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Vergesellschaftung mit HandicapHallo zusammen! Ich bin neu hier und brauche dringend professionellen Rat, muss dafür aber etwas weiter ausholen. Seit ca. 7-8 Jahren habe ich ein Zwergkaninchen-Päarchen. Sie kam dieses Frühjahr neu hinzu, nachdem die Partnerin von meinem Rammler verstorben ist. Er war knapp 7-8, sie ein Jahr und die Vergesellschaftung war problemlos. Er hat sie berammelt (aber nie gebissen!) und sie hat sich sofort untergeordnet. Nach ca. 3 Tagen waren sie ein Herz und eine Seele. Wir mussten sie dann kastrieren lassen, er hat sie aber sofort danach „gepflegt“ und alles war prima, bis er sich vor knapp drei Wochen den rechten Hinterlauf so blöd gebrochen hatte, dass er amputiert wurde. (Einschläfern war für uns keine Option, da er ansonsten topfit war und zur Familie gehört.) Wir haben ihn nach 4 Tagen aus der Klinik geholt und sie war sofort aggressiv und ging auf ihn los, sodass wir sofort getrennt haben, seine Wunde musste ja erst einmal verheilen. Wir haben dann letzen Mittwoch von der Klinik das Okay zur Vergesellschaftung bekommen, haben ihm aber noch zwei Tage gelassen, um sich selbst mit der neuen Situation zurechtzufinden. Trotz drei Beinchen war er flott und munter unterwegs! Die Zusammenführung auf neutralem Boden (ca. 10 qm) war furchtbar! Sie hat ihm richtig Fell ausgerissen (mit Haut) und irgendwann lief er nur noch panisch und „grunzend“ weg. Er hatte einfach auch noch nicht die Kraft sich ihr zu stellen, obwohl er fast das doppelte wiegt. Wir haben viel beobachtet und die ganze Nacht ist sie richtig auf ihn los. Wenn mein Mann nicht gewesen wäre, hätte ich sofort getrennt, weil mir mein Rammler so Leid tat… Samstag wurde etwas weniger gejagt und am Sonntag lag sie auch ab und zu bei ihm zum Putzen. Wir haben eine Kamera zur Beobachtung aufgestellt und festgestellt, dass er nun auch etwas im Zimmer herumlaufen darf, ohne dass sie ihn jagt. Trotzdem macht sie das immer noch, heute Morgen wieder etwas heftiger. Sobald sie von hinten kommt, auch nur zum Beschnuppern, rennt er weg und sie (meist) hinterher. Allerdings nicht mehr so aggressiv. Sie will ihn berammeln, aber er lässt das nicht zu und ich weiß nicht, ob das an seiner OP-Wunde liegt oder daran, dass er sich bisher nie unterordnen musste? Die zwei-drei Wunden am Rücken durch das Fellrupfen sind verkrustet, aber nicht weiter „schlimm“ (obwohl mein Herz da echt blutet!!). Es gibt Ruhepausen (der alte Herr braucht sie auch dringend), er frisst und liegt nicht apathisch in einer Ecke und trotzdem mache ich mir wirklich Sorgen, wie lange ich das Laufen lassen soll/muss. Ich weiß, eine VG kann sehr lange gehen, aber meine Angst ist, dass sie ihn aufgrund seines Handicaps immer „mobben“ wird. Denn wenn er zum Beispiel etwas bestimmtes frisst, was sie gerne hätte oder irgendwo liegt, wo sie hin möchte, dann jagt sie ihn (mal mehr mal weniger rabiat) weg. Hat die VG eine Chance? Vielen Dank für eure Antworten!
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