 | Moderatorin | | Registriert seit: 06.08.2009
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Geschrieben am
01.09.2009, 12:36
| | | | AW: Ernährung Zitat:
Zitat von Lupine Bereits eine geringe, für einen Laien nicht erkennbare Verschiebung der Zähne ist eine Fehlstellung. Richtig stehen die Zähne nur dann, wenn sie sich auch bei schlechtem Futter gleichmäßig abnutzen, wie in der Natur vorgesehen. Stehen die Zähne völlig gerade aufeinander, können sich auch bei zu wenig Mahlbewegungen keine Spitzen bilden, dafür muss einer der Zähne von der Standachse mindestens geringfügig abweichen. Wie gesagt, für Laien (und auch manche Tierärzte) nicht erkennbar, jedenfalls nicht mit dem Othoskop. Besser kann man das mit dem Endoskop erkennen, welches mein TA unter anderem auch zur Diagnose von Zahnproblemen bei Kleintieren einsetzt. | Ich zitiere an dieser Stelle mal den wohl besten Kaninchen-Zahn-Experten Deutschlands zu diesem Thema: Zitat:
Selbst bei Kaninchen mit normaler Gebissstellung kommen Unebenheiten an den Kauflächen der Backenzähne vor.
Wenn jetzt Futter gereicht wird, welches nur ungenügend lange gekaut werden muss, so führt das zur Ausbildung von Schmelzspitzen an den Zungen- und Backenseiten der Backenzähne des Ober- und Unterkiefers. Da die Mundhöhlenschleimhaut der Kaninchen sehr empfindlich ist, können selbst kleinste Schmelzpunkte oder -spitzen der Zähne beträchtliche Schmerzen in der Mundhöhle auslösen.
Die Folge sind verminderte Nahrungsaufnahme, massives Speicheln und eingeschränktes Kauen. Wenn sich diese Problem entwickelt, gerät das Geschehen schnell außer Kontrolle; denn je mehr die Zähne wachsen, umso unregelmäßiger wird die Kaufläche, und es kommt zu Überwuchs der Zähne.
| Quelle: [url=http://www.vet-dent-lazarz.de/zahn5.htm]Dr. med. vet. Bernhard Lazarz[/url]
Dr. med. vet. Bernhard Lazarz gilt Deutschlandweit als der Experte schlecht hin, sämtliche schwereren Zahnpatienten werden zu ihm überwießen, er hat sich medizinisch auf Zahnprobleme spezialisiert und hat wohl das beste Wissen auf diesem Gebiet. |