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Blasenstein & Verdauungsprobleme auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By ElfeTinkerbell

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Ninchen
 
Registriert seit: 18.01.2019
Beiträge: 28
ElfeTinkerbell befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2019, 14:38

Blasenstein & Verdauungsprobleme


Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier weil mein Flapsi krank ist und ich nicht mehr so richtig weiter weiß und hoffe, dass hier der ein oder andere noch eine Idee hat.

Also mal von Vorne: Ich habe vor 2 Jahren zwei Zwerge aus dem Tierheim adoptiert. Sie waren damals bereits 5, sind also jetzt 7 Jahre alt. Vorher hatte ich immer nur Katzen, bin also auch Kaninchen-Neuling und habe wenig Erfahrung.

Vor 2,5 Wochen habe ich bemerkt, dass Flapsi Probleme beim Urinieren hat (wenig Urin, Schmerzen, ab und zu etwas blutig). Darauf hin bin ich direkt am nächsten Tag mit ihm zum Tierarzt, der hat meine Vermutung auf Blasenentzündung bestätigt und Antibiotika verordnet. Sie hat aber auch gemeint es könnte Gries/ein Stein sein und ich sollte am nächsten Tag wieder kommen wenn er nicht wieder normal uriniert.
Es schien dann aber alles OK sein, ich habe das Antibiotika zu Ende gegeben, und so gingen 2 Wochen ohne Probleme ins Land. Letzten Dienstag fing es aber dann wieder an, also Mittwoch direkt wieder zum TA. Diesmal wurde geröntgt und eine relativ großer Blasenstein festgestellt. Der muss operativ entnommen werden, Termin dafür hatte ich für kommenden Montag (also übermorgen) bekommen. Wir sind dann wieder heim und es war erstmal alles in Ordnung, aber Donnerstag Abend/Nacht hat er dann nichts mehr gefressen und war ziemlich apatisch. Bin also Freitag früh direkt wieder zum TA. Der hat dann festgestellt, dass, vermutlich schmerzbedingt, er zusätzlich Probleme mit der Verdauung bekommen hat und der Kreislauf runter gegangen ist. Er hat dann eine Infusion bekommen, Schmerzmittel (Novalgin), was zum Darm anregen (sowas Lefax-mäßiges) und RodiCare Akut. Das habe ich auch alles zur fortführenden Selbstmedikation mitbekommen. Als wir nach Hause kamen ging es ihm auch deutlich besser, er hat direkt was gefuttert und auch was getrunken. Am Abend hat er dann aber zusehends wieder abgebaut, und auch das Verabreichen der Medikamente hat nichts bewirkt. Bin dann also Abends (gestern) mit ihm nochmal zum Notarzt. Der hat dann festgestellt, dass die Lebenszeichen eigentlich soweit OK sind, aber er auf Bauchabtasten schon sehr empfindlich reagiert. Er hat ihm dann nochmal ne Infusion gegeben, und Schmerzmittel und mit Päppelfutter mitgegeben, falls er alleine nix frisst, und gesagt dass ich die Dosis Schmerzmittel/Darmmittel ruhig von 12 auf 8 Stunden erhöhen kann. Hab dann also nachts noch Medikamente gegeben und 1x mit Päppelfutter probiert, was er aber größtenteils wieder ausgespuckt hat. Beim zweiten Mal hat er dann aber etwas Dill und Möhrengrün gefressen, sodass ich das Päppelfutter weggelassen habe. Heute morgen dann zur Kontrolle nochmal zum TA in die Sprechstunde. Darmbewegung ist immer noch minimal, Kreislauf aber besser. Er hat dann nochmal ne Infusion bekommen und etwas Rodicare, den Rest soll ich jetzt übers Wochenende weiter machen.

Nachdem wir jetzt wieder zu Hause waren hat er ein ganz kleines bisschen was gefressen, aber es ist halt nach wie vor extrem platt, fressunlustig und will einfach nur eine Ruhe haben. Kot hat er aber auch noch nicht wieder abgesetzt.
Ich weiß nicht, wie ich ihn dazu bekommen, wieder etwas aktiver zu werden und v.a. mehr zu fressen. Denn solange er nicht stabil ist, kann er nicht in die OP, und solange er die OP nicht hatte, gehen die Schmerzen nicht weg, und solange er Schmerzen hat, fühlt er sich nicht gut... ist es total blöder Teufelskreis.
Jetzt liegt er gerade mit ausgestreckten Beinen da und zittert ab un zu so ein bisschen.

Hat noch irgend jemand ne Idee, was man versuchen könnte um ihn auf die Beine zu bekommen? Ich bin mit meinem Latein ziemlich am Ende, genauso wie mit den Nerven. Und Flapsi durch den ganzen Stress bestimmt auch.

Update: Als ich das Gehege umgeräumt hab um die beiden zu trennen (damit ich sehen kann ob er wieder anfängt Kot abzusetzen) kam er neugierig um zu gucken was ich da mache, und hat sich anschließend auch 3 kleine Stängelchen Möhrenkraut füttern lassen. Immerhin etwas.




Geändert von ElfeTinkerbell (19.01.2019 um 16:31 Uhr).
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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2019, 17:19

Herzlich willkommen bei uns im Forum!


Ich würde auf jeden Fall das Schmerzmittel und Sab/Dimeticon weiterhin geben. Biete ihm alles an Futter an, was er mag, auch wenn das nicht so gesund ist. Wichtig ist es jetzt, dass er überhaupt frisst. Frische Küchenkräuter sind meist gut geeignet, vor allem Dill. Du kannst ihm auch ein paar Haferflocken geben.


Vielleicht kannst Du, wenn er gar nicht frisst, auch die Kräuter und das Möhrengrün pürieren und ihm mit der Spritze ins Mäulchen geben. Den Brei vom TA mögen meine auch nicht. Alternativ kannst Du auch Babygläschen (ab 4. Monat) nehmen.



Normalerweise sagt man, Blasenkaninchen sollen viel trinken. Ob das in eurem Fall so gut ist, weiß ich nicht. Die Flüssigkeit könnte den Stein in den Harnleiter spülen, so dass dieser dann verstopft und er gar nicht mehr pinkeln kann.



Um den Kreislauf anzuregen hilft Bewegung und evtl. 1ml Kaffee.


Alles Gute!




PS: Schau auch mal hier rein: https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/organerkrankungen/blase-niere/blasengries-und-blasensteine-beim-kaninchen/




Ninchen
 
Registriert seit: 18.01.2019
Beiträge: 28
ElfeTinkerbell befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.01.2019, 19:42

Vielen Dank marinahexe! Brei selber machen ist eine gute Idee, und das mit dem Koffein auch. Würde wahrscheinlich eher (grünen) Tee nehmen, aber kommt ja auf was ähnliches raus.

Im Moment macht er aber einen ganz guten Eindruck.Hat vorhin noch ein ganzes Kohlrabiblatt gefressen und gerade ganz von alleine Möhrengrün angeknabbert. Hoppelt auch rum und ich hatte vorhin ein paar wenige frische Köttel gefunden. Habe seine Freundin gerade mal wieder kurz dazu gelassen. Die war so unglücklich in ihrem Extra-Gehege - nicht dass ich dann noch nen kranken Hasen habe! Wenn ich dabei bin passe ich halt auf, wer was macht mache die Köttel vom Finchen immer gleich weg, sodass ich es auseinander halten kann.
Ich hoffe er sackt nicht wieder ab und wir sind tatsächlich auf dem Weg der Besserung, was den Bauch angeht!!!




Ninchen
 
Registriert seit: 18.01.2019
Beiträge: 28
ElfeTinkerbell befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.01.2019, 21:38

Kurzes Update: Flapsi hatte heute nachmittag die OP. Seit 18 Uhr sind wir wieder zu Hause und ich schaue, dass er sich gut von der Narkose erholt. Er hat schon viel getrunken und auch etwas Grünzeug gefressen. Hoffentlich ist das schlimmste nun überstanden und es geht bergauf mit dem kleinen Kerlchen.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.01.2019, 23:30

Ich drück die Daumen, dass es jetzt wieder aufwärts geht. Wenn Du hast, kannst Du ihm zeitweise eine Rotlichtlampe anbieten.




Ninchen
 
Registriert seit: 18.01.2019
Beiträge: 28
ElfeTinkerbell befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2019, 13:12

Danke. Er hat heute Nacht mit relativ viel Elan alles gefressen, was ich ihm so hingehalten habe (Dill, Petersilie, Möhrengrün). Das selbstständig fressen kommt dann hoffentlich auch bald
Eine Rotlichtlampe habe ich leider nicht, aber er lag den Großteil des Abends mit dem Po an der Heizung (sie wohnen in meinem Wohnzimmer), sodass er es schön warm hatte. Und Finchen hat sich dann auch ganz lieb um ihn gekümmert, hat ihn ganz viel geputzt und sie haben gekuschelt, sodass ich mich auch entschlossen habe sie nicht wieder zu trennen.
Und gerade eben kam die UV-B Lampe kommen, die ich bestellt habe. Das bringt zwar nichts in Sachen Wärme, aber das Licht sollte ihm auch gut tun.



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