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Zitat:
Möhren sind bei meinen gar nicht das Begehrteste im Napf. Das Möhrengrün ist viel beliebter, von Kohlrabiblättern ganz zu schweigen. Meine kleine Häsin Missy wohnt erst seit ein paar Wochen bei uns und kannte nur Pellets. Das eine oder andere Grünzeug hat sie auch erst sehr skeptisch beäugt und gar nicht angerührt bis es dann mal übrig war. Nach ein paar Probebissen hat es dann doch geschmeckt und jetzt mümmelt sies mit am liebsten. Wenn deine Kaninchen etwas nicht sofort mögen kann es in ein paar Wochen trotzdem zum Lieblingsfutter gehören. Einfach ausprobieren. |
Ich glaube, manches nehmen sie gar nicht als "essbar" wahr. Banane, zum Beispiel. Oder Kräuter im Topf. Und vieles fanden sie beim ersten Mal spannend und dann nicht mehr. Was ich nicht verstehe, ist, dass sie im TH gesagt haben, sie hätten bisher (u.a.) Blumenkohl gegessen. Das rühren sie nicht an, weder die Röschen selbst noch die Blätter. Ich probiere eigentlich schon eine Menge und wiederhole auch, aber ich hab noch nicht erlebt, dass sie irgendwann mal später mit etwas angefangen haben. |
Bei manchen Sachen bleib ich dann aber auch hart. Wenn es z.B. Weißkohl und Wirsing gibt, dann ist der Wirsing zuerst weg. Dann leg ich da bei der nächsten Fütterung nicht zwingend was nach. Dann müssen sie erstmal den Weißkohl fressen, bevor es wieder was anderes gibt. (Es gibt zusätzlich dann zwar noch anderes, wie Spinat oder Feldsalat, aber nicht in ausreichender Menge, um wirklich satt zu werden). Heu ist natürlich immer da. |
Das Problem mit Möhre und Co. ist, dass es zu schnell sättigt. Dadurch wird weniger gekaut = wenig Zahnabrieb. Gibt es nur Grünes, müssen sie viel fressen, dadurch auch viel kauen um satt zu werden = viel Zahnabrieb. Da sie ab morgens bis meist nachmittags eh weniger fressen, kannst Du Knolle morgens geben. In den aktiven Phasen dann nur noch Grünes, und wie Dangerschaf schrieb, nicht gleiches nachlegen sondern anderes. Es ist selten ein Kaninchen vor einem vollen Napf verhungert. Aber Du musst stark bleiben. |
Eine Frage an alle: wäre in ihrem Fall vielleicht neben dem Grünfutter auch ein Snack wie Löwenzahnwurzel sinnvoll? Bisher war jedes meiner Kaninchen komplett verrückt danach und so wie ich das beobachte haben sie daran sehr lange zu knabbern, was für den Abrieb ja gut sein sollte. Wir benutzen das bei unseren als Snack, wer als erstes fertiggeknabbert hat jagt der anderen Wurzel nach. |
Hallo, noch mal, ich hab noch mal zwei Fragen. 1.) Wenn ich die Pastinake usw. abends gebe, hat es den Vorteil, dass diese bis zum frühen Morgen nicht so schnell lappig wird wie Dill, dachte ich. Ich gebe abends lieber Sachen, die länger "stabil" sind - bzw. ich gebe alles, aber am Morgen liegt dann immer noch ein Haufen Petersilie usw. herum, während an der Möhre gerne noch geknabbert wird, nachdem sie 12h irgendwo rumgelegen hat. Damit zusammenhängend: Wie ist das denn nun mit dem "ad libitum"? Wenn man das wirklich ernst meint und annimmt, Kaninchen nehmen sich, was sie brauchen und wollen - und nicht das, was die Halter sich wünschen, dann müsste ja "immer alles" da sein, also auch Wurzelgemüse, oder? Ansonsten fange ich ja doch an, eine Vorauswahl vorzunehmen, à la: "Du hattest gestern schon Pastinake, heute gibt's mehr Salat" usw. 2.) Mittlerweile habe ich die Idee, dass die Probleme beim "Zahnmännchen" womöglich primär weniger die Zähne sein müssen, sondern vielleicht primär die Verdauung. Die Zähne werden / wurden ja regelmäßig geschliffen, und die Ärztin meint, sie seien zwar unregelmäßig (wie beim Weibchen auch), aber als er neulich kaum gefressen hat, nahm sie eher an, es käme von der Erkältung, weil die Zähne nicht so "krass" sind - und er ja tatsächlich zum Großteil Kräuter isst. Nach der OP hat er dann zwar viel mehr gefressen, aber dieses Mal fällt mir auf, dass er dann mehr frisst, wenn der Bauch leer ist. Wenn er also gut kötteln kann, frisst er gut; wenn er sich anstrengen muss, bis "endlich" was kommt, frisst er weniger. Seitdem am Mittwoch die TÄ die Unregelmäßigkeit der Zähne festgestellt hat, hat er unterschiedlich gut gefressen. Seit gestern Nachmittag geht es ihm super gut, und er frisst zwar keine Unmengen, aber auch nicht so wenig, dass ich mir deshalb Sorgen machen würde. Er köttelt auch mehr, und wie gesagt: Ich hab den Eindruck, dass erst das Kötteln kommen muss und er dann erst fressen kann (beim Weibchen läuft alles gleichzeitig und automatisch). In der vorletzten Woche haben wir es mit Rodicare Hairball versucht (er scheidet auch viele Haare aus), was er aber nicht gut angenommen hat, auch mit "Spritze" lief alles wieder raus. Am Donnerstag haben wir ihm Lactulose gegeben (auch mit Spritze, ohne nimmt er keine Medis, auch mit Futter nicht), was ihm wohl geschmeckt hat. Ob es gewirkt hat, weiß ich nicht, weil eigentlich die "Entspannung" erst zwei Tage später einsetzte. Wie das immer so ist, liest man vollkommen unterschiedliche Dinge über Wirkungen und Nebenwirkungen von Verdauungsmittelchen. Wenn ich also morgen wieder zur TÄ fahre, fände ich es gut, falls hier jemand Ideen hat, was ihr probiert habt, was man ggf. langfristig geben könnte, um die Verdauung in Schwung zu halten und was keinen Teufelskreislauf in Gang setzt. Viel Bewegung und Frischfutter ist klar - aber ich kann ihn ja nicht zum Hoppeln zwingen, er ist immer recht gemütlich, auch wenn er sich heute mehr bewegt als in den letzten Tagen. Sonnenblumenkerne und Leinsamen bekommt er schon. Wenn ich also Öl gebe, wäre meine Idee, ihm das auf die Pfoten zu geben oder ggf. mit irgendwas mischen und mit Spritze geben (ist mir lieber, das regelmäßig zu machen und ihn, wenn's klappt, dafür mehr essen zu sehen, als ständig zur OP zu fahren). Die Frage wäre dann: welches Öl (Leinöl?) und wieviel und wie häufig? |
Versuch es mal mit Leinkuchen, gibt es zum Beispiel von Makana. Meine lieben den als Leckerchen und ich kann damit super die Verdauung regulieren. Ad libitum meint nicht, dass von allem immer etwas da sein muss, sondern primär, dass immer Frischfutter verfügbar ist. |
Danke, aber da steht, dass das "Pellets" sind - ist das in Ordnung so? Hab noch mal auf "kaninchenwiese" nachgesehen; da steht aber auch, dass die Tiere sich daran verschlucken können. Gibst du die Pellets dann "ganz", oder kann man die zerbröseln? Und in welchen Mengen würdest du sie geben? - 1 pro Tag oder 1 TL pro Tag oder 2 TL pro Tag...? Ich werde sie auf jeden Fall gleich bestellen... |
Diese "Pellets" zerfallen bei Kontakt mit Wasser und quellen nicht auf. Man kann die gut zerbrechen, aber ich denke nicht, dass sie sich daran verschlucken. Die sind so groß, dass sie mehrfach abbeißen müssen. Ich gebe täglich einen pro Nase an normalen Tagen. Wenn die Köttel kleiner werden oder Köttelketten kommen bis zu einer Hand. Die Wirkung sehe ich dann direkt am nächsten Morgen. |
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