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Pflücken auf "leeren" Wiesen auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Terry

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Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.08.2020, 20:16

Pflücken auf "leeren" Wiesen


Hallo allerseits,

leider wurden meine beiden Standard-Pflückwiesen gemäht. Heute habe ich dann zwei Wiesengrundstücke gesehen. Ziemlich verwildert und das beste: Es wächst hohe Wiese drauf .
Es gibt keinen Zaun, kein Schild, keine Hecke, kein Häuschen, nichts.

Meint ihr, man kann auf solchen "leerstehenden" Wiesen pflücken? Wenn ich den Besitzer jemals treffen würde, würde ich selbstverständlich ihn fragen. Aber die Wahrscheinlichkeit bei so verwildert Wiesen ist ja ziemlich gering...

Liebe Grüße
Sophie



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Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!


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Ninchen
 
Registriert seit: 18.08.2020
Beiträge: 17
broemmel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.08.2020, 21:28

Hallo Sophie,
also solange du nicht die ganze Wiese abmähst, wird da denke ich niemand was gegen sagen, aber eine Garantie dafür gibt es natürlich nicht




AIL AIL ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 31.07.2020
Beiträge: 190
AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.08.2020, 11:47

Ich finde es übrigens interessant, wie sich meine Einstellung gegenüber "Rasenmähen" geändert hat, in den letzten 3 1/2 Wochen.


Vorher war mir das einfach total egal und ich habe das weder hinterfragt noch mir irgendwelche anderen Gedanken darüber gemacht.


Jetzt hingegen denke ich:


"Wer zum Henker ist auf diese Idee gekommen, und wieso ist das als völlig normal akzeptiert? Da macht sich Jemand extra den Aufwand eine natürlich gewachsene Wiese zu zerstören und ich kann nichtmal den Zweck erraten. Ihr macht es Kaninchenhaltern schwerer an kostenloses Futter zu kommen und zerstört dabei rücksichstlos den Lebensraum zahlreicher Kleintiere. Und wofür? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wofür! Sagt mir bitte, dass ihr das gemähte Gras für irgendwas Nützliches verwendet und dass es euch nicht ausschließlich um die angeblich hübschere Optik geht!"




Ninchen
 
Registriert seit: 19.08.2020
Beiträge: 4
Flitzy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.08.2020, 11:53

Hallo,
Ich habe eine Frage, ich weiss nicht wo ich sie stellen soll also hier..:
Meine häsen* lebt seit vier Jahren alleine bei mir, ich tue zwar alles für eine artgerechte Haltung und versuche alles damit sie Abwechslung bekommt, und sie scheint sich auch sehr wohl zu fühlen sie gibt keine Anzeichen von Depression, agressivität oder Hyperaktivität aber ich habe bedenken, denn Kaninchen sind nunmal ausgesprochen soziale Tiere.
Hat Jemand eine Idee ausser sie an Jemanden zu geben der sich besser kümmern kann oder einen Partner zu holen?
*Vier Jahre, lebt halt innen halt draussen, hat nie weniger als min 3 Quadratmeter ist kontaktfreudig, bekommt nur Frischfutter.
Danke!




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 19.08.2020, 14:21

@Flitzy, diese Frage wurde Dir in dem anderen Thread schon ausreichend beantwortet.... Entweder Partner oder Abgabe zum Wohle des Tieres.

Zitat:
Sagt mir bitte, dass ihr das gemähte Gras für irgendwas Nützliches verwendet und dass es euch nicht ausschließlich um die angeblich hübschere Optik geht!"
Die meisten Wiesen werden zu Heu gemacht für Groß- und Kleintiere.
Von daher ist es ja auch Diebstahl wenn Du von solchen Wiesen pflückst (außer der Eigentümer hat es Dir ausdrücklich erlaubt).




Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.08.2020, 14:07

Danke für eure Einschätzungen!
Dass die Wiesen zu Heu verarbeitet werden, kann ich mir schwer vorstellen. Sie sind ja mitten in der Stadt zwischen Wohnhäusern...
Aber Diebstahl will ich natürlich nicht begehen!
Wie geht ihr vor, wenn ihr eine neue Pflückwiese findet? Kann man irgendwo nachfragen, wem die Wiese gehört?



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Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 20.08.2020, 17:11

Auf dem Grundbuchamt kann man meistens Auskunft über den Eigentümer geben. Ansonsten mal in der Nachbarschaft der Wiesen fragen, vielleicht weiß da jemand was. Vielleicht sind diese Wiesen auch städtisches Eigentum und werden höchstens mal „plattgemacht“ ohne das sie verarbeitet werden. Dann wäre es relativ unproblematisch.



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AIL AIL ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 31.07.2020
Beiträge: 190
AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.08.2020, 09:13

Also wenn da kein Zaun drum ist, dann geh' ich einfach ganz ungeniert pflücken. Wenn sich Irgendjemand dadurch in seinen Rechten verletzt wähnt, wird er es mir schon sagen.




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 21.08.2020, 16:50

Wie soll ein Mähfahrzeug bitte durch einen Zaun kommen?

Und wenn Dich der Eigentümer der Wiese irgendwann erwischt, ist es mit Deiner „Ungeniertheit“ (die ich persönlich regelrecht dreist finde) schnell vorbei.

Zäunst Du Dein Auto auch ein? Bzw. wenn es nicht eingezäunt ist, stört es Dich dann auch nicht wenn andere damit „ungeniert“ Spritztouren damit machen und seinen Wert schmälern?

Heuwiesen sind seltenst eingezäunt, sind für viele Landwirte aber existenziell wichtig für die Wintermonate, vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken.
Oder erwartest Du von Eigentümern, dass sie jeden Winkel ihrer Wiese kameraüberwachen? Und wenn nicht, darfst Du Dich einfach „ungeniert“ bedienen, weil „selber schuld“?

Klar, in einem egoistischen Denken glaubt man „och, das bisschen was ich pflücke ist ja nicht schlimm“, aber was ist wenn viele so denken?

Wenn jeder pro Tag „nur“ einen qm pflückt (bzw. klaut)?

Diebstahl wird in Deutschland nicht als Ordnungswidrigkeit sondern als Straftat abgeurteilt!




AIL AIL ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 31.07.2020
Beiträge: 190
AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.08.2020, 11:35

> Wie soll ein Mähfahrzeug bitte durch einen Zaun kommen?


Ich würde denken durch ein Tor. Quasi die gleiche Art- und Weise, wie Alles Andere auch auf eingezäunte Grundstücke draufkommt.


> Und wenn Dich der Eigentümer der Wiese irgendwann erwischt, ist es mit Deiner „Ungeniertheit“ (die ich persönlich regelrecht dreist finde) schnell vorbei.


Ja, das sag' ich ja. Sobald mich jemand darauf anspricht, und mir sagt, dass das seine Wiese ist und ich dort bitte nicht mehr pflücken soll, würde ich selbstverständlich damit aufhören. Deswegen werde ich aber nicht vorauseilenden Gehorsam vor einer unbekannten Person, der das mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso egal ist, an den Tag legen. Ich sehe hier keinerleid Hinweis darauf, dass Jemand einen Anspruch auf das Gras erhebt, was auf den Wiesen hier wächst.
Die Wiesen, auf denen ich pflücke gehören mit hoher Wahrscheinlichkeit der lokalen Wohnungsbaugenossenschaft, bei der ich selbst auch zur Miete wohne. Ich denke, dass sie für die Mieter da sind, damit es hier schön grün aussieht. Ich gehe hier in der Tat nicht von einer kommerziellen Nutzung des Verschnitts beim Mähen aus sondern davon, dass der Primäre Zweck des Mähens einfach nur ist, dass es nicht zu verwildert aussieht. Da könnte man meinen ich helfe sogar dabei, indem ich die Notwendigkeit des Mähens zu diesem Zweck durch mein tägliches Pflücken hinauszögere.


> Zäunst Du Dein Auto auch ein? Bzw. wenn es nicht eingezäunt ist, stört es Dich dann auch nicht wenn andere damit „ungeniert“ Spritztouren damit machen und seinen Wert schmälern?


Ich finde durchaus, dass es Sache des Eigentümers ist, sein Eigentum in geeigneter Weise vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
Mein Auto ist abgeschlossen und man benötigt einen Zündschlüssel um es zu benutzen. Das sind bei Autos die üblichen und ausreichenden Mittel, mit denen man Autos vor unbefugter Nutzung schützt.

Deshalb empfinde ich die Analogie zu einer, für jeden frei zugänglichen Wiese als ziemlich merkwürdig. Anders als eine für jeden frei zugängliche Wiese, kann es also nicht Jeder benutzen.
Bei einer Wiese würde ich zumindest erwarten, dass der Eigentümer mit einem Interesse an kommerzieller Nutzung der Wiese, in irgend einer Form darauf hinweist, dass diese Wiese überhaupt einen Eigentümer hat und was dieser von anderen Menschen erwartet. Sowas wie ein Schild auf dem steht: "Privatgrundstück, betreten verboten" wäre ja vollkommen ausreichend.

Wenn es aber keinerlei Hinweise auf soetwas gibt, dann empfinde ich es als vermessen Leute als kriminell einzustufen, weil sie nicht von sich aus, in vorauseilendem Gehorsam, die Initiative ergriffen haben, herauszufinden, wem die Wiese gehört und dort nachzufragen.


> Heuwiesen sind seltenst eingezäunt, sind für viele Landwirte aber existenziell wichtig für die Wintermonate, vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken.
Oder erwartest Du von Eigentümern, dass sie jeden Winkel ihrer Wiese kameraüberwachen? Und wenn nicht, darfst Du Dich einfach „ungeniert“ bedienen, weil „selber schuld“?


Wie gesagt: Ich erwarte nichts weiter, als dass in einer geeigneten Form die Information verfügbar gemacht wird, dass es sich um ein Privatgrundstück handelt und dass das Pflücken dort nicht erwünscht ist, damit ich es von "freier Natur" unterscheiden kann, ohne erst irgendwelche Grundstücksregister zu recherchieren.


Als Jemand, der selber keinerlei Land besitzt, sag' es Mal so: Jemand, der sich leisten kann, so viel Land zu besitzen, dass er es selbst weder überblicken noch absichern kann und es nichtmal für nötig erachtet, darauf hinzuweisen dass es seins ist, wird wohl kaum aufhören zu existieren, weil jemand Anderes dachte, dass es sich um freie Natur handelt.


> Klar, in einem egoistischen Denken glaubt man „och, das bisschen was ich pflücke ist ja nicht schlimm“, aber was ist wenn viele so denken?

> Wenn jeder pro Tag „nur“ einen qm pflückt (bzw. klaut)?

> Diebstahl wird in Deutschland nicht als Ordnungswidrigkeit sondern als Straftat abgeurteilt!


Lass mich raten, du profitierst selber auch vom Landbesitz und weil tatsächliche Schutzmaßnahmen deinen Profit schmälern würden, zählst du auf Abschreckung durch die Drohung mit der Staatsgewalt.



Sollen die Nichtsbesitzer doch gefälligst dir oder anderen Kapitaleignern ihre Arbeitskraft verkaufen, wenn sie Zugang zu natürlichen Resourcen haben wollen, die ihr oder eure Vorfahren sich damals unter den Nage gerissen haben!

Und wenn die Drohungen und Kriminalisierungen nicht mehr ausreichen, dann hat man mit Sowas: https://amerika21.de/2017/04/174714/massaker-landlosen ja noch was in der Hinterhand.

Nicht dass ich das unterstellen würde, aber die Ansätze einer Mentalität, die in diese Richtung geht, glaube ich hier durchaus erkennen zu können.




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.08.2020, 12:39

@AIL: Sorry, aber das ist doch Unsinn.

Du gehst doch hoffentlich auch nicht auf die Maisfelder und Gemüseäcker, um dort zu ernten oder bedienst dich an Weinbergen und Obstbaumplantagen, nur weil dort keine Schilder stehen oder Zäune vorhanden sind?

Ich pflücke und sammle nur dort, wo ich definitiv weiß, dass dort nichts geerntet oder verwertet wird. Bei manchen Grundstücken kann man sich diesbezüglich von Anfang an sicher sein (zB ein Spielplatz oder ein brachliegendes Baugrundstück), bei anderen muss man halt rumfragend oder ggfs auch ein Jahr lang beobachten: die frei zugänglichen Apfelbäume bei uns in der Nähe beernte ich erst, seit ich zwei Jahre in Folge sehen musste, dass alles unterm Baum verfault.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 03.01.2019
Beiträge: 765
Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.08.2020, 14:21

Hi,



Zitat:
Zitat von Terry Beitrag anzeigen
Auf dem Grundbuchamt kann man meistens Auskunft über den Eigentümer geben.

nur interessehalber: Ist das wirklich so? (EDIT: Also, dass das GBA Auskunft geben KANN, ist natürlich so, ich meinte: Ist es wirklich so, dass das GBA das auch wirklich tun DARF). Ich hätte jetzt gedacht, dass das aus Datenschutzgründen nicht so ohne Weiteres geht. Nicht umsonst dürfen Grundbuchämter ja Grundbuchauszüge in der Hauptsache nur an darin eingetragene Personen, Notare und u.U. noch direkte Anrainer herausgeben. Ansonsten nur an Leute, die ein "berechtigtes Interesse" nachweisen können (Grundbuchordnung Paragraf 12 oder 13 oder so) - worunter "Ich will da für meine Kaninchen Futter pflücken" vermutlich nicht fällt, oder

(Also ich zumindest fände es überhaupt nicht so toll, wenn das Grundbuchamt jedem meine Kontaktdaten herausgeben würde)


Grüße
S.




Geändert von Solkinok (24.08.2020 um 14:28 Uhr).

Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 24.08.2020, 16:52

Zitat:
Lass mich raten, du profitierst selber auch vom Landbesitz und weil tatsächliche Schutzmaßnahmen deinen Profit schmälern würden, zählst du auf Abschreckung durch die Drohung mit der Staatsgewalt.
Falsch geraten, ich habe knapp 100 qm RH-Garten und versuche dort für meine Nasen und Pflegenasen zumindest Kräuter, Äste (Apfelbäume und Haselnuss) selber „anzubauen“, dazu werden „Unkräuter“ nicht gejätet sondern verfüttert.

Deine „Rechtfertigungen“ anderen Leuten ihren Besitz zu schmälern (= sie zu bestehlen) sind einfach *selbst zensiert*.
Oder hast Du schon Hinweisschilder an Mais- oder Gemüsefeldern gesehen die Dir sagen, dass Du dort nicht klauen ääähhhh „pflücken“ darfst.
Warum soll ein Landwirt mit Heuwiesen dieses alle paar Meter tun um sein Eigentum und damit sein Einkommen zu schützen?




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 03.01.2019
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Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.08.2020, 17:27

Hallo,

bevor das zu sehr hochkocht: AIL hat geschrieben, dass er/sie davon ausgeht, dass die "Wiese" (was immer ich mir darunter vorzustellen habe) der Wohnungsgesellschaft gehört. Also einfach da anrufen und der Fall ist geklärt.



Grüße
S.




Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.08.2020, 11:33

Hi,

folgende Situation:

Ein paar Straßen weiter gibt es große Wohnhäuser und rundherum Grünflächen. Ohne Zaun, ohne Schilder, immer wieder mal rennen Kinder, Hunde oder irgendwelche anderen Menschen dort herum.
Seit Jahren habe ich keine Ahnung, wen ich fragen könnte, ob ich dort pflücken darf. Mein Vater wohnt in einem der Wohnhäuser und weiß es auch nicht, er geht aber davon aus,dass es niemanden stören würde, wenn ich dort pflücken würde.
Heute wurde dort gemäht und ein riesiger Haufen Grünschnitt lag herum. Ich habe denjenigen, der gemäht hat, gefragt, ob ich ein bisschen von dem Grünzeug für meine Kaninchen haben dürfte. Er meinte, ich könnte alles haben und war fast schon froh, daß Grünzeug loszuwerden. Es würde ansonsten wohl nur entsorgt werden.
Wenn also der Grünschnitt nicht genutzt wird und auch sonst niemand die Wiese wirklich zu nutzen scheint (außer, dass eben gelegentlich jemand dort herumspaziert), kann ich dann dort pflücken? Diebstahl ist es dann ja nicht, weil es sowieso entsorgt wird. Was meint ihr?



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AIL AIL ist offline
Zwergkaninchen
 
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Beiträge: 190
AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.08.2020, 13:14

Zitat:
Zitat von Diabi Beitrag anzeigen
@AIL: Sorry, aber das ist doch Unsinn.

Du gehst doch hoffentlich auch nicht auf die Maisfelder und Gemüseäcker, um dort zu ernten oder bedienst dich an Weinbergen und Obstbaumplantagen, nur weil dort keine Schilder stehen oder Zäune vorhanden sind?
Alles schon gemacht als Kind. Mit der Kenntnis und teilweise sogar "im Auftrag" meiner Eltern. Aber gut, meine Eltern sind in der DDR aufgewachsen und da waren Felder sowieso "Volkseigentum".



Bei kultivierten Pflanzen kann ich die Argumentation auch durchaus nachvollziehen, dass das nicht okay ist. Immerhin hat Jemand aktiv was dafür getan, dass diese Pflanzen dort wachsen und es ist offenkundig sichtbar, dass das mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwem gehören dürfte. Da hätte ich jetzt zumindest tatsächlich Bedenken, mich dort einfach zu bedienen.



Aber bei 'ner Wiese, die einfach von selbst wächst, wenn man garnichts macht, fehlt mir hier tatsächlich die Einsicht, dass ich da jetzt proaktiv tätig werden, den eventuellen Besitzer ausfindig machen und fragen soll, ob ich da pflücken darf.

Wenn mich das in euren Augen zu 'nem kriminellen Verbrecher macht, dann muss ich wohl damit leben. Ich werde dieses Verhalten nicht abstellen, solange ich nicht zumindest von Irgendjemandem, der die Wiese sein Eigen nennt, darauf hingewiesen werde.


Ich bin immernoch der Meinung dass ein Großgrundbesitzer sein Eigentum wenigstens irgendwie kenntlich machen sollte, wenn er möchte, dass Andere es als solches Respektieren. Auch, oder vielleicht auch gerade weil ihr diese Ansicht nur mit "das ist doch Unsinn" abtut. Wenn das Unsinn ist, dann möchte ich schon eine nachvollziehbare Begründung dafür hören, warum das Unsinn sein soll.


Warum soll ein Landwirt mit Heuwiesen dieses alle paar Meter tun um sein Eigentum und damit sein Einkommen zu schützen?


Wie gesagt: Damit andere Menschen die Chance haben, zu erkennen, dass es sich dabei um das Eigentum von Jemandem und nicht etwa um eine Naturwiese handelt!

Und hier gleich noch das Argument es nicht zu tun: Weil der zu erwartende Verlust durch das Unterlassen der Markierung geringer ist als deren Kosten.


Es ist quasi eine Abwägung des Risikos, die vermutlich auf Erfahrungswerten basiert. Wenn ich Großgrundbesitzer wäre und die Menge des fehlenden Grases so gering ist, dass ich das garnicht mitbekomme, dann würde ich wohl ebenfalls darauf verzichten. Stelle ich hingegen fest, dass dort ständig irgendwelche Kaninchenhalter herumwuseln, würde ich mir was überlegen, um möglichst alle auf einmal darauf aufmerksam zu machen, dass mir ihre Anwesenheit nicht passt.

@Kaninchenherz28 (https://www.kaninchenforum.de/members/kaninchenherz28.html)
Aus Meiner Perspektive als schwerstkrimineller Wiesenräuber, sage ich: Bedien' dich!




Geändert von AIL (26.08.2020 um 13:18 Uhr).

Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 03.01.2019
Beiträge: 765
Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.08.2020, 14:44

Hi,

irgendwie sind die Diskussionen hier müßig, weil man das ja gar nicht pauschal sagen kann. Die Entscheidung müsst ihr allein fällen, nachdem ihr euch die Situation vor Ort genau angesehen und die euch zur Verfügung stehenden Infoquellen angezapft habt. Es gibt Wiesen, bei denen z.B. Terry vollkommen recht hat, wenn sie von Diebstahl spricht. Kleinere Wiesen/Grünstreifen hingegen werden in den seltensten Fällen kommerziell genutzt (lohnt sich nicht) und die Mäherei ist dem Eigentümer sogar eher lästig, s. Kaninchenherz28. Wo ich herkomme, gibt es z.B. dank jahrhundertelanger Realteilung unzählige kleine Wiesenstreifen - manchmal nur im Hektar-Bruchteil-Bereich -, wenn's gut läuft mit einigen Obstbäumen drauf. Oft sind die für den Besitzer kommerziell nutzlos und verursachen nur Arbeit (Mahd, Baumschnitt, Obstlese...), sie werden nur gehalten, weil man hofft, dass die Flur vielleicht iiiiiiiirgendwann Bauland wird und man dann ein bisschen Kohle damit machen oder dem Enkel ein Häuschen draufstellen kann. Wenn man da zum Besitzer sagen würde: "He, pass auf, ich nutzte deine Wiese für meine Kaninchen, kümmere mich dafür ein bis zwei Mal im Jahr ums Mähen und geb dir an Martini 5 Euro", würde der einem die Füße küssen.



Grüße
S.




Benutzerbild von Wurli
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 05.04.2018
Beiträge: 364
Wurli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.08.2020, 12:50

Man muss auch aufpassen, selbst kleine Flächen (oft gerade solche die sich sonst nicht lohnen) können "Ausgleichsflächen" - "Biodiversitätsflächen" sein die erst zb ab August gemäht werden dürfen.
Werden die vorher gemäht/beweidet (gibt Kontrollen!) erhält der Bauer keine Förderung bzw muss die der letzten Jahre wenn er Pech hat zurück zahlen.



__________________
"Hansberg Angora" 3.5.xx Angora schwarz + 1.2 Satin Angora



Geändert von Wurli (31.08.2020 um 12:53 Uhr).
 
 
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