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"Das ist wirklich seltsam, Hasenkaninchen. Warum nur dieses Dorf? Es muss irgendetwas geben, was es für die Wölfe interessant macht. Und wir Menschen stören dabei. Gibt es in der Silbermine etwas, was uns auf eine Spur bringen könnte.?" Ich schaue auf Fluses Korb mit den Beeren. "Au Ja, das sieht nach einem leckeren Kuchen aus da bei dir." |
*Der Pausengong erklingt und mit ihm schwingt das nervöse Summen kreativer Ratlosigkeit durch die Luft.* |
Wie in jeder Krise in jedem Land und jedem Ort, so deckte auch das plötzliche Auftauchen der Werwölfe in Düsterheim den Grundcharakter des Dorfes und seiner Bewohner auf. Ohne Führung und Orientierung im Angesicht der Gefahr, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich in Lösungsansätzen die eigentliche Weltsicht zeigen würde. Bei einigen dauerte es nicht mal bis zum Mittagessen, um sich in autoritären Thesen von Enteignung und Prohibition zu ergehen. Andere stürzten sich in das puritanische Heil der Verdrängung durch Arbeit und wieder andere pflegten einen fundierten Nihilismus in Anerkennung der Ausweglosigkeit ihrer Situation. Diskussionen schwirrten durch das Dorf, in die Häuser und Hütten, bis an die Töpfe und Kessel, in denen aromatische Eintöpfe gekocht wurden. Vielleicht hatte es die Stärkung gebraucht, doch nach dem Abendessen waren nur noch zwei Fraktionen übriggeblieben. Die Puritaner, die ihre Kraft aus einem klaren Geist ziehen wollten, um der Gefahr mit Aufrichtigkeit zu begegnen. Ihnen gegenüber standen die Individualisten, geeint in der Überzeugung der Gefahr durch Mittel der persönlichen Wahl und sei es der Vollrausch, zu begegnen. Und sie stand sich tatsächlich gegenüber. Auf dem Dorfgrund, schimpfend und gestikulierend, fluchend und mit Mistgabeln fuchtelnd. Die politische Diskussionskultur hatte sich definitiv langsamer entwickelt, als der Grad der Bewaffnung unter den Dörflern. Und in Mitten dieses Gedränges kam es zu einem tragischen Unfall. Geschoben von der Menge hinter ihr stolpert Honeymouse, kann sich nicht mehr an ihrer Nebenfrau festhalten und fällt in die Mistgabel von Selkie. Entsetzt starrt sie herab auf den hölzernen Griff, der direkt aus ihrer Brust zu wachsen scheint, während sie ihr Blut warm über ihren Bauch und ihre Beine strömen fühlt. Doch auch an Selkie geht der Unfall nicht spurlos vorbei. Hätte sie doch nur einen Schluck Wein zum Abendessen getrunken, oder vielleicht einen kleinen Absacker hinterher. Doch so sieht sie vollkommen wach und wie in Zeitlupe, wie Honeymouse mit den Armen rudert, vorwärts stürzt und in die von ihr umklammerte Mistgabelt stürzt. Wie benommen taumelt sie einen Schritt zurück, doch ihr Fuß findet nicht den Boden, sondern eine leere Rumflasche, die irgendjemand wohl fallengelassen haben muss. Auch sie strauchelt und fliegt mit Schwung herum. Einen Moment lang scheint sie waagerecht in der Luft zu schweben, dann kracht sie mit dem Hinterkopf zuerst auf den harten Boden. Und mit einem Mal herrscht Stille. Trotz aller Hektik kommt für beide jede Hilfe zu spät. Der sinnlose Streit hat an diesem Abend zwei tragische Opfer gefordert. Man ist keinen Schritt weiter und die Nacht bricht herein. PM der Wölfe und der Hellseherin bitte. |
Tag 3 von Freitag 16:45 Uhr bis Samstag 16:45 Uhr Dieser Tag hatte eindeutig zu viele Opfer gefordert. Wild kreisten ihre Gedanken, während sie die Decke ihrer Hütte betrachtete. Ihr Kammeraden waren schon lange eingeschlafen, das konnte sie deutlich hören. Die gleichmäßigen Atemzüge und das gelegentliche Schnarchen hätte selbst ein ungeübtes Ohr als klare Anzeichen erkannt. Leise erhob sie sich von ihrem Lager und begann sich wortlos zu rüsten. Wenn Diskussion zu keinem gerechten Urteil finden konnte, dann würde es vielleicht ihr geschulter Jagdinstinkt tun. So leise, wie sie sich angezogen und bewaffnet hatte, so leise schlich sie zur Hintertüre ihrer Hütte hinaus in die nasse und pechschwarze Nacht. An anderer Stelle fand ein weiterer Dorfbewohner ebenfalls keinen Schlaf. Nicht, weil die Ereignisse des Tages ihr Gewissen belasten würden, sondern weil sie richtig dringend mal auf den Donnerbalken müsste. Den ganzen Tag mit anderen zusammen verbringen, wie sollte man da in aller Ruhe mal einen in die Grube drücken können? Und so kämpfte sie, nur kurz aber der Form halber, mit ihrem Gewissen, bevor sie sich aufrappelte, ihre Decke etwas enger um sich schlug und so ausreichend geschützt in den Hinterhof aufbrach, um das Plumpsklo zu besetzen. An wieder anderer Stelle sahen sich drei Wölfe verwundert an. Eben hatten sie noch diskutiert, ob man besser durch einen Schornstein einsteigt, oder vielleicht eher diese niedlichen Fensterläden aus den Angeln heben sollte. Und nun spazierte gleich zweimal Futter in einer kostenlosen frei Schnauze Lieferung durch die Nacht und wartete nur darauf sich verspeisen zu lassen. Schnell kam man überein sich aufzuteilen, um so ein möglichst großes Festmahl zusammenzustellen. Dangerschaf hatte sich nicht geirrt, tatsächlich schlichen unheimliche Gestalten durch die Nacht. Ganz eindeutig hatte sie eine unförmige Gestalt ausgemacht, die schlurfend durch die Nacht schritt. Und auch eine weitere, die halb gebückt mit gewaltigen Sätzen der ersten nacheilte. Gedankenverloren griff sie zur Seite, zog einen Pfeil aus dem Köcher und legte ihn auf die Sehne. Einatmen und dabei spannen, einen Moment verharren und das Ziel ins Auge nehmen, ausatmen und… „Schöner Abend, oder?“ Die kratzige Stimme lies sie zusammenzucken, unkontrolliert fliegt der Pfeil von der Sehne und verschwindet mit einem Sirren in die Nacht. Sie will herumwirbeln, die Hand schon an der anderen Seite, um ihren Dolch zu ziehen, doch die Wölfe sind schneller. Krallen zerfetzen ihr Wams, reißen sie nieder auf die Knie, der dunkle Himmel verschwindet zwischen struppigem Fell und ihr Blick bricht. Auf der anderen Seite des Dorfrunds streift der Pfeil durch das Fell eines verblüfften Wolfs, fliegt weiter durch die Herzförmige Aussparung in der Türe eines Plumsklos und trifft bunny-frisch ins Auge. Bei Tagesanbruch finden sich einige Teile, die sich zum Jäger zusammensetzen ließen, so man es versuchte. Und noch ein wenig später wird die Leiche des Dorfdepps zusammengesunken auf dem Klo entdeckt. Die Abstimmung: Streicher: Ella_Finn Sindarina: Ella_Finn Applejack: Fluse: Loloona Dar89: Ella_Finn Diabi: blusheep Teekannenloser: Sindarina Namii: Applejack Loloona: Fluse77 Ella_Finn: blusheep blusheep: Diabi Hasenkaninchen: Ella_Finn |
Wie erstarrt sitze ich in meiner Hütte. Nach dem tragischen Tod meiner Freundin Selkie, und natürlich auch von Honeymouse, die mir aber nicht ganz so nahe gestanden hatte, hatte ich es nicht mehr länger in Gesellschaft der anderen ausgehalten, sondern mich mit Odin in meine Hütte zurück gezogen. Der Hund würde mich schon vor Werwölfen beschützen. Und falls nicht, was machte das nun noch, nachdem ich meine Freundin verloren hatte? Dabei hatten wir uns doch gerade vorgenommen, unser Leben zu verbessern.. Traurig griff ich zur Schnapsflasche. Kein besonders guter Schnaps, aber den 60 Jahre alten Glenfiddich, meine letzte WhiskeyFlasche, hatte ich Selkie noch mit ins Grab gelegt, das ich gestern Abend noch eigenhändig für sie ausgehoben hatte. Was sollen mich nun die anderen noch kümmern? Auf uns wollte doch eh keiner hören, und dann immer diese Moralpredigten über die Schlechtigkeit des Alkohols... nein, nein, da betrinke ich mich lieber, vielleicht merke ich es dann gar nicht, wenn mich der Werwolf frisst... |
Noch ein wenig verschlafen schaue ich mich um. Streicher und loloona schlafen noch. Die Hühner starren mich aus einer Ecke des Zimmers an. Aber bunny-frischs Schlafstätte ist bereits leer. Ist sie schon draußen? Wache halten wollte sie diese Nacht ja nicht. Ich rappel mich auf und trete zur Tür hinaus. Bunny-frisch ist nirgends zu sehen. Aber was ist das? Mir stockt der Atem... sind das etwa...? Leichenteile?! Ist bunny-frisch etwa nachts nach draußen gegangen? Entsetzt drehe ich mich um und wecke die anderen. |
Ich erwache ein wenig verwirrt. Mein Buch liegt leben mir - viel zu weit weg. Hatte ich es nicht in der Hand? Mich beschleicht ein ungutes Gefühl. Ich taste in allen meinen Manteltaschen und finde den gesuchten Dolch, den mir Ella_Finn zugesteckt hatte. Ich blicke den Dolch an und überlege: An Steinen soll man das doch schleifen können. Ich blicke hinter mich, die Mauer sieht akzeptabel aus. Ich versuche die Klinge am Mauerwerk zu schleifen. So wirklich gelingt mir das nicht. Wo ist denn Namii, wenn man sie braucht? Ich packe mein Buch ein und gehe aus der Schmiede. |
Ich recke mich und strecke mich. Mein Blick fällt auf die Ecke. Sie ist leer und verweist. Einzig Honeymouses Schlafzeug und ihre Nähsachen liegen noch dort. Mein Blick wandert weiter. Ein große alte Holztruhe und sie steht offen...Ich rappel mich auf. Wo ist dangerschaf? Mein Blick sucht Dar, sie schläft noch. Geräusche drängen an mein Ohr. Sie kommen von draußen. Schnell wecke ich Dar. "Dangerschaf ist nicht mehr in der Hütte!" Ich hoffe inständig, sie draußen zu sehen, öffne die Türe und rufe "Dangerschaf?" |
Ich werde von Sindarina geweckt. Plötzlich bin ich hellwach. "Was? Warum ist dangerschaf nicht mehr hier?" ein ungutes Gefühl beschleicht mich. Ich stehe auf, werfe mir schnell meinen Mantel über und laufe mit zur Tür. "Kannst du sie sehen?" frage ich, während ich meine Brille versuche auf meine Nase zu schieben. |
Nachdem ich aus der Schmiede getreten bin, bemerke ich, dass sich schon mal wieder einige Dorfbewohner aufgeregt zusammenrotten. *seufz* Was ist denn nun schon wieder? Ich geselle mich zu der gemischten Runde und teile ihren erstarrten Blick. |
"Ich sehe sie nirgends. Aber da sind Namii und blusheep, vielleicht haben sie dangerschaf gesehen." Schnellen Schrittes begebe ich mir zu der wachsenden Dorftraube. Entsetzt bleibe ich stehen. "Was ein beschissener Abgang!" sprudelt es erschrocken aus mir heraus als ich den Leichnam von Bunny_Frisch sehe. Ein Pfeil steckt in ihrem Auge. |
Ich nicke "Ja, vielleicht haben die Beiden dangerschaf gesehen." Ich gehe neben Sindarina ebenfalls zu den Anderen. bunny-frisch steckt ein Pfeil im Auge und dies scheint auch der Grund ihres Todes zu sein. Sie war wohl kein Werwolf, obwohl ich mir gestern fast sicher war, dass sie einer ist. Ich seufze. "Habt ihr dangerschaf gesehen?" frage ich an blusheep und Namii gewandt und entdecke im gleichen Moment Leichenteile. "Oh....gehören die zu....?" |
Während ich die zweite Flasche öffne, komme ich ins grübeln... ohne diese erneuten Werwolfattacken hätte es diese unselige Auseinandersetzung gestern Abend gar nicht gegeben. Soll ich mich doch an der Jagd auf den Werwolf beteiligen? Oder besser den ganzen Mist hinter mir lassen und irgendwo anders hinziehen? |
Ich werde wach, irgendwer rüttelt an mir. Langsam öffne ich die Augen und kann noch erkennen wie Namii durch die Türe nach draußen tritt. Ich strecke mich, die Nacht war kalt und feucht und stehe auf. Draußen höre ich Stimmengewirr. Als ich durch die Türe trete sehe ich die Traube Menschen die sich gebildet hat. Oh nein, bitte lass es...Hat das Drama gestern Abend nicht gereicht? Dieser katastrophale Unfall? Ich quetschen mich an einen Leuten vorbei um zu sehen was passiert ist. Ich merke wie der Auflauf von gestern Abend guten Tag sagen will. Eilige Wende ich mich ab, gehe ein Stück von den anderen weg, schlage die Hände über dem Kopf zusammen und renne im Kreis. |
Als ich aufwache sehe ich mich um und sehe Hasenkaninchen und Applejack auf ihren Schlafplätzen. Hier war alles ruhig die Nacht, ich bin erleichtert. Hoffentlich war im Dorf auch alles ruhig. Ich setze Kaffee auf und wecke die Beiden |
Irgendetwas Furchtbares muss geschehen sein, denn die Stimmung ist, soweit das möglich ist, noch weiter gekippt. Entsetzt sehe ich, dass auch Dangerschafs und Bunnyfrischs Schlafstätten leer sind. Nein, dass kann nicht sein... Diabi, wo ist der Rum? |
Ich nicke Dar langsam zu. "Da bunny-frisch dahinten liegt und Dangerschaf bis jetzt nicht aufzufinden ist, könnte das sein. Vielleicht sollten wir uns wohl oder übel umsehen und schauen ob wir etwas identifizieren können." Ich fürchte, ich bin schon wieder kalkweiß. "Es fehlen ja auch noch einige der anderen. Wer hatte sich noch alleine verbarrikadiert?" |
Ich klopfe meine Taschen ab, spüre den Dolch, halte ihn Namii hin und frage sie mit zitternder Stimme. "Kannst Du den irgendwie schärfen oder anderweitig verbessern?" |
"Später, sicherlich. Wir müssen hier erst einmal das Chaos sichten, die... die Leichenteile einsammeln" Ich muss meinen Magen beruhigen und atme langsam ein und aus. "und alle Leute zusammentrommeln. Wir sollten dringend besprechen wie es weitergeht und zusammentragen ob jemandem etwas Wissenswertes aufgefallen ist. Wir müssen dem Wolf unbedingt auf die Schliche kommen." "Aber erst einmal sollten wir den Toten identifizieren und zwei Gräber schaufeln." Ich seufze. |
Ein wenig enttäuscht frage ich: "Müsste die amtierende Dorfvorsteherin nicht alle Belange regeln?" Dann ergänze ich: "Na gut, Du kannst sie gesetzestreu vertreten". |
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