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| Huhu, wenn ihr einen großen Rasen habt, lasst doch die Kaninchen tagsüber dort laufen und sperrt sie nachts in ein festes, sicheres Gehege. 6m² klingt gut. Volierendraht am Boden birgt ein Verletzungsrisiko, wenn er nicht richtig eingewachsen ist (was nach dem Versetzen erstmal nicht der Fall wäre). Das würde ich nicht machen. Daher lieber zusätzlich Auslauf anbieten, damit sie natürlichen Boden unter den Füßen haben. Gerne im ganzen Garten, falls dieser sicher umzäunt ist. Kleinere Ausläufe für tagsüber kann man z.B. mit Obstnetzen nach oben abdecken und regelmäßig auf Buddellöcher am Rand kontrollieren. Je größer die Fläche, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass am Rand gegraben wird. Gut gestaltet mit vielen Unterschlüpfen ist auf viel Platz ein Tagesfreilauf auch ohne Absicherung nach oben möglich. Im Übrigen weiß ich nicht, ob ein festes Dach bei einem Flachgehege eine so gute Idee ist, weil sich darunter im Sommer evtl. die Hitze staut. Wenn das Gehege nicht wirklich rund um die Uhr ganz im Schatten steht, würde ich lieber eine abbaubare Überdachung wählen, die bei Hitze entfernt werden kann, oder nur teilweise überdachen.
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| Hallo Keks, erstmal danke für Deine Anregungen. Die Befürchtung mit dem Verletzungsrisiko mit Volierendraht am Boden hatte ich auch schon, deshalb meine Frage. Ich habe das mal mit einem üblichen Maschendrahtzaun (dem grünen, diagonalen) gesehen. Der ist ja gut "isoliert" und bürgt daher vermutlich auch kaum Verletzungsrisiko. Allerdings weiß ich nicht, ob der dann noch wirklich Marder sicher ist, weil doch ziemlich grobmaschig. Ich suche aber tatsächlich eine Lösung nicht nur für den Tagesauslauf, sondern dauerhaft. Einen kleinen Stall würde ich dann in das Gehege setzen, so dass sich die Ninis bei Bedarf zurückziehen können. Ich möchte gerne, dass die beiden auch freien Auslauf haben, wenn wir nicht zu Hause sind. Ohne Dach und Boden ist mir das aber zu gefährlich. Meinst Du wirklich, ein festes Dach ist problematisch? Ist doch rundherum sonst offen - sehe da eigentlich keine große Gefahr von Hitzestau. Hätte da eher noch die Sorge, dass in der vielleicht noch kalten Übergangszeit zu wenig Sonne hinkommt. Falls noch jemand eine gute Idee für den Boden hat... bin für alle Tipps dankbar!
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| Deine Gedanken sind richtig, normaler Maschendrahtzaun ist zu grobmaschig um Marder fernzuhalten. Verletzungsgefahr birgt auch er, denn die Nins können mit den Pfoten darin hängen bleiben oder sich Druckstellen an den Pfoten zuziehen. Keks3006 hat übrigens völlig Recht mit dem Einwand dass es einen Hitzestau unter einem festen Dach geben könnte. Den gibt es definitiv, bei einer solch niedrigen Höhe. Ihr müsst also, wenn ihr ein festes Dach größeren Ausmaßes aufsetzt, dieses unbedingt entweder vollflächig isolieren oder das Dach noch einmal aus einem gewissen Abstand beschatten. Ich habe eine andere Lösung gewählt, und habe ein Dach aus Plane gemacht das ich einrollen konnte, und das ich im Sommer durch Schilfmatten oder durch kleine Baumwollteppiche als Schattenspender ersetzt habe. Ein mardersicheres, nicht verletzungsgefährliches und trotzdem versetzbares Gehege bei dem die Nins noch Zugang zum Gras haben kann ich mir nicht vorstellen, ehrlich gesagt. Ich wüsste nicht wie man das lösen sollte. Ich würde das Gehege deshalb fest installieren, und den Rasen dann eben unter Aufsicht "mähen lassen".
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| Zitat:
Ob die 6m², wenn ihr nicht zu Hause seid, nun auf Beton oder auf Rasen sind, spielt ja für die Bewegungsfreiheit der Kaninchen erst mal keine Rolle. Aber ich denke auch, dass man ein versetzbares Gehege nicht sicher hinbekommt und ich glaube zudem nicht, dass die Kaninchen wirklich davon profitieren würden, wenn sie Gras am Boden hätten, daher kann man auch gleich richtig fest bauen (dafür z.B. dann begehbar - hat viele Vorteile für die Halter). Viel mehr wert wäre es für die Kaninchen, wenn sie zusätzlich Auslauf auf richtig großer Fläche bekommen könnten (und wenn es nur unter Aufsicht ist). Wenn du Naturboden im Gehege möchtest, kannst du einen Teil auskoffern, mit Volierendraht auslegen, Randsteine an die Ränder, Erde wieder aufschütten. Das wäre perfekt dicht und kein Sicherheitsrisiko.
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| Tja, schade eigentlich. Ich dachte immer, dass der Naturboden auch für die Kaninchen am schönsten wäre. Wenn ich jetzt erst ein Fundament schaffen muss und das Gehege dann auch noch mannhoch gebaut werden muss, wird das wohl ein größeres Projekt. ![]() Ich muss dann erstmal einen geeigneten Standort finden, das ist trotz der großen Fläche nicht ganz einfach. Welches Holz würdet Ihr empfehlen? Muss/darf das behandelt (imprägniert) sein oder besser unbehandelt (wahrscheinlich zum Knabbern besser, aber sicher nicht sehr haltbar). Ich werde zuerst noch ein bisschen hier im Forum nach Bauanleitungen etc. stöbern.
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| Ich habe für mein Gehege keine mannshohe Variante gewählt, sondern eine mit aufklappbarem Deckel, kombiniert mit einem Kinderspielhaus aus Holz was ich mardersicher gemacht habe. Das ist aber vom reinigen her nicht so schön wie ein begehbares Gehege. Ein möglicher Kompromiss wäre z. B. ein Pyramidengehege: [url]http://www.diebrain.de/k-pyramide.html[/url] Es hat einige Vorteile, zum Beispiel dass im Winter der Schnee nicht drauf liegen bleibt - man muss sich also weniger Gedanken über die Dachlasten machen. Denn nicht nur auf dem fest gedeckten Bereich, sondern auch auf dem Draht bleibt der Schnee liegen. Außerdem kann man wie im Beispiel seitlich Planen anbringen um in der Schlechtwetterperiode das Gehege großflächig trocken zu halten, und es in der Schönwetterperiode durch hochrollen der Planen dann besser zu durchlüften. Bei diesen Gehegen kann man, ausreichende Höhe vorausgesetzt, in der Mitte gut stehen, zu den Seiten hin allerdings natürlich nicht mehr. Die Einbauten müssen nicht so üppig ausfallen wie im Beispiel, wo der gesamte überdachte Bereich durch Etagen genutzt wird. Aber vielleicht magst du ja erst einmal durch die Gehegesammlung hier im Forum stöbern, ob da etwas dabei ist was euch gefällt und zu eurem Grundstück passt. Edit: die Frage nach dem Holz wollte ich ja auch noch kurz beantworten: Lärchenholz kann man auch unbehandelt nehmen, es hat eine Art natürlichen Wetterschutz. Es ist allerdings recht teuer und oft nicht so leicht zu bekommen. Ich habe ganz normal Fichte/Kiefer genommen, empfehle aber das Geld in gehobelte Ware zu investieren, denn ich habe die Erfahrung gemacht dass man sonst beim lasieren wieder drauf zahlt... Zum lasieren habe ich eine Außen-Lasur genommen die kinderspielzeuggeeignet (speichelfest) ist, die setzt beim anknabbern nicht so viele Giftstoffe frei. Man kann aber auch mit normaler Lasur arbeiten, den Draht innen aufziehen und die entsprechenden Balken durch aufschrauben von unbehandelten Holzleisten schützen. Geändert von Lupine (28.05.2014 um 18:13 Uhr).
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| Vielen Dank für die Tipps, Lupine! Ich werde es dann auch so machen und gehobeltes Kiefernholz nehmen. Das kann ich auch am einfachsten besorgen. Überlege jetzt, vielleicht doch einen festes Gehege am Terrassenrand zu bauen. Dafür muss ich meine bisherige Planung allerdings völlig über den Haufen werfen. Aber ich stöbere erst mal noch ein bisschen.
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| Planungen sind doch dazu da sie über den Haufen zu werfen, oder nicht? Ich habe mindestens ein halbes Dutzend Gehegeentwürfe produziert bis zur Umsetzung. Ein Programm wie SketchUp hilft dabei übrigens enorm, zumindest wenn man ein so mieses räumliches Vorstellungsvermögen hat wie ich.
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| Ich klinke mich hier mal kurz ein, wir sind ja auch gerade am Überlegen, wie wir die wettergeschütze Seite unseres Pyramidengeheges gestalten wollen. Da dachte ich, wir hätten uns schon entschieden, nun lese ich hier von aufrollbaren Planen. @Lupine, was genau meinst du damit? LG
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| Zitat:
![]() Ein versetzbares Gehege wird leider nur kaum möglich sein, und in festen Gehegen ist Naturboden möglich, aber schwer sauberzuhalten auf Dauer. Da ist Betonboden mit zusätzlichem Auslauf auf der Wiese die bessere Wahl für den Halter und was die Hygiene betrifft. Ausgleichend dann eben Auslauf zusätzlich zu den 6m². Gerade, wenn man viel Platz hat, kann man ja durchaus unterm Strich mehr als 6m² an die Kaninchen abtreten ![]() Begehbar ist kein Muss, ist halt angenehmer für den Halter und dann ist auch ein festes Dach möglich. Wenn man nicht so viel investieren möchte, tut es ein Flachgehege auch, den Kaninchen ist das vermutlich nicht so wichtig...
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| Danke noch mal, Lupine und Keks! Ihr habt mich vom beweglichen Gehege abgebracht. Werde es nun doch etwas größer anlegen (vom Arbeitsaufwand, nicht von der Grundfläche) und ein festes Gehege bauen. Am Wochenende schon mal Gehwegplatten besorgt (dank Kleinanzeigen zum Nulltarif) und nicht nur der erste Spatenstich ist mittlerweile erfolgt... Es soll wie geplant 2 x 3m groß werden und begehbar sein (also ca. 2m hoch). Eine geschützte Ecke für den Stall und eine Buddelecke sind geplant. Hinten werde ich noch ein Kaninchentürchen anbringen, dann können wir Ihnen im Sommer unter Aufsicht später mal noch mehr Auslauf gewähren, aber für den Anfang sollte es so wohl ausreichen. Im Vergleich zu ihrem jetzigen Stall/Gehege werden sie es hoffentlich paradiesisch finden... Ich werde berichten. ![]() Geändert von dirk.be (03.06.2014 um 00:05 Uhr).
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| @ Verenchen: Es gibt z. B. im Baumarkt sogenannte Gewächshausfolie. Die hast du bestimmt schon mal gesehen, sie ist grün und hat zur Verstärkung gitterartig angeordnete eingeschweißte Kunststoff-Fäden drin. Die kann man oben annageln, zwei Bänder dabei mit befestigen, am unteren Ende eine Holzlatte an die Folie nageln und sie dann einfach hochrollen und mit den Bändern befestigen. Unten befestigt man sie am besten, in dem man in die Holzlatte zwei Haken dreht, in den unteren Gehegebalken ebenfalls, und dann eine stabile Schnur mit einem Spannhaken versieht, durch alle Haken führt und dann spannt. Hat bei meinem Gehege gut funktioniert. @ dirk.be: achte darauf dass du Volierendraht nimmst, NICHT Hasendraht! Nur bei ausreichend starkem Volierendraht sind die Nins sicher.
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| Wo wir gerade beim Thema sind: Kann ich den Draht eigentlich einfach von innen antackern oder können die Nins sich dann an den Schnittkanten verletzen? Von außen tackern ginge natürlich auch, aber dann können die Freunde mir die Balken anknabbern.
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| Du kannst von innen tackern (oder mit Unterlegscheiben anschrauben) und dann eine schwache Leiste drüber schrauben oder nageln. Die Leiste wirst du gelegentlich tauschen müssen oder du nimmst eine Aluleiste.
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| Die von Angora-Angy vorgeschlagene Bauweise würde ich - aus meiner Erfahrung heraus - inzwischen ebenfalls bevorzugen. Dann kannst du zum Beispiel auch eine Lasur nutzen die nicht kinderspielzeuggeeignet ist, weil sie ja an die Balken nicht ran kommen. Die Abdeckleisten sollten, wenn sie aus Holz sind, unbehandelt bleiben. Lieber einmal mehr austauschen als ein Kaninchen mit Bauchweh.
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| Hallo Ich würde auch ein begehbares bauen. Ich habe sein ca halben Jahr ein Pyramidengehege 6 qm für meine Meerschweinchen. Das ist so stabil, da könnte ein Ochse drin wohnen. Tolles Ding, aber ich hab trotzdem Rückenschmerzen und mir schon unzählige Male den Kopf angehauen. ![]() Rechteckig wäre besser gewesen. Man lernt dazu. Ich hab auch so eine grüne Folie zum Abrollen. Warm hoch, bei Regen runter. Aber wenn du jetzt eh gross baust, brauchst du eh ein vernünftiges Dach. Freu mich schon auf Bilder ![]()
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