 | Kaninchen | | Registriert seit: 02.08.2009
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Geschrieben am
08.09.2013, 10:43
| | | | Auch, wenn Kaninchen selektieren und ich mir bei meinen 100% sicher bin, gibt es Pflanzen, wo ich sehr darauf achte diese nicht mit zu pflücken. Neben Herbstzeitlose gehört auch Eibe und Schierling dazu.
Der Giftgehalt in machen Pflanzen ist zum Teil extrem hoch und gerade bei Jahreszeiten wo das Grün karger wird, vertraue ich nicht ganz darauf, dass die Kaninchen die saftige Herbstzeitlose oder den Schierling liegen lassen.
Die Herbstzeitlose hat einen sehr hohen Anteil unterschiedlicher Alkaloide, weswegen sie auch in getrocknetem Zustand noch hoch giftig ist.
Das tückische bei der Herbstzeitlose ist, Vergiftungserscheinungen treten nicht sofort auf. Symptome zeigen sich mitunter erst 2-6 Stunden nach der Einnahme bzw. das Gift wirkt erst nach 1-3 Tagen tödlich. Innerhalb dieses Zeitraumes noch zu beurteilen ob Anzeichen von Schmerzen auf eine Vergiftung oder einer anderen Erkrankung zurück zuführen sind wird schwer.
Ich lege meine Hand nicht dafür ins Feuer, dass zwischendurch nicht doch ein paar giftige Blätter im Futter landen aber dennoch achte ich darauf wo ich pflücke.
In bestimmten Mengen hat die Herbstzeitlose sogar eine Heilwirkung, doch wie beurteilt man, wie hoch die Menge bei Kaninchen sein darf?
Zwar sagen wir immer, Kaninchen selektieren, bei ausreichend Auswahl ist "keine" Pflanze giftig, Wildkaninchen überleben ja auch. Und dennoch, es gibt keine Studien darüber, wie viele Wildkaninchen an dem Verzehr giftiger Pflanzen sterben. Nicht jedes Jungtier wird einen Probebiss nehmen und überleben. So manch ein Kaninchen wird sich mit Sicherheit durch den Verzehr von giftigen Pflanzen ins Jenseits befördern.
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Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Regierung der Gärtner.
(Oskar Kokoschka)
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