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Probleme Vergesellschaftung auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Dalmatiner
Ninchen
 
Registriert seit: 20.01.2019
Beiträge: 6
Dalmatiner befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.01.2019, 12:22

Probleme Vergesellschaftung


Hallo, allerseits!

Ich bin neu hier und habe mich angemeldet, da ich mir erhoffe, von euch ein paar Tipps zu bekommen. Ich habe folgendes Problem: Und zwar bin ich Rassekaninchenzüchter (bitte keinen Shitstorm) und derzeit halte ich meine Kaninchen überwiegend in Einzelbuchten, lasse Brüder/Schwestern aber möglichst lange zusammen. Nun möchte ich aber von dieser Buchtenhaltung weg und mehr in Richtung Gruppen-Gehege-Haltung.
Dazu habe ich ein Innen-Gehege gebaut (siehe Profilbild). Es ist 2,5m x 3,5m. Hätte gerne ein größeres gebaut, aber meine Mutter hatte sich komplett quer gestellt, dass ich im Garten ein Gehege baue.

Ich habe dann einen ersten Vergesellschaftungsversuch mit folgenden Tieren gestartet:

Nero - Rammler, wurde Ende November 2018 kastriert. Sehr dominant. Hat bei dem VG-Versuch immer alle anderen gejagt, die ihm ins Sichtfeld gehoppelt sind, zumindest am Anfang. Insbesondere Chess hat er immer verjagt, als er ihn gesehen hat. Nero ist eigentlich ziemlich schnell auf das oberste Brett gesprungen und hat immer wieder Männchen gemacht, als ob er sagen wollte: Ich bin hier der Chef! Dabei hat er von dort alle vertrieben. Früher war er sehr verschmust, seit der Kastration lässt er sich aber nicht mehr anfassen, rennt dann weg. Gegenüber Menschen war er noch nie aggressiv.

Chess - Rammler, wurde ebenfalls Ende November 2018 kastriert. Eher ruhig, zurückhaltend. Hat sich insbesondere vor Nero dauernd versteckt. Vor Lucy ist er auch ab und zu abgehauen, mit Holly hat er sich recht gut verstanden.

Lucy - Häsin, nicht kastriert. Eher dominant. Hat sich eher mit Nero gezofft.

Holly - Häsin, nicht kastriert. Eher zurückhaltend, aber neugierig. Ist stets freundlich auf die anderen drei zugegangen. Hat die anderen abgeleckt. Hat nur dann zugebissen, wenn sie angegriffen wurde.

Alle vier kamen im März 2018 zur Welt. Nero, Chess und Lucy stammen aus dem selben Wurf. Die Mutter der drei starb leider, als die Jungen ca 4 Wochen alt waren. Im Alter von 11 Wochen wurde der Wurf dann in eine Mädels- (2) und eine Männergruppe (5) geteilt. Die Männer verstanden sich bis zu einem Alter von ca 7 Monaten (Oktober), dann wurden sie getrennt, da sie anfingen untereinander zu streiten, was ja normal ist.
Bis Dezember lebte Lucy mit ihrer Schwester zusammen. Holly blieb bis Dezember bei ihrer Mutter. Dort gab es keine Streitereien.

Jedenfalls habe ich die vier Anfang Januar 2019 gleichzeitig ins Gehege gesetzt. Erst haben sie alles erkundet, dann haben sie sich gejagt, aber mehr als ein bisschen Fell ausreißen war da nicht, außer dass Nero und Chess einmal gemeinsam auf Lucy los sind. Da hab ich dann geschrien und in die Hände geklatscht, dann ließen sie von ihr ab. Sonst war nichts Ungewöhnliches. Dass die sich jagen und beißen ist laut meinen Internet-Recherchern normal.
Trinkflaschen waren mehrere angebracht und Futternäpfe standen auch mehrere herum. Zudem Habe ich im gesamten Gehege Karotten und Fenchel verteilt.
Am 2. Tag haben sie schon gemeinsam aus einer Schüssel gefressen, nur Chess hat sich erst rangetraut, als Nero weg war.
Am 3. Tag lagen die drei zusammen und leckten sich gegenseitig, nur Chess versteckte sich nach wie vor.
Nach ein paar Tagen traute sich auch Chess raus, nur vor Nero hatte er noch sehr großen Respekt.
Eigentlich dachte ich, es sah soweit alles ganz gut aus und dass sich die Ängstlichkeit von Chess legen würde, aber in der Nacht vom 7. auf den 8. Tag war alles anders. Ich kam morgens rein und Holly hatte eine tiefe Bissverletzung (ca 1cm Durchmesser) an der Nase. Nero hat an dem Tag dann auch wieder vermehrt die anderen gejagt.
Am nächsten Tag war dann auch Lucy übersät mit Bissverletzungen und als Nero dann immer wieder auf sie losging und sie mehrmals geschrien hat, habe ich Nero aus der Gruppe genommen. Am darauffolgenden Tag konnte ich nicht vorbeikommen, da ich mit meinem Auto nicht aus der Parklücke rausgekommen bin, weil der Bahner mich zugebahnt hat und das über Nacht festgefroren ist. (Habe meine Kaninchen bei meinem Elternhaus. Bin ausgezogen, aber ich konnte ja schlecht sooo viele Kaninchen mit ihn die Wohnung nehmen, zumal ich allergisch bin und dadurch nur mit einer Atemschutzmaske zu meinen Kaninchen kann.)

Also hat meine Mutter gefüttert. Chess hätte die anderen beiden gejagt und dann hat sie ihn rausgenommen Hatte ihr extra gesagt, sie soll das nicht tun. Konnte ihn ja dann am nächsten Tag nicht einfach wieder dazusetzen...

Wieder einen Tag später ist mir aufgefallen, dass Lucy eine große Bisswunde am Hals hat und auch noch eine Bisswunde direkt überm Auge. Sie sieht jetzt aus wie ein Schweizer Käse. Hab die beiden nun auch wieder getrennt und in Buchten gesetzt. Ins Gehege habe ich nun einen unkastrierten Rammler gesetzt, damit der übermarkiert und ich dann evtl einen weiteren Versuch starten kann, wenn die Wunden verheilt sind.

So, ist jetzt ziemlich viel Text geworden, aber wollte möglichst alle Details nennen, damit ihr nicht 100-mal nachfragen müsst.

Habt ihr irgendwelche Tipps? Soll ich vlt die Gruppenkonstellation ändern?

Hätte noch eine Häsin vom März 2017, die bisher einen Wurf hatte. Sie kann allerdings manchmal etwas zickig sein.

Danke schon mal im Voraus für eure Hilfe.



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Benutzerbild von Lara004
Kaninchen
 
Registriert seit: 08.03.2012
Beiträge: 2.871
Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2019, 08:46

Hallo, ich wollte doch kurz mal was schreiben.

Ich finde es super, dass du deine Haltung verändern möchtest und auch schon aktiv geworden bist.

Schade, dass es mit der Vergesellschaftung erst mal nicht so geklappt hat wie gewünscht.
Ich bin da nun kein Profi für, da es bei mir bisher immer gut geklappt hat.

Vermuten würde ich aber, dass zu früh getrennt wurde. Verletzungen, die keinen Tierarzt benötigen passieren leider und sind für die Tiere oft weniger schlimm, als für die Menschen.
Hast du genug verstecke aufgebaut im Gehege?

Vielleicht meldet sich ja noch jemand der bessere Tipps hat.




Benutzerbild von Dalmatiner
Ninchen
 
Registriert seit: 20.01.2019
Beiträge: 6
Dalmatiner befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.02.2019, 16:04

Vielen lieben Dank, dass wenigstens jemand mal antwortet.
Schade aber, dass sich bisher nur eine Person gemeldet hat. In Foren werden Züchter häufig als Tierquäler hingestellt, aber wenn man dann etwas dazulernen und verbessern will, wollen einem die Leute wohl irgendwie nicht wirklich helfen...

Hab sie halt getrennt, weil Lucy ne größere Wunde am Hals hat und ich Angst hatte, dass sie evtl vlt sogar totgebissen wird. Und Hollys Wunde an der Nase ging bis zu den Nasenatemwegen durch... (Ist nun aber Gott sei Dank wieder recht gut verheilt )
Hoffe, dass das nächstes Mal besser läuft... Werde versuchen, sie nicht mehr zu trennen. Aber ist das normal, dass die Verletzungen so schlimm sind? Hatte mich zwar drauf eingestellt, dass es zu Verletzungen insbesondere am Rücken kommen wird, aber dachte nicht, dass das SO heftig wird.

Verstecke waren aus Platzgründen etwas schwierig, aber ich hatte 1 großes Häuschen (2,5 m x 50 cm) mit 2 Ein-/Ausgängen drin, auf das sie auch draufspringen konnten und von dort aus dann nochmal auf ein Brett, dass ich an der Wand festgemacht habe. Zusätzlich gab es auch noch ein erhöhtes Brett, auf das sie entweder draufspringen konnten oder über eine Rampe erreicht werden kann. Die Heuraufe ist ziemlich groß und hängt relativ weit oben, sodass ein Tier draufspringen kann, aber ein anderer von unten nicht drankommt, um zu beißen.

Vlt sind meine Kaninchen auch so überzüchtet, dass sie unsozial geworden sind Ich hoffe es ja nicht. Allerdings gibt es wohl ein paar wenige Züchter in der Schweiz, denen die Gruppenhaltung in der Zucht gelungen ist. Hab auch schon von Züchtern gehört, die ihre Häsinnen während der Zuchtruhe als Gruppe halten und nur zur Aufzucht der Jungen aus der Gruppe raus nehmen. Ich wollte mal die Aufzucht von Jungtieren innerhalb einer Gruppe versuchen, sobald die Vergesellschaftung zu 100% geklappt hat. Hab schon mehrmals gehört, dass das möglich ist.
Das Ganze sollte erst mal zu Testzwecken versucht werden, da ich nach meinem Studium, sobald ich etwas Geld angespart habe, eine Anlage bauen möchte, wo sich meine Kaninchen möglichst wohl fühlen sollen. Dazu ist auch vorgesehen, dass auch Zuchtrammler wenigstens mehr Platz bekommen. In einer Gruppe lassen die sich ja leider ohne Kastration nicht halten.




Benutzerbild von Kaninchenherz28
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 924
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.02.2019, 18:51

Hallo!

Auch ich finde es super, dass du an der Haltung deiner Kaninchen etwas ändern möchtest.

Zitat:
Aber ist das normal, dass die Verletzungen so schlimm sind?
Nein, ist es nicht. Klar kann es immer wieder zu Verletzungen kommen, aber das hört sich schon heftig an.

Zitat:
Vlt sind meine Kaninchen auch so überzüchtet, dass sie unsozial geworden sind
Das kann natürlich sein, muss aber nicht sein. Es wäre vielleicht von Vorteil, wenn du demnächst auch nach dem Vergalten gegenüber Artgenossen selektieren würdest.Schließlich leben Kaninchen normalerweise in Gruppenverbänden, da wäre es doch unfassbar schade, wenn ihnen das verloren ginge.
Allerdings glaube ich in deinem Fall eher, dass das Problem an zu wenig Sichtschutz liegt. So haben die Kaninchen den "Feind" ständig vor Augen, da kann es schnell dazu kommen, dass sie gereizt reagieren. Zwei Ausgänge sind gut, sogar sehr wichtig, aber ein Haus ist einfach zu wenig, auch wenn es groß ist. Besser sind mehrere kleine Häuschen, zumindest während der Vergesellschaftungszeit sollten mindestens so viele Unterschlüpfe zur Verfügung stehen wie Kaninchen im Gehege sind. Mehrere Futterstellen sind auch sehr wichtig, damit ein Kaninchen nicht vom Futter verdrängt wird.

Zitat:
Dazu ist auch vorgesehen, dass auch Zuchtrammler wenigstens mehr Platz bekommen. In einer Gruppe lassen die sich ja leider ohne Kastration nicht halten.
Oh doch, das geht sogar! AngoraAngy hier aus dem Forum macht das. Kann etwas dauern, bis du passende Partner gefunden hast (Zuchtrammler + ruhiger (Früh-)Kastrat), aber es lohnt sich!

Darf ich fragen, welche Rasse du züchtest?



__________________
Liebe Grüße von den Sophie mit Felix, Kiki und Stella!



Benutzerbild von Dalmatiner
Ninchen
 
Registriert seit: 20.01.2019
Beiträge: 6
Dalmatiner befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.02.2019, 20:19

Danke für deine tolle Antwort!
Das werde ich beim nächsten Versuch berücksichtigen

Dass man nen unkastrierten mit einem kastrierten Rammler vergesellschaften kann, hab ich so bisher noch nie gehört, aber das wäre natürlich super Hatte immer nur gelesen, dass das nicht ginge, weil der Unkastrierte den Kastrierten dauernd berammeln würde. Wieder was gelernt

Ich züchte übrigens Dalmatiner Rexe in den Farben schwarz-weiß und blau-weiß.
Laut meiner Erfahrung sind Rexe ja gerne temperamentvoller als Normalhaarkaninchen. Hatten früher auch noch Weiß-Rexe rotaugen, Loh havanna und jeweils eine Zeit lang auch Rheinische Schecken und Zwerg-Rexe castorfarbig. Nach dem plötzlichen Tod meines Vaters musste ich diese Rassen allerdings aufgeben. Ich war körperlich nicht in der Lage, mich um alle zu kümmern. Später habe ich dann auch endlich eine Diagnose bekommen: Lipödem (mit Lymphödem). Durch OPs könnte ich wieder gesund werden, aber die werden von der Krankenkasse idR nicht bezahlt (ca. 18.000 - 24.000 Euro gesamt). Die zahlt nur die konservative Therapie, die erwiesenermaßen nur Schmerzlinderung bringt und hochgerechnet deutlich teurer ist...




Benutzerbild von Zaknafein
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.07.2016
Beiträge: 58
Zaknafein befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.02.2019, 20:33

Ich finde es toll das du von der Buchtenhaltung weg willst und ebenfalls schade das der Einstieg in eine andere Haltung gleich so los geht.

-mir erscheint allerdings dein Gehege für vier Rexe tatsächlich etwas klein, vielleicht mit ein Punkt warum es unter deinen Langohren so knallt? Gäbe es da vielleicht die Möglichkeit noch mehr Platz fürs Gehege ab zu zweigen?

Wir hatten auch schon Rammler mit Kastrat zusammen, das hat recht gut geklappt. Ist auf jeden Fall einen Versuch wert um den Rammlern auch mehr Lebensqualität zu geben.

Übrigens, schöne Kaninchen. Ich liebe Rexe mittlerweile, stehen bei mir auf der Liste der Haben-wollen-Rassen ganz oben.




Benutzerbild von Lara004
Kaninchen
 
Registriert seit: 08.03.2012
Beiträge: 2.871
Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.02.2019, 08:02

Oh Rexkaninchen tolle Tiere. Hätte ich auch gerne, aber nu sind zwei andere Notfälle zuvor gekommen.

Ich vermute auch, dass es vielleicht an rückzugsmöglichkeiten gefehlt hat. Es müssen ja nicht direkt Häuschen sein, einfach Pappkartons würden ja auch genügen und wenn kaputt, dann in den Müll.

Der nächste Versuch sollte vielleicht nur mit zwei Tieren erfolgen in dem Gehege und sonst später Tiere dazu nehmen, die vom Charakter gut in die bestehende Gruppe passen.

Wie groß ist das Gehege denn eigentlich? 2,50x3,50 wie im ersten Beitrag oder wirklich nur 2,50x0,50?
Bei letzterem scheint es mir für vier Tiere tatsächlich zu wenig Platz zu sein.




Geändert von Lara004 (02.02.2019 um 08:04 Uhr).

Benutzerbild von Dalmatiner
Ninchen
 
Registriert seit: 20.01.2019
Beiträge: 6
Dalmatiner befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.02.2019, 13:18

Schön sind die auf jeden Fall. Bekomm das sogar von anderen Züchtern immer wieder zu hören, obwohl sie selber keine wollen, weil speziell Dalmatiner extrem schwer zu züchten sind. Dass nur die Hälfte der Jungen überhaupt Dalmatiner sind, machts nicht gerade einfacher.

Schwierig, da noch mehr Fläche abzuzweigen, aber ich könnte mal schauen, ob ich nicht noch wenigstens paar Bretter aufhängen kann, wo die draufspringen können. Und die Idee mit den Pappkartons ist auch gut. In der Mitte ich doch recht viel freie Fläche. Bisschen mehr Sichtschutz aufstellen, würde wahrscheinlich auch nicht schaden.

Hatte ohnehin vor, es das nächste Mal ohne Nero zu probieren, da er am meisten Stress gemacht hat.
Oder wäre es vlt besser, wenn ich erst 2 vergesellschafte und dann die anderen 2 und die beiden Mini-Gruppen dann erst zusammenführe?

Wenn ich erst 2 vergesellschafte, wie Lara004 es vorschlägt, kann ich dann einfach irgendwann einen dritten dazusetzen oder muss das dann wieder auf einem für alle neutralen Boden sein?

Das Gehege ist 2,5m x 3,5m.
2,5m x 0,5m war nur das Häuschen.
Wär ja sonst ziemlich arg eng. Das wär ja sogar noch kleiner als meine Doppelbuchten (1,6m x 80 cm). Das würde ich 4 ausgewachsenen Kaninchen nicht antun.
Wobei... gibt ja immer noch sehr viele Züchter, bei denen die Häsinnen ihre Jungen in ganz normalen Buchten zur Welt bringen und die dann teilweise auch noch deutlich unter den Buchtenmindestmaßen liegen. Ich hab dafür immerhin zwei Buchten über ne Schiebetür verbunden, die ich nach Bedarf auf oder zu machen kann.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 687
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.02.2019, 17:29

Bei mir sind schon relativ viele VG 's gescheitert und dass trotz genügend Platz (aktuell auch gerade wieder). Bei den meisten gab es gleich zu Beginn massive Verletzungen, die meist genäht werden mussten. Und dann musste ich Kaninchen wieder trennen, weil eines permanent massiv gemobbt wurden, obwohl die VG insofern erfolgreich war, dass es keine Verketzungen gab...

Was ich sicherlich sagen kann: bei Gruppenhaltung braucht es genügend Platz. Bei einer 4-er Gruppe würde ich nicht unter 12 qm gehen (erst recht bei schwierigen Charakteren). Was wesentlich einfacher ist, sind Paarhaltungen!

Bei Gruppen hatte ich immer Probleme (unterschiedlichen Maßes) mit den Gleichgeschlechtlichen. Und was bei mir nie ging: 2 dominante Kastrate! Leider kam bei mir dies (zufälligerweise?) recht häufig vor. Die Häsinnen waren bei mir alle kastriert, trotzdem gab es da auch Probleme untereinander.

Vermutlich ist bei Dir die Kombi Nero- Lucy das Problem, wenn beide recht dominant sind. Oder der dominante Nero ist mit der ganzen Gruppe überfordert. Bei recht dominanten Kastraten wie Nero, die Probleme machen, würde ich zur Paarhaltung mit einem unterwürfigen Partnerin tendieren.

Allerdings hatte ich 2x aus dem TH auch jewils ein Kastratenpaar, das untereinander wunderbar funktionierte, weil das Gefälle zwischen Dominanz und Unterwürfigkeit sehr groß war. Es kann also durchaus mit Gleichgeschlechtlichen klappen. Leider hat es dann aber nicht mit meinen Kaninchen nicht geklappt, weil ich eben auch dominante Kastrate hatte. Den jeweils unterwürfigen Kastraten hätte ich problemlos eingliedern können.

Entweder findest Du eine bessere Konstellation für eine Gruppenhaltung, oder Du machst aus den bestehenden Gruppe 2 Pärchen. Vermutlich wären diese Lösungen erfolgreicher als die jetzige Situation.




Benutzerbild von Lara004
Kaninchen
 
Registriert seit: 08.03.2012
Beiträge: 2.871
Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.02.2019, 23:31

Ob man später noch ein drittes Kaninchen zu dem bestehenden Pärchen dazu setzen kann, ist ziemlich abhängig von dem jeweiligen Charakter der Tiere.

Ich persönlich habe nie auf neutralem Boden vergesellschaftet, da ich einfach keinen Platz für ein weiteres sicheres Gehege hatte.

Im Frühjahr wird’s dann bei mir auch so laufen, dass die beiden Minis zu den beiden großen ins Aussengehege ziehen und dort sich alle vier zusammenraufen müssen.

Fur deine Situation würde ich erst mal ein Pärchen vergesellschaften und um dann langsam ein Gespür für die gruppenhtung zu bekommen.
Allesweitere kann man schwer imvorraus sagen, wie es klappen wird.

Einen kleinen Gedankengang noch: vielleicht ist auch ein Problem, dass andere Kaninchen außerhalb der Gruppe noch in direkter Nähe wohnen bzw.sich auch die vier Kaninchen vorher hören und zumindest riechen konnten... nur ein Gedanke, der vielleicht helfen könnte




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 30.04.2017
Beiträge: 37
Gissy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.02.2019, 12:04

Zitat:
Zitat von Kaninchenherz28 Beitrag anzeigen
Oh doch, das geht sogar! AngoraAngy hier aus dem Forum macht das. Kann etwas dauern, bis du passende Partner gefunden hast (Zuchtrammler + ruhiger (Früh-)Kastrat), aber es lohnt sich!


Zitat:
Zitat von Dalmatiner Beitrag anzeigen
Dass man nen unkastrierten mit einem kastrierten Rammler vergesellschaften kann, hab ich so bisher noch nie gehört, aber das wäre natürlich super Hatte immer nur gelesen, dass das nicht ginge, weil der Unkastrierte den Kastrierten dauernd berammeln würde. Wieder was gelernt

Sorry, aber bei sowas stellen sich bei mir die Nackenhaare auf.


Nicht umsonst steht im deutschen Tierschutzgesetz:


"Unkastrierte potente geschlechtsreife Rammler sind einzeln zu halten um Beissereien zu vermeiden"


Ich kenne selbst den ein oder anderen Züchter die ihre Tiere so halten, da gibts genauso Streitereien wie in der Pärchenhaltung.


Aber es gibt auch die Fälle, wo bei ausreichend Platz nach 4 Jahren Harmonie und gegenseitigen kuscheln ohne irgendwelche Rangeleien vorher, der unkastrierte seinen Kastraten einfach mal so über Nacht zerlegt hat.




Kaninchen
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.161
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.02.2019, 12:56

Zitat:
Zitat von Gissy Beitrag anzeigen

Nicht umsonst steht im deutschen Tierschutzgesetz:


"Unkastrierte potente geschlechtsreife Rammler sind einzeln zu halten um Beissereien zu vermeiden"

Wo soll denn das im TierSchG stehen? Ich finde im TierSchG keinen entsprechenden Passus dazu.

Mir stellen sich auch eher die Nackenhaare auf, wenn man Kaninchen in Einzelhaltung hält...

Letztlich bleibt daher, will man nicht jegliche Zucht von Kaninchen verdammen, nur der Versuch, potente Rammler mit Kastraten zu vergesellschaften. Dass das funktionieren kann, zeigt ja auch Angora-Angy.

Und bei allem Gemaule gegen jegliche Zucht: wir hätten wohl keine oder zumindest nicht mehr so viele verschiedene Haustierrassen, wenn sie nicht irgend jemand, sei es zum essen, sei es, um Preise zu gewinnen, sei es, um darauf zu reiten oder sie für die Wiesenpflege einzusetzen, dieses Haustiere züchten würde, um von den Folgeproblemen (Verschwinden der Wiesenlandschaften und der dort ansässigen Fauna und Flora) gar nicht erst zu reden...



dangerschaf likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 30.04.2017
Beiträge: 37
Gissy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.02.2019, 13:23

Zitat:
Zitat von Diabi Beitrag anzeigen
Wo soll denn das im TierSchG stehen? Ich finde im TierSchG keinen entsprechenden Passus dazu.

Da musst du unter den Nutztierhaltungsbedingungen schauen. (Ja die stehen sogut wie gar nicht im Internet)


In meiner Tierschutzgesetz Mappe steht das so mit drin und die ist noch keine 1 1/2 Jahre alt. (Mappe bzw. das ganze Tierschutzgesetz kann man bei jedem Veterinärsamt anfordern, kostet aber leider etwas)




Kaninchen
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.161
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.02.2019, 13:39

Hast du einen Artikel oder Paragraphen?

Bei den Nutztierverordnungen finde ich es nämlich auch nicht, stattdessen anderen Unsinn, wie die Mindestanforderungen an die Buchtengrösse bzw das Erfordernis von zusätzlichen Ruheplätzen, wenn die Tiere auf Gittern sitzen...



dangerschaf likes this.

Benutzerbild von Dalmatiner
Ninchen
 
Registriert seit: 20.01.2019
Beiträge: 6
Dalmatiner befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.03.2019, 13:21

So, habe vor 4 Wochen nochmal einen Versuch gestartet, eine Gruppe Kaninchen zu vergesellschaften.

Habe dazu eine große 4er-Transportbox aus Holz in die Mitte gestellt, um den Sichtkontakt einzuschränken. War ja ein Tipp von euch. Danke dafür. Kartons hätten ein Draufspringen wahrsxheinlich nicht überlebt, daher die Transportbox. Sind ja mit ihren 4-4,5 kg nicht unbedingt Fliegengewichte.

Ich habe auch die Gruppenkonstellation geändert. Nero und Lucy hatten beim letzten Mal ja Probleme gemacht, daher habe ich sie gegen Blue ausgetauscht. Sie ist eine einfarbig blaue Dalmatiner-Rex-Häsin, 2 Jahre alt und hatte bisher 1 Wurf Junge (6 Jungs, 1 Mädel). Bis Dezember lebte sie mit ihrer Tochter zusammen.
Weil Chess und Holly beim letzten Mal schon lieb waren, waren sie auch dieses Mal wieder mit dabei, also insgesamt 2 Häsinnen und 1 Kastrat.

Erst war alles ruhig, dann haben sich Blue und Holly gejagt, aber außer bisschen Fellrupfen war da nix. Schon am 2. Tag sind die zwei friedlich zusammen am Fressnapf gesessen. Chess hingegen hat sich an die beiden gar nicht rangetraut und ist fast nur oben gesessen. Nach etwa 1,5 Wochen hat er sich dann doch langsam runtergetraut und die Rangordnung wurde auch hier sehr schnell geklärt. Seit dem konnte ich keine Auseinandersetzungen mehr beobachten, außer dass Blue ab und zu mal sagt: "Hey, geh zur Seite. Ich will da hin", aber das verbuche ich als normale Kommunikation. Blue scheint die Ranghöchate zu sein.

Bin echt froh, dass das diesmal so gut geklappt hat. Keine Bisse, nur Fellrupfen. Jetzt sitzen die drei gemeinsam an der Schüssel und fressen oder sie kuscheln zusammen. :-)

Vieln Dank auch noch an Diabi, dass sie die Tierzucht nicht verteufelt, sondern sogar auch noch Positives sieht. Dem möchte ich noch hinzufügen, dass zumindest die Züchter, die ich kenne, auch ein großes Interesse daran haben, dass die Tiere gesund sind und dadurch die mit Erbkrankheiten ausselektieren. Bringt ja nix, die allertollsten Tiere rauszuzüchten, die Zahnfehlstellungen, Geschlechtsmissbildungen, verengte Gehörgänge oder sonst was haben. Das wird auf Ausstellungen zu Recht auch sofort mit der Gesamtnote "n.b." bewertet, was gleichzusetzen ist mit 0 Punkte bzw. durchgefallen.

Wo sich mir aber sie Nackenhaare stellen ist, wenn die Tiere nicht täglich ausreichend versorgt werden, auf purem Kot sitzen, geschlagen werden oder tote Tiere nicht entfernt werden. Bisher ist mir aber erst ein solcher Züchter untergekommen. Bei dem kriegen die Tiere im Winter nur Heu zu fressen, weil angeblich das Geld fehlt. Pellets seien ihm zu teuer. Der trägt ne Smartwatch, ist neuerdings tätowiert, trägt Markenklamotten. Sorry, aber da kanns finanziell nicht so schlimm aussehen. Wasser kriegen die dort offensichtlich auch nicht regelmäßig. Jedenfalls hat ein Züchter von dem mal ein paar Kaninchen bei sich (vorübergehend) aufgenommen und dort hätten die erst mal ein paar Minuten lang gesoffen.




Kaninchen
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.161
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.03.2019, 16:31

@Wuscheline: diese 4er Box diente nur als Sichtschutz und ist nicht mit den von uns verwendeten TBs vergleichbar, da können die Nins nicht einfach so reinlaufen...




Benutzerbild von Dalmatiner
Ninchen
 
Registriert seit: 20.01.2019
Beiträge: 6
Dalmatiner befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.03.2019, 13:10

Ja, genau, wie Diabi schreibt, können hier die Kaninchen nicht reinlaufen. Muss man sich vorstellen wie eine Holzkiste, die innendrin in vier Abteile unterteilt ist und auf einer Seite vier Gitter hat, damit in die jeweiligen Abteile Luft reinkommt. Öffnen kann man die nur von oben, wie eine Truhe. Ist praktischer, wenn man viele Tiere auf einmal transportieren muss. Lassen sich super stapeln.

Das sieht vom Prinzip her so aus:
https://www.breker.de/kaninchen-transportkiste-holz-4-abteile-40er.html



 
 
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