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Kaninchen "hyperventiliert"/zittert immer mal wieder auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 18.01.2019
Beiträge: 28
ElfeTinkerbell befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.10.2021, 14:21

Kaninchen "hyperventiliert"/zittert immer mal wieder


Hallo zusammen,

bevor ich mit meinem aktuellen Problem anfange wollte erst nochmal eine Zusammenfassung geben.
Meine zwei Kaninchen Flapsi (m) und Finchen (w) werden im Frühjahr 10 Jahre alt, sind also schon nicht mehr die Jüngsten. Ich habe sie vor 5 Jahren aus dem Tierheim geholt, kenne also ihre Vorgeschichte nicht. Flapsi ist schon immer eigentlich mein Sorgenkind gewesen. Er hat häufiger Verdauungsprobleme, womit wir auch schon oft beim Notdienst waren. Inzwischen kriegen wir das aber ganz gut allein hin (Schmerzmittel, Sab Simplex, Rodicare Acut...). Außerdem hat er Probleme mit Calcium, er hatte schon zwei Mal einen großen Blasenstein, das letzte Mal vor einem Jahr. Im Frühsommer hatte er wohl wieder Blasenschlamm und seit dem spritze ich im 2x die Woche Ringerlösung unter die Hut. Das scheint ihm sehr gut zu bekommen, ich habe das Gefühl er ist seit dem nochmal wieder viel mobiler geworden.
Mit Finchen hatte ich mit wenigen Ausnahme eigentlich nie Probleme, bis Anfang des Jahres. Im Februar während dem Wintereinbruch hatte sie plötzlich aufgehört zu fressen, und dann waren natürliche alle Tierärtze zu weil zu viel Schnee lag. Ich hab sie irgendwie über die Runde bekommen bis ich hin konnte. Dann hat sie Antibiotikum bekommen, und es ging ihr dann recht schnell wieder gut. Eine genau Diagnose gab es nicht, es wurden nur die Köttel und Zähne überprüft, das war beides in Ordnung gewesen. Im August hatte sie dann Zahnprobleme und die Kötteluntersuchung hatte Hefen (und evtl. Würmer, war nicht eindeutig) ergeben, ich vermute weil sie auf Grund der Zahnschmerzen schlecht gefressen hatte (kaum Salat, hauptsächlich energiereiches Futter wie Möhre und Birne). Nach Behandlung wurde es auch wieder besser und sie war ein paar Wochen ganz normal. Im September hatte sie dann mal ne Aufgasung, und seit dem ist ständig irgendwas.
Damit komme ich jetzt zum aktuellen Problem. Sie hat mehrfach total plötzlich angefangen zu "zittern" wobei ich nicht genau sagen kann, ob ihr Herz rast, sie sehr schnell atmet oder beides. Das Verhalten ähnelt dem wenn sie sehr gestresst ist (z.B. nach dem Tierarzt) oder Schmerzen hat (bei ner Aufgasung). Da ich auf Schmerzen getippt hatte, habe ich ihr denn Schmerzmittel, Sab Simplex und Rodicare gegeben und meinst normalisiert sie sich dann nach 1-2 Stunden wieder. Einen halben Tag später ist dann als wäre nie etwas gewesen. Das hält dann ne Woche an, dann tritt es wieder auf. Als ich am Donnerstag mit ihr zur Zahnkontrolle war habe ich das dem Tierarzt erzählt und nach Rat gefragt. Er hat sie abgehört, konnte aber keine Herz- oder Lungengeräusche feststellen. Er war der Meinung ich solle es weiter beobachten, schien aber nicht sonderlich besorgt. Die Zähne waren in Ordnung gewesen.

Was mich so ratlos macht, ist dass es eben immer wieder komplett weg geht, auch ohne weitere Medikation. Hätte sie so starke Schmerzen (durch was auch immer) müssten die doch wieder kommen, wenn die Wirkung des Schmerzmittels nachlässt. Das ist aber nicht der Fall. Sie verhält sich dann auch wieder komplett normal, bis zum nächsten Zitteranfall.
Das erste Mal trat es auf als ich gerade das Fenster aufgemacht hatte um zu Lüften. Da ist sie aufgestanden (machen sie immer, Frischluft belebt sicher), ist dann aber nach 1-2 Minuten in einen Tunnel gekrochen, hat sich da hingelegt und spontan angefangen zu zittern. Da dachte ich erst sie hätte vielleicht irgendwas gehört oder gerochen, was sie erschreckt hat. Da es aber nicht besser wurde, hatte ich ihr dann Medikamente gegeben. Das war Samstag Nachmittag vor ein paar Wochen, Montag dann zum TA. Da hatte sie ein paar winzige Zahnspitzen, aber es ist unklar ob die der Auslöser waren. Genau eine Woche später trat das dann wieder auf. Da lag sie neben der Couch und ich hab sie von oben gestreichelt. Also auch hier ist es nicht ausgeschlossen, dass sie sich erschreckt hat. Dann gleiches Verhalten: aufgestanden, unter den Tisch gehoppelt, hingelegt, gezittert. Das war letzten Montag. So 1 Stunde später kam sie dann raus, hat sich umgeschaut, ist in jede Ecke gehoppelt und geschaut, so als wäre die Gefahr vorüber, aber sie müsse prüfen dass auch wirklich die Luft rein ist. Am Donnerstag waren die oben genannte Untersuchung, die Zähne waren ok. Heute früh morgens habe ich sie dann zusammengekauert unter den Hocker gefunden. Da hat sie zwar nicht so gezittert oder hyperventiliert, aber unter diesen sehr niedrigen Couchhocker gehen sie nur, um sich zu verstecken. Sie wollte dann auch keine Leckerlie. Ich hab dann noch nen Moment abgewartet, und ihr dann wieder die Medizin gegeben. Dann hat es wieder so 1-2 Stunden gedauert, bis sie vor kam. Inzwischen hat sie einiges gefressen, sogar was vom Futterteller und Heu aus eigenem Antrieb. Jetzt liegt sie neben Flapsi und schläft ganz ruhig.

Ich habe wirklich keine Vorstellung was die Ursache für dieses Verhalten sein könnte. Habt ihr eine Idee? Kann es denn wirklich sein, dass sie sich immer so massiv erschreckt vor irgendwas? Flaspi ist jedes Mal tiefenentspannt wenn das passiert. Also er geht dann schon nach ihr sehen und versucht sie zu beruhigen in dem er sie putzt (meistens geht sie dann weg) aber er ist gar nicht unruhig oder nervös, frisst normal ect.

Ich habe auch schon recherchiert, das man Lunge und Herz röntgen soll, und den Kiefer wegen der Zähne (sie hatte nur abgetastet hab irgendwas dick oder schmerzempfindlich ist). Aber wie ich ja schon geschrieben habe, sowas müsste ja eigentlich dauerhaft Schmerzen bereiten und nicht nur 1x die Woche.

Ich bin auch schon beim besten Tierarzt in der Gegend, ist auch auf der Empfehlungsliste von der Kaninchenwiese, ich geh dort auch immer schon hin (seit über 20 Jahren) und wüsste nicht was meine Alternative sein sollte. Ich kenne durch den Notdienst inzwischen die meisten Tierärzte in der Stadt und die meisten sind zwar nett, aber das sind nur so kleine Praxen die kaum eigene Diagnostik haben. Mein TA gehört zu AniCura und ist fast schon eine Klinik... Die eine Tierärztin dort, die die meiste Kaninchen-Ahnung hat, ist zur Zeit leider in Elternzeit, aber der Chef kennt sich eigentlich auch aus. Er war derjenige, der am Do untersucht hat.
Ich frage schon immer mal ob man nicht dies oder das noch untersuchen könnte, aber meist kommt dann nicht viel Reaktion und ich finde es auch seltsam einem TA zu sagen, wie er seinen Job machen soll. Im Zweifelsfall hat der ja viel viel mehr Erfahrung wie ich...

Dennoch wäre ich über Ideen dankbar. Das ist ja kein Zustand, ich bin inzwischen auch fix und fertig mit den Nerven... Ich will sie aber auch nicht übermäßig mit TA Besuchen stressen. Das regt sie immer sehr stark auf, ich dann immer nen halben bis ganzen Tag beschäftigt, bis sie sich wieder normalisiert hat.



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Ninchen
 
Registriert seit: 18.01.2019
Beiträge: 28
ElfeTinkerbell befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.11.2021, 10:33

Diesmal scheint es anders zu sein. Nachdem sie sich gestern im Laufe des Tages relativ normalisiert hatte, wurde es abends wieder schlechter. Sie hat wieder angefangen zu zittern/hyperventilieren, völlig ohne äußeren Anlass. Ich habe ihr dann direkt nochmal Schwerzmittel, Sab Simplex und Rodicare gegeben, was aber zu keiner Besserung geführt hat. Dann habe ich beim Notdienst angerufen und lange mir der netten Tierärztin telefoniert. Sie meinte das wäre im Endeffekt eine Alterserscheinung, und dass sich Finchen's Leben wohl dem Ende entgegen neigt. Sie sagte ich soll ich nochmal Sab geben und schauen wie es ihr geht, und wenn ich sie erlösen will, soll ich nochmal anrufen und dann vorbei kommen.
Ich hatte mich dann nach langem Ringen entschlossen das nicht zu tun. Ich wollte diese Entscheidung nicht ohne Diagnose treffen (und die Not-TA hätte auch nicht mehr wirklich was gemacht in der Richtung) und ich wollte Finchen nicht den Terror des TA Besuchs zumuten. Für sie ist das immer ganz besonders stressig, auch da hat sie in der Vergangenheit hinterher immer gut 1-2 Stunden gezittert bis sie sich wieder beruhigt hatte. Also habe ich mich entschlossen sie in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen und es dem Schicksal zu überlassen.
Sie kam dann auch nochmal aus ihrem Versteck hervor und hat 2 Runden gedreht, wirkte dabei aber panisch und desorientiert, sodass ich kurz nochmal alles in Frage gestellt habe. Dann hat sie sich aber hingelegt und Flapsi kam zu ihr und hat sie geputzt und sie war ganz friedlich. Da habe ich gedacht, das ist die bessere Art für sie zu gehen... und hatte dann die schlimmste Nacht meines Lebens in der Überzeugung, dass ich sie früh tot auffinden würde.
Tatsächlich ging es ihr dann aber morgens etwas besser. Sie hat nicht mehr gezittert, war wieder etwas aktiver und auch nicht mehr panisch oder desorientiert. Sie hat mir auch etwas Futter abgenommen, will aber absolut nicht angefasst werden.

Nun bin ich aber wieder völlig ratlos wie es weiter gehen soll. Doch heute zum TA (in Thüringen ist heute kein Feiertag)? Bei meinem TA ist der Chef diese Woche im Urlaub, und die andere TA die da jetzt immer da war ist neu und unerfahren, zu der hab ich kein Zutrauen. Meine Alternative ist eigentlich nur die Tierklinik, da kenne ich aber die einzelnen Ärzte nicht. Und genau wie gestern Abend steht die da die "Kosten"-Nutzen Abwägung im Raum, also der Stress für sie dahin zu fahren wenn aus meiner Sicht völlig unklar ist, ob es für sie einen Gewinn bringt.

Ich bin mit meinen Nerven und meinem Latein am Ende.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.11.2021, 12:04

Woher kommst Du genau? Ich schau mal nach einem erfahrenen TA.



Ich würde auf jeden Fall ein Übersichts-Röntgen machen lassen und evtl. Blutuntersuchung. Übersichtsröntgen kann man sich ein Bild von ihrem körperlichen Zustand machen, ob und wie schlimm Arthrose, Tumor finden oder ausschließen usw.




Ninchen
 
Registriert seit: 18.01.2019
Beiträge: 28
ElfeTinkerbell befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.11.2021, 12:55

Aus Jena, Thüringen.

Danke dir.



 
 
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