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Gleichgewichtsstörungen und Futter wird verweigert - ich weiß nicht weiter... auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 15.02.2019
Beiträge: 8
tim-pp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.02.2019, 09:54

Gleichgewichtsstörungen und Futter wird verweigert - ich weiß nicht weiter...


Hallo liebe Kaninchen-Freunde,

ich bin derzeit an einem Punkt, wo ich nicht weiter weiß und suche eure Hilfe.

Hintergrund:
Ich komme aus Hamburg (PLZ 22301) und habe 3 Kaninchen (11 Jahre m, 4 Jahre w, 4 Jahre w). Sie haben durchgehend Wohnungsfreilauf. In der Küche haben sie zwei Toiletten und eine Spiel- und Fressecke. Im Schlafzimmer haben sie unter dem Bett eine Art große Höhe, wo sie am liebsten schlafen. Sie werden hauptsächlich mit Frischfutter + Heu ernährt.

Akuter Fall:
Freitag, 1. Februar: Vormittags war noch alles normal und mein Ältester war noch sehr neugierig, als ich die Küche aufgeräumt und die Toiletten sauber gemacht habe. Als ich nachmittags mit frischem Essen kam, hat er sich auf einmal nicht mehr dafür interessiert und sich versteckt und ungewöhnlich hingelegt (so eine Art Hohlkreuz gemacht und den Bauch auf den Boden gedrückt - als hätte er Bauchschmerzen). Ich bin dann direkt zur TÄ mit ihm. Sie konnte klinisch nichts feststellen (Ohren in Ordnung, Zähne top und auch sonst alles unauffällig), außer dass beim Ausdrücken der Blase sehr viel Blasengrieß heraus kam. Sie hat die Blase dann soweit möglich entleert und zum Schluss kam fast ein richtiger "Schlamm" heraus. Zudem hatte er etwas weißen, eitrigen Nasenausfluss. Sie vermutete, dass der Blasengrieß die Ursache für sein Verhalten war und hat uns mit Metacam + Critical Care entlassen. Vor Ort hat er noch ca. 300ml Infusion bekommen.

Samstag, 2. Februar: Sein Zustand hat sich verschlechtert (desinteressiert, versteckt, nicht selbstständig gefressen) und ich bin lieber zum Notdienst mit ihm gefahren. Dort wurde ein Röntgenbild gemacht und es war noch deutlich Blasengrieß zu sehen. Dann wurde seine Blase per Katheter gespült, bis kein Grieß mehr herauskam und er hat eine Infusion bekommen. Wir wurden mit Metamizol (3x tgl. 4 Tropfen), Baytril (Antibiotikum) entlassen.

Montag, 4. Februar: Sein Zustand hat sich verbessert und er hat wieder angefangen (minimal) eigenständig zu fressen. Zur Kontrolle sind wir wieder zum TA. Er hat noch mal eine Infusion + B12 sowie Veyxol B-Phos bekommen. Wir wurden mit Critical Care, Baytril und Bene-Bac entlassen.

Im Verlauf der Woche hat sich sein Zustand langsam aber weiter gebessert. Er war wieder deutlich aktiver und hat immer mehr selber gefressen. Die Zwangsernährung mit Critical Care habe ich dann immer weiter heruntergefahren und ab Samstag gar nicht mehr zugefüttert. Das Antibiotikum sowie Metamizol hat er noch bis Sonntag bekommen. Da ich am Wochenende viel unterwegs war, habe ich leider nicht gesehen, wie viel er gefressen hat - im Nachhinein ist mein Eindruck, dass er doch nicht genug zu sich genommen hat.

Montag, 11. Februar: Er hat sich wieder mehr zurückgezogen und ich habe ihn nicht mehr fressen sehen. Als er dann abends in die Küche gehoppelt ist, ist mir aufgefallen, dass er plötzlich Gleichgewichtsprobleme hat. Geradeaus höppeln ging, aber sobald er den Kopf etwas mehr gedreht/geschüttelt hat oder irgendwo rauf gehüpft ist, hat er geschwankt oder ist sogar leicht auf die Seite gekippt. Zudem hatte er eine leicht schräge Kopfhaltung. Ich bin dann in der Nacht noch in die Not-Klinik gefahren. Dort konnte klinisch nichts Auffälliges festgestellt werden. Er hat eine Injektion und Infusion bekommen. Wenn es am nächsten Tag nicht besser würde, solle ich direkt zu meinem behandelnden TA.

Dienstag, 12. Februar: Er hat sich nur noch versteckt und nicht mehr gefressen. Die Gleichgewichtsprobleme waren unverändert. Er sitzt/liegt den ganzen Tag an seinem Schlafplatz und bewegt sich nicht mehr weg. Wir sind daraufhin wieder zur TÄ. Sie konnte nichts feststellen und sagte, er sei schon sehr alt. Sie hat ihm Marbocyl (Antibiotikum) gespritzt und eine Infusion gegeben. Wir sollten am nächsten Tag wieder kommen.

Mittwoch, 13. Februar: Sein Zustand war unverändert (verstecken, nicht selbstständig fressen). Er kann sich noch gut bewegen, hat aber dennoch deutlich sichtbare Gleichgewichtsstörungen in gewissen Situationen. Er versteckt sich den ganzen Tag an seinem Schlafplatz und bewegt sich nicht mehr raus oder in die Küche (zum Fressen). Lediglich nach den Critical Care Fütterungen setze ich ihn in den Flur und er rennt ab und zu kurz in die Küche zum Trinken. Danach gleich wieder ins Schlafzimmer. Ich bin ohne ihn zur TÄ und habe ihr ein Video gezeigt, wie er hoppelt. Sie war sehr erfreut, da sie seinen Zustand (durch den Eindruck, den sie vom Vortag auf dem Untersuchungstisch hatte) deutlich verbessert empfand. Sie wollte die Medikamente soweit wie möglich reduzieren. Schmerzmittel nur noch bei Bedarf. Wir wurden mit Marbocyl (für 7 Tage) entlassen.

Donnerstag, 14. Februar: Sein Zustand weiterhin unverändert. Ich hatte den Eindruck, dass er in der Nacht Schmerzen hatte (er hat überwiegend gesessen) und habe ihm am morgen Metacam gegeben. Ich bin noch mal in die behandelnde Klinik gefahren und habe mir von einer anderen Ärztin eine Zweitmeinung eingeholt. Sie wollte, dass ich ihn mitbringe und hat dann am Nachmittag seine Blutwerte untersucht (nur die Organe, für mehr hat das Blut nicht gereicht). Einzig wirklich auffällig war ein erhöhter Zucker-Wert. Das kann wohl am Stress beim Blutabnehmen oder durch Diabetes kommen. Ich soll bei nächster Möglichkeit den Urin per Teststreifen auf Glukose testen. Ihre Therapie: wie gehabt (Marbocyl, Bene-Bac, Metamizol nach Bedarf) und zusätzlich Panacur. Nach wie vor leider keine Diagnose. Das Restblut wird noch auf E.C. untersucht (Ergebnis steht noch aus). Die TÄ sagte, sie würde gerne nächste Woche ein Ultraschall der Blase machen, um zu schauen, ob da etwas zu sehen ist.

Freitag, 15. Februar:
Sein Zustand ist weiterhin unverändert und ich wende mich an euch...

Hier noch mal eine kurze Zusammenfassung seiner aktuellen Symptome:
  • Er versteckt sich unter dem Bett an seinem Schlafplatz und bewegt sich kaum.
  • Sein Gleichgewicht ist nach wie vor gestört (vor allem auffällig beim Kopfschütteln, Männchen machen).
  • Er ist nicht mehr stubenrein (pinkelt häufig, wenn ich ihn hoch hebe; oft gefühlt auch unkontrolliert z.B. bei der Autofahrt).
  • Er ist noch sehr auf Sauberkeit bedacht und putzt sich.
  • Er frisst sehr wenig eigenständig. Ab und zu, wenn man ihm etwas vorhält und nur sehr kleine Mengen.
  • Er liegt sehr viel (teilweise auch "entspannt" mit abgestreckten Hinterbeinen)
  • Er reagiert auf einen, wenn man näher kommt.
  • Einmal habe ich beobachtet, wie sein linkes Auge horizontal "gewandert" ist. Es war immer wieder das "Weiße" vom Auge zu sehen.

Ich mache mir die rund um die Uhr Gedanken, ob er wieder gesund werden kann oder zumindest ein lebenswertes Hasenleben weiterführen kann. Seit Montagabend hat er nun die Gleichgewichtsprobleme und versteckt sich nur noch. Seine beiden kleinen Mädels sind die ganze Zeit bei ihm und kümmern sich super um ihn (putzen, kuscheln etc.). Aber er bewegt sich nicht mehr von der Stelle. Ich habe ihm nun Futter und Trinken unter das Bett gestellt in der Hoffnung, dass er dabei geht. Ganz selten erwische ich ihn, wie er etwas daran knabbert.

Die aktuelle Behandlung:
  • 4-5x tgl. Critical Care
  • 1x tgl. Panacur
  • 1x tgl. Marbocyl
  • 1x tgl. Bene-Bac
  • Metamizol (nach Bedarf)

Ich stelle mir nun vor allem folgende Fragen:
  1. Hängen das Gleichgewichtsproblem und das nicht-fressen sowie die Inkontinenz zusammen oder sind es ggfs. unterschiedliche Ursachen?
  2. Sollte man noch weitere Diagnostiken durchführen (z.B. das Ultraschall)?
  3. Kann Traumeel o.Ä. noch helfen?
  4. Wie lange soll ich ihm diesen Zustand noch "zumuten" und ab wann ist es sinnvoller, ihn davon erlösen zu lassen?

Es tut mir sehr weh, ihn so zu sehen und ich möchte nur das beste für ihn - vor allem soll er nicht leiden. Aber ich möchte auch nicht zu früh aufgeben..




Geändert von tim-pp (15.02.2019 um 11:33 Uhr).
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Benutzerbild von Kaninchenherz28
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 967
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.02.2019, 15:07

Zitat:
Ich stelle mir nun vor allem folgende Fragen:
  1. Hängen das Gleichgewichtsproblem und das nicht-fressen sowie die Inkontinenz zusammen oder sind es ggfs. unterschiedliche Ursachen?
  2. Sollte man noch weitere Diagnostiken durchführen (z.B. das Ultraschall)?
  3. Kann Traumeel o.Ä. noch helfen?
  4. Wie lange soll ich ihm diesen Zustand noch "zumuten" und ab wann ist es sinnvoller, ihn davon erlösen zu lassen?
Puh, da hast du ja wirklich einen Tierarzt-Marathon hinter dir. Ich bin kein Tierarzt und andere User hier haben teilweise bestimmt mehr Erfahrung als ich, aber für mich klingt das Krankheitsbild am ehesten nach EC. Das geht ja sowohl auf das Gleichgewicht (Hirn) als auch auf die Nieren, woher der Blasengries und die Inkontinenz kommen könnten. Dass dein Kaninchen nichts frisst, deutet auf eine Krankheit hin, ist aber für gewöhnlich kein spezifisches Symptom. Damit zeigt er einfach, dass es ihm nicht gut geht.

Mit Panacur behandelt ihr ja schon, es wäre vielleicht sinnvoll (und schaden kann es nicht), ihm Vitamin B-Komplex zu geben. Das bekommst du beim Tierarzt oder in der Apotheke.

Falls es EC ist, stehen die Chancen gut, dass er es übersteht. Auf jeden Fall würde ich nicht aufgeben, solange das Kaninchen am Leben in der Gruppe teilnimmt und Lebenswillen hat, auch wenn er nur ein bisschen frisst.

Ich wünsche euch alles Gute!



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Liebe Grüße von den Sophie mit Felix, Kiki und Stella!



Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 19.536
marinahexe hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Geschrieben am 15.02.2019, 18:47

Du hast geschrieben, dass am 02.02. die Blase mit einem Katheter gespült wurde. Anschließend wurde sicher noch ein Röntgenbild gemacht. War die Blase da ganz frei von Grieß? Oder war da evtl. noch ein weißer Punkt (möglicherweise ein Stein, evtl. auch im Harnleiter)?


Auf den EC-Titer im Blut kann man sich nicht verlassen. Der sagt lediglich aus, dass das Kaninchen schon mal Kontakt mit EC hatte, evtl. durch die Muttermilch.



Ich würde aber die Ohren nochmal gründlich checken lassen. Evtl. ein Röntgenbild oder CT vom Kopf. Mit einem Othoskop kann man nicht weit genug reinschauen. Im Ohr sitzt der Gleichgewichtssinn.


Lass Dir die Röntgenbilder per email schicken oder auf CD brennen. So hast Du was, wenn Du zu einem anderen TA gehst.


Solltest Du noch einen kaninchenerfahrenen TA (kleine Heimtiere) suchen, kann ich Dir diese beiden empfehlen:

Tierärztliche Klinik für Kleintiere
Dr. Achim Meyer-Breckwoldt
Dr. Andreas Engelke
Himmelmoorchaussee 42
25451 Quickborn
Tel.: 04106 / 2264
www.tierklinik-quickborn.de
Heimtiere, Zahnheilkunde, Notdienst, Ausbildungspraxis

Dr. med. vet. Nadine Schröder
Hellhörn 18
25479 Ellerau
Tel.: 0 41 06/76 57 12
www.tierarzt-in-ellerau.de
Hausbesuche




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 06.12.2017
Beiträge: 192
sabunny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.02.2019, 19:00

Hallo Tim-pp,

wir sind aktuell in der gleichen Situation:

https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/45547-fragen-zu-ec.html

Ich kann dich gut verstehen, das ist wirklich schlimm anzusehen. Aber bei uns schlägt die Therapie gut an. Am Dienstag war er noch ein in der Ecke kauerndes Häuflein Elend, heute frisst er wieder ganz gut und hoppelt auch wieder durch den Garten. Die 4. Frage haben wir uns natürlich auch gestellt. Für mich war aufgrund der guten Aussichten auf Genesung klar, dass wir erst aufgeben würden, wenn es nach Abschluss der Therapie (und die dauert ja vier Wochen) immer noch keine Aussicht auf Besserung gäbe.

Bei uns ist letztendlich auch nicht 100%ig sicher, dass es EC ist, denn der Kopf wurde (noch) nicht geröntgt. Er bekommt aber ein Antibiotikum, das auch gegen eine Ohrenentzündung helfen würde, denn auch die kann zu schiefer Kopfhaltung führen.

Alles Gute euch!


LG
sabunny



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Ninchen
 
Registriert seit: 15.02.2019
Beiträge: 8
tim-pp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.02.2019, 20:07

Vielen Dank schon mal für eure Antworten! Es ist das erste Mal, dass ich in einem Forum nach Hilfe suche und freue mich über eure Beteiligung.

Durch einen Tipp bin ich heute noch mal zu einer weiteren Tierärztin (mittlerweile der 7. Arzt/Ärztin) gefahren. Habe schon überlegt, ob es überhaupt Sinn macht und man es dem Kleinen antun sollte. Im Nachhinein hat es sich als sehr gut erwiesen: Ich habe ihr die Krankheitsgeschichte erzählt und sie hat noch mal alles gründlich untersucht. Im rechten Ohr hat sie dann gelben/weißen Eiter entdeckt - bisher hat das keiner der vorherigen Ärzte gesehen... Daher liegt eine Mittelohrentzündung nahe, welche die Symptome (insb. die Gleichgewichtsprobleme) zum Teil erklären kann. Sie hat auch noch ein Röntgenbild gemacht, da ich seit längerer Zeit keinen Kot mehr von ihm finden konnte. Sein Magen war voll (mit minimaler Aufgasung) und es waren deutliche Köttel zu sehen. Zudem war eine leichte Arthrose an der Wirbelsäule zu sehen. Ansonsten sagte sie, es sei alles in Ordnung.

Er hat dein ein paar Injektionen bekommen (u.a. Metacam, Vitamin B, Verdauungsanreger). Es wurde noch eine Probe des Eiters zur Bestimmung ins Labor geschickt, sodass das richtige AB gewählt werden kann. Sie hat folgenden Behandlungsplan aufgestellt.
  • 1x tgl. Marbocyl
  • 1x tgl. Bene-Bac
  • 1x tgl. Traumeel (gegen die Arthrose)
  • 1x tgl. Panacur
  • 2x tgl. Surolan als lokales AB ins Ohr
  • Critical Care (nach Bedarf)
  • Metacam (nach Bedarf)

Eben gerade ist er das erste Mal wieder freiwillig aus seinem Versteck gekommen und hat mich ganz kurz im Wohnzimmer (seinem Spielplatz) besucht.

Ich bin voller Hoffnung, dass wir damit die Ursache des Übels gefunden haben und die Therapie anschlägt.

Zu euren Anmerkungen/Fragen:
Zitat:
Du hast geschrieben, dass am 02.02. die Blase mit einem Katheter gespült wurde. Anschließend wurde sicher noch ein Röntgenbild gemacht. War die Blase da ganz frei von Grieß? Oder war da evtl. noch ein weißer Punkt (möglicherweise ein Stein, evtl. auch im Harnleiter)?
Direkt danach wurde kein Röntgenbild mehr gemacht. Es wurde so lange gespült, bis kein Gries mehr kam. Auf dem heutigen Röntgenbild war kein Grieß und auch kein Stein zu sehen.

Zitat:
Ich würde aber die Ohren nochmal gründlich checken lassen.
Das war ein goldener Tip! Zum Glück hat die heutige TÄ das von sich aus bereits gemacht. Ich habe selber reingeschaut und es war deutlich Eiter zu erkennen.

Zitat:
Lass Dir die Röntgenbilder per email schicken oder auf CD brennen. So hast Du was, wenn Du zu einem anderen TA gehst.
Auch ein guter Punkt: Mittlerweile war ich in 2 Kliniken und 2 Praxen. Da muss ich mal eine komplette Krankenakte anlegen.

Und vielen Dank für die TA Empfehlungen.

Auch Kaninchenherz28 und sabunny vielen Dank für eure Beiträge!



marinahexe and maximus like this.

Geändert von tim-pp (15.02.2019 um 20:14 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 19.536
marinahexe hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Geschrieben am 15.02.2019, 20:54

Die neue TÄ hört sich sehr gut an. Hast Du da mal einen Link für mich (für meine TA-Liste)?


Und berichtest Du bitte weiter über die Fortschritte?



maximus likes this.

Ninchen
 
Registriert seit: 15.02.2019
Beiträge: 8
tim-pp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.02.2019, 21:42

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Die neue TÄ hört sich sehr gut an. Hast Du da mal einen Link für mich (für meine TA-Liste)?
Na klar, gerne doch. Es handelt sich um

Dr.med.vet. Stefanie Westphalen
Beethovenstr. 62
22083 Hamburg

Tel.: 040 / 297122
Fax: 040 / 297883
e-Mail: info@tierarzt-beethovenstraße.de

Internet:
www.tierarzt-beethovenstrasse.de
www.tierarzt-beethovenstraße.de

Sie hat einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht (und ich habe mit meinen Bunnies über 12 Tierärzte in Hamburg kennengelernt). Sie wirkte sehr kompetent bezüglich Kaninchen. Zudem hat sie sich auch wirklich die Zeit genommen, die Krankheitsgeschichte zu erfahren und auch bei den Bewegungsvideos, die ich ihr von dem Kleinen gezeigt habe, interessiert zugeschaut. Alles in allem fühlten wir uns sehr gut aufgehoben.

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Und berichtest Du bitte weiter über die Fortschritte?
Auf jeden Fall! Eben ist er sogar mal wieder freiwillig in die Küche gehoppelt und hat etwas getrunken. Zudem habe ich das erste Mal seit langem in eine der Toiletten hüpfen und kontrolliert pinkeln sehen. Nach den vielen schlaflosen Nächten haben wir endlich wieder Hoffnung!



Luke and sabunny like this.

Ninchen
 
Registriert seit: 15.02.2019
Beiträge: 8
tim-pp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.02.2019, 21:30

ein kurzes Update von heute:

Er ist heute schon etwas aufgeweckter und sein Gleichgewicht hat er (gefühlt) auch schon wieder etwas besser im Griff - d.h. er hoppelt schon wieder relativ stabil durch die Gegend. Lediglich beim Kopfschütteln schwankt er etwas. Ebenso wenn er seinen Kopf schräg hält und mit den Vorderpfoten seine Ohren putzen möchte. Er ist heute mehrfach in die Küche gelaufen und hat die Toiletten benutzt und mit dem Kinn sein Revier markiert. Er trinkt relativ viel und frisst auch ein ganz bisschen selbstständig. Auch in sein Spielzimmer hat er zwei Mal reingeschaut... aber erstmal nur kurz geguckt. Die meiste Zeit versteckt er sich allerdings noch unter dem Bett. Ich habe den Eindruck, dass sein Gesamtbild schon verbessert ist - auch wenn es kleine Schritte sind. Das macht mir Hoffnung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dennoch bin ich aufgrund der langen Vorgeschichte sehr vorsichtig.

Eben hat er von mir sein Abendessen und Medikamente bekommen und liegt jetzt wieder bei seinen Mädels.



marinahexe, Luke, flyrider and 3 others like this.

Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 8.483
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.02.2019, 07:44

Es freut mich ,dass er auf dem Weg der Besserung ist !
Weiter so !!



__________________

Viele Grüße von mir



Ninchen
 
Registriert seit: 15.02.2019
Beiträge: 8
tim-pp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.02.2019, 13:34

Ich habe nun von mehreren Seiten mit Verweis auf https://www.kaninchenwiese.de/pflege/gesundheitsmythen/ gehört, dass man Kaninchen keinesfalls Kortison (enthalten in Surolan) geben soll und werde die Behandlung damit heute unterbrechen.

Habt ihr Erfahrungen damit?




Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 8.483
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.02.2019, 19:35

Also ich habe es schonmal gegeben . Mein Tier hat es gut vertragen . Behandelt haben wir damit blutigen Ausschlag tief im Ohr drin . Ich war begeistert von dem Mittel . Es hatte gut geholfen .



__________________

Viele Grüße von mir



Benutzerbild von Betsy69
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 26.11.2016
Beiträge: 912
Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.02.2019, 19:38

Ich würde die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit der Tierärztin absetzen.
Surolan enthält Cortison und ja, Cortison sollte nur in wirklich begründeten Fällen angewendet werden aufgrund der Nebenwirkungen.

Aber: Surolan enthält auch ein Antibiotikum und du unterbrichst damit auch diese Behandlung und das sollte man vermeiden.

Schlimmstenfalls verschlechtert sich sein Zustand wieder.

Wie dir auch schon im KSF geraten wurde, würde ich die Behandlung bis morgen fortsetzen und dann die Tierärztin aufsuchen, um mit ihr darüber zu sprechen.

Vielleicht hat sie aus einem bestimmten Grund Surolan verordnet.
Falls nicht, kannst du sie, wie auch schon im KSF vorgeschlagen um z.B. Floxal-Tropfen bitten bzw. ein Rezept dafür (ist ein Humanpräparat) und damit die Behandlung weiter fortsetzen.



__________________
Liebe Grüße von Bettina und den eigenwilligen Gartengestaltern Bella, Kelly, Blacky (II), Panda und Einstein.

Unvergessen: Blacky (I), Kuddel, Paul, Hannes, Jack, Will, Thor und Lana



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 17.02.2011
Beiträge: 32
Coralie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.02.2019, 10:42

Ich habe meinem Kaninchen wegen eines Thymons 1 1/2 Jahre lang Cortison in Tablettenform gegeben. Es wurde gut vertragen.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 18.115
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.02.2019, 12:56

Bitte die Behandlung nicht unterbrechen!

Gemeint mit der Warnung ist Kortison als Injektion oder als Tabletten - die sogenannte systemische Kortisongabe. Die ist tatsächlich mit Vorsicht zu genießen, weil Kortison das Immunsystem schwächen kann.

Surolan dagegen ist ja zum auftragen auf die Haut und damit eine sogenannte lokale Anwendung. Die ist nicht zu vergleichen mit der systemischen Anwendung, es gehen nur minimale Mengen in den Körper über und deshalb bleibt das Immunsystem unbeeinträchtigt.

Einzig bei Langzeitanwendung (mehrere Wochen) müsste man vorsichtig sein, da die Haut unter Kortisonanwendung dünner werden kann - aber auch das muss nicht passieren.

Bitte also unbedingt die Anwendung fortsetzen, um den bereits erzielten Behandlungserfolg nicht zu gefährden!




Ninchen
 
Registriert seit: 15.02.2019
Beiträge: 8
tim-pp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.02.2019, 13:50

Vielen Dank für eure Antworten. Leider habe ich keine Benachrichtigung erhalten, sonst hätte ich mich schon früher zurückgemeldet.

Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Gemeint mit der Warnung ist Kortison als Injektion oder als Tabletten - die sogenannte systemische Kortisongabe. Die ist tatsächlich mit Vorsicht zu genießen, weil Kortison das Immunsystem schwächen kann.

Surolan dagegen ist ja zum auftragen auf die Haut und damit eine sogenannte lokale Anwendung. Die ist nicht zu vergleichen mit der systemischen Anwendung, es gehen nur minimale Mengen in den Körper über und deshalb bleibt das Immunsystem unbeeinträchtigt.
Und vielen Dank Lupine, das ist mal eine begründete Antwort, welche sich mit der Aussage meiner TÄ deckt.

Ich habe die Behandlung auch nicht unterbrochen, lediglich nach Absprache mit der TÄ auf 1x tgl. Surolan reduziert.

Heute ist das Ergebnis des Antibiogramms gekommen:



Die sensiblen Wirkstoffe auf der linken Seite fallen weg, da sie scheinbar nur injiziert oder oral gegeben werden können. Hier muss ein lokales AB angewendet werden. Und die übrigen zur Verfügung stehenden Medikamente würden wohl alle Kortison enthalten. Wegen meiner Bedenken haben wir uns für Aurizon (Wirkstoff Marbofloxacin) entschieden, da das den geringsten Kortison-Anteil haben soll.

Daher wurde die Behandlung ab heute wie folgt angepasst:
  • 1x tgl. Aurizon
  • 1x tgl. Traumeel
  • 1x tgl. Panacur
  • Metacam nach Bedarf (0,4ml der Katzen-Suspension)

Gestern wurden seine Ohren noch mal von der TÄ gereinigt und auch morgen steht noch mal eine Reinigung bei der TÄ auf dem Programm.

Er hat nun bereits 7 Tage Baytril und 7 Tage Marbocyl (jeweils oral) bekommen. Die Ergebnisse des E.C.-Titers stehen noch aus, daher wird weiterhin Panacur angewendet.



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