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Kastration und 1000 wirrer Gedanken auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von MoquiMarble
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.08.2016
Beiträge: 76
MoquiMarble befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.12.2018, 13:37

Kastration und 1000 wirrer Gedanken


Hallo!

Mich beschäftigt gerade die Kastration eines Rammlers. Damit habe ich bisher keine Erfahrungen gemacht. Außer eine ganz schlimme vor 20 Jahren. Da hatte ich eine Häsin, die plötzlich doch ein Rammler war und musste ihn kastrieren lassen. Also ab zum TA. Der nahm ihn mit rein, keine 5min später war er wieder mit ihm draußen. Ich war total sprachlos und fragte, ob er schon fertig ist. Er bejahte meine Frage und ich war verblüfft, da das Kaninchen wach war. Also erkundigte ich mich, ob er denn keine Narkose hatte. TA so: „Nö.“ Ich meinte dann, dass das dem armen Kerl sicherlich weh getan haben muss. Darauf der TA: „Wieso? Haben Sie ihn schreien hören?“. Das hat mich damals komplett fertig gemacht. Hatte man Kaninchen früher so kastriert? Ohne Narkose? Seitdem hatte ich nie wieder einen unkastrierten Rammler gehabt.

Warum ich mich aber jetzt wieder damit beschäftige ist folgendes (könnte wieder ein Roman werden): In der Nachbarschaft leb(t)en 4 Kaninchen. Alles unkastrierte Rammler und in Einzelhaft. All mein Reden hatte keinen Sinn. Im Laufe der Zeit starben so nach und nach die Tiere weg. Vor paar Tagen dann Kaninchen Nr. 3. Aber für ihn war es wohl eine Erlösung, da er, seit er vor 5 Jahren aus der Zoohandlung kam, nur verrotzt war und die Augen oft zugeschwollen waren. Jetzt sitzt der letzte Kandidat noch da. Er bekommt ab und zu Freilauf auf dem großen Grundstück und hockt dann meistens bei uns am Zaun, um Kontakt mit einem unserer Ninchen aufzunehmen. Erstaunt hat mich, dass Diavolo ihn scheinbar mag. Keine Beißerei oder Aggression, obwohl ja beide Zaun an Zaun sitzen.

Vor paar Tagen war ich wegen einer anderen Sache bei unseren Nachbarn und sprach sie nochmal auf den Rammler an und fragte, warum er nicht kastriert wird. Die Antwort war, man müsse es nicht, er ist ja alleine. Ich sagte dann, dass das ja das Problem ist und man ihm doch eine Partnerin geben könnte. Aber davon wollte man nichts hören, da die Kinder kein Interesse mehr an ihm haben und man sie jedes Mal nötigen müsse, das Tier zu füttern und zu säubern. Und dann meinte meine Nachbarin, ich könne ihn haben – sie schenkt ihn mir. Ich war erstmal verdattert, aber nun geht mir das Hasi nicht mehr aus dem Kopf. Und natürlich auch die Kastration…
Wer macht das? Ein normaler Tierarzt (kann der das?) oder besser ein Heimtierarzt? Wenn ich mich dazu entschließe, ihn zu nehmen, was muss man nach einer Kastra beachten? Der Kleine lebt ja in Außenhaltung (Buchte) und hat dort vermutlich nur Stroh und Heu drin. Ob anderes Einstreu drin ist, weiß ich nicht. Aber muss er nach so einer Kastra auf einem Handtuch sitzen? Müssen irgendwann Fäden gezogen werden?

Ich weiß noch nicht, ob ich ihn nehmen werde, da ich momentan 2 Gehege habe (wovon das eine nicht geplant war – da eine VG schief ging). In jedem Gehege lebt ein Pärchen. In dem einen unser jetzt 3jähriger Diavolo mit der 1jährigen Lucyfer. Im anderen die bald 9jährige Nele und unser Handicap-Ninchen Romeo (mindestens 10 Jahre alt). Eigentlich wollte ich die beiden Pärchen gerne vergesellschaften, da aber Romeo dem ganzen körperlich nicht gewachsen ist, bleiben sie so lange getrennt, bis Romeo mal nicht mehr ist.
Und nun sitzt bei Nachbars der kleine Karamell und hätte vielleicht auch gerne ein schönes Leben in Gesellschaft von Artgenossen.

Ich bin am überlegen, und fühle mich echt wie ein Schwein dabei, Karamell kastrieren zu lassen und ihn so lange bei den Nachbarn noch wohnen zu lassen, bis Romeo mal nicht mehr ist. Dabei drehen sich meine Gedanken im Kreis. Romeo macht mir an manchen Tagen Sorgen. Da denke ich, lange hält er nicht mehr aus. Dann ist er wieder fitter… Also Romeo beschert mir oft ein Hin und Her der Gefühle. Manchmal habe ich Angst, ich lasse Karamell die nächsten Tage kastrieren und Romeo geht über die Regenbogenbrücke noch bevor die Kastrafrist abgelaufen ist. Kann ich Nele dann überhaupt die vielen Wochen alleine lassen?

Wenn ich das so schreibe und lese… es klingt gruselig und irgendwie gemein. Als wenn man einen Nietnagel sucht, der die Lücke schließen soll und Angst hat, der „Plan“ geht schief. Bitte versteht das nicht falsch. Aber das Nachbarkaninchen könnte nur zu uns, wenn Romeo mal nicht mehr sein sollte. Wann das ist, weiß ich nicht. Romeo kann nicht mehr alleine aufstehen und ich helfe ihm tagsüber alle 2h auf die Beine. Und wenn er möchte, halte ich ihn und wir laufen gemeinsam durch das Gehege. Manchmal ist er gut drauf und möchte ganz raus, also aufs Grundstück. Dann freut mich das, aber es gibt die vielen Tage, wo er bisschen frisst und ab in sein Erdreich verschwindet. Ich frage mich oft, ob er mit diesem Leben klar kommt. Ob ich es richtig mache. Mal denke ich nein, dann sehe ich wie er sein Weibchen putzt, Leckerchen gierig annimmt und aufmerksam ist, dann bin ich der Meinung, alles richtig zu machen. Ach menno…, momentan stressen mich meine Gedanken und die vielen Sorgen um Romeo und der Nachbarhasi geht mir auch nicht aus dem Kopf. Daher wollte ich hier mal um Rat bitten, vielleicht sortiert dies meine Gedanken.



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Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 463
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.12.2018, 13:51

Hi MoquiMarble,


also erstmal find' ich's klasse, dass Du Dir so 'nen Kopp um den Rammler von nebenan machst. Nach allem, was Du schilderst, wär's natürlich genial, wenn Du ihn zu Dir nehmen könntest.

Zitat:
Zitat von MoquiMarble Beitrag anzeigen
Wer macht das? Ein normaler Tierarzt (kann der das?) oder besser ein Heimtierarzt? Wenn ich mich dazu entschließe, ihn zu nehmen, was muss man nach einer Kastra beachten? Der Kleine lebt ja in Außenhaltung (Buchte) und hat dort vermutlich nur Stroh und Heu drin. Ob anderes Einstreu drin ist, weiß ich nicht. Aber muss er nach so einer Kastra auf einem Handtuch sitzen? Müssen irgendwann Fäden gezogen werden?
Tierärzte mit der Zusatzbezeichnung "für kleine Heimtiere/Kleinsäuger" wären für mich die Spezialisten erster Wahl, wenn's um die Kastration eines Rammlers geht. Nach der Kastrationsfrist sollte der Ex-Rammler bis zu sechs Wochen keinen Kontakt mit einer unkastrierten Häsin haben, weil möglicherweise noch das ein oder andere übriggebliebene potente Spermium in der Pipeline hängt. ;-) Nach sechs Wochen ist das aber kein Thema mehr. In der Zeit wäre Nele dann - für den Fall, dass Karamell erst nach Romeos Tod einziehen kann - tatsächlich alleine, und ich kann schon verstehen, dass Dich der Gedanke belastet. Andererseits hätten sie sich danach ihr Kaninchenleben lang. :-)

Zur Wundversorgung ist mir bei Rammlern geläufig, dass die Nachsorge (im Unterschied zur weiblichen Kastration) weniger kompliziert ist, weil die Wunde kleiner und anders strukturiert ist. Du kannst auf jeden Fall saubere Tücher im Gehege auslegen, damit die Wunde nicht verschmutzt und sich nicht infiziert. Hygiene im Gehege ist nach einer OP also klar ein Muss, aber für meine Begriffe ohnehin ein Standardanspruch auch ohne Kastrationswunde. Mal sehen, was die anderen hier im Forum raten.

Ich wünsch' dem Rammler nebenan, dass er schon jetzt bei Dir unterkommen kann. Hm, vielleicht lässt sich mit ein bisschen kreativem Hin- und Herprobieren das Gehege neu aufteilen, so dass er dann - kastriert, versteht sich - doch noch in eine der beiden Gruppen integriert werden kann. Oder vielleicht passt er ja ganz gut zu Diavolo und Luzyfer und es gibt 'ne fröhliche Dreiercombo?

Grüße,
Aen




Geändert von Aen (10.12.2018 um 14:03 Uhr).

Benutzerbild von Angora-Angy
Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 6.088
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.12.2018, 13:55

Ohweh, was war das denn für ein Tierarzt? Natürlich ist eine Rammlerkastra keine große Sache und der eigentliche Schnippschnappakt ist eine Minutensache. Aber ohne Narkose macht man das heute eigentlich nicht mehr. Wobei es durchaus private Schlachtkaninchenerzeuger gibt, die ihre männlichen Jungtiere mal kurz in einen Stiefel stecken und mit der Rasierklinge... Lassen wir das...
Normalerweise kann jeder Tierarzt auch Kaninchen kastrieren. Die Frage ist immer die Narkoseform. Kaninchen vertragen Inhalationsnarkosen wesentlich besser als Injektionsnarkosen. Letztere muss man absolut exakt dosieren, der Grat zwischen zu wenig und zu viel ist bei Kaninchen sehr schmal. Wenn du sichergehen willst, frag vorher nach. marinahexe hat eine Liste empfehlenswerter Tierärzte, die kann dir einen in deiner Nähe raussuchen. Ein guter Tierarzt gibt ein operiertes Tier nur vollständig wach wieder mit.
Ob Fäden gezogen werden müssen, hängt vom Tierarzt ab. Manche nähen gar nicht, binden nur die Gefäße mit auflösenden Fäden ab. Manche vernähen mit auflösenden, andere mit nichtauflösenden Fäden. Auf Handtücher hab ich bisher kein Tier gesetzt, wenn sie vollständig wach und fit sind, kamen sie einfach wieder in ihren Stall. Ich hatte auch noch keine Komplikationen oder gar Todesfälle dabei.

Im geschilderten Fall würde ich mir das Tier samt Stall übereignen lassen, es in seinem gewohnten Stall die Neuzugangs- wie auch Kastrationsquarantäne absitzen lassen. Denn ein Rammler gilt bis 6 Wochen nach der Kastration noch als zeugungsfähig. So lange darf er nicht zu intakten Häsinnen. Wenn möglich, könntest du übergangsweise ein Gehege an den Buchtenstall basteln.



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Aen Aen ist offline
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Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.12.2018, 14:05

Zitat:
Zitat von Angora-Angy Beitrag anzeigen
Im geschilderten Fall würde ich mir das Tier samt Stall übereignen lassen, es in seinem gewohnten Stall die Neuzugangs- wie auch Kastrationsquarantäne absitzen lassen. Denn ein Rammler gilt bis 6 Wochen nach der Kastration noch als zeugungsfähig. So lange darf er nicht zu intakten Häsinnen. Wenn möglich, könntest du übergangsweise ein Gehege an den Buchtenstall basteln.




Benutzerbild von MoquiMarble
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.08.2016
Beiträge: 76
MoquiMarble befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.12.2018, 15:10

Ohh!?!? So schnell so viele Antworten?!?! Danke!

@Angora-Angy: Der TA von damals hieß Dr. Scheffler und sitzt in Laage. Den Namen werde ich wohl nie vergessen. Haben damals dort in der Nähe gewohnt. Ob es ihn heute noch gibt und ob er heute noch so kastriert? Darüber möchte ich gar nicht mal nachdenken. Aber irgendwie stelle ich mir die damalige Kastration auch so ähnlich vor wie du sie beschreibst. Zwischen die Stiefel geklemmt… Ekelhaft!
Unser „Dorf-Tierarzt“ nutzt auch die von dir erwähnte Inhalationsnarkose. Hatte er bei meiner gescheiterten VG genutzt, als Möhre halb in Fetzen hing. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich die Kastra bei ihm machen lasse. Der Vorteil ist zwar, er sitzt 3min mit dem Auto entfernt und der Stress wäre deutlich geringer. Aber die Heimtierärztin ist eben nun mal die Spezialistin, sitzt aber 45min mit dem Auto entfernt. Da ist der Stress größer.
Beruhigt bin ich, dass man nach der Kastra nichts Besonderes an Pflege aufwenden muss. Klar, saubere Umgebung ist ja wohl eine Selbstverständlichkeit.

@Aen: Die von dir vorgeschlagene Dreiercombo klingt zwar nicht schlecht, aber Diavolo und Lucyfer haben das (nicht geplante) zweite Gehege und nachts nur 6qm zur Verfügung. Ich denke, da könnte es etwas eng werden. Die andere Sache ist, ich habe mir schon damals Gedanken gemacht, wenn Romeo mal nicht mehr ist. Auf die Seniorin Nele würde ja ein Pärchen „gehetzt“ werden und sie wäre völlig auf sich alleine gestellt. Klar, ihr Gehege wäre das VG-Gehege (da es 15qm hat) und sie hätte den Heimvorteil. Wenn ich mir aber vorstelle, die arme Maus bekommt nach Romeo eine Dreiercombo vorgesetzt… Da mache ich mir schon echt Sorgen. Daher eben der „Plan“, nach Romeo die VG zu starten, da dann 3 Parteien aufeinander treffen und vielleicht nicht alles auf Nele losgeht.
Ach ja, was den gewohnten Stall von Karamell angeht, das wird echt schwierig. Es ist eine Stallanlage mit mehreren Buchten Marke Eigenbau. Wirklich sehr schön, aber entsprechend groß. Waren ja die 4 Rammler getrennt untergebracht und davor gab es ja noch Häsinnen und leider auch (unwissentlich) Inzucht. Ich hätte hier bei mir nur eine XXL-Hundehütte mit Isoglasfenster von Sauerland (Lassie mit Vorraum)
https://sauerlandshop.de/isolierte-hundehuette-luxus-flachdach-fenster-vorraum-impraegniert-eingang-laengsseite.html .
Die ist ca.70cm hoch, ca. 153 lang und ca. 76cm tief. Müsste nur der Eingang mit einer Tür oder Gitter versehen werden. Hütte steht bei mir ungenutzt auf unserem „Tierfriedhof“. Theoretisch könnte ich da was abzäunen und ihn ab und zu dort laufen lassen.
Aber es ist eben auch der Ausgang von Romeo und Nele auf das Grundstück. Also die kommen über ihr Freigehege durch eine ebenfalls riesige Hundehütte(Promadino Hundehütte Max mit Anbau) die von außen am Freigehege steht, auf den Tierfriedhof bzw. Grundstück. Die Hütte wird dann verschlossen, wenn Diavolo und Lucy ihren Auslauf auf dem Grundstück bekommen. Denn die gehen auch auf den Tierfriedhof, da dort Blätter von unserem Walnussbaum liegen und vorher dort Nüsse zu finden waren.

Aber ich denke, mein Mann tötet mich, wenn ein weiteres „Gehege“ entsteht, denn das Zweite war ja nicht geplant. War eben auch nur mein Mitgefühl für ein dem Kochtopf geweihten Kaninchen. Daher würde ich vorerst sehr gerne die Füße still halten und erst nach Romeo die Aktion VG starten. Aber vielleicht bekomme ich ihn auch noch umgestimmt. Ist ja bald Weihnachten. Oder ich hole das Ninchen und sage nichts? Er geht ja nicht auf den Tierfriedhof und wird ihn die nächste Zeit vermutlich nicht zu Gesicht bekommen.




Benutzerbild von Angora-Angy
Kaninchen
 
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Beiträge: 6.088
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.12.2018, 15:17

Naja, wenn du einen TA in der Nähe hast, der Inhalationsnarkose macht und die Kastra anbietet, würde ich den wählen. Ich habe damals bei der Kastra meines ersten Angorakaninchens sogar assistiert, war auch ein "Viehdoktor". So eine Kastra ist echt kein großer Akt, wenn das Tier ruhig und gechillt ist, würde da sogar eine lokale Betäubung reichen. Die Narkose ist ja nur nötig, weil die Tiere sich normalerweise aufregen und zappeln.
Wenn du die Möglichkeit hast, auf dem "Tierfriedhof" ein Übergangsgehege zu bauen, würde ich den Mann gar nicht groß fragen. Wer viel fragt, kriegt viel verboten
(Bin ich froh, dass ich Single bin... )



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Aen Aen ist offline
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Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.12.2018, 15:29

Ui, das arbeitet ja heftig weiter in Dir; ich hab so die Ahnung, in ein paar Tagen hat Karamell die Grundstücksseite gewechselt.


Zitat:
Zitat von MoquiMarble Beitrag anzeigen

Auf die Seniorin Nele würde ja ein Pärchen „gehetzt“ werden und sie wäre völlig auf sich alleine gestellt. Klar, ihr Gehege wäre das VG-Gehege (da es 15qm hat) und sie hätte den Heimvorteil. Wenn ich mir aber vorstelle, die arme Maus bekommt nach Romeo eine Dreiercombo vorgesetzt… Da mache ich mir schon echt Sorgen. Daher eben der „Plan“, nach Romeo die VG zu starten, da dann 3 Parteien aufeinander treffen und vielleicht nicht alles auf Nele losgeht.
Ach ich weiß nicht, ich glaube, Kaninchen sind da weitaus flexibler als wir uns das oft so hindenken. Ausprobieren lohnt allemal. In freier Wildbahn gibt's ja auch nicht austarierte "Vorab-Matchings" zur Frage, ob eine neue Konstellation nun töfte passt oder nicht. Man kloppt sich, man verträgt sich, man ignoriert sich ... und manchmal liebt man sich auch vom Fleck weg. :-)

Ich glaube schon, dass Du's wagen kannst, an der Gruppenzusammensetzung Deiner vier ein bisschen herumzutüfteln.
Heiter ausprobieren, entspannt bleiben und schauen, was passiert - wär's so meine Devise.




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Zwergkaninchen
 
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Beiträge: 76
MoquiMarble befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.12.2018, 17:07

@Angora-Angy:
Den Spruch „Wer viel fragt, kriegt viel verboten.“ muss ich mir merken. Genial!!! Sollte zukünftig mein neues Motto werden.

Wie Aen schon richtig erkannt hat, es arbeitet tatsächlich ordentlich in mir. Ich habe jetzt erstmal folgendes gemacht. Habe die Nachbarin nochmals angesprochen, ob es ihr echt ernst ist, den Kleinen herzugeben und hab sie gebeten, auch mit den Kindern zu sprechen. Denn die wissen noch gar nichts davon. Ich möchte da nicht die Böse sein, die das Hasi wegnimmt. Jedenfalls spricht sie es heute an, hat aber zu mir gesagt, für den Hasen wäre es besser, er kommt dann zu uns. Klar, wenn die Kinder sich so gar nicht wirklich mehr darum kümmern wollen…

Wenn ich dann das okay bekomme, werde ich umgehend einen Kastra-Termin vereinbaren. Die Kastra-Frist oder eine Teilfrist müsste der Kleine aber noch bei Nachbars absitzen, bis ich die Hundehütte zum Hasenstall umfunktioniert (es muss ja eine Tür vor das Loch, den Windfang werde ich wieder reinbauen und einen Pipischutz reinlegen) und einen Teil des Tierfriedhofs zum Gehege verwandelt habe. Dann würde theoretisch einem Umzug nichts mehr im Wege stehen.
Mein Mann muss dann die geschaffenen Tatsachen schlucken, denn alle in meiner Familie sind auf meiner Seite.

Wenn der Süße dann bei uns ist, werde ich vermutlich auch seine Essgewohnheiten auf den Prüfstand stellen müssen. Da muss ich auch noch nachfragen, was er gewöhnt ist/war. Wenn das alles erledigt ist, werde ich durchschnaufen und überlegen, wie es weitergeht. Und euch dann entsprechend nerven.



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Aen Aen ist offline
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Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 463
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.12.2018, 17:29

Ich freu mich richtig für den Kleinen nebenan!
Und bitte gerne weiter hier erzählen, wie alles läuft.

Liebe Grüße,
Aen




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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.08.2016
Beiträge: 76
MoquiMarble befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.12.2018, 18:53

Kurze Info: Der Kleine gehört uns! Alles geklärt. Außer mit meinem Mann, aber das ist ein anderes Thema.

Zur Kastra hätte ich doch noch paar Fragen. War heute beim TA und fragte wegen Kastra nach. Er hat die Inhalationsnarkose da, rät mir aber bisschen davon ab. Er meinte, für Ratten/Mäuse und Meerschweinchen macht die sich ganz gut, weil das Tier mit dem Kopf super da reinpasst. Kaninchen müsse man sehen, wie groß es ist. Ansonsten gibt es da so eine Art Kasten, wo der Hase reinmüsste und die Inhalation dort „eingeblasen“ wird. Er sagte, die Tiere sind eh schon so aufgeregt und mit der Inhalation würde es 10min dauern bis er schläft. Da wäre er mit seiner muskulär gespritzten Narkose, der Kastration und dem Aufwachmittel längst fertig und Hasi wieder wach. Diese Narkose mit dem Gegenmittel findet er besser für das Tier, weil es sehr schnell wieder wach ist und fressen könnte. Aber er macht auf meinen Wunsch auch gerne die Inhalationsnarkose. Ich solle mir da meine Gedanken machen und ihm nächste Woche Mittwoch (da hat der Kleine Termin zur Kastra) Bescheid geben. Ich bin mir nun gar nicht mehr so sicher… Ist vielleicht seine Narkose doch die bessere Wahl?

Was ich toll fand war, dass er sagte, ich soll dem Kaninchen unbedingt Futter einpacken und auf keinen Fall nüchtern bringen. Da hat er einen großen Pluspunkt bei mir. Zur Kastrafrist meinte er, das Kaninchen kann mindestens 3 bis 4 Wochen danach decken. Und ich sollte zur bestmöglichen Sicherheit ihn 6 Wochen oder 2 Monate separat lassen. Ich denke, die 6 Wochen sollten aber lässig reichen.




Benutzerbild von gerti
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gerti ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 12.12.2018, 21:16

Ich finde es gut, dass dir der TA das mit der Narkose so gut erklärt hat.
Bei der Inhaltationsnarkose ist es so (wenn kein Kasten benützt wird), dass die Kaninchen sehr streng gehalten werden und die Maske mit dem Gas auf Mäulchen mit Nase gesteckt wird. Das Kaninchen versucht anfangs wehement sich dagegen zu wehren. Sie halten die Luft an so lange es geht, wenn sie nicht mehr können atmen sie und schlafen ein. Wenn die Maske wieder weg gelassen wird, wachen sie relativ schnell wieder auf und sind schnell wieder fit. Was ich aber dabei gar nicht gut finde, ist dieser große Stress den sie haben, wenn sie diese Panik haben, weil sie die Stinkeluft nicht einatmen wollen.
Bei der Injektionsnarkose bekommt das Kanichen eine Spritze in den Muskel und es dämmert einfach weg und bekommt gar nichts mehr mit. Hat der Arzt die Möglichkeit auf Inhalation zu erweitern, kann er praktischer Weise bei Bemerken von Schmerzen Inhalation dazugeben...
Bei einer Injektionsnarkose dauert es zwar länger, bis sie wieder richtig wach sind, aber dafür schlafen sie schön sanft ein. Es gibt auch Kaninchen die nach einer Injektionsnarkose viele Stunden brauchen bis sie wieder richtig wach sind. Jedes Tier reagiert anders auf Narkosen.
Sehr wichtig finde ich auch, dass eine Sauerstoffzufuhr vorhanden ist, einige meiner Kaninchen haben dies während der Narkose gebraucht. Wenn ein Inhalationsnarkose gerät vorhanden ist, ist Sauerstoff sowieso vorhanden.
Du könntest dir vorbeugend noch das Fiebermessen zeigen lassen und für alle Fälle etwas zum Anfüttern (Pulver zum Anrühren) mitgeben lassen, oder vorab besorgen.



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Aen Aen ist offline
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Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.12.2018, 21:49

Zitat:
Zitat von MoquiMarble Beitrag anzeigen
Kurze Info: Der Kleine gehört uns!
Schööön!




Benutzerbild von Lara004
Kaninchen
 
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Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2018, 12:44

Die Gabe von Sauerstoff ist sicher sinnvoll parat zu haben, aber die verhältnismäßig kalte Luft, die da zugeführt wird, kann das Tier auch in der Narkose noch schneller auskühlen. Daher haben wir es parat, aber geben es nur, wenn es wirklich nötig ist. Zusätzlich ist der Raum natürlich gut geheizt und es wird auf einer wärmematte operiert.




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Zwergkaninchen
 
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MoquiMarble befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2018, 20:11

@Lara004: Vielen Dank für diese Info. Dann werde ich mich für die Narkose entscheiden, die in den Muskel gespritzt wird.

@Aen: Der Kleine hat heute die Grundstückseite gewechselt. Doch schneller als ich es mir hätte vorstellen können. Aber jedes Mal wenn ich die Straße entlang fuhr und ihn traurig in seiner Buchte hocken sah, war Motivation für mich, die Hundehütte umzuändern. Obwohl der Fußboden bereits von Hause aus gedämmt ist, habe ich darüber nochmal Styropor (2cm Dicke), eine Holzplatte (extra gestern im Baumarkt zuschneiden lassen) und PVC-Belag gelegt. Dann eine ca. 10cm Schicht Hanfstreu, darüber eine große Menge Stroh und darauf dann noch Heu. Also es reicht fast bis an die Decke. Den Windfang hatte ich bereits vor paar Tagen reingebastelt. Das Häschen sollte hoffentlich nicht frieren.

Jetzt aber zu einem weiteren Problem: Der Hase hat Milben ohne Ende. Stellenweise sind die Haare bis auf die „Grundmauern“ runtergefressen. Die Nachbarin hatte mit einem Milbenpuder bereits behandelt. Das Mittel ist von Beaphar (gibt es bei Fressnapf). Hat jemand damit Erfahrung? Oder sollte ich besser was vom TA holen? Da gibt es wohl Spots für das Fell? Da ich nicht weiß, woher er die Biester hat, sollte ich nicht sein Heu/Stroh übernehmen? Die Nachbarin hat kiloweise das Zeug in der Scheune. Es ist aber in wahnsinnig großen „Beuteln“ verpackt. Also da könnte ein halbes Auto reinpassen. Es ist von Bauern aus der Umgebung gemäht worden. Ich traue dem Frieden nicht wirklich, da ich Angst habe, dass da die Viehcher drin sind. Oder könnten die Milben in etwas feucht-schmutzigen Buchten Einzug gehalten haben? Der vor kurzem verstorbene Hase hatte auch Milben. Aber anstecken hätten sie sich nicht können, da sie ja einzeln gehalten wurden.

Nächste Problem: Die Ernährung!!! Ich habe einen riesigen Eimer Futter bekommen. Es ist gemischtes Zeug mit getrocknetem Gemüse. Dazu mehrere riesige gepresste Grasdinger. Außer Möhren und Kohlrabi scheint er nichts zu kennen. Hatte ihm vorhin einen Topf Petersilie reingestellt. Da hat er echt geschaut wie ein UFO. Endiviensalat – auch nur sparsam geschaut. Stück Fenchelknolle – was ist das denn? Stangensellerie - kenne ich nicht. Hoffentlich bekomme ich den mal umgestellt. Habe ihm noch paar Trockenkräuter (vom Hasenhaus im Odenwald) sowie paar Haferflocken hingestellt. Das fand er wieder gut. Trinken tut er – logischerweise – wie ein Weltmeister. Aber wer nur trocken frisst…
Auf einem der Fotos sieht man den Napf mit dem gewohnten Trockenfutter und dem riesigen Grasdings dahinter. Sollte ich das so nach und nach reduzieren? Oder kann er es noch weiterhin bekommen?



Miniaturansicht angehängter Grafiken
Kastration und 1000 wirrer Gedanken-karamell.jpg   Kastration und 1000 wirrer Gedanken-karamell1.jpg  

Kastration und 1000 wirrer Gedanken-karamell2.jpg  
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Aen Aen ist offline
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Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2018, 20:58

Zitat:
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@Aen: Der Kleine hat heute die Grundstückseite gewechselt. Doch schneller als ich es mir hätte vorstellen können.


Zu Deinen Fragen: Ich hab im Moment leider keine Zeit, aber Du wirst hier für jedes Deiner Themen haufenweise Tipps und Erfahrungsberichte finden. Gib einfach unter "Suche" Milbenbefall / Ernährung ein, dann dürfte es Infos regnen. ;-)

In Sachen Ernährung ist außerdem www.kaninchenwiese.de klasse zum Stöbern. Ich würde erst mal beim Gewohnten bleiben und alle Gemüse und Blättrige mengenmäßig langsam steigern.

Karamell ist echt ein Knuffi. Viel Freude mit ihm!



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Benutzerbild von Lara004
Kaninchen
 
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Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2018, 01:02

Die Mittel vom Tierarzt werden nicht umsonst nur beim Tierarzt verkauft. Das ist deutlich wirksamer, als die frei verkäuflichen Mittelchen.
Die Spot ons sind wirklich effektiv und werden in der Regel gut vertragen.

Mit dem Milbenbefall ist das immunsystem gerade ordentlich zu Gange... ich hätte etwas bedenken ihn dann direkt in Narkose zu legen. Den meisten ist das wohl egal und sie würden es trotzdem machen... aber du willst es ja gut bzw bestmöglich machen.
Daher würde ich erst die Milben behandeln, eine Kotprobe angucken lassen, impfen und dann in Ruhe die kastration angehen.
Dann lieber noch die paar Wochen länger alleine, als jetzt durch die Eile etwas übersehen und sich dann ärgern.

Das sind jetzt nur Gedanken, wie du es letztendlich machst, musst du (zusammen mit deinem Tierarzt) entscheiden.

Auf jeden Fall toll, dass du dem Kerl eine Chance gibst




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MoquiMarble befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2018, 18:38

Gedanken über die Milben und die bevorstehende Kastra habe ich mir auch schon gemacht. Ich werde Karamell morgen gleich unserem Tierarzt vorstellen. Bis auf das runtergefutterte Fell und große Schuppen, sieht die Haut (noch) gut aus. Also keine entzündeten Stellen, Kahlschlag oder so. Zu mindestens was ich so gesehen habe. Daher hoffe ich, dass die Behandlung der Milben nicht so langwierig wird.

Ansonsten fühlt sich der Kleine total wohl in seinem neuen Haus. Klar, er hat haufenweise Heu und Stroh wo er sich reinkuscheln kann. Und wenn ich ihn füttere, kommt er auf meinen Schoß und knuddelt sich an mich. Er kennt ja nur Menschen. Da er so anhänglich ist, habe ich ihn mal bisschen laufen lassen. Er erkundete die Gegend im Umkreis von 1 bis 2 Meter um seine Hütte herum, sprang dann wieder hinein, und gleich wieder raus, um dann den Radius etwas zu erweitern. Zwischendurch kam er zu mir, um sich streicheln zu lassen. Wenn ich ihn rufe, kommt er sofort. Also so ein „gehorsames “ Kaninchen hatte ich noch nie. Aber das sind dann wohl leider die Auswirkungen der Einzelhaft.



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Geschrieben am 16.12.2018, 21:19

Das Problem, dass die Milben machen ist jetzt in diesem Moment vielleicht eher gering. Der Körper schafft es eben noch das irgendwie einzudämmen, dass es nicht zu offenen wunden etc. kommt.

Gibst du da jetzt aber eine Narkose drauf, dann ist der Körper an sich geschwächt und kann die Milben nicht mehr im Griff behalten und dann geht das Problem erst richtig los.
Wenns blöd läuft, dann kümmert der Körper sich weiterhin mehr um das Milbenproblem, als um die Wundheilung und das fit werden nach der Narkose.
Hat man dann auch auf eine Kotprobe verzichtet und da ist etwas im argen, dann hat man den Salat und darf sich neben Milben, Kastrationswunde, Nach-OP-Zeit auch noch mit Darmparasiten rumärgern.
Und das alles zu gunsten von vielleicht einer woche oder zwei die man an Zeit sparen will.

Ganz am Ende hat man dann vielleicht auch wieder keine Zeit gewonnen, weil ein geschwächtes Tier mit Parasiten will man ja auch nicht dem Stress einer Vergesellschaftung aussetzen...



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MoquiMarble befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.12.2018, 21:06

Karamell war heute beim Tierarzt und war total gechillt. Der TA hat eine Hautprobe mit dem Skalpell runtergeschabt und untersucht. Es sind tatsächlich Milben.
Dann bekam Karamell eine Spritze gegen diese lästigen Mistviehcher und muss in 10 Tagen zur Kontrolle und bekommt dann nochmal eine Spritze. Die Kastra für Mittwoch ist abgesagt. TA meinte auch, dass das nicht gut ist, weil die Milben Eier in die Haut legen und die Haut erstmal heilen muss. Wenn man dann noch
2 Schnitte macht, dann könnte es zu Heilungskomplikationen führen.

Am 27.12. haben wir den Kontrolltermin. Dann schaut sich der Doc die Haut usw. an, gibt Karamell die 2. Spritze gegen die Milben und dann wird entschieden, ob er noch eine 3. Spritze (nach weiteren 10 Tagen) bekommen muss oder ob wir dann schon über einen Kastra-Termin nachdenken oder vereinbaren können. Ach ja, und RodiCare Derma hat Karamell auch noch mitbekommen. Das bekommt er über den Tag verteilt auf sein Futter.

Freilauf über das Grundstück hat ihm heute auch wieder super gut gefallen. Er hat nur eine meiner Hunde-Damen etwas verunsichert, da er ihr ständig hinterhergehoppelt ist.



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Aen Aen ist offline
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Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 463
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.12.2018, 21:39

Klingt doch fein.

Ich freu mich für den kleinen Kastrationsanwärter, wenn er dann irgendwann auch seine Kumpel/inen kennenlernen darf.

Ich finde, Du machst das alles richtig gut!



 
 
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