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Jusi 03.10.2019 11:20

Backenzahnfutter?
 
Da bin ich wieder...


Wir haben inzwischen die (nahezu?) perfekte Tierärztin gefunden, was schon mal sehr entlastend ist.



Bei unserem Männchen müssen nun aber schon zum 3. Mal (ca. alle vier Wochen) die Backenzähne abgeschliffen werden. Es geht ihm nach der OP bzw. nach dem Stress danach für 2-3 Wochern super gut und er frisst mit Spaß und viel (nimmt dabei auch viel zu), und nach ca. 3 Wochen wird er mäkeliger, lässt vieles liegen und muss überredet werden (Stengel vor die Nase halten), nur abends isst er noch halbwegs normal. Da ich das kaum ansehen kann, versuche ich, ihm das Essen noch mehr hinterherzutragen und komme mit "B-Ware" (Sonnenblumenkerne, Cunis, noch mehr Wurzelgemüse) an.



Dann also der Gang zur TÄ und die Feststellung: Backenzähne wieder unregelmäßig.



Nun weiß ich nicht, ob ich die Ernährung ganz strikt gestalten soll und kein Wurzelgemüse geben soll. Leider fressen die beiden ansonsten nur Dill, Basilikum vom Türken, Petersilie und Möhrengrün - aber auch nicht in Unmengen, wie es idealerweise sein sollte.


Kohlrabiblätter gehen im Moment nicht. Salat ging noch nie. Und alles andere, was ich anschleppe an mir bis dahin völlig unbekannten Kräutern, wird ebenfalls nicht angerührt. Also gibt es morgens und abends immer noch für jeden ein Stück Möhre, Pastinake und Petersilienwurzel. Apfel und Rote Beete waren bis vor wenigen Tagen noch der Renner, werden jetzt aber auch liegengelassen. Heu isst er ein paar Halme am Tag.



Das, was man immer so schön als "Wiese" bezeichnet, ist schwierig, da ich als Großstadtmensch ein botanischer Analphabet bin und nur Löwenzahn erkenne (den hole ich auch manchmal vom Türken, wird aber selten gegessen) und Grashalme. Das wird aber auch verschmäht. Das Problem ist, dass das Grünzeug auch schnell lappig wird, gerade wenn ich tagsüber länger weg bin und nicht nachlegen kann.


Ein weiteres Problem ist, dass immer noch was hinzukommt zum Zahnproblem: Beim letzten Mal war es eine Verletzung im Mund; dieses Mal hat er Haare im Kot, und wenn ich Rodi Care gebe, ist er gestresst von der Medikamentengabe und ist zwei Tage lang ängstlich, was der Gesundheit, der Bewegungsfreude und dem Appetit auch nicht zuträglich ist.


Er hat ziemlich mit der Verdauung zu tun, aber die Köttel sind weich, wenn auch nicht übermäßig groß, nur sitzt er immer lange auf dem "Klo", bis sie draußen sind. Bauch ist aber weich. Wiegen tut er eher zu viel als zu wenig (was ich mir nicht erklären kann).


So weiß ich nie, wo genau die eigentliche Ursache für die Fressunlust ist und ob die Zähne wirklich das Hauptproblem sind (allerdings geht es ihm nach der OP ja jedes Mal deutlich besser).



Offiziell ist er ein gesundes Tier. Gestern wurde Blut abgenommen, weil er auch ziemlich ruhig ist. Alles perfekt (EC steht noch aus). Die Ärztin meinte gestern: "So ein gesundes Tier hat so viele Probleme".



Was ich eigentlich nur fragen wollte:


Meint ihr, die Ernährung (Wurzelgemüse weglassen) macht tatsächlich DEN Unterschied für die Backenzähne? Und wenn ja: Wie bekomme ich es hin, ihn (das Weibchen hat keine Probleme und frisst fast alles und auch zu viel...) dazu zu motivieren, das "Richtige" zu essen?


Es ist ja auch eine Geld- und Kühlschrankplatzfrage: Ich kann nicht täglich "alles" da haben, probiere aber täglich was Neues aus; mal wird ein Stengel Minze gegessen, aber selten mehr. An Töpfe gehen sie auch nicht ran.


Soll man da einfach "stur" bleiben? Die TÄ meinte, die beiden hätten mich ganz schön im Griff...



Im Internet steht immer nur, wie toll alle Tiere alles fressen und wie gerne sie auch Medikamente nehmen... Meine müssen immer gezwungen werden (Medis in Essen verstecken, führt nur dazu, dass das Essen gemieden wird).



Ich habe mir vorgenommen, nach der kommenden OP am Montag konsequent auf die Ernährung zu achten, aber ich weiß nicht genau, wie (WAS gegessen werden soll, weiß ich ja).

dangerschaf 03.10.2019 11:38

Hast du schon mal Kohl probiert? Ich würde versuchen sie dahin zu kriegen. Das ist ein gutes und günstiges Winterfutter. Die angebotene Menge langsam steigern.

Verschiedenes anbieten ist gut, grundsätzlich gilt aber auch, dass noch kein Kaninchen vor dem gefüllten Napf verhungert ist (sofern es fressen kann).

Das Knollengemüse würde ich weglassen, gerade wenn er auch mit dem Gewicht zutun hat. Letztendlich macht das ja auch sehr satt, so dass man nichts Neues probieren muss.

Edit: nur am Rande.. "Großstadtmensch" zu sein, hindert nicht daran sich z.B. im Internet schlau zu machen, wie Pflanzen aussehen und zu gucken, was im Umkreis so wächst (außer Gras und Löwenzahn). Z.b. auf Spielplätzen.
Grundsätzlich reicht es für den Anfang auch, sich die richtig giftigen Pflanzen einzuprägen ;)

Honeymouse 03.10.2019 11:42

Wurde das Tier mal geröngt? Einmal Bauch und einmal Kopf? Irgendwo kommen die "schlechten" Zähne und die Köttel ja her. Habt ihr eine Kotprobe über 3 Tage gesammelt und abgegeben?

Jusi 03.10.2019 13:36

Danke für die Antworten:


@ Honeymouse:


Diagnostisch und therapeutisch fühle ich mich bei der TÄ bestens versorgt: Kopf wurde geröntgt und die Zähne den Referenzlinien gemäß geschliffen. Bauch wurde 1x beim ersten Besuch geröntgt.


Die Zähne sind für Kaninchen dieser Rasse noch ziemlich gut. Die Ärztin meinte, sie hat schlimme Gebisse gesehen, mit denen die Kaninchen trotzdem noch weiter gefressen haben. Meiner hat gar nicht so ein schlimmes Gebiss, aber er reduziert das Fressen schon bei kleinen Unregelmäßigkeiten, die andere Tiere überhaupt nicht stören. Er ist überhaupt sehr sensibel, ganz anders als das Weibchen, das alles Unangenehme sofort vergisst. Er "schleppt" die Erinnerung an Schlimmes lange mit sich rum, was besonders traurig ist, da das Problem ja chronisch ist, und als er nach den letzten OPs endlich so weit war, dass er unbeschwert war, konnte man schon darauf warten, dass es bald wieder losgehen würde.


Deshalb möchte ich ja meinerseits nun alles tun, das Ganze durch die Ernährung zu verbessern.



@ Dangerschaf:


Kohl hatten wir auch schon probiert. Er hatte mal eine "Wirsingphase", jetzt aber rührt er ihn nicht mehr an. Das Weibchen isst gerne Kohl, bekommt davon aber Durchfall (auch von geringen Mengen), weshalb ich da etwas vorsichtig bin. Wenn ich was hinlege (Chinakohl, Weißkohl, Spitzkohl), bleibt es entweder liegen - oder ich finde Matschkot.


Das mit dem "Analphabet" meinte ich wirklich so: Natürlich könnte ich die "Wiesenklassiker" benennen und auch "aufmalen" ("kaninchenwiese"), aber ich habe panische Angst davor, etwas zu sammeln, was giftig ist und was ich verwechsle. Es gibt ja so viel "Unkraut", dass ich das nicht alles zuordnen kann, selbst wenn ich "intuitiv" ahne, dass etwas z. B. "Knöterich" ist. Ich denke mir dann, es könnte ja auch eine giftige Pflanze sein, die so ähnlich aussieht. Es reicht ja eben nicht, die "Giftklassiker" zu kennen (die kenne ich schon allein wegen meiner Kinder). Mir fehlt da komplett die Erfahrung, vielleicht also weniger das Wissen. Auch habe ich Angst vor ausgelegtem Gift oder Dünger, gerade auch an "Rändern" von Sportplätzen.



Ich hab schon einige Male einfach in eine Wiese gegriffen und ihnen das vorgelegt. Das war einmal interessant und dann nie wieder.



Ich wünschte mir echt eine Kaninchen-Hebamme oder einen Kaninchen-Sozialarbeiter, der mit mir einen Spaziergang macht und mir das Sammeln zeigt oder der mir zeigt, wie man das Tier "nimmt", ohne ihm Angst zu machen. Theoretisch weiß ich auch das. Ich kann ja auch nicht durch die ganze Stadt gehen, in der Hoffnung, mal Giersch irgendwo zu finden.

Honeymouse 03.10.2019 13:44

Mir fiele noch die Möglichkeit eines (Wach-)CTs ein. Darauf kann man wohl noch mehr erkennen als auf einem Röntgenbild. Ist er ein Widder?
Köttelprobe wurde gemacht?


Vor Wiese muss man eigentlich nicht so viel Angst haben. Kaninchen vertragen viele Pflanzen, die ein Pferd, eine Kuh oder einen Menschen umhauen würden. Giftklassiker für Kaninchen reichen da eigentlich tatsächlich.



Ich würde wirklich alles knollige und obstige streichen. Da musst du dann durchhalten. Gibt es noch irgendwas trockenes an Futter?



Woher kommst Du denn? Vielleicht wohnt ja jemand in der Nähe und geht man mit dir durch die Gegend und zeigt dir Wiese usw.

Jusi 03.10.2019 13:57

Danke noch mal!


Köttelprobe wurde einmal bei der ersten Ärztin gemacht (allerdings nur von 1x Stuhlgang); die jetzige meint, das wäre nicht unbedingt nötig, weil das Problem ja bekannt ist (Haare). Das Weibchen frisst und köttelt immer so nebenbei und geht dazu auch nicht aufs Klo. Er nimmt sich alles, was er tut, regelrecht vor und ist damit eine Weile beschäftigt. Das ist beim Futtern genauso wie beim Stuhlgang. Ich glaub, das ist deren unterschiedliches Wesen, und das war schon vom ersten Tag so, seit wir sie haben (vom TH, vor ca. 3,5 Monaten).



Ich vertraue der Ärztin wirklich, was bei mir noch nie vorgekommen ist (auch bei Humanmedizinern nicht). Wir waren vorher schon bei 2 Kaninchen"spezialisten", die vieles falsch gemacht haben (Zähne geknipst; Längen übersehen; Tiere verwechselt; nicht geröntgt; Mäulchen gespreizt usw.). Ich hab nicht das Gefühl, dass diagnostisch was fehlt, sondern nur, dass er empfindlich ist.


Ja, er ist ein Satin-Widder.



Zum Futter: Ja, ich gebe noch Trockenkräuter (Löwenzahn und Ringelblumen von dm), aber nicht täglich. Die isst er aber eher wenig. Vor einiger Zeit gab's auch Haferflocken, die hab ich gestrichen. Und manchmal Leinsamen, aber die essen sie nur uneingeweicht, und da hab ich Angst, dass das aufbläht, wenn er schon so "arbeiten" muss. Und manchmal Cunis und Sonnenblumenkerne.



Aber eigentlich besteht das größte Angebot an Grünzeug.



Wg. Wohnort: Ich komme aus Berlin. Mir würde schon reichen, wenn jemand wüsste, wo ich nach Giersch usw. suchen kann... Einen Grashalm finde ich schon, aber diese "tollen" Sachen, die man so anbieten kann, die finde ich nicht.

Honeymouse 03.10.2019 14:04

Ich würde, gerade bei Matschkot, nochmal eine Sammelkotprobe von 3 Tagen abgeben (kühl lagern). Kohl sollte eigentlich nicht zu Matschkot führen.


Bei Widder wären sonst auch noch die Ohren ein Thema. Sie haben sehr oft eine Otitis. Das tut weh, führt zu unwohlsein und damit auch gern zu vermindertem Fressen. Otitis media und interna lassen sich dabei kaum von "außen" diagnostizieren sondern nur mittels Röntgenbild auf mehreren Ebenen oder besser einem CT. (https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/ohrenentzuendung/)


Das klingt doch eigentlich gut. Wirklich hart bleiben, keine Knollen oder Obst, keine Leckerchen. Hauptsache blättrig.


Okay, Berlin ist leider so gar nicht meine Ecke :o

Sir.Hoppselot 03.10.2019 14:08

Zitat:

Zitat von Jusi (Beitrag 1170149)
Wg. Wohnort: Ich komme aus Berlin. Mir würde schon reichen, wenn jemand wüsste, wo ich nach Giersch usw. suchen kann... Einen Grashalm finde ich schon, aber diese "tollen" Sachen, die man so anbieten kann, die finde ich nicht.

Schwer zu sagen was bei dir in der Nähe ist, die Stadt ist ja nicht gerade klein, aber tolle Sachen finde ich z.B. auf dem Tempelhofer Feld, am Gleisdreieck oder im Park am Nordbahnhof.

Jusi 03.10.2019 14:13

Oh, sorry, der Matschkot kommt vom Weibchen. Der wurde aber untersucht und ist i. O.



Wegen der Ohren frag ich noch mal nach, danke für den Tipp. Die wurden, abgesehen von der einen Aufnahme, nur von außen betrachtet. Allerdings weiß ich auch nicht, wie oft man so ein Tier röntgen oder sonstwie untersuchen sollte; theoretisch kann sich ja alle paar Tage etwas Neues ereignen, und jeder TA-Besuch ist - auch schon das "Einfangen" - enorm stressig. Ans Geld denke ich schon gar nicht mehr...



Beim letzten Mal war es auch so, dass er eine Erkältung hatte und die TÄ meinte, die Fressunlust käme eher daher als von den Zähnen, aber als die Erkältung behandelt war, fraß er immer noch nicht. Sie sagt immer, es sei ihr wichtig, das Tier kennen und verstehen zu lernen. Was ich sagen will: Ich glaub, die Ärztin "liest" das Tier auch irgendwie, und dem vertraue ich. Sie nimmt sich enorm viel Zeit, beantwortet alle Fragen und untersucht weder zu viel noch zu wenig - ich fühle mich nicht abgefertigt und nicht "ausgenommen", sondern irgendwie genau richtig. Aber wegen der Ohren frag ich noch mal nach.

Jusi 03.10.2019 14:14

Zitat:

Zitat von Sir.Hoppselot (Beitrag 1170153)
Schwer zu sagen was bei dir in der Nähe ist, die Stadt ist ja nicht gerade klein, aber tolle Sachen finde ich z.B. auf dem Tempelhofer Feld, am Gleisdreieck oder im Park am Nordbahnhof.

Lustig. Vorhin bin ich am Tempehlofer Feld vorbeigefahren und dachte mir: Hier könnte ich glatt mal gucken. Gleisdreieck wäre auch eine Idee.



Danke.

Jusi 03.10.2019 15:13

Jetzt hab ich über Ohrenentzündungen bei Kaninchen gelesen und Panik bekommen, vor allem, wenn es das Innenohr sein kann. Er ist ja auch so ruhig seit einigen Wochen, und dann bilde ich mir ein, dass er den Mund ein bisschen schief hält.


Am Montag haben wir einen Termin zur OP, da könnte er sicher geröntgt werden. Heute ist die Ärztin nicht da, aber ein anderer Arzt. Morgen wäre die Ärztin da, aber mein Termin ist erst Montag, und nun bin ich unsicher, was ich tun soll. Am Telefon erreicht man sie eher nicht.



Ich könnte heute hinfahren und auf ein Röntgenbild bestehen. Aber das hätte eh keine Konsequenzen, denke ich, da die Spezialistin heute nicht da ist und ich mir von einem "Hundefachmann" keine Therapie vorschlagen lassen will. Morgen müsste ich mich da wieder in die Praxis "drängeln" (ohne Termin immer etwas schwierig), und wenn es die Ohren nicht sind, müsste er am Montag wieder hin wegen der Zahn-OP.



Jetzt sitze ich wieder traurig-panisch vor dem Tier und weiß nicht, was ich tun soll.

Honeymouse 03.10.2019 15:14

Ich wollte nicht, dass du Panik kriegst :willy_nilly:

Ich würde Montag zum Termin gehen, das ansprechen und dann weiter planen. Oder morgen anrufen und Fragen, ob ein Termin frei ist.

4Chaoten 03.10.2019 15:31

Ich kann dir auch nur ans Herz legen, Möhre, Pastinaken etc wegzulassen und nur Blattgrün und Kräuter anzubieten. Mein Möhrenfresser frisst es inzwischen auch alles oder sogar gerne. Besteht die Möglichkeit auf einen Wochenmarkt zu gehen?
Da nach Blattgrün zu fragen, was nicht benötigt wird, also Kohlrabiblatt, Blumenkohlblätter und Brokkoliblätter sind bei meinen sehr beliebt und werden lieber gefressen als Spitzkohl etc Wenn es nur noch Heu als Auswahl gibt, werden sie es fressen. Der Gesundheit zu liebe, muss man da leider eisern bleiben:rolleyes:

Der Matschkot wird vom Knollengemüse kommen, war bei meiner Dame auch so und zuviel Romanasalat.

Jusi 03.10.2019 17:18

Ich hab mich schon wieder etwas beruhigt und mir gesagt, dass er in den letzten Wochen zugenommen hat, dass sein Blutbild i. O. ist; dass sein Kopf-Röntgen (bis auf die Zähne) vor kurzem auch noch i. O. war und dass die Ärztin keinen Verdacht auf eine so schwere Infektion hat - dass also zwar nichts ausgeschlossen ist und ich es deshalb ansprechen werde; dass aber ein "neutraler Beobachter" sicher jetzt nicht in Panik ausbrechen würde.

Honeymouse 03.10.2019 17:21

War beim Blutbild zufällig auch E.C dabei? Das tritt ja auch in tausend Varianten auf.
Sorry, dass ich hier immer mit was neuem komme, aber das schießt mir so nach und nach durch den Kopf :o

Jusi 03.10.2019 17:22

@ 4Chaoten:
Ich klaue schon immer Möhrengrün und alle möglichen Blätter und Kohlreste, aber bisher war es immer so, dass sie entweder beim ersten Versuch total begeistert waren oder aber ich es mehrmals probieren konnte, ohne dass sich etwas geändert hat. Leider war die Pastinake auch sofort der Renner...



Im TH haben sie uns noch beim Rausgehen gesagt: "Keine Möhren!" - und ich dachte ernsthaft, das war ein Witz! Jetzt erst weiß ich, dass sie das ernst gemeint haben.



Aber bis Montag werde ich das auf jeden Fall reduzieren und dann nach der OP, wenn er wieder frisst, möglichst ganz weglassen.


Dabei fällt mir ein, was ich die ganze Zeit verdrängt habe... Am Montag wird auch das Weibchen kastriert, ich schreibe vielleicht besser dazu in einem anderen Faden.

Jusi 03.10.2019 17:22

EC lässt sie in einem externen Labor bestimmen, und das dauert bis morgen oder Montag.

4Chaoten 03.10.2019 18:43

Du weißt schon, dass dein Kopf dicker sein muss, als der deiner Ninis?:wink5:
Ich weiß, wie schwer es ist, ihnen die Möhre, Pastinake etc zu verweigern, aber es nützt nix. Zu ihrem Wohle das Beste!
Wenn es nicht genug Blätter gibt, dann würde ich Salat (also die üblichen Bittersalate) dazugeben, Spitzkohl wird auch noch gut gefressen, eher als Wirsing oder Rotkohl
Ich habe diese Phase zum Glück hinter mir und wie gesagt, wenn es dann nur noch Heu als Auswahl gibt, dann fressen sie eher Salat und Kohl und das kann auch schon mal eine Woche dauern, die warten und hoffen, dass es bei der nächsten Fütterung was besseres gibt:cool:

Jusi 03.10.2019 19:00

Aber da muss ich schon beim Gedanken fast heulen. Mit Kindern kann man ja noch reden, aber ich hab Angst, dass sie es nicht verstehen und "traurig" sind. Außerdem hab ich immer Mitleid, gerade weil er ja so Probleme hat. Aber wenn ich mir denke: Es ist besser für sie, wenn ich hart bleibe, geht es wieder...


Zumal das Weibchen wirklich "moppelig" (TÄ) ist, was man schon sieht. Zu seinem Gewicht hat sie nichts gesagt, außer, dass er viel zugenommen hat. Ihn finde ich optisch eher schlank.



Danke für deinen Erfahrungsbericht!

Honeymouse 03.10.2019 19:06

Das vermenschlichst du etwas ;)
Du kannst ihnen ja mal was leckeres geben, da spricht ja nix gegen.

dangerschaf 03.10.2019 19:10

Du solltest dringend aufhören, die kleinen so zu vermenschlichen :o
Auch Kinder müssen am Ende damit leben, dass sie den Schokoriegel nicht kriegen und in einem bestimmten Alter finden sie das einfach nur scheiße, egal was man ihnen dazu erklärt ;)

Denk einfach mal an die Wildkaninchen. Da haben es unsere in so vielen Dingen besser, auch wenn sie ihr Lieblingsmöhrchen nicht bekommen ;)

Jusi 03.10.2019 19:30

Das mit dem Vermenschlichen ist echt ein großes Problem! Mein Verstand weiß das (bei meinen Kindern war ich übrigens echt konsequent), aber in Bezug auf Tiere bin ich neuerdings total gefühlsduselig. So war ich früher nicht. Als ich heute gelesen habe, dass in Australien jemand einen Wombat zu Tode gesteinigt hat, musste ich auch heulen.


Ich finde Kaninchen einfach total niedlich (Meerschweinchen auch und nicht bellende Hunde auch), und immer wenn ich beim TA bin und mitbekomme, wie krank Tiere sein können, krieg ich die Krise und frag mich, wie die Ärzte und Pfleger das aushalten, immer freundlich und offen zu sein zum nächsten "Kunden", wenn sie vorher gerade ein Tier eingeschläfert haben.



Mir fehlt leider die Distanz, und ich weiß, dass ich mehr für mich tun müsste und abschalten müsste. Es ist insgesamt schon besser geworden seit meiner letzten "Krise" hier, weil sich viel mehr Routine eingespielt hat und ich die Tiere besser kenne und wir auch zufüttern können und Medis geben können - daran war vor einigen Wochen noch gar nicht zu denken. Für jeden TA-Besuch mussten wir sie ewig zu dritt (!) einfangen, jetzt mach ich so was alleine.



Aber ich rede total viel mit ihnen, und manchmal frag ich mich, ob ich das eher für mich tue oder für sie... Vielleicht sollte ich mir einfach einen Mann zulegen (am besten einen Tierarzt... ;))... - ich fürchte ernsthaft, dass ich den Tieren zu viel eigenes "Leid" aufbrumme, ohne das zu wollen, natürlich.

Jusi 03.10.2019 19:33

Ach so, und die eigentliche Frage:



Wie macht ihr das denn, dass ihr sie nicht vermenschlicht? Wie bekommt ihr das hin, die Tiere so zu lieben, wie man halt sein Tier lieben sollte, ohne zu viel zu grübeln und zu mitzuleiden bei jeder "Enttäuschung" oder bei jedem Tierarztbesuch?

dangerschaf 03.10.2019 20:05

Zitat:

Zitat von Jusi (Beitrag 1170196)
Ach so, und die eigentliche Frage:



Wie macht ihr das denn, dass ihr sie nicht vermenschlicht? Wie bekommt ihr das hin, die Tiere so zu lieben, wie man halt sein Tier lieben sollte, ohne zu viel zu grübeln und zu mitzuleiden bei jeder "Enttäuschung" oder bei jedem Tierarztbesuch?

Ich freue mich, wenn ich aus dem Fenster gucke und Madam popcornen sehe.. und dann nehme ich es ihr auch nicht übel, wenn sie mich mit dem Poppes nicht anschaut, sobald sie weiß, dass ich gucke;)

Ich freu mich, wenn sie ankommen und weiß doch ganz genau, dass es nur um den Leinkuchen in meiner Hand geht :rofl:

Ich sehe, dass es ihnen hier gut geht und ich weiß, dass sie glücklich sind und dass sie mich nicht brauchen.. solange ich pünktlich das Essen reinwerfe und die Köttel wegräume ;)

Ich weiß, dass es mein Job ist all die unangenehmen Dinge in ihrem Leben zu machen.. TA Besuch, Medis verabreichen, Autofahren etc. und ich mach das von Herzen gern. Und wenn sie dann fit und gesund sind entschädigt mich das für alle Kratzspuren oder in Dunkelheit und Regen auf Knien durch das matschige Außengehege zu kriechen.

Ich kann sie mit nem Leckerlie zwar erfreuen, aber bei kuscheln und putzen kann ich eh nicht mithalten.

Ich lass sie halt einfach machen.

Jusi 03.10.2019 20:47

Ja, freuen tu ich mich auch - das kommt vielleicht nur nicht so rüber. Ich freue mich, dass sie so unterschiedlich sind und jeder sein Wesen hat und beide irgendwie auf ihre spezielle Art "schelmisch" sind, klug und neugierig. Dass jeder spezielle Gesten und Bewegungen hat, unterschiedlich hoppelt, unterschiedlich guckt und unterschiedliche Sachen mag. Und dass sie sich gegenseitig inspirieren und sich aufeinander abstimmen und einstellen und wissen, dass der Andere da ist, wenn man gerade Stress hatte.



Aber wie immer im Leben: Glück gibt's nicht ohne Leid, sonst wäre es kein Glück. Wenn man nicht wüsste, dass das Leben endlich ist und düstere Seiten hat, könnte man das Glück nicht als solches wahrnehmen.


Und das Düstere belastet mich ziemlich, weil ich es nicht gut verdrängen kann - im Gegensatz zu vielen anderen Leuten in meiner Umgebung. Der Satz: "Gedanken machen kannst du dir, wenn es so weit ist" stammt definitiv nicht von mir!

4Chaoten 03.10.2019 20:48

Ich kann mich Dangerschaf nur anschließen :thumbsup:Wenn es keine Möhre oder Pastinake gibt werden sie nicht verhungern, dass ist so, als wenn man mir Bohnensuppe vor die Nase stellt, dann ess ich lieber eine Scheibe trockenes Brot:rolleyes:

dangerschaf 03.10.2019 21:04

Zitat:

Zitat von Jusi (Beitrag 1170203)
Aber wie immer im Leben: Glück gibt's nicht ohne Leid, sonst wäre es kein Glück. Wenn man nicht wüsste, dass das Leben endlich ist und düstere Seiten hat, könnte man das Glück nicht als solches wahrnehmen.

Ja, aber das schöne ist, dass unsere Langohren vor den meisten schlimmen Dingen bei uns gut geschützt sind. Wir haben viele Möglichkeiten ihnen zu helfen und ihnen im schlimmsten Fall sogar den Abschied zu erleichtern.

Ja, es kann immer was passieren.. dass wir etwas übersehen, dass ein Unfall passiert, dass doch irgendwas schief geht.. aber da sind wir die Einzigen, die sich darüber Gedanken machen, die Langohren tun das nicht ;)

Jusi 03.10.2019 21:16

Ich wusste auch gar nicht, dass wilde Kaninchen gar nicht so lange leben; ich dachte, die sind viel robuster und fitter. Aber zu uns kommt auch kein Fuchs nach Hause, und es ist nicht kalt und nass und es gibt kein Gift und keine Autos in der Wohnung, und wenn was ist, ist immer jemand da, der sofort zum Tierarzt fährt.



Ich weiß auch nicht, ob ich so blöde bin? Die TÄ meinte ja, die beiden hätten mich im Griff, und meine Kinder sehen das auch so. Manchmal denke ich, das Männchen veräppelt mich ein bisschen. Wenn ich Zeit habe und mir Sorgen mache und er wenig frisst, setz ich mich zu ihm oder bin im selben Zimmer oder gucke häufig nach ihm, weil er auf mich so krank wirkt (und er hat ja nun mal die Zahnprobleme).



Kaum bin ich draußen, fängt er an zu hoppeln und zu fressen (natürlich nicht immer, aber schon häufig). Vorhin aß er ganz genüsslich, und als ich ins Zimmer gekommen bin, fühlte er sich wohl ertappt und ist sofort weggehoppelt. Ich hab mich dann entschieden, mich für heute zurückzuziehen. Stuhlgang war da und weich, gegessen hat er auch, wenn auch sicher viel zu wenig, und ich hab schon das Gefühl, dass er sich freut, wenn er mal seine Ruhe hat.



Dem Weibchen ist alles egal, das macht sowieso immer, was es will...

dangerschaf 03.10.2019 21:19

Zitat:

Zitat von Jusi (Beitrag 1170203)
Und das Düstere belastet mich ziemlich, weil ich es nicht gut verdrängen kann - im Gegensatz zu vielen anderen Leuten in meiner Umgebung. Der Satz: "Gedanken machen kannst du dir, wenn es so weit ist" stammt definitiv nicht von mir!

Verdrängen ist nicht das Geheimnis, sondern es anzunehmen.
Nimm Fussel zum Beispiel: Sie hasst es angefasst zu werden, sie sitzt eigentlich 70 % des Tages rum, als müsse sie dringend zum TA. Wenn ich sie dann jedes Mal wegschnappen würde, wäre das tierischer Stress für sie (und mich). Deshalb lass ich sie. Ich werde dann aufmerksam, wenn ich merke, dass weniger gefressen oder geköttelt wird. Ich bin mir bewusst, dass bei ihr die Gefahr groß ist, dass mir da etwas durchrutscht oder dass ich irgendwann mal zu spät bin. Aber ich kann damit leben ohne mich verrückt zu machen, weil ich mir darüber im Klaren bin. Dafür kann sie jetzt Kaninchen sein und das ist mir wichtig.

Jusi 03.10.2019 21:42

Danke für deinen Fussel-Bericht!


Meine TÄ ist glücklicherweise auch so. Wenn man in der Praxis anruft, sagen die Pfleger bei jedem Symptom den Standardsatz: "Sie sollten sofort kommen. Bei Kaninchen kann es sehr schnell gehen. Wenn es nicht genug frisst, müssen Sie zufüttern!" - Die Ärztin selbst sagt, es sei für das Tier wichtiger, dass es entspannt ist und über ein paar Tage ggf. wenig frisst (wenn es bereits angeschaut wurde), als ständig mit der "Futterspritze" hinterher zu sein. Sie sagt, solange er überhaupt frisst, ist erst mal egal, wie viel, und ich müsse keine Panik haben (allerdings weiß sie auch, dass ich sowieso komme, wenn was ist).



Mein Männchen ist vom Wesen her extrem ruhig. Er macht 1-2x am Tag seine Runde durch die Wohnung, und ansonsten bewegt er sich ganz gemütlich von einem Ruheplatz zum nächsten und guckt vielleicht ab und zu mal vorsichtig, ob es irgendwas Spannendes zu sehen gibt. Wenn nicht, denkt er wohl, er verpasst nichts. Ich kenne ihn nicht anders, und er wirkt nicht unglücklich - außer, wenn ich ihn stresse. Manchmal denke ich mir dann auch, ich müsste loslassen, weil ich eh nicht alles ausschließen kann.


Das Weibchen ist das andere Extrem, sodass ich mir bei ihm auch schon Sorgen mache, wenn es mal eine halbe Stunde rumliegt. Sie springt überall rauf und rein.

dangerschaf 03.10.2019 22:08

Zitat:

Zitat von Jusi (Beitrag 1170212)
Kaum bin ich draußen, fängt er an zu hoppeln und zu fressen (natürlich nicht immer, aber schon häufig). Vorhin aß er ganz genüsslich, und als ich ins Zimmer gekommen bin, fühlte er sich wohl ertappt und ist sofort weggehoppelt. Ich hab mich dann entschieden, mich für heute zurückzuziehen. Stuhlgang war da und weich, gegessen hat er auch, wenn auch sicher viel zu wenig, und ich hab schon das Gefühl, dass er sich freut, wenn er mal seine Ruhe hat.

Wieso glaubst du das eigentlich? Hast du nicht oben noch geschrieben, dass er zugenommen hat?
Wenn du nicht sicher bist, ob er genug frisst, würde ich ihn vielleicht alle paar Tage mal auf die Wage setzen. Allein vom Beobachten her ist das ja doch schwer zu sagen und du machst dich vielleicht nur unnötig verrückt.
Wiege ihn regelmäßig, dann weißt du verlässlich woran du bist.

Jusi 03.10.2019 22:40

Na ja, ich sehe ja, da ich viel Zeit habe, ungefähr, was er tagsüber und abends frisst - und wenn ich sonst nach der Nacht ins Wohnzimmer gekommen bin, war fast alles aufgegessen. Eben war ich noch mal da, und es lag noch fast alles da, wie in den letzten Nächten auch schon. Ich sehe, dass er frisst, aber ich weiß mittlerweile auch, wie sein Fressverhalten ist, wenn er Appetit hat und es ihm gut geht.



Als ich eben noch mal da war, hab ich ihm Dill gegeben, davon hat er zumindest sämtliche Spitzen verschlungen.



Da morgens immer noch so viel da ist, wundere ich mich, weil das Weibchen ja dann offenbar auch nicht viel isst, aber sie sehe ich immerhin tagsüber "reinhauen". Sie haben beide auch Heu gefuttert, das heute gerade frisch geöffnet wurde; da kann ich die Menge nicht gut abschätzen, weil ich einige größere Haufen ins Gehege gelegt habe.



Die Ärztin meinte, ich sollte bis Montag nicht zufüttern (es sei denn, er stellt das Fressen ein), damit sie sieht, ob bzw. was sich am Gewicht verändert hat.



Eine Waage möchte ich mir nicht zulegen - das würde uns alle noch panischer machen. Er lässt sich auch ungerne hochheben, und ich wüsste eh nicht, welche Schwankungen normal wären. Da wir sowieso alle 3-4 Wochen beim TA sind und ich sie ja gut beobachte, sehe ich ja, ob sie überhaupt fressen und wenn ja, mit wie viel Appetit. Und bisher lag es immer an den Zähnen, wenn er nicht viel gefressen hat.



Laut TÄ hat er innerhalb der letzten 3,5 Wochen ca. 300g zugenommen (die Zahl hab ich mir in der Aufregung nicht gemerkt) und damit noch mehr als das Weibchen, das ständig am Futtern ist. Aber seit ein paar Tagen frisst er weniger; vorher aber hat er mit Appetit gegessen und musste da ja wohl auch was aufholen, weil er kurz vorher ja auch nicht gut essen konnte. Das hat er sich dann wohl über die Möhren und Pastinaken geholt.

Terry 03.10.2019 22:42

Eine Waage sollte immer zur Hand sein.

Jusi 03.10.2019 22:51

Wie gesagt: Eine Waage nützt nur dann was, wenn man sie "verstehen" kann und die Ergebnisse richtig deuten kann. Ich hatte das alles mit meinen "Menschenbabys" durch, gerade auch mit derselben Argumentation, aber bei uns war es kontraproduktiv, weil ich dann nicht loslassen konnte und es den "Kontrollzwang" eher verstärkt hat und das Essen so zu einer Art "Kampf" wurde und die Waage zu einer Art "Zeugnis".



Ich weiß, dass die Optik täuschen kann, aber der "Vorteil", eher zu viel zu sehen als zu wenig, ist, dass man selten etwas übersieht. Ich bin sowieso häufig beim TA, und deshalb denke ich, dass eine Waage nur dann sinnvoll wäre, wenn es darum geht zu klären, ob ein TA-Besuch nötig wäre. Ich wüsste auch bei Zunahme nicht, ob es gut oder schlecht ist. Wenn ich sehe, dass gefuttert und geköttelt wird und sonst nichts anders ist als sonst, möchte ich wenigstens die ca. 3 Wochen bis zum nächsten TA-Besuch entspannt sein (und die Tiere auch, denke ich).



Ließen sich die beiden hochnehmen, wäre das sicher noch mal was anderes, aber für sie wären das neben der gelgentlichen Medigabe ein zusätzlicher Stress. Ich kann ja mal die TÄ dazu befragen.

marinahexe 04.10.2019 09:56

Du könntest Dir z.B. eine Kofferwaage besorgen. Hab die vor einigen Jahren mal bei Aldi für 5 Euro gekriegt. Die hälst Du fest und kannst unten eine TB dranhängen. Wiegen kann ganz stressfrei ablaufen. Tiere in die TB locken, TB schließen, wiegen, TB aufmachen und zur Belohnung ein Leckerchen geben. Du kannst sie auch mit einem Leckerchen in die TB locken, dann brauchst Du nicht fangen. Das ist Übungssache. Wiegen würde ich 1x wöchentlich.


Nochmal zum Knollengemüse. Ich würde beiden morgens 1/2 mittelgroße Möhre oder Pastinake geben. Aber mehr nicht. Vormittags wird meist eh geschlafen, da macht es nicht so viel aus. Danach (in der aktiven Phase mit viel Appetit) nur noch Blättriges.




Jusi 04.10.2019 12:58

Mit Leckerlis kann man das Männchen leider nicht locken, weil er nicht so gierig ist. Vor allem in den "Zahnphasen" isst er ja eher zu wenig als zu viel und will dann auch seine Ruhe haben.


Wg der Pastinaken / Möhren:
Sie bekamen bisher immer morgens und abends ca. ein "daumengroßes" Stück Möhre und Pastinake und Petersilienwurzel. Seit einiger Zeit mag dass Männchen morgens kein Knollengemüse, sondern nur noch abends. Mehr isst er davon sowieso nicht. Im Moment ist es mit dem Essen sowieso schwierig, aber normalerweise isst er morgens und tagsüber nicht viel, sondern erst abends.

dangerschaf 04.10.2019 13:03

Zitat:

Zitat von Jusi (Beitrag 1170284)
Mit Leckerlis kann man das Männchen leider nicht locken, weil er nicht so gierig ist. Vor allem in den "Zahnphasen" isst er ja eher zu wenig als zu viel und will dann auch seine Ruhe haben.


Wg der Pastinaken / Möhren:
Sie bekamen bisher immer morgens und abends ca. ein "daumengroßes" Stück Möhre und Pastinake und Petersilienwurzel. Seit einiger Zeit mag dass Männchen morgens kein Knollengemüse, sondern nur noch abends. Mehr isst er davon sowieso nicht. Im Moment ist es mit dem Essen sowieso schwierig, aber normalerweise isst er morgens und tagsüber nicht viel, sondern erst abends.

Das ist ja auch völlig normal.

Jusi 04.10.2019 13:39

Bis Montag kann ich sowieso keine Experimente machen, weil da das Weibchen kastriert wird und das Männchen die Zähne gemacht bekommt und ich da nicht viel umstellen kann und mag.



Danach geht es los, und dann bin ich auch konsequent.



Ich überlege nur noch, ob es besser wäre, gar keine Möhre usw. zu geben, weil sie ja sonst immer "denken" könnten, dass es sich bestimmt lohnt, darauf zu warten.


Wegen der Waage rede ich mal mit der Ärztin; die kennt die Tiere und mich ja mittlerweile auch. Auf der Waage beim TA sind sie eigentlich ganz entspannt, und in die Box gehen sie nur, wenn sie das wollen, nicht wenn ich das will...

Jusi 04.10.2019 13:41

Zitat:

Zitat von dangerschaf (Beitrag 1170285)
Das ist ja auch völlig normal.

Klar, aber die verzichten dann eben auch auf das Leckere und essen tagsüber gar nichts. So waren meine Kinder auch... Deshalb dachte ich bisher, dass es gut ist, wenn sie überhaupt was essen. Aber der Preis mit den Zähnen ist mir zu hoch.

dangerschaf 04.10.2019 14:02

Zitat:

Zitat von Jusi (Beitrag 1170288)
Klar, aber die verzichten dann eben auch auf das Leckere und essen tagsüber gar nichts. So waren meine Kinder auch... Deshalb dachte ich bisher, dass es gut ist, wenn sie überhaupt was essen. Aber der Preis mit den Zähnen ist mir zu hoch.

Ich denke nicht, dass sie gar nichts essen. Selbst wenn du viel zu Hause bist, beobachtest du sie (hoffentlich) nicht 24h.
Ich sehe meine auch selten fressen und manchmal haben sie auch kein Bock auf Leckerlie.

Wenn ein Kaninchen Zahnprobleme hat, dann kann da u.U. mit blattreichem Futter nachgeholfen werden, aber die Probleme werden nicht verschwinden. Und es ist auch nicht erforderlich, dass das Tier rund um die Uhr isst.

Solange die beiden ein vernünftiges Gewicht haben und das unterm Strich halten, ist es egal wann sie essen. Für die Zähne ist das Was viel entscheidender.

Und mal ehrlich, was willst du tun? Ihn zum Essen zwingen, wenn er tagsüber eigentlich nur abhängen will?

Am Montag werden die Zähne wieder schick und dann startet ihr mit gesundem Futter durch. Wann und letzendlich auch wie viel er davon frisst (solange er das fressen nicht einstellt oder total abnimmt) solltest du dann schon ihm überlassen. Und je unbeobachteter sie sich fühlen, desto natürlicher werden sie sich verhalten.


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