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Kokzidien - Ahnungslos und Verzweifelt auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 17.08.2017
Beiträge: 22
Mümmelstogether befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2019, 13:48

Kokzidien - Ahnungslos und Verzweifelt


[13:37, 6.1.2019] Jani: Hallo ihr Lieben 🙃
Ich habe mich gerade erst hier angemeldet und versteh vieles noch nicht so ganz, also bitte seid nachsichtig mit mir 😅
Ich schreibe jetzt hier, weil ich so ziemlich mit den Nerven am Ende bin und nicht mehr weiter weiß. Genau vor einem Jahr ist mein drittes Kaninchen gestorben, vermutlich an einer Kokzidiose, aber wir wissen es nicht so genau. Nach diesem Vorfall habe ich den Kot von meinen zwei anderen Nins eingeschickt um Krankheiten auszuschließen. Tja bei der Auswertung der Kotprobe bekamen wir das Ergebnis Kokzidien. Das Problem: wir haben einen 12 qm Stall, mit Erde als Untergrund, tausend gebuddelten Gängen, in denen sich meine Ninis ausgetobt haben. Wir haben mit Baycox behandelt und ich habe in der Zeit vier mal den kompletten Stall mit einer Dampfente gereinigt. Danach die Kotprobe - negativ. Ein halbes Jahr später haben meine beiden ständig Probleme gehabt. Ich war jedes Wochenende bei einem anderen Notdienst, weil immer einer von beiden den halben Tag nichts mehr gefressen hat. Das eine Mal war es eine Magenüberladung, dann Blähungen und auch eine Austrocknung war dabei. Daraufhin habe ich wieder eine Kotprobe gemacht, Kokzidien wieder da. Dann meine Kaninchen ausquartiert, zwei Wochen jeden Tag alles 2 Stunden lang mit kochendem Wasser übergossen und im Hasenstall die Erde ausgetauscht und dreiviertels mit Steinplatten zugemacht. Dann Kotprobe wieder negativ. Paar Wochen später sicherheitshalber noch eine Kotprobe gemacht, wieder positiv. Dann den Hasenstall komplett mit Steinplatten dicht gemacht und nur eine Wanne reingestellt. Zwei Wochen jeden Tag die Steinplatten mit einem Bunsenbrenner abgeflammt und die Voliere und die Wanne mit kochendem Wasser übergossen und natürlich Baycox gegeben. Akribisch darauf geachtet keine infizierten Gegenstände wieder in den Hasenstall zu bringen. Habe im Stall sogar bis heute andere Schuhe, damit ich das Zeug vom draußen nicht rein trage. Dann Kotprobe gemacht, Kokzidien negativ, Würmer positiv. Eine Wurmkur gemacht mit Panacur. Nach dem letzten Tag der Gabe hat es angefangen, dass sich meine Nins ständig gejagt haben und sehr wenig gefressen haben. Die Köttel sind klein, dunkel und hart. Ich bin zum Tierarzt, habe eine Kotprobe gemacht, Kokzidien positiv. Dann 7 Tage mit Kokzidiol behandelt und mit RodiCare Akut und Sab nachgeholfen. Problematik wird aber nicht besser. Sie fressen seit einem Monat nur sehr spärlich. War tausendmal beim Tierarzt, aber irgendwie komme ich nicht weiter. Röntgenbild zeigt keine Verstopfung nur ein bisschen Blähungen. Und Haarballen haben sie ein bisschen. Ich bin mittlerweile so mit den Nerven am Ende. Was kann ich gegen die Kokzidien noch tun? Habe bisher nur von Leuten im Internet gelesen, die sie mir nichts dir nichts weg bekommen haben. Was mach ich falsch? Und was kann ich tun, dass die beiden wieder normal essen? Ich bin über jede Antwort sehr dankbar!



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Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 485
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2019, 14:35

Zitat:
Zitat von Mümmelstogether Beitrag anzeigen
Was mach ich falsch? Und was kann ich tun, dass die beiden wieder normal essen? Ich bin über jede Antwort sehr dankbar!

Auch, wenn ich fast davon ausgehe, dass Du das alles schon kennst und weißt - das hab ich auf die Schnelle gefunden:




- Stress kann dazu führen, dass sich die Kokzidien stark vermehren, z.B. durch Vergesellschaftungen, unharmonische Gruppen, Umzüge, häufiges hoch nehmen der Kaninchen, grober Umgang mit den Tieren, Einzelhaltung, wenig Platz (Stall-/Käfig-Haltung). Zuvor symptomlose Tiere erkranken plötzlich.

- Die Fütterung kann ein Ungleichgewicht im Darm verursachen, z.B. wenn die Kaninchen nicht hauptsächlich mit Grünfutter ernährt werden, Trockenfutter (Pellets, Mischfutter, viel Getreide/Saaten), Leckerlis, zu viel Knollengemüse/Obst oder anderes ungeeignetes Futter bekommen
Eine zu einseitige Fütterung fördert Kokzidien, besonders wenn übervorsichtig gefüttert wird (Kaninchen brauchen viele als giftig angegebenen Wildpflanzen um gesund zu bleiben, oft wird die Giftigkeit von Hunden, Katzen, Pferden oder dem Menschen auf Kaninchen übertragen und ist bei Kaninchen nicht der Fall)

- Wenn der Boden (im Außengehege) stark verseucht ist (Erdboden, schlechte Hygiene), kann das Immunsystem oft nicht mehr entgegen halten und das Gleichgewicht kippt. Auf gut bewachsenen Flächen (Wiese) ist das Problem meist nicht so groß, da bewachsene Erde die Kokzidien wohl besser verwertet und so einen Massenbefall verhindert. Schlammige und erdige Bereiche sollten verhindert werden. Ideal sind Weide-Wechsel.

- Das Megacolon-Syndrom begünstigt Kokzidien
Hygienemangel und seltenes Ausmisten kann Kokzidien fördern
Bieten Sie das Futter nicht am Boden an, damit es nicht mit dem Kot in Kontakt kommt, reinigen Sie Wasser- und Futtergefäße täglich
Eine angegriffene Darmflora, z.B. durch Medikamente, Narkosen, eine zu frühe Trennung von der Mutter, Erbkrankheiten, Stress, sie ist ein idealer Nährboden für Kokzidien

- Andere Erkrankungen schwächen das Kaninchen oftmals so, dass die Kokzidien sich ausbreiten können
Bei Jungtieren kommen sie oftmals sogar grundlos im Wachstum zum Ausbruch.

- Ein feuchtes (und auch feucht-warmes) oder schlechtes Stallklima, sowie feuchte Einstreu und Regenwetter begünstigen Kokzidiose. Finden die Kaninchen genug überdachte und trockene Flächen vor oder sind sie der Witterung ausgesetzt?

- Viel Bewegung sichert eine gesunde Verdauung und beugt Kokzidien vor.



Quelle:
https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/verdauung-magen-darm/kokzidien-beim-kaninchen/


Irgendwo las ich noch, dass das Futter bei Kokzidienbefall besser nicht am Boden angeboten werden sollte. Vielleicht kannst Du die Näpfe und Frischfutterplätze ein bisschen "erhöhen"?


Grüße,
Aen




Geändert von Aen (06.01.2019 um 14:45 Uhr).

Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 17.07.2018
Beiträge: 956
angelsfire befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2019, 16:04

Hi



Kokzidien sind latent eigentlich immer vorhanden. War es denn ein starker Befall?



Ansonsten kann ich dem Beitrag von Aen zustimmen. Stress usw. begünstigt den Ausbruch.



Was bekommen die Tiere denn zu fressen?



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LG Britta



Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 19.646
marinahexe hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Geschrieben am 06.01.2019, 16:27

In welchem Intervall hast Du Baycox gegeben?




Ninchen
 
Registriert seit: 17.08.2017
Beiträge: 22
Mümmelstogether befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2019, 14:20

Ich habe Baycox in dem Intervall 3-3-3 gegeben, also drei tage gegeben, drei Tage gewartet und dann wieder drei Tage gegeben. Stress ist momentan nur schwer zu vermeiden, weil sie andauernd Medikamente bekommen. Momenten bekommen sie Dimeticon weil ich Freitag wieder beim Tierarzt war, weil mein Weibchen wieder komplett des Fressen eingestellt hat. Über die Stärke des Befalls wurde mir bei meinem jetzigen Tierarzt nie etwas gesagt, bei dem letzten Mal Kotprobe haben sie mir gesagt es war ein mittelgradiger Befall. Zu fressen haben sie eigentlich immer Grünzeug bekommen, also Karotten, Karottengrün, Gurke, Salat, Radieschen und im Sommer Schafsgarbe und Löwenzahn. Zwischendrin bekommen sie immer mal wieder Zweige von Ahorn, Pflaumen, Haselnuss und Apfelbaum. Vor paar Wochen haben sie noch Apfel bekommen, aber das sollte ich wegen dem Zucker weglassen. Aber mittlerweile bin ich so verzweifelt, dass ich ihnen alles hin halt, Hauptsache sie fressen irgendetwas. Ich geb noch zusätzlich so Futter mit Antikokzidienzusatz. Und fütter ab und an mit Critical Care zu.
Das mit dem Futter nicht am Boden habe ich auch schon gelesen, aber meine Heuraufen waren bisher entweder so weitmaschig, dass am Ende das Heu doch am Boden lag oder so engmaschig, dass sie nichts rausbekommen haben. Mittlerweile essen sie so wenig Heu, dass ichs doch wieder überall auf den Boden leg, weil da die Wahrscheinlichkeit doch noch höher ist, dass sies doch fressen. Mein Stall ist draußen, da ist es wenn es viel regnet doch schon manchmal feucht, habe aber auf das Dach schon zwei Planen gelegt aber es tropft immer noch Stellenweise durch.
Habe es auch schon mit Knoblauch, Kokosöl und Mucosa Compositum nebenbei versucht. Hat alles nicht geholfen, ich bin echt so verzweifelt. Sie haben gestern schon wieder nur 10 Köttel oder so abgesetzt. Ich bin gefühlt alle zwei Tage beim Tierarzt aber irgendwie wird so richtig nichts gemacht. Ich sammel ab heute wieder Kot für eine weitere Kotprobe, um auszuschließen dass noch was anderes ist. Aber bei meinem Tierarzt dauert das wieder ne Woche bis das Ergebnis da ist. Und der Zustand momentan ist definitiv nicht noch eine Woche tragbar. Telefonier auch morgen noch einmal mit meinem Tierarzt, aber ich habe irgendwie das Gefühl der kann mir nicht weiterhelfen.
Vielen Dank für die Antworten! Ich bin echt über jeden Input dankbar!




Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 485
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2019, 14:28

Zitat:
Zitat von Mümmelstogether Beitrag anzeigen
Ich bin echt über jeden Input dankbar!
Dann trau ich mich mal.

Wenn ich das richtig sehe, hast Du im Moment zwei Kaninchen, oder? Hm, was hältst Du davon, wenn Du - um den Knoten einfach einmal wirklich nachhaltig zu durchschlagen - die beiden für eine gewisse Zeit in Innenhaltung nimmst. Das stelle ich mir für zwei Kaninchen in nahezu jeder Wohnsituation machbar vor. Gehegeelemente findest Du in jedem Baumarkt. Falls Du konkrete und anschauliche Ideen brauchst, bedien' Dich hier im Forum, da gibt die tollsten Threads zu Innenhaltungsgehegen. Und dann, nach der zwischenzeitlichen Umsiedlung, könntest Du Dich mit allem, was die Chemiefabrik an (ökologisch vertretbaren) Mitteln hergibt, an den doofen Kokzidien austoben. Ich kann mir gut vorstellen, dass man doch ein bisschen "gründlicher" ans Werk geht und etwa den Boden und alle Gegenstände im Gehege behandelt, wenn man keine Rücksicht auf Kaninchen nehmen muss, die in dieser Umgebung leben und fressen.

Du könntest in dieser Phase der Innenhaltung außerdem schauen, dass sich in Sachen Ernährung und Verdauung endlich mal alles nachhaltig(er) entspannt, so dass es mal eine längere Zeit ohne Magengedöns und entsprechender Medikamentierung (was die Darmflora ja auch immer wieder piesackt) gibt. Und dann würde ich die beiden im März, April wieder in die Außenhaltung umsiedeln.

Nur so ne Idee. :-)

Grüße,
Aen


p.s. Das hier ist eine echte Ideenschatzkiste:

https://www.kaninchenforum.de/kaninchenstall-kaninchengehege/20018-innengehege-foto-sammlung-macht-alle-mit.html



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Geändert von Aen (07.01.2019 um 14:44 Uhr).

Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 754
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2019, 16:24

Wie schon geschrieben wurde, sind Kokzidien latent vorhanden beim Kaninchen. Vereinzelter Nachweis OHNE jegliche Durchfall-Symptome oder Matschkot müsste daher theoretisch nicht behandelt werden. Ist aber ein mässiger Befall vorhanden, dann auf alle Fälle behandeln.

Umgebungsdesinfektion wie bei Kokzidien macht daher auch nur mässigen Sinn, ist aber sicher nicht verkehrt. Ganz komplett eliminieren wird man die aber eher nicht können. Wichtig ist aber natürlich, den Kot immer sofort zu entfernen. Nach Behandlung liegt der latente Befall nach Kokzidien normalerweise unter der Nachweisgrenze. Vereinzelten Befall ohne Symtpome habe ich auch schon nicht behandelt und ggf. die Nahrung etwas umgestellt, danach waren die Kotproben wieder negativ.

Bei Würmer würde ich aber unbedingt eine Umgebungsdesinfektion machen und da auch zwingend behandeln.

Wichtig wäre die Stressursache auszumachen, die zur Vermehrung der Kokzidien führt. Das könnte nebst den bereits früher erwähnten Ursachen auch andere Krankheiten sein.

Futter mit Antikokzidienzusatz würde ich nicht geben. Ich weiss zwar nicht genau, was da drin ist. Aber ich habe schon von 'Züchtern' (?) gehört, die nach eigener Aussage das permanent geben. Was sicherlich auch alles andere als ideal ist und das Problem (Fütterung, Haltung) bei denen sicherlich nicht löst. Ich befürchte auch, dass man so auch resistente Kokzidien heran züchten kann...

Baycox wirkt sich auch sehr heftig auf die Darmflora aus und war bei mir nie gut verträglich, als ich ganz früher im Intervall von 3-3-3 gegeben habe. Ich hatte das Gefühl, dass eine so lange Gabe mehr schadet als nützt. Meine TÄ verordnet das schon lange mit 1-Intervall (7 Tage???)-1 und auch danach war ich die Kokzidien immer los, aber es hat die Darmflora nicht derart angegriffen...

Ich gebe meine Kotproben immer direkt im entsprechenden Labor ab, dann habe ich am übernächsten Tag spätestens ein Resultat. So lange dauert die Untersuchung nun auch nicht, es ist ja bloss eine Mikroskopie...




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 19.646
marinahexe hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Geschrieben am 07.01.2019, 16:43

Die Kotprobe wird bei Deinem TA untersucht oder in ein externes Labor geschickt? Eine Möglichkeit wäre noch, eine große Kotprobe von einem externen Labor untersuchen zu lassen. Da wird z.B. auch auf Coli-Bakterien getestet.


Zitat:
Zu fressen haben sie eigentlich immer Grünzeug bekommen, also Karotten, Karottengrün, Gurke, Salat, Radieschen und im Sommer Schafsgarbe und Löwenzahn.

Hier könntest Du noch dran arbeiten. Ich würde erstmal alles Knollengemüse weglassen und wirklich nur Blättriges füttern. Gurke und Kopfsalat ganz streichen, haben keinen Nährwert und sind oft belastet. Gut sind Möhrengrün, Kohlrabiblätter, Wirsing, Endiviensalat, Radicchio, Feldsalat, Romanasalat. Da kannst Du Dich auf kaninchenwiese.de aber tiefer reinlesen.




Ninchen
 
Registriert seit: 17.08.2017
Beiträge: 22
Mümmelstogether befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.01.2019, 11:40

Vielen lieben Dank erstmal für die ganzen Antworten!
Die Kotprobe wird immer in ein externes Labor geschickt, da mein Tierarzt kein eigenes Labor hat. Wie kann ich das denn direkt an so ein Labor geben? So eine weitgefächerte Laboruntersuchung ist für die nächste Kotprobe auch angesetzt. Mein Tierarzt will auch mal auf Pilze untersuchen.
Vielen Dank für die Futtertipps, da bin ich momentan nämlich auch ziemlich überfragt Kann ich Möhrengrün auch irgendwo einfach so kaufen? Weil dann sind ja immer die Karotten noch dabei? Und sind Karotten dann auch gestrichen? Weil die fressen sie momentan noch am ehesten.
Die Würmer scheinen jetzt auch weg zu sein, obwohl ich da eigentlich nicht wirklich desinfiziert habe. Momentan wechsel ich jeden Tag die Pipiwanne und übergieß sie mit heißem Wasser. Und drei bis viermal am Tag räum ich die (spärlichen) Köttel weg. Das mache ich aber schon seit 2 Monaten so.
Bei dem Intervall der Baycox gabe Frage ich auf jedenfall mal meinen Tierarzt, weil bei der Verfassung in der sie gerade sind weiß ich echt nicht wie sie das Baycox überleben sollen, aber ich habe meinen TA noch nicht gefragt wie er vorgehen will, nach der Kotprobe.
Innenhaltung kommt leider bei mir wirklich nicht in Frage, weil ich eine 40 Quadratmeterwohnung habe, die komplett vollgestopft ist da ist die Frage, ob das dann überhaupt was bringt? Weil die WOhnung kann ich ja noch schwieriger Desinfizieren, oder? Und wenn die Ninis die Kokis dann von drinnen wieder nach draußen in den Stall schleppen, bin ich ja nicht weiter als zuvor. Oder soll ich sie bevor ich sie reinsetz nochmal behandeln? Müsste halt dann in Erwägung ziehen sie bei meinen Eltern unterzubringen...
Und wie bekomme ich es in der INnenhaltung hin, dass sich alles wieder entspannt und ich keine Medis mehr brauch? Das ist momentan nämlich mein oberstes Ziel. Ich habe keine Ahnung wie ichs hinbekomme, dass sie wieder normal fressen
Da werde ich mir auf jedenfall mal Gedanken machen! Vielen Dank für die Tipps und auch für die Links, werde mich gleich reinlesen, vor allem was die Ernährung angeht




Benutzerbild von Wurli
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 05.04.2018
Beiträge: 248
Wurli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.01.2019, 11:46

Ich werfe auch noch Enterocolitis in den Raum...
https://www.idt-tiergesundheit.de/tierhalter/kaninchen/krankheitsbilder/enterocolitis/

https://www.tierheilpraktiker.de/mein-tierheilpraktiker/alle-ausgaben/1-2016/530-megacolon-syndrom-fallbericht-kaninchen.html



__________________
"Hansberg Angora" 3.5.xx Angora schwarz + 0.1 Satin Angora



Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 485
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.01.2019, 12:02

Zitat:
Zitat von Mümmelstogether Beitrag anzeigen
Innenhaltung kommt leider bei mir wirklich nicht in Frage, weil ich eine 40 Quadratmeterwohnung habe, die komplett vollgestopft ist
War nur eine Idee. Wenn Du meinst, dass es räumlich nicht geht, dann geht's halt nicht. :-)


Zitat:
da ist die Frage, ob das dann überhaupt was bringt? Weil die WOhnung kann ich ja noch schwieriger Desinfizieren, oder?
Für mich käme es auf einen Versuch an. Weil Du eine Käfigwanne mit Gehegeplatz drumrum nach meiner Erfahrung ganz gut sauberhalten kannst. Du hättest für ein, zwei Monate eben bessere Hygienebedingungen als in einem Stall, in dem sich offenbar gerade die Kokzidien austoben, was durch die Feuchtigkeit, von der Du schreibst, noch begünstigt werden dürfte. Du müsstest halt ein mind. 4 qm großes Gehege "bauen" (wie gesagt, Anregungen findest Du hier im Forum in Fülle) und das dann für die nächste Zeit erst mal wirklich peinlich sauber halten. In der Zeit bekämen die beiden ihre Medikamente, die die restlichen Kokzidien, die sie mit sich rumschleppen, hoffentlich endlich nachhaltig platt machen. Sicher, Aufwand ist das schon, und ich kann Dir nicht garantieren, dass dann alles gut ist. Wäre halt mein Angang, um den Knoten mal durchzuschlagen zu versuchen.


Zitat:
Und wenn die Ninis die Kokis dann von drinnen wieder nach draußen in den Stall schleppen, bin ich ja nicht weiter als zuvor. Oder soll ich sie bevor ich sie reinsetz nochmal behandeln?
Ja klar, das soll ja der Witz bei meiner Idee sein. :-) Du würdest sie für eine Weile nach drinnen holen, gegen Kokzidien zu Ende behandeln und währenddessen draußen im Stall für die nächsten paar Wochen 'ne (wenn nötig mehrfache) "Radikalreinigung" vornehmen und dann ab März, April mit den beiden Kaninchen draußen wieder bei Null anfangen. Quasi den Reset-Knopf drücken.

Zitat:
Müsste halt dann in Erwägung ziehen sie bei meinen Eltern unterzubringen...
Das wäre natürlich auch eine Idee ... Du könntest dann bei Deinen Eltern ein Zwischendurch-Innengehege einrichten.


Zitat:
Und wie bekomme ich es in der INnenhaltung hin, dass sich alles wieder entspannt und ich keine Medis mehr brauch? Das ist momentan nämlich mein oberstes Ziel. Ich habe keine Ahnung wie ichs hinbekomme, dass sie wieder normal fressen
Da würde ich mich an Deiner Stelle wirklich mal mit etwas mehr Zeit bei kaninchenwiese.de einlesen. Unterm Strich bewährt hat sich ein Mix aus Frischfutter, womit vor allem frische Wiese und Blättriges (und weniger Knolliges wie Möhre, Pastinake, Kohl etc.) gemeint ist, einem guten Heu und einem hochwertigen Trockenfutter/Strukturmüsli (z.B. "Cuni Complete" von Versele Laga). Wobei die mengenmäßigen Schwerpunkte meist in dieser Reihenfolge verteilt sind.
Je nach Verträglichkeit und Jahreszeit kann die Gewichtung aber auch mal anders sein.

Deine Fütterung zur Zeit liest sich ein bisschen nach "Mal schauen, was heute hilft". ;-) Versteh mich nicht falsch, ich wäre bei diesem Kokzidien-und-Magengedöns-Hin-und-Her der letzten Monate vermutlich ähnlich entnervt und ratlos. Aber etwas mehr Ruhe und ein bisschen weniger Wechsel wäre vielleicht nicht verkehrt, was die Fütterung angeht.
Hm, ein paar Tipps hast Du hier im Thread ja schon bekommen, und fang doch nochmal mit den schlichtesten Dingen an, die üblicherweise gut funktionieren. Kaninchenwiese.de hilft Dir da bis in alle Einzelheiten weiter und auch hier im Forum gibt's zigfach Threads zum Thema Ernährung. Einfach "Fütterung" oder "Ernährung" in die Suchfunktion (findest Du auf der Funktionsleiste links) eingeben.

Wenn Du mal ein paar Wochen ohne Magenauffälligkeiten und Medikamentierung hättest, wäre für die beiden mE ja schon viel gewonnen, weil dann auch ihre Darmflora wieder in den Normalbetrieb käme. Die ist bei Kaninchen durch längere Ernährungsprobleme und entsprechende Medikamente gern mal nachhaltig futsch und muss sich allmählich wieder berappeln. Damit hängt dann verzwickterweise wiederum ihre Fresslust bzw. Fressunlust zusammen.


Zitat:
Da werde ich mir auf jedenfall mal Gedanken machen! Vielen Dank für die Tipps und auch für die Links, werde mich gleich reinlesen, vor allem was die Ernährung angeht
Nimm einfach mit, was Dir hilft, und lass liegen, was Dir nicht plausibel scheint.




Geändert von Aen (08.01.2019 um 12:26 Uhr).

Kaninchen
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.181
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.01.2019, 12:36

Ehrlich gesagt würde ich mir und den Tieren den Stress des Umquartierens nicht antun.

Zum einen weißt du nicht, woher die Kokzidien immer wieder kommen - sind sie wirklich im Gehege oder werden sie immer wieder über Futter etc. eingeschleppt - zum anderen begünstigt (Umzugs-)Stress auch die Vermehrung der Kokzidien, so dass es drinnen womöglich schlimmer wäre als zuvor.

Ich würde eher nochmals schauen, ob es nicht sonst noch eine gesundheitliche Ursache gibt, die die Vermehrung von Kokzidien begünstigt (bei unseren sämtlichen eingeschickten Todesfällen waren auch Kokzidien als Sekundärbefund vorhanden, obwohl die Kotproben der anderen o.B. waren); wenn da nichts gefunden werden kann, würde ich probieren, dass Immunsystem zu stärken (sei es über´s Futter wie z.B. Ingwer, Schwarzkümmel, diverse Kräuter, sei es homöopathisch).

Beim Futter schließe ich mich den anderen an: viel mehr blättriges, evtl. auch vorsichtig an Kohl gewöhnen (Chinakohl und Wirsing sind als "Einsteiger" ganz gut verträglich), und möglichst wenig Knollengemüse.

Nur für den Fall, dass Haarballen noch mitmischen, schaden auch ein paar Tropfen Öl über´s Futter, Leinkuchen etc. nichts.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.09.2016
Beiträge: 116
Nicky2212 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2019, 22:07

Hallo, du kannst unterstützend mal regelmässig Oregano füttern. Es hilft gegen Parasiten und Darmprobleme. Ich kaufe immer im Krankheitsfall alle möglichen Kräutertöpfe und konnte schon oft beobachten, wie genau die Kräuter gefressen wurden, die zum Krankheitsbild passten bzw. unterstützten....wenn man das mal nachliesst, sehr interessant. Alles Gute und liebe Grüße!



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