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Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens" auf Kaninchen Forum

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juj juj ist offline
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juj befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 19:29

Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


das habe ich von einer Bekannten ausen Jäcki Forum , das ist so Traurig .


In diesem kommenden Bericht geht um eine Erfahrung aus dem Katzenforum, die Sie dort Poste um alle Wissen zu lassen was passieren kann eine Katze dort zu Kaufen...es gaht zwar nicht um dem Hund, aber ich denke wenn Ihr das gelesen habt, wisst Ihr wie es auch dort den Hunden gehen wird, auch welche Preise auf einen Zukommen könnten...und auch Krankenheiten...

Es ist zwar ein sehr langer Text, aber Ausführlich und Aufklärend!!!

...die traurige Geschichte eines „Rassekätzchens“

Aus gegebenem Anlass möchten wir an dieser Stelle unsere Wut und Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Die folgende Erzählung ist unsere eigene persönliche Sicht und Erfahrung. Wir möchten keine allgemeinen Urteile treffen.

Vorweg, wir haben „unseren kleinen Kater“ aus dem großen Zoohandelsgeschäft in Duisburg, nach
5-tägigen Aufenthalt bei uns zu Hause und zwei ausgiebigen Besuchen beim Tierarzt und Tierklinik, schweren Herzens zurückgegeben. Dies wollten wir nie und haben auch nicht erwartet, dass es soweit kommt, es macht uns sehr traurig.
Was bleibt sind Sorgen, ein Gewissenskonflikt, die Frage nach Gerechtigkeit und viele Tränen.
Für uns sind Katzen und Hunde keine Warenartikel - sondern Lebewesen.

Aber nun zu unserer persönlichen Geschichte, die wir nun bewusst detailliert ausführen möchten:

Ende April 2011 standen wir da, zum ersten mal…in dieser riesigen Tierhandlung, denn etwas anderes ist es nicht. Wie jedem anderen auch, sind uns zuerst die kleinen Kätzchen aufgefallen.
Die einen verspielt und aufgeschlossen, andere eher etwas versteckt und schüchterner.
Manche Katzenaugen schauten uns zufrieden an, manche eher traurig.
Ein Urteil über das Wohlbefinden der Kleinen bildeten wir uns zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht, denn jeder der mit Katzen lebt weiß auch, wie unterschiedlich der Charakter jedes Wesens sein kann. Äußerlich konnten wir, abgesehen von einer Katze deren Auge ein wenig entzündet war, auch keine weiteren Auffälligkeiten feststellen.

Einer ist uns sofort aufgefallen…wild spielend und mutig sprang der kleine Katzenjunge durch den hellen Glasraum. Und im vorbei Huschen konnte man nicht nur seinen tollen hellen, teils gräulichen, Farbverlauf vom Fell bewundern, sondern für einen kurzen Moment auch seine bezaubernden hellblauen Augen.
…Man war der niedlich, nein, einfach wunderschön.
Nachträglich betrachtet, war es in diesem Moment schon um uns geschehen, dazu kam der bekannte Mitleidsfaktor.
Der nächste Blick ging zu den Preistafeln.
599,-€ und 699,-€ je nach Art.
Gedankenablauf: „Wahnsinn. Das wäre unser gespartes Urlaubsgeld. Aber gut, es handelt sich ja auch um Rassekatzen“…um das Gewissen etwas zu beruhigen.
Der nächste Gedanke: „Nein, das werden wir nicht tun, schließlich möchten wir diesen Handel hier nicht unterstützen, so hört der Verkauf nie auf…“
Unsere bisherigen Stubentiger, drei an der Zahl, kamen aus Privathaushalten, aus unterschiedlichsten Gründen. Daher war der Gedanke bis zu diesem Zeitpunkt auch ganz weit weg, jemals ein Tier im „Handel“ zu erwerben.
Der Verstand hat an diesem Tag gesiegt. Also verließen wir das Geschäft, in dem Glauben, alles richtig gemacht zu haben. …Es blieb nicht dabei.
Nach zwei Tagen zog es uns erneut dorthin. „Nur noch kurz vorbei schauen, ob der Kleine noch da ist.“ Wie sollte es sein, er war noch da. Diesmal sprachen wir auch mit den Mitarbeitern vor Ort, die unser Interesse bemerkten. Wir äußerten unsere Zweifel über diese Art von Vermittlung…und die Sache nahm ihren Lauf. Wir wurden „aufgeklärt“, dass alle Tiere aus

einem Haushalt stammen, ärztlich kontrolliert werden und vom Personal gut versorgt und betreut sind. Und so dauerte es nicht lange, bis wir uns nach kurzer Bedenkzeit entschlossen, dem kleinen Sonnenschein, trotz unseres Misstrauens, ein zu Hause zu schenken.

Die Tierärztin wurde hinzugezogen, der Kleine noch mal „durchgecheckt“. Nach Begutachtung der Ohren und Augen und des allgemeinen Wohlbefindens, wurde aufgrund unserer vorherigen Nachfrage noch die zweite Impfung verpasst. Alles in Ordnung! Keine Auffälligkeiten, keine Hinweise auf Krankheiten oder Sonstiges. Diesen Gesundheitscheck und die damit verbundene Aufklärung erwartet man auch, wenn es schon kein Stammbuch gibt und man anschließend 699,-€ an der Kasse bezahlt, um dem gerade mal drei Monate jungen Highlander-Kitten einen neuen Lebensabschnitt zu bescheren. Ausgehändigt wurden uns also der Impfpass mit Chipnummer, ein Starterpaket und zwei Formulare, die Unterschriften benötigten. Inhaltlich wurde darauf verwiesen, dass man beim Aufkommen von Krankheitshinweisen, nur die Tierärzte des Zoogeschäftes aufsuchen solle, unter anderem weil die Kosten anderer Tierärzte nicht erstattet werden. Ein Umtauschrecht gab es in diesem Sinne nicht, was grundsätzlich auch von uns als richtig empfunden worden ist. Allerdings wurde eingeräumt, innerhalb eines Zeitraumes von vier Wochen, im begründeten Fall, einen Austausch vorzunehmen oder eine Rückgabe und die verbundene Geldauszahlung zu gewähren. Mündlich wurde uns ebenfalls mit auf dem Weg gegeben, im Ernstfall „gemeinsam eine Lösung zu finden“.
Zu diesem Zeitpunkt haben wir nicht damit gerechnet, überhaupt jemals ein „Lösungsgespräch“ in Anspruch nehmen zu müssen.
Nun zur Kasse. Ein komisches Gefühl war es schon, wie in einem Kaufhaus den Beleg zur Bezahlung einzureichen, um anschließend mit dem Bon die „Ware“ in Empfang zu nehmen…aber das ist ein anderes Thema und zweitrangig.
Nun fuhren wir mit dem hübschen Fratz nach Hause, aufgeregt waren wir, wie das so ist, bei der Ankunft eines neuen kleinen Mitbewohners. Als wir unser zu Hause betraten, war der kleine Mann scheinbar „der Coolste“ von allen, vorsichtig aber nicht ängstlich. Trotz der riesigen Stubentiger, die ihn aufmerksam begutachteten.
Alles lief gut - am ersten Abend.
Morgens beim Aufwachen lag der winzige Schmusetiger in der Mitte unserer Köpfe und blickte uns verschlafen und zufrieden an, das war ein schöner Augenblick.
So starteten wir in den zweiten Tag und beobachteten weiterhin das Geschehen.
Essen, Spielen, und viel Schlafen – das war sein Rhythmus. Alles recht normal.
Im Laufe des Tages schauten wir uns seinen Impfpass genauer an. Wir entdeckten, dass unser BLH-Katerchen schon eine Reise von 80 km hinter sich hatte. Soweit war der Ort ungefähr entfernt, in dem er wohl ursprünglich geboren wurde. Neugierig waren wir ja schon. Und so machten wir uns die Mühe nach Anzeigen mit diesem kleineren Ort zu suchen, die mit der Rasse und dem Zeitraum von Geburt bzw. Abgabe übereinstimmen konnten. Es dauerte nicht lange und wir wurden tatsächlich fündig.
Jetzt wollten wir es genau wissen, also schnappte sich mein Partner das Telefon. Eine gestandene Dame erklang am anderen Ende, wir nannten ihr den Namen aus dem Impfpass und sie bestätigte uns, dass es wirklich ein Katerbaby aus ihrer Hobbyzüchtung sei. Sie war auch überhaupt nicht böse über unseren Anruf. So erfuhren wir, das beide Elternteile Britisch-Kurzhaarkatzen in der Farbe Point sind, und der Kleine das einzige Britisch-Langhaarkitten aus dem Wurf war. Wir erkundigten uns noch, ob seine tollen blauen Augen so bleiben, ja sagte sie, aufgrund seiner Fellfarbe („Tabby“-)“Point“…wäre das so. Wir verabschiedeten uns freundlich, sie wünschte uns viel Freude mit ihm. Es war ein nettes Gespräch.
Die Anzeige gab auch den Verkaufspreis an.
200,- €.
Nun gut, Impfung, Chip, Verpflegung, ärztliche Aufsicht…das kostet ja auch, denn immerhin haben wir 250 % (!!!) mehr bezahlt.
Wir haben uns vor Augen gehalten, dass es halt ein Handel ist und der will ordentlich verdienen. Die Gewinnspanne ist schon beachtlich. Was soll man sich lange darüber ärgern. Es war nun einfach so und wir hatten es schließlich soweit kommen lassen.

Doch noch am selben Tag kam der erste Moment, der uns nachdenklich stimmte.
Der Kleine spielte mal wieder, mehr oder weniger unbeholfen mit seinem Bällchen.
Beim Fixieren seines Spielzeuges, entdeckten wir ein extrem schnelles hin- und her- zucken der Pupillen in seinen schönen Augen, wie ein Anfall.
Unkontrolliert zittrig, dabei bewegte sich das Köpfchen mit, von links nach rechts, von rechts nach links…wie benommen.
Schon am Vorabend hatten wir kurzzeitig den Eindruck, dass seine Pupillen flackerten, konnten es aber nicht richtig deuten.
Nun gab es keinen Zweifel, irgendwas stimmte nicht.
Der nächste Schritt: die Internetrecherche. Man soll nicht alles Glauben was man liest, doch die eindeutigen Merkmale führten uns zu folgendem Verdacht: Nystagmus.
Zur Erklärung: Dies bedeutet, dass die Pupillen in den Augen ständig wackeln und auch Wackelbilder erzeugen, dieser Nystagmus kann waagrecht, senkrecht oder diagonal sein, alles zusammen oder nur einzeln je nach Schwere. Man unterscheidet zwischen einem peripheren und zentral verursachten Nystagmus. Es kommt nicht selten vor, dass Nystagmus lediglich zu einem Symptom einer anderen Krankheit gehört. Es wurde vermerkt, dass es als Erbkrankheit auch bei „Pointer“-Katzen auftritt.

Somit fingen wir an uns ernsthaft zu sorgen.
Nun achteten wir verstärkt auf die Bewegungen seiner Augen. Beim genauen Hin

sehen stellten wir fest, dass er stets ein leichtes Pupillenzucken hatte. Dazu traten die Anfälle der rhythmischen Kopfbewegung und dem gleichzeitigen erheblichen wackeln der Pupillen in Situationen auf, wenn er sich stark auf gewisse Vorgänge konzentrierte.
Das Wochenende verging, dann wandten wir uns telefonisch an die zuständige Tierärztin des Handels.
Es war ein recht kurzes Gespräch. Wir könnten vorbei kommen, dann würde sie es sich mal anschauen.

Bevor wir eine halbe Stunde Fahrtweg auf uns nahmen, beschlossen wir zunächst, auf eigene Kosten, den Kleinen bei unserem vertrauten Tierarzt vorzustellen. Als wir den Behandlungsraum betraten sah der Doktor sofort, dass etwas mit den Pupillen des kleinen Mannes nicht in Ordnung war. Ärzte haben dafür wahrscheinlich grundsätzlich einen sensibleren Blick…
Der hochgradige Nystagmus wurde uns damit bestätigt. Von Gesundheit könne hier keine Rede sein. Die Hinweise deuteten eventuell auf eine Schädigung des Gehirns. Das müsse jedoch näher untersucht werden.
Wir waren schockiert.

Fortsetzung folgt...




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juj juj ist offline
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juj befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 19:34

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


tsetzung...

Auf seinem Praxistisch abgestellt, schaute der Doktor eine Weile, wie der Katzenjunge sich verhielt. Stille.
Nach einigen Minuten dann die ernüchternde Frage: Seid Ihr sicher, dass er überhaupt richtig sehen kann?
Unser Arzt hatte den Eindruck, dass sich der Bewegungsablauf eher nach Geruch und Gehör richtet, wollte sich jedoch nicht festlegen, da er kein Augenspezialist sei. Und so wurde uns empfohlen, die Klinik in Duisburg-Kaiserberg aufzusuchen, um eine Diagnose von einem Augenspezialisten einzuholen.
Zu Hause angekommen, testeten wir sein Sehvermögen anhand eines Raschelbällchens. Er war schon mal nicht komplett blind, aber die beste Sehkraft schien er wirklich nicht zu haben. Beim werfen, kein Problem. Wenn wir das Bällchen geräuschlos mit der Hand an ihm vorbei führten, fixierte unsere große Katze, die neben ihm saß, nach wie vor den Ball, aber von ihm wurde das nicht wahrgenommen. Auch in Dunkeln schien es ihm zumindest schwerer zu fallen, sich zu orientieren.

m folgenden Tag nahmen wir also im Warteraum der Tierklinik Platz, der kleine Sonnenschein lag voller Vertrautheit, tief und fest schlafend, ausgestreckt auf dem Schoß. So etwas haben wir auch noch nicht erlebt. Dann war es irgendwann soweit.
Auch dort wurde sein Augenzucken bereits beim Eintreten bemerkt. Nach genauen Betrachten der Augen und seinen Reflexen kam dann der Satz, den wir nicht hören wollten. Denn der erste Verdacht unseres Tierarztes wurde auch hier in der Klinik ausgesprochen. „Wir müssten damit rechnen, dass die Merkmale mit einer Erkrankung des zentralen Nervensystems verbunden seien“. Also lag nicht nur eine Einschränkung der Sehvermögens vor, sondern eher eine Schädigung des Gehirns.
Je nach Ausmaß müsse man schauen, ob man das Krankheitsbild behandeln bzw. verbessern könne, allerdings sei schon alleine die Feststellung aufwendig und sehr kostenintensiv…CT-, MRT-/Untersuchung etc.
Wir waren sprachlos, das konnte doch nicht sein. Es erfolgte noch eine Blutabnahme. Wir warteten auf die Ausgabe des schriftlichen Zwischenbefundes, dann verließen wir nach Rechnungszahlung mit gesenktem Kopf die Klinik.
Nun liefen nur noch Tränen.
Für mich war eigentlich die ganze Zeit klar, auch wenn der kleine Schatz eine Einschränkung wegen seiner Augen mit sich bringt, das bekommen wir in den Griff. Er wird es schön haben bei uns, so oder so. Nun diese Horrornachricht.


Dann kam die Wut. Also ging es von der Duisburger Klinik direkt weiter, um eine Stellungsnahme und einen „Lösungsvorschlag“ von demjenigen zu erhalten, der die Situation soweit kommen lassen hat. Dem Händler.
Wir führten uns belogen und in die Irre geführt. In erster Linie ging es uns hierbei um die Tierärztin des so genannten „Zoofachgeschäfts“. Wir möchten nichts unterstellen, aber wenn zwei Tierärzte, unabhängig voneinander, offensichtlich nach dem ersten Anblick dieses kleinen Wesens ein Krankheitssymptom (hochgradiger Nystagmus) feststellen, ist es unglaubwürdig das diese Person solche Anzeichen, bei mehreren Untersuchungen nicht erkannt hat. Der Zweifel an Kompetenz und Objektivität lag somit Nahe, denn um „versteckte Krankheitsanzeichen“ hat es sich hier definitiv nicht gehandelt.
Er wurde uns als „gesundes“ kleines Katerbaby ausgehändigt, dafür haben wir einen hohen Preis gezahlt. Damit meinen wir nicht nur den finanziellen Aspekt, auch die damit verbundenen Sorgen. Das hatten wir nicht verdient und noch weniger der kleine Kater.
nfangs zwangen wir uns in dem Laden sachlich und ruhig zu bleiben, zugegeben, das viel uns nicht leicht. Wir waren einfach verzweifelt und emotional aufgewühlt.
Dann kam auch schon die besagte Ärztin dazu. Wir stellten sie zur Rede und konfrontierten sie mit dem schriftlichen Befund der Tierklinik. Ihre Aussagen waren sehr nüchtern und für unser Empfinden absolut nicht ausreichend. Erst nachdem wir sie eindringlich darauf hinwiesen, dass das Zittern der Pupillen von dem kleinen Kerl doch auch in diesem Moment des Gespräches sichtbar sei, gab sie zu, dies nun auch wahrzunehmen. Sie spielte den Fall runter
Nystagmus käme bei dieser Fellfarbe häufig vor. Das wäre halt eine Eigenschaft, mit der man rechnen müsse. Als Krankheit wollte sie das nicht bezeichnen. Sie schaute kurz über den Bericht, testete einen Reflex und konnte danach ausschließen, dass es sich um eine Erkrankung des zentralen Nervensystems handelte. Wahnsinn, diese „Kompetenz“, wenn das alles so “normal“ war, warum waren wir dann nicht im Vorfeld auf diese „Eigenschaft“ hingewiesen worden?? Ihre Ausführung war unfassbar.
Anschließend führte sie ihren Beitrag mit den Worten fort: Sie würde keine Veranlassung für weitere Untersuchungen sehen.
Dann wurde der Gesprächsverlauf nahezu unerträglich: Der Kater hätte wohl viel Stress gehabt.
Das hätte wohl den Nystagmus verstärkt zum Vorschein gebracht.
Nun war ich endgültig fassungslos und meinem Partner platzte der Kragen.

Er wurde nicht ausfallend oder beleidigend, aber sehr laut. Er fragte die Dame, was ihrer Meinung nach denn stressiger für das Tier wäre: Mit vielen anderen Katzen in einem Glashaus zu sitzen, wo es ständig laut ist, wenn täglich hunderte Leute vorbei laufen, teilweise stehen bleiben und manchmal sogar an die Scheibe klopfen ODER ein ruhiges zu Hause, zum schlafen und spielen, mit Menschen die sich liebevoll um ihn kümmern?!?!
Er sprach seinen Unmut aus, dass es einfach Unverschämtheit sei, uns so viel Geld für ein krankes Tier abzunehmen, einen Befund einer renommierten Klinik als nichtig abzutun. Und uns nun noch diese Scheinheiligkeit entgegen zu bringen. Von der Liebe zum Tier könne man hier einfach nicht mehr reden und Moral schien wohl ebenfalls ein Fremdwort zu sein. Er weinte nun auch, es war eine Mischung aus Wut und Enttäuschung.
Die Verkäufer und die Ärztin schauten uns erstaunt an, eine Antwort bekamen wir natürlich nicht.
Viele Menschen blieben stehen und blickten in unsere Richtung.
Es sollte ruhig jeder hören, denn das Maß war mehr als erfüllt.
Wir versuchten uns wieder zu fassen und ruhiger zu werden. Dies bemerkte wohl auch die Ärztin und bot uns daraufhin an, alles erst mal sacken zu lassen und am nächsten Tag noch mal vorbei zu kommen. Dies verneinten wir. Was wir uns denn vorstellen, wurden wir gefragt. „Eine Lösung“ bekam sie zur Antwort und wir fügten hinzu, dass wir den Kleinen nicht zurück lassen möchten. Was schlagen sie denn vor, hörten wir anschließend. Darauf folgte der Vorschlag meines Partners: „Wir seien aufgrund dieser unglaublichen, für uns sehr traurigen Geschichte bereit, den Einkaufspreis für das Kätzchen zu übernehmen, denn wir möchten dem Kater ein liebevolles Leben ermöglichen, auch wenn das Ausmaß der Krankheit für uns noch nicht absehbar ist.“
Wir hatten ihn doch bereits in unser Herz geschlossen.
Den Restbetrag wollten wir in eine genauere Untersuchung investieren, denn
schon alleine die CT-/MRT-Kosten belaufen sich um die 400,--500,-€. Von den Behandlungs- und Medikamenten-/kosten mal ganz abgesehen.

Es kann immer passieren, dass ein Haustier krank wird und man muss in der Lage sein, dafür Verantwortung zu übernehmen und auch eine kostenintensive Behandlung, zu einer möglichen Genesung, gewährleisten zu können.
Doch wenn für 699,-€ ein „gesundes“ Tier verkauft wird, und dies nach wenigen Tagen nachweislich nicht der Fall ist, muss man doch wenigstens die Moral besitzen, diesen Fehler einzusehen und versuchen, den Schaden zu begrenzen. Verantwortung zu übernehmen.
Der Gedanke war naiv…denn dazu kam es nicht.

Nach einem kurzen Moment rief eine Mitarbeiterin uns entgegen, Frau Xxxxx (eine Angehörige des Ladenbesitzers) lässt ausrichten, dass wir den Kater jetzt entweder für 699,-€ wieder mitnehmen sollten, oder da lassen und das Geld bekommen.
Dann fragte ich die Mitarbeiterin:
„Was haben sie denn jetzt mit ihm vor, was passiert mit ihm? Das darf doch nicht wahr sein. Sie wollen uns doch nicht erzählen, dass dieser kleine kranke Kater jetzt wieder ins Glashaus gesetzt wird, und einfach zum regulärem Preis weiterverkauft wird?!“
Frech schaute sie mich an und antwortete:
„Doch klar, für 699,-€! Und beim Kauf wird halt auf die ‚Eigenschaft’ hingewiesen.“
Nach diesem eiskalten Satz bat mich mein Partner, den kleinen Schatz abzusetzen und draußen zu warten. Ich gab ihm noch einen Kuss, dem armen Katerchen.
Die Tränen stiegen mir wieder mal ins Gesicht.
Wir kamen und vor wie in einem schlechten Traum, der nicht endet.
Ich musste raus, sofort. Diese offensichtliche Profitgier schnürte mir die Luft zum Atmen ab.

Danke, dass sie sich die Zeit genommen haben, um von dieser traurigen Geschichte zu erfahren.

Ein paar Tage sind vergangen, aber manchmal kullern immer noch ein paar Tränen.
Auch wenn mein Partner mir immer wieder sagt, es lag nicht in unserer Verantwortung, unter den Umständen hatten wir einfach keine finanziellen Möglichkeiten und ich dürfte mir nicht die Schuld geben.
Trotzdem bleibt ein Gewissenkonflikt vorhanden.
Die Blutprobe haben wir nach diesem Vorfall übrigens trotzdem zum Labor schicken lassen, die Ergebnisse stehen noch aus. Diese werden auch ohne Nachfrage ggfls. der Handlung mitgeteilt.
Ich mache mir Sorgen, was nun mit ihm passiert.
Wir haben gekämpft, für das unschuldige kleine Rassekaterchen, für Gerechtigkeit. Nun wünschen wir uns nichts mehr, als ein schönes neues zu Hause für den Kleinen. Vielleicht bei finanziell gut situierten Menschen, die sich auch die Mühe machen, dem kleinen Kuschelschatz eine Chance zu geben.
Doch das liegt leider nicht mehr in unserer Hand



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*Lulu befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 19:56

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


oh gott das ist ja voll schlimm

ich bin sprachlos



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Lillybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 20:44

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


Ich weiß nicht was ich denken soll?!
Das arme Kätzchen, aber mit dem Kauf wird sowas nur unterstützt.
Ich verstehe nicht, dass diese Person einem unbekannten "gesunden" Kätzchen nicht wiederstehen konnte, aber dann das "geliebte" kranke Kätzchen wieder zurück geben konnte, in eine Tierhandlung, die sie für komplett inkompetent hält.
Entweder man kauft seine Tiere nicht in der Zoohandlung (was ich für das beste halte) oder man kann wenigstens dafür sorgen, dass es dann vllt in eine Notstation/Tierheim kommt wo man sich vernünftigt darum kümmert.

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Geschrieben am 07.06.2011, 20:45

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


Ich sags ja ungern, aber das hätte man als erfahrener oder sehr interessierter Tierhalter voraussehen können. Die Betonung liegt auf können, nicht müssen.

Blaue Augen entstehen meist durch Gen-Mutationen (Defekte, Aufhellung durch Albinismuss zB.). Die Fellfarbe entsteht durch partiellen Albinismus. Beides zusammengenommen ist ein hochgradiger Indikator für genetisch bedingte Organfehlfunktionen, oft Taubheit oder Blindheit. Müsste man in diesem Fall natürlich differenziert untersuchen. Aber generell kann man sagen: Blaue Augen, gescheckt, Albino- oder Leuzismusfärbung: Finger weg, wenn man die Kosten und Einschränkungen nicht mittragen will.



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Geschrieben am 07.06.2011, 20:52

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


Stimmt, mein damaliges Albinokaninchen hatte das auch mit den Augen, aber da hieß es nur das er ein Gehinrtumor hat und das mit den Augen und dem Kopf-"wackeln" sei ein Symptom. Mein Kaninchen hat es knapp 3 Jahre überlebt und ist dann aber leider gestorben, denn am Gehirntumor war nichts mehr zu machen
Aber ich war auch selbst Schuld, denn das Kaninchen stammte aus einer Albino-Hobbyzucht.

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Geschrieben am 07.06.2011, 21:02

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


Da muß ich Lillybee wirklich vollkommen zustimmen. Das Kätzchen wieder dahin zurück zu bringen ist das Letzte. Sich darauf zu beziehen es würde einem zwar das Herz brechen aber man hat halt kein Geld für weitere Behandlungen, davor aber 700 € zu bezahlen, finde ich echt haarsträubend.




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Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.06.2011, 21:25

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


Ich finde es auch grausam das Kätzchen einfach wieder ins Zoogeschäft zurückzubringen, nur weil es hohe Kosten verursacht.

Mit dem Kauf des Tieres trägt man Verantwortung für ein Lebewesen! (Ich will eigentlich nichts dazu sagen, aber ich denke wer mal eben 700 € für eine Katze ausgeben kann, kann nicht soooo arm sein, dass er nicht die Tierarztkosten zahlen kann... da spielt vielleicht etwas Bequemlichkeit mit...)

Man kann es doch nicht einfach umtauschen nur weil es mehr Stress macht als gedacht. Und wenn man wirklich die Tierarztkosten nicht mehr tragen kann, ist man meiner Meinung nach verpflichtet einen möglichst guten Platz für das Tier zu suchen. Hier eine Tierschutzorganistation oder ein Tierheim! Das erhebt dann vielleicht Abgabegebühren und man bekommt auch sein Geld nicht zurück, aber das Tier wird medizinisch versorgt und muss nicht unversorgt in der Zoohandlung vor sich hin vegitieren! Die 700 € sind dann natürlich futsch....

Ich höre jetzt lieber auf sonst sage ich noch etwas wirklich Böses über diese Leute....



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Geschrieben am 07.06.2011, 21:26

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


Zitat:
Ende April 2011 standen wir da, zum ersten mal…in dieser riesigen Tierhandlung, denn etwas anderes ist es nicht.
zoo trifft es wohl besser.... man kann da sogar faultiere kaufen.


naja ich muss ansonsten lillybee zustimmen.
ich würde es nicht übers herz bringen ein tier wegen "mängeln" zurückzugeben...



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Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein.

(Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)




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Geschrieben am 07.06.2011, 22:31

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


Finde auch, das ist weniger ein Post gegen das Einkaufen in einem Tierladen als vielmehr ein Posting, das belegt weder beim Kauf noch bei der Rückgabe weiter gedacht zu haben, als man einen Stein werfen kann.



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Pegasus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.06.2011, 17:50

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


Ich bin auch eurer Meinung und kann nicht verstehen, wie man so ein Lebewese einfach wieder zurück bringen kann.
Habe aber die komplette Geschichte bei [url=http://www.katzenforum.net]Katzen Forum - Das große Katzenforum[/url] verfolgt und kann euch immerhin ein Happy End verkünden. Die TE hat die Katze wieder zurück gekauft.




Benutzerbild von Selkie
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Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.06.2011, 17:52

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


hast du den genauen link?

haben denn die anderen user auf diejenige eingeredet, oder wie kam es dazu dass sie die katze zurückgekauft hat?



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Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein.

(Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)




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Lillybee befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.06.2011, 18:22

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


Habe gerade den Link bei peta gefunden, falls es euch interessiert...
[URL="http://www.peta.de/web/zoo_zajac_plant.4204.html"]http://www.peta.de/web/zoo_zajac_plant.4204.html[/URL]

LG lillybee



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Pegasus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.06.2011, 22:35

AW: Zoo Zajac...die traurige Geschichte eines "Rassekätchens"


Ne, das hier ist der Originallink: http://www.katzen-forum.net/tierschutz-allgemein/94837-zoo-zajac-die-traurige-geschichte-eines-rassekaetzchens.html




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Geschrieben am 01.12.2013, 11:26

nun ja, es wurde ja beschrieben, dass die urlaubskasse dafür geplündert wurde... also hätten sie sonst nicht so viel geld übrig gehabt...
die zeitungen und tierheime sind voll mit abgabetieren... auch mit rassetieren (wenn man dann unbedingt welche braucht)... ich persönlich habe NIE ein tier vom züchter gekauft (ich unterstütze das nicht) und werde es wohl auch in zukunft nicht machen...

ich habe immer die tiere genommen, die keiner haben wollte oder die dringend ein zuhause suchten... damit bin ich immer sehr sehr gut gefahren... ich habe so ausgeglichene, dankbare und tolle tiere, die hätte mir kein züchter bescheren können...

wundert mich, dass man in zoohandlungen überhaupt noch katzen und hunde kaufen kann... kommt noch ganz selten vor... gott sei dank!




Benutzerbild von Valentina
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Valentina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.12.2013, 12:40

Also bei solchen Berichten, glüht mir ja die Krawatte!
Da wird ein Tier für die Denkunfähigkeit des Menschen bestraft! Erst wird es als Statussymbol für viel Geld gehandelt und dann bei nicht Gefallen, weggeworfen.

Pfui!

Wilkommen in der Wegwerfgesellschaft. Der Mensch kann jederzeit seine Verantwortung anderen Gegenüber abgeben und soll dafür noch belohnt werden?
Sobald etwas nicht in das Format-Baukasten-System passt, wird es gnadenlos entsorgt.
Die Auswahl ist ja auch groß genug.

Der Mensch sollte dafür bestraft werden, dass er so denken und handeln darf.



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Benutzerbild von Jinro
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Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 01.12.2013, 12:47

Möchte dem Thread an dieser Stelle zu seinem 2,5 Geburtstag gratulieren.



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Benutzerbild von Valentina
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Beiträge: 4.489
Valentina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.12.2013, 12:49



Ich habe tatsächlich nichts aufs Datum geschaut....




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