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| Die Frage hat etwas tief Philosophisches (Wieviel Gefahr mute ich meinen Kaninchen zu), ist hochinteressant und lässt sich pauschal nicht beantworten, weil die Gefahrensituation an einem bestimmten Ort, die Strukturierung des Geländes und der Buddelehrgeiz des Kaninchens nicht überall gleich sind. Meistens besteht die Gefahr aus Hunden und Katzen, nur sehr selten aus Füchsen oder Mardern, und nur in exotischen Ausnahmefällen aus Greifvögeln. Bei Hunden und Katzen ist die Grösse der Kaninchen de facto ganz egal; bei allen anderen Gefahren spielt sie eine gewisse Rolle, nur spielen diese Gefahren selbst bei der Diskussion um stundenweisen Gartenfreilauf meistens keine grosse Rolle. Wenn man die Kaninchen unbeaufsichtigt (und "nicht im Garten sitzen" ist de facto: Unbeaufsichtigt) im Garten laufen lässt, dann sollte prinzipiell ein Schutz vor solchen Feinden vorhanden sein. Also entsprechende Häuschen, Versteckmöglichkeiten oder Gehegezugänge einrichten, dann haben es die Kaninchen leichter, vor einer Gefahr abzuhauen. Jedoch - hilft auch nur eingeschränkt. Bei sehr grossen Kaninchen, etwa französische Widder, Schecken und so, kann da, wo ein Kaninchen rein kann, auch ein Fuchs, ein Marder oder eine Katze hinein (wobei die Gefahr durch die Katze bei dieser Grössenordnung ein einmaliger Biss ist, nicht die Tötungsabsicht, Nachstellen, in den Bau eindringen usw.). Für sehr kleine Kaninchen kann eine Europalette mit geschlossener Decke bereits die sichere Lösung sein. Leider, leider können sich die Kaninchen in solchen Strukturen natürlich auch abends verstecken, wenn sie in's Nachtgehege sollen ![]() Und dann können sich die Kaninchen noch einen Bau graben, sagen wir: während Deiner Teamsitzung, und dort können sie sich ebenfalls verschanzen - gegen Feind und Nachtgehege. Ich habe sehr viele Hunde in der Umgebung, meine eigenen vier Katzen, Füchse in der Scheune über die Wiese und irgendwo saust ein Marder herum. Ich mache dennoch Gartenfreilauf (und tagsüber sitzt niemand im Gehege), drumherum ist ein ein Meter hoher Zaun, die Kaninchen haben zwei Eingänge in's Gehege und dort massenhaft Versteckmöglichkeiten. Mir ist das Risiko bewusst, ihnen nicht; sie geniessen einfach die vielen Beschäftigungsmöglichkeiten und die grosse Freiheit. Wobei es eine Einschränkung gibt: Im Winter, wenn es spät hell und früh dunkel wird, müssen sie leider im relativ sicheren Gehege bleiben. Eben wegen der Gefahren Fuchs und Marder lasse ich sie nach Möglichkeit nicht im Dunkeln frei im Garten laufen. Ihre Chancen würden in's Bodenlose sinken.
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