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Vergesellschaftung auf Kaninchen Forum

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  • 7 Post By Tinachen
  • 1 Post By Mucki1

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Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.072
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.10.2015, 14:51

Vergesellschaftung


Und dann noch das:


Vergesellschaftung

Was für ein nüchtern klingendes Wort. Ich spiele mal ein bisschen und schreibe es etwas anders:
Ver Gesellschaft ung. Schon hört es sich doch besser an. Gesellschaft…. Wer ist schon gerne alleine. Auch für uns Menschen ist es normal und wichtig uns mit Artgenossen austauschen zu können um uns sicher und geborgen zu fühlen. Im Tierreich ist es bei fast allen Spezies sogar überlebenswichtig. Ist die Gruppe stark, ist das Überleben gesicherter, bzw. wird dadurch erleichtert.
So verhält es sich auch bei Kaninchen. Kaninchen leben in Gruppen. Nur in einer starken Gemeinschaft kann die Population erhalten und der Fortbestand gesichert werden. Vorteile einer Gruppe sind unter Anderem:

• Schutz vor Feinden
• Partner
• Geschützte Aufzucht der Jungtiere
• Sicherheitsgefühl
• Soziale Kontakte
• Territoriums Verteidigung
• Erhaltung der Population

Das sind nur einige Punkte um uns vor Augen zu führen warum ein gut funktionierendes Gruppengefüge große Vorteile, auch für die Gesundheit der Tiere bietet. Die Wildkaninchengruppen leben in einer genau festgelegten Hierarchie. Jedes einzelne Tier hat seinen Platz in dieser Formation, das aber durch bestimmte Faktoren variabel ist. So kann z. B. der Tod eines Tieres eine neue Klärung der Rangordnung nötig werden lassen um das Sozialgefüge zu erhalten. Meist leben sieben bis zehn Tiere getrennt von anderen Familien/Gruppen in einer Wohngemeinschaft zusammen. Die gängigste Kombination besteht aus einem ranghohen Rammler, oftmals unterstützt von einem "Vizerammler" und mehreren Häsinnen, die ebenfalls einer Hierarchie unterliegen. Die Tiere können eine lebenslange Gemeinschaft aber auch jahreszeitlich variierende Gruppen bilden. Hauptzweck der Gruppen ist es für Nachwuchs zu sorgen und damit das Überleben zu garantieren. Auch deshalb finden sich Gruppen besonders in der Hauptfortpflanzungszeit zusammen, bzw. formieren sich neu. Diese Art des Zusammenlebens ist in der Genetik des Wildkaninchens verankert.

Der Blick auf das Leben eines Kaninchens in freier Wildbahn führt uns vor Augen, dass es aus den genannten Gründen nicht artgerecht sein kann ein Kaninchen alleine zu halten. Möchten wir unseren Lieblingen ein gutes, einigermaßen naturnahes Leben ermöglichen, ist die Haltung mindestens eines weiteren Kaninchens unabdingbar. (Auf das Platzangebot das den Tieren zur Verfügung stehen sollte wurde bereits an anderer Stelle hingewiesen).
Nach dieser kurzen Einführung zum besseren Verständnis, möchte ich nun auf die Vergesellschaftung eingehen.

Wir haben schon erfahren, dass sich ein Kaninchen innerhalb seiner Sippe immer wieder mit den Mechanismen der Rangordnung auseinandersetzen muss um sich seinen Platz in der Gemeinschaft zu sichern. Bei einer Neuvergesellschaftung kommen genau diese natürlichen Rituale zum Tragen. Die Kämpfe und Auseinandersetzungen zur Rangordnungsklärung können, wie in der Natur auch, teilweise heftig ausfallen.
Für den Halter ist es meist nicht leicht seine sonst so kuscheligen, sanften, friedlichen Fellnasen so zu erleben. Dabei muss man sich aber vor Augen führen, dass dies ein völlig natürliches Verhalten ist, welches dazu dient einen festen Platz in einer Gemeinschaft zu erlangen.

Quarantäne

Bevor ein oder mehrere Kaninchen zu den eigenen Kaninchen gesetzt werden, sollte sichergestellt sein, dass die Tiere gesund sind. Am besten sollte dies vom Tierarzt abgesegnet sein. Sinnvoll um Krankheiten auszuschließen ist immer auch eine Kotprobe.

Bitte auch das Alter der Kaninchen beachten. Meist kein Problem stellen sehr junge Tiere die miteinander vergesellschaftet werden sollen dar. Ein zu junges Tier (unter 16 Wochen) zu einem älteren Tier zu setzen kann allerdings für das Jungtier bei Kämpfen problematisch werden. Die Haut ist noch sehr empfindlich und dünn.

Rammler sollte man selbstverständlich kastrieren lassen. (Kastrationsfrist von sechs Wochen beachten, eine Frühkastration vor Eintritt der Geschlechtsreife macht diese überflüssig).

Eine evtl. Quarantänezeit (ca. zwei Wochen) kann sinnvoll zu einer Futterumstellung oder Kastration genutzt werden.

Kaninchen sind sehr revierbezogen und verteidigen Dieses auch gegenüber Artgenossen. Deshalb sollte ein neues Kaninchen natürlich nicht einfach in ein schon bestehendes Revier gesetzt werden. Das kann häufig Probleme bereiten. Der Revierinhaber könnte je nach Charakter, sehr gereizt darauf reagieren und heftige Streitereien wären die Folge. Gesunde Kaninchen die zum vermeintlich besseren Eingewöhnen Grenze an Grenze leben, können sich sehen und riechen aber die Rangordnung nicht klären. Bei dieser Art der Vergesellschaftung können die Tiere wenn sie dann endlich zusammen geführt werden mit sehr aggressivem, aufgeheiztem Verhalten reagieren.

Neutraler Ort

Deshalb erscheint es, besonders für Kaninchenneulinge, sinnvoll für die Vergesellschaftung einen neutralen Ort zu wählen. Wichtig ist dabei, dass dort keines der Kaninchen vorher seine spezifischen Duftmarken (aus Kinndrüse, Urin, Kot) zur Reviermarkierung verbreiten konnte.

Geeignete Orte könnten z. B. ein Kellerraum, Garage, Flur, Badezimmer, ein abgetrennter Gartenbereich (sicher auch nachts – Raubtiere! Siehe auch Artikel Außenhaltung) sein.

Eine Ausnahme bilden Großgruppen. Bei schon bestehenden Großgruppen ist es meist schwierig einen geeigneten neutralen Raum passender Größe zu finden. Dann ist es das einfachste das neue Kaninchen zu der Gruppe dazu zu setzten. Großgruppen in menschlicher Obhut reagieren von ihrem bestehenden, meist "bunt zusammen gewürfelten" Sozialgefüge her meist „souveräner“ auf Neuankömmlinge. Natürlich kann es auch hier trotzdem zu heftigen Rangordnungskämpfen kommen.

Gesicherter Raum/Gehege

Das Vergesellschaftungsgehege, bzw. Raum muss frei von Gefahrenquellen für die Tiere sein. Im Eifer des Gefechts würden sich die Tiere sonst womöglich Verletzungen zuziehen. So könnte eine Treppe, ein spitzer Gegenstand, ein Kippfenster, ein geöffneter Toilettendeckel, usw., schnell zur Gefahr werden.

Gehege vorbereiten

Bevor es los geht sollten in das Gehege mehrere Kartons (am einfachsten zu präparieren) mit jeweils mindestens zwei herausgeschnittenen Ausgängen platziert werden. Sie helfen den Tieren beim Verstecken und als Flucht- und Ruheplätze. Überhaupt ist es wichtig Engpässe ohne Fluchtmöglichkeit zu vermeiden. Dadurch könnten sich die Kaninchen in die Enge getrieben fühlen und in Panik geraten.
Im Garten oder auf dem Balkon bei Sonnenschein/ Regen z. B. auch an Beschattung oder Regenschutz denken.

Natürlich muss auch für die Ernährung gesorgt sein. Mehrere Futterplätze, Heu und Trinknäpfe verteilt im Raum aufstellen. Das dient zur Ablenkung und es ist sichergestellt das auch rangniedere Tiere ohne Stress Futter aufnehmen können. Ein paar gesunde Leckerchen zu verteilen kann zusätzlich für etwas Ablenkung sorgen.

Vergesellschaftung

Tief durchatmen! Es geht los. Aus der Ferne ist es immer einfach erklärt aber wenn man selbst davon betroffen ist, ist das leichter gesagt als getan. Ein emotionaler Moment. Wird alles klappen? Verstehen sie sich bald? Das geht uns allen so. Bitte trotzdem versuchen ruhig zu bleiben. Unruhe überträgt sich auf die Tiere.

• Alle Tiere gleichzeitig in das Gehege setzten.

Was kann passieren?

Sie gehen vorsichtig aufeinander zu, beschnüffeln sich, umkreisen sich. Brummen ungehalten, springen in die Luft und versuchen dabei mit einer Drehung den fremden Artgenossen mit Urin zu bespritzen.
Weglaufen und verstecken. Jagereien, zwicken, ineinander verbeißen, mit den Hinterpfoten vor Aufregung klopfen, Fell kann fliegen.
Gegenseitiges rammeln, geduckt auf dem Boden liegen.

Ihr seht, es kann für uns Halter schwierig sein das zu beobachten ohne eingreifen zu wollen.

Stark bleiben und am Besten aus dem Haus gehen und sich ablenken.

Es sieht schlimmer aus als es ist. Selbst kleinere Blessuren sind kein Grund das vergesellschaften zu unterbrechen. Die Rangordnung muss, wie in der Natur auch, zwingend geklärt werden.
Auch wenn es schwer fällt, die Tiere machen das ganz alleine unter sich aus. Es ist in ihrer Natur verankert und sie machen das instinktiv und auch instinktiv richtig.
Trennen nur wenn es zu schlimmen Verletzungen kommt. Dies passiert aber nur in Ausnahmefällen und ist nicht die Norm.

Erfolgreich vergesellschaftet.

Eine Vergesellschaftung kann ganz unterschiedlich lange dauern. Die Zeitspanne geht von einigen Stunden bis manchmal auch Wochen. Man kann sie als erfolgreich abgeschlossen ansehen wenn die Tiere nah beieinander liegen, sich gegenseitig putzen, zusammen fressen, kuscheln, einen entspannten Eindruck machen. Um den neuen Verbund zu festigen ist es sinnvoll die Gruppe einige Tage im Vergesellschaftungsgehege zu lassen.

Falls ein bestehendes Gehege als weiterer Lebensbereich dienen soll, wäre es sinnvoll Dieses, z. B. mit Essigwasser einer möglichst gründlichen Reinigung zu unterziehen und wenn möglich auch die Einrichtung etwas umzugestalten. So erscheint es für alle Kaninchen als neues Gehege. Keiner stellt alte/neue Besitzansprüche, obwohl es Beobachtungen gibt die zeigen das sich die Tiere auch nach langer Zeit noch an ein ehemals bewohntes Territorium erinnern. Nach dem Umsetzten kann es nochmal, zu meist harmlosen, Rangordnungskämpfen kommen. Die Gruppe ist noch nicht so gefestigt.

Generell ist das Rangordnungsgefüge nicht starr. Es kann, wie in der Natur auch, durch verschiedene Faktoren, wie z. B. Krankheit eines Tieres nötig werden, die Rangfolge neu zu klären. Deshalb sollte man seine Tiere immer gut im Auge behalten. Ein plötzliches, dauerndes bejagen eines einzelnen Tieres kann durchaus ein erstes Anzeichen einer Schwächung sein das den Gang zum Tierarzt nötig werden lässt.

Ich hoffe diese kleine Anleitung hilft euch ein bisschen entspannter an die Situation heran zu gehen.
Aus meiner Erfahrung heraus ist die beschriebene Art der Zusammenführung am stressfreisten für die Tiere. Es kann aber durchaus Tiere, z. B. mit einem Handicap geben, bei denen es sinnvoll ist sie anders in eine Gruppe zu integrieren. Das sollte aber an die Gegebenheiten angepasst werden. Als Beispiel: Ein blindes Kaninchen könnte sich sicherer fühlen, wenn es zuerst Gehege an Gehege zu den zukünftigen Artgenossen gestellt wird, um die Gerüche und Geräusche kennen zu lernen.

Ein unterwürfiges/schwächeres Tier könnte als Erstes in das Vergesellschaftungsgehege gesetzt werden. Dadurch hat es einen gewissen Vorsprung, um sich sicherer zu fühlen. Solche Fälle sollte man mit Fingerspitzengefühl und womöglich Hilfe aus dem Forum lösen.

Kurz ansprechen möchte ich noch eine weitere Möglichkeit der Zusammenführung. Man kann die Tiere jeweils abwechselnd ins vorhandene Gehege setzten. So vermischen sich die Gerüche und wenn man Glück hat erkennen sich die Kaninchen bei der endgültigen Vergesellschaftung wieder. Genauso gut kann sich das aber auch als Nachteil herausstellen (siehe oben – Aggressivitätsaufbau). Es gibt aber durchaus User die diese Art der Vergesellschaftung für die richtige halten.

Bitte bei allen Arten der Vergesellschaftung keine, wie früher oft empfohlen, Fremdgerüche, wie zum Beispiel Parfüm, auf die Tiere aufbringen. Das würde noch zusätzlich für Verwirrung sorgen.

Man sollte sich immer vor Augen führen, dass es sich bei den geliebten Mitbewohnern um Tiere mit gut funktionierenden Instinkten handelt und nicht versuchen sie zu sehr zu vermenschlichen. Dann fällt es leichter mit so einer Extremsituation wie einer Vergesellschaftung umzugehen.

Viel Erfolg und gute Nerven!
Wenn sich die Kaninchen gut vertragen und miteinander kuscheln weiß man das es richtig war die Mühe auf sich genommen zu haben. Eine Bitte noch. Oft kommt ein neues Kaninchen ins Haus weil ein geliebtes, leider verstorbenes Ninchen "ersetzt“ werden soll. Bitte dem neuen Familienmitglied eine Chance geben und es unvoreingenommen aufnehmen und keine Vergleiche zum Vorgänger ziehen.

by Tinachen



JayJay, PhoebeBine, Nathi and 4 others like this.

Geändert von Tinachen (26.12.2015 um 01:31 Uhr).
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Benutzerbild von Mucki1
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Mucki1 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2015, 16:05

Supersache Tinachen .
Das find ich sehr sinnvoll mal so einen übersichtlichen Leitfaden dazu .

Darf ich noch was beitragen ?
Häsinnen und Rammler haben noch eine getrennte Hierarchie und der Cheframmler oft einen Vize , der sich im Auftrag um die Kleinigkeiten am Rande kümmert .
Das funktioniert allerdings nur in freier Wildbahn auf Quadratkilometern .



Nathi likes this.
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Liebe Grüße von Anja , Bijou , Obelix , Schnuffi , Wuschel ,Bambi , Sally ,Klara , Sam und Maxerl

Immer im Herzen -
Julia , Hopsi , Schnuffelchen , Blacky , Luna , Rudi , Mucki, Stupsi , Herr Zuckerwatte



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Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.12.2015, 18:32

Dankeschön. Hmh, sollte ich das noch einfügen? Bin jetzt etwas unschlüssig.




Benutzerbild von Sunrise86
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Registriert seit: 09.03.2015
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Sunrise86 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.12.2015, 20:00

Ich finde nicht. Hier sind ja keine Kaninchenhalter mit Freilandhaltung soweit ich weiß.



__________________

Es grüßen Dani, Lilly, Sammy, Pünktchen und Snowie
=)

http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/37678-das-m%E4dchen-die-knutschkugel-%3D.html

" Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort..."



Geändert von Sunrise86 (25.12.2015 um 11:31 Uhr).

Benutzerbild von Natie
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Registriert seit: 27.11.2012
Beiträge: 5.980
Natie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.12.2015, 23:56

Ich finde schon, momentan hab i h das hier auch so, obwohl nicht draußen.
Neville ist der Chef, Apollo der Vize und Maja die Chefin der Weiber ...



__________________





Schaut doch auch mal in unserem Thread vorbei:
http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/26593-naties-thread-mein-gehege-meine-tiere-mein-zuhause.html

Oder bei Facebook:
https://www.facebook.com/kanuggels.muckels



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Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.12.2015, 01:32

Habs jetzt mal hier eingefügt:
Das sind nur einige Punkte um uns vor Augen zu führen warum ein gut funktionierendes Gruppengefüge große Vorteile, auch für die Gesundheit der Tiere bietet. Die Wildkaninchengruppen leben in einer genau festgelegten Hierarchie. Jedes einzelne Tier hat seinen Platz in dieser Formation, das aber durch bestimmte Faktoren variabel ist. So kann z. B. der Tod eines Tieres eine neue Klärung der Rangordnung nötig werden lassen um das Sozialgefüge zu erhalten. Meist leben sieben bis zehn Tiere getrennt von anderen Familien/Gruppen in einer Wohngemeinschaft zusammen. Die gängigste Kombination besteht aus einem ranghohen Rammler, oftmals unterstützt von einem "Vizerammler" und mehreren Häsinnen, die ebenfalls einer Hierarchie unterliegen. Die Tiere können eine lebenslange Gemeinschaft aber auch jahreszeitlich variierende Gruppen bilden. Hauptzweck der Gruppen ist es für Nachwuchs zu sorgen und damit das Überleben zu garantieren. Auch deshalb finden sich Gruppen besonders in der Hauptfortpflanzungszeit zusammen, bzw. formieren sich neu. Diese Art des Zusammenlebens ist in der Genetik des Wildkaninchens verankert.



 
 
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