen und dort wurden immer nur die Männchen kastriert.
Würde mich mal interessieren

LG




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.07.2018
Beiträge: 1.454
angelsfire befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2019, 16:48

Kaninchenhilfe Deutschland e.V. Bei der Kastration werden bei den Weibchen eigentlich auch fast immer Veränderungen gefunden.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2019, 17:24

Für mich ist ein wenig auch die Frage, wie viele dieser Veränderungen dem Kaninchen wirklich Probleme bereiten. Natürlich gibt es solche, die zu Schmerzen oder schlimmerem führen. Aber auch wenn man einen Menschen aufschneiden würde, würde man wahrscheinlich pro Mensch mehrere Tumore oder Veränderungen irgendwo finden. Trotzdem leiden wir nicht alle.
Zudem glaube ich nicht, dass ein Kaninchen starke Schmerzen komplett verbergen kann. Natürlich versucht es weiterhin, am Gruppenleben teilzunehmen, aber Veränderungen im Verhalten sind trotzdem eigentlich immer vorhanden.



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Benutzerbild von ReLe
Ninchen
 
Registriert seit: 13.03.2019
Beiträge: 23
ReLe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.06.2019, 10:39

Erstmal Dank für die Antworten. Von den möglichen Problemen nach der Kastration hab ich bisher noch nicht gehört und das ist wirklich interessant. Das hat mich auch zum Nachdenken gebracht.

Nochmal eine allgemeine Frage:
Ab welchen Alter würdet ihr die Häsen generell nicht mehr kastrieren?

Meine Lucy ist ja nun auch schon von 2015, also 4 Jahre. Oft lese ich nur, dass man sie ab/mit 1 Jahr kastrieren lassen sollte/könnte, daher weiß ich nicht ob das überhaupt noch ein Thema wäre, da ich nicht (noch ein größeres) Risiko eingehen wollen würde.



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Benutzerbild von LuovaHulluus
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 09.06.2018
Beiträge: 54
LuovaHulluus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.06.2019, 11:23

Ich überlege auch seit der Anschaffung Millie kastrieren zu lassen, ich hatte auch bereits einen Termin aber dann sind die Zähne dazwischen gekommen. Ich bin auch dafür ein Weibchen kastrieren zu lassen wenn man nicht vor hat zu züchten. Scheinschwangerschaften und teilweise auch Aggressionen sind meiner Meinung nach Anzeichen dass der Hormonhaushalt nicht rund läuft. Das mit dem Menschen zu vergleichen ist Schwachsinn, denn Menschen unterdrücken diese Störung indem sie Hormone nehmen (Pille etc) und es ist auch von Individuum zu Individuum untetrschiedlich. Wenn man einen gewissenhaften TA hat dann wird der einen gut beraten und man kann sich dann selbst seine Meinung bilden.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.737
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.06.2019, 12:33

Zitat:
Zitat von LuovaHulluus Beitrag anzeigen
Das mit dem Menschen zu vergleichen ist Schwachsinn, denn Menschen unterdrücken diese Störung indem sie Hormone nehmen (Pille etc) und es ist auch von Individuum zu Individuum untetrschiedlich.
Ich würde mir eine etwas höflichere Ausdrucksweise wünschen: jeder kann seine Meinung haben, aber die Aussage anderer als "Schwachsinn" zu bezeichnen, finde ich nicht angebracht.

Zudem auch Deine Meinung nicht wirklich durchdacht ist: Hormonschwankungen sind weder bei Mensch, noch Tier per se eine "Störung", sondern letztlich für unser aller Fortpflanzung erforderlich, und auch Mensch bzw. Frau nimmt die Pille meist nicht, um unliebsame Hormonschwankungen zu therapieren, sondern in der Regel zur Empfängnisverhütung.

Abgesehen davon sollte man es schon hinterfragen, dass bei Tieren gerne mal Verhaltensauffälligkeiten pathologisiert und kurzerhand "weggeschnitten" werden, man denke nur an das Entfernen von Hörnern, Schwänzen etc. wegen der "Verletzungsgefahr bei Aggressionen", was völlig entbehrlich wäre, wenn die Tiere artgerecht auf genügend Platz leben könnten; letztlich dient ein Gutteil dieser prophylaktischen tiermedizinischen Eingriffe der Bequemlichkeit des menschlichen Halters.

Ich kann es bei jedem nachvollziehen, wenn er aufgrund eigener Erfahrungen mit gehäuften Gebärmuttererkrankungen sich für eine prophylaktische Weibchenkastration entscheidet, aber Kastration zur Vermeidung unerwünschten Verhaltens ist für mich ein No-Go.



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 14.717
gerti ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 27.06.2019, 12:36

Pro: Vorsorge Pyometra, Endometriale Hyperplasie, Myometra usw. Zysten, Tumore

Zur besseren Vorstellung.....: https://www.thieme.de/de/tiermedizin/uteruserkrankungen-des-kaninchens-50890.htm


Pro: Friedlicheres Zusammenleben ohne hormonell bedingte Ausraster und damit meine ich richtiges Mobbing anderer Kaninchen


Contra: zu hohes Alter und nicht mehr OP-fähig
Contra: keine Möglichkeit oder Bereitschaft zur evtl. intensiven OP Nachsorge



Bis auf ein Dauerpflegekaninchen sind bei mir alle Mädels seit 2016 kastriert worden.
Alle Mädels hatten mindestens vergrößerte Gebärmütter und ausgeprägte Eierstockaktivität.
Meine Älteste die operiert wurde hatte bei Hormonschüben keine Aggresivität, sondern akute Bauchprobleme, konnte nicht mehr Pipi machen und war akut und intensiv pflegebedürftig. Sie hatte Gebärmuttertumore und starb ein Jahr nach der OP.
Andere hatten kleine Gebärmuttertumore, Zysten und waren vor der Kastra superaggro und völlig hormongesteuert, dass es bestimmt für sie selbst schrecklich war, nicht nur für die Mobbingopfer.
Eine mit knapp 3 Jahren hatte bei der Kastra einen erschreckenden Befund mit beginnender Bauchfellentzündung und einer Hydrometra....einen Ticken später und sie wäre wie ihre Tochter verstorben. Diese hatte mit 1,5 Jahren eine Pyometra und vertarb an einer Sepsis, als sie eine belanglose Scherwunde am Fuß hatte. Der Eiter war im Körper bis zum Zwerchfell im Gewebe sichtbar.
Für mich ist besonders wichtig, dass ich ein gutes Gefühl beim zu operierenden TA habe. Ich würde keine OP bei einem TA machen lassen, der keine Erweiterungsmöglichkeit auf Inhalationsnarkose hat.


Zur Erklärung was ich mit Mobbing durch Hormone meine:
Ich hatte 2 Kaninchenmädels, die ein anderes Kaninchen wie Soldaten im durchschnittlichen Abstand von einem Meter (freie Gartenhaltung) auf Schritt und Tritt verfolgt haben. Bei einer Handlung die ihnen nicht gepasst hat, wurde angegriffen.
Ein anderes Mädel hat bei Hitzigkeit sogar Katze und Hund angegriffen, wenn sie in die Nähe ihres erwünschten Nestes kamen....die Nähe begann bei 10m.

...usw....



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Geändert von gerti (27.06.2019 um 12:43 Uhr).

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Terry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.06.2019, 13:07

Zitat:
Zitat von angelsfire Beitrag anzeigen
Die Pflegetiere werden schon vom Verein sowieso alle kastriert.
Das steht auf deren Seite aber etwas anders...
Zitat:
Häsinnen werden bei medizinischer Indikation kastriert und sofern finanzielle Mittel vorhanden sind alle anderen präventiv.



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Liebe Grüße
Theresa

Blaue Schafe sind sehr selten und wenn sie gehen hinterlassen sie eine unendliche Lücke.



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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.06.2019, 18:07

Pro:
Vorsorge gegen Tumore: ich habe alle 6 Häsinnen kastrieren lassen


4 meiner Häsinnen hatten längere Zeit (nach Übernahme) Verhaltensstörungen; z.B. Partner dauernd rammeln oder extrem zickig gegenüber Partner. Ein Jungtier sass mehrere Wochen am Stück im Nest und urinierte den Rammler klebrig zu.


Eine 2-jährige Häsin hatte bereits massive Gebärmutterveränderung aber im Vorfeld keinerlei Anzeichen von Verhaltensstörungen. Die würde heute sicherlich nicht mehr leben wenn sie nicht kastriert worden wäre.



Contra:
Hohe Kosten.

1 Häsin verstarben jung an Verdaaungsstörungen, evtl. hätte man auch zuwarten können mit der Kastra bis sie ins kritische Alter kam, sofern man das Risiko in Kauf nimmt um Geld zu sparen.


Nicht alle Verhaltensstörungen lassen sich auf einen gestörten Hormonhaushalt zurück führen. Die oben erwähnte Häsin hatte eine massive soziale Störung, die liess sich natürlich durch die Kastra nicht beseitigen.




Zwergkaninchen
 
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sommerkind befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.06.2019, 01:30

Darf ich fragen wie alt eure Weibchen bei den OPs waren?



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Benutzerbild von gerti
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Registriert seit: 18.11.2012
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gerti ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 29.06.2019, 08:51

Meine Mädels waren knapp 1 Jahr bis knapp 5 Jahre.



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Benutzerbild von Rolle_Rolle
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Rolle_Rolle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.06.2019, 10:11

Ich weiß das Alter von Fee nicht wirklich. Geschätzt war sie im 3. LJ.



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Benutzerbild von Tinkerbellmarie
Zwergkaninchen
 
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Beiträge: 137
Tinkerbellmarie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.06.2019, 13:29

Hallo ReLe und alle anderen


Pro:
- Vorsorge gegen Tumore
- Kaninchen war dauerhaft gestresst wegen Hormonen
- erspart evtl. unbemerktes leiden im Stillen

Contra:
- "Verstümmelung" von gesunden Tieren
- unnötiges Risiko der Narkose
- zusätzliche Kosten



Ich hab mal einen Teil aus der Pro- und Contra- Liste übernommen.

Ich bin absoluter Befürworter der Weibchenkastration, würde das auch direkt machen lassen, wenn ich ein Mädel aufnehme, egal, in welchem Alter, also auch bei 1 Jahr oder so.
Im Vordergrund stehen bei mir die Tumore, denn die entwickeln sich bei fast allen Mädels, Veränderungen werden oft auch schon bei sehr jungen Kaninchen festgestellt, und die sollte man sich gar nicht erst weiter verändern lassen bis hin zu Entzündungen und Krebs.
Dauerhafter Streß ist auch ungesund, nicht nur für das Mädel, sondern auch für den/die Partner, die ja meist auch darunter leiden müssen: sie werden berammelt, angegrunzt, weggestoßen usw.


Natürlich ist es ein Operation an einem scheinbar gesunden Kaninchen, die auch mit dem entsprechenden Risiko behaftet ist; aber mittlerweile sind die Narkosemöglichkeiten auch bei Kaninchen doch recht gut. Ich kann die Sorge um die Narkose verstehen: aber wenn erstmal ein Tumor da ist, ist es oft für eine OP zu spät.


Ich selbst habe meine Nicky an so einen Sch... verloren: als sie Krankheitsanzeichen zeigte, bin ich zum TA, sie wurde geröntgt, die Lunge voller Metastasen ...

Ich habe auch schon oft Klienten in der Beratung gehabt (bin Aktive bei den Glücklichen Kaninchen), die genau das erlebt haben: dem Mädel ging es nicht gut, sie sind zum TA, beim Röntgen zeigten sich Metastasen in der Lunge bzw. bei einer OP schon zu viele Tumore, um noch was machen zu können.


Hier mal ein sehr aufschlußreicher Bericht, auf den ich immer sehr gerne verlinke:


Dr. Rückert: Die Kastration des weiblichen Kaninchens - meist dringend nötig!
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=20100


Entsprechend berate ich auch meine Klienten; entscheiden müssen sie letzlich selbst. Meine beiden Damen sind kastriert.


Viele Grüße



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