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Röntgenbild lesen auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By marinahexe

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 10.02.2021
Beiträge: 83
Zwergwidder2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.02.2025, 12:20

Röntgenbild lesen


Hallo zusammen,


ich hoffe, Ihr könnt mir helfen: Ich war gestern mit unserer Kaninchendame (4 1/2, nicht kastriert) beim (nicht kaninchenkundigen) TA, da sie in der Nacht von Montag auf Dienstag ungefähr 6 Stunden mit Magenproblemen zu kämpfen hatte (sie hat nichts gefressen, schnell geatmet und ständig die Liegeposition gewechselt). Mit Schmerzmittel, Bauchmassage und Sab Simplex haben wir die Sache glücklicherweise nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in den Griff bekommen und jetzt frisst sie wieder halbwegs normal.


Da das aber jetzt schon das 5. Mal innerhalb von drei Monaten war (bei den anderen Malen war sie nach jeweils 1-2 Stunden wieder fit), wollte ich doch gerne mal ein Röntgenbild anfertigen lassen. Kotprobe ist ebenfalls eingeschickt, da warte ich noch auf das Ergebnis.


Folgende Aussagen hat die TÄ zum Röntgenbild getroffen:
- Magen ist sehr stark gefüllt, da müssen wir dafür sorgen, dass alles weitertransportiert wird (Medikamente: Colosan, Prevomax, Vomend)
- im Darm sind Köttel zu sehen
- die Gebärmutter ist unauffällig
- an der Wirbelsäule hat sie Spongloysen, die wahrscheinlich Schmerzen bereiten und damit auch die Ursache für die wiederkehrenden Bauchprobleme sind


Ich soll ihr jetzt einige Tage Schmerzmittel geben und schauen, wie es sich entwickelt.


Irgendwie fühle ich mich mit diesen Diagnosen etwas alleine gelassen, vor allem, was die Zukunft angeht. Kennt sich hier vielleicht jemand mit Röntgenbildern aus, der mir weiterhelfen/Tipps geben kann? Bei uns in der Gegend gibt es leider weit und breit keinen kaninchenkundigen TA :-(


Röntgenbild lesen-1102-3847304.jpg



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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.02.2025, 20:03

Erfahrung mit Röntgenbildern habe ich leider auch nicht, es sieht für mich aber so aus wie eine Spondylose/Arthrose

Schmerzen können dazu führen, dass sie deswegen ständig Magenprobleme hat, wenn Zähne ausgeschlossen sind

Wenn sie jetzt nur kurzzeitig ein Schmerzmittel bekommt, wird es die Probleme nicht lösen, denn diese Erkrankung verläuft in Schüben, d. h. es kann ihnen, wenn es nicht so schlimm ist, einige Zeit gut gehen, ohne Schmerzmittel, kommt ein Schub brauchen sie es. Deswegen gibt man eigentlich dauerhaft Schmerzmittel und z. B. Rodicare Artrin sowie weitere Unterstützung , wenn die Erkrankung schlimmer wird

Die Frage ist, sind die Zähne okay, dazu müsste man mind ein Röntgenbild in mehreren Ebenen haben




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.02.2025, 18:43

Zitat:
Zitat von Zwergwidder2 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,


ich hoffe, Ihr könnt mir helfen: Ich war gestern mit unserer Kaninchendame (4 1/2, nicht kastriert) beim (nicht kaninchenkundigen) TA, da sie in der Nacht von Montag auf Dienstag ungefähr 6 Stunden mit Magenproblemen zu kämpfen hatte (sie hat nichts gefressen, schnell geatmet und ständig die Liegeposition gewechselt). Mit Schmerzmittel, Bauchmassage und Sab Simplex haben wir die Sache glücklicherweise nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in den Griff bekommen und jetzt frisst sie wieder halbwegs normal.


Da das aber jetzt schon das 5. Mal innerhalb von drei Monaten war (bei den anderen Malen war sie nach jeweils 1-2 Stunden wieder fit), wollte ich doch gerne mal ein Röntgenbild anfertigen lassen. Kotprobe ist ebenfalls eingeschickt, da warte ich noch auf das Ergebnis.


Folgende Aussagen hat die TÄ zum Röntgenbild getroffen:
- Magen ist sehr stark gefüllt, da müssen wir dafür sorgen, dass alles weitertransportiert wird (Medikamente: Colosan, Prevomax, Vomend)
- im Darm sind Köttel zu sehen
- die Gebärmutter ist unauffällig
- an der Wirbelsäule hat sie Spongloysen, die wahrscheinlich Schmerzen bereiten und damit auch die Ursache für die wiederkehrenden Bauchprobleme sind


Ich soll ihr jetzt einige Tage Schmerzmittel geben und schauen, wie es sich entwickelt.


Irgendwie fühle ich mich mit diesen Diagnosen etwas alleine gelassen, vor allem, was die Zukunft angeht. Kennt sich hier vielleicht jemand mit Röntgenbildern aus, der mir weiterhelfen/Tipps geben kann? Bei uns in der Gegend gibt es leider weit und breit keinen kaninchenkundigen TA :-(


Anhang 59848
Hey!

Also man sieht auf jeden Fall etwas Luft im Darm (die dunklen Blasen) und viel Futter im Magen, deshalb ist das raustransportieren schonmal gut. Zu weiterem kann ich nichts sagen.

Zum Spondylose-Verdacht würde ich dir aber auf jeden Fall einmal empfehlen, eine Zweitmeinung einzuholen. Da könntest du ja mal schauen, ob du einen kaninchenkundigen TA in deiner Nähe findest- oder einen zu dem du fahren könntest.
Hattest du schon einmal ein Zahnröntgen machen lassen? IdR sind Zahnprobleme meist die Übeltäter bei so akuter Inappetenz, das sollte auf jeden Fall zusätzlich auch ausgeschlossen werden.

Zumal ich eine Zweitmeinung sowieso empfehlen würde, wenn du Zweifel an der Kompetenz deiner jetzigen Tierärztin hast. Auch für deine Seelenruhe.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.02.2025, 22:44

Nur nebenbei: bei so vielen Stasen gibt es bestimmt eine bestehende Verschiebung der Darmflora mit pathogenen Bakterien. Das geht eh lange bis sich diese von alleine erholt hat. Ich würde daher eine langfristiger Aufbau der Darmflora empfehlen.

Ich bin nicht gut im Rö-Bilder lesen, aber habe einen Senior mit starker Spondylose. Leider habe ich gerade bemerkt, dass ich die Bilder mal anfordern sollte, daher kann ich sie hier nicht einstellen als Vergleich. Aber gemäss meiner Erinnerung sieht es bei mir schlimmer aus, zumindest weisen die Wirbelfortsätze stärkere Zubildung aus als bei Dir ersichtlich und waren auch viel stärker abgegnickt. Aber ich denke, es kommt auch drauf an, wie die Nervenbahnen verlaufen und ob die Zubildungen eben auf Nerven drücken oder diese einklemmen. Das kann ein (Kaninchen)Spezialist sicherlich beurteilen.

Mein TA meintet, dass es genügend schlimm ausschaut, und darum mein Senior dauerhaft Schmerzmittel braucht. Er frisst zwar immer noch kaum was, sein Gewicht ist aber seit den Schmerzmittel stabil und er ist wieder etwas aktiver geworden, was für sich spricht. Wegen der Inaktivität und dem Nichtfressen bin ich überhaupt zur Kontrolle gegangen… (Er war damals aber nur leicht aufgegast.)

Zur Info: Metacam wirkt nicht wirklich gut bei Spondylose. Bei Neuropathischen Schmerzen, die durch Schädigung der Nerven verursacht werden, ist z.B. GabaLiquid viel besser geeignet. Leider muss man dies zwingend 2 x täglich geben wie auch Novalgin. Ich habe zu Beginn Metacam und GabaLiquid gegeben, aber lasse das Metacam nun weg und habe keine Verschlechterung gesehen. Wenn es schlimmer würde, könnte ich gemäss TA auch noch Novalgin geben.

Mein TA hat auch Akupunktur oder Lasertherapie vorgeschlagen. Da mein Senior aber extrem scheu ist und es durch das tägliche Einfangen massiv gestresst ist, kann ich ihn nicht zusätzlich noch zur Physiotherapie schleppen wie ich es vorher mit Anderen tat.

Ich würde auf alle Fälle eine Zweitmeinung bei einem Kaninchenkundigen TA einholen oder im Minimum die Rö-Bilder zur Ansicht hin schicken.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 10.02.2021
Beiträge: 83
Zwergwidder2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.02.2025, 09:57

Zunächst einmal vielen Dank für Eure Einschätzungen.


Mittlerweile liegt auch das Ergebnis der Kotprobe vor: negativ


Coffee geht es wieder super, sie frisst ganz normal, ist munter und aktiv. Ich hatte mich auch mit einer Tierheilpraktikerin kurzgeschlossen, die meinte, nur weil man auf dem Röbild etwas erkennt, muss das nicht zwingend bedeuten, dass aktuell schon Einschränkungen/Schmerzen durch die Spondylose bestehen. Solange mir an ihrem Verhalten nichts auffällt, soll ich ihr kein Schmerzmittel geben. Darüber hatte ich mich die Tage sowieso schon gewundert. Coffee ist sowieso die quirligere der beiden, macht oft Männchen, springt auf erhöhte Aussichtsplätze, etc. Da sie das auch die ganze letzte Zeit gemacht hat, scheint sie für mich keine Schmerzen zu haben. Deshalb denke ich auch, ich lasse sie jetzt erst mal ohne Schmerzmittel.


Die Darmflora möchte ich auf jeden Fall jetzt eine Weile unterstützen, damit da nicht wieder Probleme auftauchen.


Um eine Zweitmeinung bzw. ein dentales Röntgen werde ich mich kümmern, damit geschaut werden kann, ob da alles ok ist. Im Raum steht noch die Überlegung, ob es vielleicht doch Sinn machen würde, vorsorglich auch ein Ultraschall zu machen (Gebärmutter und sonstige Organe im Bauchraum).




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.02.2025, 17:12

Bei mir leben ja nur Tiere aus schlechter Haltung. Hier gab es in der Vergangenheit auch öfter Probleme mit Aufgasung und Verstopfung. Seitdem ich täglich Cuni Complete füttere (neben reichlich Grünzeug), hat hier kaum einer mehr Probleme mit der Verdauung. Und wenn es doch mal vorkommt, ist es mit einmaliger Gabe von Sab Simplex und Novalgin erledigt



Penny1987 likes this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.02.2025, 07:18

Auf alle Fälle wäre es gut die Ursachen für die Stasen zu finden. Sonst wird’s auf Dauer nicht gut gehen gemäss meinen Erfahrungen. Es setzt dem sowieso schon gestörten Verdauungsapparat immer mehr zu und dann braucht es es nicht mehr viel… Dann kann man vergebens die Verdauung unterstützen wenn das eigentliche, ganz andere Problem nicht behoben wurde, was es auch immer ist (Zähne etc.).

Bei so langfristigen, immer wiederkehrenden Stasen, die irgendwann eben zum Tode führten, konnte ich einmal die Ursache nicht herausfinden und habe leider auch keine Sektion hinterher gemacht. Mein letzter Fall war eine 1.5 jährige Leidensgeschichte mit ständigen Darmstasen. Da war die Ursache ein mechanisches Problem aufgrund von wiederholten Darmverklebungen. Da hat selbst eine Not-OP wieder die nächste Darmverklebung ausgelöst. Das erzähle ich bloss, weil trotz vielen Untersuchungen die Ursache manchmal wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen sein kann und sich auch erst nach dem Ableben heraus finden lässt…




Geändert von Rakete (08.02.2025 um 07:21 Uhr).
 
 
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