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| Das erinnert mich so sehr an meine beiden Handaufzuchtskaninchen, Nico und Finn. Als sie mit fünf oder sechs Wochen keine Aufzuchtsmilch mehr gebraucht haben, habe ich versucht, sie mit den vier "großen" zusammenzubringen, damit sie sozialisiert werden können. Anfangs habe ich mich nur mit ihnen ins Gehege der anderen gesetzt, sie blieben eigentlich ständig auf meinem Schoß und den großen waren sie erst einmal egal. Es war ja auch immer nur für recht kurze Zeit. Dann habe ich den Babys extra kleine Verstecke aus Karton gebaut und die VG nach kräftiger Verunsicherung der großen und Erkundenlassen des Geheges durch die kleinen gestartet. Am Anfang war alles ok - aber die kleinen waren so schnell, dass das die großen verwirrt hat. Zumal waren sie ihnen gegenüber sehr schreckhaft (Menschen gegenüber überhaupt nicht!) und sind dadurch viel davongerannt. Dadurch fühlten sich die großen provuziert (klar, niemand wird gerne über den Haufen gerannt) und haben die kleinen ein wenig verscheucht. Das ganze hat sich dann hochgeschaukelt und ich habe die kleinen, sobald es die ersten Jagereien gab, herausgenommen, denn Finn hat geschrien. Nico hatte sich sowieso fast die ganze Zeit in der Ecke versteckt. So kamen die beiden Gitter an Gitter mit den großen. Auch durch das Gitter durch waren sie noch extrem schreckhaft, haben aber auch die Nähe zu den anderen gesucht. Leider mit dem Resultat, dass Nico einige Tage später eine blutende Wunde an der Nase hatte. Die beiden kamen also zurück in mein Zimmer und sollten dort bleiben, bis sie erwachsener und reifer wären. Als sie zehn Wochen alt waren, wollten wir bei der Tierärztin einen Kastrationstermin ausmachen, aber die meinte, dass das bei beiden noch mindestens zwei Wochen dauert. Die Sommerferien neigten sich aber auch schon dem Ende zu, also beschlossen wir, alle sechs im neutralen Gartenauslauf zu vergesellschaften. Dort hätten sie genug Platz, sich aus dem Weg zu gehen. Jeden Tag setzten wir sie also zusammen, es gab ein wenig gejage, aber es schien sich langsam zu bessern. Schreckhaft waren sie allerdings immer noch. Etwa eine Woche vor der Kastra beschlossen wir, die VG auf der Hälfte des Platzes weiterzuführen, da sie sich schon ziemlich aus dem Weg gingen. Das ging aber total schief, denn die kleinen wurden wieder total panisch. Weiter ging es also wie zuvor. Nach der Kastration sollten wir die Vergesellschaftung für zwei Wochen pausieren, damit die Wunde gut heilen kann. Damit aber nicht alle Fortschritte verloren gingen, trennten wir das Gehege in der Mitte. So, dass niemand den anderen beißen konnte. So lebten sie drei Wochen lange, weil wir dann auch eine Woche auf Schulausflug waren. Sobald wir zurückkamen, ging es mit der VG im Garten weiter. Es war mittlerweile friedlicher am Gitter und die beiden kleinen hatten sich daran gewöhnt, dass es nicht der Weltuntergang ist, wenn ein anderes Kaninchen sich bewegt. Aufgrund des Grazer Wetters (Herbst= Regen) mussten wir nach einer anderen VG-Lösung suchen, da wir im Nassen nicht vergesellschaften konnten. Es ist darauf hinausgelaufen, dass die Absperrung weg kam und ein Kaninchen nach dem anderen im Abstand von ein bis zwei Tagen zu den beiden kleinen dazu kam. Viele Jagereien gab es nicht, weil sie sich ja aus dem Gartenauslauf kannten und vom Leben Gitter an Gitter. Anfangs liefen die beiden (vor allem Nico, Finn ist inzwischen wesentlich erwachsener geworden) dauernd weg, aber das besserte sich immer weiter. Jetzt sind alle seit einer halben Woche zusammen und niemand wird mehr gejagt. Nico ist noch ein bisschen schüchtern, aber mit jedem Tag legt er ein Stück seiner Schüchternheit ab. Was ich dir mit diesem Roman sagen will: Der kleine Spot wird vor allem im Zuge des Erwachsenwerdens noch an Selbstvertrauen gewinnen. Vertrauen zu Menschen und zu anderen Kaninchen ist oft nicht so verknüpft, wie man denkt. Wenn sie sich im kleinen Bereich verstehen, würde ich ebenfalls das Gehege Stück für Stück vergrößern und den beiden viiiel Zeit geben. Ansonsten können auch einige Wochen Gitter an Gitter die Angst des Kleinen mildern. Dabei habe ich es so gemacht, dass am Anfang alles mit Decken verhängt war, sodass sie sich nur hören konnten. Dann wurde der Sichtschutz jeden Tag ein Stück weiter entfernt. So konnten sich Nico und Finn ganz langsam an andere Kaninchen gewöhnen.
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Und jetzt verstehst Du auch, warum man so junge Tiere nicht mit Älteren vergesellschaften sollte? Sie wehren sich einfach noch nicht und müssen u.U. einiges einstecken. Guck dann, dass Du ein Weibchen im etwa gleichen Alter findest oder ein Mädel in der Pubertät. Die wird ihm schon zeigen, wo der Hammer hängt. ![]() Ist der Kleine schon geimpft?
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| Vielleicht muss ich dann wohl doch wieder auf eine Häsin umsteigen. Könntest du mir dabei helfen einen passenden Partner für Cody zu finden? Bei den kleinen muss eine Impfung noch aufgefrischt werden das würde ich noch nachholen und eben die Kastra.
__________________ Liebe Grüsse
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