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Problem mit kastriertem Sherlock auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By hasis2011

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Ninchen
 
Registriert seit: 03.03.2015
Beiträge: 1
rocky3992 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.03.2015, 17:32

Problem mit kastriertem Sherlock


Hallo ihr Lieben!

Ich bin neu hier, vor allem, weil ich dringend euren Rat benötige.
Seit nun fast zwei Jahren habe ich drei Kaninchen (Zwergwidder). Zuerst hatten wir zwei Männchen (Sherlock und Watson) und ein Weibchen (Emma) (die beiden Männchen waren Geschwister, das Weibchen eine Halbschwester der beiden Männchen) - die beiden Männchen wurden früh kastriert, wobei leider Watson verstarb Daraufhin haben wir ein anderes kastriertes Männchen (Poirot) dazubekommen - ebenfalls aus der selben Familie, das Männchen ist zumindest mit den anderen beiden aufgewachsen.
Zuerst hat auch alles gut funktioniert. Es gab zwar schon immer wieder kleine Raufereien, aber nichts Schlimmeres. Sherlock war ziemlich dominant gegenüber Poirot, aber Emma eigentlich - so weit ich das feststellen konnte - immer die Chefin. Letzten Winter gab es dann zum ersten Mal bei einer Jagd eine Verletzung - Poirot wurde das Ohr eingerissen. Wir haben den Tierarzt angerufen, welcher meinte, dass wir die Kaninchen beobachten sollen, und wenn sie noch arg raufen, dann sollen wir sie auseinandersetzen. Danach waren aber alle drei wieder friedlich wie Lämmchen.
Letzten Februar war vor allem auffällig, dass Emma enorm oft rammelte - aber immer nur Sherlock, Poirot wurde dabei immer komplett ignoriert. Scheinschwangerschaften (zumindest solche, wo sie sich das Fell ausrupft und ein Nest baut) hatte Emma damals aber sehr wenige. Sherlock ließ sich das Rammeln eigentlich immer gefallen, nur manchmal zwickte er halt etwas zurück, wenn Emma zu lästig wurde
Dann im Sommer der Schock: Nachdem alle Hoppels brav und friedlich waren, fanden wir eines morgens extrem viel Fell in ihrem Stall und wir mussten entdecken, dass Poirots Hinterkopf aufgerissen war. Natürlich haben wir ihn sofort zum Tierarzt gebracht, der ihn mit fünf Stichen nähen musste. Wir wussten, dass Sherlock der "Täter" war, da auch Sherlock kleine Wunden aufwies (allerdings nichts Schlimmeres, nur kleine Schürfer beim Ohr). Daraufhin haben wir uns nicht mehr getraut, Poirot und Sherlock zusammenzusetzen. Wir haben Poirot eine weitere Kaninchendame dazuadoptiert (das war dieses Jahr im September, sie ist nun fast ein Jahr alt und heißt Ruby). Die beiden verstehen sich wunderbar, auch Sherlock und Emma verstehen sich gut und raufen nicht.
Zuerst dachten wir, dass es ja einfach sein kann, dass Sherlock und Poirot sich einfach nicht mögen - wie es ja auch bei Menschen von Zeit zu Zeit vorkommen kann.
Ruby ist ganz anders als Emma - sie rammelt wenig bis gar nicht (ach ja, falls ich es noch nicht erwähnt habe: Beide Weibchen sind NICHT kastriert), baut häufig Nest, aber ist auch so viel ausgeglichener als Emma. (Ich weiß nicht, vielleicht kommt das Rammeln noch, aber sie ist jetzt immerhin auch schon fast ein Jahr alt.) Auf jeden Fall dachte ich zuerst, dass die ganze Streiterei zwischen Sherlock und Poirot damit zusammenhängt, dass Emma so ein dominantes Weibchen ist.
Aber in letzter Zeit habe ich immer mehr das Gefühl, dass Sherlock das "Problem" ist. Er bespringt nämlich seit Kurzem immer wieder Emma. Aber nicht das reine Dominanzverhalten, sondern Paarungsrammeln - er umwirbt sie, sie legt sich flach auf den Boden und dann bespringt er sie. Zwar nur kurz und er wirkt so, als würde er auch nicht genau wissen, was er da eigentlich macht oder zu machen hat, aber er rammelt.
Nun zu meinen Fragen an euch: Kann es sein, dass Sherlock nicht richtig kastriert wurde? Ist eher unwahrscheinlich oder? Würden sich die Probleme zwischen Poirot und Sherlock lösen, wenn ich die beiden Weibchen kastrieren lasse? Es wäre für mich eindeutig von Vorteil, einen großen Hasenstall zu haben und alle zusammenlassen zu können. Außerdem glaube ich, dass sie in einer Gruppe auch mehr Freude hätten Ich habe allerdings Angst vor einer Weibchenkastration - Angst davor, dass wieder ein Tier sterben könnte dabei. Ist so eine Weibchenkastration recht riskant? Würde Emma dann auch friedlicher werden (sie kann nämlich schon sehr bockig sein).

So sind meine Kaninchen allesamt total lieb und menschenfreundlich. Poirot und Sherlock putzen beide immer meine Hände, sie sind überhaupt nicht scheu und sogar Emma kraxelt immer wieder auf meinen Schoß und lässt sich streicheln. Wenn ich den Stall putze, sitzen sie nie ängstlich in einer Ecke, vielmehr sitzen sie auf der Schaufel und sind neugierig was ich da mache Also alle vier Hasen sind wirklich herzallerliebste Tiere - umso mehr haben mich ihre Raufereien erstaunt.

Naja, entschuldigung für den langen Beitrag, wollte nur meine "Lage" ausführlich schildern.
Freue mich schon auf eure Antworten!

Liebe Grüße an alle Kaninchenliebhaber,
rocky3992.



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Benutzerbild von hasis2011
Kaninchen
 
Registriert seit: 14.02.2011
Beiträge: 30.760
hasis2011 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.03.2015, 18:40

Hallo und herzlich Willkommen!

Wie leben deine Kaninchen? Wie viel Platz haben sie Tag und Nacht zur Verfügung, leben sie drinnen oder draußen?

Allgemein gesagt, deine Kaninchen verhalten sich ganz normal, die Häsinnen ebenso wie die Kastraten. Kaninchen sind nicht die friedlichen Kuscheltiere, für die sie oft gehalten werden, grob gesagt sind sie kleine Biester.
Streiten, rammeln usw. gehört bei Kaninchen einfach dazu. Eine erfahrene Halterin sagte mal: Kaninchen sind nur glücklich, wenn sie sich streiten können.
Ohne medizinischen Grund sollte man Häsinnen nicht kastrieren lassen, das ist ein großer Eingriff.

Wenn du die 4 zusammen setzen willst, ist wichtig, das sie viel Platz haben, also mind. 10-15m², besser mehr. Kaninchen brauchen sehr viel Platz, das ist Grundvoraussetzung das eine Gruppe funktioniert.



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Stichworte
kastration, problem, rammler, rauferei, weibchenkastration



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