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Brauche Rat beim extremen FellwechselHallo zusammen, ich bräuchte mal euren Rat, da ich so langsam nicht mehr weiter weiß... Wir haben seit ca. 2 Monaten eine neue Kaninchendame (Zwergwidder, 2 Jahre, ca. 2,5kg) namen Holly bei uns, da unsere vorherige Dame leider verstorben ist. Nun ist sie aktuell im totalen Fellwechsel, schlimmer als jedes Kaninchen, welches wir vor ihr hatten. Bisher hatten wir das bei allen anderen Kaninchen immer mit Leinkuchen und Ölsaaten, sowie Bürsten gut unter Kontrolle, es gab in knapp 10 Jahren nie Probleme mit Haarballen. Bei ihr ist es leider anders, so dass wir in den letzten 4 Wochen schon dreimal Medis geben mussten, da sie das Fressen eingestellt hatte. Beim ersten Mal war ich mit ihr in der Terklinik und sie wurde geröntgt. Da kam dann eine Aufgasung heraus und wir sollten verschiedene Medikamente geben. Nach einigen Stunden besserte sich das dann auch wieder und sie fraß selbstständig. Die nächsten beiden Male haben wir dann nur die Medikamente gegeben und auch da ging es dann nach einigen Stunden wieder. An Medis gibt es Sab Simplex, Rodicare Akut, Novalgin und Laxatract, was auch in allen drei Fällen sehr gut half. Nun möchte ich aber natürlich gerne vermeiden, dass dies erneut auftritt, vor allem, weil es alle Male am Wochenende vorkam und die Tierklinik hier eher eine Lotterie ist, ob man einen fähigen Arzt bekommt. Leider ist Holly sehr scheu, so dass Bürsten nur mit sehr viel Stress auf beiden Seiten möglich ist, Leinkuchen und Ölsaaten frisst sie auch nur sporadisch. Gefüttert wird hier zur Zeit viel Grünkohl, dazu Dill, Petersilie, Minze, Koriander, Radicchio, Broccoli, Wurzelpetersilie, Möhre und Apfel. Aber was Holly am Meisten liebt ist Löwenzahn und Gras, was ich zwar aktuell noch auf einer großen Wiese hier bei uns bekomme, aber auch das ist bei den momentanen Witterungsbedingungen nur noch eine Frage der Zeit, zudem dauert das Pflücken immer länger. Die beiden letztgenannten Dinge gebe ich aktuell vorwiegend tagsüber, den Rest vorwiegend Abends, mit natürlich etwas Überschneidung. Nun habe ich das Gefühl, dass, immer wenn ich versuche den Löwenzahn tagsüber durch andere Sachen zu ersetzen sie stattdessen einfach weniger frisches frisst, bzw. mehr Heu oder Trockenkräuter zu sich nimmt und es dann zu den genannten Problemen kommt. Das ist mir vorwiegend beim letzten mal aufgefallen. Mache ich hier irgendeinen Fehler? Habt ihr noch eine Idee, was ich anders machen könnte? Ich danke im voraus für eure Antworten!
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| Hallo, beim lesen möchte ich es jetzt nicht auf den Fellwechsel schieben. Ich hatte schon Tiere, die sehr extrem gehaart haben, aber da gab es keine Probleme, bei einer guten Frischfütterung mit Unterstützung Leinkuchen etc Eine Dame musste ich immer mind. 2 - 3 x die Wochen bürsten, weil sie auch viel Unterwolle hatte Gerade bei neuen Tieren, die man erst kennen lernen muss, würde ich die vorherige Fütterung hinterfragen - gab es da früher schon Probleme? Natürlich nur, wenn man das alte Zuhause kennt Ich würde also auch die Fütterung erstmal im Auge behalten, kennt sie das Futter? Gemüse, wie Petersilienwurzeln, Möhre, Apfel komplett streichen und nur Blattgrün geben. Dies auch gerne zusätzlich befeuchtet, hilft beim Abtransport von Haaren. Trockenkräuter ebenso bitte streichen, ich habe mal damit angefangen und nur Probleme in Verbindung mit Frischfutter/Gemüse gehabt und Gemüse gab es hier nur als Leckerli. Heu natürlich immer anbieten Bei neuen Tieren muss man sich langsam rantasten, was sie vertragen. Ich habe unterschiedliche Erfahrungen bei Tieren gemacht, der eine konnte Romanasalat nicht vertragen, der andere Gemüse in Verbindung mit Trockenkräuter etc. Besser erstmal auf gesundes Futter zu setzen und sich langsam rantasten. So kann man auch ausschließen, was nicht vertragen wird Leinkuchen und Sonnenblumenkerne habe ich im Fellwechsel immer, in kleinen Mengen angeboten bzw. Leinkuchen gab es hier irgendwann täglich ein kleines Stück
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| Hallo und erstmal vielen Dank für deine Antwort! ![]() Bei uns gab es ja bisher auch nie diese Probleme, trotz Fütterung von Grünhopper-Trockenkräutern, Möhre, Apfel etc. Bürsten ist halt das Problem, dazu muss ich sie leider einfangen. Das mache ich zwar dann auch hin und wieder, unser Verhältnis wird dabei nur leider nicht besser und das nächste Mal wird ein noch größerer Akt. Freie Wohnungshaltung hat halt auch ihre Nachteile... Zu den Vorbesitzern habe ich aktuell einen guten Kontakt und habe dort schon alles mögliche erfragt. Dort gab es dieses Problem in knapp 1 1/2 Jahren nur 2 mal, da war sie ebenfalls im Fellwechsel. Wenn sie wieder frisst kommen anschließend dann auch dicke Köttelketten heraus, daher gehe ich von zuviel Haaren im Magen aus. Was sie bisher nicht kannte waren Wurzelpetersilie und Grünkohl, da die Vorbesitzer sehr vorsichtig waren und daher Kohlfütterung (außer Kohlrabiblätter) gemieden haben. Somit habe ich aktuell auch das Problem genügend blättriges anbieten zu können, da ich aufgrund der andauernden Probleme keinen weiteren Kohl anfüttern konnte. Und Salat wird hier komplett verschmäht. Daher würde ich das mit dem Rantasten beim Futter gerne mal austesten, es ist nur aktuell leider sehr schwierig... Leinkuchen und Ölsaaten gibt es hier aktuell 2x am Tag zusammen mit einigen Cunis, da diese ja auch beim Fellwechsel helfen sollen. Sollte ich diese Dinge vielleicht sogar ad libitum anbieten? Werde wohl im neuen Jahr nochmal mit ihr zu unserer Tierärztin gehen und sie untersuchen lassen. Vielleicht sieht sie ja noch irgendwas bisher verborgenes... Ansonsten bin ich für weitere Anregungen natürlich offen ![]() Geändert von Chris82 (16.12.2023 um 22:03 Uhr).
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| Hallo Betsy69, auch dir vielen lieben Dank für deine Antwort ![]() Eine Kotprobe wurde von der damaligen Besitzerin noch untersuchen lassen kurz bevor sie zu uns kam, also vor ca. 2 Monaten. Diese war unauffällig. Kastriert ist sie auch schon. An Salaten hatte ich z.B. die von dir angesprochene Endivie angeboten, das wurde Anfangs etwas angenagt und dann komplett links liegen gelassen. Raddicchio wird leider auch nur sehr spärlich angenommen. Aktuelle Dauerbrenner sind Grünkohl und der Rest Wiese (Löwenzahn und Gras), den ich noch auftreiben kann. Das Gewöhnen an weitere Kohlsorten habe ich noch vor, wurde bisher nur immer wieder durch die erwähnten Probleme erschwert. Ich möchte ja, dass es ihr gut geht, wenn ich mit etwas neuem beginne. Das Trockenfutter lasse ich seit gestern weg, dafür wird jetzt aber viel Heu gefressen. Ich hoffe, dass ich es damit plus Leinkuchen, Ölsaaten und Cunis in den Griff bekomme.
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| Hallo nochmal, leider wird es hier nicht besser... Seit meiner letzten Antwort ist das Problem noch einige Male aufgetreten, allerdings hatten wir jetzt seit einigen Wochen diesbezüglich Ruhe. Seit heute ist aber wieder die Fressunlust da. Man merkt es sofort, wenn morgens nicht wie gewohnt das Leckerchen genommen wird, zudem zieht sie sich dann extrem zurück. Also mal wieder Schmerzmittel, Sab Simplex und Rodicare Hairball verabreicht und normalweise ist dann innerhalb kurzer Zeit wieder alles gut. So auch dieses mal, sie fras wieder, war nur etwas verschüchtert aufgrund des Einfangens am Morgen. Allerdings fing es dann nach 5-6 Stunden wieder an schlimmer zu werden, wahrscheinlich lies da das Schmerzmittel nach. Also wieder eine Runde verabreicht. Das war die letzten Male nicht so, da reichte eine Dosis aus. Meine Tierärztin konnte sich bisher auch keinen Reim darauf machen, sie vermutet eine ungünstige Magen-Darm-Konstellation in Verbindung mit ihrem Übergewicht und dem Fellwechsel (in dem sie jetzt anscheinend schon wieder ist...). Wenn also mehrere ungünstige Faktoren zusammen kommen tritt ihre Problematik auf. Es klingt zwar logisch für mich (zumal es ja auch ihrerseits nur eine Vermutung ist), aber wir kommen hier aus diesem Grund nicht mehr zur Ruhe. Mittlerweile sind wir kurz davor die Dame wieder abzugeben, auch wenn das wahrscheinlich für Manche zu hart klingen mag. Aber ich bin psychisch eh schon angeschlagen, da ist diese ständige Problematik nicht hilfreich, zumal es die gesamte Familie belastet. Wir haben seit über 10 Jahren Kaninchen, aber so schlimm und andauernd war es noch nie. Vor allem, wenn man den Grund nicht kennt. Kotuntersuchung war negativ, das Röntgen hatte in einer akuten Phase im Dezember nur gezeigt, dass sie leicht aufgegast war. Kurz behandelt, dann war wieder alles gut. Futter kann auch ausgeschlossen werden, da haben wir mittlerweile alles durchprobiert. Hat vielleicht noch irgendjemand einen Tipp für uns? Was man noch versuchen könnte? Welche Untersuchungen wir noch anstreben könnten?
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| Wenn morgens das Leckerchen nicht genommen wird, werde ich auch aufmerksam, aber mitunter heißt es auch nichts, jeder hat mal einen schlechten Start Die Frage ist, wie sieht euer Tagesablauf aus? Morgens aufstehen, Tiere füttern und zur Arbeit gehen? Früh morgens haben meine Tiere i. d. R. gut gefressen, gab ja frisches Grün. Früh morgens heißt am WE ca 7 Uhr in der Woche 5.00 Uhr, 5 -6 Stunden später war dann ihre Ruhezeit und da wurde nicht mehr gefressen, nur gedöst und mal das Klo aufgesucht. Heißt meine Tiere haben zwischen ca 10/11 Uhr bis zum späten Nachmittag/frühen Abend kaum was zu sich genommen Wenn ein Tier morgens nicht gut gefressen hat, dann habe ich das Grün zur Verfügung gestellt, war es gegen Abend, späten Nachmittag immer noch auffällig, habe ich Sab gegeben und zu Bewegung animiert und versucht, mit leckeren Kräuter zum fressen zu animieren Mitunter kann auch zuviel einfach zuviel sein, ich habe nicht immer die volle Medigabe gegeben, sondern nur Sab und Bewegung Dafür muss man sein Tier auch kennen und sich trauen und zur Not noch einen TA zu später Stunde finden
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