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Einige Fragen zu MadenHallo, man liest ja viel über Madenbefall, aber es gibt ein paar Fragen, auf die noch keine Antworten finden konnte. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. 1. Sind Kaninchen anfälliger für Madenbefall als andere (Haus-)Tiere? Und wenn "Ja", warum ist das so? 2. Von welchen Fliegen kommen eigentlich die Maden? Ist das eine bestimmte Fliegen-Art? Es ist oft verallgemeinernd die Rede von "Schmeißfliegen", das ist aber eine recht große Familie und es kommen definitiv nicht alle Vertreter der SChmeißfliegen als Täter in Betracht. Irgendwo habe ich z.B. gelesen, die Maden der Goldfliege (gehört auch zu den Schmeißfliegen; die kennt ihr alle, das ist die grünschimmernde Fliege, die sich beim Grillen gerne aufs Fleisch setzt) seien gefährlich. Aber das kann nicht stimmen. Weil ihre Maden nur totes Gewebe fressen, werden Goldfliegen (bzw. die Maden) ja sogar in der Madentherapie eingesetzt, wo sie abgestorbenes Gewebe fressen, das gesunde aber eben in Ruhe lassen. Wer ist also der "Übeltäter"? GRüße Solkinok Nachtrag zur Goldfliege: Habe eben von der "Krötengoldfliege" gelesen, die bei Amphibien Madenbefall hervorruft. Dann kann man die Goldfliegen vielleicht doch nicht pauschal als "Täter" ausschließen. Geändert von Solkinok (20.08.2019 um 17:45 Uhr).
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| Hi & danke für die Antwort, > Ich kenne Madenbefall jetzt nur von Kaninchen. ich kenne einen Fall eines Schafes. Damals hat sich ein Schaf ein Horn abgerissen/abgebrochen (vermutlich im Zaun hängen geblieben?). Kurz darauf begann das Tier, sich "geisteskrank" zu benehmen, unkoordiniert zu bewegen, mit dem Kopf gegen Bäume zu schlagen... wenig später war es tot. Später hieß es dann, es hätten sich vermutlich Fliegenmaden zum Gehirn durchgefressen. Das ist aber schon lange her, ich habe damals als Kind nicht so genau nachgefragt. >Und da sind es diese Biester, die sich immer aufs Grillfleisch setzen Das wäre ungut. Denn diese gewöhnliche Goldfliege gibt es bei uns im Garten in Massen. Aktuell sitzen sie zu Dutzenden an den Blüten der Goldrute. Habe eben folgenden Passus zur Goldfliege gefunden, der passt auch zu meiner Erinnerung an das arme Schaf: "In der Tierhaltung können Goldfliegen (es ist die Rede v.a. von der Unterart Lucilia sericata) die Gesundheit der Tiere stark schädigen, wenn sie ihre Eier in Wunden oder auf intakten Hautstellen im Bereich der Ohren der Tiere ablegen. Ähnlich wie beim Menschen, kann es hier beispielsweise zu einer Wundmyiasis kommen, die, wenn sie andauert und nicht behandelt wird, sogar bis zum Tod des betroffenen Tieres führen kann. Eine besonders große Gefährdung ist für Schafe gegeben, da die durch Schweiß, Kot und Harn verdreckte Wolle der Tiere eine große Anziehungskraft auf Goldfliegen ausübt." (https://www.jarkow.de/schaedlinge/schaedlinge-lexikon/insekten/fliegen/goldfliege.html) Also doch die Goldfliege! Aber wie passt das dazu: "Da die Larven bzw. Maden der Goldfliege eine Wundheilung begünstigen können, wurden früher in der Medizin häufig Goldfliegenmaden absichtlich an Wunden gesetzt." (ebd.) Grüße Solkinok
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| Zitat:
Das dürfte wohl auch daran liegen, dass man in der Medizin einige wenige Maden in die Wunde setzt und dann kontrolliert, bei den Fällen, in denen z. B. Kaninchen zerfressen werden, die Fliegenmama tausende Eier hinterlässt...
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| Fliegenmadenbefall können sämtliche anderen Tiere und auch Menschen bekommen. Jede Wunde oder auch verunreinigt müffelnde Stelle ist eine willkommene Legestelle.
__________________ Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html] Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/ Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/ Kaninchen Body etc nach Maß Shop: https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop/
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| @Diabi: Ja, da hast du bestimmt recht. Und es wird natürlich auch auf Hygiene geachtet, ich könnte mir z.B. vorstellen, dass bei der Maadentherapie die Wunde regelmäßig vom Madenkot etc. gereinigt wird. Tut man das nicht, kommt es eventuell zu immer neuen Entzündungen, dh. die Maden schaffen sich, wenn sie unkontrolliert schalten und walten dürfen, das Milieu, das sie brauchen, um weiterfressen zu können. s.
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| @gerti: Hast du eine Idee, warum es bei Kaninchen so verbreitet zu sein scheint? Bei Schafen wird es - s. Zitat oben - ja durch die spezifischen Bedingungen (lange, zu Verfilzung neigende Haare und damit verbunden SChweiß und Verunreinigungen) erklärt. Aber das trifft auf Kaninchen ja im Regelfall nicht zu. Oder kommt es uns nur so vor, dass es bei Kaninchen häufiger ist (weil wir uns eben auf Kaninchen "eingeschossen haben?) Solkinok
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| Boah, mich macht das jetz echt nervös. Die Goldfliege ist gerade echt r i c h t ig häufig bei mir im Garten. Ich weiß eigentlich gar nicht, warum, es gibt hier keine Tierkadaver oder faulendes Zeug (nur meine gut belüfteten Komposthäufen, aber da sind mir noch keine Maden aufgefallen, nur Regenwürmer, Engerlinge und Asseln). Ob's an den vielen Biomülltonnen liegt (die sind hier Pflicht, dh. jeder Haushalt hat eine)? Deren Inhalt gammelt in der Sommerhitze schön vor sich und da sehe ich oft Maden drin... S.
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| Über Madentherapie usw gibt es im Internet einiges zu finden https://de.wikipedia.org/wiki/Madentherapie Die Schmeißfliegen (Goldfliegen) fliegen doch überall herum wo es gerade gut für sie riecht...ob das Köttel im Garten sind oder anderer Kot ist völlig egal. Dir fällt es halt jetzt gerade besonders auf, weil du eben Kaninchen hast. Aber jedes andere Tier ist genauso gefährdet. Besonders gefährdet sind auch die Bereiche an denen ein Tier nicht drankommt es sauber zu halten. Oder auch ein Tier, welches eben gerade gesundheitlich angeschlagen ist. Ich hab mal einen Test gemacht und frisch kastrierte Meeris die noch von der Narkose etwas dröppelig waren kurz auf ein Wiesenstück zu setzten. Kurz drauf kamen die Schmeißfliegen. Natürlich hab ich sie wieder mit rein genommen bis sie dann wieder komplett wach waren. Als die Schweinchen nämlich wieder völlig mobil waren, war es auch vorbei mit den Schmeißfliegen. Wenn du ein Kanichnen mit Wunden hast, oder mit "duftendem Hintern" und das auch noch von der Bewegung eingeschränkt ist das Risiko um einiges größer als bei völlig gesunden Tieren. Trotzdem gehören Wunden bei Kaninchen (Hund, Meeri, Katze) etc. in der Schmeißfliegenzeit ins Haus oder mit z.B. Dr. Schaette Wund-Pflege Spray überspüht und engmaschig kontrolliert. Außerdem sind z.B. Pferde, Schafe, Kühe etc auch um einiges Größer, dass sie nicht gleich nach ein paar Stunden tot umfallen, weil das "Gift" und der körperliche Schaden durch die Fliegenmaden schon so groß ist wie bei Kleinsttieren.
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| Danke euch für die Antworten, jetzt sehe ich da klarer. Schon ein Horror, irgendwie. Naja, wenn ich das richtig gelesen habe, ist die Eiablagezeit ab September vorbei - dann ist das Thema ja erstmal durch bis zum Frühjahr... Solkinok
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| Gerade in einer Dokumentation kam ein Madenbefall bei einem Hund mit einer Ohrenwunde zur Sprache. Meine Freundin hat bei ihrem Pferd auch ständig die offenen Wunden auf dem Rücken kontrolliert und mit Silberspray "geschlossen" Der Madenbefall kommt Tierarten bei anderen Tierarten auch nicht unbedingt weniger oft vor, nur hier wird eben hauptsächlich bei Kaninchen gewarnt. Bei Kaninchenwiese wird eine Fliegenfalle empfohlen, die ich erfolgreich getestet habe. Mir war gar nicht bewusst wie viele Fliegen im Umfeld der Kaninchen herum geschwirrt sind.
__________________ Im Herzen nah Neya, Zeki, Aki, Eva, Alfi, Susi & Abby
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| Hi Arren, danke für den Tipp mit der Falle. Ich frage mich bei Fallen mit Lockstoff nur immer, ob man damit nicht Tiere anlockt, die ohne die Falle erst gar nicht da wären. Ist so meine Erfahrung mit Fruchtfliegenfallen... Kaum hat man eine Essigfalle aufgestellt, kommen die Biester in Massen durchs Fenster rein. ;-) Grüße S.
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| Ich denke nicht, dass Kaninchen öfters Madenbefall haben als andere Tiere. Wenn überhaupt, dann wäre es höchstens aufgrund von mehr Durchfallerkrankungen bei Kaninchen zu erklären. Denn dieser Geruch lockt die Fliegen an... wie auch alles, was müffelt. Gemäß Google: Myasis (Madenkrankheit) tritt auf bei Mangel an Hygiene und Pflege, und auch indirekt beim geschwächtem Allgemeinzustand. Betroffen sind v.a. erkrankte und geschwächte Tiere, die nicht mehr in der Lage sind sich selbst zu putzen. Alles was tot ist und dementsprechend riecht, wird automatisch auch von Maden zersetzt. Gerade in der Forensis bei Tötungsdelikten wird der Enwicklungszustand der Maden dazu benutzt um Abzuklären, wann der Tod eingetreten ist. V.a. sind das Schmeissfliegen, Käsefliegen oder Fleischfliegen (Google).
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| Zitat:
__________________ Liebe Grüße Heike
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| Letzthin war unsere große Mülltonne selbst außen übersät mit Maden. Eklig ist nur der Vorname... glücklicherweise konnte ich das Gekrabbel gerade noch rechtzeitig nachts erkennen und den Mist in die andere Tonne entsorgen. Ich wundere mich, was die Leute da hinein schmeissen. Sicherlich Fleisch, obwohl das in unserer Gemeinde verboten ist.
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| Zitat:
Bei uns soll auch alles in die Biotonne. Fleisch, Hähnchenknochen, Staubsaugerinhalt, Lebensmittelreste (roh oder gekocht). Aber weißt Du, was da nicht rein darf? Holzspäne aus dem Kaninchenklo und kein "kontaminiertes" Heu oder Stroh. The best Dünger ever.
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| Wo wir gerade wieder so schön beim Thema sind: Ich habe die Tage mal Feldforschung an unseren Goldfliegen betrieben. Die interessieren sich plötzlich nullkommanull für Grillgut. Vorgestern haben wir gegrillt und es ist - ganz anders als vor drei Wochen, da waren die noch vor den Wespen da - nicht eine Goldfliege gekommen. Die saßen keine drei Meter weiter zu mehreren Dutzend auf der Goldrute (die lieben sie, hatte ich ja schon geschrieben). Ob die ihre Eiablagesaison dieses Jahr schon frühzeitig beendet haben? Oder stärken die sich mit dem Nektar nur für den final countdown of eiablage? Solkinok
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| Zitat:
Bei uns wird "organische Einstreu, z.B. Heu, Stroh, Späne" explizit als Biomüll genannt. Fleisch, Würst etc. sind bei uns auch Biomüll. Früher hieß es, man soll Fleisch etc. NICHT in den Biomüll tun, in der Zwischenzeit wird es explizit empfohlen. Wobei das ja insofern Sinn ergibt, als der Biomüll jede Woche geleert wird, der Restmüll im Regelfall nur alle zwei Wochen. S. PS: Staubsaugerbeutel in Biomüll ist schräg, da kann ja alles Mögliche drinsein... Geändert von Solkinok (26.08.2019 um 22:50 Uhr).
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| Ich dachte jetzt eher an das, was bei uns oft im Staubsauger lamndet (und im Biomüll nix zu suchen hat): Geldmünzen, kleine Spielsachen, ... :-)
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