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Zweiter EC Schub seit heute, einige Fragen zum Verlauf auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Anne12
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.11.2014
Beiträge: 203
Anne12 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2024, 12:04

Zweiter EC Schub seit heute, einige Fragen zum Verlauf


Kaninchenforum
Hi ihr Lieben!
Leider musste ich heute früh eine schlimme Entdeckung machen, als ich Apollo (8,5) im Auslauf beobachtet hab: er hat seinen zweiten EC Schub. Es fing mit leichten Augenbewegungen an, ich habe ihm sofort Panacur gegeben (hatten wir von Oktober noch da, allerdings offen! TÄ am Telefon hat gesagt, dass die trotzdem noch wirkt). Wir sollten ihn dann in den Stall setzen und morgen Vormittag haben wir einen Termin beim TA (da wir jetzt schon Panacur zuhause hatten und ihm gegeben haben, hat die TÄ gesagt, dass es jetzt nichts bringen würde die längere Fahrt zum Notdienst auf uns zu nehmen, morgen sind es dann nur 10 Minuten mit dem Auto).
Jetzt sitzt er im Stall, ist aber vermutlich durch den Stress durchs hochheben komplett fertig und dreht sich ständig um die eigene Achse.
Es ist wie gesagt sein zweiter Schub, der letzte war vor zwei Jahren, deshalb erinnere ich mich nicht mehr genau daran wie das alles damals abgelaufen ist. Er hatte sich vollständig erholt!
Daher meine Fragen:
1. Was kann ich machen, damit es ihm leichter fällt zu fressen? Futter hat er in jeder Ecke des Stalls, aber durch die Kopf Bewegung im Moment kommt er nicht ran. Wird die Bewegung weniger wenn er sich beruhigt, kann das an dem tragen in den Stall liegen?
2. Ich weiß noch dass es eine Erstverschlimmerung damals gab, und es in der ersten Woche eher schlimmer als besser geworden ist. Ist das beim zweiten Schub auch noch so schlimm? Bzw. Wie sind überhaupt die Chancen bei einem zweiten Schub, wird es eher von Schub zu Schub schlimmer oder besser? Er ist ja jetzt auch schon 8,5 Jahre alt.
3. Er hatte jetzt den letzten Monat schon 3 mal das Problem, dass er beim putzen umgekippt ist. Das hatte er auch in der ersten Phase nach dem ersten Schub. War das ein Vorbote?
4. Er leidet jetzt seit einem Jahr an chronischem Schnupfen, hat auch letzte Woche erst wieder Zylexis bekommen. Kann die Krankheit jetzt stark negativ in den Verlauf des EC Schubs rein spielen?
Ich bin deshalb jetzt schon wieder völlig fertig mit den Nerven, aber ich habe Hoffnung, da er es das letzte Mal ja auch ohne Schaden überstanden hat.
Danke schon mal für euren Rat!



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2024, 13:07

Wenn er sich jetzt um die eigene Achse dreht, würde ich ihn nicht mehr draußen lassen, sondern mit dem Partnertier ins Haus holen. Evtl. hast du ja einen Zimmerkäfig da (ich benuzte die dann als Krankenkäfige auch in solchen Fällen ). Dann kannst du dem Kaninchen dicke Handtuchrollen links und rechts an den Körper legen, und/oder es direkt mit dem Körper in ein griffiges handtuch rollen und etwas Futter vor die Schnauze legen, bzw direkt ins Mäulchen schieben. Wenn er nicht mehr frisst, dann auch päppeln in dem es in ein Handtuch gewickelt ist. Alles bitte ganz ruhig und bestimmt, damit es nicht noch mehr Stress hat.
Jeglicher Stress kann einen EC Schub auslösen, das kann auch die Fahrt zum Tierarzt mit Spitze sein, unabhängig vom Zylexis.
Antibiotikum wäre morgen noch wichtig zu bekommen, ebenso B-Vitamine (auch aus der Notdienstapotheke, wenn du nicht zu Hause hast)



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Benutzerbild von Betsy69
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.11.2016
Beiträge: 1.429
Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2024, 14:10

Zusätzlich zu den Dingen, die Gerti zum Handling bei EC gesagt hat, möchte ich noch darauf hinweisen, dass unbedingt eine Ohrenentzündung ausgeschlossen werden sollte.
Da Dein Tier chronischen Schnupfen hat, kann das je nach Erreger (vor allem Pasteurellen sind da problematisch), auch ein zusätzlicher Grund für seine Anfälle sein und auch gleichzeitig mit EC auftreten.

Das Immunsystem ist ja angeschlagen und das kann leider bei jedem Erreger zu einer massiven Vermehrung führen.

Natürlich ist ein Tierarztbesuch in seinem Zustand Stress für ihn, aber ich würde das definitiv überprüfen lassen, damit, falls da auch was im Argen liegt, die Behandlung entsprechen angepasst werden kann.

Ich hatte leider vor zwei Jahren so einen Fall, wo ein Tier von heute auf morgen ganz typische EC Anzeichen hatte und auch entsprechend behandelt wurde. Er war definit EC Träger, hatte bis dahin aber noch keinen Ausbruch gehabt.

Mir ist dann aber aufgefallen, dass auch Eiter in beiden Ohren war und seine Augenbewegungen horizontal statt vertikal wie bei EC waren.
Er wurde dann zeitnah auch noch sehr intensiv gegen die Ohrenentzündung behandelt (zusätzlich zur EC Medikation).

In seinem Fall war der Eiter von innen nach außen durch das Trommelfell gebrochen, das muss aber nicht so sein und kann gerade bei Schnupfern nur im Innenohr sein und dort unbemerkt Schaden anrichten, so wie es bei uns wohl über längere Zeit war.
Leider war der Zustand bei meinem Tier so schlimm, dass er hat sich nur noch rückwärts im Kreis gedreht und auch gar nicht mehr selbständig gefressen hat. Deshalb habe ich mich nach 10 Tagen sehr intensiver Behandlung entschieden, ihn gehen zu lassen.

Ich hoffe inständig, dass das bei Deinem Tier nicht so ist und Apollo "nur" einen EC Schub hat.
Ich drücke fest die Daumen, dass es ihm mit den Medikamenten schnell besser geht und er wieder ganz der Alte wird.
Alles Gute für Euch.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2019
Beiträge: 44
Queitroc befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2024, 20:55

Armer kleiner Kerl
Ich leide mit dir, wir hatten hier auch schon zwei EC-Fälle. Hamlet hat es geschafft, der war nach einem Monat wieder fit, die arme Tulpe leider nicht ;_;



1. Normalerweise ist es wirklich so, dass je gestresster ein Tier ist, umso schlimmer sind die Symptome. Von daher kann es wirklich sein, dass, soblad er sich beruhigt hat, sich die Symptome etwas bessern. Grade Hochheben ist für EC-Kaninchen besonders schlimm. Hamlet ist (obwohl er normalerweise die Coolness in Person auf dem Arm ist) komplett panisch beim Hochheben geworden.

Wenn Apollo gerne fressen möchte, aber nicht kann, dann schadet es nicht, wenn du ihm regelmäßig Futter und Wasser vor die Nase hälst. Meine kranken Tiere hatten eine sehr hohe Affinität zu Blattsalat, Löwenzahn und Blaubeeren in der Zeit. Das wurde immer gefressen - selbst als anderes heißgeliebtes Futter vehement verweigert wurde.
Wiesenbärklau soll auch gut sein (das weiß ich aber nur vom Hörensagen).

Auch dieses HerbiCare Notfallfutter wurde gerne genommen.



2.Die Erkrankung kann in jedem Fall anders verlaufen. Aber bei uns war das genauso: Leicht angefangen, dann drastische Verschlimmerung innerhalb kürzester Zeit, dann wurde es langsam besser. Grade bei EC können Veränderungen sehr schnell eintreten - sowohl zum Besseren als auch zum Schlechteren. Also gut möglich, dass es auch dieses Mal so abläuft.
Ob bei dem zweiten schub die Chancen besser oder schlechter sind, da bin ich aber leider auch überfragt.



3.Das kann sein... es könnte aber auch ein Überbleibsel von dem letzten Schub gewesen sein.

Wenn ein Ninchen erkrankt, dann bleibt eine gewisse "Tollpatschigkeit" meist erhalten, selbst nach Genesung. Bei einigen Tieren ist die stärker, bei anderen fast gar nicht oder nur temporär vorhanden.


4. Mit Schnupfen habe ich keinelei Erfahrung. Da will ich dir jetzt keinen Quatsch erzählen. Aber es wäre denkbar, dass der Schnupfen das Immunsystem geschwächt und dadurch den EC-Erregern quasi den Weg bereitet hat.



Was ich dir raten kann:

Abklären, ob es nicht doch eine Ohrenentzündung ist(Symptome sind wirklich sehr sehr ähnlich), aber das wurde dir ja schon geraten^^


Panacur hat der Kleine ja auch schon bekommen, sehr gut.



Viel Ruhe, Stress vermeiden.Wenn du Tierarztbesuche vermeiden kannst, dann ist das gut, denn die verursachen natürlich auch Stress. Wenn die anderen Kaninchen anfangen seinen Zustand auszunutzen und "mobben", dann musst du ihn natürlich schützen, aber solange sie lieb sind, unbedingt zusammen lassen.



Ich habe in meinen Fällen so ein "Tunnelsystem" aus Brettern gebaut. Die haben den Vorteil, dass das kranke Tier sich da drinnen gegen die Wände stützen und dadurch nicht so schnell umkippen und besser gradeaus laufen kann.


Wenn er nicht schafft seinen Blinddarmkot zu fressen, dann solltest du ihm auch diesen vorsichtig ins Mäulchen schieben. Ich weiß, nicht das, was ich mir im Restaurant bestellen würde, aber wirklich wichtig!


Wenn dein Nin häufig hinfällt, dann solltest du auch den Boden anpassen, damit er sich keine Spreu oder Urin ins Auge reiben kann. Entweder, du fragst den Tierarzt nach einer "Kappe", die das Auge schützt, oder du tauschst Spreu durch Stoffe oder so aus.


Ich habe jetzt einfach mal alles niedergeschrieben, was mir von unseren Fällen im Kopf geblieben ist, ich hoffe, dass es Apollo bald besser geht und dass dir vielleicht irgendetwas davon weiterhilft. Liebe Grüße und die Besten Wünsche <3



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Benutzerbild von Anne12
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.11.2014
Beiträge: 203
Anne12 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.02.2024, 18:16

Ich war heute mit Apollo beim TA, ich habe ihn auf beiden Seiten in der Box mit Handtüchern stabilisiert, vorne auch noch eins und er konnte den Kopf drauf legen. Er hat den Tierarzt Besuch gut überstanden und zuhause gleich Haselnussäste und ein bisschen Heu gefressen! Wegen Antibiotikum hab ich gefragt, die Ärztin meinte aber, dass ich mir das besser abholen soll, wenn der Schnupfen schlimmer wird weil es grad nicht eitert und er vor 2 Wochen schon antibiotische Augentropfen bekommen hatte! Vitamin B wurde gespritzt und haben wir mitbekommen (1ml pro Tag), genau so wie wir neues Panacur bekommen haben. Die letzten Bestände von Benebac haben wir uns auch noch mitgeben lassen, falls der Appetit zurück geht, Apollo geht da richtig steil drauf ^^
Seine Symptome haben sich seit gestern auch gebessert! Er ist immer noch wackelig auf den Beinen und kippt um sobald er versucht zu hoppeln (deshalb muss er jetzt auch erstmal in dem kleinen Stall bleiben, Mina gefällt das gar nicht, sie wird heute mal in den Auslauf gelassen, aber wir müssen aufpassen dass Apollo ihr nicht hinterher macht). Seine Augenbewegungen sind deutlich langsamer als gestern, fast gar nicht mehr vorhanden, und mit dem Kopf scannt er auch nur noch minimal! Er kann ihn auch wieder gerade halten, minimal nach rechts geneigt. Also ich bin voller Hoffnung, dass sich die Symptome nicht nochmal verschlimmern und der Gleichgewichtssinn das einzig wirklich schwere Symptom bleibt!
Das mit dem Blinddarmkot werde ich auf jeden Fall mal versuchen ihm einzuverleiben! Leider ist der jetzt grad sehr matschig durch den Stress und das Panacur (Apollo reagiert da sehr schnell mit Matschigem BDK drauf, Köttel sind normal), aber das sollte sich durch das benebac schnell wieder beheben lassen.
Danke euch allen für eure Tipps <3 ich halte hier weiter auf dem laufenden, selbst wenn es nicht nochmal schlimmer wird, vllt hilft der Thread dann trotzdem jemandem mit ähnlichen Problemen.



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Beiträge: 44
Queitroc befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.02.2024, 09:51

Oh, das klingt schon mal gut. Verbesserungen sind immer ein gutes Zeichen, ich wünsche Euch ganz ganz viel Glück <3




Benutzerbild von Anne12
Zwergkaninchen
 
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Anne12 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.02.2024, 08:50

Update (Tag 4)
Heute hat er wieder stärkere Symptome. Gestern Abend hat er schon leicht mit dem Kopf gescannt, heute Morgen hat er ein scannen im 2 Sekunden Takt, er schaut dabei im 90 Grad Winkel nach rechts. Aber er frisst sobald man ihm etwas vors Mäulchen legt (vor allem Grünes, Heu und Erbsenflocken), deshalb bin ich eigentlich guter Dinge. Mina wurde heute Morgen auch geputzt.
Wenn ich mich nicht täusche war ja eine Verschlechterung in den ersten 5-7 Tagen nicht unüblich, so war es wenn ich mich richtig erinnere auch bei seinem letzten Schub. Ich weiß nur nicht wie ich das mit Stall sauber machen regeln soll, denkt ihr, es ist zu anstrengend in seinem Zustand, dass er währenddessen in der Transportbox wartet? Die andere Option wäre, das dreckige Streu und Stroh schaufelweise raus zu holen und nachzufüllen, allerdings wird ihn das auch nervös machen, weil der Stall nicht wirklich groß ist und er ja nirgends hin kann.




Zwergkaninchen
 
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Queitroc befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.02.2024, 23:25

Hm, alo ich denke, es wäre schon gut, wenn du das Herausnehmen in dieser Situation vermeiden könntest.


Ich habe das damals so gemacht, dass ich dem Nin erst etwas Gutes zu Essen in den Mund stecke, und dann, wenn es mit Essen beschäftigt ist, fix den Bereich sauber gemacht habe, wo es grade nicht lag. Also je nach Gelegenheit immer ein paar Handgriffe, über den Tag verteilt.
Dann bleibt das Gehege sauber, ohne dass groß Unruhe entsteht.

Und Sauberkeit ist in dem Fall besonders wichtig, damit der Ärmste nicht in seinem eigenen Urin liegen muss.
EC-Nins sind ja meistens während der Krankheit nicht stubenrein (was man ihnen ja nun wirklich nicht vorwerfen kann) und können sich auch nicht immer richtig putzen.


Solange er frisst, mit seinen Mitnins interagiert und nicht anfängt apathisch zu werden, brauchst du dir erstmal keine Sorgen zu machen, auch wenn die Symptome zeitweise sich verschlimmern. Ich glaube, bei Hammi war die schlimmste Zeit bei 2-3 Wochen. Dann konnte er über Nacht plötzlich wieder stehen, und dann wurde es Tag für Tag immer besser.


Er war aber - obwohl mir zwischendurch fast das Herz gebrochen ist, bei seinem Anblick - die ganze Zeit ganz er selbst geblieben.
Als ich einmal mit seinem Lieblingssalat angekommen bin, da ist er total eifrig auf mich zugestolpert, obwohl er kaum gradeaus gehen konnte, und ist natürlich erstmal kopfüber in den Salat gefallen. Er hat es aber nicht geschafft, wieder auf die Beine zu kommen. Irgendwann hat er es dann aufgegeben und hat angefangen so wie er war - praktisch kopfüber- zu fressen.
So ganz nach dem Motto: "Von diesem Mist lasse ich mir doch nicht meine Mahlzeit verderben!" XD


Ihr macht das schon, alles Liebe



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Zwergkaninchen
 
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Anne12 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.02.2024, 17:48

Update Tag 5
Der Stall ist sauber, wir haben es jetzt so gemacht wie empfohlen, also immer ein bisschen raus genommen und ersetzt!
Ich habe vom TA jetzt gestern doch das Antibiotikum geholt, weil er das auch beim letzten Mal bekommen hatte und es danach besser ging. Er bekommt Orniflox 2 mal täglich. Leider mag er das so gar nicht, dazu kommt, dass wir das mit Zeit Versatz zu Vitamin B und Panacur geben sollen, sprich 3 mal am Tag raus heben. Nach VitB und Panacur ist er immer noch agil, aber nach dem AB sitzt er erstmal eine Weile regungslos im Stall und will nichts mehr von uns wissen. Ich hab Angst, ob es nicht doch die falsche Entscheidung von mir war, das AB zu holen, aber beim letzten Mal hatte es auch nichts verschlechtert und ich hab mich durch viele threads gelesen und eigentlich wird ja in 90% der Fälle ein AB dazu gegeben. Zumal er ja auch chronischer Schnupfer ist.
Auf Haselnuss Zweige wird sich aber weiterhin gestürzt und auch Leckerlis und Erbsenflocken werden genommen, wenn man sie ihm vors Mäulchen legt.
Von den Symptomen her ist er weiterhin sehr taumelig, weshalb er viel hockt/liegt. Der Kopf ist auch seit gestern weiterhin leicht gedreht (Max. 45 Grad).
Was meint ihr zu der Antibiotikum Sache? Jetzt müssen wir es ja die 7 Tage durchziehen, nachdem wir einmal angefangen haben. Aber die Ärztin (neu in unserer Praxis) war eher semi-begeistert, dass wir danach gefragt haben, weil Orniflox laut ihren Aussagen da eh nicht hilft (allerdings wurde uns das ja in der gleichen Praxis beim ersten Schub auch schon gegeben).



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.07.2019
Beiträge: 44
Queitroc befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.02.2024, 22:53

Also meine haben kein Antibiotikum bekommen, aber das ist wohl durchaus üblich, die EC Bekämpfung damit zu unterstützen.



Tulpe hat Vitamin B und Panacur bekommen, hat aber gar nichts genützt, man konnte ihr regelrecht beim Sterben zusehen


Hamlet nur Panacur und etwas zur Appetitanregung, weil er die ersten Tage nichts essen wollte. Und das hat sehr gut angeschlagen, wobei es aber auch sein kann, dass er auch ohne Panacur wieder fit geworden wäre, das weiß ich natürlich nicht.
Wenn er etwas nicht will, dann will er es nicht - und ich traue ihm durchaus zu, selbst dem Tod gekonnt die Mittelkralle zu zeigen XD


Jedenfalls habe ich mich da bei der Medikamentenvergabe auch nicht unbedingt beliebt gemacht. Er war auch oft stinksauer auf mich, hat mir aber am Ende doch immer verziehen <3
Es muss nunmal leider sein :/



Soweit ich weiß, soll Antibiotikum jedenfalls gut gegen EC unterstützen. Allerdings ist Antibiotikum bei Kaninchen ein zweischneidiges Schwert. Es greift halt nicht nur den Erreger, sondern auch die Darmflora an, genauso wie bei uns Menschen. Und das ist bei Kaninchen mit ihrer empfindlichen Verdauung halt nicht ganz unbedenklich.


Darum ist es auch ganz wichtig, dass Kaninchen erst nach tierärztlicher Abklärung Antibiotikum bekommen, und auch nur bestimmte Sorten. (Nicht für Kaninchen geeignetes Antibiotikum kann für die Nins tödlich sein!!)
Und auch bei den für Nins zugelassene Sorten, können natürlich gewisse Nebenwirkungen nicht ganz ausgeschlossen werden.



Aber du musst jetzt natürlich keine Angst haben. Es ist halt eine Kosten-Nutzen-Abwägung und das kann ein kaninchenkundiger Tierarzt vor Ort immer am Besten entscheiden.



Was ich dir aber empfehlen kann, füttere (natürlich nur in Maßen und vorrausgesetzt, er mag das überhaupt^^) verdauungsfördernde frische(!) Kräuter, um die Darmflora etwas zu stärken.

Thymian zum Beispiel, Kamille(auch als kalter Tee), Kümmel, Anis, Fenchel, Eibisch, Beifuss oder Bohnenkraut.



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.02.2024, 08:25

Antibiotikum ist deshab sinnwoll, weil durch die EC-Erreger Entzündungen entstehen. Drum wird es auch sinnvoll sein, sich an die empfohlene Mindestdauer von 2 Wochen zu halten. Die inneren Schäden von EC sieht man leider erst, wenn man sein Kaninchen im Anschluss zur Pathologie weitergibt. Denn da zeigt sich EC an den chronisch entzündeten Nieren, die lauter Einziehungen an der Oberfläche haben und z.B. auch ein einem entzündeten Gehirn und um dem Tier die besten Chancen zu geben die aktuell entstandene Entzündung zu bekämpen sollte man AB geben.
Klar ist die Medikamentengabe oft eine Herausforderung, aber das liegt meiner Meinung nach auch meist an einem selbst. Und zwar dann wenn man nicht das Ziel vor Augen hat und all das was notwendig ist mit möglichst ausstrahlender Ruhe und Sicherheit macht. Dazu gehört das ruhige hochnehmen des Tieres, ggf in ein Handtuch wickeln um ihm dann alles Notwendige zu geben und wenn das mehrmals am Tag ist. Das kann man dann auch nutzen das Tier auch jedesmal auf die Waage zu setzen um zu sehn ob es das Gewicht halten kann. Wenn es das Gewicht nicht hält muss man entsprechend die Umstände ändern wie ins Haus holen und zufüttern.
Eine meiner größten Angstkaninchen hatte einen wirklich schlimmen EC Ausbruch, sie musste auch ins Haus und auch zugefüttert werden, man kann sich nicht immer darauf ausruhen, dass jegliche Behandlung wegen Vermeidung von Stress nicht gemacht werden kann. Kaninchen sind ja auch nicht blöd, die wissen dann schon dass man ihnen hilft und sie danach wieder ihre Ruhe haben. Alternativ sollte man sie einschläfern wenn die nötige intensive Pflege nicht gewährleistet werden kann, auch wenn es gemein und grausam klingt.



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Geändert von gerti (16.02.2024 um 08:31 Uhr).

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Anne12 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.02.2024, 23:05

Update Tag 8
Also, AB verträgt er erstmal gut, mit Möhrensaft angemischt schlabbert er es auch mit wenig Widerstand auf. Ich habe jetzt auch einen Weg gefunden, ihm die Medikamente zu geben, ohne dass ich ihn aus dem Stall heben muss. Die letzten Tage hatte er wenig gefressen und ist immer wieder umgefallen, kam dann nicht mehr hoch. Heute hat er immer noch die Probleme mit der Koordination und ist auch mehrfach auf die Seite gerollt, aber teilweise konnte er sich auch selber wieder aufrichten. Der Kopf ist mittlerweile immer zwischen 45 und 90 Grad gekippt (bzw über 90 Grad wenn er irgendwo hin hoppeln will und umfällt). Aber er frisst heute sehr gut, ist aufmerksam, putzt mich und seine Partnerin und nimmt auch leckerlis sehr gerne an. Er frisst auch immer wieder von sich aus Stroh und Heu. Ans Wasser kommt er nicht so recht ran, da reißt es immer seinen Kopf zurück und er rollt durch den Napf, aber mit Hilfestellung von mir konnte er auch mehrfach heute trinken. Ich fixiere dabei seinen Kopf im Nacken und halte ihm das Wasser direkt unter den Mund bis er fertig ist. Sein Allgemeinbefinden gefällt mir auf jeden Fall heute besser als Freitag und Samstag, da er an den Tagen eher mäkelig gefressen hat und teilweise teilnahmslos im Stall saß. Ich war schon kurz davor ihn zu päppeln. Morgen hole ich trotzdem direkt noch Petersilie zum Appetit anregen, Basilikum hat er gestern auch schon verschlungen

Ich habe bei anderen Threads von Cerebrum und Vertigoheel gelesen, würdet ihr mir das in seinem Fall empfehlen? Und wie sähe da die Dosierung aus (Apollo wiegt 1,6 kg) und woher bekommt man das? Vertigoheel ja vermutlich einfach das für Menschen aus der Apotheke, cerebrum hab ich allerdings noch nicht dort gesehen. Welches Medikament wäre überhaupt besser geeignet, oder kann man die sogar kombinieren? Es geht mir darum, seinen taumelnden Gang und das daraus folgende Umfallen zu unterstützen.
Danke schon mal für eure Tipps!



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Moderator
 
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4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.02.2024, 19:12

Zu Cerebrum und Vertigoheel kann ich nichts sagen, aber dafür das es erst Tag 8 ist, hört es sich doch gut an

EC braucht einfach Geduld, so schwer es für uns Menschen auch ist. Ein Tier mit EC hatte ich noch nicht, dafür aber alle anderen unmöglichen Krankheiten und Sorgen, also, ihr schafft es auch und ich hoffe, jemand kann dir noch weiterhelfen. Ihr schafft das



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Anne12 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.02.2024, 09:32

Update Tag 10
Es geht entweder wieder bergab oder er traut sich jetzt mehr zu und fällt deshalb ständig um. Apollo ist immer noch munter, frisst selbstständig (wenn auch weniger als sonst) und trinkt mit Hilfe. Sein Kopf ist weiterhin bei 90 Grad gekippt. Ich habe ihn auch schon selbst vorm Wassernapf sitzen sehen, aber ob er da etwas getrunken hat weiß ich nicht. Er kippt sehr sehr oft auf die Seite, richtet sich dann aber wieder von selber auf indem er rumstrampelt, danach sitzt er wieder da. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass er sich wieder mehr zutraut. Er putzt sich zum Beispiel sehr oft die Hinterbeine, was ihn dann zu Fall bringt, oder putzt mit beiden Vorderpfoten in der Luft sein Gesicht. Aber danach rollt er halt immer wieder rum, bleibt manchmal kurz liegen bevor er die Kraft findet wieder aufzustehen. Ich weiß auch nicht ob ich ihm jedes Mal helfen soll, ich bin auch nur noch bis morgen Nachmittag zuhause, dann muss ich für eine Prüfung wieder in meine WG Wohnung. Meine Eltern kümmern sich die Woche über um meine beiden, allerdings sind sie da bis 15 Uhr allein zuhause.
Ich gebe ihm jetzt seit gestern Cerebrum Comp. (1ml) und vertigoheel Tropfen. Ich hoffe, dass es dadurch besser wird. Morgen ist dann auch der letzte Tag mit Orniflox, das sollten wir ja nur 7 Tage geben, vllt wird es auch besser wenn er nicht mehr 3 mal täglich Medikamente bekommen muss.
Denkt ihr das Putzen ist ein gutes Zeichen, auch wenn er ständig umkippt? Oder auch, dass er sich selbst aufrichtet? Ich hab so Angst um ihn, obwohl ich weiß, dass gerade im Anfangsstadium die Situation so viel schlimmer aussehen kann. Es beschäftigt mich den ganzen Tag, weil ich nicht weiß wie selbstständig ich ihn lassen kann, ob ich jedes Mal rennen muss wenn er umkippt oder ob ich ihn das selbst regeln lassen kann, weil hoch kommt er ja, dauert bloß. Es ist ja vermutlich auch Stress, wenn ich dauernd um ihn herum scharwenzel.
Sorry, dass das jetzt eher zu einem Anne-Update als zu einem Apollo-Update ausgeartet ist.




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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.02.2024, 10:53

Anne, das hört sich alles gut an. Durch das EC wird der Gleichgewichtssinn gestört. Den muss er praktisch erst wieder erlernen. Das tut er jetzt. Greif da nicht zu schnell ein, sondern nur wenn er wirklich eine Weile nicht selbst hoch kommt.

Wenn ihr nicht Zuhause seid, könnt ihr vielleicht eine Überwachungskamera installieren. So könnt ihr zwischendurch immer wieder mal gucken, dass alles i.O. ist.



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Anne12 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.02.2024, 12:16

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Anne, das hört sich alles gut an. Durch das EC wird der Gleichgewichtssinn gestört. Den muss er praktisch erst wieder erlernen. Das tut er jetzt. Greif da nicht zu schnell ein, sondern nur wenn er wirklich eine Weile nicht selbst hoch kommt.

Wenn ihr nicht Zuhause seid, könnt ihr vielleicht eine Überwachungskamera installieren. So könnt ihr zwischendurch immer wieder mal gucken, dass alles i.O. ist.

Danke marinahexe, das beruhigt mich sehr! Ich mach mich immer selber verrückt, obwohl ich genau weiß wie langwierig EC sein kann!
Vorhin habe ich gesehen wie er von sich aus getrunken hat, das sehe ich auch als Fortschritt! Und da lasse ich ihn erstmal in Ruhe bis er wirklich nicht von selbst hoch kommt!



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Geschrieben am 20.02.2024, 14:59

Das geht mir auch jedesmal so, wenn eins meiner Tiere was hat. Auch heute noch. Ich glaube, das hört niemals auf.
Es sind immer die kleinen Schritte, woran man eine Verbesserung erkennt.




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Anne12 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.02.2024, 23:13

Update Tag 11
Heute ging es richtig bergauf! Apollo hat heute seine dritte Dosis Cerebrum bekommen und das letzte Mal Antibiotikum. Ich weiß nicht ob es an der Homöopathie liegt, oder einfach der normale Verlauf ist, aber heute ging es ihm richtig gut. Er hat selber getrunken und aus dem Napf gefressen (sonst ist sein Kopf immer am Napf vorbei und wir haben ihm alles vor die Pfoten gelegt). Erbsenflocken hat er wie ein verrückter verputzt und für seine Leckerlis kam er auch ans Gitter! Er ist immer noch sehr wackelig, ist auch diverse Male herum gerollt, aber konnte sich immer wieder schnell alleine aufrichten. Sein Kopf ist auch nicht mehr 90 Grad gekippt, sondern nur noch etwa 45 Grad. Ich hoffe, dass es jetzt weiterhin bergauf geht und nicht nochmal ein Rückschlag bekommt, langsam bekommt er nämlich Wut, dass Stallarrest hat. Er hat Mina heute ganz sehnsüchtig hinterher geschaut, aber im ganzen Haus herum toben ist in dem Zustand zu gefährlich, da gehe ich lieber auf Nummer sicher und warte ab, bis er wieder sicherer auf den Pfoten ist und sich nicht verletzt.
Danke, dass ihr mir alle bis hierhin Tipps gegeben und geholfen habt <3




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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.02.2024, 12:45

Vielleicht kannst Du den Auslauf etwas erweitern. z.B. aufs ganze Zimmer oder mit Gehegeelementen vor dem Stall? Je mehr er sich bewegt, desto sicherer wird er werden.



 
 
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