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Hasenneuling mit vielen Fragen E.CuniculiHallo zusammen, wir sind neu ganz hier und seit Ende August Besitzer von drei jungen Kaninchen (zwei Jungs, Eddie und Stuart / ein Mädchen Ella). Die drei stammen von unseren Nachbarn, die selber schon einige Kaninchen haben und Ende Juni eine gerettete Hasendamen bei sich aufgenommen haben, unwissend, dass diese schwanger war, bis der Nachwuchs da war. Sie konnten nicht alle Hasenbabys behalten und waren auf der Suche, nach einem geeigneten Zuhause für die Kleinen. Da bei uns im Garten genug Platz ist und sich meine Tochter schon immer Haustiere gewünscht hat, haben wir für den drei ein schönes Zuhause bei uns geschaffen. Ende August sind sie bei uns eingezogen und fühlen sich seitdem recht wohl. Da wir auf keinen Fall ungewollten Nachwuchs haben möchten, sind wir natürlich mit den Jungs gleich zum Tierarzt, um einen Termin für die Kastrationen zu vereinbaren. Leider sind die beiden dafür noch zu jung und zu klein. Der Eingriff könne erst in ein paar Wochen stattfinden, bis dahin sollten Männlein und Weiblein auf jeden Fall schon mal getrennt werden auch noch für einige Woche nach dem Eingriff. Also haben wir das Gehege und den Hasenstall in zwei getrennte Bereiche eingeteilt. Da uns jetzt unsere Ella in ihrem Bereich so alleine leid getan hat (die drei haben vorher viel gespielt, gekuschelt und zusammen gefressen), haben wir uns dazu entschlossen, ihr noch ein Weibchen zu besorgen. Molly heißt sie und ist genauso alt, wie die anderen. Sie ist jetzt seit knapp fünf Wochen bei uns und hat sich wie die anderen auch, gut bei uns eingelebt. Leider ist sie seit letzter Woche unser kleines Sorgenkind. Wir sind etwas ratlos und wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen bzw. wollen wir nichts falsch machen. Letzte Woche am Dienstag hatten alle vier Durchfall (Molly am schlimmsten). Mit leichter Schonkost hatten wir es aber ganz gut in den Griff bekommen und alle hatten Mittwoch Nachmittag wieder normalen Stuhlgang. Für uns also kein Grund gewesen, den Tierarzt aufzusuchen. Am Donnerstag früh lag Molly völlig bewegungslos auf der Seite im Stall. Wir dachten erst, sie sei in der Nacht gestorben! Nachdem wir sie aus dem Stall heben wollten, merkten wir, dass sie doch noch atmet. Sie hat auch auf einmal angefangen, den Kopf und der Körper komisch zu drehen. Wir sind sofort mit ihr zum Tierarzt gefahren. Ihre Temperatur lag bei ca. 32,0 Grad, sie hat 2 Spritzen (ich weiß leider nicht, was es für Medikamente waren) bekommen. Der Tierarzt meinte irgendwas von Parasiten und hat uns für die nächsten Wochen Panacur mitgegeben. Wenn es ihr in ein paar Tagen besser geht, kann sie wieder raus zu den anderen. Die Fachbegriffe konnte ich mir nicht ganz merken, wollte mich zu Hause in Ruhe nochmal damit belesen. Zu Hause haben wir Molly in einem Karton mit Stroh und Wärmflasche gepackt. Zum Glück hat sie dann auch angefangen zu fressen. Der nächste Gang ging in die Zooabteilung, um ihr für die nächsten Tage im Haus eine angemessene Unterkunft zu besorgen. Im Lauf des Tages wurde sie schon etwas mobiler, hat gefressen, viel getrunken und sich bewegt. Der Freitag war eigentlich auch ganz ok und wir dachten, wir könnten sie am Wochenende schon wieder zu den anderen nach draußen tun. In der Zwischenzeit habe wir auch versucht, uns ein bisschen zu belesen. Über die Symptome und das was der Tierarzt gesagt hat. Letztendlich sind wir zu dem Schluss gekommen, dass er wohl Enzephalitozoonose (E.Cuniculi) meinte. Wir dachten, gut... Glück gehabt, die Behandlung erfolgte schnell genug. Kein schiefer Kopf, keine Lähmungserscheinungen oder sonstige Beeinträchtigungen. Am Samstag Vormittag hat Molly leider Durchfall bekommen und war etwas ruhiger als am Freitag. Vorsichtshalber sind wir gegen 14.30 Uhr nochmal zum Tierarzt gefahren. Diesmal mussten wir ziemlich lange warten und draußen waren viele Hunde, die immer wieder gebellt haben. Sie hat einen sehr ängstlichen Eindruck gemacht. Der Arzt war doch sehr überrascht, dass Molly (abgesehen von dem Durchfall) in einem relativ guten Zustand war. Sie hat eine Spritze bekommen und dann durften wir wieder nach Hause, damit sie sich erholen kann. Gegen 17.30 Uhr leider der Schock! Molly lag wieder ganz komisch auf der Seite. Dann hat sie wieder den Kopf und den Körper gedreht. Wir haben sich in ein Handtuch gehüllt und gehofft der Anfall würde schnell wieder vorbei gehen. Aber nix, Molly war völlig teilnahmslos und hat sich nicht bewegt. Zum Glück, konnten wir den Tierarzt erreichen und nochmal kommen. Molly war wieder unterkühlt. Sie hat 2 Spritzen bekommen (Cortison und Vitamin B12). Der Tierarzt meinte, wir sollen mit allem rechnen, ihr Zustand sei sehr kritisch. Daheim verbesserte sich ihr Zustand aber von Stunde zu Stunde... Sie hat gefressen, viel getrunken und wurde immer mobiler. Kein schiefer Kopf, keine Lähmungserscheinungen oder sonstiges. Seit Anfang dieser Woche haben wir ihr bei uns im Wohnzimmer die Möglichkeit geschaffen, sich etwas mehr bewegen, was sie auch annimmt. Am Dienstag haben wir sie mal kurz zu den anderen gelassen. Ella hat sich sehr gefreut und hat ihr sogar das Fell geputzt. Am Mittwoch haben wir sie schon etwas länger bei den anderen gelassen und heute sogar fast den ganzen Nachmittag, weil es so schön sonnig war. Im großen und ganzen macht Molly auf uns einen guten Eindruck. Meint ihr, wir können sie schon den ganzen Tag und über Nacht wieder ins Außengehege lassen? Schließlich war sie jetzt über eine Woche bei uns in der Wohnung (ca. 20 Grad). Den Hasenstall hat mein Mann bereits winterfest gemacht. Frost ist für die nächsten Nächte nicht gemeldet, kalt ist es aber trotzdem. Das andere ist, kann die Diagnose mit E.Cuniculi wirklich richtig sein? Im Netz liest man nur von Kaninchen mit schweren Verläufen, die lange Zeit viel Pflege brauchen, bis sie wieder einigermaßen gesund sind, laufen und fressen können. Konnte unsere Molly zweimal soviel Glück haben oder schätzen wir ihren Gesundheitszustand doch total falsch ein? Vor allem ist da auch noch die Angst, wann und ob noch ein Anfall kommt. Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht. Wir sind über jeden Rat und Tipp dankbar! Danke fürs lesen! Die Hopplerbande
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| Hallo und herzlich willkommen. Zu deiner Schilderung fallen mir zwei Dinge ein: Kaninchen kann man schon sehr früh kastrieren lassen, Ab einem Alter von 11 Wochen glaube ich, und bis zu einem Alter von ca 15 Wochen läuft das unter Frühkastration, und IN DEM FALL muss man die Tiere auch gar nicht trennen. Wenn dein Tierarzt das gar nicht in Erwägung zieht, kann das darauf hindeuten, dass er nicht besonders viel Erfahrung mit Kaninchen hat (Frühkastration ist etwas schwieriger, weil man die Hoden schlechter findet). Und dann wiederum, würde ich auch nicht unbedingt auf seine Diagnose vertrauen, bzw, dass er e.Cuniculi richtig zu behandeln weiß. Das scheint sehr komplex zu sein, aktuell gab es gerade einen Thread hier in Forum: https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/50338-bei-e-cunuli-nicht-sofort-einschl%E4fern-lassen.html Übrigens, da du nicht sagen konntest, welches Mittel er gespritzt hat: bei unseren Tierärzten gibt es an Ende eine Rechnung, und da steht das alles drauf, denn das man in dem Moment dort nicht alles mitbekommt, ist ja verständlich.
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| Hallo, vielen Dank für Eure Rückmeldungen RieseUndZwerg und marinahexe! Unsere Kaninchen müssten jetzt so ca. 14 Wochen alt sein. So ganz genau kann man das nicht sagen. Getrennt leben sie schon seit dem 25.09.21, das war das Wochenende an dem wir Molly zu uns geholt haben. Geimpft ist bisher noch keiner von den vieren. Zum Fressen bekommen sie jeweils früh und abends. Karotten, Feldsalat, Stangensellerie, Blätter vom Kohlrabi, verschiedene Salatsorten, Wirsing ab und zu mal ein Stückchen Apfel oder Kohlrabi. Blumenkohl und Brokkoli (damit haben wir aber langsam angefangen). Apfelzweige mit Blättern von unseren beiden Apfelbäumen, die lieben sie! Und natürlich Heu, das sie immer zur Verfügung haben. Das Gras im Gehege haben sie schon weggefressen. Ab und zu haben wir sie auch für kurze Zeit in dem kleinen Freilaufgehege auf die Wiese gesetzt, aber das haben wir ja jetzt im Wohnzimmer für Molly stehen. Als die vier Durchfall hatten, haben sie an den zwei Tagen nur noch Karotten und Heu bekommen. Wir dachten sie hätten den Durchfall von dem Gras (wahrscheinlich war es zu nass, oder Hundeklo, der Gedanke kam mir aber erst später), das wir von einer anderen Wiese geholt haben, weil mein Mann erst Rasen gemäht hat. Seitdem holen wir dort kein Gras mehr, wenn dann nur noch aus unserem eigenen Garten. Unser ganzes Gehege ist ca. 9 - 10 qm² groß, mit einem Hasenhaus, das nochmal extra eine Überdachung hat. Heute sind wir doch nochmal mit den Jungs zu einem anderen TA gefahren. Er meinte, die Hoden wären schon noch recht klein. Er würde noch ca. vier Wochen warten. Das gleicht sich in etwa dem, was der andere TA auch gesagt hat. Wenn wir aber unbedingt wollen, würde er sie auch jetzt schon kastrieren. Da unsere Kaninchen aber eh schon getrennt sind, werden wir noch abwarten. Da ist uns jetzt das Risiko zu groß, dass irgendetwas schief geht. Sollten sie anfangen, sich zu bekämpfen müssen wir natürlich zeitnah etwas unternehmen. Wegen Molly haben wir uns auch unterhalten. So sicher kann man sich bei E.Cuniculi nie sein, es könnte auch Epilepsie sein. Er hätte uns dazu geraten, Molly für die Zeit der Panacurbehandlung (3 bis 4 Wochen) im Haus zu behalten, da sie für Ella ansteckend ist. Das wollen wir aber nicht, die beiden sollen ja zusammen sein. Er hat uns dann empfohlen, Ella auch vorsorglich mit Panacur zu behandeln, damit die beiden zusammen sein können, womit wir vorhin auch angefangen haben. Für heute Nacht hat er uns aber geraten, Molly nochmal ins Haus zu holen und ab morgen früh dann wieder komplett raus. Die nächsten Nächte (außer heute) sollen nicht so kalt werden. Drücken wir die Daumen, dass alles gut geht! Diesmal hab ich übrigens eine richtige Rechnung mitbekommen und nicht nur eine Quittung.
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| Hallo und willkommen, ich würde dir empfehlen Marinahexe per PN und Angabe deiner PLZ nach einem erfahrenen TA zu fragen. Für mich hört es sich bei den TÄ nicht nach Erfahrung an Molly wird sicherlich die Sporen schon weitergegeben haben, die übertragen sich auch durch den Urin. Das heißt aber nicht, dass es bei den anderen ausbricht Vorsorglich würde ich weiterbehandeln, Panacur und Vitamin B. Lass bitte von allen den Kot untersuchen, Marinahexe hat dir schon erklärt wie Streß auf jeden Fall vermeiden, nicht ständig umsetzen! und ein Partner ist immer förderlich für die Genesung, wenn sie verträglich sind Was die Ernährung anbelangt, würde ich Gemüse, Trockenfutter/Kräuter als erstes von der Liste streichen. Bitte versuche, egal ob Wiese oder Gemüsegrün, wie z. b. Wurzelgrün, Kohlrabiblatt, Salat (Futterliste bei Kaninchenwiese nachlesen) zu füttern. Gras welches nass ist, ist nicht daran Schuld, ich fütter mein Grün immer befeuchtet (zusätzlich Flüssigkeit) Geändert von 4Chaoten (29.10.2021 um 21:03 Uhr).
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| Stichworte |
| außengehege, erfahrung e.cuniculi, krankheiten |
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