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Kaninchen abgeben? auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2025, 16:56

Kaninchen abgeben?


Hallo, ich bins mal wieder. Und wie immer mit nicht so erfreulichen Geschichten.

Ich bin grad ziemlich überfordert und weiß nicht ganz, was ich tun soll.

Meine Häsin hatte im Oktober ihren Partner verloren und ich musste ihr ziemlich schnell einen neuen Freund besorgen, da sie wahnsinnig getrauert hat. Ich habe letztendlich einen neuen kleinen Kerl finden können, den sie und ich sofort liebgewonnen haben.

Mein vorheriges Kaninchen (ihren ehemaligen Partner) habe ich nach Jahren intensiver Palliativpflege als Zahnkaninchen verloren. Nach fast 4 Jahren, in denen ich mehrmals nachts aufstehen musste, um ihn zu füttern (er konnte kaum und am Ende keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen) und Tage und Nächte in der Tierklinik verbracht hab, meinen Tag komplett um seine Fütterung herum geplant hab, ständig Arbeits- und Unitermine für ihn verpasst habe und mein Privatleben an den Nagel gehängt hab musste ich ihn im Oktober gehen lassen. Es war hart, aber würde ich es trotzdem immer wieder so machen, ich hab ihn so lieb gehabt.

Jetzt wollte ich vor allem ein recht gesundes Kaninchen für meine Witwe, weil ich nicht wieder jeden Tag um die Gesundheit meiner Kaninchen bangen wollte. Das Finanzielle ist zwar definitiv ein Faktor dabei, aber für mich ist es eher die emotionale Belastung, die ich nicht nochmal wollte. Es ist mir recht egal, ob ich mich einen Monat lang von Dosensuppe ernähren muss, aber der emotionale Teil, die Sorge um das Kaninchen rund um die Uhr und die Nervosität, weil man immer nur eine Haaresbreite von einem Notfalltierarztbesuch entfernt ist, ist einfach jetzt nach 4 Jahren Dauerbelastung zu viel.

Zurück zur momentanen Lage: Wir haben durch eine super liebe Pflegestelle ein neues Kaninchen gefunden, das augenscheinlich fit war und auch vom TA vorher untersucht wurde. Während der VG hat er angefangen zu niesen. Zack, ab zum TA. Nasenspülung waren negativ für Bakterien oder Viren in seiner Nase- ohne Befund. Breitbandantibiotikum, Entzündungshämmer, Inhalieren/Schleimlöser brachte nichts. Er hatte jeden Tag stündlich mehrere schlimme Niesattacken, sodass er an dem ich nicht mehr essen oder schlafen konnte. Ich musste nächtelang aufbleiben und ihn päppeln. Die TA hat dann im Röntgen einen Zahn entdeckt, der schon auf die Nase gedrückt hat und hat den gezogen. Das Niesen wurde minimal besser, ist aber immer noch recht stark und häufig, sodass er noch beim Futtern unterbrochen wird. Außerdem will die Wunde am Backenzahn, die durch das Ziehen des Zahns entstanden ist, einfach nicht abheilen, und jetzt kann er nicht einmal mehr kauen. Fast alles fällt ihm wieder aus dem Mund, ich päppel eigentlich schon seit Dezember. Ich habe eine zweite Meinung bei einem anderen Tierarzt eingeholt, der hatte aber keinen Plan (ich soll doch mal ne Stuhlprobe abgeben... bei Problemen mit den oberen Atemwegen und normalem Kot).

Seine jetzige Tierärztin ist eigentlich die Kaninchenspezialistin der Stadt, die anderen Praxen rufen auch sie an, um Hilfe zu bekommen, deshalb ist es mit der Zweitmeinung hier auch schwierig. Aber im Moment ist der Schnupfen noch da und die Zähne jetzt eine Baustelle, die nicht abheilen will.

Ich bin grade mit der Situation einfach massivst überfordert, ich schlafe seit 2 Monaten wieder nur so 4 Stunden die Nacht und bin wieder in demselben, schlimmen Rythmus wie damals mit meinem Palliativkaninchen. Alles neben der Vollzeitarbeit (Teilzeit geht auch nicht wegen TA-Kosten), habe unzählige Minusstunden wegen den Tierarztbesuchen, bin dauergestresst wegen der Situation, komme selbst kaum zum Essen und zu was noch anderem schon gar nicht. Ich will nach der Arbeit schon kaum nach Hause fahren, so schlimm ists im Moment. Ich will endlich mal die Kaninchenhaltung genießen und mich mal ruhig mit meinen Klumpis auf die Couch setzen und mit ihnen eine schöne Zeit verbringen, stattdessen bin ich grad nur Krankenschwester. Wären es nur die 2 Monate, okay, aber dem gehen ja schon fast 4 Jahre dieser Zustand voraus. Freunde waren schon so lieb und wollten helfen, aber die haben keine Tiererfahrung und Zufüttern war ihnen auch nicht möglich. Zumal er gerade auch sehr panisch ist und nicht einmal in meine Nähe möchte, wegen den ganzen Medis und Tierarztbesuchen. Aber versuch einem Tier mal zu erklären, dass du nur helfen willst.

Ich bin grad einfach so überfordert und habe schon mit dem Gedanken gespielt, ihn wieder zurückzugeben, auch wenn ich ihn sehr sehr lieb habe. Allerdings wäre das auch super asozial, ihn jetzt wo er krank ist wieder zur Pflegestation zu übergeben und ich würde mich schlecht fühlen, die Arbeit "abzudrücken". Kranke Tiere sind eben auch super schwer zu vermitteln. Der kleine Knopf kann ja auch nichts dafür, dass ich schon so lange vor ihm sowas mitmachen musste. Auch glaube ich nicht, dass meine Häsin nochmal einen Partnerwechsel verkraftet, zumal sie jetzt schon mit ihm quasi an der Hüfte zusammengewachsen ist, so lieb hat sie ihn. Von ihr trennen um sie zusammen abzugeben will ich auch nicht, ich hab sie schon, seit sie ein Baby ist. Und die Kaninchenhaltung will ich auch eigentlich nicht aufgeben. Ich weiß grad echt nicht mehr, was ich tun soll und was jetzt das richtige wäre. Habt ihr irgendwie nüchternes, außenstehendes Input, was ich noch tun kann oder sollte in dieser Situation.
Eigentlich will ich auch behalten, weil er mir sehr ans Herz gewachsen ist, ich weiß nur nicht, ob ich das noch so viel länger am Stück aushalte.

Wir haben morgen mal wieder einen TA Termin, wo sich seine Wunde nochmal unter Narkose angeschaut und gespült wird, und ich hoffe, das danach alles wieder magisch gut wird, aber im Moment wird es seit Wochen nur noch konsequent schlimmer.




Geändert von widdermoehrchen (19.01.2025 um 17:52 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.08.2021
Beiträge: 125
HarzerBrockensteig befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2025, 18:40

Wenn man Angst hat, nach Hause zu kommen,
wenn konsequent der Nachtschlaf unterbrochen ist,
dann darf man mindestens mal sagen, dass man das Thema allein nicht gestemmt bekommt.
Es ist ja nicht, als würdest du es nicht versuchen, aber die beschriebene Situation ist schon ein Brett.
Schildere deine Lage doch mal der Pflegestelle, es kann ja nicht angehen, dass du dich selbst kaputt pflegst.
Gemeinsam findet ihr eventuell einen Weg, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen, es würde ja reichen, wenn eine Pflegestelle 2 Erwachsene hat, die sich kümmern können => jede 2.Nacht durchschlafen wär ja für diese potentielle Pflegestelle schon mal deutlich weniger hart, als keine Nacht durchschlafen für dich ist. Ins Finanzielle könnte man sich auch reinteilen.
Und gemeinsam überlegen, wann es sinnvoll wäre, ein zu sehr leidendes Kaninchen zu erlösen.

=> Hol dir Hilfe. Niemand Vernünftiges kann dein Anliegen in so einer Situation als "Mimimi" abtun.



marinahexe and Penny1987 like this.

Geändert von HarzerBrockensteig (19.01.2025 um 18:43 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2025, 20:05

Ich hab mit der Pflegestelle noch nicht drüber geredet, aber für eine geteilte Verpflegung ist die Entfernung leider auch zu groß (und auch nur erreichbar mit dem Auto, was ich selbst nicht habe und mir immer organisieren müsste).

Ich wollte auf jeden Fall noch warten, bis die Zahn-OP mind. 3.5-4 Wochen her ist (wir sind bei der OP noch in Woche 2, das vorherige Päppeln war, weil ihm bei den Niesattacken das Essen immer aus dem Mund gefallen ist und er dann nach dem Anfall immer so fertig war, dass er sich legen musste- ergo kaum was gegessen), wenn dann die Therapie weiterhin nicht anschlägt, wollte ich vllt Vorschlagen, dass ich ihn beim Tierarzt der Wahl der Pflegestelle nochmal mitbehandeln lasse, ihn solange bei der Pflegestelle abgebe und die Rechnungen auf mich ausgestellt werden (Die sind auch bei so einer richtig renommierten Kaninchen-Tierärztin- die aber leider wiederum nur mit dem Auto erreichbar wäre und für mich 3 Stunden Fahrt pro Strecke). Bis zumindest Schnupfen oder Zahn irgendwie im Zaum zu halten sind- und dass halt nochmal wer anderes Kompetentes als Zweitmeinung drüberschaut, zumal ich das Gefühl hab, dass sich meine TA mit ihrer reinen Zahndiagnose als Ursache gerade etwas verfährt aber bei mir in der Gegend leider nur andere TAs sind, die es nicht so mit Kaninchen haben oder eben bei meiner TA gelernt haben und sie dann auch nicht infrage Stellen wollen- was unglaublich doof ist, wenn die Diagnose nicht zu passen scheint (obwohl sie sonst immer wirklich top ist). Dass die Wunde jetzt auch nicht abheilt, ist einfach nur noch verdammtes Pech oben drauf.

Danach könnte ich die zwei ja im Idealfall auch wieder einfach vergesellschaften (wenn überhaupt nötig, mein ehem. Palliativ-Bunny war einmal 3 Wochen in der Klinik und als er heim kam, war es für sie, als wäre nichts gewesen und hat ihn sogar begrüßt).

Ich hoffe, die Pflegestelle lässt sich darauf ein, dann könnte ich in der Zwischenzeit zumindest seine Partnerin ohne schlaflose Nächte versorgen (die hat nämlich auch gerade ein paar Baustellen, auch wenn einfach zu beheben- trotzdem mehr Arbeit) und auch vllt einfach mal kurz Ruhe finden.
Oder morgen passiert einfach ein Wunder und zumindest das Zahn-Dilemma kann behoben werden.

Aber wenn die Pflegestelle nicht mitmacht, weiß ich halt langsam auch nicht mehr, weil sowas nochmal Monate durchzuziehen, schaff ich nicht. Ich weiß auch rückblickend nicht mehr, wie ich das bei seinem Vorgänger noch Jahre durchgezogen habe.




Geändert von widdermoehrchen (19.01.2025 um 20:18 Uhr).

Benutzerbild von Benny92
Kaninchen
 
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Benny92 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2025, 21:37

Ohje, das hört sich echt schlimm an und tut mir sehr leid für euch.

Evtl. wenn die Pflegestelle nicht mitspielt dass du vielleicht nachforscht ob es bei dir in der Nähe Pflegestellen gibt die dir helfen würden?

Ich finde aber auch, dass es für ein Kaninchen sowieso kein Dauerzustand ist, wenn es selbstständig keine Nahrung aufnehmen kann. Zumal dann mit Sicherheit auch das Päppeln Schmerzen bereitet bzw. immer Schmerzen da sind, wenn sogar beim Versuch zu fressen Futter aus dem Mund fällt. Da müsste man noch abwarten ob dass nach der Wundheilung besser wird und ob danach noch Beschwerden da sind und falls ja wovon das kommt.
Was sagt denn die TÄ dazu dass das Niesen nach wie vor da ist und die Wunde nicht heilt?
Ich hatte mit Finchen auch ein dauerkrankes Kaninchen, wo mir kein TA helfen konnte. Vor allem stört es mich aber, dass die TÄ gefühlt oft nicht verstehen, welche Belastung ein solcher Zustand darstellt und wie doof es ist, wenn kein Weg gefunden werden kann um dem Kaninchen zu helfen. Man selbst wird dann mit dem kranken Tier ohne Lösung und Unterstützung wieder nach Hause geschickt und fühlt sich irgendwie echt blöd gesagt wie im Regen stehen gelassen…

Ich hoffe sehr dass sich die Situation für euch bessert. Evtl kennt Marinahexe eine Anlaufstelle an die du dich wenden kannst oder du startest mal einen Aufruf im Kaninchenschutzforum ob da jemand in deiner Nähe ist, der den Kleinen solange bis sein Zustand besser ist aufnehmen kann und ggf. dann vielleicht auch einen vertrauten TA in der Nähe hat, dem er den Kleinen vorstellen kann.



__________________
Liebe Grüße von

Besucht uns doch mal:
http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/38773-kurti-seine-geschichte.html



Geändert von Benny92 (19.01.2025 um 21:39 Uhr).

Zwergkaninchen
 
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widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2025, 23:43

wenn ich es ganz klein schneide, schafft er ab und zu etwas zu essen, aber was er schafft ist einfach zu wenig. er rührt auch selbst sein lieblingsessen kaum an. mit weniger nebenherpäppeln hat er in einer woche 100g abgenommen (was bei knapp 1,2kg nicht so dolle ist). er ist auch irgendwie noch abends recht aktiv, aber fressen klappt halt nicht und niesen ist dauerzustand.

> Was sagt denn die TÄ dazu dass das Niesen nach wie vor da ist und die Wunde nicht heilt?
die TA meinte, es kann ja schonmal was länger dauern, bis sowas abheilt. die zeit wirds zeigen. war aber doch sehr verwundert, dass er noch schnupft...
morgen wird unter narkose nochmal genauer geguckt, was da im mund mittlerweile los ist und ob das vllt einfach entzündet ist.
ich hatte nur schonmal einen zahnschnupfer und da war schon nach beiden ops direkt nichts mehr vom niesen zu hören. deshalb wundert mich das. wir haben auch nur ein antibiotikum ausprobiert, dann kam die spülprobe ohne befund zurück und dann war sie irgendwie direkt bei den zähnen. vllt wird ja mit einem abheilen der wunde doch alles gut, aber da müssen wir erstmal hinkommen. der arme kleine tropf tut mir nur noch leid, er ist eigentlich so ein sonnenscheinchen aber durch alles in den letzten wochen einfach komplett eingeschüchtert und ängstlich.

das mit deiner finchen tut mir leid, ich hoffe, ihr konntet mittlerweile eine diagnose bekommen und es geht ihr wieder besser. ja, das ist sehr frustrierend. vor allem, wenn einfach kein ergebnis kommen möchte. ich glaube auch, TÄ gehen davon aus, dass man auch leute hat die helfen- verstehen aber nicht, dass leute, die noch nie ein kaninchen aus der nähe gesehen haben, das mit dem päppeln oder ähnlichem nicht mal eben hinbekommen. und wenn man allein lebt, die nacht dann trotzdem alleine rumkriegen muss. mich schlaucht letzteres auch beiweitem am meisten, weil man dann nach dem ganzen trubel am tag nicht einmal energie für den nächsten tag kriegen kann..

ich wünschte, es gäbe pflege-betreuungsmöglichkeiten für kaninchen/meeris, einfach um als besitzer auch einmal kurz durchatmen zu können. mein job ist zum glück noch vergleichbar ruhig, wenn ich jetzt noch einen körperlich anstrengeden job hätte, würde ich glaube ich hopps gehen. einige katzensitter bieten medikamentengabe ja an. vielleicht wäre das auch mal eine business idee, so ein päppel-dienst.




Zwergkaninchen
 
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widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2025, 23:44

Huch, Doppel-Post.




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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.01.2025, 00:18

Ich würde vielleicht auch nochmal ein Röntgen vom Kopf/Brustkorb machen. Vielleicht sitzt irgendwo ein Stück Heu, das er inhaliert hat.



Und zum Päppeln: Ich habe spät abends und dann erst wieder morgen um 6-7 Uhr gepäppelt. Das hat gereicht. Den Päppelbrei mit Instant-Flocken "aufwerten", damit er sein Gewicht zumindest hält. Eingeweichte Cunis hast Du versucht? Sonst Grünzeug in einen Zerkleinerer rein und kleinschreddern, Möhre fein reiben.




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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2025, 21:39

Sprich mit der Pflegestelle. Vielleicht kann sie Deine beiden zusammen vorüber gehend aufnehmen und ihn ihrer TÄ vorstellen. Du kennst das Sprichwort: Sprechenden Menschen kann geholfen werden? Dann hättest Du die nächsten 2-4 Wochen Zeit und Ruhe für Dich.




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widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2025, 22:53

Ich habe ihr mal geschrieben, um zu gucken, ob es für sie überhaupt geht. sonst wollte ich auch morgen mal versuchen, die tierärztin um eine stationäre aufnahme zu bitten, dass sie sich den mal etwas genauer anguckt. aber das hängt halt auch davon ab, wie voll es bei denen gerade ist.. und da ist es immer sehr voll. naja. mal schauen, was wird. die hoffnung, dass doch noch irgendwie alles gut wird, stirbt zuletzt.



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HarzerBrockensteig befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2025, 18:41

Doppelpost




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HarzerBrockensteig befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2025, 21:36

Ich meinte nicht, dass der Patient mal bei der Pflegestelle und mal bei dir wohnen soll, falls das so rüberkam.
Sondern dass, falls die Pflegestelle "zu zweit ist", es für sie leichter wird, so ein Kaninchen zu wuppen, als es für dich ist. Und wenn die Pflegestelle es nicht selbst nehmen kann, aber gut vernetzt ist, kennt sie halt auch ggf.einen anderen Platz. Und du könntest dem Verein(?) evt.ein anderes Kaninchen " abnehmen" und der Pflegestelle dennoch die TA-Kosten für den Patienten (mit-)bezahlen.

Das alles unter der Voraussetzung, dass er lange intensiv gepflegt werden muss, also im worst-case.
Insofern: ja klar, erstmal abwarten, was bei rauskommt. Und ne Zweitmeinung finde ich auch sinnvoll.




Zwergkaninchen
 
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widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2025, 00:50

Ich komme mit erstmal vorsichtig frohen Nachrichten zumindest aus Zahn-Sicht!! Aus seiner Wunde wurde gestern ein spitzes Heustück entfernt und die Wunde scheint jetzt endlich fast verheilt zu sein. Nachdem das Stück gestern rausgezogen wurde, hat er wieder angefangen richtig reinzuhauen ;; Eben hat er sich sogar wieder an große Blätter gewagt und ein großes Kohlrabiblatt im Alleingang zerlegt (er ist ca. so groß wie das Blatt). Ich hoffe, dass es so bleibt. Seine Nase wurde auch nochmal gespült und sein Niesen ist soweit runtergegangen, dass er auch erstmal durchessen kann, ohne durch große Niesattacken abgehalten zu werden. Das hatte er nach der letzten Behandlung auch für 1-2 Tage, ich hab aber ein bisschen was zum selbst Spülen mitbekommen, um bei Bedarf Abhilfe zu schaffen. Ich hoffe das klappt alles, zumindest, dass Essen jetzt wieder möglich bleibt. Dann wäre der Leidensdruck auch erstmal deutlich weniger und auch der Druck, jetzt sofort die Ursache finden zu müssen. Schlachtplan wäre, vorausgesetzt es bleibt jetzt erstmal so, dass ich erstmal die komplette Zahnheilung abwarte (ca. 1-2 Wochen plusminus), wonach sich laut der TA Besserung beim Niesen (2-3 Wochen plusminus) einstellen sollte, auch wenn ich das nicht wirklich glaube. Wenn nicht, wär er dann 2 Wochen Antibiosefrei und ich könnte dann zumindest die Spülprobe einmal wiederholen oder selbstständig den Trip zur Zweitmeinungs-TA für einen Diagnostiktag planen, vllt lässt sich ja doch noch über 3 Ecken eine Fahrt organisieren.

Nachdem ich gesehen habe, wie sehr er sich durch das Frühstück schlemmt, bin ich heute morgen auch erstmal wieder ins Bett (hab die Woche Urlaub für den kleinen Knopf genommen) und hab erstmal noch 5 Stunden bis in den Mittag durchgeschlafen Das war wie ein Spa. Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach den Monaten Hölle jetzt endlich auch mal Glück habe (davon, wie der Kleine sich fühlen muss mal ganz zu schweigen). Ich hoffe, es bleibt jetzt mit dem Fressen so. Ist zwar nur ein kleiner Fortschritt, aber schon fast zu gut um wahr zu sein. Sicherheitshalber aber nochmal Päppelbrei nachbestellt, mit der Hoffnung, dass er in nächster Zeit zum Staubfänger hinten im Regal wird.



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Zwergkaninchen
 
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widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2025, 20:15

Das Ding ist auch, ums etwas zu kontextualisieren, diese Niesanfälle dauern gerne mal ein 1-2 Minuten am Stück, es ist schon sehr extrem. Von Hase 2 kenn ich Niesanfälle zwar auch, aber die dauern nur ein paar Sekunden. Und Hausmittel sowie Antibiotika schaffen höchstens minimale Erleichterung, was mich sehr stutzig macht. Deshalb verstehe ich auch den Ansatz der TA mit dem Zahnziehen, das hat ja leider auch nicht geholfen und ist jetzt abgeheilt- ohne Fistel in der Nase. Und ein Fremdkörper wurde eben auch bei sämtlichen Röntgenaufnahmen nicht gefunden. Organe auch komplett unauffällig.
Ich fühle mich langsam echt wie bei Dr House (zum Glück ist unsere TA aber um einiges netter).
Ich schreib aber mal ein Update mit dem neuen AB.




Kaninchen
 
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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2025, 23:27

Zum Thema Schnupfen ( wenn ich es bereits nicht schon geschrieben habe hier):
Je länger der Schnupfen chronisch ist, desto weniger wirkt auch eine Behandlung ( siehe auch Schnupfenseminar von Dr. Diana Ruf). Schnupfen ist nun mal sehr aggressiv und hartnäckig, daher wird es ja auch chron. Schnupfen genannt. Weg geht der meist nicht mehr, es geht nur noch um Linderung der Symptomen. Über die Jahre werden die Symptome auch immer zunehmen, das ist ein normaler Verlauf. Gemäss Diana Ruf sollte man auch über lange Zeit mit möglichst vielen versch. Alternativen, Immunsystem Unterstützenden Sachen behandeln ( siehe Kaninchenwiese) und zwar alles möglichst gleichzeitig! Daneben eben genügend Lange mit AB behandeln, mind. 3-6 Wochen! Kürzere Behandlungen wirken kaum oder respektive der Schnupfen ist gleich wieder zurück.

Schwere AKUTE , lebensbedrohliche Ausbrüche ( mit Untertemperatur oder starker Atemnot) hatte ich nur ganz selten bei meinen Kaninchen, dafür aber immer in 18 Jahren Haltung mind. 1 ( diversen) Schnupfer unter meinen Tieren, meist mit leichteren Symptomen. Kaninchen mit CHRON. Schnupfen sind daher im allgemeinen agil, fressen normal und haben äusserlich keine Einschränkungen. Der Zerstörungsprozess findet innerlich aber trotzdem statt, eben bei Rhinitis in den NNH.. Zudem können gewisse, ganz aggressive Stämme von Pasteurellen auch die inneren Organe befallen, was aber seltener ist.

Zitat:
Und Hausmittel sowie Antibiotika schaffen höchstens minimale Erleichterung, was mich sehr stutzig macht.
Daher: das ist eigentlich typisch bei chron. Schnupfen!

PS: Kaninchen, die nicht betroffen sind, hört man eigentlich praktisch nie Niesen. Ich liess meine 12- Jährige Seniorin letztes Jahr aufgrund von Kieferabszess einschläfern, die hat zu Lebzeiten immer mit mind. 1 Schnupfer zusammen gelebt, aber nie Symptome entwickelt und hatte auch das ganze Leben nie genossen!




Geändert von Rakete (27.01.2025 um 23:32 Uhr).

Zwergkaninchen
 
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widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2025, 00:23

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Zum Thema Schnupfen ( wenn ich es bereits nicht schon geschrieben habe hier):
Je länger der Schnupfen chronisch ist, desto weniger wirkt auch eine Behandlung ( siehe auch Schnupfenseminar von Dr. Diana Ruf). Schnupfen ist nun mal sehr aggressiv und hartnäckig, daher wird es ja auch chron. Schnupfen genannt. Weg geht der meist nicht mehr, es geht nur noch um Linderung der Symptomen. Über die Jahre werden die Symptome auch immer zunehmen, das ist ein normaler Verlauf. Gemäss Diana Ruf sollte man auch über lange Zeit mit möglichst vielen versch. Alternativen, Immunsystem Unterstützenden Sachen behandeln ( siehe Kaninchenwiese) und zwar alles möglichst gleichzeitig! Daneben eben genügend Lange mit AB behandeln, mind. 3-6 Wochen! Kürzere Behandlungen wirken kaum oder respektive der Schnupfen ist gleich wieder zurück.

Schwere AKUTE , lebensbedrohliche Ausbrüche ( mit Untertemperatur oder starker Atemnot) hatte ich nur ganz selten bei meinen Kaninchen, dafür aber immer in 18 Jahren Haltung mind. 1 ( diversen) Schnupfer unter meinen Tieren, meist mit leichteren Symptomen. Kaninchen mit CHRON. Schnupfen sind daher im allgemeinen agil, fressen normal und haben äusserlich keine Einschränkungen. Der Zerstörungsprozess findet innerlich aber trotzdem statt, eben bei Rhinitis in den NNH.. Zudem können gewisse, ganz aggressive Stämme von Pasteurellen auch die inneren Organe befallen, was aber seltener ist.


Daher: das ist eigentlich typisch bei chron. Schnupfen!

PS: Kaninchen, die nicht betroffen sind, hört man eigentlich praktisch nie Niesen. Ich liess meine 12- Jährige Seniorin letztes Jahr aufgrund von Kieferabszess einschläfern, die hat zu Lebzeiten immer mit mind. 1 Schnupfer zusammen gelebt, aber nie Symptome entwickelt und hatte auch das ganze Leben nie genossen!
Macht Sinn, aber ich hatte ihn eigentlich schon beim ersten Nieser direkt beim TA vorgestellt, mit AB abdecken lassen und nach 14 Tagen AB auch die erste Spülprobe machen lassen, damit es nicht chronisch wird. Tag 1 auch mit dem ganzen Immunzeug angefangen und alles gemacht, wie die TA es gesagt hat. Trotz AB und allem ists aber langsam schlimmer geworden, bis es jetzt zu der momentanen Lage gekommen ist, ich glaub wir sind sogar an die 3 Wochen Marke gekommen... Wars dann einfach das falsche AB?
Inwiefern lässt sich das dann noch lindern oder muss er jetzt für immer mit diesen starken Niesattacken leben?
Ich fühl mich jetzt richtig schlecht, weil ich Angst hab, dass ich daran Schuld bin und der Kleine jetzt für immer so bleibt.




Geändert von widdermoehrchen (28.01.2025 um 00:30 Uhr).

Kaninchen
 
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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2025, 10:41

Welches AB hast Du bekommen?
Falsch hast Du sicher nichts gemacht. Meist sind es ja Pasteurellen, auch wenn es nicht nachweisbar ist, gerade wenn jetzt nicht viel Eiter heraus kommt. Ohne Eiter wird der Nachweis eh sehr schwierig. Und die Pasteurellen sind eben nun mal sehr hartnäckig, obwohl sie auf die gängigen AB wie Enrofloxacin ( Baytril) empfindlich sind. Begleitkeime können schon mal auch resistent werden.

Wenn nicht Eiter sichtbar ist, dann ist die Frage, ob man überhaupt mit AB behandeln will. Kommt eben auf die Symptome sonst an. Aber wenn behandeln, dann eben lieber länger. Mehrere Immunsystemwirkende Mittel auch noch viel länger einsetzen.

Meine letzte chron. Schnupferin Angorahäsin hatte ihre schlimmen Schüben v.a. wenn sie sonst gerade wieder schlimme Darmstasen hatte infolge der Darmverklebungen. Die hat mind. 40-50 x hintereinander genossen und wenn es ganz schlimm war, waren die Augen auch verklebt.

Mein Senior ist auch durch den psychischen Stress (Mobbing) und infolge Alter auch leicht erkrankt, der hat aber relativ gut auf AB und v.a. Inhalationen angesprochen ( auch mit AB versetzt). Behandlung war sicher mind. 4 Wochen. Er hat wohl zwar immer mal noch ein leicht verstopftes Näschen (also weg ist es nicht), aber zumindest kein Niesen mehr.

Bei Niesen kann ich tägliches Inhalieren empfehlen und orale oder lokale ( dem Inhalat beigesetztes) Schleimlöser. Bei der Angorahäsin habe ich wegen dem sonstigen anderen Stress nur vereinzelt inhaliert, aber es hat sich bei ihr auch gleich gebessert. Aber da wusste ich, dass sich die Symptome von selbst drastisch bessern, wenn die Phase der Darmstasen vorbei war.

Bei meiner verstorbenen, schweren Schnupferin habe ich jahrelang inhalieren lassen und auch täglich natürlicher Schleimlöser Ingwersaft gegeben. Es hat zumindest die Symptome so nicht verschlimmert. Was definitiv geholfen hat, wenn ich dem Inhalat ACC (Schleimlöser) versetzt habe. Ist allerdings rezeptpflichtig in Ampullen erhältlich, aber so schadet es dem Inhalator nicht (bei Membraninhalatoren).

Ob der Schnupfen chronisch bleibt und wie stark, ist nicht von Dir abhängig, sondern ist eben auch genetisch bestimmt. Letztendlich muss das Immunsystem selber damit klar kommen, Du kannst ihm lediglich Hilfe anbieten. Schnupfen ist nun mal sehr aggressiv bei jenen Kaninchen, die auch daran erkranken. Die Mehrheit tut es trotz Trägertum zum guten Glück nicht.

Ich würde im Minimum täglich inhalieren und Schleimlöser einsetzen. Wenn sonst ausser dem Niesen keine Symptome da sind, sollte das nach einiger Zeit schon helfen, damit das Niesen weniger wird.

https://kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/




Zwergkaninchen
 
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widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2025, 14:44

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Welches AB hast Du bekommen?
Falsch hast Du sicher nichts gemacht. Meist sind es ja Pasteurellen, auch wenn es nicht nachweisbar ist, gerade wenn jetzt nicht viel Eiter heraus kommt. Ohne Eiter wird der Nachweis eh sehr schwierig. Und die Pasteurellen sind eben nun mal sehr hartnäckig, obwohl sie auf die gängigen AB wie Enrofloxacin ( Baytril) empfindlich sind. Begleitkeime können schon mal auch resistent werden.

Wenn nicht Eiter sichtbar ist, dann ist die Frage, ob man überhaupt mit AB behandeln will. Kommt eben auf die Symptome sonst an. Aber wenn behandeln, dann eben lieber länger. Mehrere Immunsystemwirkende Mittel auch noch viel länger einsetzen.

Meine letzte chron. Schnupferin Angorahäsin hatte ihre schlimmen Schüben v.a. wenn sie sonst gerade wieder schlimme Darmstasen hatte infolge der Darmverklebungen. Die hat mind. 40-50 x hintereinander genossen und wenn es ganz schlimm war, waren die Augen auch verklebt.

Mein Senior ist auch durch den psychischen Stress (Mobbing) und infolge Alter auch leicht erkrankt, der hat aber relativ gut auf AB und v.a. Inhalationen angesprochen ( auch mit AB versetzt). Behandlung war sicher mind. 4 Wochen. Er hat wohl zwar immer mal noch ein leicht verstopftes Näschen (also weg ist es nicht), aber zumindest kein Niesen mehr.

Bei Niesen kann ich tägliches Inhalieren empfehlen und orale oder lokale ( dem Inhalat beigesetztes) Schleimlöser. Bei der Angorahäsin habe ich wegen dem sonstigen anderen Stress nur vereinzelt inhaliert, aber es hat sich bei ihr auch gleich gebessert. Aber da wusste ich, dass sich die Symptome von selbst drastisch bessern, wenn die Phase der Darmstasen vorbei war.

Bei meiner verstorbenen, schweren Schnupferin habe ich jahrelang inhalieren lassen und auch täglich natürlicher Schleimlöser Ingwersaft gegeben. Es hat zumindest die Symptome so nicht verschlimmert. Was definitiv geholfen hat, wenn ich dem Inhalat ACC (Schleimlöser) versetzt habe. Ist allerdings rezeptpflichtig in Ampullen erhältlich, aber so schadet es dem Inhalator nicht (bei Membraninhalatoren).

Ob der Schnupfen chronisch bleibt und wie stark, ist nicht von Dir abhängig, sondern ist eben auch genetisch bestimmt. Letztendlich muss das Immunsystem selber damit klar kommen, Du kannst ihm lediglich Hilfe anbieten. Schnupfen ist nun mal sehr aggressiv bei jenen Kaninchen, die auch daran erkranken. Die Mehrheit tut es trotz Trägertum zum guten Glück nicht.

Ich würde im Minimum täglich inhalieren und Schleimlöser einsetzen. Wenn sonst ausser dem Niesen keine Symptome da sind, sollte das nach einiger Zeit schon helfen, damit das Niesen weniger wird.

https://kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/
Wir haben die ersten Wochen, wirklich seit es ab und zu mit den trockenen Niesern angefangen hat, Enrofloxacin gegeben. Laut der Pflegestelle gab es bei ihm auch vorher nie Symptome, die kamen wohl wirklich erst bei mir in der VG. Da es leider unter Enro nicht besser oder gleichbleibend, sondern schlimmer geworden ist, wurde das dann nach knapp 2 Wochen erstmal abgesetzt für eine Nasenspülprobe (damit die nicht verfälscht wird). Eigentlich hätte sich dann doch mit der Antibiotikumgabe die Lage zumindest stabilisieren müssen oder?...
Dann war das mit dem Zahn, da gabs dann zur Abheilung nochmal 2 Wochen Enro, ebenfalls mit reiner Verschlimmerung. Das einzige, was zumindest 3-4 Tage Abhilfe schafft ist eine tiefe TNK-Spülung unter Narkose, danach konnte er immer ein paar Tage gut essen und durchschlafen. Die oberflächliche Spülung durch mich hat leider nichts gebracht. Aber ihn ständig unter Narkose zu spülen ists ja auch nicht.
Jetzt haben wir Azithromycin, das probieren wir ab heute Nachmittag aus. Zumindest meinte die TA, dass es idR gut bei Patienten wirkt, wo Enro nichts bewirkt hat. Mal schauen.


Zitat:
Ich würde im Minimum täglich inhalieren und Schleimlöser einsetzen. Wenn sonst ausser dem Niesen keine Symptome da sind, sollte das nach einiger Zeit schon helfen, damit das Niesen weniger wird.
Bisher hat er nur Schnupfen/Abgeschlagenheit/Inappetenz, Augen sind normal, Lunge frei.
Inhaliert haben wir auch täglich mit Hexasolvon (auch Schleimlöser) bzw. auch anfangs Mucosolvan verdünnt (das hat seine Schleimhäute aber sehr gereizt und wurde dann durch Hexa ersetzt) und oral (Pulmo).. Das Inhalieren über 6 Wochen, wurde für ihn dann aber zu stressig- da machen wir grad eine Pause. Und Pulmo gibts weiterhin. Immunstärkung dann durch Rodicare immun und auch Panacur haben wir mit der TA probiert, da EC-Status ungewiss- und EC trägt dann idR ja auch zum Schnupfen bei. Leider auch ohne Verbesserung oder Stabilisierung trotz Anwendung über Wochen (bzw Panacur dann wie vorgeschrieben)
Ich frag aber mal nach dem Schleimlöserinhalat, das du empfohlen hast. ACC habe ich noch als orale Lösung von der TA bekommen, da hat er aber direkt Durchfall von bekommen, weil da so viel Zucker drin ist. Aber vllt ists ja potenter als Hexa.

Den Kaninchenwieseartikel habe ich leider auch schon hoch und runtergebetet. Auch das mit den "Säulen". Leider bei seinem hartnäckigen Schnupfen ohne Erfolg.

Ich hoffe wirklich, dass ichs irgendwie auf ab und zu Schnufen runter bekomme. Ansonsten habe ich auch noch überlegt, da es bei ihm nur in der Nase zu sein scheint, ob eine Rhinotomie sinnvoll wäre. Allerdings habe ich a) außerhalb von Kaninchenwiese noch nie davon gehört oder welche Erfolgschancen das hätte und b) ist das ja auch unglaublich invasiv, deshalb wäre es wirklich nur der allerletzte Ausweg, wenn sonst nichts greift. Da wollt ich aber mal die Tierärztin ansprechen, ob das dann überhaupt Sinn machen würde.




Geändert von widdermoehrchen (28.01.2025 um 14:54 Uhr).

Zwergkaninchen
 
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widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2025, 19:55

Uff, gerade fing er wieder mit Aufgasungs-Yoga an. Wird mal wieder eine lange Nacht (haben zum Glück genug noch Emeprid, Sab und Novalgin für eine ganze Hasenherde). Oh mann ey.




Geändert von widdermoehrchen (28.01.2025 um 20:08 Uhr).
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