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Hasenneuling mit vielen Fragen E.Cuniculi auf Kaninchen Forum

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  • 3 Post By marinahexe
  • 3 Post By 4Chaoten

 
 
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Ninchen
 
Registriert seit: 25.10.2021
Beiträge: 2
Hopplerbande befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.10.2021, 20:23

Hasenneuling mit vielen Fragen E.Cuniculi


Hallo zusammen,

wir sind neu ganz hier und seit Ende August Besitzer von drei jungen Kaninchen (zwei Jungs, Eddie und Stuart / ein Mädchen Ella). Die drei stammen von unseren Nachbarn, die selber schon einige Kaninchen haben und Ende Juni eine gerettete Hasendamen bei sich aufgenommen haben, unwissend, dass diese schwanger war, bis der Nachwuchs da war.

Sie konnten nicht alle Hasenbabys behalten und waren auf der Suche, nach einem geeigneten Zuhause für die Kleinen. Da bei uns im Garten genug Platz ist und sich meine Tochter schon immer Haustiere gewünscht hat, haben wir für den drei ein schönes Zuhause bei uns geschaffen. Ende August sind sie bei uns eingezogen und fühlen sich seitdem recht wohl.

Da wir auf keinen Fall ungewollten Nachwuchs haben möchten, sind wir natürlich mit den Jungs gleich zum Tierarzt, um einen Termin für die Kastrationen zu vereinbaren. Leider sind die beiden dafür noch zu jung und zu klein. Der Eingriff könne erst in ein paar Wochen stattfinden, bis dahin sollten Männlein und Weiblein auf jeden Fall schon mal getrennt werden auch noch für einige Woche nach dem Eingriff.

Also haben wir das Gehege und den Hasenstall in zwei getrennte Bereiche eingeteilt. Da uns jetzt unsere Ella in ihrem Bereich so alleine leid getan hat (die drei haben vorher viel gespielt, gekuschelt und zusammen gefressen), haben wir uns dazu entschlossen, ihr noch ein Weibchen zu besorgen.

Molly heißt sie und ist genauso alt, wie die anderen. Sie ist jetzt seit knapp fünf Wochen bei uns und hat sich wie die anderen auch, gut bei uns eingelebt. Leider ist sie seit letzter Woche unser kleines Sorgenkind. Wir sind etwas ratlos und wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen bzw. wollen wir nichts falsch machen.

Letzte Woche am Dienstag hatten alle vier Durchfall (Molly am schlimmsten). Mit leichter Schonkost hatten wir es aber ganz gut in den Griff bekommen und alle hatten Mittwoch Nachmittag wieder normalen Stuhlgang. Für uns also kein Grund gewesen, den Tierarzt aufzusuchen.

Am Donnerstag früh lag Molly völlig bewegungslos auf der Seite im Stall. Wir dachten erst, sie sei in der Nacht gestorben! Nachdem wir sie aus dem Stall heben wollten, merkten wir, dass sie doch noch atmet. Sie hat auch auf einmal angefangen, den Kopf und der Körper komisch zu drehen. Wir sind sofort mit ihr zum Tierarzt gefahren. Ihre Temperatur lag bei ca. 32,0 Grad, sie hat 2 Spritzen (ich weiß leider nicht, was es für Medikamente waren) bekommen. Der Tierarzt meinte irgendwas von Parasiten und hat uns für die nächsten Wochen Panacur mitgegeben. Wenn es ihr in ein paar Tagen besser geht, kann sie wieder raus zu den anderen. Die Fachbegriffe konnte ich mir nicht ganz merken, wollte mich zu Hause in Ruhe nochmal damit belesen.

Zu Hause haben wir Molly in einem Karton mit Stroh und Wärmflasche gepackt. Zum Glück hat sie dann auch angefangen zu fressen. Der nächste Gang ging in die Zooabteilung, um ihr für die nächsten Tage im Haus eine angemessene Unterkunft zu besorgen. Im Lauf des Tages wurde sie schon etwas mobiler, hat gefressen, viel getrunken und sich bewegt. Der Freitag war eigentlich auch ganz ok und wir dachten, wir könnten sie am Wochenende schon wieder zu den anderen nach draußen tun.

In der Zwischenzeit habe wir auch versucht, uns ein bisschen zu belesen. Über die Symptome und das was der Tierarzt gesagt hat. Letztendlich sind wir zu dem Schluss gekommen, dass er wohl Enzephalitozoonose (E.Cuniculi) meinte. Wir dachten, gut... Glück gehabt, die Behandlung erfolgte schnell genug. Kein schiefer Kopf, keine Lähmungserscheinungen oder sonstige Beeinträchtigungen.

Am Samstag Vormittag hat Molly leider Durchfall bekommen und war etwas ruhiger als am Freitag. Vorsichtshalber sind wir gegen 14.30 Uhr nochmal zum Tierarzt gefahren. Diesmal mussten wir ziemlich lange warten und draußen waren viele Hunde, die immer wieder gebellt haben. Sie hat einen sehr ängstlichen Eindruck gemacht. Der Arzt war doch sehr überrascht, dass Molly (abgesehen von dem Durchfall) in einem relativ guten Zustand war. Sie hat eine Spritze bekommen und dann durften wir wieder nach Hause, damit sie sich erholen kann.

Gegen 17.30 Uhr leider der Schock! Molly lag wieder ganz komisch auf der Seite. Dann hat sie wieder den Kopf und den Körper gedreht. Wir haben sich in ein Handtuch gehüllt und gehofft der Anfall würde schnell wieder vorbei gehen. Aber nix, Molly war völlig teilnahmslos und hat sich nicht bewegt. Zum Glück, konnten wir den Tierarzt erreichen und nochmal kommen. Molly war wieder unterkühlt. Sie hat 2 Spritzen bekommen (Cortison und Vitamin B12). Der Tierarzt meinte, wir sollen mit allem rechnen, ihr Zustand sei sehr kritisch.

Daheim verbesserte sich ihr Zustand aber von Stunde zu Stunde... Sie hat gefressen, viel getrunken und wurde immer mobiler. Kein schiefer Kopf, keine Lähmungserscheinungen oder sonstiges. Seit Anfang dieser Woche haben wir ihr bei uns im Wohnzimmer die Möglichkeit geschaffen, sich etwas mehr bewegen, was sie auch annimmt. Am Dienstag haben wir sie mal kurz zu den anderen gelassen. Ella hat sich sehr gefreut und hat ihr sogar das Fell geputzt. Am Mittwoch haben wir sie schon etwas länger bei den anderen gelassen und heute sogar fast den ganzen Nachmittag, weil es so schön sonnig war.

Im großen und ganzen macht Molly auf uns einen guten Eindruck. Meint ihr, wir können sie schon den ganzen Tag und über Nacht wieder ins Außengehege lassen? Schließlich war sie jetzt über eine Woche bei uns in der Wohnung (ca. 20 Grad). Den Hasenstall hat mein Mann bereits winterfest gemacht. Frost ist für die nächsten Nächte nicht gemeldet, kalt ist es aber trotzdem.

Das andere ist, kann die Diagnose mit E.Cuniculi wirklich richtig sein? Im Netz liest man nur von Kaninchen mit schweren Verläufen, die lange Zeit viel Pflege brauchen, bis sie wieder einigermaßen gesund sind, laufen und fressen können. Konnte unsere Molly zweimal soviel Glück haben oder schätzen wir ihren Gesundheitszustand doch total falsch ein? Vor allem ist da auch noch die Angst, wann und ob noch ein Anfall kommt. Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht. Wir sind über jeden Rat und Tipp dankbar!

Danke fürs lesen!
Die Hopplerbande



 

Stichworte
außengehege, erfahrung e.cuniculi, krankheiten



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