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Erfahrungsbericht Blasenstein auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Callie
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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.07.2016
Beiträge: 215
Callie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.06.2020, 20:36

Erfahrungsbericht Blasenstein


Blasenstein – ein Erfahrungsbericht


Damit andere Kaninchenbesitzer nicht das gleiche Schicksal ereilt, ihr Kaninchen an einem Blasenstein zu verlieren, berichte ich hier ausführlich über die Erkrankung.


Fienchen war 3 Jahre alt. Letztes Jahr im Juli kam sie aus einer Pflegestelle zu mir und ihrem damaligen Partner Krümel. Nachdem sie laufend scheinschwanger war ließ ich sie im Dezember nach dem Tod von Krümel kastrieren.
Nach einer gescheiterten VG erfolgte im Februar ein neuer Versuch mit Fiete, der zur Freude aller gelang.


Außer etwas Übergewicht, das sich nach der Kastration entwickelt hatte, war Fienchen putzmunter.


An einem Donnerstag fiel mir auf, dass sie, ansonsten stubenrein, auf einmal wild pinkelte. Zur Nacht hin immer öfter so dass ich beschloss am nächsten Vormittag mit ihr zur Tierärztin zu fahren.
Freitag morgen urinierte sie alle 5 Minuten. Sie fraß aber normal, hoppelte herum.
Intimbereich sauber und trocken. Kein Blut oder Grieß im Urin. Fell war glänzend.


Bei der Untersuchung war der aufgefangene Urin im Teststreifen auffällig. Sicherheitshalber wurde ein Röntgenbild angefertigt, Bei dem wurde dann die Ursache der Beschwerden klar: sie hatte einen Blasenstein. Auf meine Nachfrage hin sagte die Tierärztin, dass dieser zu groß sei um zu wandern.
Für Montag früh bekam ich dann einen OP-Termin.


Den ganzen Nachmittag war sie bis auf das Wildpinkeln unauffällig. Ich deckte alle Teppiche mit Decken ab. Dass sie mehr trank war verständlich.
Am späten Abend (so ab 22 Uhr) veränderte sich plötzlich ihr Verhalten. Sie drückte ihren Popo immer wieder Richtung Boden, versuchte Urin abzusetzen, was nicht gelang. Sie wollte nichts mehr fressen, hatte sichtbar Schmerzen.


Ich telefonierte dann gegen 23 Uhr mit der Tierklinik. Nach Rücksprache sollte ich direkt hin kommen. Die Klinik liegt 50 km weit weg, also ab auf die Autobahn.
Unterwegs dachte ich schon Fienchen schafft es nicht mehr.


In der Tierklinik angekommen wurde sie gründlich untersucht. Der Stein war mittlerweile in die Harnröhre gewandert und steckte dort fest. Unter Sedierung wollte die Tierärztin sofort versuchen die Blase zu spülen und den Stein aus der Röhre zu ziehen oder ihn zumindest in die Blase zurück zu schieben. Es gelang ihr nur die Blase zu leeren, der Stein bewegte sich nicht.
Eine Operation, bei der versucht werden sollte über die Blase an den Stein ran zu kommen, wurde auf den nächsten Morgen gelegt.


Schweren Herzens ließ ich sie dort. Am nächsten Morgen der Anruf, dass die Prognose für die Entfernung nicht so gut ist, und die Frage ob ich die Operation trotz der hohen Kosten möchte.
Da Fienchen erst 3 Jahre alt war und ansonsten gesund bejahte ich die OP.


Um 12.30 Uhr dann der Anruf: mit zwei Tierärzten hatten sie es nicht geschafft den Stein zu entfernen. Er war mittlerweile in die Vagina gerutscht und saß dort fest. Eine Entfernung wäre nur mit aufschneiden des Beckens möglich, Prognose ungewiss bis sehr schlecht.
Sie wurde dann mit meinem Einverständnis noch unter Narkose stehend eingeschläfert.


Ich konnte aus der Tierklinik nur mein totes Kaninchen und eine Rechnung über rund 632 Euro abholen.


Meine Tierärztin sagte mir hinterher, dass sie ab sofort Blasensteine bei Kaninchen noch am selben Tag entfernt. Das war ihr eine Lehre. Niemals hatte sie gedacht dass dieser Stein wandern könnte.


Fiete, ihr Partner, wurde sicherheitshalber einige Tage später auch geröngt, er hat weder einen Stein noch Blasenschwamm oder -grieß. Beide bekamen das gleiche Futter.
Die Futterliste wurde auch von der Tierärztin überprüft, da war keine Ursache für den Stein zu entdecken.


Bei Fienchen fehlten alle Symptome wie nasses Fell am Hintern, wunder Intimbereich, Appetitmangel, vermehrter Durst (der kam erst zum Ende hin).


Lediglich die fehlende Stubenreinheit und dann das häufige pinkeln hat mich auf ihren Zustand aufmerksam gemacht.


Daher meine Bitte an alle Kaninchenhalter: fängt euer Kaninchen an nicht mehr stubenrein zu sein, drückt es seinen Popo Richtung Boden, setzt es häufig Urin ab, bitte sofort zum Tierarzt.


Ich zermartere mir immer noch den Kopf ob ich frühere Anzeichen übersehen habe. Aber bis auf ein-/zweimal daneben pinkeln (das habe ich auf Stress mit ihrem Partner geschoben) und ab und zu mal den Popo Richtung Boden drücken (kam immer im Zusammenhang mit Köddelketten vor) gab es keine Anzeichen.


Wenn mein Bericht dafür sorgt, dass nur bei einem Kaninchen ein Blasenstein rechtzeitig entdeckt und entfernt wird, dann ist Fienchen nicht umsonst gestorben.


Hier noch weitere Infos zum Thema (Ursachen, Symptome, Behandlung):


https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/organerkrankungen/blase-niere/blasengries-und-blasensteine-beim-kaninchen/



marinahexe likes this.
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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.07.2016
Beiträge: 215
Callie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.06.2020, 20:38

Hier noch das erste Röntgenbild von Fienchen



Miniaturansicht angehängter Grafiken
Erfahrungsbericht Blasenstein-r%F6ntgenbild-fienchen.jpg  

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 25.09.2019
Beiträge: 273
Jean-Claude Van Hase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.06.2020, 12:10

Das tut mir sehr leid...

Hast du vielleicht ein Foto davon wie es aussieht wenn ein Kaninchen beim pinkeln seinen po auf den Boden drückt? Ich kann mir das schwer vorstellen, für mich sieht es immer so aus.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.07.2016
Beiträge: 215
Callie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.06.2020, 14:26

Jean-Claude van Hase: ein Foto habe ich nicht davon.



Es sieht für mich aber immer sehr speziell aus: nicht dass übliche Kaninchen geht auf Toilette, hebt das Schwänzchen und drückt.
Sondern der Popo wird fast flach Richtung Boden gedrückt, der vordere Rücken macht einen Buckel.



 
 
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