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Sind wir auf eine Betrügerin reingefallen - Was tun? auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Benny92
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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.09.2020
Beiträge: 77
Nadine1301 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.04.2024, 21:07

Sind wir auf eine Betrügerin reingefallen - Was tun?


Hallo ihr Lieben,

vor einer Woche ist leider nach langem Kampf unser lieber Bernie gestorben (Zwergwidder). Einige von euch haben die Geschichte hier im Forum eventuell verfolgt, wir sind immernoch ziemlich fertig, weil wir so lange versucht haben ihn zu retten.

Hinterlassen hat er seine fast 4-jährige Partnerin, die sehr an ihm hing. Auch wenn die Nerven immernoch blank liegen, wollten wir ihr zu Liebe so schnell wie möglich einen neuen Partner. Da uns die Geschichte sehr mitgenommen hat, war unsere Bedingung ein gesundes Kaninchen (soweit man das beurteilen kann, natürlich kann in Zukunft immer irgendetwas sein, dem sind wir uns bewusst) in ähnlichem Alter.

Wir haben hier sämtliche Tierheime und Tierhhilfen abgeklappert und es war nicht wirklich ein passendes Kaninchen dabei. Dann haben wir eine Anzeige auf Kleinanzeigen aufgegeben, auf die sich eine sehr seriös klingende Dame aus der Nähe meldete. Sie hat eine Art Auffangstation für Kaninchen (und weitere Tiere) in der Nähe des Laacher Sees und ein Böckchen das aufgenscheinlich wirklich perfekt passte. Gleiches Alter, laut ihr super verträglich vom Charakter her, tierärtzlich gecheckt und kerngesund. Sie sagte er wurde aus sehr schlechter Haltung in einem kleinen Käfig gerettet, hätte aber keinerlei Probleme, weder sozial noch körperlich.
Sie wollte Bilder unserer Wohnung sehen und klang generell einfach seriös und total vertrauenswürdig.

Also haben wir nach vielen Schreiben heute "Felix" abgeholt, ein unglaublich süßes, neugieriges Böckchen.
Da der Weg zum Außengehege wohl durch den ganzen Regen extrem matschig war, bot sie uns vorher per Sms an den Hasen direkt nach vorne zur Tür zu bringen. Da klingelten bei mir schon ein paar kleine Alarmglocken und ich hatte ein leicht seltsames Gefühl, schob es aber auf den Stress der Vortage. Ich bin generell auch eher ängstlich und kann manchmal mein Bauchgefühl nicht von "Überanalysieren" unterscheiden.

Sie kam dann auch mit ihm, wir konnten sehen dass es tatsächlich hinterm Haus viele Gehege und Wiese etc. gab.
Sie war relativ jung, sehr nett, erzählte auch ein bisschen über seine Geschichte (sie hatte ihn wohl seit der Rettung seit ein paar Wochen, wo er sich sehr gemacht und perfekt in die Gruppe integriert etc.), gab ein paar Tipps zur Vergesellschaftung mit unserer Hasendame und erwähnte dass er kastriert ist, tierärztlich gecheckt und gesund aber ungeimpft. Auch da wieder ein kurzes blödes Gefühl, aber das können wir ja sofort nachholen. Unsere Hasendame ist vollständig geimpft und geschützt.
Wir haben die Schutzgebühr bezahlt (70€) und ihn mit nach Hause genommen.

Zu Hause haben wir die beiden dann auf die Terasse gesetzt und sich langsam kennenlernen lassen, da er aus der Außenhaltung kommt und wir ihm nicht sofort den glatten Parkettboden unserer Wohnung antun wollten.
Er war super neugierig, ist trotzdem immer wieder rein in unsere Wohnung und hat sich direkt umgeschaut und auch ein bisschen gefressen. Da fiel uns aber sofort auf, dass er ein bisschen seltsam und schwerfällig läuft (man hört jeden Hoppler), dass er manchmal sogar beim hüpfen über sehr kleine Gegenstände mit den Hinterfüßen hängen bleibt. Auf dem Parkettboden drinnen rutschten ihm sofort die Hinterbeine weg. Jedes Mal wenn die Kleine ihn gerammelt oder ein bisschen gejagt hat, hatte er fast keine Chance wegzukommen.
Dann fiel mir auf dass er kleine Wunden und kahle Stellen unter den Hinterfüßen hat, was ja oft ein Zeichen für Gelenkprobleme etc. durch falsche Belastung sein kann.
Auf unserem Parkettboden kann er fast nur "robben", draußen geht es einigermaßen aber er läuft nicht völlig normal und platziert beim Sitzen die Hinterbeine etwas weiter vorne als normal. Er kann sich nicht richtig putzen, ein Vorderbein muss dabei auf dem Boden bleiben. Beim Versuch sich die Ohren zu putzen ist er einmal fast umgekippt.
Da habe ich dann richtig Angst bekommen dass man uns angelogen hat. Auf Nachfrage ob ihnen das Problem nicht bewusst war kam ewig keine Antwort, und dann ein nein, er hätte zwar bei Ankunft wegen der schlechten Haltung eine schlechte Muskulatur gehabt, das hätte sich aber über die Wochen sehr gebessert.

Ich habe die zwei sofort getrennt. Ihn, weil er vollkommen mit der Situation überfordert ist und nun noch schlechter laufen kann als bei der Ankunft und ich nun auch riesige Angst um unsere Hasendame habe, weil ich seinem angeblich "kerngesunden" Gesundheitszustand nicht mehr traue.
Natürlich wäre es jetzt wahrscheinlich schon zu spät, ich kriege einfach nur die Krise und habe Panik ohne Ende dass ihr jetzt was passiert weil ich so gutgläubig war und ihr schnell etwas Gutes tun wollte. Wir sind leider auch keine Profis in dem Bereich und haben Kaninchen noch nie vergesellschaftet Im Nachhinein hätten wir ihn unbedingt getrennt in Quarantäne halten und vorher abchecken lassen sollen, unsere Kleine hat nur so gelitten und ich habe dieser sehr seriös klingenden Frau so vertraut dass er gesund ist dass mein Hirn scheinbar einfach ausgesetzt hat

Die Frau hat nach langem Hin & Her und Entschuldigungen ihrerseits (auch wenn sie immer wieder beteuert dass ihr das Problem nicht aufgefallen ist) zugestimmt dass wir ihn zurückbringen können, allerdings kann sie erst am Montag. Was soll ich jetzt nur machen? Er ist total gestresst und frisst kaum, meine Angst um meine Hasendame hält sich kaum in Grenzen. Ich weiß dass es meine Schuld ist wenn ihr was passiert und hoffe so sehr dass ihm außer den Gelenkproblemen nichts fehlt.

Bringen wir ihn tatsächlich am Montag zu dieser Frau zurück, oder macht sie das gleiche nochmal und vermittelt ihn als gesund? Kann sie sich geirrt haben, oder ist ihr Verhalten hochgradig unseriös? Er tut mir so unglaublich Leid, ich möchte dass er ein gutes zu Hause bekommt, aber hier auf unserem Boden und mit unserer dominanten Lady geht es einfach nicht. Spreche ich lieber mit einem Tierheim oder Tierschutz und gebe ihn dorthin? Ich kann nicht mehr klar denken

Ich bitte ganz dringend um Rat. Danke!



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Benutzerbild von Benny92
Kaninchen
 
Registriert seit: 03.04.2015
Beiträge: 2.226
Benny92 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.04.2024, 22:05

Hallo,

Warst du bei der Frau vorher schonmal Vorort oder hast du sie nur bei der Übergabe gesehen?

Es ist schwer zu sagen, ob es jetzt wirklich Absicht war zu verschweigen, dass er nicht ganz gesund ist.
Wobei nachdem ich deinen Text jetzt nochmal gelesen habe es sich schon sehr so anhört, als hätte er Arthrose und Pododermatitis. Das würde ein Tierarzt normalerweise feststellen, wenn eine Untersuchung stattgefunden hätte. Könnte mir gut vorstellen dass das Problem mit der vorherigen Käfighaltung entstanden ist, vlt wurde das dann auch nur darauf geschoben und nicht weiter nachgeforscht.
Ich weiß aufjedenfall dass sich auf Parkettboden viele Kaninchen schwer tun zu laufen, auch ohne Gelenkprobleme. Wie sieht es bei Teppichboden aus bzw wenn du Baumwollteppiche auslegst?
Hast du Bilder von den Füßen? Ich würd jetzt bei kahlen Wunden an Pododermatitis denken, das bereitet je nach Grad schon auch mal Probleme beim Hoppeln. Dass er beim Sitzen die Hinterbeine nach vorne schiebt würde eher für Arthrose sprechen. Wobei ja Arthrose und Pododermatitis oft auch zusammenhängen.
Weißt du wie lange er schon gerettet wurde? Welche Rasse ist er?
Evtl sind es wirklich auch noch die Spätfolgen der Käfighaltung..
Nichtsdestotrotz finde ich gut dass du die VG beendet hast. Wenn du ihn behalten willst, würd ich vorher aufjedenfall alles abklären lassen beim Tierarzt.
Für den kleinen Kerl war das heute bestimmt auch alles viel.
Angst vor Ansteckung musst du denk ich weniger haben. Höchstens wegen der Kotprobe, da würde ich untersuchen lassen ob was ist, da schleppen sie gerne Mal Kokzidien oder Würmer ein.
Ansonsten evtl noch E.C. Falls er das haben sollte, aber den Erreger tragen sowieso sehr viele Kaninchen in sich (auch ohne dass die Krankheit ausbricht).
Dass andere sind natürlich noch die Kaninchenseuchen, die ansteckend sind.
Da deine Häsin vollständig geimpft ist würd ich mir aber auch da nicht allzu viele Gedanken machen.

Ich habe auch vor kurzem eine Häsin aus einer Pflegestelle aufgenommen. Dort war sie auch kerngesund, bei mir hatte sie dann (wahrscheinlich durch den Stress, Umzug und VG) einen Schnupfenschub. Oft steckt man leider nicht dahinter. Stress verschlechtert viele Probleme, evtl war das bei dem Rammler auch der Fall, und vorher ist es wirklich nicht so aufgefallen oder wurde nur auf die vorherige Käfighaltung geschoben.

Ich würde Ihn wohl behalten (liegt aber bei mir auch dran dass ich mich von keinem Haustier mehr trennen kann das schon länger als 1 Minute in meinem Zuhause war ) und ihn zum Tierarzt bringen, alles abklären lassen, Kotprobe untersuchen, ggf beide behandeln und ihn impfen lassen.
Die Erkrankungen die ich denke dass er haben könnte bei den Symptomen sollte man noch gut in den Griff bekommen. Evtl sind es auch wirklich noch Spätfolgen der Käfighaltung, bei meinem Kuschel hat das auch viel Bleibeschäden hinterlassen. (Pododermatitis, Fehlstellung der Beine...)
Danach würde ich dann die VG nochmal versuchen.
Ist natürlich auch schwierig zu entscheiden, wenn man nicht weiß wie die Pflegestelle ist. Am Ende wird der arme Kerl wieder vermittelt und die neuen Besitzer nehmen das Problem nicht wahr und er wird weiterhin nicht behandelt.
Bei einer seriösen Pflegestelle müsste man sich ja gar keine Gedanken machen ihn zurückzugeben, da man dann davon ausgehen könnte, dass die ihn gleich zum TA bringen und alles abklären.
Tierheime und Tierschutz wird schwierig sein, die sind sowieso extrem überfüllt momentan...

Ich wünsche euch alles Gute!

Edit: Ich würd ihn nur auch (nachdem Zweifel an den ganzen Aussagen der Pflegestelle bestehen) wenn nicht schon getan mal genauer ansehen ob er wirklich kastriert ist...



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__________________
Liebe Grüße von

Besucht uns doch mal:
http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/38773-kurti-seine-geschichte.html



Geändert von Benny92 (27.04.2024 um 22:27 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.454
marinahexe hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Geschrieben am 28.04.2024, 11:05

Ich stimme Benny in allen Punkten zu.


Bitte zuerst mit ihm und Köttelprobe von 3 Tagen zum TA und durchchecken lassen. Kontrollieren lassen (oder selbst gucken) ob er kastriert ist. Impfpass hast Du keinen bekommen? Seriöse PS (Pflegestellen) haben in der Regel einen Impfnachweis für das Tier.


Viele meiner Notfalltiere haben anfangs Schwierigkeiten mit Laminat gehabt.Ich hab dann Läufer hingelegt. Die meisten haben es dann gelernt auch über Laminat zu laufen.



Gib ihn bitte nicht an diese Frau zurück. Solltest Du ihn absolut nicht behalten wollen, gib mir Bescheid. Ich würde dann einen besseren Platz für ihn suchen.


Kannst Du mir per PN bitte schreiben, wer die PS ist und wo genau sie wohnt? Es gibt leider auch schwarze Schafe unter den "PS". Die schwatzen den ehemaligen Haltern die Tiere ab (natürlich nur kastriert und geimpft) und verscherbeln sie günstig auf ebay weiter. 70 Euro sind für einen geimpften Kastraten mehr als günstig. Aber 70 Euro Gewinn für diese PS. Eine gute PS wird immer versuchen die entstandenen Kosten so weit wie möglich über die Schutzgebühr wieder reinzuholen. Für einen geimpften Kastraten aus einer Pflegestelle sollte man da lieber mit 120 -150/180 Euro rechnen. Tierheime können günstiger abgeben, da sie Vereine sind und zubuttern.



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Benutzerbild von marinahexe
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marinahexe hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Geschrieben am 28.04.2024, 11:07

Wohnt diese PS evtl. in Bell?




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.09.2020
Beiträge: 77
Nadine1301 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.04.2024, 11:26

Zitat:
Zitat von Benny92 Beitrag anzeigen
Hallo,

Warst du bei der Frau vorher schonmal Vorort oder hast du sie nur bei der Übergabe gesehen?

Es ist schwer zu sagen, ob es jetzt wirklich Absicht war zu verschweigen, dass er nicht ganz gesund ist.
Wobei nachdem ich deinen Text jetzt nochmal gelesen habe es sich schon sehr so anhört, als hätte er Arthrose und Pododermatitis. Das würde ein Tierarzt normalerweise feststellen, wenn eine Untersuchung stattgefunden hätte. Könnte mir gut vorstellen dass das Problem mit der vorherigen Käfighaltung entstanden ist, vlt wurde das dann auch nur darauf geschoben und nicht weiter nachgeforscht.
Ich weiß aufjedenfall dass sich auf Parkettboden viele Kaninchen schwer tun zu laufen, auch ohne Gelenkprobleme. Wie sieht es bei Teppichboden aus bzw wenn du Baumwollteppiche auslegst?
Hast du Bilder von den Füßen? Ich würd jetzt bei kahlen Wunden an Pododermatitis denken, das bereitet je nach Grad schon auch mal Probleme beim Hoppeln. Dass er beim Sitzen die Hinterbeine nach vorne schiebt würde eher für Arthrose sprechen. Wobei ja Arthrose und Pododermatitis oft auch zusammenhängen.
Weißt du wie lange er schon gerettet wurde? Welche Rasse ist er?
Evtl sind es wirklich auch noch die Spätfolgen der Käfighaltung..
Nichtsdestotrotz finde ich gut dass du die VG beendet hast. Wenn du ihn behalten willst, würd ich vorher aufjedenfall alles abklären lassen beim Tierarzt.
Für den kleinen Kerl war das heute bestimmt auch alles viel.
Angst vor Ansteckung musst du denk ich weniger haben. Höchstens wegen der Kotprobe, da würde ich untersuchen lassen ob was ist, da schleppen sie gerne Mal Kokzidien oder Würmer ein.
Ansonsten evtl noch E.C. Falls er das haben sollte, aber den Erreger tragen sowieso sehr viele Kaninchen in sich (auch ohne dass die Krankheit ausbricht).
Dass andere sind natürlich noch die Kaninchenseuchen, die ansteckend sind.
Da deine Häsin vollständig geimpft ist würd ich mir aber auch da nicht allzu viele Gedanken machen.

Ich habe auch vor kurzem eine Häsin aus einer Pflegestelle aufgenommen. Dort war sie auch kerngesund, bei mir hatte sie dann (wahrscheinlich durch den Stress, Umzug und VG) einen Schnupfenschub. Oft steckt man leider nicht dahinter. Stress verschlechtert viele Probleme, evtl war das bei dem Rammler auch der Fall, und vorher ist es wirklich nicht so aufgefallen oder wurde nur auf die vorherige Käfighaltung geschoben.

Ich würde Ihn wohl behalten (liegt aber bei mir auch dran dass ich mich von keinem Haustier mehr trennen kann das schon länger als 1 Minute in meinem Zuhause war ) und ihn zum Tierarzt bringen, alles abklären lassen, Kotprobe untersuchen, ggf beide behandeln und ihn impfen lassen.
Die Erkrankungen die ich denke dass er haben könnte bei den Symptomen sollte man noch gut in den Griff bekommen. Evtl sind es auch wirklich noch Spätfolgen der Käfighaltung, bei meinem Kuschel hat das auch viel Bleibeschäden hinterlassen. (Pododermatitis, Fehlstellung der Beine...)
Danach würde ich dann die VG nochmal versuchen.
Ist natürlich auch schwierig zu entscheiden, wenn man nicht weiß wie die Pflegestelle ist. Am Ende wird der arme Kerl wieder vermittelt und die neuen Besitzer nehmen das Problem nicht wahr und er wird weiterhin nicht behandelt.
Bei einer seriösen Pflegestelle müsste man sich ja gar keine Gedanken machen ihn zurückzugeben, da man dann davon ausgehen könnte, dass die ihn gleich zum TA bringen und alles abklären.
Tierheime und Tierschutz wird schwierig sein, die sind sowieso extrem überfüllt momentan...

Ich wünsche euch alles Gute!

Edit: Ich würd ihn nur auch (nachdem Zweifel an den ganzen Aussagen der Pflegestelle bestehen) wenn nicht schon getan mal genauer ansehen ob er wirklich kastriert ist...
Danke für deine liebe und teils auch beruhigende Antwort. Wir waren beide gestern echt durch mit den Nerven und deine Worte haben da sehr geholfen.

Ich versuche mal alle deine Fragen so gut es geht zu beantworten.

Die Frau haben wir leider bei der Übergabe das erste Mal gesehen, vorher waren wir nie vor Ort. Ich habe auch in der Zwischenzeit ein wenig gegoogelt und finde weder unter ihrem Namen noch der Adresse irgendwelche Infos zur Auffangstation, sondern nur die Links zu den Anzeigen auf Ebay-Kleinanzeigen, und dort ist das Profil auch erst einen Monat alt
Ich will ihr weiterhin keine Böswilligkeit unterstellen, aber es ist schon eine Anhäufung von seltsamen Dingen.

Der kleine Mann ist ca. 3 Jahre alt und wurde laut ihr vor ein paar Wochen gerettet. So lange war dann bei ihr, wurde in die Gruppe integriert und wieder "aufgepäppelt".

Ich denke auch dass es eine Mischung aus Arthrose und Pododermatitis ist. Wir haben schon bei den ersten paar Hopplern draußen auf der Terasse auf rutschfestem Untergrund gesehen dass etwas nicht stimmt, von daher kann ich mir immernoch schwer vorstellen dass es ihr nicht aufgefallen ist.

Du hast Recht dass sich viele Kaninchen mit rutschigen Hartböden schwer tun. Wir hatten auch schon ein paar die erstmal sehr ängstlich und vorsichtig gelaufen sind und sich nach längerer Zeit dran gewöhnt haben, aber er ist da leider ein ganz anderes Level Man sieht dass es null Kraft in den Hinterbeinen hat... die rutschen sofort zu beiden Seiten weg, knicken ganz seltsam nach innen und dann zieht er sich mit den Vorderpfoten nach vorne. Wir haben auch einige große Teppiche in der Wohnung, die ignorierte er aber fast komplett.

Wir finden ihn unglaublich süß, haben ihn schon sehr ins Herz geschlossen und riesiges Mitleid für seine Geschichte. Ich bin da genau wie du und würde ihn von Herzen gerne behalten, behandeln lassen und ihm das zu Hause geben das er verdient, nur leider muss ich ganz ehrlich zugeben dass wir dieses zu Hause aufgrund der Beschaffenheit einfach nicht sind Er müsste so lange kämpfen um sich an unseren Boden zu gewöhnen (wir können 105qm leider nicht gänzlich mit Teppich abdecken) und wahrscheinlich Wochen oder Monate von unserer Häsin getrennt sein bis er es aufgrund seiner Mobilität (wenn überhaupt) mit ihr aufnehmen kann, und unsere Häsin ist ja ebenfalls grade sehr einsam und braucht einen Partner. In Außenhaltung oder einer anderen, besser geeigneten Wohnung wäre er mit der richtigen Behandlung dagegen wahrscheinlich super schnell wieder fit.

Mein größter Zweifel besteht grade darin wie wir ihm dieses zu Hause ermögliche, denn ich fühle mich jetzt natürlich verantwortlich für den kleinen Kerl
Die Frau von der Auffangssation hat uns angeboten dass wir ihn am Montag zurück bringen, ich habe nur grade kaum Vertrauen zu ihr und Angst dass er wieder als "kerngesund" und nicht zum richtigen Halter vermittelt wird und dass sie seine Symptome eventuell weiterhin ignoriert. Auf der anderen Seite schien er sich dort zumindest wohl gefühlt zu haben und seine körperliche Situation hatte sich ja laut ihr auch sehr gebessert.
Ich habe keine Ahnung welche Chancen er im Tierheim auf Vermittlung oder zumindest auf eine gute medizinische Versorgung hätte? Oder vielleicht doch bis morgen noch andere Tierhilfen abklappern? Ich weiß es einfach nicht




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.09.2020
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Nadine1301 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.04.2024, 11:28

Danke! PN macht sich jetzt gleich auf den Weg!



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Benutzerbild von Benny92
Kaninchen
 
Registriert seit: 03.04.2015
Beiträge: 2.226
Benny92 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.04.2024, 13:20

Zitat:
Zitat von Nadine1301 Beitrag anzeigen
Danke für deine liebe und teils auch beruhigende Antwort. Wir waren beide gestern echt durch mit den Nerven und deine Worte haben da sehr geholfen.

Ich versuche mal alle deine Fragen so gut es geht zu beantworten.

Die Frau haben wir leider bei der Übergabe das erste Mal gesehen, vorher waren wir nie vor Ort. Ich habe auch in der Zwischenzeit ein wenig gegoogelt und finde weder unter ihrem Namen noch der Adresse irgendwelche Infos zur Auffangstation, sondern nur die Links zu den Anzeigen auf Ebay-Kleinanzeigen, und dort ist das Profil auch erst einen Monat alt
Ich will ihr weiterhin keine Böswilligkeit unterstellen, aber es ist schon eine Anhäufung von seltsamen Dingen.

Der kleine Mann ist ca. 3 Jahre alt und wurde laut ihr vor ein paar Wochen gerettet. So lange war dann bei ihr, wurde in die Gruppe integriert und wieder "aufgepäppelt".

Ich denke auch dass es eine Mischung aus Arthrose und Pododermatitis ist. Wir haben schon bei den ersten paar Hopplern draußen auf der Terasse auf rutschfestem Untergrund gesehen dass etwas nicht stimmt, von daher kann ich mir immernoch schwer vorstellen dass es ihr nicht aufgefallen ist.

Du hast Recht dass sich viele Kaninchen mit rutschigen Hartböden schwer tun. Wir hatten auch schon ein paar die erstmal sehr ängstlich und vorsichtig gelaufen sind und sich nach längerer Zeit dran gewöhnt haben, aber er ist da leider ein ganz anderes Level Man sieht dass es null Kraft in den Hinterbeinen hat... die rutschen sofort zu beiden Seiten weg, knicken ganz seltsam nach innen und dann zieht er sich mit den Vorderpfoten nach vorne. Wir haben auch einige große Teppiche in der Wohnung, die ignorierte er aber fast komplett.

Wir finden ihn unglaublich süß, haben ihn schon sehr ins Herz geschlossen und riesiges Mitleid für seine Geschichte. Ich bin da genau wie du und würde ihn von Herzen gerne behalten, behandeln lassen und ihm das zu Hause geben das er verdient, nur leider muss ich ganz ehrlich zugeben dass wir dieses zu Hause aufgrund der Beschaffenheit einfach nicht sind Er müsste so lange kämpfen um sich an unseren Boden zu gewöhnen (wir können 105qm leider nicht gänzlich mit Teppich abdecken) und wahrscheinlich Wochen oder Monate von unserer Häsin getrennt sein bis er es aufgrund seiner Mobilität (wenn überhaupt) mit ihr aufnehmen kann, und unsere Häsin ist ja ebenfalls grade sehr einsam und braucht einen Partner. In Außenhaltung oder einer anderen, besser geeigneten Wohnung wäre er mit der richtigen Behandlung dagegen wahrscheinlich super schnell wieder fit.

Mein größter Zweifel besteht grade darin wie wir ihm dieses zu Hause ermögliche, denn ich fühle mich jetzt natürlich verantwortlich für den kleinen Kerl
Die Frau von der Auffangssation hat uns angeboten dass wir ihn am Montag zurück bringen, ich habe nur grade kaum Vertrauen zu ihr und Angst dass er wieder als "kerngesund" und nicht zum richtigen Halter vermittelt wird und dass sie seine Symptome eventuell weiterhin ignoriert. Auf der anderen Seite schien er sich dort zumindest wohl gefühlt zu haben und seine körperliche Situation hatte sich ja laut ihr auch sehr gebessert.
Ich habe keine Ahnung welche Chancen er im Tierheim auf Vermittlung oder zumindest auf eine gute medizinische Versorgung hätte? Oder vielleicht doch bis morgen noch andere Tierhilfen abklappern? Ich weiß es einfach nicht
Gerne! Es freut mich wenn es euch geholfen hat und es euch die Angst ein wenig nehmen konnte.

Ja, du hast recht, da kommt dann schon einiges zusammen, was einem komisch vorkommt...
Ich weiß nicht wie man wirklich handeln würde und inwieweit es einem als Pflegestelle immer möglich ist, aber wenn ich ein gesundes Tier abgebe und am selben Tag noch solche Probleme auftreten, würde ich zumindest um Videos usw bitten und schauen wie ich helfen kann, Hilfe anbieten und ggf das Tier auch gleich wieder zurücknehmen und behandeln. Und du hast ja geschrieben dass sie erst nach langem Hin und Her angeboten hast, dass du ihn erst am Montag wieder bringen darfst..
Seriöse Pflegestellen bieten ja auch immer an, dass man die Tiere jederzeit wieder bringen darf wenn die VG nicht klappt.
Gab es eigentlich einen Schutzvertrag? Bei der letzten Abgabe musste ich z.B. einen unterschreiben, worauf auch stand, dass ich falls ich das Kaninchen nicht mehr halten kann, es wieder an sie zurückgeben muss. Die meisten seriösen PS handhaben das eigentlich so.

Das hört sich schon recht heftig an wie du es beschreibst.. Armer kleiner Kerl.
Nach langer Käfighaltung ist es ja eher so dass sie sich viel weniger bewegen, weil sie viel weniger Ausdauer haben, oder eben auch bestimmte Krankheiten daher kommen, aber das Ausmaß das du beschreibst, hört sich stark nach Arthrose und Pododermatitis an und auch wenn es evtl durch Stress noch verstärkt wurde, kann ich mir fast auch nicht vorstellen dass da gar nichts aufgefallen ist, man hätte dich in jedem Fall darauf hinweisen müssen dass da Probleme da sind...

Ich hab deinen damaligen Thread nicht gesehen, aber hab ihn gestern überflogen und gesehen dass dein Bernie ja auch einige gesundheitliche Probleme hatte. Es tut mir sehr leid dass er es nicht geschafft hat.
Da habt ihr ja sowieso auch einiges schon durch.
Man kann halt immer schlecht sagen wie lange es dauern würde bis Felix sich ggf erholen würde, dazu müsste man die Diagnostik wissen und die Einschätzung eines erfahrenen Tierarztes, aber wie du schon schreibst würde es wohl schwer für ihn sein mit dem Boden und auch wenn deine Häsin dominanter ist. Kommt natürlich auch darauf an wie sie sich bei den VGs verhält, es gibt ja Häsinnen die wirklich dauerhaft den anderen jagen, das wäre für ihn natürlich schlecht und auch Häsinnen die zwar dominant sind aber den anderen dennoch nicht permanent jagen und sich nur wehren und zeigen wer das Sagen hat wenn es drauf ankommt. Und es liegt auch viel dran ob er unterwürfig ist, wenn ja wäre das auch ein riesen Vorteil da dann die VG normal schnell erledigt ist.
Super schwierig zu entscheiden.
So vom Gefühl her würde ich ihn aber nicht zur PS zurückgeben. Ob er sich da wohl gefühlt hat und es wirklich stimmt dass seine Gelenkprobleme dort so viel besser waren...
Vielleicht hat Marinahexe eine gute Bleibe für ihn. Das wäre natürlich die beste Option, dann hätte er ein gutes Zuhause oder wenn sich was findet eine gute PS und evtl wäre die PS dann auch bereit, euch im Gegenzug den passenden Rammler für eure Häsin zu vermitteln.
Ich drücke euch die Daumen und finds total lieb, dass ihr euch um den Kleinen so viele Gedanken macht.



__________________
Liebe Grüße von

Besucht uns doch mal:
http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/38773-kurti-seine-geschichte.html



Geändert von Benny92 (28.04.2024 um 13:24 Uhr).

Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
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Geschrieben am 28.04.2024, 18:45

Ich würde jahrelange Käfighaltung nicht unterschätzen und wenn er da auch nur auf hartem Untergrund saß ist es kein Wunder, wenn er kleine Stellen am Fuß hat. Die gehen aber wieder weg, bei guter Haltung (war bei mir so)

Ich hatte einen Kastraten, der die ersten 1,5 Jahre in einem Miniaquarium lebte, da war Platz für ein Hoppler (habe Bilder gesehen). Die junge Frau, die ihn da rausgeholt und kastrieren lassen hat, konnte ihn, wegen ihrer Tiere, auch nur im Käfig halten

Bei mir hat er sich kaum von der Stelle gerührt und wenn, ist er gelaufen, wie eine Ente gewatschelt Das hat monatelang gedauert, bis er vernünftig und vor allem mehr gehoppelt ist und was habe ich mich gefreut, als er anfing auf mein Sofa zu springen Die VG habe ich trotzdem durchgeführt. Die beiden haben sich verstanden und sie hat ihm Mut gemacht und viel Unsinn gelernt

Du musst jetzt auch nicht deine komplette Wohnung mit Teppich auslegen, wenn er ein Zimmer hat mit Platz reicht es. Meine haben sich auch irgendwann auf das Lava (Laminat) getraut. Ich sage immer, wo ein Wille ist, ist ein Weg

Im übrigen rate ich vor einer VG immer dazu, dem Neuen ein wenig Vorlaufzeit zu geben, die Umgebung kennenlernen und den Stress zu verarbeiten

Ich würde mich freuen, wenn er bei euch bleiben kann und ihr den Kampf aufnehmen würdet




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Registriert seit: 07.09.2020
Beiträge: 77
Nadine1301 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.04.2024, 18:46

Zitat:
Zitat von Benny92 Beitrag anzeigen
Gerne! Es freut mich wenn es euch geholfen hat und es euch die Angst ein wenig nehmen konnte.

Ja, du hast recht, da kommt dann schon einiges zusammen, was einem komisch vorkommt...
Ich weiß nicht wie man wirklich handeln würde und inwieweit es einem als Pflegestelle immer möglich ist, aber wenn ich ein gesundes Tier abgebe und am selben Tag noch solche Probleme auftreten, würde ich zumindest um Videos usw bitten und schauen wie ich helfen kann, Hilfe anbieten und ggf das Tier auch gleich wieder zurücknehmen und behandeln. Und du hast ja geschrieben dass sie erst nach langem Hin und Her angeboten hast, dass du ihn erst am Montag wieder bringen darfst..
Seriöse Pflegestellen bieten ja auch immer an, dass man die Tiere jederzeit wieder bringen darf wenn die VG nicht klappt.
Gab es eigentlich einen Schutzvertrag? Bei der letzten Abgabe musste ich z.B. einen unterschreiben, worauf auch stand, dass ich falls ich das Kaninchen nicht mehr halten kann, es wieder an sie zurückgeben muss. Die meisten seriösen PS handhaben das eigentlich so.

Das hört sich schon recht heftig an wie du es beschreibst.. Armer kleiner Kerl.
Nach langer Käfighaltung ist es ja eher so dass sie sich viel weniger bewegen, weil sie viel weniger Ausdauer haben, oder eben auch bestimmte Krankheiten daher kommen, aber das Ausmaß das du beschreibst, hört sich stark nach Arthrose und Pododermatitis an und auch wenn es evtl durch Stress noch verstärkt wurde, kann ich mir fast auch nicht vorstellen dass da gar nichts aufgefallen ist, man hätte dich in jedem Fall darauf hinweisen müssen dass da Probleme da sind...

Ich hab deinen damaligen Thread nicht gesehen, aber hab ihn gestern überflogen und gesehen dass dein Bernie ja auch einige gesundheitliche Probleme hatte. Es tut mir sehr leid dass er es nicht geschafft hat.
Da habt ihr ja sowieso auch einiges schon durch.
Man kann halt immer schlecht sagen wie lange es dauern würde bis Felix sich ggf erholen würde, dazu müsste man die Diagnostik wissen und die Einschätzung eines erfahrenen Tierarztes, aber wie du schon schreibst würde es wohl schwer für ihn sein mit dem Boden und auch wenn deine Häsin dominanter ist. Kommt natürlich auch darauf an wie sie sich bei den VGs verhält, es gibt ja Häsinnen die wirklich dauerhaft den anderen jagen, das wäre für ihn natürlich schlecht und auch Häsinnen die zwar dominant sind aber den anderen dennoch nicht permanent jagen und sich nur wehren und zeigen wer das Sagen hat wenn es drauf ankommt. Und es liegt auch viel dran ob er unterwürfig ist, wenn ja wäre das auch ein riesen Vorteil da dann die VG normal schnell erledigt ist.
Super schwierig zu entscheiden.
So vom Gefühl her würde ich ihn aber nicht zur PS zurückgeben. Ob er sich da wohl gefühlt hat und es wirklich stimmt dass seine Gelenkprobleme dort so viel besser waren...
Vielleicht hat Marinahexe eine gute Bleibe für ihn. Das wäre natürlich die beste Option, dann hätte er ein gutes Zuhause oder wenn sich was findet eine gute PS und evtl wäre die PS dann auch bereit, euch im Gegenzug den passenden Rammler für eure Häsin zu vermitteln.
Ich drücke euch die Daumen und finds total lieb, dass ihr euch um den Kleinen so viele Gedanken macht.
Danke dir nochmal für die liebe Antwort. Dieses Forum ist echt toll und ich glaube ich habe selten irgendwo so liebe, hilfreiche und verständnisvolle Antworten bekommen.

Ja, wir haben wirklich einiges mit unserem Bernie durchgemacht. Besonders die letzten 6-8 Monate waren teils richtig schlimm, es kam immer wieder was neues und er hatte ebenfalls Probleme mit seinen Hinterbeinen bis hin zu Lähmungen, weswegen wir uns von dieser Thematik auch grade ein bisschen mehr getriggert fühlen als es sonst der Fall wäre. Die Nerven lagen so lange so blank dass es uns grade ganz schwer fällt uns direkt wieder auf ein Tier einzulassen das eventuell direkt von Anfang an viel Unterstützung braucht, bevor wir überhaupt Zeit hatten überhaupt mal wieder klarzukommen... auch wenn wir es natürlich liebend gerne würden.
Deswegen machen wir es uns jetzt zumindest zur Aufgabe ihm irgendwie ein wirklich passendes zu Hause zu vermitteln wo er sich ordentlich erholen kann. Zur PS wo wir ihn herhaben bringen wir ihn auf keinen Fall mehr zurück, und MarinaHexe hilft uns grade ebenfalls dabei jemanden zu finden. So lange behalten wir ihn noch und passen natürlich gut auf ihn auf und gönnen ihm grade ganz viel Erholung und gutes Essen
Unsere kleine Ivy ist leider eher Typ "Dauerrammler", ich habe auch das Gefühl dass sie nach Bernies langer Krankheit jemanden zum spielen sucht der es mit ihr aufnehmen kann. Das wäre für den kleinen Felix grade echt schwierig und würde die Rückenthematik bestimmt immer wieder verschlechtern, oder? Bei Bernie war das in den letzten Monaten auch ein riesiges Problem. Sie hat ihn immer wieder gerammelt, versucht ihn durch kleine Bisse zum Laufen zu animieren und sich machmal richtig doll an seinem Rücken festgekrallt, was oft dazu führte dass sich sein Problem erstmal wieder verschlechterte und ich sie fast hätte komplett trennen müssen.

Ich bin zumindest froh dass wir ihn, wenn auch unwissentlich, da rausgeholt haben und er jetzt hoffentlich eine Chance auf ein paar schöne Jahre und ein neues, passendes Partnertier oder eine Gruppe hat.




Geändert von Nadine1301 (28.04.2024 um 18:53 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
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marinahexe hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Geschrieben am 28.04.2024, 19:17

Zitat:
Zitat von Nadine1301 Beitrag anzeigen
Unsere kleine Ivy ist leider eher Typ "Dauerrammler", ich habe auch das Gefühl dass sie nach Bernies langer Krankheit jemanden zum spielen sucht der es mit ihr aufnehmen kann. Das wäre für den kleinen Felix grade echt schwierig und würde die Rückenthematik bestimmt immer wieder verschlechtern, oder? Bei Bernie war das in den letzten Monaten auch ein riesiges Problem. Sie hat ihn immer wieder gerammelt, versucht ihn durch kleine Bisse zum Laufen zu animieren und sich machmal richtig doll an seinem Rücken festgekrallt, was oft dazu führte dass sich sein Problem erstmal wieder verschlechterte und ich sie fast hätte komplett trennen müssen.

Ich bin zumindest froh dass wir ihn, wenn auch unwissentlich, da rausgeholt haben und er jetzt hoffentlich eine Chance auf ein paar schöne Jahre und ein neues, passendes Partnertier oder eine Gruppe hat.

Hört sich für mich so an, als ob ihr da dringend mal die Gebärmutter schallen lassen solltet. Wie alt ist sie?




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Nadine1301 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.04.2024, 22:24

Ja auf jeden Fall, das steht jetzt als nächstes auf dem Plan. Sie ist 3,5 Jahre alt.
Sie macht das nicht täglich, es gibt auch mal längere Phasen und Monate wo nichts ist. Sie hat auch keine Gemütsveränderungen oder ist zickig, aber besonders im Frühling gibt sie Gas was das Rammeln angeht und baut im Frühling auch hier und da schonmal ein Nest, welches sie aber meistens schon nach einer Stunde wieder vergessen hat.




Geändert von Nadine1301 (28.04.2024 um 22:37 Uhr).

Zwergkaninchen
 
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Nadine1301 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.04.2024, 22:27

Wir sind auch schon in Beratung mit unserer Tierärztin ob wir sie eventuell kastrieren lassen. Wir lassen auf jeden Fall einen Ultraschall machen, haben nur etwas Schiss wegen der Narkose, die sie nach ihrer Zahn OP im Januar nicht besonders gut verkraftet und ewig gebraucht hat bis sie wieder richtig gefressen und sich einigermaßen normal verhalten hat




Geändert von Nadine1301 (28.04.2024 um 22:34 Uhr).

Benutzerbild von Benny92
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Geschrieben am 29.04.2024, 19:39

Zitat:
Zitat von Nadine1301 Beitrag anzeigen
Danke dir nochmal für die liebe Antwort. Dieses Forum ist echt toll und ich glaube ich habe selten irgendwo so liebe, hilfreiche und verständnisvolle Antworten bekommen.

Ja, wir haben wirklich einiges mit unserem Bernie durchgemacht. Besonders die letzten 6-8 Monate waren teils richtig schlimm, es kam immer wieder was neues und er hatte ebenfalls Probleme mit seinen Hinterbeinen bis hin zu Lähmungen, weswegen wir uns von dieser Thematik auch grade ein bisschen mehr getriggert fühlen als es sonst der Fall wäre. Die Nerven lagen so lange so blank dass es uns grade ganz schwer fällt uns direkt wieder auf ein Tier einzulassen das eventuell direkt von Anfang an viel Unterstützung braucht, bevor wir überhaupt Zeit hatten überhaupt mal wieder klarzukommen... auch wenn wir es natürlich liebend gerne würden.
Deswegen machen wir es uns jetzt zumindest zur Aufgabe ihm irgendwie ein wirklich passendes zu Hause zu vermitteln wo er sich ordentlich erholen kann. Zur PS wo wir ihn herhaben bringen wir ihn auf keinen Fall mehr zurück, und MarinaHexe hilft uns grade ebenfalls dabei jemanden zu finden. So lange behalten wir ihn noch und passen natürlich gut auf ihn auf und gönnen ihm grade ganz viel Erholung und gutes Essen
Unsere kleine Ivy ist leider eher Typ "Dauerrammler", ich habe auch das Gefühl dass sie nach Bernies langer Krankheit jemanden zum spielen sucht der es mit ihr aufnehmen kann. Das wäre für den kleinen Felix grade echt schwierig und würde die Rückenthematik bestimmt immer wieder verschlechtern, oder? Bei Bernie war das in den letzten Monaten auch ein riesiges Problem. Sie hat ihn immer wieder gerammelt, versucht ihn durch kleine Bisse zum Laufen zu animieren und sich machmal richtig doll an seinem Rücken festgekrallt, was oft dazu führte dass sich sein Problem erstmal wieder verschlechterte und ich sie fast hätte komplett trennen müssen.

Ich bin zumindest froh dass wir ihn, wenn auch unwissentlich, da rausgeholt haben und er jetzt hoffentlich eine Chance auf ein paar schöne Jahre und ein neues, passendes Partnertier oder eine Gruppe hat.
Das kann ich sehr gut verstehen. Da hat man dann doch viel mehr Angst und Bedenken wenn man das ganze schon einmal erlebt hat, sowas belastet einen selbst ja auch ganz schön.
Ich hoffe ihr findet für Felix einen super Platz.
Wie geht es ihm heute?

Das mit Ivy und dem Dauerrammeln hört sich für mich leider auch nach Gebärmutterproblemen an. gerade mit Bernie war sie ja echt lange zusammen und schon ein eingespieltes Team, da ist es schon ungewöhnlich wenn dann dauerhaft gerammelt und in den Nacken gebissen wird. Mein Finchen hat das dauerhaft bei Kuschel gemacht. Für ihn war das auch richtig nervig und seit sie kastriert ist leben die beiden viel entspannter. Ihre Gebärmutter war verschleimt, so richtig das Ausmaß hat man aber erst bei der OP gesehen. Im Ultraschall war die Gebärmutter immer recht schlecht zu erkennen.
Versteh aber auch deine Angst wenn Ivy die letzte Narkose schon nicht so gut vertragen hat.
Evtl. hilft Ivy RodiCare Pregno. Das hat bei Finchen leider nichts gebracht (muss aber auch sagen dass bei Finchen das Rammeln ein Dauerzustand war - es war vielleicht mal 1 Woche Pause und dann ging es wieder los, alle 2 Wochen Nest bauen usw.) Aber vielleicht hilft es Ivy. Wenn ich es richtig im Kopf habe soll man das geben sobald eine Scheinschwangerschaft bzw die Probleme dazu anfangen.



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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.05.2024, 11:59

Ich lese es erst jetzt, daher etwas verspätet meine Antwort gemäss meinen Erfahrungen...


Ohne jetzt Deine 'Auffangsstation' zu kennen, würde ich sie jetzt nicht mal gemäss Deinen Erzählungen als unseriös einstufen.


Ich habe schon viele Übernahmetieren aus seriösen Tierheime gehabt oder Kaninchen aus Auffangsstationen begutachten können. Je mehr Tiere man hält, ist es schlichtweg unmöglich alle Problematik zu erkennen. Man ist selten um die Tiere und es ist immer nur eine Momentaufnahme.


Gerade von grösseren Kaninchen-Auffangsstationen, die auch noch viele Kaninchen zusammen halten, bin ich deswegen nicht begeistert. Erkrankungen bekommt man da niemals mit. Zu den leichteren Erkrankungen zählen da ein niesendes Schnupfen-Kaninchen (OHNE sichtbaren Ausfluss, Eiter), Pododermatitis, Wurmbefall (mit dem harmloseren Passalurus, der keine Symptome macht) und evtl. auch mal Arthrose...

Solche 'Erkrankungen' hatte ich schon oft.


Im Extremfall habe ich auch schon einmal ein Kaninchen erhalten mit Kokzidienbefall, dem es so schlecht ging, dass selbst der Spezialist ihn nach 4 Tagen einschläfern musste.



Pododermatitis hat fast jedes Kaninchen. In Innenhaltung (selbst mit Auslauf!) oder Plattenhaltung draussen auf ebenen Boden ist das nicht zu vermeiden. Der Grad der Pododermatitis lässt sich durch weiche Böden mit der Zeit sicher lindern. Weg kriegt man es bei eh fast nie.


Ich bin kein Fan von PVC oder Parkett in Innenhaltung. Meiner Meinung nach schädigt das auf Dauer allen Kaninchen. Ganz zu schweige davon, dass selbst auf rauhen Parkett die Kaninchen niemals so herum toben können wie auf Teppich mit Halt. Ich würde persönlich immer Teppiche auslegen (und nehme den riesigen Putzaufwand dafür auf mich, v.a. Meine sind nicht stubenrein!). Es ist sonst letztendlich eine Einschränkung der Lebensqualität der Tiere.


Auch Arthrose muss einem nicht unbedingt auffallen. Entweder hatte man das Kaninchen nur kurz und kaum umher hoppeln sehen (v.a. wenn es ein kleines Gehege hatte). Bei Arthrose und Pododermatitis ist es umso wichtiger, dass der Patient unbedingt einen weichen Untergrund bekommt. In Innenhaltung also mind. Hochfloorteppiche oder noch weicheres. Das ist übrigens auch bei Senioren unbedingt als Prophylaxe anzuraten, von denen ich in letzter Zeit doch einige hatte. Die Meisten bekommen irgendwann Arthrose in der Wirbelsäule. Wenn es sich bemerkbar macht, dann ist es eh schon fortgeschritten.


Quarantäne oder zumindest vorher Kot-Kontrolle (oder dann eben hinterher) ist empfehlenswert. Ich habe zwar meistens auch keine Quarantäne gemacht, ausser es war schon erwiesen, dass Parasiten vorhanden waren. Meist kam auch meine Kotprobe hinterher, da musste ich dann leider alle behandeln. Gemäss meiner Erfahrungen sind mind. 30% aller Übernahmetiere positiv auf Würmer oder Kokzidien, also eine ziemlich hohe Anzahl...

Das würde mir mehr Sorgen bereiten als andere Erkrankungen (mal von EC abgesehen). Symptomlose Schnupfenträger sind sowieso viele Kaninchen, sowas kriegt man auch mit Quarantäne nicht mit....


PS: ich hoffe, Du findest eine Lösung, die für Dich stimmt.




Geändert von Rakete (06.05.2024 um 12:01 Uhr).
 
 
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