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Natürliches Antibiotikum auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 13.09.2022
Beiträge: 5
Schago befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.09.2022, 21:11

Natürliches Antibiotikum


Hallo,

ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass ich von Euren Erfahrungen und Eurem Wissen profitieren kann.

Zwei meiner Nins haben wohl leider chronischen Schnupfen. Sie sind mir quasi "zugelaufen" (die Zibbe der Nachbarin hatte Nachwuchs und nun ja.... da war es um mich geschehen) - ich war da etwas blauäugig und habe die Kleinen mit 8 Wochen übernommen und auch gleich impfen lassen. Später kam dann raus, dass die Mutter auch Schnupfer ist. Jedenfalls sind zwei meiner drei Kleinen (jetzt fünf Monate alt und alle drei Jungs sind kastriert) Schnupfer.

Durch Inhalationsgerät, gesunde Ernährung und Co haben wir es momentan gut im Griff.

Nun zu meiner eigentlichen Frage: ich habe ein Rezept für ein natürliches Antibiotika eigentlich für Menschen gefunden, das sich von der Konsistenz her auch im Inhalator nutzen ließe. Es besteht aus Apfelessig, Knoblauch, Zwiebeln, Kurkuma, Meerrettich, Ingwer, Chilli, Honig und Pfeffer. Ich weiß, dass sie viele der Dinge nicht essen dürfen. Aber meint ihr, ich dürfte sie damit inhalieren lassen? Oder zb Knoblauch, Zwiebeln und Chili einfach weglassen?

Danke im Voraus für die Rückmeldung!!

Viele Grüße
Jacqueline



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Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.822
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.09.2022, 21:37

Wurde denn schon eine vernünftige Diagnostik durchgeführt? Nasenspülprobe zur Erregerbestimmung, Antibiogramm um das passende Antibiotika zu finden. Auch Zahnprobleme können zu Schnupfensymptomen führen, die sich lediglich mit bildgebenden Verfahren ausschließen lassen.


Bevor du da also irgendwas zusammenpanscht, sollte da eine vernünftige Diagnostik erfolgen und dann vernünftig behandelt werden.



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GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten.
HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer.
MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.



Ninchen
 
Registriert seit: 13.09.2022
Beiträge: 5
Schago befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.09.2022, 21:50

Weißt Du, ich glaube, solche Foren wurden erschaffen, dass Menschen sich austauschen und sich gegenseitig unterstützen und helfen können.

Ich habe mich nie angemeldet, weil es immer welche wie Dich gibt, die direkt los schießen und sich für besonders tierfreundlich halten. Und deshalb besonders gute Menschen sind. Klar. Aber weißt du, dein Umgangston ist echt beschissen und lässt an Deinem Gut-Menschentum ziemlich zweifeln.

Ich kenne Dich nicht und Du mich nicht. Ich habe auf eine Antwort auf eine Frage gehofft.

Aber Du bist der Beweis dafür, dass die Welt echt gewaltig schief läuft.

Und übrigens: ein Hallo bringt man schon den Kleinsten bei, wenn sie anfangen zu laufen.

Ich find's wirklich furchtbar, dass es so laufen muss.




Ninchen
 
Registriert seit: 13.09.2022
Beiträge: 5
Schago befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.09.2022, 21:55

Zur genaueren Erläuterung für Menschen, die vielleicht ernsthaft Freude dabei empfinden, zu helfen:

Das Antibiotika ist seit kurzer Zeit abgesetzt und sie sind stabil. Zähnchen und Tränenkanäle sind in Ordnung.

Ich überlege nur, wie ich sie weiterhin vernünftig unterstützen kann ohne ihr Immunsystem zu schädigen bzw
um Resistenzen zu vermeiden.

Vielen Dank!




Benutzerbild von Betsy69
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.11.2016
Beiträge: 1.391
Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.09.2022, 22:15

Erstmal ein herzliches Willkommen, schön, dass Du den Weg ins Forum gefunden hast.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Schnupfensymptome bei Kaninchen von Zahnproblemen ausgelöst werden können.
Bei fünf Monate alten Tieren, deren Mutter Schnupferin ist, würde ich das im Hinterkopf behalten, aber nicht unbedingt als Ursache vermuten, zumal das ja wohl untersucht wurde, wie Du ergänzt hast.

Antibiogramm und Gabe des entsprechenden Antibiotikums ist wichtig, da man gerade am Anfang bei Kaninchenschnupfen, bevor er chronisch wird, noch viel erreichen kann.

Antibiotikagabe hat ja wohl auch schon stattgefunden. Gab es denn eine Besserung dadurch?

Zu Deiner eigentlichen Frage: Ich würde mit dem Mittelchen, was Du durch Deine Recherche gefunden hast, nicht inhalieren.

Komponenten wie Ingwer oder Meerrettich kannst Du aber gerieben in einer Mischung mit Banane oder Baby-Fruchtbrei anbieten zur Selbstaufnahme. Ich habe da immer noch Cuni Complete Extrudate von Versele Laga untergemischt, allerdings nur mit Ingwer, Meerrettich habe ich noch nicht ausprobiert.

Schau mal unter dem angegebenen Link von Kaninchenwiese, da stehen noch einige Sachen mehr drin, die man ausprobieren kann (auch zum Inhalieren)

https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/

Ich habe eine chronische Schnupferin und ihren Partner, der Schnupfenträger ist, aber keine Symptome hat.
Die Beiden bekommen von mir verschiedene Nahrungsergänzungmittel, wie z.B. Blütenpollen, Schwarzkümmelchips und Atemkräuterpellets auf Schwarzkümmelbasis zur Unterstützung des Immunsystems., außerdem viele frische Kräuter wie z.B. Minze, Salbei, Koriander, Thymian, Petersilie, Dill etc.



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Geändert von Betsy69 (13.09.2022 um 22:18 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 13.09.2022
Beiträge: 5
Schago befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.09.2022, 22:26

Vielen Dank für die Antwort!

Bananenbrei habe ich tatsächlich schon probiert. Sie sind ziemlich verwöhnt, was Futter anbelangt. Ich sammle jeden Tag frische Wiese und es gibt viel Blattgemüse. Süßes Obst finden sie irgendwie doof.

Aber Babybrei ist eine super Idee, werde ich ausprobieren! Den gibt es ja auch auf Gemüsebasis. Und die Nahrungsergänzungsmittel werde ich mir anschauen. Hast Du da auch eine spezielle Seite?

Und gibt es vielleicht ein gutes Inhalat außer Emser, das gg antibakteriell wirkt? Ich finde das nämlich eine dir Sache.

Achso: das Antibiotika wirkte, seitdem ich es als Inhalat gegeben habe. Oral hat es nicht so gut gewirkt.




Benutzerbild von Betsy69
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.11.2016
Beiträge: 1.391
Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.09.2022, 22:51

Banane mögen meine auch nicht. Ich nehme immer Birnenbrei oder Apfel-Birne, das mögen sie gerne. Du könntest auch frischen Apfel oder Birne reiben und untermischen. Oder Möhren, je nachdem, was Deine Tiere mögen.

Die Schwarzkümmel-Produkte bestelle ich bei Makana.
Blütenpollen habe ich früher beim www.kaninchenladen.de bestellt, mittlerweile sind mir aber die Versandkosten zu hoch. Ich bestelle jetzt bei der Aspermühle in Goch, gibt aber auch bei amazon Anbieter, die gute Produkte haben. Ich nehme immer direkt 1kg-Beutel, das ist günstiger.

Bezüglich Inhalat, liest Dir mal den Link von Kaninchenwiese durch, da stehen verschiedene Sachen drin, die man zum Inhalieren verwenden kann.

Welches Antibiotikum hast Du den angewendet. Falls es Orniflox / Baytril (Wirkstoff Enrofloxacin) war, kann es sein, dass es nicht lange genug gegeben wurde. Das muss man schon mindestens drei Wochen geben, um einen Erfolg zu erreichen.
Meine Häsin hat das vor einiger Zeit über vier Wochen bekommen, zeitweise in Kombination mit Docycyclin. Danach ging es ihr deutlich besser. Momentan bekommt sie keine Medikamente wegen ihrem Schnupfen, nur Schmerzmittel gegen die Spondylose-Schmerzen.
Insgesamt ist es aber, wie @Honeymouse schon schrieb, prinzipell zu empfehlen, vorher ein Antibiogramm erstellen zu lassen, wobei es oft schwierig ist, alle Erreger bei einer Nasenspülprobe zu erwischen, da vor allem Pasteurella multocida so tief in den Nasennebenhölen versteckt ist, das der Erreger meistens nicht erwischt wird.

Inhalieren mit dem Antibiotikum in Kombination mit einem Schleimlöser kann da wirkungsvoller sein, wie Du ja selber schon festgestellt hast, aber da habe ich keine Erfahrung, da ich bislang mit meiner Häsin noch nicht inhalieren musste.
Vielleicht melden sich dazu noch andere User, die damit mehr Erfahrung haben.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 08.03.2012
Beiträge: 4.177
Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2022, 08:51

Inhalation mit nicht vom Tierarzt verschriebenen bzw.abgesegneten Mitteln würde ich auf keinen Fall machen.
Die von dir aufgezählten Sachen sind schleimhautreizend und werden es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eher schlechter, als besser machen. Als Mensch kann man sowas an sich selbst testen, da man ja aufhören kann, wenn es Mist ist. Kaninchen können das nicht.

Neben Salzlösung zur Inhalation wäre noch Kamillentee möglich.

Lässt du heiß oder kalt inhalieren?
Bei heißer Inhalation außerhalb von symptomatischen Phasen würde ich eher abraten. Zusätzliche Wärme und Feuchtigkeit kann in der Kombination das Milieu der Schleimhäute ins negative verändern, sodass die Erreger sich wieder besser festsetzen könnten.

Das Ziel sollte es sein, dass die körpereigene Abwehr gestärkt wird, damit der Körper möglichst lange ohne medizinische Hilfe den Schnupfen im Griff behält. Hier kann man zusätzlich zu gesunder Ernährung, Staubarme Haltung mit Frischluft ohne Zugluft und Nässe, noch zb. Rodicare Immun geben als Kur 2x im Jahr zum Wechsel vom Winter über 4-6 Wochen.

Auch wichtig für ein gutes Immunsystem ist eine gesunde Darmflora. Das bedeutet: regelmäßig kotproben abgeben, um frühzeitig zu behandeln, wenn da was im Argen ist. Der Körper soll sich nicht noch mit Parasiten plagen, wenn der Schnupfen im Griff behalten werden soll.
Zur Unterstützung der Darmflora - insbesondere jetzt nach dem Antibiotikum würde ich einen darmaufbau mit proprebac zb machen.

Alles gute für die Tiere



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Benutzerbild von Betsy69
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.11.2016
Beiträge: 1.391
Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2022, 09:15

@Lara004: Finde Deinen Beitrag sehr gut und weiß auch, dass Du das Fachwissen hast, daher ein Like, aber folgenden Satz möchte ich so nicht unkommentiert stehen lassen.
Zitat:
Zitat von Lara004 Beitrag anzeigen
Neben Salzlösung zur Inhalation wäre noch Kamillentee möglich.
Mit Kamillentee sollte nicht inhaliert werden, da dadurch die Schleimhäute der
Augen und Atemwege gereizt und ausgetrocknet werden können. Lieber Salbei- oder Thymiantee verwenden.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 08.03.2012
Beiträge: 4.177
Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2022, 10:08

Bei Kamille zur Inhalation scheiden sich die Geister. Ich bin für Kamille, da ich gute Erfahrungen damit habe.




Ninchen
 
Registriert seit: 21.07.2022
Beiträge: 19
Tarah befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2022, 15:32

Hallo Jaqueline,


Ich hatte selbst mal ein Schnupfenkaninchen. Er hat immer wieder geniest, vor allem wenn er die Nase ins Heu gesteckt hat, aber nach dem ersten Schub kein Ausfluss mehr aus Augen oder Nase.
Ich hab dann mit meinem Tierarzt besprochen, sein Immunsystem zu unterstützen, mit ganz natürlichen Sachen.
Was gut ist und meine Kaninchen immer gern fressen ist Kapuzinerkresse. Ist auch für uns Menschen essbar, die Blüten schmecken ein bisschen pfeffrig. Das Benzylsenföl in der Kapuzinerkresse wirkt antibakteriell und sie kann leicht im Garten, auf dem Balkon oder sogar in einem großen Blumentopf im Zimmer angebaut werden. Samen gibts in jedem Baumarkt zu kaufen.
Was meinem auch immer gut mit dem Immunsystem geholfen hat war Echinacea - der rote Sonnenhut. Kriegt man getrocknet in jeder Apotheke und ich hab meinem Kaninchen so 2-3 Mal die Woche ca. einen Esslöffel voll gegeben.

Was bei Schnupfern auch immer gut ist, ist Fenchelsamen und Anissamen. Ist beides auch gut für den Bauch.
Und im Winter, wenn die trockene Heizungsluft die Nasenschleimhäute reizt, dann hab ich regelmässig Nadelbaumäste verfüttert. Meiner hat am liebsten Kiefer gefressen. Die ätherischen Öle helfen auch der Nase.


Das ist meine persönliche Erfahrung wie man ein Schnupferl unterstützen kann.



lg Sabine



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Ninchen
 
Registriert seit: 13.09.2022
Beiträge: 5
Schago befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2022, 21:01

Vielen Dank für die vielen Antworten und Tipps!

Das mit dem Rezept werde ich dann wohl sein lassen :-)

Schwarzkümmel habe ich bestellt und ich werde noch das ein oder andere umsetzen. Zb das Gladiator Plus und Fenchelsamen und Blütenpollen möchte ich noch besorgen.

Ich habe noch eine Frage, die sich mir nicht so ganz erschließt.... Werden sie immer auf die eine oder andere Art niesen, dh mit oder ohne Ausfluss oder werden auch Phasen kommen, in denen sie nicht Schnupfen? Oder ist das individuell?

Das Niesen ist aktuell ganz selten, Ausfluss minimal und sonst sind sie topfit. Auch die Äuglein sind in Ordnung. Das ist der beste Zustand, seit der Schnupfen los ging. Wobei sie fit immer waren. Trotz Schnupfen. Meine TA meinte, das liegt daran, dass es wohl über die Mutter kam und deshalb das Immunsystem sich vielleicht arrangiert hat.

Danke für Eure Hilfe! Ich bin ganz verrückt nach den Dreien und möchte nichts unversucht lassen.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 2.946
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2022, 18:43

Hallo und willkommen
Zitat:
Zitat von Schago Beitrag anzeigen
Ich habe noch eine Frage, die sich mir nicht so ganz erschließt.... Werden sie immer auf die eine oder andere Art niesen, dh mit oder ohne Ausfluss oder werden auch Phasen kommen, in denen sie nicht Schnupfen? Oder ist das individuell?

Ich habe auch eine Schnupferin und solange sie Symptome hat (Niesen, Ausfluss etc) behandel ich, nicht nur homöopathisch und mit Futter, sondern auch mit AB

Wie werden deine Tiere gehalten und welche Rasse hast du? In Innenhaltung muss man auf Sauberkeit achten, keine trockene Luft (im Winter Heizungsluft)
Die Behandlung mit Bisolvon, Augentropfen, TNK-Spülung etc habe ich auch schon hinter mir und ich würde die Zähne nicht außer acht lassen. Ich habe meine Häsin seinerzeit röntgen lassen, mehrere Ebenen, um die Zähne auszuschließen. Sie ist eben eine kleingezüchtete Zuchthäsin und bei den heutigen vermehrungen sind Zahnprobleme eben nicht auszuschließen ohne ein Röntgen
lg




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.624
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.09.2022, 08:55

Zur Inhalation:
es wird mit physiologischer Kochsalzlösung ( NaCl 0,9%) inhaliert. Alles andere stimmt schon von der Salzkonzentration nicht und kann auch zusätzlich austrocknen. Falls vom TA verordnet, kann man entsprechende Menge Antibiotika dazu geben. Schleimlöser ( Achtung: verschreibungspflichtig auch vom TA, da Fluimucil nur als Ampulle erhältlich) kann man dem Inhalat beimengen und entsprechender Dosis. Es war bei meiner langjährigen Schnupfer wirkungsvoller als bloss NaCl.

Ich habe früher vom TA auch F10 (Desinfektionsmittel, auch für Tiere) in geringster Dosis zur Inhalationsbeigabe erhalten, was aber nicht schleimlösend ist, sondern lediglich Bakterien etwas abtötet.

Inhalationsöle (sofern nicht wasserlöslich) dürfen nicht ins Inhalat, die reizen zu stark. Die dürfen aber im Raum eingesetzt werden.

Empfohlen und wirklich effektiv ist die Inhalation mit Kaltinhalatoren. Ggf. auch lebenslänglich. Es unterstützt die Schleimhäute durch Befeuchtung und verhindert die Austrocknung. Nur so können sie ihre Abwehrfunktion gegenüber Bakterien überhaupt wahr nehmen. Ohne Inhalation werden die Schleimhäute auf Dauer zerstört.

Therapie:
je schneller man bei Beginn des Schnupfens therapiert, desto effektiver eine Behandlung. Je länger der Schnupfen chronisch ist, desto schwieriger wird der Effekt JEDER Therapie! Hat man die Chance gleich zu Beginn zu behandeln: nie zögern! Denn so besteht die Chance, dass es bloss akut ist und nicht chronisch wird. Auch wird der Schnupfen über Jahre an Symptomen zunehmen…

Behandlung sollte auf mehreren Ebenen mit div. Nahrungsmitteln (Kräuter etc.), Nahrungsergänzungsmittel oder sonstige Produkte erfolgen (davon gibt es unzählige…). Bei Ausfluss auch immer sofort mit dem entsprechenden Antibiotika behandeln für mind. 3-6 Wochen (darunter bringt nichts, da es noch schneller wieder zurück kommt).

Sind geringe Symptome vorhanden, dann ist es immer so eine Frage ob überhaupt AB ( wird in der Regel nicht eingesetzt).
Nur als Warnung: äussere Symptome müssen auch nicht immer mit den inneren Zerstörungsgrad übereinstimmen.

Ich hatte auch schon ein Kaninchen, was lediglich zu tränendes Auge hatte, bis irgendwann der TNK dicht war ( also weder Ausfluss, Eiter noch Niesen!). Die CT-Untersuchung ergab chron. Sinusitis, wobei die NNH bereits hochgradig zerstört ( Mineralisierung, zerstörte Lamellenstruktur) waren infolge der Nichtbehandlung. Da ging nicht mehr viel Luft durch zum Atmen.

PS: wenn man wissen will, wie schlimm die Auswirkungen eines chronischen, lang andauernden Schnupfens wirklich ist, muss man ein CT machen. Nur so kann der Zustand beurteilt werden. Natürlich würde ich sowas nicht im Anfangsstadium machen, sondern dann ,wenn es schon lange besteht… Aufgrund des CT kann man auch entscheiden, ob eine Rhinotomie sinnvoll ist, damit mehr Luft durch kommt, v.a. wenn AB alleine über viele Monaten verabreicht auch nicht mehr Erleicherung verschafft haben. Allerdings muss eine OP auch rechtzeitig erfolgen, bevor allzu viel in den NNH zerstört sind.

https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/




Geändert von Rakete (17.09.2022 um 09:03 Uhr).
 
 
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