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Hasenkaninchen 14.04.2020 22:59

Ich denke Dar sollte nicht das Opfer von Reißzähnen des nachts werden.

Dar89 14.04.2020 23:02

"Lass sie in Ruhe Namii du B..B..Blödwolf." sage ich, noch immer hinter Sindarina's Rücken.
"Dich würde ich nie als Blödwolf bezeichnen." sage ich zu Sindarina.

Sindarina 14.04.2020 23:10

Ich sehe wie Hasenkaninchen versucht sich anzuschleichen. Für wie abgebrüht hält sie sich? Etwas übermütig der Jungspund. Aber von Namii droht die größere Gefahr!




Endgültige Entscheidung!

Hasenkaninchen 14.04.2020 23:11

Nicht mal Rudelehre ist noch, was sie mal war! Anklagend sehe ich Sindarina an.

Namii 14.04.2020 23:12

Meine Augen verengen sich zu Schlitzen. "Wen nennst du hier Blödwolf?" Zische ich gefährlich langsam. "Es tut mir leid Sindarina, aber was genug ist, ist genug. Dar wird jetzt sterben und du wirst zur Vernunft kommen. Ich werde meine Meinung nicht mehr ändern." Ich spanne die Muskeln an und renne los.

Hasenkaninchen 14.04.2020 23:14

Ich springe Namii bei! Oder sie müssen beide sterben! Wer bereit ist Rudelmitglieder zu töten um Menschen zu schützen, hat die Loyalität verwirkt!

Dar89 14.04.2020 23:15

"Namii wird uns töten." sage ich und klammere mich an Sindarina. (auch endgültig)

Sindarina 14.04.2020 23:16

Bereit Namii zu empfangen, spanne auch ich meine Muskeln an und blicke noch einmal in die angsterfüllten Augen von Dar. Hab keine Angst, wir werden uns wiedersehen!

Hasenkaninchen 14.04.2020 23:17

Endgültig heftet sich mein Blick auf Dar fest. Sie hat uns Sindarina entfremdet!

Jinro 14.04.2020 23:50

Die Häuser in Düsterheim waren nicht hoch genug, um die Kulisse für eine Balkonszene zu bieten. Doch was sich zwischen halb verwilderten Vorgärten und rustikalen Holzwänden auf vom Regen ausgewaschenen Trittpfaden abspielte, hätte man auch auf den Pflastersteinen Veronas nicht besser inszenieren können.

Eine feine Nase hätte die intensive Witterung von Zorn, Enttäuschung, Wut, Angst, Liebe und Anspannung vernommen. Ein menschlicher Betrachter sah vor allem entschlossene Gesichter und wäre beim Anblick der nun stattfindenden Metamorphose schreibend davongelaufen. Denn mit einem Mal, am hellen, wenn auch schon wieder regnerischen Tag, schwollen Arme zu Muskelbergen heran. Wurden Hände zu Pranken und Beine zu Hinterläufen. Fell und Reißzähne wuchsen und Dar stellte überrascht fest, dass ihre Geliebte eigentlich ganz flauschig war. Der Gedanke hatte sich noch nicht gänzlich aus ihrem Unterbewusstsein hervorgeschoben, als er Gesellschaft von einer entsetzlichen Panik bekam. Einer Panik angefeuert vom drohenden Verlust ihrer Seelenverwandten, einer Panik, die sie anfeuerte sich dem Unvermeidlichen zu stellen.

Und so stürzte sich Dar an Sindarina vorbei in den Kampf, duckte sich unter dem ersten klauenbewehrten Schwinger hindurch und sprang Namii an. Beide Daumen rammte sie in diese kalten, gelben Augen und entlockte dem Wolf damit ein sehr überraschtes Heulen. Rasend vor Schmerz und plötzlich geblendet schnappte die nach allem, was ihre Reißzähne erreichen konnten. Nun gab es auch für Sindarina und Hasenkaninchen kein Halten mehr. Pranken zischten durch die Luft, wilde Bisse wurden ausgeteilt, schon bald triefte die Straße von schwarzem wie rotem Blut und dichte Fellbüschel flogen herum. Natürlich konnte Dar sich nicht lange halten. Schon war Namii, geleitet von ihrer Nase, über ihr und verbiss sich in ihrem Genick. Sindarina dagegen hatte beide Hinterläufe voll zu tun sich Hasenkaninchen so lange vom Leib zu halten, bis sie ihre Reißzähne in Namiis Brust schlagen konnte und ein gewaltiges Loch in den Brustkorb riss. Doch auch sie war zu geschwächt, um sich noch länger verteidigen zu können. Und so trafen sich noch einmal ihre Blicke, Mensch und Wolf, im Moment ihres Todes vereint.

Einzig Hasenkaninchen zog sich blutend und humpelnd zurück. Es war ein bitterer Sieg. Ihr Rudel zerstört, der Frischfuttervorrat verbraucht. Sie würde ihre Wunden versorgen und dann einen Neuanfang planen. Irgendwo wo das Leben einfacher und ein Rudel vielleicht ein wenig loyaler war.

Und so endet die Geschichte des Dorfes Düsterheim. Verregnet, verlassen und von schaurigen Geschichten und ihren morbiden Spuren gezeichnet, irgendwo in der Tiefe des Düsterwalds.

Spielende, die Werwölfe gewinnen.


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