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Tipps zur OptimierungSchönen guten Tag, Kurze Vorstellung Seit 2 Wochen pflegt meine 8-jährige Tochter (de-facto momentan doch noch eher ich) ein Pärchen Zwerg-Widderchen (Rammler kastriert). Die beiden leben in einem 6m² großen Aussengehege, welches beinahe vollständig überdacht ist. Das Gehege ist eigentlich 2.5m hoch und auf allen Seiten von Volierendraht umschlossen, aber dadurch, dass es 50cm tief versenkt ist, erscheint es nur 2m hoch. Versenkt habe ich es, um dem Buddeltrieb meiner pelzigen Freunde Tribut zu zollen, allerdings wurde bisher nicht tiefer als 10cm gegraben. Es ist allerdings schön zu wissen, dass sie könnten, wenn sie wollten. Ausserdem weiss ich so, dass Fuchs, Marder und Co. keine Chance haben. Bodengrund ist größtenteils Sand, etwas Stein und etwas Rindenmulch. Den Rindenmulch werde ich aber wohl bald gegen Sand tauschen, da die Entkotung kaum praktikabel ist, und der Rindenmulch neben der Toilette der bevorzugte Platz für ihre Geschäfte ist. Ein Kaninchen-Haus ist natürlich vorhanden. Vorbereitet habe ich mich auf den Familienzuwachs durch Lesen eines Buches von Monika Wegler (mit sehr guten Rezessionen) und das Studium diverser Internet-Seiten und Foren (diebrain, kaninchenwiese). Meine Tiere wiegen im Augenblick ca. 1.25 kg, und sind laut Auskunft der Züchterin jetzt 12 Wochen alt. Der Tierarzt konnte das aber nicht glauben. Gleichzeitig mit meinem Rammler wurde ein anderes Kaninchen kastriert, welches 9 Monate alt war, aber etwas kleiner. Meine Tiere sind aber nicht fett, sondern wohlproportioniert, halt anscheinend eher groß. Frage 1: Ist das Alter von 12 Wochen plausibel? Das Ergebnis ist zwar eher irrelevant, könnte mir aber etwas über die Seriösität der Züchterin verraten, an welcher ich im Moment noch nicht zweifle. Ernährung Das ist das Thema, bei dem ich momentan am unsichersten bin, da ich hierzu sehr verschiedene Aussagen gehört und gelesen habe. Ich denke, die "Heu über alles" Mentalität, wie von meiner Züchterin und Frau Wegler (zumindest in meinem Buch) propagiert, ist wohl schon etwas überholt. Ich beschreibe einfach mal, was ich momentan so mache, und was ich zukünftig plane: Heu Heu wird immer angeboten, aber erst richtig angenommen, seit ich die Sorte gewechselt habe. Das erste angebotene Heu war von meiner Schwiegermutter von einer leckeren Kräuterwiese selbst gemacht. Aber obwohl die Ausgangsprodukte eindeutig hochwertig waren, ist das Ergebnis optisch und olfaktorisch dem gekauften Heu eindeutig unterlegen, weswegen ich es nur mehr als Streu verwende. Schade, ich habe jetzt 2 riesige Säcke davon, die uns nichts gekostet haben. Offenbar kann nicht jeder einfach mal so Heu machen. Wiese Unter Wiese verstehe ich das Zeug, welches um mein Haus herum wächst. Größtenteils also Gras und Weisser Klee, daneben noch einiges an Löwenzahn. Roter Klee und andere (Un-) Kräuter, die ich namentlich nicht kenne, spielen untergeordnete Rollen. Bis auf zwei Kräuter, welche ich nicht mehr anbiete, wurde alles sehr gut angenommen (eins davon sind Brennesseln). Zwischen 6 (wenn ich aufstehe) und 7:30 (wenn ich arbeiten fahre) wird die erste Portion Wiese (etwa 200g) verabreicht. Wenn meine Tochter zwischen 12 und 14 Uhr nach Hause kommt, gibt's die zweite Portion Wiese (etwa 100g). Abends zwischen 18 und 22 Uhr gibts dann von mir weitere 1 oder 2 Portionen Wiese zu je ca. 150g. Die beiden sind sehr gierige Fresser; ich schätze, Futterneid spielt hierbei auch eine Rolle. Die erste halbe Stunde wird kaum eine Pause gemacht, erst wenn mehr als die Hälfte weggeputzt ist, gehen die beiden es etwas gemächlicher an. Das gefällt mir so zwar nicht, ich wüßte aber nicht, was ich besser machen könnte. Vielleich noch größere Portionen anbieten, damit sie kapieren, dass die Wiese nicht ausgeht? Dann habe ich aber Angst, dass sie einfach noch mehr schnell schlingen, und Probleme bekommen, die momentan noch nicht vorhanden sind. Frage 2: Insbesondere morgens ist die Wiese sehr feucht, beinahe schon nass. Ich schwenke das Grün zwar etwas in einem Handtuch, es bleibt aber feucht. Die Pelznasen scheint das zwar nicht zu stören, aber ich frage trotzdem mal: Sollte ich das Grünzeug besser eine Stunde im Haus trocknen lassen? Gemüse und Obst Zwischen Mittag und Abend wird in mehreren Portionen Gemüse angeboten. Tagesdosis ist in etwa: - 3 Karotten - Ein paar Stückchen Sellerie - Ein paar Blätter Salat - Ein paar Streifen Paprika - 5 - 8 cm Salatgurke - Petersilie - Dazu noch etwas aus meinem Garten, das ich für Sauerampfer halte, und das (wie auch Löwenzahn) heiss geliebt wird. Tomate wird mittlerweile nicht mehr angeboten, da die Resonanz sehr gering war. Frage 3: Gurke gab ich immer mit Schale, habe jetzt aber gelesen, dass die Schale unbedingt entfernt werden muss. Stimmt das? Was habe ich den Pelznasen damit angetan? Obst gebe ich immer nur von der Hand in sehr kleinen Dosen. Insgesamt etwa einen halben Apfel pro Tag und ein oder zwei mal in der Woche ein Stückchen Birne. Das möchte ich auf einen Apfel pro Tag steigern. "an apple a day, keeps the (animal) doctor away", hoffe ich. Diese Woche möchte ich Brokkolie der Speisekarte hinzufügen, und nächste Woche wagen wir uns vorsichtig an Kohl heran. Winterumstellung Nachdem Wiese bald rar werden wird, möchte ich die Rationen sukzessive verringern (obwohl noch genug da wäre) und dafür die Gemüse-Rationen erweitern. Ganz werde ich Wiese nicht durch Gemüse ersetzen, also werden die Heu-Rationen wohl auch erweitert werden müssen. Frage 4: Blödsinn so, oder kann man machen? Ach ja, die nette Verkäuferin hat mir noch einen Sack Pellets aufgeschwatzt, welche ich ca. 4 Tage lang auf Empfehlung der Züchterin angeboten habe, da die Tiere daran gewöhnt waren. Habe es aber dann auf 0 reduziert, was keine Probleme gezeitigt hat. Frage 5: Soll ich die Pellets gleich wegschmeissen, oder macht es Sinn, im Winter 2 Esslöffel davon täglich anzubieten? Wasser Ich habe eine billige Standard-Trinkflasche sowie eine teure, bessere Trinkflasche. Beide liegen im Keller, und ich biete das Wasser aus einem Napf an. Bisher habe ich nur das Männchen (sehr wenig) trinken sehen, mache mir aber keine Sorgen, da über das ganze Grünzeug genug Flüssigkeit zur Verfügung steht. Nachdem ich für die Billigsdorfer Flasche eine Thermo-Isolierung erworben habe, denke ich darüber nach, diese im Winter zum Einsatz zu bringen, da das Wasser darin wahrscheinlich länger flüssig bleibt. Allerdings ist der Metall-Saugteil mit Kugel natürlich nicht isoliert, daher wird's vielleicht auch nix bringen. Frage 6: Was ist Eure Meinung dazu? So, mehr fällt mir jetzt nicht ein. Danke für das Lesen dieses doch recht langen Beitrags. Über die Beantwortung meiner Fragen und darüber hinausgehende Tipps zur Verbesserung meiner Haltung und das Aufmerksam machen auf Fehler würde ich mich sehr freuen. Liebe Grüße Hounce
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