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Du solltest dringend aufhören, die kleinen so zu vermenschlichen :o Auch Kinder müssen am Ende damit leben, dass sie den Schokoriegel nicht kriegen und in einem bestimmten Alter finden sie das einfach nur scheiße, egal was man ihnen dazu erklärt ;) Denk einfach mal an die Wildkaninchen. Da haben es unsere in so vielen Dingen besser, auch wenn sie ihr Lieblingsmöhrchen nicht bekommen ;) |
Das mit dem Vermenschlichen ist echt ein großes Problem! Mein Verstand weiß das (bei meinen Kindern war ich übrigens echt konsequent), aber in Bezug auf Tiere bin ich neuerdings total gefühlsduselig. So war ich früher nicht. Als ich heute gelesen habe, dass in Australien jemand einen Wombat zu Tode gesteinigt hat, musste ich auch heulen. Ich finde Kaninchen einfach total niedlich (Meerschweinchen auch und nicht bellende Hunde auch), und immer wenn ich beim TA bin und mitbekomme, wie krank Tiere sein können, krieg ich die Krise und frag mich, wie die Ärzte und Pfleger das aushalten, immer freundlich und offen zu sein zum nächsten "Kunden", wenn sie vorher gerade ein Tier eingeschläfert haben. Mir fehlt leider die Distanz, und ich weiß, dass ich mehr für mich tun müsste und abschalten müsste. Es ist insgesamt schon besser geworden seit meiner letzten "Krise" hier, weil sich viel mehr Routine eingespielt hat und ich die Tiere besser kenne und wir auch zufüttern können und Medis geben können - daran war vor einigen Wochen noch gar nicht zu denken. Für jeden TA-Besuch mussten wir sie ewig zu dritt (!) einfangen, jetzt mach ich so was alleine. Aber ich rede total viel mit ihnen, und manchmal frag ich mich, ob ich das eher für mich tue oder für sie... Vielleicht sollte ich mir einfach einen Mann zulegen (am besten einen Tierarzt... ;))... - ich fürchte ernsthaft, dass ich den Tieren zu viel eigenes "Leid" aufbrumme, ohne das zu wollen, natürlich. |
Ach so, und die eigentliche Frage: Wie macht ihr das denn, dass ihr sie nicht vermenschlicht? Wie bekommt ihr das hin, die Tiere so zu lieben, wie man halt sein Tier lieben sollte, ohne zu viel zu grübeln und zu mitzuleiden bei jeder "Enttäuschung" oder bei jedem Tierarztbesuch? |
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Ich freu mich, wenn sie ankommen und weiß doch ganz genau, dass es nur um den Leinkuchen in meiner Hand geht :rofl: Ich sehe, dass es ihnen hier gut geht und ich weiß, dass sie glücklich sind und dass sie mich nicht brauchen.. solange ich pünktlich das Essen reinwerfe und die Köttel wegräume ;) Ich weiß, dass es mein Job ist all die unangenehmen Dinge in ihrem Leben zu machen.. TA Besuch, Medis verabreichen, Autofahren etc. und ich mach das von Herzen gern. Und wenn sie dann fit und gesund sind entschädigt mich das für alle Kratzspuren oder in Dunkelheit und Regen auf Knien durch das matschige Außengehege zu kriechen. Ich kann sie mit nem Leckerlie zwar erfreuen, aber bei kuscheln und putzen kann ich eh nicht mithalten. Ich lass sie halt einfach machen. |
Ja, freuen tu ich mich auch - das kommt vielleicht nur nicht so rüber. Ich freue mich, dass sie so unterschiedlich sind und jeder sein Wesen hat und beide irgendwie auf ihre spezielle Art "schelmisch" sind, klug und neugierig. Dass jeder spezielle Gesten und Bewegungen hat, unterschiedlich hoppelt, unterschiedlich guckt und unterschiedliche Sachen mag. Und dass sie sich gegenseitig inspirieren und sich aufeinander abstimmen und einstellen und wissen, dass der Andere da ist, wenn man gerade Stress hatte. Aber wie immer im Leben: Glück gibt's nicht ohne Leid, sonst wäre es kein Glück. Wenn man nicht wüsste, dass das Leben endlich ist und düstere Seiten hat, könnte man das Glück nicht als solches wahrnehmen. Und das Düstere belastet mich ziemlich, weil ich es nicht gut verdrängen kann - im Gegensatz zu vielen anderen Leuten in meiner Umgebung. Der Satz: "Gedanken machen kannst du dir, wenn es so weit ist" stammt definitiv nicht von mir! |
Ich kann mich Dangerschaf nur anschließen :thumbsup:Wenn es keine Möhre oder Pastinake gibt werden sie nicht verhungern, dass ist so, als wenn man mir Bohnensuppe vor die Nase stellt, dann ess ich lieber eine Scheibe trockenes Brot:rolleyes: |
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Ja, es kann immer was passieren.. dass wir etwas übersehen, dass ein Unfall passiert, dass doch irgendwas schief geht.. aber da sind wir die Einzigen, die sich darüber Gedanken machen, die Langohren tun das nicht ;) |
Ich wusste auch gar nicht, dass wilde Kaninchen gar nicht so lange leben; ich dachte, die sind viel robuster und fitter. Aber zu uns kommt auch kein Fuchs nach Hause, und es ist nicht kalt und nass und es gibt kein Gift und keine Autos in der Wohnung, und wenn was ist, ist immer jemand da, der sofort zum Tierarzt fährt. Ich weiß auch nicht, ob ich so blöde bin? Die TÄ meinte ja, die beiden hätten mich im Griff, und meine Kinder sehen das auch so. Manchmal denke ich, das Männchen veräppelt mich ein bisschen. Wenn ich Zeit habe und mir Sorgen mache und er wenig frisst, setz ich mich zu ihm oder bin im selben Zimmer oder gucke häufig nach ihm, weil er auf mich so krank wirkt (und er hat ja nun mal die Zahnprobleme). Kaum bin ich draußen, fängt er an zu hoppeln und zu fressen (natürlich nicht immer, aber schon häufig). Vorhin aß er ganz genüsslich, und als ich ins Zimmer gekommen bin, fühlte er sich wohl ertappt und ist sofort weggehoppelt. Ich hab mich dann entschieden, mich für heute zurückzuziehen. Stuhlgang war da und weich, gegessen hat er auch, wenn auch sicher viel zu wenig, und ich hab schon das Gefühl, dass er sich freut, wenn er mal seine Ruhe hat. Dem Weibchen ist alles egal, das macht sowieso immer, was es will... |
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Nimm Fussel zum Beispiel: Sie hasst es angefasst zu werden, sie sitzt eigentlich 70 % des Tages rum, als müsse sie dringend zum TA. Wenn ich sie dann jedes Mal wegschnappen würde, wäre das tierischer Stress für sie (und mich). Deshalb lass ich sie. Ich werde dann aufmerksam, wenn ich merke, dass weniger gefressen oder geköttelt wird. Ich bin mir bewusst, dass bei ihr die Gefahr groß ist, dass mir da etwas durchrutscht oder dass ich irgendwann mal zu spät bin. Aber ich kann damit leben ohne mich verrückt zu machen, weil ich mir darüber im Klaren bin. Dafür kann sie jetzt Kaninchen sein und das ist mir wichtig. |
Danke für deinen Fussel-Bericht! Meine TÄ ist glücklicherweise auch so. Wenn man in der Praxis anruft, sagen die Pfleger bei jedem Symptom den Standardsatz: "Sie sollten sofort kommen. Bei Kaninchen kann es sehr schnell gehen. Wenn es nicht genug frisst, müssen Sie zufüttern!" - Die Ärztin selbst sagt, es sei für das Tier wichtiger, dass es entspannt ist und über ein paar Tage ggf. wenig frisst (wenn es bereits angeschaut wurde), als ständig mit der "Futterspritze" hinterher zu sein. Sie sagt, solange er überhaupt frisst, ist erst mal egal, wie viel, und ich müsse keine Panik haben (allerdings weiß sie auch, dass ich sowieso komme, wenn was ist). Mein Männchen ist vom Wesen her extrem ruhig. Er macht 1-2x am Tag seine Runde durch die Wohnung, und ansonsten bewegt er sich ganz gemütlich von einem Ruheplatz zum nächsten und guckt vielleicht ab und zu mal vorsichtig, ob es irgendwas Spannendes zu sehen gibt. Wenn nicht, denkt er wohl, er verpasst nichts. Ich kenne ihn nicht anders, und er wirkt nicht unglücklich - außer, wenn ich ihn stresse. Manchmal denke ich mir dann auch, ich müsste loslassen, weil ich eh nicht alles ausschließen kann. Das Weibchen ist das andere Extrem, sodass ich mir bei ihm auch schon Sorgen mache, wenn es mal eine halbe Stunde rumliegt. Sie springt überall rauf und rein. |
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Wenn du nicht sicher bist, ob er genug frisst, würde ich ihn vielleicht alle paar Tage mal auf die Wage setzen. Allein vom Beobachten her ist das ja doch schwer zu sagen und du machst dich vielleicht nur unnötig verrückt. Wiege ihn regelmäßig, dann weißt du verlässlich woran du bist. |
Na ja, ich sehe ja, da ich viel Zeit habe, ungefähr, was er tagsüber und abends frisst - und wenn ich sonst nach der Nacht ins Wohnzimmer gekommen bin, war fast alles aufgegessen. Eben war ich noch mal da, und es lag noch fast alles da, wie in den letzten Nächten auch schon. Ich sehe, dass er frisst, aber ich weiß mittlerweile auch, wie sein Fressverhalten ist, wenn er Appetit hat und es ihm gut geht. Als ich eben noch mal da war, hab ich ihm Dill gegeben, davon hat er zumindest sämtliche Spitzen verschlungen. Da morgens immer noch so viel da ist, wundere ich mich, weil das Weibchen ja dann offenbar auch nicht viel isst, aber sie sehe ich immerhin tagsüber "reinhauen". Sie haben beide auch Heu gefuttert, das heute gerade frisch geöffnet wurde; da kann ich die Menge nicht gut abschätzen, weil ich einige größere Haufen ins Gehege gelegt habe. Die Ärztin meinte, ich sollte bis Montag nicht zufüttern (es sei denn, er stellt das Fressen ein), damit sie sieht, ob bzw. was sich am Gewicht verändert hat. Eine Waage möchte ich mir nicht zulegen - das würde uns alle noch panischer machen. Er lässt sich auch ungerne hochheben, und ich wüsste eh nicht, welche Schwankungen normal wären. Da wir sowieso alle 3-4 Wochen beim TA sind und ich sie ja gut beobachte, sehe ich ja, ob sie überhaupt fressen und wenn ja, mit wie viel Appetit. Und bisher lag es immer an den Zähnen, wenn er nicht viel gefressen hat. Laut TÄ hat er innerhalb der letzten 3,5 Wochen ca. 300g zugenommen (die Zahl hab ich mir in der Aufregung nicht gemerkt) und damit noch mehr als das Weibchen, das ständig am Futtern ist. Aber seit ein paar Tagen frisst er weniger; vorher aber hat er mit Appetit gegessen und musste da ja wohl auch was aufholen, weil er kurz vorher ja auch nicht gut essen konnte. Das hat er sich dann wohl über die Möhren und Pastinaken geholt. |
Eine Waage sollte immer zur Hand sein. |
Wie gesagt: Eine Waage nützt nur dann was, wenn man sie "verstehen" kann und die Ergebnisse richtig deuten kann. Ich hatte das alles mit meinen "Menschenbabys" durch, gerade auch mit derselben Argumentation, aber bei uns war es kontraproduktiv, weil ich dann nicht loslassen konnte und es den "Kontrollzwang" eher verstärkt hat und das Essen so zu einer Art "Kampf" wurde und die Waage zu einer Art "Zeugnis". Ich weiß, dass die Optik täuschen kann, aber der "Vorteil", eher zu viel zu sehen als zu wenig, ist, dass man selten etwas übersieht. Ich bin sowieso häufig beim TA, und deshalb denke ich, dass eine Waage nur dann sinnvoll wäre, wenn es darum geht zu klären, ob ein TA-Besuch nötig wäre. Ich wüsste auch bei Zunahme nicht, ob es gut oder schlecht ist. Wenn ich sehe, dass gefuttert und geköttelt wird und sonst nichts anders ist als sonst, möchte ich wenigstens die ca. 3 Wochen bis zum nächsten TA-Besuch entspannt sein (und die Tiere auch, denke ich). Ließen sich die beiden hochnehmen, wäre das sicher noch mal was anderes, aber für sie wären das neben der gelgentlichen Medigabe ein zusätzlicher Stress. Ich kann ja mal die TÄ dazu befragen. |
Du könntest Dir z.B. eine Kofferwaage besorgen. Hab die vor einigen Jahren mal bei Aldi für 5 Euro gekriegt. Die hälst Du fest und kannst unten eine TB dranhängen. Wiegen kann ganz stressfrei ablaufen. Tiere in die TB locken, TB schließen, wiegen, TB aufmachen und zur Belohnung ein Leckerchen geben. Du kannst sie auch mit einem Leckerchen in die TB locken, dann brauchst Du nicht fangen. Das ist Übungssache. Wiegen würde ich 1x wöchentlich. Nochmal zum Knollengemüse. Ich würde beiden morgens 1/2 mittelgroße Möhre oder Pastinake geben. Aber mehr nicht. Vormittags wird meist eh geschlafen, da macht es nicht so viel aus. Danach (in der aktiven Phase mit viel Appetit) nur noch Blättriges. |
Mit Leckerlis kann man das Männchen leider nicht locken, weil er nicht so gierig ist. Vor allem in den "Zahnphasen" isst er ja eher zu wenig als zu viel und will dann auch seine Ruhe haben. Wg der Pastinaken / Möhren: Sie bekamen bisher immer morgens und abends ca. ein "daumengroßes" Stück Möhre und Pastinake und Petersilienwurzel. Seit einiger Zeit mag dass Männchen morgens kein Knollengemüse, sondern nur noch abends. Mehr isst er davon sowieso nicht. Im Moment ist es mit dem Essen sowieso schwierig, aber normalerweise isst er morgens und tagsüber nicht viel, sondern erst abends. |
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Bis Montag kann ich sowieso keine Experimente machen, weil da das Weibchen kastriert wird und das Männchen die Zähne gemacht bekommt und ich da nicht viel umstellen kann und mag. Danach geht es los, und dann bin ich auch konsequent. Ich überlege nur noch, ob es besser wäre, gar keine Möhre usw. zu geben, weil sie ja sonst immer "denken" könnten, dass es sich bestimmt lohnt, darauf zu warten. Wegen der Waage rede ich mal mit der Ärztin; die kennt die Tiere und mich ja mittlerweile auch. Auf der Waage beim TA sind sie eigentlich ganz entspannt, und in die Box gehen sie nur, wenn sie das wollen, nicht wenn ich das will... |
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Ich sehe meine auch selten fressen und manchmal haben sie auch kein Bock auf Leckerlie. Wenn ein Kaninchen Zahnprobleme hat, dann kann da u.U. mit blattreichem Futter nachgeholfen werden, aber die Probleme werden nicht verschwinden. Und es ist auch nicht erforderlich, dass das Tier rund um die Uhr isst. Solange die beiden ein vernünftiges Gewicht haben und das unterm Strich halten, ist es egal wann sie essen. Für die Zähne ist das Was viel entscheidender. Und mal ehrlich, was willst du tun? Ihn zum Essen zwingen, wenn er tagsüber eigentlich nur abhängen will? Am Montag werden die Zähne wieder schick und dann startet ihr mit gesundem Futter durch. Wann und letzendlich auch wie viel er davon frisst (solange er das fressen nicht einstellt oder total abnimmt) solltest du dann schon ihm überlassen. Und je unbeobachteter sie sich fühlen, desto natürlicher werden sie sich verhalten. |
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