Sorry fürs gleich wieder abtauchen. Die Woche war echt stressig, neben der ganzen Organisation der Sachen für die Vergesellschaftung musste ich noch ne Hausarbeit schreiben und dann mit beiden Kaninchen zum Tierarzt
Lotta (Foto im Anhang) ist letzten Freitag, wie geplant, bei uns eingezogen.
Beim Abholen haben wir noch ein bisschen über sie dazu gelernt.
Sie kommt nicht nur aus einer Einzelhaltung, die
Haltungsbedingungen müssen auch relativ schwierig gewesen sein. Als die Vorbesitzer die Haltung aufgegeben haben, mussten die Leute vom Tierheim anrücken, um sie einzufangen, weil sie das selbst nicht geschafft haben. Sie lief wohl quasi durch den kompletten Garten und am Ende haben sie sie dann unterm Auto hervorgezogen
Im Tierheim gab es dann schon mehrere "
Vergesellschaftungsversuche".
Dabei haben sie die Rammler zu ihr ins (für ein Tier eher ein bisschen kleine) Gehege gesetzt.
Als sie ihn dann gerammelt hat, haben sie sie lieber schnell wieder getrennt, "bevor sie sich noch durchs Gehege jagen"

Daher kam die Empfehlung mit dem Gitter.
Bei uns saß sie jetzt die Woche einzeln in einem Gehege, dass aus Platzgründen leider etwas kleiner als 2 m² ist. Das ging leider nicht anders, sonst hätten sich beide Kaninchen sehen und/oder riechen können.
Morgen wollen wir eigentlich die Vergesellschaftung wagen. Sind aber jetzt gerade wieder verunsichert, weil wir ihr Verhalten nicht richtig einschätzen können und nicht wissen, ob es jetzt nicht doch sinniger wäre, anders vorzugehen?
- Lotta ist ein sehr unruhiges und hektisches Tier.
Sie hat schon beim Ankommen mit sehr, sehr schnellen Bewegungen ihr neues Gehege erkundet.
Sie buddelt sehr ausgiebig und immer wieder die komplette Käfigwanne um und räumt ihr Haus (Karton) ständig durch die Gegend.
Wenn sie durchs Gehege pest, macht sie auch vorm Wassernapf nicht halt und prescht da quer durch. - Quasi seit sie hier ist, läuft sie brummelnd am Gitter auf und ab, wenn man den Raum betritt.
Das geht ungefähr so lange, bis man ins Gehege fasst und sie ausgiebig streichelt. - Wenn man das Gehege betritt, kommt sie meistens brummelnd an, umkreist die Füße und knabbelt ein bisschen an Socken/Hose. Dabei wirkt sie sehr hektisch, aber eigentlich nicht aggressiv.
- Eher problematisch für uns ist ihr Verhalten, wenn man ins Gehege greift.
Streicheln ist kein Problem, das fordert sie auch sehr bestimmt ein.
Fasst man aber neben sie, zum Beispiel, um etwas aufzuwischen; oder die Näpfe zum Reinigen und neu befüllen rauszunehmen, springt brummend und sehr schnell auf die Hand zu.
Das ist über die Woche immer schlimmer geworden und vorhin hat sie die Hand meiner Freundin dabei erwischt und ziemlich doll zugezwickt. Wir haben es nur mit viel Ablenkung zu zweit geschafft, die Näpfe rauszuholen und wieder hineinzustellen.
Ist das einfach nur Revierverteidigung und wegen der Einzelhaltung oder kann das noch andere Gründe haben?
Und gibt sich das nach der VG von alleine wieder oder kann man da etwas gegen machen?
Wir haben nun ein bisschen Angst davor, dass das jetzt immer so weiter geht und man irgendwann gar nicht mehr ins Gehege kann, ohne angegriffen zu werden oder so.
Mit Theo und seiner alten Partnerin hatten wir solche Probleme nie?
Und müssen wir davon ausgehen, dass sie auf Theo auch erstmal eher aggressiv reagieren wird oder evtl. "Probleme" mit sehr starken Hormonen hat?
Der Arme ist jetzt eh schon total verängstigt und panisch, weil wir ihm die Woche Medikamente geben mussten. (VG wäre laut Tierärztin jetzt aber kein Problem.)
Nichtsdestotrotz haben wir die Maus schon richtig ins Herz geschlossen und hoffen, dass das mit serder VG und dem Napftauschen,... irgendwie machbar ist. Es würde uns sehr, sehr schwer fallen, wenn das so richtig schief geht und wir sie wieder abgeben müssten
